Der bekannte Leaker Evan Blass (evleaks) hat die wichtigsten technischen Daten des kommenden Motorola Edge 70 Fusion veröffentlicht. Das Mittelklasse-Smartphone soll mit einigen nennenswerten Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger aufwarten, macht allerdings bei der Prozessorwahl eine ungewöhnliche Entscheidung. Das Motorola Edge 70 Fusion wird die Nachfolge des bereits von uns getesteten Motorola Edge 60 Fusion (derzeit 221,44€ bei Amazon*) antreten, ein Mittelklasse Smartphone mit Curved Display.
Das Motorola Edge 70 Fusion erhält laut Leak ein 6,78 Zoll großes AMOLED Display mit 1,5K Auflösung und 144Hz Bildwiederholrate. Besonders auffällig ist die angegebene Spitzenhelligkeit von 5200 Nits, welche für HDR Inhalte auf kleiner Fläche gilt. Damit steigt sowohl die Diagonale, Helligkeit als auch Refresh Rate gegenüber dem Vorgänger deutlich an. Das Display ist zudem an allen vier Seiten leicht gebogen und wird durch Corning Gorilla Glass 7i geschützt. HDR10+ wird ebenfalls unterstützt.
Bei der Prozessorwahl geht Motorola allerdings einen eher unkonventionellen Weg. Statt einen Nachfolger des im Edge 60 Fusion verbauten Mediatek Dimensity 7300 zu verbauen, kommt im Edge 70 Fusion angeblich der Qualcomm Snapdragon 7s Gen 3 zum Einsatz. Auf den ersten Blick wirkt dies wie ein Rückschritt, da der Snapdragon Chip bereits im November 2023 vorgestellt wurde, während der Dimensity 7300 erst im Mai 2024 auf den Markt kam. Damit wird im neuen Modell ein älterer Prozessor verbaut.
Allerdings könnte der ältere Chip trotzdem Vorteile bieten. Der Snapdragon 7s Gen 3 nutzt mit dem Cortex-A720 und Cortex-A520 modernere ARM v9 Kerne, während der Dimensity 7300 noch auf die älteren Cortex-A78 und Cortex-A55 Architekturen mit ARM v8 setzt. Die tatsächliche Leistungsdifferenz zwischen den Geräten wird sich natürlich erst in der Praxis zeigen. Das Smartphone wird laut Evan Blass in zwei Speicherkonfigurationen angeboten: 8GB oder 12GB RAM, jeweils kombiniert mit 256GB internem Speicher.
Neben dem verbesserten Display soll das Motorola Edge 70 Fusion allerdings auch die Akkukapazität deutlich anheben. Blass spricht hier von satten 7.000mAh. Damit bietet das Gerät rund 27 Prozent mehr Kapazität als der Vorgänger mit seinen 5.500mAh. Die Ladegeschwindigkeit beträgt laut Leak 68 Watt, bleibt also identisch mit dem Vorgänger. Zum Vergleich: Das reguläre Motorola Edge 70 (derzeit etwa 747€ bei Amazon*) kommt lediglich mit einem 4.800mAh Akku, erreicht dafür aber eine Bauhöhe von nur 5,99mm. Das Edge 70 Fusion wird aufgrund des größeren Akkus voraussichtlich deutlich dicker ausfallen. Exakte Werte nennt der Leak allerdings nicht.
Bei der Kameraausstattung soll Motorola auf bewährte Komponenten setzen. Die Hauptkamera nutzt einen 50MP Sony Lytia Sensor, während die Frontkamera mit 32MP auflöst. Diese Konfiguration entspricht bereits dem Edge 60 Fusion und stellt keine Änderung dar. Ob exakt dieselben Sensoren verbaut werden, bleibt allerdings abzuwarten. Das Smartphone wird mit Android 16 ausgeliefert und soll drei Jahre lang große OS Updates erhalten. Damit bleibt Motorola hinter einigen Konkurrenten zurück, die mittlerweile häufig längere Update-Zeiträume versprechen.
Motorola setzt beim Design wohl wieder auf eine vierseitig gebogene Front und eine Rückseite mit Nylon oder Leinen inspirierter Textur auf Basis von Silikon. Die Farbauswahl umfasst laut Leaks fünf Pantone Optionen: Orient Blue, Sporting Green, Blue Surf, Country Air und Silhouette. Das Gerät soll zudem den Militärstandard MIL-STD-810H erfüllen und nach IP68 sowie IP69 zertifiziert sein. Damit ist es gegen Staub und Wasser geschützt und sollte auch härtere Einsätze überstehen.
Ein konkreter Veröffentlichungstermin wurde noch nicht genannt. Da das Edge 60 Fusion im April 2024 auf den Markt kam, ist eine Vorstellung des Nachfolgers im Frühjahr 2025 wahrscheinlich. Der Preis dürfte sich am Vorgänger orientieren, der in Deutschland für etwa 330 Euro und im späteren Verlauf bei Angeboten für um die 300€ angeboten wurde.
Quelle(n): EVLeaks (X)
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