Vor einer Weile hat Chuwi sein neues CoreBook Air vorgestellt. Das 14" Laptop legt den Fokus auf ein relativ geringes Gewicht von nur wenig mehr als 1kg, bietet dabei allerdings trotzdem einen größeren Akku als viele andere 14 Zoll Laptops von Chuwi wie z.B. das zuvor getestete CoreBook X 7430U oder CoreBook X 12450H. Vor dem Start der Auslieferung in Deutschland am 23. Januar haben wir jetzt ein Testgerät des Chuwi CoreBook Air erhalten. In diesem Beitrag gibt es das Unboxing und einige erste Eindrücke zum neuen "Ultrabook" von Chuwi.
Preislich war das Chuwi CoreBook Air ursprünglich um die 400€ angesetzt, also ähnlich wie die zuvor getesteten Modelle des Herstellers. Aufgrund der aktuell angespannten Situation auf dem Speichermarkt ist der Preis allerdings gestiegen. 529€ sind nun zur UVP angesetzt. Effektiv landet man mit Launch Rabatt bei 479€. Zusätzlich hat Chuwi für euch noch einen Extra-Rabatt angelegt. Wer den Code "Magair13" im deutschen Shop von Chuwi nutzt*, bekommt das Gerät zum Zeitpunkt dieses Beitrags für 460,23€. Der Versand erfolgt kostenlos und ohne zusätzliche Steuern aus einem EU-Lager.
Chuwi CoreBook Air Lieferumfang
Das Chuwi CoreBook Air wird euch in der gewohnten Verpackung aus Pappe mit schwarzem Aufdruck ohne Abbildung des Produkts geliefert. Im Inneren befindet sich das Laptop sicher in Schaumstoff verpackt. Zusätzlich wird es von einem Umschlag aus Stoff geschützt. Zwischen Tastatur und Display befindet sich ein weiterer Schutzfilm.
In einem Umschlag befindet sich die Dokumentation für das Chuwi CoreBook Air. Diese umfasst eine mehrsprachige Kurzanleitung, eine Garantiekarte und einen Produktinspektions-Report der Qualitätskontrolle. In einer separaten Box befindet sich das Netzteil mit 65W und USB-C Ausgang. Es handelt sich dabei um dasselbe Netzteil, welches auch beim Chuwi CoreBook X 7430U beilag. Das passende deutsche Netzkabel (Schuko) mit "Mickey Mouse Plug" (C5) liegt ebenfalls bei.
{eblogads}
Chuwi CoreBook Air Ausstattung
Das Chuwi CoreBook Air basiert auf einem AMD Ryzen 5 6600H Prozessor. Diesen hatten wir zuletzt in der Chuwi UBox (Mini PC) getestet. Der Prozessor bietet 6 Kerne und 12 Threads mit einem Takt von bis zu 4,5GHz. Die integrierte Radeon 660M Grafikeinheit taktet mit bis zu 1900MHz. Der Arbeitsspeicher umfasst 16GB LPDDR5 RAM mit 6400MHz, aufgeteilt auf vier Chips mit je 4GB mit Dual Channel Anbindung. Als Massenspeicher dient eine 512GB PCIe 3.0 SSD. Der M.2 2280 Slot lässt sich offiziell auf bis zu 1TB erweitern (es sollte aber auch mehr möglich sein) und ist kompatibel mit PCIe 4.0 x4 SSDs.
Das 14 Zoll Display bietet eine Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln im 16:10 Format und deckt 100% des sRGB Farbraums ab. Damit ist es niedriger auflösend als bei der CoreBook X Serie, was allerdings die Performance etwas bessern dürfte. Zudem kommt das Display mit einem Anti Glare Finish daher. Die maximale Helligkeit gibt Chuwi mit relativ geringen 350 Nits an. Oberhalb des Bildschirms sitzt eine 2MP Webcam mit zwei Mikrofonen und physischer Abdeckung. Für den Sound sind zwei 2W Lautsprecher verbaut, die laut Chuwi besseres Audio-Tuning bieten als bisher.
Bei den Anschlüssen setzt das CoreBook Air stärker auf USB-C als gewohnt. Es gibt nun gleich drei USB-C Ports, davon zwei mit USB 3.2 Gen 2 Standard, die jeweils 10Gbps Datenübertragung, Power Delivery Laden und Videoausgabe bis 4K mit 60Hz unterstützen. Ein weiterer USB-C Port arbeitet nach USB 2.0 Standard mit 480Mbps. Dazu kommt ein USB-A Anschluss mit USB 3.2 Gen 1 Standard und 5Gbps sowie ein HDMI 2.1 Port für Videoausgabe bis 4K mit 60Hz. Eine 3,5mm Klinkenbuchse für Kopfhörer ist ebenfalls vorhanden.
Die Drahtlosverbindung erfolgt über WiFi 6 und Bluetooth 5.2. Der Akku fasst 55Wh und wird über das mitgelieferte 65W USB-C Netzteil geladen. Damit ist der Akku deutlich angewachsen, was für eine relativ gute Laufzeit sorgen dürfte. Mit Abmessungen von 312,9 x 222,5 x 15,95mm und einem Gewicht von rund 1,02kg laut Hersteller positioniert sich das Gerät im portablen Segment. Als Betriebssystem ist Windows 11 Pro inklusive Microsoft Office (mit Lizenz) vorinstalliert.
Erste Eindrücke zum Chuwi CoreBook Air
Beim Design geht Chuwi mit dem CoreBook Air neue Wege. Statt dem von der CoreBook X Serie gewohnten silbernen oder grauen Gehäuse mit deutlichen MacBook Anleihen präsentiert sich das neue Modell in einem ansprechenden Dunkelblau mit etwas veränderter Designsprache / Formgebung. Ein interessanter Effekt zeigt sich dabei auf Fotos: Durch die Kamera wirkt es, als hätte der Deckel eine andere Farbe als die Basis. In der Realität erscheint die Farbe allerdings identisch. Lasst euch davon also nicht irritieren.
Das geringere Gewicht von nur etwas über 1kg erreicht Chuwi durch Materialeinsparungen. Der Deckel besteht nun aus Kunststoff, lediglich die Bodenplatte ist weiterhin aus Aluminium gefertigt. Dennoch fühlt sich das CoreBook Air hochwertig und angenehm an. Auch bei der Tastatur hat sich einiges getan. Die Tasten fallen etwas kleiner aus, dafür vergrößert sich der Abstand zwischen ihnen. Die Power Taste sitzt nun außerhalb der Tastatur. Das Schreibgefühl hinterlässt einen sehr guten ersten Eindruck. Die Tasten erzeugen ein leises Tippgeräusch mit dumpfem Anschlag und wenig Federung. Die zweistufige Hintergrundbeleuchtung ist gleichmäßig.
Das Touchpad fällt beim Chuwi CoreBook Air etwas kleiner aus als bei den CoreBook X Geräten, bietet aber immer noch eine gute Größe. Die Finger gleiten angenehm auf der Fläche und das Touchpad reagiert präzise auf alle Eingaben inklusive Multitouch Gesten.
{eblogads}
Das Display macht qualitativ einen guten Eindruck. Die Blickwinkel sind stabil, Farben werden gut dargestellt und der Schwarzwert überzeugt. Auffällige Lichthöfe sind nicht zu erkennen. Die Helligkeit entspricht augenscheinlich (also noch ohne Messung) etwa der Angabe des Herstellers. Im Freien bleibt das Display durch die matte Anti Glare Beschichtung trotz der moderaten Helligkeit halbwegs brauchbar.
Bei der Performance zeigt sich das CoreBook Air für typische Aufgaben wie Surfen und Office gut gerüstet. Windows läuft flüssig, besonders mit deaktivierter Transparenz. Für Spiele eignet sich das Gerät weniger. Die GPU Leistung liegt vermutlich aufgrund eines niedrigeren Package Power Limits unter der UBox mit demselben Prozessor.
Eine positive Überraschung ist die Lüftersteuerung. Im normalen Betrieb bleibt der Lüfter in der Regel unhörbar. Auch unter Last dreht er nicht aggressiv hoch. Bei Volllast dreht er langsam hoch anstatt sofort auf Vollgas zu gehen. Selbst bei voller Drehzahl nach längerer Belastung ist lediglich ein angenehmes Rauschen zu hören, ohne störendes Surren, Brummen oder Pfeifen. Verglichen mit dem, was man sonst von Chuwi kennt, eine Wohltat. Das Chuwi CoreBook Air bewegt sich an dieser Stelle auf Augenhöhe mit Apple's MacBooks, die ja für ihren leisen Betrieb bekannt sind.
Ebenfalls positiv fallen die Lautsprecher auf. Verglichen mit bisherigen Chuwi Geräten klingen sie deutlich besser. Sie werden laut ohne zu kratzen oder zu übersteuern und bieten sogar etwas Bass. Kein High-End Sound, aber für YouTube Videos oder Musik nebenbei ohne größere Ansprüche sind sie durchaus brauchbar. Chuwi verspricht also auf der Produktseite nicht zu viel.
Die Akkulaufzeit macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Im Balanced Modus sollten nach bisherigen Erfahrungen 7 bis 8 Stunden im Office oder Streaming Betrieb realistisch sein, möglicherweise auch etwas mehr. Das wird sich im Alltagstest noch zeigen. Auf jeden Fall merkt man den angewachsenen Akku deutlich.
Beim Betriebssystem liefert Chuwi wie gewohnt ein sauberes deutsches Windows 11 Pro mit Lizenz ohne unnötige Bloatware. Die Einrichtung ist ohne Microsoft Konto möglich. Microsoft Office ist vorinstalliert und sogar lizenziert. Alles weitere folgt im vollständigen Testbericht nach der Testphase von etwa 1 bis 2 Wochen im Alltag.