Von ChinaMobileMag auf Mittwoch, 01. April 2026
Kategorie: News

Aus X1 wird X: Chuwi AuBox Modell mit Prozessor Upgrade und neuem Namen

Der chinesische Hersteller Chuwi hat neue Details zu seinem kommenden Mini PC veröffentlicht. Nachdem es nach der ursprünglichen Ankündigung der Chuwi AuBox X1 im Februar ruhig geworden war, verdichten sich nun die Anzeichen für eine Markteinführung unter leicht verändertem Namen. Die ehemalige Produktseite leitet mittlerweile auf eine neue Teaser Seite für die Chuwi AuBox X weiter. Mit diesem Rebranding geht eine deutliche technische Aufwertung einher, da Chuwi nun auf den leistungsstärkeren Intel Core Ultra 7 256V aus der Lunar Lake Familie setzt. Zuvor war ein Core Ultra 5 226V angekündigt worden.

Architektur und Prozessorleistung der Chuwi AuBox X

Im Gegensatz zum ursprünglich geplanten Core Ultra 5 Prozessor kommt in der Chuwi AuBox X nun ein Intel Core Ultra 7 256V zum Einsatz. Dieses System on Chip basiert auf der aktuellen Lunar Lake Architektur. Die CPU verfügt über acht Rechenkerne, die sich in vier Performance Kerne (Lion Cove) und vier Effizienz Kerne (Skymont) aufteilen. Ein wesentliches Merkmal dieser Generation ist der Verzicht auf Hyper-Threading, wodurch die Anzahl der Threads exakt der Kernanzahl entspricht. Die Performance Kerne erreichen Taktraten von bis zu 4,8GHz, während die Effizienz Kerne mit bis zu 3,7GHz arbeiten.

In ersten Leistungsvergleichen positioniert sich der Prozessor der Chuwi AuBox X etwa auf dem Niveau eines Apple M2 oder eines Intel Core i7-1360P. Durch die effiziente Architektur und die Anpassung der TDP auf einen langfristigen Wert von 17W (kurzzeitig bis zu 37W) ist das System primär auf einen leisen Betrieb ausgelegt. Chuwi bewirbt das Gerät entsprechend als "Whisper-Quiet", was auf ein optimiertes thermisches Design hindeutet. Der Arbeitsspeicher ist bei der Lunar Lake Plattform direkt in das Prozessorpackage integriert, also nicht aufrüstbar. Die Chuwi AuBox X verfügt über 16GB LPDDR5X-8533 RAM, was zusammen mit der Einbindung in das Package einen hohen Durchsatz und geringe Latenzen gewährleistet.

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Grafikleistung und KI Funktionen

Ein Schwerpunkt der Chuwi AuBox X liegt auf der integrierten Grafiklösung und der Rechenleistung für künstliche Intelligenz. Die verbaute Intel Arc Graphics 140V nutzt acht Kerne der Xe² Architektur und verfügt über acht Raytracing Einheiten. Mit einer Taktung von bis zu 1950MHz bietet die iGPU eine Leistung, die etwa auf dem Niveau einer AMD Radeon 780M liegt. Damit lassen sich viele aktuelle Spiele in einer 1080p Auflösung bei niedrigen Details flüssig darstellen. Zudem unterstützt die GPU moderne Videocodecs wie H.266 VVC und AV1.

Für KI Aufgaben integriert der Intel Core Ultra 7 256V eine verbesserte Neural Processing Unit (NPU) mit einer Leistung von 47 TOPS. In Kombination mit der Rechenkraft von CPU und GPU erreicht die Chuwi AuBox X eine Gesamtleistung von 115 TOPS. Diese Spezifikationen erlauben die Nutzung als Copilot+ PC unter Windows 11 Pro, wodurch lokale KI Funktionen und Anwendungen wie OpenClaw effizient unterstützt werden.

Konnektivität und Gehäusedesign

Das Gehäuse der Chuwi AuBox X fällt mit einem Volumen von nur 0.67L äußerst kompakt aus. Trotz der geringen Abmessungen bietet der Mini PC eine moderne Auswahl an Schnittstellen. An der Vorderseite stehen zwei USB-A Anschlüsse (USB 3.2 Gen 1) sowie ein USB-C Port mit USB4 Unterstützung zur Verfügung. Letzterer ermöglicht Datenraten von bis zu 40Gbit/s und ist eGPU Ready, sodass für anspruchsvolle Gaming Aufgaben eine externe Grafikkarte angeschlossen werden kann.

Die Rückseite der Chuwi AuBox X beherbergt zwei HDMI 2.1 Anschlüsse sowie einen DisplayPort 1.4 Ausgang. Damit lassen sich bis zu drei Bildschirme gleichzeitig betreiben, wobei Auflösungen bis zu 8K bei 60Hz unterstützt werden. Die Netzwerkanbindung erfolgt über einen schnellen 2.5Gbit Ethernet Port oder über das integrierte WiFi 7 Modul mit Bluetooth 5.4. Eine Besonderheit bleibt die Stromversorgung, die ausschließlich über USB Power Delivery erfolgt. Chuwi empfiehlt hierfür ein Netzteil oder einen Monitor mit einer Ausgangsleistung von mindestens 100W. Die Chuwi AuBox X wird mit Windows 11 Pro ausgeliefert und kann über eine VESA Halterung direkt hinter einem Monitor montiert werden.

Wann genau die Chuwi AuBox X im Handel erscheinen wird und zu welchem Preis das Modell mit dem Core Ultra 7 Prozessor startet, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht final bestätigt. Angesichts der aktualisierten Teaser Seite dürfte die Veröffentlichung jedoch zeitnah erfolgen.

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