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ARM geht an NVIDIA

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Wer es noch nicht wusste: Die Architektur Schmiede ARM steht seit einer Weile zum Verkauf. Bisher gehörte der Entwickler von Prozessor und GPU Designs zum japanischen Softbank Konzern, welcher ARM erst 2016 übernommen hatte. ARM selbst stellt keine Chips her, sondern entwickelt lediglich Designs. Diese können von Chip Herstellern lizenziert werden, um damit eigene Produkte auf den Markt zu bringen. Chip Hersteller haben im Rahmen besondere Lizenzen auch die Möglichkeit eigene Designs auf Basis der ARM Architektur zu entwickeln - so wie es zum Beispiel Apple tut.

Nun hat Softbank für ARM einen neuen Abnehmer gefunden: NVIDIA. Der Deal soll bereits fertig verhandelt sein. So soll der Grafikkarten-Riese ARM für einen Preis von 12 Milliarden Dollar sowie Aktien im Wert von 21,5 Milliarden Dollar übernehmen. Zudem wird Softbank einen einstelligen Anteil an ARM und zusätzlich die IoT Sparte von ARM behalten. Abgeschlossen werden soll die Übernahme während der kommenden 18 Monate. Noch steht allerdings die Genehmigung durch diverse Behörden aus.

Sollte die Übernahme durchgewunken werden, steigt NVIDIA mit einem Schlag zu einer großen Nummer im Mobilgeschäft auf. Immerhin basieren so gut wie alle Smartphone Prozessoren auf der ARM Architektur. Und nicht nur das: Auch auf dem PC Markt scheint sich ARM langsam aber sicher zu etablieren. Apple wird ja bekanntlich bald seine Macs auf eigene Prozessoren umstellen, welche ebenfalls auf einem ARM Design basieren. Sollte der Plan aufgehen, ist davon auszugehen, dass auch in der Windows Welt PCs auf ARM Basis, welche bisher nur eine kleine Nische darstellen, weiter an Verbreitung gewinnen.

NVIDIA begibt sich damit in einer sehr interessante Position. Zum einen hält man eine wichtige Position im Mobilgeschäft inne, andererseits hat man aber auch die Chance gemeinsam mit ARM zu einer wichtigen Nummer auf dem PC Markt zu werden. Und ganz nebenbei kann NVIDIA auch endlich wieder (wenn auch indirekt) vom Erfolg Apple's profitieren, wo man sich doch vor Jahren getrennt hat und seitdem eher feindlich gesinnt ist. Hier stellt sich dann allerdings auch die Frage, wie NVIDIA diese Position auf negative Art und Weise ausnutzen könnte. Unter anderem diese Frage gilt es nun für die Behörden, welche den Deal final genehmigen müssen, zu überprüfen.

Aus der Tech-Community melden sich derweil auch viele kritische Stimmen. Insbesondere aus Europa sieht man es nicht gerne, dass mit ARM ein weiteres großes Unternehmen der Tech-Branche an die USA geht (hier hat NVIDIA seinen Hauptsitz). Andererseits soll ARM aber wohl als eigenständiges Unternehmen bestehen bleiben und auch seinen Hauptsitz in Großbritannien behalten. Daran hatte sich schon bei der Übernahme durch den japanischen Softbank Konzern nichts geändert und auch NVIDIA will daran wohl erstmal nichts ändern. Dies könnte sicherlich auch eine der Bedingungen sein, welche die Behörden für die Genehmigung der Übernahme stellen werden.

Quellen
Heise | Winfuture


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