Von ChinaMobileMag auf Samstag, 28. Februar 2026
Kategorie: Neuheiten

Xiaomi 17 Ultra und Leica Leitzphone für Deutschland vorgestellt

Rund zwei Monate nach der Ultra-Premiere in China zur Weihnachtszeit hat Xiaomi am Rande des Mobile World Congress in Barcelona auch den internationalen Start der 17er-Serie verkündet. In Deutschland stehen ab heute neben dem Xiaomi 17 auch zwei Modelle der Ultra Ausgabe zur Wahl: das Xiaomi 17 Ultra sowie die Leica Sonderedition, die im europäischen Markt unter dem überaus sperrigen Namen "Leica Leitzphone powered by Xiaomi" antritt.

Xiaomi 17 Ultra: Das Flaggschiff im Detail

Das Xiaomi 17 Ultra positioniert sich als das umfangreichste Kamerasmartphone in Xiaomi's bisheriger Geschichte. Mit 162,9 x 77,6 x 8,29mm und einem Gewicht von 218,4g (Schwarz und Weiß) bzw. 219g (Starlit Green) fällt es spürbar größer aus als das reguläre Xiaomi 17. Xiaomi bewirbt das Gerät als das bislang dünnste und leichteste Ultra-Modell der eigenen Geschichte. Die Rückseite besteht aus einem Glasfaser-Werkstoff, der Rahmen aus einer Aluminiumlegierung. Die IP68-Zertifizierung gilt hier bis zu einer Tiefe von 6 Metern über 30 Minuten - zwei Meter mehr als beim kleineren Xiaomi 17. In Deutschland ist das Gerät in Schwarz, Weiß und Starlit Green erhältlich.

​{eblogads}

Das 6,9"-OLED-Panel löst mit 2608 x 1200 Pixeln auf. Xiaomi nennt die verwendete Technologie HyperRGB, die eine feinere Darstellung gegenüber herkömmlichen RGB-Subpixelstrukturen ermöglichen soll. Die Bildwiederholrate liegt adaptiv zwischen 1Hz und 120Hz, die maximale Helligkeit bei 3500cd/m². Das Display unterstützt HDR10+ und Dolby Vision und ist durch das Xiaomi Shield Glass 3.0 geschützt. Wie beim kleineren Modell trägt es TÜV-Rheinland-Zertifizierungen für Blaulichtreduktion, Flimmerfreiheit und zirkadiane Verträglichkeit.

Als Prozessor kommt derselbe Snapdragon 8 Elite Gen 5 zum Einsatz wie im Xiaomi 17, die RAM-Ausstattung beträgt durchgehend 16GB basierend auf LPDDR5X. Das Kühlsystem nennt sich hier Xiaomi 3D Dual-Channel IceLoop und ist damit eine Stufe über dem einfachen IceLoop-System des regulären Modells angesiedelt.

Kamera: Der entscheidende Unterschied

Das Kamerasystem des Xiaomi 17 Ultra hebt sich in mehreren Punkten deutlich vom kleineren Modell ab. Die Hauptkamera setzt auf den neuen Light Fusion 1050L Bildsensor mit einem vollen 1-Zoll-Format. Die Blende beträgt f/1,67, der Sensor verwendet 3,2μm große 4-in-1-Superpixel und ist optisch stabilisiert. Eine technische Besonderheit ist die LOFIC-Architektur (Lateral Overflow Integration Capacitor) des Sensors: Dabei handelt es sich um eine ursprünglich für Fahrerassistenzsysteme entwickelte Pixelstruktur, die eine sehr hohe Dynamik in einer einzelnen Belichtung ermöglicht, statt wie beim klassischen HDR mehrere Aufnahmen zu verrechnen.

Die Telekamera ist das bemerkenswerteste Element der Ausstattung. Sie löst mit 200MP auf und nutzt einen Samsung HPE Sensor im 1/1,4"-Format. Entscheidend ist jedoch die Optik: Statt einer fixen Brennweite verfügt das Objektiv über einen echten mechanischen Zoom, der stufenlos zwischen 75mm und 100mm äquivalenter Brennweite arbeitet, entsprechend einem 3,2- bis 4,3-fachen optischen Zoom. Das ist eine Besonderheit, die sonst in der Smartphone-Klasse kaum anzutreffen ist. Die Ultraweitwinkelkamera deckt mit 50MP und f/2,2 ein Sichtfeld von 115° ab und entspricht 14mm Brennweite. Alle drei Kameras tragen das Leica Summilux Objektiv-Label. Das Gesamtsystem firmiert unter der Bezeichnung VARIO-APO-SUMMILUX 1:1,67–2,9/14–100 ASPH.

Für Videoaufnahmen unterstützt das Xiaomi 17 Ultra 4K Dolby Vision bei bis zu 120fps sowie Log-Video in 4K bis 120fps. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung des ACES-Standards (Academy Color Encoding System), der in der professionellen Filmproduktion verbreitet ist. Zeitlupenaufnahmen sind in 1080p bis zu 1920fps möglich.

Der Akku des Xiaomi 17 Ultra fasst 6.000mAh und damit etwa weniger als beim kleineren Xiaomi 17 mit 6.330mAh, was dem größeren Sensor und der aufwändigeren Optik geschuldet sein dürfte. Kabelgebunden wird mit bis zu 90W geladen, kabellos mit 50W. Ein Netzteil ist auch hier nicht im Lieferumfang enthalten.

Leica Leitzphone powered by Xiaomi: Die Sonderedition

Parallel zum Xiaomi 17 Ultra stellt Leica in Deutschland unter dem Namen "Leica Leitzphone powered by Xiaomi" eine eigene Version des Geräts vor. Dass Leica eigene Smartphones vermarktet, ist keine völlig neue Idee, in Japan gibt es seit fünf Jahren die Leitz Phone Modelle in Kooperation mit Sharp, allerdings blieben diese stets auf den japanischen Markt beschränkt. Das Leitzphone ist nun der erste Schritt Leicas in den europäischen Smartphone-Markt, und Xiaomi liefert dafür die technische Grundlage.

Dabei hat man es sich aber einfach gemacht, denn wie in China mit der Leica Edition des Xiaomi 17 Ultra handelt es sich auch beim Leica Leitzphone für Europa / Deutschland nur um ein umgelabeltes Xiaomi 17 Ultra. Technisch gesehen ist das Leitzphone im Kern mit dem Xiaomi 17 Ultra identisch. Es teilt Prozessor, Display, Kamerasensoren, Akku und alle Konnektivitätsmerkmale. Die wesentlichen Unterschiede liegen im Gehäuse, in exklusiven Softwarefunktionen und in einem zusätzlichen physischen Bedienelement.

Das Leitzphone ist ausschließlich in Schwarz erhältlich und zeigt ein überarbeitetes Gehäusedesign im Vergleich zu China. Die Rückseite ist durchgehend einfarbig gestaltet, ohne das Dual-Tone-Design der chinesischen Leica-Edition des Xiaomi 17 Ultra. Der Rahmen aus einer Aluminiumlegierung mit nickel-eloxierter Oberfläche trägt auf der linken Seite den Schriftzug „Leica Camera Germany". Das ikonische runde rote Leica-Logo („Coke Label") ist auf der Rückseite präsent und der Leica-Schriftzug auf dem Kameramodul ist - abweichend vom Xiaomi 17 Ultra - um 90 Grad gedreht. Das Gerät ist mit 8,32mm minimal dicker und mit 223,4g geringfügig schwerer als das Xiaomi 17 Ultra.

​{eblogads}

Ein funktionales Alleinstellungsmerkmal ist der physische Leica Kamera-Ring. Das stufenlos drehbare Einstellrad ist aus Metall gefertigt und ermöglicht unter anderem das stufenlose Zoomen sowie die Steuerung anderer Kameraparameter wie Belichtung und Verschlusszeit. Für seine Funktion nutzt das Leitzphone einen optischen Tracking-Sensor, der im Xiaomi 17 Ultra nicht verbaut ist. Im Lieferumfang ist neben der Schutzhülle auch eine Objektivabdeckung, ein Reinigungstuch sowie ein Armband enthalten.

Auf der Softwareseite bringt das Leitzphone den Leica Essential Modus mit, der die Bildcharakteristik klassischer Leica-Kameras nachbildet. Zur Auswahl stehen unter anderem Looks, die sich an der Leica M9 und der Leica M3 mit Monopan 50 Film orientieren. Insgesamt sind 13 Leica-Looks enthalten. Zudem unterstützt das Leitzphone CAI Content Credentials, einen offenen Standard zur Kennzeichnung des Entstehungsprozesses digitaler Aufnahmen. Die HyperOS-Benutzeroberfläche ist in einem auf Leica abgestimmten Design gehalten.

Das Xiaomi 17 Ultra und das Leica Leitzphone unterstützt Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0 mit Dual-Bluetooth sowie 5G SA und NSA. eSIM ist ebenso verfügbar wie Dual-Nano-SIM. Die Navigationssysteme umfassen GPS mit L1+L5, Galileo, GLONASS, BeiDou, QZSS und NavIC. NFC, IR-Blaster sowie ein linearer X-Achsen-Vibrationsmotor sind ebenfalls an Bord. Beide Geräte laufen mit Xiaomi HyperOS 3 auf Android 16 Basis. Xiaomi verspricht fünf Generationen Android-System-Upgrades sowie sechs Jahre Sicherheitsupdates.

Xiaomi 17 Ultra / Leica Leitzphone: Preise & Verfügbarkeit

​Das Xiaomi 17 Ultra ist ab dem heutigen 28. Februar in zwei Varianten im offiziellen Xiaomi Shop* erhältlich: 16GB+512GB für 1499,90€ sowie 16GB+1TB für 1699,90€. Letztere ist bis zum 14. März als Early-Bird-Deal für 1549,90€ erhältlich. Weitere Startangebote umfassen einen 5%-Coupon, bis zu 200€ Trade-In-Bonus sowie dreifache Mi Points. Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Gerät ein USB-C-Kabel, ein SIM-Auswurftool sowie eine Schutzhülle.

Das Leica Leitzphone powered by Xiaomi ist ausschließlich in der 16GB+1TB Konfiguration zum Preis von 1999,90€ erhältlich*. Im Vergleich zur inhaltsgleichen 1TB-Variante des Xiaomi 17 Ultra entspricht das einem Aufpreis von 300€. Erhältlich ist es über Xiaomi's eigene Kanäle, über Leica direkt sowie über die Telekom, die als exklusiver Vermarktungspartner in Deutschland fungiert. Dort startet der Verkauf am 2. März. Bis zum 14. März erhalten Käufer das Xiaomi 17 Ultra Photography Kit Pro im Wert von 199,90€ gratis dazu. Das Kit enthält einen PU-Ledergriff im Leica-Stil, einen integrierten 2.000mAh Zusatzakku, einen abnehmbaren Auslöseknopf sowie eine exklusive Fastshot-Benutzeroberfläche.

Auch ohne Leitzphone-Aufpreis lässt sich das Xiaomi 17 Ultra mit Kamerazubehör erweitern. Xiaomi bietet dazu zwei Varianten an: Das Photography Kit (99,90€) enthält eine Handgelenkschlaufe, einen zweistufigen Auslöser und eine dedizierte Videotaste, das Gehäuse selbst ist nach IP54 geschützt. Das Photography Kit Pro (199,90€, in Schwarz) fügt den PU-Ledergriff, einen integrierten 2000mAh Akku sowie einen abnehmbaren Auslöseknopf hinzu und ist zum Startangebot für das Xiaomi 17 Ultra für 99,90€ erhältlich.

Zum Vergleich: Beim Import zahlt man für das Xiaomi 17 Ultra derzeit etwa ab 857€*. Die Leica Edition als chinesisches Pendant zum Leitzphone schlägt mit etwa 1.247€ zu Buche*.

Weitere Xiaomi News

Kommentare hinterlassen