Vivo hat die X500 Serie am gestrigen 27. Oktober in Europa an den Start gebracht, die Präsentation fand auf Teneriffa statt. In Deutschland und Österreich sind das X500 Pro und das X500 Pro Max ab sofort im offiziellen Shop des Herstellers und über den Vivo Store bei Amazon erhältlich*, dazu kommen ausgewählte Mobilfunkanbieter und Händler.
Die Serie war Ende September in China vorgestellt worden, die technischen Details haben wir in unserem China Launch Beitrag bereits ausführlich behandelt. Neu sind jetzt die europäischen Preise, die verfügbaren Konfigurationen und einige Änderungen am Datenblatt gegenüber der China Version.
Das Basismodell Vivo X500 kommt nicht nach Europa, Vivo startet hierzulande nur mit dem Pro und dem Pro Max. Einen Einstiegspreis unterhalb von 1.399€ gibt es damit nicht, und wer das kleinste Modell will, muss zum Import greifen. Dieses ist z.B. bei TradingShenzhen ab 857€* zu haben. In Asien läuft der globale Launch dagegen mit allen drei Geräten, in Malaysia ist das X500 bereits gelistet.
Preise und Varianten in Deutschland
Das Vivo X500 Pro gibt es in Deutschland ausschließlich als 12GB/256GB Variante für 1.399€, in den Farben Sunny White und Moonlit Black. In China stehen zusätzlich 16GB/512GB und 16GB/1TB zur Wahl. Wer diese also möchte, muss zum Import greifen*. Manche Publikationen nennen für Europa zusätzlich eine 512GB Variante des Pro zu 1.449€, im deutschen Shop von Vivo ist sie jedoch gar nicht gelistet, bei Amazon erscheint die Größe nur als inaktives Auswahlfeld ohne eigenes Angebot. Wir gehen daher davon aus, dass es die 512GB Version vorerst nicht regulär in Deutschland zu kaufen gibt.
Beim Vivo X500 Pro Max sind es drei Konfigurationen: 12GB/256GB für 1.599€, 12GB/512GB für 1.799€ und 12GB/1TB für 2.199€. Die 1TB Version ist derzeit dem offiziellen Vivo Shop vorbehalten, bei Amazon findet sich dazu kein Angebot. Farben sind Starry Gray und Moonlit Black. Auffällig ist die Obergrenze beim Arbeitsspeicher: Selbst die Topvariante mit 1TB kommt in Europa nur mit 12GB, während Vivo in China 16GB anbietet. Das Creator Kit mit 16GB/1TB, Zubehör und externem Monitor gibt es hierzulande nicht.
Bei Amazon sind beide Modelle direkt zum Start gelistet, Verkäufer ist jeweils der Vivo Official Store. Das X500 Pro in Schwarz war zum Start auf Lager, das Pro Max mit 512GB in Schwarz und Grau trug zum Zeitpunkt des Beitrags einen Coupon über 100€. Die Preise entsprechen der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, also 1.399€ für das Pro* und 1.599€ bzw. 1.799€ für das Pro Max*, Rabatte laufen derzeit über Coupons die per Haken aktiviert werden können und nicht über den Listenpreis.
{eblogads}
Prozessor und Display
In beiden Geräten arbeitet der Mediatek Dimensity 9600 Pro, der erste Chip des Herstellers im 2nm Verfahren. Gefertigt wird er bei TSMC im N2P Prozess. Der Achtkerner ist als All-Big-Core CPU der vierten Generation aufgebaut, zwei ARM C2-Ultra Kerne takten mit bis zu 4,55GHz, drei C2-Pro Kerne mit 4,35GHz und drei weitere C2-Pro Kerne mit 3,1GHz. Für Grafik sorgt eine Mali G2-Ultra NX mit zwölf Recheneinheiten und 1.800MHz.
Gegenüber dem Vorgänger nennt Vivo 17 Prozent mehr Single-Core Leistung, 15 Prozent mehr Multi-Core Leistung und 27 Prozent mehr GPU Spitzenleistung, beim Raytracing sollen 14 Prozent hinzukommen. Die NPU legt bei INT4 Berechnungen um 100 Prozent zu, bei Spitzenlast soll der Energiebedarf um 24 Prozent sinken. Diese Werte sind Herstellerangaben, keine unabhängigen Benchmarkläufe. Unsere eigenen Benchmark Ergebnisse des Chips im Vergleich zur Konkurrenz von Qualcomm haben wir euch unten eingebunden.
Das Vivo X500 Pro hat ein 6,36 Zoll großes AMOLED Panel mit 2660 x 1216 Pixeln und 459ppi, das Pro Max kommt auf 6,85 Zoll bei 3168 x 1440 Pixeln und 507ppi. Beide Displays sind flach, nutzen das BOE Material Q11 und regeln die Bildwiederholrate adaptiv zwischen 1 und 144Hz. Die lokale Spitzenhelligkeit liegt beim Pro bei 4.500 Nits, beim Pro Max bei 4.400 Nits, jeweils gemessen auf 20 Prozent der Bildfläche. Dazu kommen Dolby Vision und Ultra XDR.
Beim Gehäuse hängt die Dicke von der Farbe ab: Die schwarzen Varianten sind mit 7,95mm etwas dünner und haben eine Rückseite aus GFK, die weiße und die graue Variante kommen dagegen auf 8,12mm und bestehen aus Glas. Das X500 Pro wiegt 192g in Schwarz und 197g in Weiß, das Pro Max 224g in Schwarz und 228g in Grau. Beim Pro Max weichen die Werte leicht von den China Modellen ab, die 225g in Schwarz und 229g in Grau auf die Waage bringen.
Kamerasystem mit Zeiss Kooperation
Beide Modelle teilen sich die Hauptkamera und die Ultraweitwinkel-Kamera, der Unterschied sitzt beim Tele. Die Hauptkamera nutzt einen 50MP Sensor vom Typ Sony LYTIA L910 mit 1/1,28 Zoll, f/1.57 Blende und 24mm Brennweite, dazu kommt eine Stabilisierung auf Gimbal Niveau, die Vivo mit 1,5 Grad beim Pro und 3 Grad beim Pro Max beziffert. Die Stabilisierung ist bei beiden Modellen nach CIPA 7.0 zertifiziert. Die LOFIC Technologie soll den Dynamikumfang auf 17 EV bringen, die Optik trägt eine Zeiss T* Vergütung.
Die Ultraweitwinkel-Kamera löst ebenfalls mit 50MP auf, kommt auf 15mm Brennweite und f/2.0. Beim Sensor nennt das Datenblatt eine Größe von 1/2,76 Zoll. Anscheinend kommt hier ein Samsung JN5 zum Einsatz.
Das Vivo X500 Pro bekommt eine 64MP Periskop Telekamera mit Sony LYTIA 610, 1/2,0 Zoll, f/2.52 Blende und 85mm Brennweite, die ab 18cm Entfernung auch als Makro arbeitet. Im X500 Pro Max sitzt stattdessen ein 200MP Sensor vom Typ Samsung ISOCELL HP0 mit 1/1,4 Zoll, f/2.67 Blende, 85mm und einer Makro Naheinstellgrenze von 15cm. Beide Telekameras sind mit Zeiss APO Farbkorrektur versehen und nach CIPA 7.0 stabilisiert, der optische Zoom beträgt 3,5-fach.
Wer mehr Brennweite will, kann den Zeiss Telephoto Extender Gen 2 mit 200mm aufsetzen, für das Pro Max gibt es zusätzlich den Extender Gen 2 Ultra mit 400mm. Der Ultra ist dem Pro Max vorbehalten, er wiegt 248g und besteht aus 14 Linsen plus einem GM Element, der kleinere Extender bringt 153g und 15 Linsen. Die Extender kosten 299€ und 459€. Zum Zubehör gehört für das Pro Max außerdem ein Imaging Grip Kit mit physischem Auslöser, Zoomrad und integriertem Zusatzakku für 199€.
Die Frontkamera löst bei beiden Modellen mit 50MP auf, nutzt einen Samsung JN1 mit 1/2,76 Zoll, f/2.0 und 20mm Brennweite und bietet Autofokus. Die Kameras nehmen Videos in 4k mit bis zu 240fps auf, dazu kommen 4k120 im Multifokus Modus und ein Log Profil für die Nachbearbeitung. Der Long Range Motion Snapshot reicht beim Pro bis 20-fach, beim Pro Max bis 30-fach.
{eblogads}
Akku und Laden
Der Akku ist der Punkt, an dem sich die Europa Version am deutlichsten vom China Modell unterscheidet. Beim X500 Pro Max fasst der europäische Akku 6.750mAh typisch und 6.570mAh als Nennwert, aufgeteilt auf zwei parallel geschaltete Zellen. In China gibt Vivo 8.000mAh typisch und 7.800mAh Nennkapazität an. Das sind 1.250mAh weniger als beim China Modell.
Beim X500 Pro nennt das europäische Datenblatt von Vivo 5.300mAh typisch und 5.180mAh Nennkapazität in einer Einzelzelle. In einigen anderen Publikationen wird hingegen die chinesische Kapazität von 6.510mAh angegeben. Man kann davon ausgehen, dass die Angabe im Datenblatt von Vivo die korrekte Größe ist.
Geladen wird bei beiden Modellen mit 90W per Kabel und mit 40W kabellos. Für die vollen 40W braucht es den Vivo 50W Vertical Wireless Flash Charger 2 oder das baugleiche Modell von iQOO, mit der ersten Generation des Ladegeräts funktioniert es nicht. Ein Netzteil liegt nicht im Lieferumfang, das X500 Pro kommt ohne Hülle, das Pro Max mit einer Schutzhülle.
Ausstattung und Software
Als System läuft OriginOS 7 auf Basis von Android 17, bei den China Geräten wie bei den europäischen Modellen. Vivo verspricht, dass Speichermanagement und Alterungstests das Gerät sechs Jahre lang so schnell halten wie am ersten Tag, eine Garantie auf ruckelfreie Leistung ist das laut Fußnote allerdings nicht. Wie viele Android Versionen und wie lange Sicherheitsupdates zugesagt sind, nennt der Hersteller in den bereitgestellten Datenblättern nicht.
Für die europäische Zielgruppe bewirbt Vivo vor allem die Zusammenarbeit mit Apple Geräten: Quick Share überträgt Dateien auch zum iPhone, die Apple Watch lässt sich koppeln, iCloud Fotos erscheinen im Dateimanager, und für Macs gibt es das Vivo Office Kit. Dazu kommen praktische eigene Software Features wie Origin Workbench für Fenster im Multitasking und Snap Note für Notizen aus dem Screenshot.
Bei der Konnektivität bietet Vivo Wi-Fi 7 auf 2,4GHz, 5GHz und 6GHz, Bluetooth 6.0, NFC mit Kartenemulation und einen USB 3.2 Anschluss vom Typ-C. In China wird Bluetooth 5.4 angegeben. Eine Micro SD Karte nimmt keines der Geräte auf, es bleibt bei zwei Nano-SIM Steckplätzen. eSIM Support scheint zu fehlen bzw. wird im Datenblatt nicht erwähnt. Der Fingerabdrucksensor arbeitet mit 3D Ultraschall im Display, geschützt sind beide Geräte nach IP68 und IP69, wobei Vivo in der Fußnote auf die chinesische Norm GB/T 4208-2017 verweist und Schäden durch Feuchtigkeit von der Garantie ausnimmt.
Marktstart, Aktionen und Einordnung
Zum Start läuft bis zum 30. November eine Zugabeaktion: Beim Vivo X500 Pro Max liegt das Imaging Grip Kit bei, beim X500 Pro die neuen Headphones Studio, dazu gibt es 50 Prozent Rabatt auf ein ausgewähltes Zubehörprodukt. Kunden, die sich vor dem Launch registriert haben, erhalten zusätzlich einen Gutschein über 120€. Mit dem Code 50FORX500 sind weitere 50€ Rabatt möglich. Wer direkt bei Vivo kauft, bekommt drei Jahre Garantie, fünf Jahre auf den Akku, ein Jahr Displayversicherung und drei Monate Google AI Pro mit 5TB Speicher. Dazu kommt eine Preisgarantie: Sinkt der Preis bis zum Black Friday in einem der beiden offiziellen Stores, erstattet Vivo die Differenz.
Preislich liegt die Serie deutlich über dem Heimatmarkt. Das X500 Pro startet in China bei 6.499 Yuan, umgerechnet etwa 876€, in Deutschland sind es 1.399€. Das Pro Max kostet in China ab 6.999 Yuan, also rund 943€, hierzulande ab 1.599€. Beim Topmodell mit 1TB sind es 8.999 Yuan gegen 2.199€, was einem Aufschlag von rund 81 Prozent entspricht.
Günstig ist der Einstieg in keinem Fall: Die 1.399€ für das kleinste Modell in Europa liegen rund 523€ über dem umgerechneten China Preis von etwa 876€. Wer die 16GB Varianten oder das Basismodell will, muss weiterhin importieren und auf die europäische Gewährleistung verzichten, was bei einem Gerät dieser Preisklasse eine echte Entscheidung ist.
{eblogads}
EU Datenblatt: Vivo X500 Pro vs. Vivo X500 Pro Max
| Vivo X500 Pro ab 1.399€ |
Vivo X500 Pro Max ab 1.599€ |
| 6,36 Zoll AMOLED (BOE Q11), flach 2660 x 1216 Pixel, 459ppi 1-144Hz adaptiv 8T LTPO 4.500 Nits lokal (20% APL) Dolby Vision, Ultra XDR |
6,85 Zoll AMOLED (BOE Q11), flach 3168 x 1440 Pixel, 507ppi 1-144Hz adaptiv 8T LTPO 4.400 Nits lokal (20% APL) Dolby Vision, Ultra XDR |
| Mediatek Dimensity 9600 Pro, 2nm TSMC N2P 2x ARM C2-Ultra bis 4,55GHz + 3x C2-Pro 4,35GHz + 3x C2-Pro 3,1GHz Mali G2-Ultra NX MC12, 1.800MHz | Mediatek Dimensity 9600 Pro, 2nm TSMC N2P 2x ARM C2-Ultra bis 4,55GHz + 3x C2-Pro 4,35GHz + 3x C2-Pro 3,1GHz Mali G2-Ultra NX MC12, 1.800MHz |
| 12GB LPDDR5X Ultra, +24GB virtuell | 12GB LPDDR5X Ultra, +24GB virtuell |
| 256GB UFS 4.1 | 256GB / 512GB / 1TB UFS 4.1 1TB nur im Vivo Shop |
| Micro SD nicht unterstützt | Micro SD nicht unterstützt |
| 5.300mAh typisch / 5.180mAh Nennwert (3,75V, 19,88Wh) Einzelzelle | 6.750mAh typisch / 6.570mAh Nennwert (3,80V, 25,65Wh) Dual-Cell |
| 90W kabelgebunden, 40W kabellos (nur mit Vivo 50W Vertical Wireless Flash Charger 2) Kein Netzteil im Lieferumfang | 90W kabelgebunden, 40W kabellos (nur mit Vivo 50W Vertical Wireless Flash Charger 2) Kein Netzteil im Lieferumfang |
| 50MP Sony LYTIA L910 (1/1,28 Zoll, f/1.57, 24mm, OIS 1,5°, CIPA 7.0, LOFIC, Zeiss T*) 64MP Periskop Tele Sony LYTIA 610 (1/2,0 Zoll, f/2.52, 85mm, OIS, CIPA 7.0, Zeiss APO, Makro ab 18cm) 50MP Ultraweitwinkel Samsung JN5 (1/2,76 Zoll, f/2.0, 15mm) Multispektralsensor, Laser AF 4k240 Video | 50MP Sony LYTIA L910 (1/1,28 Zoll, f/1.57, 24mm, OIS 3°, CIPA 7.0, LOFIC, Zeiss T*) 200MP Periskop Tele Samsung ISOCELL HP0 (1/1,4 Zoll, f/2.67, 85mm, OIS, CIPA 7.0, Zeiss APO, Makro ab 15cm, 1G+5P) 50MP Ultraweitwinkel (1/2,76 Zoll, f/2.0, 15mm) Multispektralsensor, Multizonen-Laserfokus mit 1.536 Punkten 4k240 Video |
| Front: 50MP Samsung JN1 (1/2,76 Zoll, f/2.0, 20mm, AF, 92° FOV) | Front: 50MP Samsung JN1 (1/2,76 Zoll, f/2.0, 20mm, AF, 92° FOV) |
| 5G, Wi-Fi 7 (2,4/5/6GHz, 2x2 MIMO), Bluetooth 6.0, USB 3.2 Typ-C, OTG, Infrarot, NFC | 5G, Wi-Fi 7 (2,4/5/6GHz, 2x2 MIMO), Bluetooth 6.0, USB 3.2 Typ-C, OTG, Infrarot, NFC |
| 2x Nano-SIM Ohne eSIM(?) | 2x Nano-SIM Ohne eSIM(?) |
| OriginOS 7 (Android 17) | OriginOS 7 (Android 17) |
| 3D Ultraschall Fingerprint im Display | 3D Ultraschall Fingerprint im Display |
| IP68 und IP69 (GB/T 4208-2017) Aluminiumrahmen Glasfaserrückseite (Schwarz) bzw. AG Glas (Weiß) 151,78 x 71,92 x 7,95mm (Schwarz) / 8,12mm (Weiß) 192g (Schwarz) / 197g (Weiß) Stereo Lautsprecher, Triple-Mic, X-Achsen-Linearmotor Farben: Sunny White, Moonlit Black | IP68 und IP69 (GB/T 4208-2017) Aluminiumrahmen Glasfaserrückseite (Schwarz) bzw. AG Glas (Grau) 163,32 x 76,82 x 7,95mm (Schwarz) / 8,12mm (Grau) 224g (Schwarz) / 228g (Grau) Stereo Lautsprecher, Quad-Mic, Ultra-Haptic X-Achsen-Linearmotor Farben: Starry Gray, Moonlit Black |