Vivo hat heute zusammen mit dem X300 Ultra auch das X300s präsentiert. Das Gerät positioniert sich als überarbeitete Variante des X300 Pro, das im Oktober 2025 erschienen ist, und teilt mit dem Ultra Modell Teile der Designsprache sowie mit beiden Modellen ein paar technische Merkmale. Die Unterschiede sind aber an einigen Stellen durchaus substanziell.
Display und Gehäuse beim Vivo X300s
Das Vivo X300s kommt mit einem 6,78 Zoll großen AMOLED Panel, das eine Auflösung von 2800x1260 Pixeln im 20:9 Format bietet. Die Bildwiederholrate lässt sich dank LTPO Technologie dynamisch zwischen 1 und 144Hz anpassen, was gegenüber dem X300 Pro mit maximal 120Hz ein Upgrade darstellt. Vivo gibt den Kontrast mit 8.000.000:1 an, HDR wird ebenfalls unterstützt. Das Gehäuse misst 161,98 x 75,48 x 8,00mm bei einem Gewicht von 217 Gramm. Damit fällt das Vivo X300s trotz des größeren Akkus leichter aus als das X300 Pro mit 226 Gramm. Das Gerät ist nach IP68 und IP69 zertifiziert und damit sowohl gegen Staub als auch gegen Hochdruckwasser geschützt. Als Farben stehen Titanium Schwarz, Silber, Dream Core Lila und Film Grün zur Wahl.
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Kamera: Andere Gewichtung als beim X300 Pro
Einer der markantesten Unterschiede zum Vivo X300 Pro (derzeit ab 717€ bei TradingShenzhen*) liegt im Kamerasystem. Während das Pro auf einen 50MP Sony Lytia 828 Sensor als Hauptkamera und einen 200MP Samsung HPB als Teleobjektiv setzt, dreht das Vivo X300s diese Konfiguration um. Als Hauptkamera kommt nun der 200MP Samsung HPB Sensor (1/1.4") mit einer f/1.68 Zeiss Optik zum Einsatz. Das Teleobjektiv übernimmt ein 50MP Sony Lytia 602 Sensor (1/1.95") mit f/2.57 Blende und dreifachem optischen Zoom, beim Pro waren es 3.5-fach. Den dritten Platz belegt wie beim Pro eine 50MP Ultraweitwinkelkamera mit f/2.0 Blende. Alle drei Kameras tragen das Zeiss Zertifikat, Haupt- und Telekamera werden durch optische Bildstabilisierung unterstützt. Als Frontkamera dient ein 50MP Sensor mit f/2.0 Blende. Wenn man so will, ähnelt das Kamerasystem damit etwas dem kompakten Vivo X300 Modell.
Wer mehr Reichweite benötigt, kann optional auf das Photographer Kit zurückgreifen. Dieses enthält einen Zeiss G2 Telekonverter, der in Verbindung mit dem Teleobjektiv eine Kleinbildäquivalente Brennweite von 200mm ermöglicht, was etwa achtfachem optischen Zoom entspricht. Das Kit umfasst außerdem eine Schutzhülle und eine Befestigungsplatte. Vivo hatte ein vergleichbares Zubehörpaket bereits für den X300 Pro im Angebot. Vorab sah es so aus, als würde das X300s dasselbe Kamera Kit nutzen wie das X300 Ultra. Dem ist aber nicht so. Es handelt sich um ein separates Modell.
Unter der Haube arbeitet der Mediatek Dimensity 9500, ein Achtkerner im 3nm Verfahren, der bereits im X300 Pro zum Einsatz kam und oftmals mehr GPU Leistung liefert als ein Snapdragon 8 Elite Gen 5. Der Chip wird je nach Konfiguration von 12GB oder 16GB LPDDR5X RAM sowie 256GB, 512GB oder 1TB UFS 4.1 Speicher begleitet. Beim 16GB+1TB Modell setzt Vivo nach eigenen Angaben auf LPDDR5X Ultra Pro mit vier Kanälen, die übrigen Varianten nutzen LPDDR5X Ultra. Den wohl deutlichsten Fortschritt gegenüber dem X300 Pro bietet der Akku: Mit 7100mAh fällt er spürbar größer aus als der 6510mAh Akku des "Vorgängers". Geladen wird per Kabel mit bis zu 90 Watt, drahtlos mit bis zu 40 Watt. OTG Rückladung wird ebenfalls unterstützt.
Das Vivo X300s läuft ab Werk mit OriginOS 6 auf Basis von Android 16. Bei der Konnektivität sind Wi-Fi 7 im Dual Band Betrieb, Bluetooth 5.4 sowie NFC an Bord. Der USB-C Anschluss entspricht dem Standard USB 3.2 Gen 1 und unterstützt DisplayPort Ausgabe. Als biometrische Sicherung stehen ein 3D Ultraschall Fingerabdrucksensor im Display sowie Gesichtserkennung zur Verfügung. Das Gerät nimmt zwei Nano-SIM Karten auf und unterstützt 5G Dual-SIM Betrieb. Für die Positionsbestimmung werden GPS, BDS, GLONASS, Galileo, QZSS und NavIC jeweils mit Dual Band unterstützt.
Vivo X300s Europa Start fraglich
In China startet der Verkauf am 3. April 2026. Die Einstiegsvariante mit 12GB RAM und 256GB Speicher kostet 4999 Yuan, was nach aktuellem Kurs etwa 631 Euro entspricht. Es folgen Varianten mit 12+512GB für 5499 Yuan (694€), 16+512GB für 5999 Yuan (757€) sowie 16GB+1TB für 6999 Yuan (883€). Wer das Photographer Kit dazunehmen möchte, zahlt 7999 Yuan, umgerechnet etwa 1009 Euro.
Angaben zu einer internationalen Verfügbarkeit hat Vivo bislang nicht gemacht. Das X300 Ultra wird hingegen auch außerhalb Chinas erscheinen. Frühere s-Modelle von Vivo sind nicht in Europa erschienen. Das gilt zwar auch für die Ultra Modelle, sodass man hier nicht zwingend Rückschlüsse ziehen kann, doch hätte Vivo sicherlich den Europa Launch des X300s angekündigt, wenn sie auch schon den Start des Ultra angekündigt haben.
Insofern darf man davon ausgehen, dass bei Interesse ein Import vonnöten sein wird. Zumindest die unterstützten Mobilfunkfrequenzen stehen dem nicht im Wege. TradingShenzhen* dürfte das Modell sicherlich bald ins Sortiment aufnehmen.
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