Von ChinaMobileMag auf Samstag, 03. Oktober 2026
Kategorie: Neuheiten

Vivo X Fold 6 Europa Start: 2.199 Euro für das Foldable mit 200MP Zeiss Kamera

Vivo hat am 1. Oktober das X Fold 6 offiziell in Europa auf den Markt gebracht. Das Foldable ist ab sofort in Deutschland, Österreich und der Schweiz im offiziellen Online Shop des Herstellers sowie über Amazon erhältlich*. Rund drei Monate nach dem China Launch am 26. Juni ist der Weg nach Europa damit geschafft, auch wenn er länger gedauert hat als viele erwartet hatten.

Preislich steht das X Fold 6 dabei jenseits von gut und böse: 2.199 Euro verlangt Vivo für die einzige in Europa angebotene Konfiguration mit 12GB RAM und 512GB Speicher. Zum Vergleich: Die identische Speichervariante kostete in China 8.999 Yuan, umgerechnet etwa 1.164 Euro. Der Aufschlag beträgt damit rund 1.000 Euro. Wer das Gerät in China bereits importiert hatte, bezahlte in dieser Konfiguration je nach Händler und Zeitraum zwischen 1.300 und 1.500 Euro. Der offizielle Europa Preis liegt damit auch deutlich über dem Importweg.

Das Gerät selbst wurde im Juni bereits ausführlich vorgestellt und im August im Testbericht durchgespielt. Im Folgenden die wichtigsten Eckdaten der europäischen Version und wo sie sich von der China Variante unterscheidet.

Display und Design

Das X Fold 6 kommt mit zwei AMOLED Displays: Das Innendisplay misst 8,02 Zoll bei einer Auflösung von 2504 x 2312 Pixel, das Außendisplay 6,51 Zoll mit 2528 x 1120 Pixel. Beide Panels nutzen LTPO Technik mit adaptiver Bildwiederholrate von 1 bis 120Hz, stellen 10,7 Milliarden Farben dar und sollen laut Vivo eine Spitzenhelligkeit von 5000 Nits erreichen. Für das Innendisplay verbaut Vivo das M14 Leuchtmaterial von Samsung, das Außendisplay stammt von BOE. Beide Panels sind mit HDR10+, Dolby Vision und HDR Vivid zertifiziert.

In Europa sind zwei Farboptionen verfügbar: Horizon Blue und Prism Black. Die Blue Variante misst aufgeklappt 4,8mm und wiegt 235g, die Black Variante kommt auf 4,4mm und 228g. Gefaltet misst das Gerät 9,9mm (Blue) beziehungsweise 9,4mm (Black) bei einer Höhe von 157,16mm und einer Breite von 145,66mm im aufgeklappten Zustand. Die Blue Variante verfügt über eine Glasrückseite, die Black Variante über eine Faserkomposit-Rückseite. Der Wasserschutz ist mit IPX8 und IPX9 zertifiziert, der Staubschutz mit IP5X.

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Kamerasystem und Telekonverter

Das Kamerasystem entspricht dem der China Version und basiert im Wesentlichen auf dem Vivo X300. Die Hauptkamera löst mit 200MP auf und nutzt einen 1/1,4 Zoll großen Samsung HPB Sensor mit Blende f/1.68, optischer Bildstabilisierung und Laser-Autofokus. Das Periskop Teleobjektiv löst mit 50MP auf, basiert auf einem 1/1,95 Zoll Sony Sensor mit dreifachem optischem Zoom, Blende f/2.57 und OIS. Die Zeiss APO Zertifizierung für die Telekamera, die das X Fold 6 nach Vivo's Angaben zum ersten Foldable mit dieser Auszeichnung macht, wurde damit final bestätigt. Eine 50MP Ultraweitwinkelkamera mit Blende f/2.05 vervollständigt das Triple Setup.

Für Selfies kommen in beiden Displays jeweils 20MP Sensoren mit Blende f/2.4 zum Einsatz. Digital lässt sich mit der Telekamera bis zu 100-fach vergrößern. Das Besondere am X Fold 6 bleibt die Kompatibilität mit dem separat erhältlichen Zeiss Telekonverter G2, der eine Äquivalentbrennweite von 200mm ermöglicht. Das X Fold 6 ist damit das erste Foldable, das sich optisch um einen externen Telekonverter erweitern lässt. In China bot Vivo den Konverter bereits ab dem Launch als Bundle mit der Topvariante an, in Europa ist er separat erhältlich.

Videoaufnahmen sind in bis zu 8K Auflösung möglich, Zeitlupenaufnahmen bis zu 4K. 10-Bit Log Video in 4K mit 120fps ist laut Produktseite ebenfalls verfügbar.

Akku, Prozessor und Konnektivität

Als Prozessor kommt der Mediatek Dimensity 9500 "Super Edition" zum Einsatz, eine im 3nm Verfahren gefertigte Achtkern CPU mit einem 4,21GHz takten Primärkern, drei 3,5GHz Kernen und vier 2,7GHz Effizienz Kernen. Für Grafik sorgt eine ARM G1 Ultra GPU. Damit wechselt Vivo bei der X Fold Reihe erstmals von Qualcomm zu Mediatek. In Europa steht nur die Konfiguration mit 12GB LPDDR5X Ultra RAM und 512GB UFS4.1 Speicher zur Verfügung, eine Speichererweiterung per Micro SD Karte ist nicht möglich. Der Arbeitsspeicher lässt sich per Virtual RAM Funktion auf bis zu 24GB erweitern.

Beim Akku hat sich Vivo für die Europa Version leicht zurückhaltend gezeigt: Statt der 7.000mAh der China Variante fasst der BlueVolt Akku 6.900mAh. Auch hier setzt Vivo auf eine Doppelzellen Konstruktion, diesmal mit zwei Zellen von 3.997mAh und 2.903mAh bei 3,78 Volt. Die Zellchemie basiert auf einer Silizium Anode fünfter Generation. Geladen wird kabelgebunden mit bis zu 80W und kabellos mit bis zu 40W, Reverse Charging über die USB-C Schnittstelle wird ebenfalls unterstützt. Ein Ladegerät ist in Europa nicht im Lieferumfang enthalten, anders als in China, wo ein 100W Netzteil mitgeliefert wurde.

Im Test der China Version lieferte der Akku im PCMark Work 3.0 Test rund 22:52 Stunden Laufzeit mit dem Außendisplay und 17:48 Stunden mit dem Innendisplay bei 50 Prozent Helligkeit. In der Praxis reichte der Akku bei moderater Nutzung für gut zwei Tage. Die europäische Version sollte sich bei den Ergebnissen nicht sonderlich stark unterscheiden.

Bei der Konnektivität bringt das X Fold 6 WLAN 7 mit Tri-Band Unterstützung (2,4GHz, 5GHz und 6GHz) mit, dazu Bluetooth 6.0, NFC und USB 3.2 Gen2 mit 10Gbit/s über den Typ-C Anschluss. Ein selbst entwickeltes 1+4 Kommunikationschipset soll die Signalqualität verbessern. Der Fingerabdrucksensor ist seitlich verbaut, alternativ steht eine Gesichtserkennung zur Verfügung. Für die Positionierung kommen GPS (L1 und L5), Beidou, GLONASS, Galileo, QZSS und NavIC zum Einsatz. Dual SIM wird über zwei Nano-SIM Slots unterstützt, eSIM ist offenbar nicht vorhanden.

OriginOS 7 Fold und Software

Als Betriebssystem kommt in Europa OriginOS 7 Fold auf Basis von Android 17 zum Einsatz. Die China Version lief zum Launch noch mit OriginOS 6 Fold auf Android 16. Die Europa Version startet damit direkt eine Software Generation weiter vorn. Das Atomic Workbench Multitasking System erlaubt es, bis zu vier Apps gleichzeitig im Grid-Modus auf dem Innendisplay zu betreiben. Ergänzt wird die Software durch AI Cross-App Drag, AI Snap Assist, einen Desktop-Modus und den vivo Office Kit. Google Gemini ist als KI Assistent integriert, Circle to Search steht ebenfalls zur Verfügung.

Offen bleibt die Frage nach der Update-Dauer: Vivo hat bislang kein konkretes Update-Zeitraum für das X Fold 6 genannt. Wer Wert auf langfristige Softwareunterstützung legt, sollte dies vor dem Kauf ggf. durch eine Anfrage beim Kundenservice prüfen.

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Preise und Verfügbarkeit in Europa

Das Vivo X Fold 6 ist ab sofort in Deutschland, Österreich und der Schweiz im offiziellen Online Shop von Vivo und auch über Amazon erhältlich*. Es gibt genau eine Konfiguration: 12GB RAM und 512GB Speicher für 2.199 Euro. Die vier chinesischen Farboptionen reduzieren sich in Europa auf zwei: Horizon Blue und Prism Black. Die in China verfügbaren Varianten mit 12GB/256GB, 16GB/512GB und 16GB/1TB sowie die Black Gold Edition kommen nicht nach Europa.

Zum Start bietet Vivo ein Bundle an: Bis zum 31. Oktober 2026 erhalten Käufer eine Vivo WATCH GT 2 gratis dazu, zusätzlich ein zusätzliches Garantiejahr, 5 Jahre Akkugarantie und ein Jahr Schutz vor Displaybrüchen. Über den Trade-in Service lässt sich ein Altgerät anrechnen, laut Produktseite bis zu 1.144 Euro.

Der Preis von 2.199 Euro positioniert das X Fold 6 als teuerstes Android Foldable am Markt. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy Z Fold 7 und das Oppo Find N5 kosten in vergleichbaren Konfigurationen deutlich weniger. Für potenzielle Käufer stellt sich die Frage, ob das Zeiss Kamerasystem mit Telekonverter-Kompatibilität und der 6.900mAh Akku den Aufpreis rechtfertigen. Wer das Gerät in China bereits importiert hat, musste für die gleiche Konfiguration rund 1.000 Euro weniger auf den Tisch legen und dafür relativ wenige Kompromisse in Kauf nehmen.

Für die meisten Interessenten wird wahrscheinlich auch weiterhin der Import die attraktivere Option sein. Der Vollständigkeit halber: Bei TradingShenzhen zahlt ihr aktuell für die Einstiegs-Ausstattung 1127€ zzgl. Versandkosten*.

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