Xiaomi Piston Hybrid Kopfhörer im Test

Xiaomi Piston Hybrid Kopfhörer im Test

Die Xiaomi Piston Hybrid Earphones (oft auch Piston 4 genannt) sind die neueste Kopfhörer-Kreation von Xiaomi. Wie immer soll hier im Vergleich zu den Vorgängern ein großer Sprung nach vorne getan worden sein, zumindest was die Audioqualität angeht.

Das Geheimnis des verbesserten Klanges liegt im Aufbau der Kopfhörer versteckt. Der Name verrät uns da auch schon ein wichtiges Detail. Was bedeutet also Hybrid? Nun, Xiaomi setzt hier erstmals in seinen In-Ear Kopfhörern auf getrennte Audio Treiber für Bässe sowie Mitten und Höhen. Dadurch soll ein viel klarer definierter Sound entstehen, welcher alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt.

Nun gut, Versprechungen sind das Eine, die Realität das Andere. Das haben schon die Piston 3 damals bewiesen, welche mich dann doch irgendwie enttäuscht haben. Sehen wir uns also genauer an, wie sich die neuen Xiaomi Hybriden in der Praxis schlagen.

Unboxing

Nicht nur an der Technik hat sich im Vergleich zu den vorigen Piston Generationen viel geändert, auch das Verpackungsdesign wurde von Grund auf neugestaltet. Statt die Kopfhörer wie bisher in einer Plastikbox und um einen Gummiwürfel gewickelt auszuliefern, bekommt man nun eine Pappschachtel in der die Kopfhörer in einem Stück Schaumstoff stecken. In einer extra Box befinden sich dann noch Ohrstöpsel in verschiedenen Größen.

Ganz ehrlich, ich erachte das als einen Rückschritt. Die alten Boxen waren nämlich für den Transport ideal und man hatte noch dazu die anderen Ohrstöpsel in derselben Box verstaut. Das ist nun nicht mehr der Fall, und so darf man sich nun nach einer neuen Lösung umsehen. Schade.

Design und Tragekomfort

Mit den Hybrid Kopfhörern bewegt sich Xiaomi in Sachen Verarbeitung wieder auf den richtigen Weg zurück. Bei den Piston 3 dominierte ja Kunststoff das Design. Das ist nun nicht mehr der Fall und die Kopfhörer bestehen wieder zu einem größeren Teil aus Metall.

Was sofort auffällt ist, dass die „Klangkörper" der Ohrstöpsel ziemlich länglich sind. Dies dürfte wohl damit zu begründen sein, dass die zwei Audiotreiber etwas mehr Platz benötigen als nur einer. Am Gewicht macht sich das aber zu meiner Überraschung nicht bemerkbar.

Und das bringt mich auch gleich zum Tragekomfort. Hier war ich äußerst positiv überrascht, ja wage sogar zu behaupten, dass die Hybrid Pistons die bequemsten In-Ear Kopfhörer sind die Xiaomi bisher auf den Markt geworfen hat. Man spürt sie in den Ohren nämlich so gut wie gar nicht, und das ist wirklich Gold wert.

Wer sich nun sorgen macht, dass die Kopfhörer eventuell nicht ganz dicht halten wenn man sie nicht spürt, dem kann ich Entwarnung geben. Ja, man hört vielleicht einen Tick mehr Außengeräusche durch als bei den Vorgängern, doch das fällt im aktiven Betrieb definitiv nicht auf und ist den stark erhöhten Tragekomfort definitiv wert.

Der Rest der Kopfhörer besteht aus einem knapp einen Meter langem Anschlusskabel das mit Stoff beschichtet ist. Der Stecker besteht aus Metall und ist vergoldet. Das Anschlusskabel spaltet sich dann in zwei je knapp 34cm lange Kabel die dann mit Gummi umhüllt sich und zu den Ohrstöpseln führen. Am Kabel des rechten Stöpsels befindet sich eine Fernbedienung, ebenfalls aus Metall gefertigt, die euch drei Buttons und ein Mikrofon zur Verfügung stellt.

Klangbild

Meine Xiaomi Piston V2 sind abgelöst worden! Von den 2ern war ich ja im Review sehr angetan, und bis heute waren die Teile meine Lieblingskopfhörer. Und nachdem die 3er Pistons den 2ern nicht das Wasser reichen konnten bin ich nun erleichtert, dass dies bei den Hybrid Earphones endlich der Fall ist.

Vom Klangbild her sind sich die Piston V2 und die Hybrid Pistons gar nicht so unähnlich. Beide zeichnen sich durch einen kristallklaren Sound aus und geben selbst feinste Details in Tracks beliebiger Genres perfekt wieder. Dabei eignen sich die Kopfhörer auch wirklich für alle einschlägigen Genres. Sei es Klassik, Jazz oder jegliche Art von Dubstep – alles klingt astrein. Sowohl mit den Piston 2 als auch mit den Hybrids.

Warum sind nun also die Hybrids besser als meine geliebten 2er Pistons? Nun, das Geheimnis liegt hier an zwei kleinen aber dennoch großen Unterschieden im Klangbild. Zum einen sind die neuen Hybrid Pistons nochmal um einiges lauter als die 2er. Klar, gerade förderlich für das Gehör ist das nicht, aber hey, manchmal muss es einfach laut sein. Und genau hier liefern die Ohrstöpsel aber mal sowas von ab.

Der zweite Grund: der Bass! Bei den Xiaomi Hybrids ist die Basswiedergabe noch einmal um einiges intensiver als bei den Piston v2. Umso überraschender ist es da, dass der Bass trotzdem nicht die Mitten und Höhen übertüncht. Diese nahezu perfekte Balance der 2er Pistons bleibt hierbei voll erhalten. Ich denke ich muss hier nicht extra betonen, dass sich die Kopfhörer damit auch zum Ansehen von Filmen qualifiziert haben. Hier erhält man definitiv ein Audioerlebnis das an so manches Heimkinosystem der mittleren Preisklasse heranreicht oder dieses sogar noch etwas übertrifft.

Hachja, ihr merkt schon, ich mag die Teile. Aber die Ohren sind bekanntlich alle verschieden, meldet euch also ruhig in den Kommentaren und erzählt was zu euren Erfahrungen mit den Ohrstöpseln.

Mikrofon

Zu guter Letzt muss ich natürlich auch noch die Headset Funktion ansprechen welche die Xiaomi Hybrids mit an Bord haben. Naja, was soll ich dazu schon groß sagen: Et läuft! Mehr aber auch nicht. Erwartet euch hier kein high-end Mikrofon oder dergleichen. Zum Telefonieren eignet sich das Ding natürlich allemal, aber für professionelle Audioaufnahmen ist es natürlich nicht zu gebrauchen. Was mir recht gut gefällt ist, dass man sich das Ding nicht selbst vor den Mund halten muss. Das Mikrofon wurde in genau der richtigen Höhe angebracht um direkt neben dem Mund zu baumeln.

Fazit

Bis auf diese dämliche neue Verpackung der Kopfhörer habe ich nichts auszusetzen. Von „ui, Schick!" bis „Hell, yeah!" war hier alles bei. Klangtechnisch machen die Xiaomi Hybrids verdammt viel Spaß und dann sind die Teile auch noch so richtig bequem. Strike! Für 20 Taler kann man mit den Dingern wirklich nichts falsch machen. Wirklich, wer da noch meckert... achja, sparen wir uns das.


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