"Beats Pill" Clone Testbericht

"Beats Pill" Clone Testbericht

Vorne

Wir haben in den letzten Tagen für euch einen kompakten Bluetooth Lautsprecher getestet, der wohl nicht nur zufällig wie die bekannte “Beats by Dr. Dre Pill” aussieht. Ob sich der Kauf des Nachbaus lohnt, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

 

 

Unboxing:

Verpackung vorneVerpackung hinten

 

Die Fake Pill ist verpackt wie das Original, auf den ersten Blick kann man keine Unterschiede feststellen. In der Verpackung finden wir dann eine kurze Bedienungsanleitung, ein USB-Kabel, ein Audio-Kabel, ein Case sowie die Pill in einer separaten Verpackung.

Außerdem ist ein Ladestecker (leider nur für Asien) sowie ein kleine Broschüre zu den “Beats”-Produkten enthalten. Als besondere Zugabe liegt außerdem ein Aufkleber mit dem “Beats”- Logo bei.

 

Lieferumfang

 

 

Erster Eindruck:

 

Die Verpackung macht schon mal nicht den Eindruck, dass wir hier einen Fake in den Händen halten. Auch das Gerät macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck.

Das Gehäuse besteht aus Metall und Plastik und bietet durch das Eigengewicht einen festen Stand. Die Standfläche besteht aus einer Gummi-Fläche, die ein Wegrutschen des Gerätes verhindern kann.

Da kommen wir dann leider auch schon zum ersten Kritikpunkt. Die angesprochene Gummifläche ist nicht richtig mit dem Gehäuse verklebt und löst sich in der Mitte bereits ab. Beim genaueren Hinsehen erkennt man außerdem, dass einige Plastikfäden vom Gerät abstehen - nicht schön, aber auch nicht weiter schlimm. Ärgerlich ist außerdem, dass die Farbe am vorderen Logo etwas verlaufen ist , sodass sich ein heller roter Fleck auf dem sonst schneeweißen Gehäuse gebildet hat.

Positiv anzumerken ist dann wieder die Qualität des beiligenden Zubehörs. Auch hier haben wir den Eindruck, ein Original gekauft zu haben.

 

Zwischenfazit: Optisch scheint die Pill auf den ersten Blick einen durchaus akzeptablen Eindruck zu machen.

 

Inbetriebnahme:

 

Der Lautsprecher wird über einen Knopf auf der Rückseite ein- bzw. ausgeschaltet. Rechts daneben befindet sich die Bluetooth-Statusleuchte sowie der Micro-USB Anschluss. Links befindet sich der Aux-Eingang sowie ein Ausgang.

 

Auf der Vorderseite des Gerätes findet man die beiden multifunktionalen (dazu später mehr) Lautstärketasten sowie den Play-/Pause-Button.

 

Direkt beim Einschalten wird man von einem relativ lauten “startup-sound” begrüßt.  Leider kann man dieses überaus nervige Geräusch nicht ausschalten oder irgendwie leiser machen. Darüber hinaus  gibt es auch noch einen Ton beim Ausschalten der Pill, oder wenn ein Gerät per Bluetooth verbunden wird.

 

 

Klang:

 

Bei der ersten Benutzung (über Aux-Anschluss) dann die erste Enttäuschung: Der Lautsprecher rauscht leicht (auffällig  bei geringer Lautstärke oder leisen Songpassagen) und auch sonst ist die Soundqualität nicht wirklich überzeugend. Der Klang wirkt allgemein nicht ganz klar und auch die Bässe sind eher schwach. Letzteres bessert sich etwas bei höherer Lautstärke und auch der Klang kann z.B. durch eine Equalizer App noch etwas verbessert werden.

 

Wir haben mehrere Songs aus verschiedenen Musikgenres über die Pill abgespielt (über Bluetooth sowie Aux) und kommen insgesamt zu der Einschätzung, dass sich der  “Beats Pill”-Clone etwa auf dem Niveau von durchschnittlichen Handy-Lautsprechern bewegt.

 

Die maximal erreichbare Lautstärke ist für einen Lautsprecher dieser Größe aber gut und auch die Tonqualität ist bei voller Lautstärke noch akzeptabel.

 

Trotzdem ist vom guten ersten Eindruck nicht mehr viel übrig. Die Klangqualität ist zwar nicht total schlecht und wir wollen die Pill auch gar nicht als unbrauchbar darstellen, aber von einem Gerät in der Preisklasse um 100€ hätten wir dann doch etwas mehr erwartet.

 

 

Akku:

 

Der Akku war bei unserem Testgerät ab Werk fast vollständig geladen, ein kompletter Ladevorgang dauert ca. 2 Stunden. Danach hält der Akku ca. 4-5 Stunden, abhängig von Lautstärke und Verbindungsart. Die in der Anleitung angegebenen 7 Stunden Betrieb konnten wir nicht erreichen.

Während des Ladevorgangs leuchtet der USB-Port rot, sobald der Akku vollständig geladen ist wechselt die Farbe zu grün.

 

 

Bedienung:

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Die Regulierung der Lautstärke über die beiden Knöpfe auf dem Gerät funktioniert nicht immer. Manchmal reagieren die Tasten überhaupt nicht, dann kann die Lautstärke nur über die Signalquelle (Handy, etc.) verändert werden. Auch der On-/Off- Schalter funktioniert manchmal nicht, wenn man die Taste nicht genau trifft. Dieser Fehler trat zu Beginn gehäuft auf, wurde dann aber immer seltener.

 

Über die Lautstärke-Tasten kann außerdem zwischen den Songs in der Playlist des angeschlossenen Smartphones gewechselt werden. Auch diese Funktion ist nicht ständig nutzbar. Ob der Fehler tatsächlich nur an der Pill oder auch an den Testgeräten (Samsung Galaxy S Advance, Huawei Y300) lag, können wir an dieser Stelle nicht genau sagen.

 

Die Taste mit dem “Beats”-Logo kann neben der Bluetooth-Aktivierung auch als “Play-/Stopp-”Taste benutzt werden und ermöglicht auch eine Anrufannahme direkt über den Lautsprecher.

 

 

Bluetooth:

 

Die Verbindung per Bluetooth funktioniert einwandfrei, das Gerät wird als “BeatsPill” angezeigt. Aktiviert wird die Bluetooth-Verbindung über den Button mit dem “Beats”-Logo auf der Vorderseite. Die Verbindung klappt bis zu einem Abstand von ca. 5-7 Metern. Je weiter die Entfernung, desto häufiger werden Störungen und Aussetzer.

 

 

NFC:

 

Die Pill soll neben der Verbindung per Bluetooth auch die Kopplung per NFC (Near Field Communication) ermöglichen. Leider lag uns kein NFC-fähiges Gerät vor, daher konnten wir diese Funktion nicht testen.

 

 

Fazit:

 

Bei dem “Beats Pill” Clone handelt es sich um einen optisch sehr gut aussehenden Bluetooth-Lautsprecher mit einigen Schwächen. Der Klang ist allgemein in Ordnung, die Qualität eines Originalgerätes kann man hier aber nicht erwarten. Die Funktionalität , Bedienbarkeit und Verarbeitung ist auch okay, allerdings gibt es hier noch Luft nach oben.


Gerade beim Klang ist eine Beurteilung aber immer sehr subjektiv, denn er wird oft von Tester zu Tester anders wahrgenommen und bewertet. Es kann natürlich sein, dass euch die Klangqualität vollkommen ausreicht, doch an dieser Stelle muss man wirklich überlegen, ob man ca. 100€ (Preis inkl. Einfuhrumsatzsteuer) für ein solches Gerät ausgeben möchte mit der Gefahr, dass man (ähnlich wie wir) nicht wirklich zufrieden ist.

 

Für weitere Fragen stehen wir euch natürlich gerne im Forum zur Verfügung!

 

 

 

 

 


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