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Xiaomi Redmi Note 5 Global Test

xiaomi-redmi-note-5 Xiaomi Redmi Note 5

Smartphones der Redmi-Reihe von Xiaomi gibt es mittlerweile in der fünften Generation. Von Anfang an hat Xiaomi mit den Geräten einen Maßstab für die Einstiegs- und Mittelklasse gelegt. Jüngst ist die Modellpalette mit verschiedenen Versionen für China, Indien und den internationalen Markt etwas verwirrend, doch nun ist endlich die internationale Version des Redmi Note 5 verfügbar und bei uns eingetroffen. Wir haben das Phablet mehrere Wochen für euch im Alltag getestet und genau untersucht.

Xiaomi Redmi Note 5 Global
Verpackung & Lieferumfang

Wie schon beim Redmi S2 hat Xiaomi auch beim Redmi Note 5 das Design der Verpackung angepasst. Auch hier kommt eine orangefarbene Box mit weißem Inlay zum Einsatz. Erfreulich ist, dass direkt ein Silikon-Cover zum Schutz beigelegt wird, das nicht schlecht aussieht. Außer dem Cover findet sich in der Box aber keine Überraschung. Mit einem 5V/2A-EU-Netzteil, einem Micro-USB-Kabel, einer SIM-Nadel und einer Kurzanleitung entspricht der Lieferumfang absolut den Erwartungen.

Xiaomi Redmi Note 5 Global
Design & Verarbeitung

Durch das 18:9-Format des Displays und der senkrechten Anordnung der Kameras im iPhone-Look sieht das Redmi Note 5 modern aus. Extravagante Designelemente sucht man aber vergeblich. Bis auf die Kamera ist die Rückseite quasi identisch zu der des Redmi Note 4 und 5. Dafür wirkt das Design sehr ausgereift. Alle Radien und Kanten sind wohl überlegt dimensioniert und schmeicheln der Hand und dem Auge. Die Laustärkewippe und der Power-Button haben kein Spiel und wackeln nicht. Auch die gleichmäßigen Spaltmaße und das Metall-Backcover unterstreichen den hochwertigen Eindruck. Weder beim Schütteln noch Klopfen gibt das Gerät Geräusche von sich.  

Lediglich das Display wirkt etwas aufgesetzt und die extra Kante zwischen Display und Rahmen sieht etwas billig aus und stört, wenn man das Gerät in die Hand nimmt. Andererseits dürfte die Plastikumrandung die Gefahr eines Glasbruches etwas minimieren. Außerdem ist die Oberfläche des Gehäuses etwas zu rutschig. Gerade bei kleinen Händen erhöht das die Gefahr eines Sturzes. Die Displayränder sind für aktuelle Verhältnisse sehr breit, aber sie machen das Gerät deshalb noch nicht klobig. An der Unterseite befindet sich neben dem Mono-Lautsprecher noch ein Mikrofon und ein Klinkenanschluss für Kopfhörer. Die Position des Fingerabdruck-Sensors hat sich bewährt und daran gibt es auch beim Redmi Note 5 nichts zu meckern. Auch die Platzierung des Power-Buttons ist intuitiv und komfortabel.

Xiaomi Redmi Note 5 Global
Display

​Größe: ​5,99 Zoll
Auflösung:​ ​2160 x 1080
Technologie​:​IPS LCD
​Anzahl Berührungspunkte:​10
Gehärtetes Glas:​​Ja
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Ja

Im Redmi Note 5 kommt ein Full HD Display mit 2160 x 1080 Pixeln zum Einsatz. Dadurch mangelt es keinesfalls an Schärfe oder Brillanz. Es ist sogar möglich, in den Einstellungen die Sättigung und den Kontrast des Displays anzupassen. Diese Funktion ist zwar bei weitem nicht mit Mediatek's Miravision vergleichbar, aber dennoch hilfreich. Die Darstellung des Displays lässt auch in Bezug auf die Blickwinkelstabilität keine Wünsche offen. Leider ist jedoch die Hintergrundbeleuchtung etwas zu schwach. Bei direkter Sonneneinstrahlung fällt es mit Sonnenbrille manchmal schwer, das Display abzulesen. Die Helligkeit ist keinesfalls schlecht, aber etwas mehr wäre in manchen Situationen nützlich gewesen.

Ähnliches gilt für die Beschichtung des Displayglases. Dieses ist gehärtet und in unserem Testzeitraum konnten wir auch keinerlei Kratzer oder ähnliches feststellen. Die fettabweisende Beschichtung bewirkt zwar, dass Fingerabdrücke sehr leicht abgewischt werden können, beeinträchtigt aber ein wenig die Gleiteigenschaft. Wenn das Display etwas dreckig ist, gleitet der Finger nur noch sehr schwer darüber. Außerdem scheint die Beschichtung Staub anzuziehen, also sich statisch aufzuladen.

Xiaomi Redmi Note 5 Global
Hardware & Performance

​Prozessor: ​Qualcomm Snapdragon 636
4x Kryo 260 LP @1,6GHz
4x Kryo 260 HP @1,8GHz

GPU:​ ​Adreno 512
RAM (Geschwindigkeit):​​3GB/4GB/6GB LPDDR4X (6,93Gb/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​32GB / 64GB (284 / 210MB/s)
Micro SD (Geschwindigkeit R/W):​Ja, Hybrid Slot (76 / 7MB/s)
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Fingerabdruck Scanner:​​Ja, Rückseite
​Sensoren:​Accelerometer, Magnetometer, Gyroscope, Proximity, Light, Gravity, Linear Acceleration, Rotation Vector, Step Counter,​ Compass
Besonderheiten:​​Status LED (weiß), Micro USB, 3,5mm Klinkenanschluss
Abmessungen / Gewicht:​​75,3 x 158,5 x 8mm
150g

Mit dem Snapdragon 636 ist Qualcomm wirklich ein Meisterstück gelungen - und Xiaomi hat alles richtig gemacht, diesen Chipsatz für das Redmi Note 5 zu wählen. Die Performance ist erstklassig und kann gefühlt mit der des Snapdragon 660 mithalten. Kein Wunder: Im Grunde sind die Chips identisch und unterscheiden sich nur in der Taktung. Das System läuft absolut flüssig und bei Spielen sind nur sehr selten minimale Ruckler zu erkennen. Im Alltag ist zu aktuellen Flaggschiffen kaum ein Unterschied auszumachen. Selbst die aufwändigen Animationen beim Schließen von Apps in MIUI werden absolut flüssig dargestellt. Löblich ist auch, dass sich das Gerät bei der Nutzung egal welcher Anwendung kaum erwärmt. Dies ist zum einen natürlich dem effizienten Chip geschuldet, zum anderen hat Xiaomi aber auch beim inneren Design und damit dem Ableiten der Wärme ganze Arbeit geleistet.

Unser Testexemplar ist mit 4GB Arbeitsspeicher ausgestattet. Das Redmi Note 5 Global gibt es aber auch mit 3GB oder 6GB RAM. Es ist also für jeden Anwender das passende Modell verfügbar. Die Geschwindigkeit ist mit knapp 7GB/s zwar nicht gerade berauschend, das führt im Alltag jedoch nicht zu Beeinträchtigungen und entspricht immerhin noch dem Durchschnitt der Preisklasse. Auch der 64GB große interne Speicher stellt keine Geschwindigkeitsrekorde auf, liefert aber für die Preisklasse eine solide Performance. Der interne Speicher kann mit einer MicroSD-Karte erweitert werden. Wie bei allen Xiaomi Geräten jedoch nur zum Speichern von Daten und nicht für Apps. Negativ aufgefallen ist hier die extrem schlechte Schreibgeschwindigkeit.

Die Sensoren arbeiten alle zuverlässig. Der Fingerabdruck-Scanner auf der Rückseite ist sehr schnell und lässt sich auch durch dreckige Finger nicht aus der Ruhe bringen. Er ist aber etwas zu empfindlich was Berührungen angeht. Scheinbar zugunsten der Geschwindigkeit wird bei jeder Berührung durch die Haut der Scanner ausgelöst. Wenn man die Hand zusammen mit dem Telefon in der Hosentasche hat, führt dies manchmal dazu, dass man anschließend den PIN Code eingeben muss, da zu viele Fehlversuche erkannt wurden. Hier hätte Xiaomi eine entsprechende Erkennung über den Proximity Sensor umsetzen sollen. Der Kompass und die anderen Lage- und Beschleunigungssensoren arbeiten ebenso zuverlässig wie der Schrittzähler. Hier leistet sich Xiaomi keine Patzer. Auch USB OTG über die Micro USB Schnittstelle funktioniert. Einzig die ziemlich dunkle, weiße Benachrichtigungs-LED trübt hier den Eindruck.

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Xiaomi Redmi Note 5 Global
Software

​Variante: ​MIUI Global 9.5
​Android Version: ​Android 8.1 Oreo
Sicherheitspatch März '18
Google zertifiziert:​Ja (Play Dienste vorinstalliert)
DRM Technologien:​ClearKey CDM, Widevine L3
Bloatware​:Ja (Microsoft Apps, deinstallierbar)​
Root Zugriff:​​Optional (Developer ROM)
OTA Updates:​​Ja
Schadsoftware:​​Nein

Auf dem Redmi Note 5 Global kommt die internationale Version von MIUI 9.5 zum Einsatz. Diese bringt von Haus aus Unterstützung für zahlreiche Sprachen mit und besitzt auch vorinstalliert die kompletten Google Play Dienste. Darum muss man sich hier also keine Sorgen mehr machen. Ansonsten ist das System wie von Xiaomi gewohnt übersichtlich, hübsch und gut optimiert. Als Besonderheit ist anzumerken, dass man optional von den herkömmlichen On-Screen-Buttons zu einer iPhone-X-ähnlichen Gestensteuerung wechseln kann. Dabei wird am unteren Rand des Displays ein schmaler Balken angezeigt, der durch Wischgesten verschiedene Aktionen ausführt. So kann durch ein Wischen nach oben zurück auf den Home-Screen gewechselt werden. Ein Wischen von den Seitenrändern zur Mitte entspricht dem Zurück-Button und wenn man nach oben wischt und den Finger dort hält, öffnet sich die Multitasking-Ansicht. Das funktioniert auch zuverlässig, führt aber beim Nutzen von Swipe-Gesten auf der Tastatur unter Umständen zu Fehleingaben. Außerdem werden die Animationen ruckelnd dargestellt, was bei den On-Screen-Gesten nicht auftritt. Hier besteht also noch Optimierungsbedarf.

Der Sicherheitspatch des installierten Android 8.1 stammte im Test vom März 2018 und Schadsoftware findet sich keine auf dem Gerät. Auch Bloatware wurde abseits der von Xiaomi Global Geräten gewohnten Microsoft Apps nicht installiert. Lediglich die üblichen System Apps von MIUI wie das MIUI-Forum oder die App für die Nutzung des Smartphones als Infrarot-Fernbedienung sind neben den Google Apps auf dem Gerät installiert. Schade ist jedoch, dass Widevine L1 nicht vorhanden ist und man so beispielsweise bei Netflix auf HD-Inhalte verzichten muss. Während unseres Testzeitraums haben wir zwei OTA-Updates erhalten.

Xiaomi Redmi Note 5 Global
Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: ​2G GSM: 850/900/1800/1900MHz
3G WCDMA: B1/B2/B5/B8
4G FDD: B1/B3/B4/B5/B7/B8/B20
4G TDD: B38/B40
WLAN:​ ​WLAN 802.11a/b/g/n/ac Dual Band
Bluetooth:​Bluetooth 5.0​
NFC:​​Nein
HotKnot:​Nein​
Dual-SIM:​​Dual Nano​ SIM
Positionsbestimmung:​​GPS, A-GPS, GLONASS, BDS

Hier kommt der Vorteil der internationalen Version des Redmi Note 5 voll zur Geltung: LTE Unterstützung Band 20. Damit hat man in Deutschland auch in ländlichen Gebieten noch eine gute Netzabdeckung und muss nie auf schnelles mobiles Internet verzichten. Das ist wirklich erfreulich und für viele ein Must-Have bei einem Smartphone. Der Empfang ist durchschnittlich gut und nirgendwo auffällig schlechter als mit anderen Geräten - aber auch nicht besser. 

Das Wlan-Modul bietet Unterstützung für beide Bänder - 2,4GHz und 5GHz. Auch hier ist der Empfang durchschnittlich, könnte aber besser sein. Aufgefallen ist uns jedoch, dass die Verbindung zu einem Netzwerk sehr schnell aufgebaut wird. Das ist erstaunlich komfortabel. Ganz zeitgemäß bietet der Chipsatz im Redmi Note 5 bereits Unterstützung für Bluetooth 5.0. Das garantiert zum einen die Zukunftsfähigkeit auf diesem Gebiet und resultiert auch in einer sehr guten Reichweite.

Das GPS-Modul arbeitet zuverlässig, ist jedoch etwas langsam. Ein Fix dauert einige Sekunden mehr als man es von anderen Geräten gewohnt ist. Das resultiert in einer Verzögerung beim Starten einer Navigation. Generell ist der Empfang aber auch in Räumen in Ordnung und auch hier kann ein Fix erlangt werden - eben mit einer gewissen Verzögerung. Sowohl Tracking als auch Navigation können ohne Einschränkungen genutzt werden.

Xiaomi Redmi Note 5 Global
Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Mono, unterer Rahmen
Noise Cancelling Mikrofon:​ Ja​
Dedizierter Audio DAC:​Nein​
Dedizierter Verstärker:​Nein​

Der Lautsprecher des Redmi Note 5 ist leider nicht die Stärke des Telefons. Das ist insofern kein Problem, dass er nicht gänzlich schlecht ist und das auch nicht unbedingt ein Killer-Feature eines Smartphones ist, aber dennoch ist der Klang kein Ohrenschmaus. Hier fehlen leider fast gänzlich die Tiefen. Das kennt man von anderen Geräten (auch von Xiaomi) deutlich besser. Die Mitten und Höhen sind akzeptabel und auch ziemlich laut. Insgesamt klingt es aber eher unangenehm. Bei Videos mit Sprache fällt das weniger auf, aber bei Musik ist der Mangel auffällig. Die Verbindung über den Klinkenanschluss und Bluetooth ist auf beiden Übertragungswegen gut und von hoher Qualität. Bemerkenswert hoch ist der Pegel, mit dem die Ausgabe stattfindet. Hier gibt es keinen Grund zur Beschwerde. Auch das Noise-Cancelling funktioniert und die Sprachqualität beim Telefonieren ist sehr gut.

Xiaomi Redmi Note 5 Global
Kamera

​Hauptkamera: ​Hauptsensor: 12MP Samsung S5K2L7​ f/1.9
Sekundärsensor: 5MP Samsung S5K5E
​Frontkamera: ​13MP Omnivision OV13855
​Blitz:​Single LED Blitz (Haupt- und Frontkamera)
​Fokus:​PDAF
​Slow Motion:​Ja​, 120fps@720p

Ohne gute Kamera verkauft sich heutzutage kein Smartphone mehr. Speziell der Trend zur Dualkamera scheint sich durchgesetzt zu haben und natürlich weicht hier auch Xiaomi nicht von der Regel ab. Beim Redmi Note 5 kommen auf der Rückseite zwei Sensoren zum Einsatz, die für einen guten Tiefeneffekt sorgen sollen. Zwar bietet der zweite Sensor keinen optischen Zoom, aber der Bokeh Effekt ist beachtlich. Sicherlich liegt das aber auch an dem beworbenen KI-Effekt, der hier zusätzlich für eine gute Bildqualität sorgen soll. In jedem Fall ist der sekundäre Sensor der Rückseite kein Fake - was man bei der Gerätekategorie aber auch erwarten darf. Kritisch zu sehen ist die lange Ladezeit aus dem Standby. Wurde die Kamera einige Zeit nicht genutzt, benötigt sie zur Initialisierung gleich mehrere Sekunden. Auch das erste Auslösen und das Vorschaubild ist meist erst nach mehr als 10 Sekunden verfügbar. Vor allem für spontane Schnappschüsse ist das ein großes Problem. Dies kann hoffentlich durch ein Softwareupdate behoben werden. Update: Problem mit Update vom 12. Juni behoben.

Im Automatikmodus erzielen die Bilder in der Regel gut belichtete Aufnahmen. Nur wenn stark unterschiedliche Lichtverhältnisse in einem Motiv auftauchen, kommt die Kamera nicht ganz klar. Der HDR-Modus löst schnell aus und kann am besten im Automatik-Modus genutzt werden. Die Software wählt zuverlässig die beste Einstellung. 

Den Bokeh Modus sehen wir mit gemischten Gefühlen. Mithilfe des zweiten Sensors und der Software erkennt die Kamera sehr gut, was im Vordergund ist und was nicht. So kann auch beispielsweise ein Auto schräg von der Seite aufgenommen werden und die Straße im Vordergrund bleibt scharf, während der Hintergrund unscharf gemacht wird. Die Konturen werden präzise erkannt. Die Unschärfe ist jedoch etwas stark und gleicht oftmals eher einem Weichzeichner. Der Unterschied zwischen Vorder- und Hintergrund fällt teils unnatürlich stark aus. Auch Circles of Confusion bleiben weitestgehend aus. Der Bokeh Modus erinnert uns sehr an den des Meizu E3, ist aber optisch immer noch eine Spur besser. Natürlich muss an dieser Stelle auch wieder die Preisklasse berücksichtigt werden.

In der Nacht kann natürlich auch das Redmi Note 5 keine Wunder vollbringen. Bei wenig Licht ist die Bildqualität aber erstaunlich gut. In der Dunkelheit tritt zwar recht starkes Bildrauschen auf, dieses wird aber gut optimiert, sodass es nicht störend wirkt. Gerade in der Dämmerung wirken die Bilder natürlich und brilliant. Obwohl die Blende des Haupt-Sensors mit f/1.9 nicht übermäßig groß ist, scheint die Softwareoptimierung hier gut gelungen zu sein. Der Blitz reicht für kleine und mittelgroße Räume aus, ist aber im Freien keine Hilfe.

Für Selfies eignet sich das Redmi Note 5 leider weniger gut. Die Qualität an sich ist zwar gut, doch die Frontkamera erkennt die Lichtverhältnisse nicht zuverlässig. Die Bilder sind meist deutlich überbelichtet und gerade wenn man helle Kleidung in der Sonne trägt, kommt die Kamera aus dem Konzept. Haut wirkt bei hellem Sonnenschein zu weiß. Der Portaitmodus der Frontkamera erkennt die Konturen sehr zuverlässig - hier jedoch rein per Software. Erfreulich ist, dass die Frontkamera einen eigenen Blitz beziehungsweise eine LED-Beleuchtung besitzt, die jedoch nur bei maximal zwei Personen funktioniert. Für große Gruppen reicht die Helligkeit nicht aus.

Videos können sowohl von der Front- als auch der Rückkamera nur mit 1920 x 1080 Pixel - also Full HD - aufgenommen werden. Das ist etwas schade, da 4k-Videos mittlerweile vor allem in der Mittelklasse Standard sein sollten und z.B. auch beim Redmi 5 Plus unterstützt werden. Die Qualität der Videos ist durchschnittlich. Auch hier sind Schwierigkeiten bei sich ändernden Lichtverhältnissen auszumachen und eine Stabilisierung ist nicht zu erkennen. Die Qualität des Mikrofons ist für Sprache gut geeignet, hat jedoch Probleme bei tiefen Tönen. Der Unterwasser-Effekt unter dem viele Xiaomi Smartphones leiden, ist hier nicht auszumachen. Die Rückkamera unterstützt Zeitlupenaufnahmen mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde bei einer Auflösung von 720p.

Xiaomi Redmi Note 5 Global
Akkulaufzeit

​Kapazität (Angabe): ​4.000mAh
​Kapazität (Gemessen): ​3.791mAh
​Wechselbar:Nein
Fast Charging:​Qualcomm Quick Charge 3.0​

Der Akku ist sicherlich eine der großen Stärken des Redmi Note 5. Die 4.000mAh große Zelle sorgt in Zusammenarbeit mit der effizienten Hardware für eine Laufzeit von mindestens zwei Tagen. Selbst bei intensiver Nutzung mit Videos, Spielen, vielen Hintergrunddiensten und mobilem Internet bleiben am Ende des Tages meist mehr als 50% Restladung.

Als Schnellladetechnik unterstützt das Redmi Note 5 Qualcomm Quick Charge 3. Das mitgelieferte Ladegerät ist dazu aber nicht kompatibel. Dieses lädt nur mit 5V und 2A. Doch auch damit ist der Akku von 20% auf 100% in rund 2 Stunden geladen. Wer es noch schneller will, kauft sich eben für ein paar zusätzliche Euro ein QC3 Ladegerät.

Xiaomi Redmi Note 5 Global
Fazit

Das Xiaomi Redmi Note 5 ist der neue Benchmark für die Mittelklasse. Zwar sind nicht alle Details perfekt, aber für einen Preis von ca. 160€ beziehungsweise knapp 200€ für die Version mit 4GB RAM bekommt man hier ein wirklich tolles Gesamtpaket. Das Design ist wenig aufregend, aber die Verarbeitung auf einem hohen Niveau. Das Display mag etwas zu dunkel sein, ist sonst aber zufriedenstellend. Vor allem aber die Performance des Systems, die Kamera und der Akku machen das Redmi Note 5 zum perfekten Begleiter im Alltag. Die wenigen Kritikpunkte können per Software behoben werden.

Pro Contra
​+ Hochwertige Verarbeitung ​-​ Displaybeleuchtung teils zu dunkel
+ Performance​-​​ Kein USB Typ-C
+ Sensoren alle funktionsfähig​- Kamera (bzw. Software) kann kein 4k
+ Gut optimiertes System mit Updates​- Lahmer SD Slot (Schreiben)
+ Band 20 LTE
+ Bluetooth 5​​.0
+ Kameraleistung
​+ ​Akkulaufzeit
​+​ Klinkenanschluss

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Kommentare 6

Gäste - Patrick am Dienstag, 10. Juli 2018 02:38
apt-x unterstützung?

hi, ich frage mich ob das note 5 von haus aus unterstützung für apt-x mitbringt so wie es die samsung und viele asus modelle haben?

hi, ich frage mich ob das note 5 von haus aus unterstützung für apt-x mitbringt so wie es die samsung und viele asus modelle haben?
Christopher am Dienstag, 10. Juli 2018 08:28
Bei der Global wird ein Fix benötigt: https://forum.xda-developers.com/redmi-note-5-pro/how-to/aptxhd-patch-rn5-pro-global-devices-t3796025
Gäste - Markus2015 am Montag, 25. Juni 2018 22:32
ISO bug

Die Kamerafirmware zieht selbst am helllichten Tag oftmals grundlos auf 250 ISO hoch, so dass bei Landschaftsaufnahmen ein deutlicher Schärfeverlust entsteht. Wenn man den ISO am hellen Tage im manuellen Mode auf 100 fixiert, kann man das Problem umgehen.

Die Kamerafirmware zieht selbst am helllichten Tag oftmals grundlos auf 250 ISO hoch, so dass bei Landschaftsaufnahmen ein deutlicher Schärfeverlust entsteht. Wenn man den ISO am hellen Tage im manuellen Mode auf 100 fixiert, kann man das Problem umgehen.
Gäste - Enzio am Mittwoch, 13. Juni 2018 12:24
Zweitmeinung

So, da ich mein Note 5 nun schon 14 Tage habe, kann ich ja auch mal meine Meinung dazu abgeben. Ich werd mich aber vorwiegend auf die Kamera konzentrieren, denn alles Wesentliche kam ja im Test schon zur Sprache.

Vorweg, die Kamera ist für die Preisklasse von knapp 150-200€ konkurrenzlos gut. Da ich aber vor kurzem von einer langen Trekking- und Besichtigungstour zurückgekommen bin, hab ich doch diverse Macken ausgemacht. Als erstes fiel mir auf, dass die normale Einstellung der Farbsättigung einen Ticken zu niedrig ausfällt. Dieser Effekt verstärkt sich, je heller es draußen ist. Da ich bei knapp 30 Grad und knallender Sonne über Landstraßen und Dörfer gezogen bin, während rings um mich herum gelbe Weizenfelder und grüne Wiesen waren, fiel mir das auf. Gerade Grün- und Gelbtöne sind leider standardmäßig mindestens 15-20% zu kalt eingestellt. Stell ich aber die Sättigung eine Stufe höher, hab ich den umgekehrten Effekt mit knapp 20% zu viel Sättigung. Eine manuelle Justierung wäre hier besser gewesen, denn so muss ich jetzt je nach Lichtstimmung die Sättigung mit zwei schlecht optimierten Stufen manuell hin und her wechseln.

Dann ist mir noch aufgefallen, dass die Kamera mit Landschaftsaufnahmen in weiter Entfernung schlechter klar kommt als mit Aufnahmen in kurzen und mittleren Distanzen. Die Belichtung wirkt dort immer minimal etwas zu dunkel. Bei Bildern weniger, bei Videos mehr. Sehr gut gefallen haben mir aber gerade die Lowlight-Aufnahmen, denn da ich auch in einer Burg war und dort bei schummerigen Lichtbedigungen Bilder gemacht habe, war ich absolut überrascht, wie wenig Rauschen dort aufgetreten ist. Meine alte Kamera zeigte da nur visuellen Kartoffelsalat.

Die Videos sehen sehr gut aus, da der EIS einer der Besten ist, die ich je gesehen habe. Selbst Flagschiffe greifen meist zu viel oder zu wenig ein, das Note 5 hingegen stabilisiert genau im richtigen Maß! 4K-Videos sind mit anderen Kamera-Apps wie Open Camera problemlos möglich, also liegt es an Xiaomi, ob sie das noch in ihre App nachpatchen. Schön wäre auch eine Einstellung der Bitrate für Videos, die auch in der Standard-App nicht möglich ist - mit anderen Apps aber funktioniert.

Das klingt jetzt nach viel Gemecker, aber wie gesagt, in ihrem Preisbereich ist die Kamera (und das ganze Gerät an sich) absolut konkurrenzlos gut. Ich hab mein 4/64 für 188€ geschossen und bin absolut zufrieden. Und bei Xiaomi kann man auch davon ausgehen, dass Dinge wie das fehlende 4K noch reingepatcht werden.

So, da ich mein Note 5 nun schon 14 Tage habe, kann ich ja auch mal meine Meinung dazu abgeben. Ich werd mich aber vorwiegend auf die Kamera konzentrieren, denn alles Wesentliche kam ja im Test schon zur Sprache. :) Vorweg, die Kamera ist für die Preisklasse von knapp 150-200€ konkurrenzlos gut. Da ich aber vor kurzem von einer langen Trekking- und Besichtigungstour zurückgekommen bin, hab ich doch diverse Macken ausgemacht. Als erstes fiel mir auf, dass die normale Einstellung der Farbsättigung einen Ticken zu niedrig ausfällt. Dieser Effekt verstärkt sich, je heller es draußen ist. Da ich bei knapp 30 Grad und knallender Sonne über Landstraßen und Dörfer gezogen bin, während rings um mich herum gelbe Weizenfelder und grüne Wiesen waren, fiel mir das auf. Gerade Grün- und Gelbtöne sind leider standardmäßig mindestens 15-20% zu kalt eingestellt. Stell ich aber die Sättigung eine Stufe höher, hab ich den umgekehrten Effekt mit knapp 20% zu viel Sättigung. Eine manuelle Justierung wäre hier besser gewesen, denn so muss ich jetzt je nach Lichtstimmung die Sättigung mit zwei schlecht optimierten Stufen manuell hin und her wechseln. Dann ist mir noch aufgefallen, dass die Kamera mit Landschaftsaufnahmen in weiter Entfernung schlechter klar kommt als mit Aufnahmen in kurzen und mittleren Distanzen. Die Belichtung wirkt dort immer minimal etwas zu dunkel. Bei Bildern weniger, bei Videos mehr. Sehr gut gefallen haben mir aber gerade die Lowlight-Aufnahmen, denn da ich auch in einer Burg war und dort bei schummerigen Lichtbedigungen Bilder gemacht habe, war ich absolut überrascht, wie wenig Rauschen dort aufgetreten ist. Meine alte Kamera zeigte da nur visuellen Kartoffelsalat. Die Videos sehen sehr gut aus, da der EIS einer der Besten ist, die ich je gesehen habe. Selbst Flagschiffe greifen meist zu viel oder zu wenig ein, das Note 5 hingegen stabilisiert genau im richtigen Maß! 4K-Videos sind mit anderen Kamera-Apps wie Open Camera problemlos möglich, also liegt es an Xiaomi, ob sie das noch in ihre App nachpatchen. Schön wäre auch eine Einstellung der Bitrate für Videos, die auch in der Standard-App nicht möglich ist - mit anderen Apps aber funktioniert. Das klingt jetzt nach viel Gemecker, aber wie gesagt, in ihrem Preisbereich ist die Kamera (und das ganze Gerät an sich) absolut konkurrenzlos gut. Ich hab mein 4/64 für 188€ geschossen und bin absolut zufrieden. Und bei Xiaomi kann man auch davon ausgehen, dass Dinge wie das fehlende 4K noch reingepatcht werden.
Gäste - Daniel am Mittwoch, 13. Juni 2018 10:05

@ Michael: die Google Cam Apk kann man aber nur mit offenem Bootloader etc. installieren oder?

Schönes Review, kann die meisten Punkte nur bestätigen. Ich muss dazu sagen, dass ich die Videoqualität und die softwareseitige Bildstabilisierung ziemlich gut finde. Ich hatte schon einige Phones, iPhone 7, iPhone 8, P10 Plus, also natürlich weiß ich, wie gute Videos wirklich aussehen. Aber im Vergleich mit meinem Nokia 7 Plus für 385€, hat das Note 5 leider die Nase vorn
Mit OpenCamera, kann man sogar in 4k mit EIS aktiviert aufnehmen.

@ Michael: die Google Cam Apk kann man aber nur mit offenem Bootloader etc. installieren oder? Schönes Review, kann die meisten Punkte nur bestätigen. Ich muss dazu sagen, dass ich die Videoqualität und die softwareseitige Bildstabilisierung ziemlich gut finde. Ich hatte schon einige Phones, iPhone 7, iPhone 8, P10 Plus, also natürlich weiß ich, wie gute Videos wirklich aussehen. Aber im Vergleich mit meinem Nokia 7 Plus für 385€, hat das Note 5 leider die Nase vorn ;) Mit OpenCamera, kann man sogar in 4k mit EIS aktiviert aufnehmen.
Gäste - Michael am Dienstag, 12. Juni 2018 20:01

Die Kamera kann schon 4k das liegt nur an der App... Das war leider auch beim Redmi Note 3 Pro oder 4x der Fall.... Wenn man sich zb die Google Cam apk App runter lädt funktioniert 4k super

Die Kamera kann schon 4k das liegt nur an der App... Das war leider auch beim Redmi Note 3 Pro oder 4x der Fall.... Wenn man sich zb die Google Cam apk App runter lädt funktioniert 4k super
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Montag, 19. November 2018

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