Xiaomi Redmi 4A Test

Kurz nachdem Qualcomm neue Einsteiger und Mittelklasse Chips vorgestellt hatte, kam Xiaomi mit einem aktualisierten Redmi Lin-Up um die Ecke. Teil des neuen Line-Ups ist auch das bisher günstigste Redmi Smartphone - das Xiaomi Redmi 4A. In China kostet das Smartphone lediglich um die 67€, hierzulande werden im Import je nach Shop 100 - 110€ fällig.

Wir haben das Xiaomi Redmi 4A mehr als eine Woche lang für euch im Alltag getestet und erzählen euch nun alles zu unseren Erfahrungen mit dem China Handy. Viel Spaß beim Lesen.

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Xiaomi Redmi 4A: Unboxing

In typischer Xiaomi-Manier kommt das Redmi 4A mit recht wenig Zubehör daher. Im weißen Karton mit glänzender 4A Einprägung finden wir eine Schnellstartanleitung, Garantiekarte, ein Netzteil mit China-Stecker und ein Micro USB Kabel. Zusätzlich war CECT-Shop noch so nett uns zwei EU Adapter und zwei Standfüße beizulegen. Für diese wollen wir uns an dieser Stelle noch recht herzlich bedanken.

Design & Verarbeitung

Metall liegt im Trend. Es gibt mittlerweile kaum noch neue Smartphones, die nicht auf Metall setzen. Eigentlich hält es Xiaomi in der Redmi-Reihe genauso, doch das Xiaomi Redmi 4A ist eine Ausnahme. Ja, das Gerät besteht zu 100% aus Polycarbonat. Ein Nachteil? Jein. Klar, das Gerät ist etwas weniger verwindungssteif als seine Kollegen aus Metall. Und ja, es fühlt sich in der Hand auch weniger edel an.

Dennoch, das Gerät ist stabil genug um den Alltag ohne Probleme zu überstehen. Außerdem hat Polycarbonat auch Vorteile. So fühlt sich das Handset gerade jetzt im Winter einfach deutlich angenehmer an. Kunststoff wird einfach nicht so kalt wie Metall. In der Hand liegt das Chinahandy übrigens klasse und bietet dank dem matten Finish auch ordentlich Grip.

Die Verarbeitung des Xiaomi Redmi 4A kann man trotz des geringen Preises als astrein bezeichnen. Es gibt hier tatsächlich keinen Punkt, den man da bemängeln kann. Die Tasten sitzen fest, das Gerät knarzt an keiner Stelle, die Öffnungen für die Anschlüsse sind sauber verarbeitet. Der einzige Punkt, über den man meckern kann, das ist der SIM Tray, welcher sich nicht ganz so nahtlos ins Gehäuse einfügt.

Lassen wir den Blick mal etwas über das Layout schweifen, beginnend mit der Rückseite. Hier finden wir den LED Blitz nebst Kamera in der oberen linken Ecke. Diese Platzierung ist leider etwas unglücklich gewählt, da es so immer wieder passiert, dass mal ein Finger im Bild landet, wenn man nicht aufpasst. Im unteren Bereich finden wir ein Mi-Logo, welches in das Kunststoff eingefräst wurde und glänzt. Darunter befindet sich ein Lautsprechergrill, welcher den Media Speaker schützt.

Rahmen und Rückseite bestehen aus einem einzigen Stück Kunststoff, was für einen wertigen Eindruck sorgt. Man kann das Backcover übrigens recht einfach entfernen. Dazu einfach den SIM Tray herausziehen und anschließend mit den Fingernägeln zwischen das Cover und Display fahren. Sobald die die Clips lösen kann man die restlichen Clips durch durch herumfahren lösen und hat dann Zugriff ins Innere. Wer den Akku tauschen möchte, hat also ein leichtes Spiel.

Den bereits erwähnten SIM Tray finden wir am Xiaomi Redmi 4A auf der linken Seite. Den Micro USB Port hat man klassischer weise unten angebracht, direkt daneben das Sprachmikrofon. Rechts finden wir die Hardware Tasten, welche hier die Power Taste und der Volume Rocker wären. Auf der Oberseite gibt's dann noch einen 3,5mm Port, einen Infrarot-Blaster und ein Noise Cancelling Mikrofon.

Sehr schlicht gehalten hat man die Front. 2,5D Glas: Fehlanzeige. Dünne Bezels leider auch. Für ein so günstiges Smartphone halten sie sich aber trotzdem noch in Grenzen. Die Touch Buttons unter dem Display sind nicht beleuchtet. Über dem Display befindet sich die typische Anordnung aus Telefonhörer, Frontkamera und Sensoren. Auch eine Status LED ist vorhanden, und ja, diese leuchtet in Rot, Grün, Blau sowie zahlreichen Mischfarben.

Die Abmessungen des Xiaomi Redmi 4A: 139,8 x 70,2 x 8,5mm. Angenehm kompakt also, und für so ein low-cost Chinahandy auch noch recht dünn. Das Gewicht ist mit 130g ebenfalls sehr angenehm und zeigt einen weitern Vorteil des Kunststoffgehäuses auf.

Display

​Größe: ​5"
Auflösung:​ ​1280 x 720
Technologie​:​IPS, OGS, LCD
​Anzahl Berührungspunkte:​5
Gehärtetes Glas:​​Ja
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Ja

Für den niedrigen Preis des Xiaomi Redmi 4A wurde natürlich nicht nur beim Design der Rotstift angesetzt. Auch beim Display wurde gespart, doch auch hier nicht in einer Art und Weise die sich negativ bemerkbar machen würde. Lediglich die Auflösung ist es, welche reduziert wurde. So darf man sich hier - im Gegensatz zu den teureren Redmi 4 Modellen - mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln begnügen.

Da wir es hier aber mit einem 5" Display zu tun haben, ist das nicht weiter Schlimm. Pixel sieht man am Xiaomi Redmi 4A nur, wenn man wirklich genau hinsieht. Bei normalen Betrachtungsabstand sind sie nicht zu erkennen. Alles was man sieht, ist ein schönes, scharfes Bild mit ordentlicher Farbwiedergabe.

Ja, am Display im Xiaomi Redmi 4A gibt es tatsächlich nicht viel auszusetzen. Die Darstellung lässt keinesfalls auf ein günstigeres Gerät schließen. Die Helligkeit ist ebenfalls gut und sorgt für eine ordentliche Lesbarkeit im Freien. Der einzige Punkt an dem das Panel etwas schwächelt ist die Blickwinkelstabilität. Neigt man das Display zur Seite, kippen weiße Flächen recht schnell ins Gräuliche.

Überraschend gut: Der Digitizer. In dieser Preisklasse ist es ja fast schon Standard, dass wir hier mit einem starken Input Lag zu kämpfen haben. Nicht so beim Xiaomi Redmi 4A. Der Input Lag ist hier minimal und beim Tippen kaum wahrzunehmen. So reagiert das Panel beim Tippen prompt, das oft zähe Gefühl beim Tippen auf billig Touch Screens fehlt.

Auch beim Glas verzichtet Xiaomi ganz offensichtlicht auf den Rotstift. Wie üblich haben wir das Smartphone ohne Schutzfolie getestet. Dennoch blieb das Gerät bis zum heutigen Tag kratzfrei. Wenn wir etwas bemängeln, dann lediglich die Oberfläche, welche noch eine Spur gleitfähiger sein dürfte. Fingerabdrücke nimmt das Glas zögernd an. Diese lassen sich dann auch leicht wieder abwischen. Eine entsprechende Beschichtung dürfte demnach vorhanden sein.

Hardware & Performance

​Prozessor: ​Qualcomm Snapdragon 425 (4x ARM Cortex A53 @1,5GHz)
GPU:​ Adreno 308​
RAM (Geschwindigkeit):​​2GB (4724,57MB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​16GB (150,56 / 46,49MB/s)
Fingerabdruck Scanner:​​Nein
​Sensoren:​Accelerometer, Light, Proximity, Gyroscope, Magnetometer, Gravity, Linear Acceleration, Rotation Vector, Step Counter, Orientation
Besonderheiten:​​-
Abmessungen / Gewicht:​​139,8 x 70,2 x 8,5mm / 130g

Der Snapdragon 425 ist der jüngste Qualcomm Chipsatz für günstige Einsteiger Smartphones. Vergleichen kann man den Prozessor etwa mit einem MT6753, wobei die Grafikleistung etwas besser ist. Im Alltag sorgt der Prozessor im Xiaomi Redmi 4A für ein äußerst flüssiges Nutzungserlebnis und auch das eine oder andere Spiel ist kein Problem, solange man von den höchsten Grafikeinstellungen Abstand nimmt.

Die gute Performance zeugt von einer guten Optimierung der Prozessorauslastung sowie des Systems im Allgemeinen. Dies macht sich dann auch in der Abwärme bemerkbar, welche hier so gut wie nicht vorhanden ist. Allenfalls nach einer langen Gaming Session wird das Smartphone leicht warm. Im normalen Alltag bleibt die Rückseite jedoch kühl.

Der 2GB kleine RAM bewegt sich mit etwas über 4GB/s auf einem für die Preisklasse typischen Niveau. Der interne Speicher von 16GB ist mit 150MB/s beim Lesen recht schnell, beim Schreiben jedoch mit 46MB/s etwas langsamer unterwegs. Das Problem: Sowohl RAM als auch Datenspeicher sind etwas zu klein.

Zwar reicht der RAM, wenn man sich etwas zurücknimmt, auch für Multitasking, wer jedoch stets hemmungslos jede genutzte App im Hintergrund weiterlaufen lässt, muss sich bei bewusstem Multitasking nicht wundern, wenn jede App nach einem Wechsel neu laden muss. Wer also mit seinem RAM bewusst umgeht, der wird damit klar kommen. Alle anderen sollten zu einem Gerät mit mehr RAM greifen.

Wesentlich signifikanter ist das Umstand des kleinen Datenspeichers. 16GB mögen zwar oft noch ausreichend sein, dennoch sollte man sich im Falle des Xiaomi Redmi 4A aber nicht von der Angabe in die Irre führen lassen. Der tatsächlich verfügbare Speicher liegt nämlich bei nur bei 9,9GB - deutlich unter dem Schnitt anderer 16GB Geräte also.

Leider kann man diesen nur beschränkt per Micro SD Karte erweitern. Zum einen geht nach der Erweiterung die Dual SIM Funktionalität verloren, zum anderen kann man die SD Karte nur für Dateien wir Musik, Fotos, Dokumente und Downloads verwenden. Das verschieben von Apps oder die Formatierung als interner Speicher ist hier nicht möglich. Letzteres ist ein signifikanter Nachteil von allen Xiaomi Geräten mit SD Slot, da MIUI hier ein tolles Feature von Android 6 Marshmallow ganz einfach streicht.

Erfreulich ist dagegen die für ein low-cost Smartphone sehr gute Sensorausstattung. Das Xiaomi Redmi 4A hat wirklich alles an Bord, was man sich wünschen kann. Die heutzutage wichtigsten Punkte Gyroskop, Kompass und Schrittzähler sind also voll abgedeckt. Ein Fingerabdruck Scanner ist nicht an Bord. Aber auch das ist wieder ein geschickter Schachzug. Immerhin braucht dieses Feature nicht jeder, und so kann man hier ein paar Dollar in Sourcing und Entwicklung einsparen.

Software

​Variante: ​MIUI 8
​Android Version: Android 6.0.1​
Bloatware​:Ja​
Root Zugriff:​Optional​
OTA Updates:​Ja​
Schadsoftware:​Nein​

Auf dem Xiaomi Redmi 4A läuft selbstverständlich die aktuellste Version von Xiaomi's hauseigenem Custom Android: MIUI 8. Diese basiert auf Android 6.0.1 Marshmallow. Die Software ist neben Chinesisch nur in englischer Sprache verfügbar. Der Google Play Store muss manuell installiert werden, was aber dank des Google Play Installers kein Problem ist.

Aktuell habt ihr bei Xiaomi die Wahl zwischen zwei ROMs: China Stable und China Developer. Erstere ist die ROM, mit der CECT-Shop das Smartphone ausliefert, es sei denn ihr wünscht explizit die Lieferung mit einer übersetzten Shop ROM. was wir nicht empfehlen. Diese erhält etwa einmal im Monat ein OTA Update. Die China Developer ROM erhält wöchentliche Updates und bietet Root Rechte.

Beide ROMs kommen mit einer ordentlichen Ladung Bloatware daher. Neben einigen China Apps zählt dazu neuerdings auch eine große Anzahl an Microsoft Apps inklusive Cortana. Alle Apps lassen sich aber deinstallieren, womit das nicht zum Problem wird.

Ob Xiaomi in Zukunft eine Global ROM für das Xiaomi Redmi 4A zur Verfügung stellen wird, ist aktuell noch nicht absehbar. Eine Global ROM käme ohne Bloatware sowie mit vorinstalliertem Google Play Store daher.

Der Bootloader des Xiaomi Redmi 4A ist wie bei allen aktuellen Xiaomi Smartphones gesperrt. Entsperrt werden kann dieser aber schnell und einfach. Dazu ist lediglich ein Xiaomi Account mit entsprechender Authorisierung und das Mi Unlock Tool nötig. Das Entsperren des Bootloaders ist nötig, wenn ihr eine Custom ROM, TWRP oder die Global ROM (falls später verfügbar) flashen wollt.

Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: GSM: 850/900/1800/1900MHz
3G/WCDMA: 850/900/1900/2100MHz
FDD-LTE: B1/B3/B7
WLAN:​ ​802.11b/g/n
Bluetooth:​4.1
NFC:​​Nein
HotKnot:​Nein​
Dual-SIM:​Ja (1x Nano + 1x Micro)​
Positionsbestimmung:​​GPS, A-GPS, GLONASS, BDS

Beim Empfang lässt sich das Xiaomi Redmi 4A nur zu Schulden kommen, dass keine Band 20 LTE Unterstützung vorhanden ist. Das ist enttäuschend, Xiaomi Fans dürften damit aber eher weniger Probleme haben und wer ohnehin kein LTE nutzt, für den ist das Fehlen ebensowenig relevant.

Abseits davon fährt das Redmi 4A in allen Tests Bestnoten ein. Der Mobilfunkempfang ist traumhaft gut, was wohl am kompletten Fehlen von Metall am Gehäuse liegt. Der WLAN Empfang ist bärenstark und sorgt auch in Räumen für stabilen Empfang, wo andere Geräte oftmals schwächeln. Auch am GPS gibt es nichts auszusetzen. Fußgänger- oder Autonavigation und Fitness Tracking funktionieren wunderbar, ohne Aussetzer oder Ungenauigkeiten.

Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Mono
Noise Cancelling Mikrofon:​ ​Ja
Dedizierter Audio DAC:​Nein​
Dedizierter Verstärker:​Nein​

Der Medienlautsprecher befindet sich auf der Rückseite des Xiaomi Redmi 4A. Das hat leider den Nachteil, dass die Lautstärke den Bach runter geht, wenn man das Handset irgendwo hinlegt. Am signifikantesten wird dies bemerkbar, wenn man es aufs Bett legt. Abseits davon gibt es hier aber nichts zu meckern. Der Lautsprecher liefert einen klaren Sound, der gut abgemischt wirkt. Bässe treten merklich zu Tage und sorgen für ein volles Klangbild. Für ein billig-Smartphone ist das durchaus beeindruckend.

Doch auch abseits davon überzeugt der Klang. Auch der Kopfhörer Port liefert einen sehr guten Output. Zwar werden hier Lautstärke-technisch keine Rekorde gebrochen, dafür ist der Klang aber auch hier sehr gut abgemischt und kommt ohne störende Hintergrundgeräusche am Ohr an. Wie bei Xiaomi Smartphones üblich kann man auch hier einen Mi Sound Enhance nutzen und Presets für Xiaomi Kopfhörer anwählen.

Die Sprachqualität des Xiaomi Redmi 4A lässt auch nichts zu Wünschen übrig. Unsere Gesprächspartner waren immer klar zu verstehen und die Hörmuschel erreicht eine hohe Lautstärke. Auch wir wurden vom Gegenüber immer gut verstanden. Das Telefonieren an lauten Bahnhöfen war ebenfalls kein Problem. Hier hilft das dedizierte Noise Cancelling Mikrofon definitiv weiter.

Kamera

​Hauptkamera: ​13MP, f/2.2
​Frontkamera: ​5MP, f/2.2
​Blitz:​Single LED
​Fokus:CDAF​
​Slow Motion:​Nein

Die Hauptkamera liefert bei ordentlichen Lichtverhältnissen überraschend gute und für die Preisklasse enorm detailreiche Aufnahmen. Uns sind mit dem Xiaomi Redmi 4A eine richtig schöne Fotos gelungen, bei denen man nicht im Traum an ein low-cost Smartphone denken würde. Insofern: Chapeau Xiaomi! Hier habt ihr tolle Arbeit geleistet. Warum schafft ihr das eigentlich bei euren Flaggschiffen nicht mehr?

Probleme hat die Kamera leider bei suboptimalen bis schlechten Lichtverhältnissen. Zwar lassen sich auch hier noch gute Bilder schießen, man braucht dafür aber oft mehrere Anläufe und - noch wichtiger - eine ruhige Hand bzw. eine Unterlage oder ein Stativ. Der Sensor ist einfach zu empfindlich gegenüber Wacklern, da er bei schlechtem Licht eine recht hohe Belichtungszeit benötigt.

Enttäuscht sind wir von Videoaufnahmen. Die Qualität dieser ist leider nicht wirklich gut, was aber an der elektronischen Bildstabilisierung liegt. Deaktiviert man diese, wird die Qualität besser. Wirklich toll ist sie aber auch dann nicht. Irgendwie wirken die Aufnahmen matschig, vor allem bei schnellen Schwenks. Auch beim Ton gibt es Probleme. Dieser klingt stark verzerrt, da das Smartphone offensichtlich versucht sämtliche Geräusche als Hintergrundgeräusch herauszufiltern. Hier ist noch ein Nachbessern per Update fällig.

Die Frontkamera ist nicht zu gebrauchen. Sie erzeugt lediglich matschige Bilder ohne jegliche Details. Wer gerne Selfies schießt, ist hier an der falschen Adresse.

Akku

​Kapazität (Angabe): ​3.120mAh
​Kapazität (Gemessen): ​3.090mAh
​Wechselbar:Nein
Fast Charging:​​Nein

Der 3.000mAh Akku im Xiaomi Redmi 4A mag im Vergleich mit den 4000er Zellen in den anderen Redmi 4 Geräten klein erscheinen, doch das täuscht. Man muss bedenken, dass im Redmi 4A auch ein schwächerer und damit sparsamerer Prozessor verbaut wird. Zusammen mit der gewohnt guten Xiaomi Optimierung, erreicht das Xiaomi Redmi 4A eine wirklich sehr gute Akkulaufzeit.

Auf Reisen kamen wir mit dem Gerät trotz Intensivnutzung von GPS und Kamera problemlos über den Tag (teilweise 20 Stunden). Die dabei erreichte Screen-On Zeit lag bei über 6 Stunden. Im normalen Alltagsbetrieb ohne exzessive Kamera- und GPS-Nutzung kamen wir auf eine Laufzeit von etwa 2 bis 3 Tagen. Traumhafte Ergebnisse also für alle, die gerne möglichst lange ohne Steckdose auskommen möchten.

Beim Aufladen hat Xiaomi jedoch den Rotstift nochmal angesetzt. Fast-Charging wurde gestrichen. Schade eigentlich, aber man kann es beim angefragten Preis verstehen. So dauert das Aufladen mit dem originalen Netzteil 3 Stunden. Immerhin: Wer ein stärkeres 2A Netzteil nutzt, kann die Ladezeit auf bis zu 2 Stunden drücken.

Xiaomi Redmi 4A: Fazit

Low-Cost Smartphones aus Fernost sind oft nur schlecht, da die Hersteller es nicht verstehen, den Rotstift korrekt zu schwingen. Soll heißen: Es wird schlicht an den falschen Stellen gespart. Mit dem Xiaomi Redmi 4A zeigt Xiaomi, wie es richtig geht. Man spart an Stellen, an denen Abstriche verschmerzbar sind. Die wichtigen Punkte werden dafür ordentlich in Szene gesetzt. Das Ergebnis ist ein sehr gut ausbalanciertes Gerät, dem man nicht sofort anmerkt, dass es aus der low-cost Kategorie stammt.

Pro Contra
​+ Gute Verarbeitung ​- Kein Fast Charging
+​​ Für den Preis sehr gutes Display-​​ Akku nicht offiziell wechselbar obwohl leicht möglich
+​​ Flotter und genauer Touch Screen-​​ Apps können nicht auf SD ausgelagert werden
+​​ Sehr guter Empfang-​​ Frontkamera
+​​ Gute Performance-​​ Low-light und Video Leistung der Hauptkamera
+​​ Gute Hauptkamera-​​ Kein LTE Band 20
+​​ Sehr lange Akkulaufzeit-​ Gesperrter Bootloader, aktuell kein Multilanguage
​+ Guter Klang (intern, Kopfhörer, Telefonie)
​+ Üppige Sensorausstattung (Gyroskop, Kompass, Schrittzähler)
​​+ Preis-Leistung