Teclast Tbook 16 Pro Test

Der chinesische Tablet-Markt ist mit Intel Atom X5 Z8300 basierten Geräten geradezu übersättigt. Tablets mit diesem Prozessor gibt es mittlerweile in jeglicher Ausführung. Trotzdem verabschiedet man sich von dem Chip nicht und bringt weiterhin fleißig neue China Tablets mit Z8300 SoC auf den Markt. Zu den Neuzugängen gehört hier auch das Teclast Tbook 16 Pro, welches wir eine Woche lang für euch getestet haben.

Teclast Tbook 16 Pro Test
Unboxing

Wenn ihr das Teclast Tbook 16 Pro bestellt, könnt ihr im Falle von Gearbest verschiedene Varianten wählen. Entweder ihr kauft euch nur das Tablet, das Tablet und das Tastatur Dock einzeln oder Beides im Bundle. Letztere Variante haben wir erhalten. Verpackt sind die Produkte aber dennoch einzeln. Dem Tastatur Dock liegt nichts weiter bei. In der Box des Tablets finden wir etwas Papierkram, ein Micro USB Kabel, ein USB Ladekabel und einen OTG Adapter. Ein Netzteil liegt nicht bei. Zum Aufladen kann man ein beliebiges USB Netzteil verwenden. Dieses sollte am besten 2 - 3A Strom liefern können.

Teclast Tbook 16 Pro Test
Design & Verarbeitung

Verarbeitung des Tablets

Das Teclast Tbook 16 Pro selbst ist überaus gut verarbeitet und sorgt für ein Premium-Gefühl, welches dem Preis absolut gerecht wird. Das Gehäuse besteht aus einem Stück Aluminium. Hierbei hat setzt Teclast auch auf eine ordentliche Materialstärke, sodass sich das Aluminium nicht schon beim in die Hand nehmen durchbiegt.

Anschlüsse und Lautsprecheröffnungen sind gut herausgearbeitet. Eine glänzende Fase zur Front hin rundet das Design optisch ab. Im Lautsprechergrill befindet sich noch ein Metallgitter, welches das Eindringen von Schmutz verhindern soll, welcher sich im Worst-Case zwischen LCD Panel und Frontglas sammeln könnte.

Die Hardware Tasten (Ein / Aus und Lautstärkewippe) befinden sich auf der Oberseite des Tablets und sitzen bombenfest an ihrem Platz. Auch hier entsteht also kein billiger Eindruck.

Dennoch haben wir zwei größere Kritikpunkte am Teclast Tbook 16 Pro. Da wäre zunächst einmal das Gewicht zu nennen. Für ein 11,6" Tablet ist das Tbook 16 Pro enorm schwer. Satte 765g bringt das Tablet auf die Waage. Das ist eindeutig zu viel, denn wenn wir das Tablet ohne Unterlage in der Hand halten, kommt es ziemlich schnell zu Ermüdungserscheinungen.

Doch selbst mit Unterlage werden einem Hindernisse in den Weg geworfen, welche komfortables Arbeiten nicht auf Anhieb möglich machen. Das Tablet liegt nämlich nicht gerade auf. Das liegt daran, dass es leicht keilförmig nach oben hin zuläuft. Oben ist das Tablet deutlich dünner als auf der unteren Seite. Somit ist der Bildschirm etwas von einem weg geneigt, wenn man das Tablet vor sich auf den Tisch legt. Man muss das Tablet also falsch herum verwenden (Windows-Logo nach Oben), um so bequem arbeiten zu können. 

Verarbeitung & Funktion des Tastatur Docks

Mit dem Tastatur Dock lässt sich das Teclast Tbook 16 Pro in ein vollwertiges Netbook verwandeln. Das Tastatur Dock besteht aus einem Docking Mechanismus, welcher im Scharnier untergebracht ist. Außerdem beherbergt es eine Chiclet QWERTY Tastatur und ein Multitouch Trackpad mit Maustasten die unter der Touchfläche versteckt sind.

Das Tastatur Dock besteht aus Kunststoff, ist aber dennoch enorm schwer. Kein Wunder, es braucht schließlich ein Gegengewicht, damit die Konstruktion nicht umkippt, wenn man das schwere Tbook 16 Pro in das Dock steckt. Zusammen kommt man so auf satte 1.333g Gewicht, was - wir wiederholen uns - für ein 11,6" Gerät absolut inakzeptabel ist. Zum Vergleich: Ein MacBook Pro 15" aus Mitte 2014 besteht vollständig aus Metall und wiegt 2kg. Unten in den Fotos seht ihr auch mal den Größenvergleich zwischen den beiden Geräten.

Immerhin ist die Verarbeitung des Docks sehr gut gelungen. Das Scharnier wirkt zwar optisch etwas billig, ist aber dennoch stabil und hielt auch einem Test in dem wir die Konstruktion 200 mal auf und zu geklappt haben problemlos stand. Das Scharnier bietet weiterhin genügend Widerstand um ein ungewolltes Verändern des Neigungswinkels zu verhindern. Die Magnete, welche das Teclast Tbook 16 Pro im Dock halten, sind auch stark genug um ein versehentliches Herausrutschen des Tablets zu verhindern. Man kann die Konstruktion auf den Kopf drehen, sodass das Tablet im Dock hängt, und dann schütteln. Das Tablet fällt dennoch nicht aus dem Dock. Insgesamt ist das Tablet im Dock also sehr sicher untergebracht.

Das Gehäuse des Tastatur Docks ist mit einer samtig-gummiartigen Beschichtung versehen, was sich sehr angenehm anfühlt. Am Boden des Docks befinden sich Gummifüße, welche für einen sicheren Stand sorgen. Das Gehäuse des Docks ist leider nicht sehr verwindungssteif. Hebt man es in einer Ecke mitsamt dem Tablet an, biegt es sich merklich durch. Schäden sind dabei bisher aber nicht entstanden.

Die Chiclet Tastatur gefällt uns sehr gut. Die Tastatur hat ein angenehmes Schreibgeräusch und die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt und Hub. Schnelles Schreiben ist mit der Tastatur kein Problem und es werden auch keine Anschläge übersprungen. Insgesamt ist die Tastatur also von recht guter Qualität. Ein leichtes Federn ist wahrzunehmen, hat und aber im Alltag nicht weiter gestört.

Das Multitouch Trackpad funktioniert soweit gut, ist aber nicht das Beste. Die Genauigkeit lässt zu wünschen übrig. Bei diagonalem Bewegen des Fingers über das Trackpad ist eine treppenförmige Bewegung des Mauszeigers zu beobachten. Immerhin werden Multitouch Eingaben zuverlässig erkannt und es kommt beim Zweifinger-Scrollen nicht zu ungewolltem Erkennen einer Zoom Geste. Zum Klicken hat man die Wahl: Entweder man tippt das Touchpad an, oder man drückt es links nach unten. Auch für einen Rechtsklick besteht diese Wahl: Antippen mit zwei Fingern oder drücken der Touch-Fläche in der unteren rechten Ecke.

Oberhalb der Tastatur bietet das Tastatur Dock noch drei Status LED. Hier befinden sich eine Power LED, ein Caps-Lock Indikator und ein Num-Lock Indikator. Die LEDs leuchten in blauer Farbe. Seitlich befinden sich links und rechts noch je ein USB 2.0 Port. Diese sind leider nicht wirklich zu gebrauchen. Sobald ein USB Gerät mit höherem Stromverbrauch angeschlossen wird, hört das Touchpad auf zu funktionieren und erkennt keine Eingaben mehr. Zu diesen Geräten zählen Smartphones, externe Festplatten und sogar manche USB Sticks.

Teclast Tbook 16 Pro Test
Display

​Größe: ​11,6"
Auflösung:​ ​1920 x 1080
Technologie​:​IPS LCD
​Anzahl Berührungspunkte:​10
Gehärtetes Glas:​​Nein
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Nein

Das 11,6" IPS LCD Display im Teclast Tbook 16 Pro hat uns in ein paar Punkten überrascht. Da wäre zunächst das Panel an sich zu nennen. Man setzt hier auf ein wirklich gutes Display, welches eine richtig schöne Darstellung mit satten Farben, gutem Kontrast und ordentlichen Blickwinkeln bietet.

Und dann ist da noch das Displayglas. Zwar handelt es sich nicht um gehärtetes Glas, und auch eine Fettabweisende Beschichtung fehlt wie bei fast allen China Tablets, dafür bietet das Teclast Tbook 16 Pro aber eine Anti-Glare Beschichtung. Diese eliminiert Reflexionen zwar nicht vollständig, reduziert sie aber deutlich. Damit ist das nicht laminierte LCD Display deutlich angenehmer für die Augen.

Auch der Digitizer ist außergewöhnlich gut. Er reagiert auf Eingaben pfeilschnell, sodass man auch per On-Screen Tastatur wirklich komfortabel tippen kann. Außerdem werden bis zu 10 Berührungspunkte gleichzeitig erkannt. Die Touch Auflösung ist auch deutlich höher als bei den meisten anderen China Tablets.

Dennoch haben wir auch viel Kritik am Display. Für den Preis hätte man wirklich ein OGS Display erwarten können. Stattdessen finden wir aber auch hier den für China Tablets typischen, dicken Spalt zwischen LCD Panel und Displayglas. Zusätzlich ist auch die Helligkeit des Displays unzureichend. Indoor reicht sie aus, aber sobald man ins Freie geht, wirkt der Inhalt unangenehm dunkel. Sobald dann noch direktes Sonnenlicht ins Spiel kommt, hat sich das mit dem Arbeiten erledigt und man darf erstmal auf Schattensuche gehen.

Teclast Tbook 16 Pro Test
Hardware & Performance

​Prozessor: ​Intel Atom Z8300 (4x 1,83GHz X86_64)
GPU:​ ​Intel HD Graphics
RAM (Geschwindigkeit):​​4GB DDR3L (3.070MB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​64GB eMMC (108,50 / 44,01MB/s)
Fingerabdruck Scanner:​​Nein
​Sensoren:​Accelerometer
Besonderheiten:​​-
Abmessungen / Gewicht:​​291 x 181 x 8 - 10,5mm / 765g / 1333g (mit Dock)

Lasst uns das kurz halten: Der Intel Atom Z8300 ist ausgelutscht. Klar, der Chip ist nicht wirklich langsam, aber es gibt einfach schon so viele Tablets mit dem Chip, dass das Teclast Tbook 16 Pro hier definitiv nicht aus der Masse heraussticht.

Wenn aber schon ein solcher Chipsatz verbaut wird, dann bitte auch mit ordentlichen Randbedingungen. Genau hier hat Teclast aber auf ganzer Linie versagt. Der Chipsatz wird nämlich von RAM und Speicher unnötig ausgebremst. Der Speicher erreicht maximal um die 100MB/s beim Lesen und lahme 44MB/s beim Schreiben. Der RAM dümpelt mit 3GB/s vor sich hin. Getaktet ist dieser noch nichtmal auf 1666MHz sondern nur auf 1000MHz. Ein Ändern des Takts im BIOS ändert daran leider nichts (bei vielen anderen Tablets bringt die Änderung etwas).

Das Resultat davon ist eine für Z8300 Tablets unterdurchschnittliche Performance - vor allem in Windows. Es macht wirklich keinen Spaß unter Windows 10 mit dem Tablet zu arbeiten. Ständig kommt es zu Rucklern, Hängern und Denkpausen. Gerade beim Surfen im Netz ist das ein großes Problem, egal ob man nun Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox nutzt. Nicht einmal Office 2016 läuft wirklich rund, was eigentlich auf dem Z8300 kein Problem sein sollte.

Unter Android ist die Performance deutlich besser, doch auch hier hinkt das Teclast Tbook 16 Pro anderen Z8300 Geräten wie zum Beispiel dem Chuwi Vi10 Plus mit Remix OS (und nur 2GB RAM!) hinterher. Für ein Tablet, welches offensichtlich für produktives Arbeiten konzipiert ist, ist das absolut enttäuschend.

Die Sensorausstattung enttäuscht ebenfalls. Hier finden wir nur ein Accelerometer aber kein Lichtsensor. Damit kann die Displayhelligkeit nicht automatisch an das Umgebungslicht angepasst werden.

Teclast Tbook 16 Pro Test
Software

​Variante: ​Dual Boot: Windows 10 Home + Vanilla Android
​Android Version: ​Android 5.1
Bloatware​:Ja​
Root Zugriff:​Nein​
OTA Updates:​Updater vorhanden, funktioniert aber nicht​
Schadsoftware:​​Nein

Das Teclast Tbook 16 Pro kommt sowohl mit Windows 10 Home als auch Android 5.1 daher. Zwischen den Betriebssystemen kann beim Start des Tablets gewählt werden. Hier setzt man neuerdings auf ein anderes UEFI / BIOS (Insyde H2O), welches einen optisch ansprechenderen Bootmanager mit größeren Icons und Buttons bietet. Direkt aus den Systemen kann auch zum anderen System gewechselt werden. In Android ist ein entsprechender Eintrag in den Quick Settings und im Power Menü vorhanden. Unter Windows findet man ein Icon in der Taskleiste. Hier ist aber jeweils kein Hot-Switching möglich. Das Tablet wird zum Wechsel komplett neu gestartet.

Windows 10

​Mit dem Teclast Tbook 16 Pro erhaltet ihr eine lizenzierte und aktivierte Kopie von Windows 10 Home in der 64-Bit Version. Die C-Partition von Windows ist 30GB groß und rund 20GB davon stehen zur freien Nutzung zur Verfügung. Mit Micro SD Karten bis 128GB kann man den Speicher zusätzlich erweitern.

Bloatware ist unter Windows mit Ausnahme einer Testversion von Microsoft Office 2016 nicht vorhanden. Auch Schadsoftware haben wir keine gefunden. Das Betriebssystem kommt standardmäßig in englischer Sprache daher. In den Einstellungen können aber Sprachpakete für z.B. Deutsch nachinstalliert werden.

Leider ist die vorinstallierte Windows 10 Version hoffnungslos veraltet. Bevor wir das Teclast Tbook 16 Pro unter Windows 10 nutzen konnten, mussten wir erstmal geschlagene 8 Stunden lang Updates mit zahlreichen Reboots über uns ergehen lassen. Gelohnt hat sich das aufgrund der zuvor schon erwähnten Performance Probleme nicht wirklich.

Android 5.1

Wir waren etwas enttäuscht, dass auf dem Teclast Tbook 16 Pro noch Android 5.1 läuft. Für den Z8300 gibt es eigentlich längst Android 6, weshalb wir nicht verstehen, warum noch immer alle China Tablets auf 5.1 laufen. Weiterhin ist es uns ein Rätsel, warum Teclast nicht auf Remix OS setzt. Dieses wäre für ein Gerät dieser Art eigentlich deutlich besser geeignet.

Stattdessen läuft auf dem Tbook 16 Pro ein Vanilla Android, welches sich mit einer Maus nur suboptimal bedienen lässt. Wenigstens ist der Teclast Launcher nicht vorhanden, welchen wir noch von älteren Teclast Geräten kennen. Die übliche China Bloatware ist aber nach wie vor installiert, lässt sich dafür aber ohne Root ganz einfach und restlos deinstallieren. Nach der Deinstallation sind ca. 19GB freier Speicher für Apps vorhanden.

Grundsätzlich bietet das Teclast Tbook 16 Pro unter Android Unterstützung für OTA Updates. Hierzu ist eine eigene App namens "Teclast OTA" vorhanden. Leider funktioniert dieser Updater aber nicht. Sucht man hier nach Updates, sucht er sich zu Tode. Grund dafür ist, dass der Server nicht erreicht werden kann. Daran hat sich während des gesamten Testzeitraums von einer Woche nichts geändert.

Teclast Tbook 16 Pro Test
Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: ​-
WLAN:​ ​802.11b/g/n (Single Band)
Bluetooth:​Bluetooth 4.0​
NFC:​-​
HotKnot:​-​
Dual-SIM:​-​
Positionsbestimmung:​-​

Das Teclast Tbook 16 Pro unterstützt nur WLAN und selbst hier nur die Standards b/g/n. Damit gibt es keine Unterstützung für Dual Band WLAN und der Durchsatz ist beschränkt. Er ist sogar unterdurchschnittlich schlecht. Direkt neben dem Router kamen wir auf nicht mehr als 45Mbit/s. Immerhin ist wenigstens der Empfang nicht eingeschränkt und bricht nur in den am weitesten vom Router entfernten Räumen des Gebäudes ein. GPS oder ein Mobilfunkmodem fehlen dem Gerät komplett.

Teclast Tbook 16 Pro Test
Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Stereo
Noise Cancelling Mikrofon:​ ​-
Dedizierter Audio DAC:​Nein
Dedizierter Verstärker:​Nein​

Das Teclast Tbook 16 Pro verfügt über Stereo Lautsprecher welche links und rechts im unteren Teil des Rahmens untergebracht sind. Hält man das Tablet dort fest, so werden die Öffnungen unweigerlich verdeckt. Das führt dann dazu, dass man kaum noch etwas hört.

Die Qualität der Lautsprecher ist OK aber nicht überragend. Es fehlt ihnen an entsprechender Software Optimierung. Sie klingen etwas flach, aber hin und wieder spitzeln Bässe durch. Mit entsprechender Abmischung wäre da sicherlich mehr herauszuholen. Die Lautstärke liegt im oberen Mittelfeld. Per Kopfhörer erhält man einen sehr guten, lauten und störungsfreien Klang.

Das interne Mikrofon befindet sich zwischen Displayglas und Rahmen, ist also zum Nutzer ausgerichtet. Einen Vorteil bringt das aber nicht. Die Audioqualität ist gerade noch so akzeptabel, da Aufnahmen recht dumpf klingen.

Teclast Tbook 16 Pro Test
Kamera

​Hauptkamera: ​-
​Frontkamera: 2MP​
​Blitz:-​
​Fokus:-​
​Slow Motion:-​

​Im Teclast Tbook 16 Pro wurde die hintere Kamera gestrichen. Gut so! So gut wie keiner benötigt in einem Tablet eine Rückkamera. Wer nun aber glaubt, dass Teclast das gesparte Geld in eine ordentliche Webcam investiert hätte, der irrt. Stattdessen erwartet uns hier das, was man schon von jedem anderen Teclast Gerät kennt: grisselige Matsche.

Teclast Tbook 16 Pro Test
Akku

​Kapazität (Angabe): ​7.200mAh
​Kapazität (Gemessen): ​7.691mAh
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​​Ja

Fangen wir mal mit den Positiven Dingen an. Der Hersteller bewirbt das Teclast Tbook 16 Pro mit 7.200mAh. Das ist nun kein Rekordwert, aber dennoch anständig. Und ja, die Kapazität stimmt. Der Akku ist sogar noch etwas größer. Die Ladezeit ist trotz der Kapazität angenehm "kurz". 3,5 Stunden sind definitiv für ein China Tablet kein schlechter Wert. Wir hatten von Teclast schon Geräte die sich das Doppelte an Ladezeit gegönnt haben.

Und nun kommen wir zum negativen Punkt, und das ist die Akkulaufzeit. Diese ist wirklich unterirdisch schlecht. Basierend auf Geräten mit ähnlicher Hardware hatten wir mit mindestens 6 Stunden Nutzungszeit gerechnet. Weit gefehlt! Im PC Mark Akku Test waren auf niedrigster(!) Helligkeitsstufe nur knapp 4 Stunden Screen-On Zeit drin.

Wie es dann in der Realität aussieht, wird sich jeder denken können. Unter Android hat uns eine Akkuladung für etwa 3 Stunden Betriebszeit ausgereicht. Unter Windows war der Akku nach etwa 2 Stunden erschöpft - und das bei wenig rechenintensiven Ausgaben wir Bloggen, Surfen im Netz oder Filme schauen mit Netflix. Ein Tablet mit solch einer kurzen Laufzeit ist im Alltag nicht wirklich zu gebrauchen.

Teclast Tbook 16 Pro Test
Fazit

Unterm Strich können wir vom Teclast Tbook 16 Pro nur abraten. Das Gerät sieht vielversprechend aus, ist aber hoffnungslos überteuert. Für nur wenig mehr Geld bekommt man mittlerweile leistungsfähigere Core M Tablets. Wenn es unbedingt ein Gerät mit Tastatur Dock sein soll, bekommt man ähnliche Geräte für deutlich weniger Geld. Was sich Teclast beim Tbook 16 Pro gedacht hat, verstehen wir nicht

Pro Contra
​+ Schönes, massives Design ​- Gesamt- und Einzelgewicht
+​​ Gutes LCD Panel-​​ Hintergrundbeleuchtung zu dunkel
+​​ Anti-Glare Beschichtung-​​ Bildschirm nicht laminiert
+​​ Guter Touch Screen-​​ Schlechte Arbeitsgeschwindigkeit
+​​ Gute Tastatur-​​ Kurze Akkulaufzeit
+​​ Dual Boot-​​ Schlechte Webcam
+​​ Angenehme Ladezeit-​ Lahmer Speicher
​+ Guter Klang über Kopfhörer​- Mäßige Audio Qualität
​+ Guter Docking-Mechanismus​- Dumpf klingendes Mikrofon
​- OTA Updates funktionieren nicht
​- Kein kratzfestes und Fingerabdruck abweisendes Glas
​- Kein Umgebungslichtsensor