Teclast Tbook 16 Power Test

b2ap3_large_teclast-tbook-16-power-_20170207-115511_1 Teclast Tbook 16 Power Review: Indoor Only

Der Intel Atom X7 Z8750 ist kein neuer Chip mehr, wurde aber bisher nicht so häufig genutzt. Nun gibt es mit dem Teclast Tbook 16 Power endlich ein interessantes China Tablet, welches auf diesen Prozessor setzt. Neben dem verglichen mit einem Atom X5 Z8300 deutlich leistungsfähigeren Prozessor, bringt das Tablet auch noch satte 8GB RAM mit. Wir haben das Teclast Tbook 16 Power eine Woche lang für euch testen dürfen.

Teclast Tbook 16 Power - Verpackung & Lieferumfang

Das Teclast Tbook 16 Power wird in der typischen weißen Box aus Pappe geliefert, in welcher fast alle aktuellen Teclast Geräte daher kommen. Viele Informationen finden sich hier nicht, außer ein paar Logos und die Produktbezeichnung. Nach dem Öffnen der Box grinst einen sofort das Teclast Tbook 16 Power an. Darunter verstecken sich dann nochmal zwei extra Boxen mit dem Ladekabel und der Bedienungsanleitung. Ein Netzteil liegt nicht bei, denn Teclast fährt hier neuerdings einen BYO-Kurs. Auch ein OTG Adapter fehlt diesmal.​ 

Das unserem Tablet PC beiliegende Type Cover, welches nochmal extra verpackt ist, gehört nicht zum Lieferumfang des Teclast Tbook 16 Power dazu. Dieses müsst ihr extra bestellen. Aktuell kostet es bei Gearbest um die 30€.

Design & Verarbeitung

Von vorne sieht das Teclast Tbook 16 Power aus wie jedes Teclast Tablet. Wir haben es mit recht dicken, schwarzen Bezels zu tun, über dem Bildschirm befindet sich eine Webcam und rechts ein berührungsempfindliches Windows Logo.

Doch sobald man sich von der Front abwendet, erkennt man einen deutlichen Unterschied. Die meisten Geräte von Teclast bestehen ja aus einem Unibody-Alu-Gehäuse. Im Falle des Teclast Tbook 16 Power besteht allerdings lediglich die Rückseite aus eine Zink-Aluminium-Legierung. Der Rahmen besteht aus recht dickem Kunststoff, was sich aber durch die Materialstärke dennoch hochwertig anfühlt. Die Stabilität des Aufbaus leidet darunter nicht.

Die Gehäusedicke ist beim Teclast Tbook 16 Power mit 10,3mm recht hoch, wofür sich aber zu einem großen Teil eine Besonderheit verantwortlich zeigt. Das Tablet verfügt nämlich über einen echten USB Typ-A Port in USB 3.0 Ausführung. Dieser befindet sich mitsamt den anderen Anschlüssen auf der linken Seite des Tablets. Das Gewicht liegt bei 889g.

Ganz oben finden wir hier einen Micro SD Slot, welcher mit einer Schutzkappe versehen ist. Darunter befindet sich ein Micro HDMI Port, gefolgt von einem Mikrofon. Weiter unten folgen dann ein DC-In Port, ein USB Typ-C Anschluss mit Unterstützung für das Aufladen des Akkus sowie Display Port, der besagte vollwertige USB 3.0 Anschluss und zu guter letzt ein 3,5mm Kopfhörer Port.

Auf der Oberseite befinden sich zwei Hardware Tasten zur Lautstärkeregelung und zum Ein- und Ausschalten des Tablets. Etwas seltsam platziert wurden die internen Lautsprecher. Diese befinden sich am Teclast Tbook 16 Power - obwohl es sich um Stereo Lautsprecher handelt - beide auf der rechten Seite. Sinn ergibt das nicht wirklich, denn echter Stereoklang kommt so nicht zustande.

Der Port für das Type Cover befindet sich natürlich im unteren Rahmen des Tablets. Es handelt sich hier um dem klassischen Pogo-Port, den wir von den meisten anderen Tablets kennen. Der Docking Mechanismus basiert auf Magneten.

Eine weitere Besonderheit des Teclast Tbook 16 Power finden wir auf der Rückseite. Hier befindet sich ein Standfuß (Kickstand), ähnlich dem, welchen viele schon vom Microsoft Surface kennen. Diesen kann man stufenlos ausklappen und das Tablet so in verschiedenen Winkeln aufstellen. Der maximale Winkel aus Sicht des Gehäuses beträgt um die 90°. Der Standfuß bleibt recht zuverlässig in seiner Position, ist aber etwas labberig, da das Metall nicht sehr dick ist. Verbiegen lässt dieser sich trotzdem nicht, denn er federt immer wieder in die ursprüngliche Form zurück. Etwas störend ist, dass man sich an der Mechanik des Standfußes leicht schwarze Finger holt, da hier Schmiermittel zum Einsatz kommt.

Was uns am Teclast Tbook 16 Power fehlt, ist eine Benachrichtigungs LED oder zumindest eine Lade LED. Beides gibt es hier nicht. Gerade beim Aufladen des Tablets ist das ärgerlich, da man so den aktuellen Ladezustand nicht sofort erkennen kann und erst einmal die Power Taste betätigen muss.

Type Cover

Das Type Cover befindet sich nicht im Lieferumfang des Teclast Tbook 16 Power und muss deshalb extra dazu bestellt werden. Das Cover ist ebenfalls stark an das Cover vom Microsoft Surface angelehnt. Es ist in den Farben Schwarz und Blau verfügbar.

Das Cover ist recht solide gebaut und verfügt über einen Kunststoff-Aufbau, der mit einem weichen Material überzogen ist. Beim Tippen muss man recht stark drücken, dass sich das Cover durchbiegt. Man kann das Type Cover damit auch auf den Beinen nutzen.

Das Tablet dockt per Magnet an einem Pogo-Pin-Port an. Ein Verrutschen wird durch kleine Nasen verhindert. Das Andocken geschieht durch einfaches annähern des Tablets an das Cover. Die Teile finden dann von selbst zueinander und sitzen auf Anhieb korrekt. Die Verbindung ist recht stabil, sodass man das Tablet anheben kann, ohne dass das Cover abfällt. Umgekehrt ist das aber nicht möglich.

Zusätzliche Magnete ermöglichen es, das Cover anzuwinkeln, sodass ein Teil davon an der Front des Tablets andockt. Somit hat man die Möglichkeit die Tastatur in einem angenehmeren Winkel zu nutzen. Dasselbe Prinzip wird auch beim Surface Type Cover genutzt.

Die Tastatur im Type Cover des Teclast Tbook 16 Power müssen wir loben. Die Tasten haben eine sehr angenehme Größe und einen spürbaren aber nicht zu starken Widerstand beim Tippen. Das Schreibgefühl ist somit wirklich gut und wir konnten problemlos längere Texte (so auch dieses Review) auf der Tastatur verfassen. Zwei Kritikpunkte die wir haben sind einmal, dass ab und an Anschläge nicht angenommen werden, wenn man die Tasten nicht fest genug drückt. Zweitens ist das Type Cover nur mit amerikanischem QWERTY-Layout verfügbar. Das deutsche Layout kann natürlich trotzdem genutzt werden und es gibt z.B. auf Amazon auch Tastatur Aufkleber zum "einqwertzen" der Tastatur.

Daran, dass die Tastatur über vergleichsweise große Tasten verfügt, hat leider das Touch Pad gelitten. Die Breite ist in Ordnung, in der Höhe ist das Trackpad aber extrem schmal geraten. Man kann den Mauszeiger so nicht in einem Wisch über den Bildschirm bewegen. Im Internet ließt man außerdem, dass man dadurch ständig die Windows-Gesten triggert. Dies können wir allerdings nicht bestätigen, da unser Gerät diese Gesten schlicht nicht unterstützt. Eventuell hat Teclast die Unterstützung in einem späteren Batch wieder abgeschafft?

Was die reine Funktionalität betrifft, arbeitet das Touchpad einwandfrei. Die Präzision ist recht gut und Multi-Touch Gesten funktionieren einwandfrei und ohne Aussetzer. Zum Klicken kann man das Trackpad entweder antippen oder die gesamte Fläche nach unten drücken.

Display

​Größe: ​11,6"
Auflösung:​ 1920 x 1080​
Technologie​:​IPS LCD
​Anzahl Berührungspunkte:​10
Gehärtetes Glas:​Ja
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Nein

Das Teclast Tbook 16 Power verfügt über ein 11,6" großes Full HD Auflösung. Zugegeben, das ist nun nicht die höchste Auflösung, allerdings bevorzugen wir persönlich Full HD auf den Atom Tablets. Die Darstellung ist bei normalen Betrachtungsabstand immer noch ausreichend scharf und die Performance einfach deutlich besser, da die GPU weniger stark beansprucht wird.

Das IPS LCD Panel bietet recht stabile Blickwinkel und eine natürliche Farbwiedergabe die nicht zu intensiv aber auch nicht zu blass ist. Der Kontrast und die Schwarzwerte sind in Ordnung. Die Verteilung der Hintergrundbeleuchtung ist ebenfalls in Ordnung. Nur am unteren Bildschirmrand gibt es minimale Lichthöfe.

Was dagegen alles andere als in Ordnung ist, ist die Displayhelligkeit. Die maximale Stufe ist einfach nicht ausreichend. Schon wenn die Sonne durchs Fenster ins Büro scheint, ist es hin und wieder schwer den Bildschirminhalt abzulesen. Für den Outdoor Einsatz ist das Teclast Tbook 16 Power damit gänzlich ungeeignet.

Noch schlimmer gemacht wird das Helligkeits-Defizit dadurch, dass man abermals nicht auf ein laminiertes Panel setzt. Man hat lediglich den Spalt zwischen Displayglas und LCD Panel minimiert.

Keine Kritik gibt es für den Touch Screen. Wir haben es hier mit einem 10-Punkt Digitizer zu tun, der äußerst flott und präzise reagiert. Das Schreiben auf der On-Screen Tastatur war im Test sehr komfortabel möglich.

Das Displayglas verfügt wie so oft nicht über eine Anti-Fingerabdruck Beschichtung. Die Gleitfähigkeit ist aber besser als bei den meisten anderen China Tablets. Weiterhin scheint das Glas einigermaßen kratzfest zu sein. Während wir bei anderen Teclast Geräten bisher immer recht schnell Kratzer im Glas hatten, ist beim Teclast Tbook 16 Power bisher kein Kratzer zu sehen.

Hardware & Performance

​Prozessor: ​Intel Atom Z8750 (4x X86_64 @2,56GHz)
GPU:​ ​Intel HD Graphics 405 (16 Kerne)
RAM (Geschwindigkeit):​8GB LPDDR3​
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​64GB Samsung eMMC​
Fingerabdruck Scanner:​Nein​
​Sensoren:Accelerometer​
Besonderheiten:​Typ-C Port mit Display Port und Ladefunktion, dedizierter USB 3.0 Port​
Abmessungen / Gewicht:​33,5 x 18 x 1,03cm / 889g

Teclast wirbt damit, dass das Teclast Tbook 16 Power danke dem Intel Atom X7 Z8750 auf dem Niveau von Core M Geräten liegen soll. Das ist natürlich nicht der Fall. Dennoch kann man nicht leugnen, dass zwischen einem Z8300 Prozessor und dem Z8750 Welten liegen.

Den Unterschied merkt man besonders stark unter Windows, wenn man eher schlecht optimierte Programme wie z.B. Google Chrome laufen lässt. Wer Chrome schonmal auf einem Z8300-basierten Gerät nutzen wollte, wird den versuch ziemlich schnell abgebrochen haben. Der Browser ruckelt hier einfach viel zu stark.

Im Falle des Teclast Tbook 16 Power mit Z8750 Prozessor läuft Google Chrome aber einigermaßen nutzbar. Ganz flüsslig verläuft das Scrollen auch hier nicht, aber es fühlt sich bei weitem nicht so zäh an wie auf der X5-Generation der Atom Chips.

Zusammen mit den 8GB RAM und der stärkeren GPU wird unter Windows 10 ein deutlich besserer Workflow erreicht, als auf den älteren Z8300 und Z8500 Tablets. Im Test konnten wir zahlreiche Apps, darunter Chrome, Netflix, Office 2016, Windows Mail und den Kalender laufen lassen und zwischen diesen Programmen wechseln, ohne dass die Apps und Animationen auch nur ansatzweise ins Stocken kamen. So macht das Arbeiten tatsächlich Spaß und das Teclast Tbook 16 Power wird zu mehr als nur einer Maschine zum Surfen und Medienkonsum. Im Antutu Benchmark werden über 110.000 Punkte erreicht.

Bei allem Lob darf natürlich auch die Kritik nicht zu kurz kommen. Und hier haben wir gleich eine ganze Ladung im Gepäck. Beginnen wir einmal mit dem Thema Speicher. Die 8GB RAM sind leider recht langsam unterwegs und takten lediglich mit 1066MHz. Der Versuch den Takt im BIOS auf 1800MHz umzustellen, wurde mit Abstürzen quittiert. Der erreichte Durchsatz des RAMs liegt bei 5GB/s. Hier hätten wir uns gerne 7GB/s gewünscht.

Ebenfalls schade ist, dass im Teclast Tbook 16 Power eMMC Speicher statt eine SSD zum Einsatz kommt. Der eMMC Speicher ist zwar mit 122MB/s beim Lesen ausreichend schnell, doch eine SSD hätte die Performance sicherlich noch eine Ecke verbessern können, vor allem beim Schreiben, denn hier ist der eMMC Speicher mit nur 45MB/s recht langsam unterwegs.

Erweitern könnt ihr den Speicher übrigens per Micro SD Karte. Unter Android wird nun endlich auch die Nutzung als Speicher für Apps erlaubt, sodass die Speicher-Limitation bedingt durch das Dual-Boot Setup nicht mehr so schwerwiegend ist.

Der letzte Kritikpunkt den wir haben, bezieht sich auf die Kühlung. Wie bei fast allen Tablets sind auch beim Tbook 16 Power die Maßnahmen zur Kühlung unzureichend. Schon im Idle Betrieb erreicht der Prozessor Temperaturen von um die 50°C. Bei einfachen Office Aufgaben oder beim Surfen im Netz schwankt die Temperatur zwischen 70 und 80°C. Beim Ansehen von Videos im Browser, massivem Multitasking und 3D Anwendungen ist dann endgültig Schluss mit lustig. Hier werden Temperaturen jenseits der 85°C erreicht, was der Punkt ist, an dem der Prozessor beginnt Kerne herunterzutakten oder ganz abzuschalten. Von der Temperatur merkt man außen glücklicherweise kaum etwas, doch der CPU tut das mit Sicherheit nicht gut.

Der USB 3.0 Typ-A Anschluss erreicht die zu erwartende Durchsatzrate und - was leider nicht die Regel ist - liefert genug Strom um 2,5" Festplatten ohne Netzteil zu betreiben oder ein Smartphone aufzuladen. Beim USB Typ-C Anschluss ist das leider nicht der Fall. Dafür bietet er aber Unterstützung für Video-Out, sodass man theoretisch 2 Bildschirme anschließen kann. Außerdem kann man das Tablet über den Typ-C Port aufladen. Man kann sogar zwei Netzteile anschließen: Eines am Typ-C Port und ein weiteres am DC-In Port. Somit reduziert sich die Ladezeit etwas, wenn man z.B. kein 3A Netzteil sondern nur zwei 2A Netzteile sein Eigen nennt.

Software

Das Teclast Tbook 16 Power ist ein Dual Boot Tablet, welches mit Windows 10 Home und Android 6.0 Marshmallow ausgeliefert wird. Das Thema Dual Boot hat sich jedoch bei unserem Gerät ziemlich schnell erledigt. Nach drei Tagen bekamen wir ein OTA Update angeboten, nach dessen Installation sowohl Android als auch Windows 10 zerschossen waren.

Nach dem Aufspielen der Recovery Medien von der Webseite lief zwar Android wieder, jedoch bekamen wir Windows nicht mehr korrekt zum laufen. Es war uns nicht möglich die Sprache von Chinesisch auf Deutsch oder Englisch zu ändern, da die von Teclast genutzte Lizenz nicht mehr als eine Sprache unterstützt. Bei der bereits auf dem Tablet vorinstallierten Version war das aber noch nicht der Fall.

Unsere Lösung für das Problem bestand darin, auf der Microsoft Webseite die Windows 10 64-Bit ISO zu laden und per USB Stick zu installieren. Da man hierbei gezwungen wir die gesamte "Festplatte" zu nutzen, verliert man dadurch zwar Android, hat dafür aber auch die vollen 64GB Speicher unter Windows verfügbar. Fun Fact: Aktiviert man Windows 10 mit dem im BIOS hinterlegten Schlüssel, erhält man Windows 10 Pro statt dem vorinstallierten Home.

Das Nachinstallieren der benötigten Treiber geht recht einfach, wenn man vorher vom Teclast System ein Backup mit Double Driver anfertigt. Wir werden unser Backup noch in einem separaten Tutorial zum Download bereitstellen, damit ihr bei einer Neuinstallation weniger Arbeit habt.

Aus persönlicher Erfahrung können wir sagen, dass sich die Neuinstallation lohnt. Die Akkulaufzeit des Teclast Tbook 16 Power hat sich aus uns unbekannten gründen deutlich verbessert und man kommt in den Genuss eines durch und durch deutschen Windows. Bei der reinen Installation eines Sprachpaketes ist das ja nicht der Fall.

Probleme die uns unter Windows aufgefallen sind, betreffen einmal die Lautstärkewippe. Ab und an funktioniert diese nicht mehr korrekt und startet die Windows Sprachausgabe statt die Lautstärke zu ändern. Bisher ist es uns leider nicht gelungen den Auslöser des Problems auszumachen. So plötzlich wie der Fehler Auftritt, verschwindet er auch wieder. Ein Reboot hilft nicht immer.

Ein weiteres Problem über das wir gestolpert sind, tritt in Verbindung mit Spielen auf. Mit Asphalt Xtreme, Modern Combat 5 und GT Racing 2 haben wir einige Spiele aus dem Windows Store getestet, konnten davon aber keines spielen. Alle Spiele stürzen sofort ab, sobald die App mit dem 3D-Rendering beginnt. Unter Android hab es das Problem nicht. Abseits davon lief Windows aber durchweg Stabil.

Bezüglich Android müssen wir sagen, dass uns das System während der Zeit in der es noch funktionierte nicht überzeugt hat. Die Performance ist etwas schlechter als unter Windows und im Antutu Benchmark werden rund 20.000 Punkte weniger erreicht. Zudem sind die Oberflächen Elemente alle viel zu groß skaliert, woran sich leider mit dem klassischen ADB Befehl zur Änderung des DPI Wertes nichts hat ändern lassen.

Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: Nein
WLAN:​ WLAN 802.11b/g/n​
Bluetooth:​Bluetooth 4.0​
NFC:​Nein
HotKnot:​Nein​
Dual-SIM:​Nein​
Positionsbestimmung:​Nur Netzwerk​

Zur drahtlosen Verbindung mit der Außenwelt stehen im Teclast Tbook 16 Power lediglich WLAN und Bluetooth zur Verfügung. Als Netzwerkkarte setzt das China Tablet auf ein Realtek RTL8723BS SDIO Modul, welches in fast allen China Tablets zum Einsatz kommt. Das WLAN ist leider recht langsam. Meistens liegt der Durchsatz bei um die 20Mbit/s und nur selten werden mal 50Mbit erreicht. Ein Stockwerk unter dem Router haben wir keine Abbrüche festgestellt, die Bandbreite brach jedoch weiter ein auf ca. 7 - 10Mbit/s. Flüssiges Ansehen von hochauflösenden Videos ist dann nicht mehr möglich.

Bluetooth hat im Test einwandfrei funktioniert. Lediglich bei hoher Systemlast trat bei Verwendung von Bluetooth Kopfhörern ab und an ein Stottern oder Knacken im Ton auf. Dies ist leider ein altbekanntes Windows Problem, welches auf schwächeren Systemen gerne auftritt. Teclast kann hier also eher weniger etwas dafür.

Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Stereo (aber beide auf einer Seite)
Noise Cancelling Mikrofon:​ ​Nein
Dedizierter Audio DAC:​Nein​
Dedizierter Verstärker:​Nein​

Die internen Lautsprecher sind - wie schon eingangs erwähnt - beide auf der rechten Seite des Tablets platziert worden. Dies macht eigentlich keinen Sinn, da so kein Stereo-Sound zustande kommt. Die Qualität der Lautsprecher würden wir als mittelmäßig einstufen. Dank einer relativ hohen Lautstärke und kaum Verzerrung klingen sie nicht schlecht, jedoch mangelt es an Tiefe. Der flache Klang kann gerade bei hoher Lautstärke zuweilen unangenehm sein.

Überrascht hat uns das Teclast Tbook 16 Power mit einer wirklich guten Ausgabe über den Kopfhörer Anschluss. In der Vergangenheit gab es bei Teclast hier oft Probleme in Form von Inkompatibilitäten mit vielen Kopfhörer Modellen und Störgeräuschen. In diesem Fall ist jedoch keines der Probleme präsent und das Tablet liefert einen klaren Sound, welcher wirklich gut klingt. Die maximale Lautstärke ist wie von den Intel Chips gewohnt ziemlich hoch.

Das Mikrofon ist nicht der Bringer. Man versteht das gesprochene, jedoch sind Aufnahmen von einem andauernden Rauschen durchzogen. Zudem muss man recht laut reden um eine ordentliche Lautstärke zu erzielen. 

Kamera

​Hauptkamera: ​5MP
​Frontkamera: ​2MP
​Blitz:​Nein
​Fokus:Ja (Rückseite)​
​Slow Motion:Nein​

Das Teclast Tbook 16 Power bietet eine 5MP Kamera auf der Rückseite und eine 2MP Webcam auf der Front. Beide Kameras haben uns nicht überzeugt. Die Rückwärtige Kamera erzeugt Bilder mit wenig Details und ausgewaschenen Farben. Die Frontkamera ist nicht besser und erzeugt auch bei Tageslicht extrem viel Bildrauschen.

Akku

​Kapazität (Angabe): ​8.500mAh
​Kapazität (Gemessen): 9.428mAh​
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​Ja​

Der 8.500mAh Akku im Teclast Tbook 16 Power scheint in Wahrheit sogar noch etwas größer zu sein als angegeben. Sowohl das interne Akku Management als auch ein externes Messgerät kommen auf Werte jenseits der 9.000mAh. Zu Beginn konnte uns die Laufzeit nicht überzeugen, doch nach der Neuinstallation von Windows sind wir recht zufrieden.

Im reinen Office Betrieb, was bei uns die Nutzung von Office 2016, Google Chrome, Windows Mail, Skype und Facebook Messenger umfasst, kamen wir auf durchgehende Betriebszeiten zwischen 6 und 8 Stunden, je nach Display Helligkeit. Beim Abspielen von Netflix Inhalten hielt das Tablet am Stück zwischen 4 und 6 Stunden durch.

Das Aufladen dauert über den DC-In Port mit einem Netzteil das 3A liefert ca. 3,5 Stunden. Über den Typ-C Port gehen 4 - 5 Stunden über die Bühne. Wer kein 3A Netzteil hat, kann auch zwei 2A Netzteile zum Laden anschließen. Hierzu nutzt man dann einfach den DC-In und Typ-C Port gleichzeitig. Mit dieser Kombination landet man dann wieder bei ca. 3,5 Stunden Ladezeit.

Teclast Tbook 16 Power - Fazit

Das Teclast Tbook 16 Power ist grundsätzlich ein solides Tablet. Das Design und die Verarbeitung und auch das Type Cover überzeugen. Auch die Leistung ist durchaus gut und deutlich höher als bei den Atom X5 basierten Tablets. Der Z8750 Prozessor erlaubt größtenteils flüssiges Arbeiten und reicht für Blogging und Office dicke. Die 8GB RAM machen sich ebenfalls deutlich bemerkbar, wenn man eine große Zahl an Programmen gleichzeitig nutzen will.

Leider hat es Teclast an einigen Stellen mal wieder so richtig vergeigt. Das zu dunkel Display limitiert den Einsatz des Teclast Tbook 16 Power auf denn Indoor-Betrieb. Die Software ist nicht ausgereift, sodass man erstmal eine saubere Neuinstallation von Windows durchführen muss, was wiederum zum Verlust von Dual Boot führt. Die offiziellen Recovery Medien liefern nur ein chinesisches Windows 10 mit, welches keine Unterstützung für Sprachpakete liefert.

Bedenkt man, dass das Teclast Tbook 16 Power inklusive Type Cover mehr als 300€ kostet, ist das schon ein starkes Stück. Sicherlich stören sich Leute die nichts gegen derlei Basteleien haben nicht sonderlich daran, doch für alle die ein Gerät einfach nur auspacken und nutzen wollen, sind solche Patzer ein Schlag ins Gesicht.

Pro Contra
​+ Gute Performance ​- Display zu dunkel
+​​ Großer RAM-​​ Schlechte Kühlung -> Thermal Throttling
+​​ Recht gute Akkulaufzeit und kurze Ladezeit-​​ Typ-C Port liefert keinen Strom für Festplatten
+​​ Schönes und stabiles Design-​​ Schlechte Kameras
+​​ Displayglas weniger kratzanfällig als bei früheren Teclast Geräten-​​ An einer Seite platzierte Stereo Lautsprecher
+​​ Sehr gutes Type Cover mit Abstrichen beim Touch Pad-​​ Software Probleme
+​​ Nützlicher Standfuß im Surface-Stil-​ Lahmes WLAN, kein ac-WiFi
​+ Bis auf Helligkeit schönes Display​- Nur 64GB eMMC Speicher (wünschenswert: 128GB SSD)
​+ Vollwertiger USB 3.0 Port mit Stromversorgung für z.B. Festplatten​- Kein beiliegender Ladeadapter oder zumindest USB Typ-C Kabel
​+ USB Typ-C Port mit Bildschirm Übertragung und DC-In
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