Teclast Master T10 Test

b2ap3_large_teclast-master-t10-1 Teclast Master T10 Testbericht

​Mit dem Verschwinden der Tablet Chips von Intel leben die ARM basierten Android Tablets derzeit wieder auf. Natürlich sind auch die alten Hasen mit am Start, und dazu zählt auch Teclast. Mit dem noch relativ neuen Teclast Master T10 hat der Hersteller ein interessantes Android Tablet am Start, welches durchaus eine Alternative zum Xiaomi Mi Pad 3 sein kann, sollte einem Letzteres zu klein sein. Wir haben ein Teclast Master T10 für einen ausführlichen Test organisiert und es über eine Woche lang ausführlich getestet.

Das Teclast Master T10 wurde uns für den Test von Gearbest zur Verfügung gestellt. Der grüne Button führt euch direkt zum Shop.

Teclast Master T10 
Verpackung & Lieferumfang

​​Teclast Tablets kommen meistens in einer recht lieblos gestalteten Verpackung daher. Nicht so das Teclast Master T10. Die Verpackung wurde hier aufwendiger gestaltet. Die einzelnen Zubehörteile finden sich in separaten Fächern. Neben dem Tablet bekommt ihr eine Nadel zum Öffnen der SD-Schublade, ein Micro USB Kabel zum Laden und Datentransfer, sowie eine Anleitung. Was nicht mitgeliefert wird, ist ein Netzteil. Das ist jedoch bei Teclast schon seit einer ganzen Weile normal und hat uns deshalb nicht überrascht. Wir haben zum Laden des Teclast T10 bisher einen Pump Express Plus Charger von einem Smartphone genutzt und sind damit gut gefahren.

Teclast Master T10
Design & Verarbeitung

​Das Teclast Master T10 muss sich mit seinem Design nicht verstecken. Den Preis von teils unter 170€ sieht man dem Tablet PC nicht an. Das Gehäuse besteht aus einem Stück Aluminium. Die Materialstärke ist relativ hoch, was das Tablet in der Hand sehr solide wirken lässt. Drückt man auf die Rückseite, biegt sich diese nur an wenigen Stellen ganz minimal durch. Den niedrigen Preis merkt man höchstens am oberen Ausschnitt, wo sich für die Antennen eine Plastikkappe befindet. Der Übergang zwischen den Materialien ist hier nicht ganz perfekt. Billig wirkt dies aber keinesfalls. Ansonsten ist das Teclast Master T10 einwandfrei verarbeitet. Nicht einmal die oben angebrachten Hardware Tasten wackeln. Aus Metall bestehen diese aber nicht.

Auffällig ist, dass sich auf der Rückseite des Teclast Master T10 ein Fingerabdruck Sensor befindet. Dieser ist leicht vertieft angebracht. Die Vertiefung wird von einer glänzenden Fase umgeben. Frontal fallen sofort die schlanken Bezels ins Auge. Besonders die linken und rechten Ränder sind sehr schmal und machen das Teclast Master T10 im Vergleich mit anderen 10,1" China Tablets kompakter. Über dem Display befindet sich eine Webcam, daneben ein Lichtsensor. Kapazitive Buttons gibt es nicht. Auf der linken Seite des Teclast Master T10 befindet sich ganz oben ein 3,5mm Kopfhörer Port und darunter die Micro SD Schublade. Etwas weiter unten folgt dann eine der Lautsprecheröffnungen. Die Zweite befindet sich gegenüber auf der rechten Seite. Ganz oben links befinden sich der Micro USB und Micro HDMI Anschluss. Unten findet man am Teclast Master T10 entgegen vieler anderer China Tablets keinen Anschluss für ein Tastatur Dock / Type Cover. Stattdessen befindet sich hier das Mikrofon.

Das Teclast Master T10 liegt mit seinem massiven Gehäuse, der leichten Rundung zur Rückseite hin und der mit 8mm recht geringen Dicke angenehm in der Hand. Auf Dauer wird es aber zu Schwer, denn mit 553g ist das Tablet kein Leichtgewicht. Durch den großen Akku und das Dicke Metall ist das jedoch gerechtfertigt.

Teclast Master T10
Display

​Größe: ​10,1"
Auflösung:​ ​2560 x 1600
Technologie​:​IPS OGS (Sharp)
​Anzahl Berührungspunkte:​10
Gehärtetes Glas:​​Ja
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Ja

​Das im Teclast Master T10 verbaute Display stammt von Sharp und hat uns im Alltag ganz viel Spaß gemacht. Die Darstellung ist durch die hohe Auflösung knackscharf. Da es sich um ein volllaminiertes (OGS) Display handelt, wirkt das Bild sehr plastisch, es gibt keine störenden Reflexionen und die Lesbarkeit im Freien ist wirklich gut. Farblich überzeugt das Display, liefert aber keine intensive Bonbon Optik. Mediatek Miravision wird unterstützt, blieb bei uns jedoch bis auf den dynamischen Kontrast deaktiviert. Wir empfinden die Darstellung ab Werk perfekt. Es macht wirklich Spaß auf dem Teclast Master T10 hochauflösende 4k Videos und Bilder anzusehen.

Die automatische Regelung der Displayhelligkeit funktioniert größtenteils gut. Nur bei punktueller, künstlicher Beleuchtung kann sich der Algorithmus manchmal nicht entscheiden und sorgt für ein flackern der Beleuchtung. In solchen Situationen hilft es, wenn man die automatische Steuerung deaktiviert oder die Tablet Position etwas verändert. Update: Seit dem letzten Software Update ist das Flackern verschwunden. Bei völliger Dunkelheit sollte man die automatische Helligkeitsregelung ebenfalls deaktivieren, da sich das Display dann noch dunkler setzen lässt. Ein entsprechender Schalter ist bequem über die Schnelleinstellungen zu erreichen. Von dort aus kann man auch schnell Mediatek MiraVision aufrufen oder einen Nachtmodus (rötlich) und einen Lesemodus (Schwarz-Weiß) aktivieren.

Das Frontglas vom Teclast Master T10 blieb im Testzeitraum frei von Kratzern - eine positive Überraschung. Ebenfalls sehr positiv ist, dass Teclast sich für eine fettabweisende Beschichtung entschieden hat. Das bedeutet zwar nicht, dass Fingerabdrücke gänzlich fern bleiben, hält sie aber gut in Schach. Es genügt das Tablet alle paar Tage mal zu reinigen um eine klare Sicht zu bewahren. Die Abdrücke lassen sich auch sehr leicht wieder entfernen. Zudem sorgt die Beschichtung für ein müheloses Gleiten der Finger über das Glas. Der Touchscreen unterstützt bis zu 10 Finger gleichzeitig, jedoch dürfen diese sich nicht zu nahe kommen. Liegen zwei Finger zu dicht beieinander, erkennt der Digitizer dies als eine Angabe. Abseits davon gibt es aber keine Fehler. Eine Eingabeverzögerung ist vorhanden, stört aber nicht. Die Genauigkeit und Empfindlichkeit ist gut. Man kann vergleichsweise bequem auf dem Display tippen.

Teclast Master T10
Hardware & Performance

​Prozessor: ​Mediatek MT8176
4x ARM Cortex A53 @1,7GHz
2x ARM Cortex A72 @2,1GHz
GPU:​ ​PowerVR GX6250
RAM (Geschwindigkeit):​​4GB LPDDR3 (6,14GB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​64GB (164 / 76MB/s)
Micro SD (Geschwindigkeit R/W):​Ja (Test nicht möglich)
Fingerabdruck Scanner:​​Ja (Rückseite)
​Sensoren:​Accelerometer, Light
Besonderheiten:​​Micro HDMI Anschluss
Abmessungen / Gewicht:​​23.9 x 16,7 x 0,8cm​ / 553g

​Mit dem Mediatek MT8176 steckt im Teclast Master T10 derselbe Prozessor, welcher auch das Xiaomi Mi Pad 3 antreibt. Hierbei handelt es sich um einen Hexa Core Prozessor, welcher über zwei leistungsfähige A72 Kerne mit bis zu 2,1GHz und vier weitere A53 Kerne mit bis zu 1,7GHz verfügt. Für die Grafik ist eine leistungsfähige PowerVR GX6250 an Bord. Zusammen mit 4GB RAM und 64GB Speicher entfaltet der Prozessor eine gute Leistung, welche sich in einem Antutu Score von rund 80.000 niederschlägt. Bei tatsächlicher Benutzung des Teclast Master T10 merkt man davon auch etwas. Google Maps läuft beispielsweise wunderbar flüssig, was bei einer so hohen Displayauflösung alles andere als selbstverständlich ist. Das gilt sogar dann noch, wenn weitere anspruchsvolle Apps wie zum Beispiel Facebook nebenher im Split Screen Modus laufen. Ein gut gefüllter Google Chrome Browser mit zahlreichen im Desktop Modus geöffneten Seiten bringt das Teclast Master T10 ebenfalls nicht aus der Puste. Das Öffnen von Seiten geht schnell von Statten und das Scrollen verläuft angenehm flüssig. Auch das Wechseln zwischen einer Vielzahl geöffneter Apps verläuft wunderbar geschmeidig.

Für Spiele hat das Teclast Master T10 ebenfalls genügend leistungsreserven an Bord. Unkilled lässt sich beispielsweise mit einem Controller flüssig auf höchsten Grafikeinstellungen spielen. Nur bei Touch Bedienung kommt es zu einem Stottern, was jedoch nicht gerätespezifisch ist, sondern und auch schon bei anderen Geräten aufgefallen ist. Oz Broken Kingdom läuft ebenfalls auf höchsten Grafikeinstellungen flüssig. Und selbst das extrem anspruchsvolle Dead Effect 2 läuft auf "Ultra" Grafikeinstellungen noch in einer spielbaren Framerate. Die Hitzeentwicklung des Tablets hält sich beim Spielen in Grenzen. Am Prozessor haben wir beim Teclast Master T10 maximal 65°C gemessen. Die Rückseite wird nur leicht warm.

Mit verantwortlich für die gute Performance des Teclast Master T10 - insbesondere beim Multitasking - dürfte der Arbeitsspeicher sein. Zwar setzt man nur auf LPDDR3 RAM (4GB), doch der Arbeitsspeicher erreicht dafür einen vergleichsweise hohen Durchsatz von 6,14GB/s. Und auch der 64GB Datenspeicher kann überzeugen. Eine Lesegeschwindigkeit von 164MB/s geht für ein Mittelklasse Tablet absolut in Ordnung und sorgt für eine ordentliche Geschwindigkeit beim Öffnen von Apps. Keine Aussage können wir leider bezüglich der Geschwindigkeit des Micro SD Kartenlesers machen, da dieser bei unserem Teclast Master T10 nicht korrekt funktioniert. Schreibversuche schlagen fehl und beschädigen die Formatierung der Karte. Wir haben mehrere Karten durchprobiert und hatten mit keiner Erfolg. Wir sind uns nicht ganz sicher, ob es sich hier um ein allgemeines Software Problem handelt, oder ob unser Teclast Master T10 lediglich einen Hardware Defekt am SD Kartenleser aufweist. An dieser Stelle der Aufruf an unserer Leser: Gebt doch bitte Feedback in den Kommentaren, solltet ihr ein T10 besitzen, ob es bei euch auch Probleme mit dem Micro SD Kartenleser gibt.

Weitere Problemzonen hat das Teclast Master T10 bei den Sensoren. Einmal ist der Neigesensor verkehrt herum verbaut bzw. kalibriert, sodass man einige Spiele damit nicht steuern kann. In GT Racing 2 lenkt das Tablet immer in die falsche Richtung. Hier hilft nur das Umstellen auf Touch Kontrollen oder einen externen Controller. Eine weitere Schwäche ist der Fingerabdruck Sensor. Dieser arbeitet sehr unzuverlässig und kommt mit ansatzweise feuchten Fingern überhaupt nicht klar. Nervig sind außerdem die "Gesten". Durch langes Berühren des Sensors gelangt man zum Home Screen, Doppeltippen öffnet den App Switcher. Klingt praktisch, ist es aber nicht. Immer wieder berührt man den Sensor versehentlich und löst damit eine unbeabsichtigte Aktion aus. Der Fairness halber muss man aber sagen, dass man die Gesten deaktivieren kann. Insofern: nicht tragisch.

Der Micro USB Anschluss des Teclast Master T10 dient nicht nur zum Aufladen des China Tablets, sondern auch als OTG Port. Mit einem entsprechenden Adapter, stellt der Anschluss ein USB 2.0 Interface bereit, über das man externe Speichermedien oder Peripherie anschließen kann. Das funktioniert auch wunderbar. Genügend Strom für externe Festplatten liefert der Anschluss allerdings nicht. Der Micro HDMI Port liefert ein Videosignal bis zu 4k Auflösung. Leider erfolgt die Ausgabe im selben Seitenverhältnis wie das interne Display, sodass ein Fernseher nicht komplett ausgefüllt wird. Zudem ruckelt die HDMI Ausgabe ein wenig, was deutlich wird, wenn man darüber ein Video abspielt.

Teclast Master T10
Software

​Variante: ​Leicht modifiziertes Stock Android
​Android Version: Android 7.0 (Sicherheitspatch: März 2017)​
Bloatware​:​Ja
Root Zugriff:​​Nein
OTA Updates:​Ja​
Schadsoftware:​Nein​

​Wie die meisten Teclast Geräte kommt auch das Teclast Master T10 mit Stock Android daher, dem ein eigener Launcher verpasst wurde. Der Launcher ist gewöhnungsbedürftig, da er ohne App Drawer daherkommt. Aus diesem Grund haben wir uns auch für die Nutzung eines anderen Launchers entschieden, was grundsätzlich problemlos möglich ist. Bis auf die für den verwendeten Chipsatz typischen Kompatibilitätsprobleme mit einigen wenigen Spielen, haben wir mit der Software keine Probleme gehabt. Das System läuft flott und Stabil. Der einzige Bug der uns aufgefallen ist, ist eine stark ruckelnde PIN Code Eingabemaske. Updates hat das Teclast Master T10 bisher einige erhalten. Diese werden sogar als OTA Update bereitgestellt. Das Tablet unterstützt alle wichtigen Sprachen inklusive Deutsch. Der Google Play Store und die Play Services sind vorinstalliert und funktionieren einwandfrei, auch in Verbindung mit anderen Google Apps. Die Android Basis ist übrigens Android 7.0 mit Sicherheitspatch vom März 2017. Letzterer ist also nicht ganz aktuell und es wird Zeit, dass Teclast hier nachbessert.

Teclast Master T10
Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: ​Nein
WLAN:​ WLAN 802.11a/b/g/n/ac​
Bluetooth:​Bluetooth 4.0​
NFC:​​Nein
HotKnot:​Nein​
Dual-SIM:​Nein​
Positionsbestimmung:​GPS​

​Im WLAN funkt das Teclast Master T10 sowohl im 2,4GHz als auch 5GHz Band nach dem AC-Standard. Das WLAN Modul erreicht jedoch nicht ganz die zu erwartenden Datenraten. Im Downstream haben wir maximal 152,6Mbit/s gemessen, unsere Internetverbindung gibt 200Mbit/s her. Zu spürbaren Einschränkungen führt das aber freilich nicht und ist damit eher ein Schönheitsfehler. Ein Stockwerk unter dem Router kommen noch 41,9Mbit/s an. Das ist kein perfekter aber immer noch ein guter Wert. Insgesamt ist die Empfangsleistung als sehr zufriedenstellend zu bewerten. Update: Das letzte Update hat den WLAN Bug behoben. Wir können nun die vollen 200Mbit/s ausreizen.

Bluetooth haben wir mit einem Kopfhörer getestet und waren überrascht, dass das Tablet nicht nur das Stockwerk in welchem es zu diesem Zeitpunkt lag abdecken konnte, sondern auch das Stockwerk darunter noch partiell mit einem nutzbaren Signal versorgte. Die Bluetooth Sendeleistung ist also enorm gut und kommt an die eines iMac heran, welche ebenfalls eine sehr hohe Bluetooth Reichweite erzielen.

Und nun kommt der Knaller: Das Teclast Master T10 unterstützt GPS. Und ja, man kann das GPS zur Navigation nutzen. Das mag nun komisch klingen, doch es gibt tatsächlich Leute, welche nach einem großen Tablet zum Navigieren suchen. Diese Frage nach der Navigationstauglichkeit hat uns immer und immer wieder erreicht. In der Vergangenheit mussten wir aber immer verneinen, da das GPS bei den China Tablets einfach nie was taugt. Beim Teclast Master T10 wird jedoch eine ziemlich gute Signalstärke erreicht. Und nicht nur das, auch die Genauigkeit liegt bei 1,5 bis 2,5 Metern in einem für ein Tablet sehr guten Rahmen. Bedenkt, dass hier wirklich nur reines GPS unterstützt wird - kein A-GPS, kein GLONASS, kein BDS. In der Praxis haben wir das Tablet im Auto eine Strecke von rund 60km navigieren lassen, wobei von der Autobahn über die Innenstadt bis zur Landstraße alles dabei war. Hierbei wurden wir punktgenau geleitet, die Anweisungen kamen immer zum richtigen Zeitpunkt - selbst dann, wenn es um die Ausfahrt aus einem Kreisverkehr ging. Das, was das Teclast Master T10 hier vollbringt, ist wirklich ganz großes Kino.

Teclast Master T10
Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Stereo
Noise Cancelling Mikrofon:​ ​Nein
Dedizierter Audio DAC:​Nein​
Dedizierter Verstärker:​Nein​

​Das Teclast Master T10 verfügt über Stereo Lautsprecher und hat uns damit gleich nach dem Auspacken überrascht. Im Gegensatz zu den meisten anderen China Tablets liefern diese nämlich eine sehr hohe Lautstärke, und das ohne störendes Klirren oder Verzerren. Noch dazu hat der Klang eine gewisse Fülle zu bieten. Im großen und ganzen macht es so wirklich Spaß mit dem Teclast Master T10 Videos und Filme zu schauen oder auch mal nebenher Musik zu hören, auch wenn man keine Kopfhörer griffbereit hat.

Die Ausgabe am Kopfhörer Anschluss überzeugt ebenfalls. Das Teclast Master T10 liefert hier eine sehr hohe maximale Lautstärke und mit den Xiaomi Hybrid Kopfhörern wurde im Test ein tolles Klangbild erzeugt. Die Abmischung überzeugt, Bässe sind kräftig aber klar differenziert und störende Geräusche im Hintergrund konnten wir keine feststellen.

Die einzige Schwäche des Teclast Master T10 im Audiobereich ist das Mikrofon. Dieses bietet nicht die beste Qualität und ist deutlich zu Leise. Man muss schon sehr laut in die Öffnung sprechen, damit das Gesprochene in akzeptabler Lautstärke aufgezeichnet wird.

Teclast Master T10
Kamera

​Hauptkamera: ​8MP OmniVision OV8850 f/2.0
​Frontkamera: ​13MP Samsung S5K3L8 f/2.2
​Blitz:​Nein
​Fokus:Hauptkamera: CDAF
Frontkamera: Fester Fokus
​Slow Motion:​Nein

​Wer aus welchen Gründen auch immer auf eine exzellente Webcam angewiesen ist, wird mit dem Teclast Master T10 glücklich sein. Die Frontkamera bietet eine Auflösung von satten 13MP und setzt auf einen Samsung S5K3L8 Sensor. Dieser bietet eine für ein China Tablet atemberaubende Bildqualität. Bei Tageslicht sind gestochen scharfe Selfies und qualitativ gute Videos möglich. Was leider fehlt ist ein Fokus. Diesen gibt es nur in der 8MP Hauptkamera, welche zwar auch vergleichsweise gute Bilder liefert, aber bei weitem nicht an die Qualität der Frontkamera herankommt.

Teclast Master T10
Akku

​Kapazität (Angabe): ​8.100mAh
​Kapazität (Gemessen): ​~​8.200mAh
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​​Ja (Pump Express Plus)

​Mit einer Standby Zeit von über 100 Stunden und einer Screen-On Zeit von je nach Nutzung 7 bis 9 Stunden, bietet das Teclast Master T10 eine sehr gute Akkulaufzeit. Wir mussten das Tablet im Alltag rund alle zwei Tage aufladen. Nur wenn wir es mal besonders intensiv zum abendlichen Binge-Watching oder Spielen genutzt haben, mussten wir es vor dem Schlafengehen ans Netzteil hängen. Aufgeladen wird das Teclast Master T10 übrigens per Pump Express Plus. Es lohnt sich also ein entsprechendes Netzteil anzuschaffen, denn dann ist der Akku binnen 3 Stunden und 18 Minuten voll geladen. 60 bis 70% sind sogar schon in etwas mehr als einer Stunde drin. Beim Aufladen wird das Tablet kaum warm.

Teclast Master T10: Fazit

​Das Teclast Master T10 ist ein rundum gelungenes Tablet, welches nicht nur zum Arbeiten sondern auch zum Spielen und Mediengenuss taugt. Die einzigen Schwächen die sich das Tablet erlaubt, sind die Sensorprobleme, verbesserungswürdige HDMI Ausgabe und der veraltete Android Sicherheitspatch. Eventuell gehört auch der Micro SD Kartenleser dazu, doch hier sind wir uns noch nicht sicher, ob es sich um einen Hardware Defekt, ein generelles Hardware Problem oder nur um einen Software Bug handelt. Da diese Schwächen die Funktionalität jedoch kaum einschränken und das Tablet ansonsten voll überzeugt und sehr viel zu bieten hat, gibt es von uns für das Teclast Master T10 trotzdem eine Kaufempfehlung.

Pro Contra
​+ Gute Verarbeitung ​- Lagesensor falsch kalibriert (macht sich in Spielen bemerkbar)
+​​ Super Display mit OGS, Miravision, Lese- und Nachtmodus-​​ Fingerabdruck Sensor unbrauchbar
+​​ Guter Touch Screen mit oleophobischer Beschichtung und kratzfestem Glas-​​ HDMI Ausgabe unterstützt kein 16:9, Ausgabe ruckelt leicht im 4k Modus
+​​ Gute Performance-​​ Android Sicherheitspatch vom April 2017
+​​ Android 7.0-​​ Micro SD Leser funktioniert bei uns nicht (evtl. Defekt)
+​​ Genügend RAM und Speicher-​​ Mikrofon könnte besser sein
+​​ Gute Kühlung, kein Thermal Throttling
​+ Android 7 Nougat (Split Screen)
​+ Guter WLAN Empfang (AC-WLAN)
​+ Hervorragende Bluetooth Reichweite
​+ GPS funktioniert einwandfrei
​+ Sehr gute Stereo Lautsprecher
​+ Guter, kraftvoller Klang am Kopfhörer Anschluss
+ Sehr gute Frontkamera
​+ Lange Akkulaufzeit, kurze Ladezeit