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OUTXE Savage Test: 20.000mAh Power Bank mit Solarzelle

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outxe-savage-power-bank OUTXE Savage

​Smartphones entwickeln sich stetig weiter: Mehr Leistung, mehr Effizienz, immer neue Features. Nur bei den Akkus herrscht Stillstand. Man muss sich nach wie vor zwischen Geräten mit großem Akku (= dickes Gehäuse) und dünneren Smartphones mit kleinerem Akku entscheiden. Und auch wenn dank einer Steigerung der Effizienz die Akkulaufzeit selbst mit leistungsfähigen Prozessoren und einem durchschnittlichen Akku auf einem ordentlichen Niveau liegt, gibt es nach wie vor Situationen in denen einem der Saft ausgehen kann. Da schlanke Akkus mit deutlich höheren Energiedichten nach wie vor auf sich warten lassen, sind Power Banks nach wie vor beliebt. Ist man länger auf Achse, lassen sich mit solch einem Akku Pack das Smartphone oder andere USB Geräte auch ohne Zugang zu einer Steckdose laden.

Amazon ist voll von diversen Angeboten mit teils abenteuerlichen Angaben. Man sollte sich auf diese Angaben allerdings niemals verlassen. Amazon und andere Shops sind voll von Power Banks mit angeblich riesigen Kapazitäten, welche ihre Versprechen jedoch nicht ansatzweise einhalten. Besonders bei großen Kapazitätsangaben in Verbindung mit einem sehr schlanken Gehäuse sollten die Alarmglocken schrillen. Doch es gibt natürlich auch Power Banks, welche tatsächlich eine große Kapazität bieten und entsprechend empfehlenswert sein können. Eines dieser Produkte ist die "Savage" des chinesischen Herstellers OUTXE (Outdoor Extreme Energy). Hierbei handelt es sich um eine "Rugged" Power Bank, welche wasserdicht, staubdicht und stoßfest ist. Ganz nebenbei bietet sie eine Kapazität von 20.000mAh und eine integrierte Solarzelle für den Notfall oder die Verlängerung der Einsatzzeit. Hinzu kommen Quick Charge 3.0 Unterstützung und zwei Eingänge zum Aufladen. Das klingt alles durchaus interessant, doch kann die OUTXE Savage halten, was sie auf dem Papier verspricht? In diesem Test erfahrt ihr es.

OUTXE Savage
Lieferumfang & Varianten

​Die OUTXE Savage ist in verschiedenen Varianten erhältlich. Das Modell mit Solarzelle kostet knapp 49€. Ihr könnt aus einem rein schwarzen Design und einem Design mit roten Eck-Bumpern wählen. Wer auf die Solarzelle verzichten kann, bekommt die OUTXE Savage auch für knapp 40€ in den genannten Farben. Darüber hinaus gibt es noch diverse Modelle mit einer kleineren Kapazität und damit einem schlankeren Gehäuse. Die Power Banks werden direkt aus Deutschland von Amazon versandt. Für euch fallen also keine Zoll- oder Versandkosten an.

​Die OUTXE Savage wird euch in einer schwarzen Box geliefert. Auf deren Oberseite befindet sich das OUTXE Logo sowie ein stilisiertes Gebirge. Der Deckel ist zum Aufklappen gedacht und enthüllt einen sauber strukturierten Lieferumfang. Die Power Bank ist zum Schutz in einer Kunststofftüte verpackt. Darunter befindet sich eine relativ ausführliche Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen inklusive Deutsch (nicht perfekt aber gut verständlich). Eine positive Überraschung sind diverse Beigaben. Ihr bekommt nicht nur je ein USB Typ-C und Micro USB Kabel zum Aufladen, sondern auch zwei lange Trageschlaufen (zwei Kurze befinden sich ab Werk an der Power Bank) und zwei Karabiner. Letztere ermöglichen das Anhängen der Power Bank an z.B. einen Rucksack. Das ist praktisch, da man diese so über die Solarzelle z.B. beim Wandern direkt aufladen kann.

OUTXE Savage
Design & Stabilität

​Die OUTXE Savage macht direkt von Beginn an einen wuchtigen und stabilen Eindruck. Das Gehäuse besteht aus sehr dickem Kunststoff und wird an den Ecken von dicken Gummipolster geschützt. Diese fangen bei einem Sturz auf die Ecken die punktuell einwirkende Energie auf und verhindern so Schäden. Das Gehäuse wird zudem von 10 Schrauben fest verschlossen, kann also nicht aufspringen. Mehrere Sturztests aus einem Meter Höhe auf diverse Untergründe hat die Power Bank ohne nennenswerte Schäden überstanden. Schrammen im Kunststoff lassen sich natürlich nicht vermeiden, haben aber keinen Einfluss auf die Funktion. Die Solarzelle ist recht kratzfest, wird aber auch durch eine leicht vertiefte Positionierung gut geschützt.

​Auf der Oberseite der OUTXE Savage findet man im oberen Bereich das Herstellerlogo und direkt darunter einen großen runden Taster. Mit je drei LEDs auf dessen rechten und linken Seite. Unten sind dann noch diverse Zertifizierungs-Logos sowie die wichtigsten Eckdaten aufgedruckt (Modellnummer, Spannung, Strom etc.). An den Seiten findet man dann Gummikappen unter denen sich die Anschlüsse befinden. Die obere Seite beherbergt die Ausgänge zum Laden von Endgeräten. Links sind die Eingänge zum Laden der Power Bank platziert worden. Auf der unteren Seite befindet sich dann noch eine LED Leiste mit 6 hellen LEDs. Die Abmessungen der Power Bank belaufen sich auf 170 x 86,4 x 29,5mm. Das Gewicht beträgt stattliche 536g.

​Die OUTXE Savage Power Bank ist nach IP67 zertifiziert. Die 6 bedeutet, dass die Power Bank vollständig staubdicht ist. Die 7 sagt aus, dass die Power Bank einen Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen bietet. Die Wassertiefe ist dabei auf maximal einen Meter und die Dauer auf 30 Minuten festgelegt. Wir haben die Dichtigkeit mehrfach getestet und hatten keinerlei Probleme. Bei einem Unwetter lag die Power Bank eine ganze Nacht draußen bei starkem Regen und funktionierte am nächsten Tag einwandfrei. Ein 10-minütiger Tauchgang im Waschbecken mit einer Tiefe von ca. 15cm verlief auch ohne negative Vorkommnisse. Es ist aber wichtig, dass die Schutzkappen fest verschlossen sind. Die USB Anschlüsse selbst sind nämlich nicht dicht. Sollte hier Wasser eindringen, könnt ihr euch von der Power Bank verabschieden.

OUTXE Savage
Messergebnisse

Kapazität

​Kommen wir nun zum wichtigsten Teil der Power Bank: Wie viel Kapazität hat sie tatsächlich und wie werden Endgeräte geladen? Um diese Details zu ermitteln, haben wir die Power Bank einen ganzen Monat lang im Alltag getestet. Beginnen wir einmal mit der Kapazität. Die 20.000mAh die OUTXE bewirbt stimmen annähernd. Die Kapazität haben wir über ein externes Amperemeter verifiziert. Diese liefern recht genaue Messergebnisse, haben aber eine Toleranz von bis zu 10%. In unserer Messung konnten wir ein Ergebnis von 18.700mAh ermitteln. Damit liegen wir im Bereich der Toleranz. Zudem muss bedacht werden, dass die Akkus in der Power Bank nicht vollständig entladen sind, wenn diese einen Akkustand von 0% anzeigt. Unterm Strich darf man also von einem echten 20.000mAh Akku ausgehen. Im Inneren der Power Bank stecken übrigens zwei 10.000mAh Lithium Polymer Pouch Zellen.

Auch die Anzahl der Ladezyklen für ein Smartphone mit 4.000mAh Akku bestätigt die angegebene Kapazität. Wir haben getestet, wie oft wir ein Xiaomi Mi A2 Lite (4.000mAh) mit einer voll geladenen Power Bank aufladen können. Viermal wurde das Smartphone vollständig aufgeladen. Danach wurden noch einmal 50% erreicht, dann war die Power Bank leer.

Ausgänge

​Die OUTXE Savage bietet zwei USB Anschlüsse zum Aufladen von Endgeräten. Die Anschlüsse werden intelligent gesteuert und erkennen automatisch, wie viel Strom ein Gerät maximal ziehen kann und liefern die entsprechenden Werte. Die maximale Stromstärke beträgt 2,4A wie angegeben. Einer der beiden Anschlüsse (grün gefärbt) bietet Unterstützung für Qualcomm Quick Charge 3.0 mit 12V/1,5A, 9V/2A und 5V/3A. Im Test hat Quick Charge mit verschiedenen Geräten einwandfrei funktioniert. Die Ladezeit entsprach dem, was man auch mit dem originalen Netzteil erreicht.

Eingänge

​Die OUTXE Savage Power Bank bietet zwei Eingänge zu Aufladen: Einen USB Typ-C Anschluss und einen Micro USB Port. Über den Typ-C Anschluss kann man die Power Bank mit 5V und maximal 3A laden. Der Micro USB Anschluss unterstützt maximal 5V und 2A. Das Besondere: Man kann beide Anschlüsse gleichzeitig verwenden und die Power Bank somit besonders schnell aufladen. Unsere Ladetests haben folgende Werte ergeben:

  • ​USB Typ-C 5V/3A: 12 Stunden
  • Micro USB 5V/2A: 14 Stunden
  • Micro USB + Typ-C: 6,5 Stunden

Beim Aufladen erwärmt sich die Power Bank bei Nutzung eines Anschlusses überhaupt nicht. ​Nutzt man beide Anschlüsse mit maximaler Leistung wird sie handwarm. Das Infrarot Thermometer ermittelt an der wärmsten Stelle 38°C. Der hohe Ladestrom scheint also weder die Lithium Polymer Zellen noch die Elektronik der Power Bank zu überfordern.

Solarzelle

​Die verbaute Solarzelle der Power Bank kann unter Idealbedingungen eine Leistung von 2 Watt liefern. Dass die Solarzelle nicht dafür taugt, die Power Bank komplett aufzuladen, sollte jedem klar sein. Wir haben uns den Spaß einmal erlaubt und können als ungefähren Wert eine Ladezeit von 70 Stunden angeben. Wohl bemerkt handelt es sich dabei um 70 Stunden kontinuierliche Sonneneinstrahlung. Im Bestfall dauert es also 6 Tage um die Power Bank nur mit der Solarzelle voll aufzuladen. In der Realität wird es länger dauern, da die Sonne nicht immer scheint und man auch nicht konstant für eine optimale Einstrahlung sorgen kann.

Dennoch ist die Solarzelle der OUTXE Savage keineswegs nutzlos. Wenn man die Power Bank wan immer möglich an die Sonne legt oder sie beim Wandern mit den beigelegten Karabinern an einem Rucksack befestigt, verlängert die Solarzelle die Nutzungsdauer der Power Bank spürbar. Ein zusätzlicher Zyklus für ein 3.000mAh Smartphone ist in unseren Augen ein realistischer Wert. Und im Notfall kann sie ebenfalls äußerst nützlich sein. An einem Tag packt die Solarzelle genügend Strom in die Power Bank um ein Smartphone eine Weile versorgen zu können. So kann man eine wichtige Information abrufen oder einen Notruf absetzen. Eine durchschnittliche Smartwatch lässt sich sogar vollständig mit der Energie aufladen, welche die Power Bank an einem Tag sammelt.

Taschenlampe

​Große Power Banks bieten oftmals eine integrierte Taschenlampe - so auch die OUTXE Savage. Im Gegensatz zu vielen anderen Produkten ist die hier verbaute Lampe jedoch mehr als eine "Notfunzel". OUTXE verpasst der Savage gleich 6 relativ große LED Chips die eine beachtliche Leuchtkraft erzielen. Das was hier verbaut wird kann man tatsächlich als Taschenlampe bezeichnen. Wir haben uns mal testhalber nachts in den Wald gewagt und konnten mit der OUTXE den Weg problemlos ausleuchten. Hier wird locker das Niveau günstiger Fahrradlampen erreicht, was für eine Power Bank doch beachtlich ist. Vorsichtshalber solltet ihr die Lampe aber nicht länger als nötig laufen lassen. Die Abwärme der LEDs ist deutlich spürbar und soweit das zu erkennen ist, gibt es keinen Kühlkörper. Der Lebensdauer dürfte das nicht zuträglich sein.

OUTXE Savage Fazit

​Die OUTXE Savage: Top oder Flop? Ganz klar Top! Wir haben es hier mit einer grundsoliden Power Bank zu tun, an der es nichts auszusetzen gibt. Die versprochenen Werte werden eingehalten und es gibt keine gravierenden technischen Probleme. Die Unterstützung von Quick Charge 3.0 bietet schnelles Aufladen für unterwegs. Sicherlich gibt es noch etwas schlankere Vertreter ihrer Art, doch diese bieten keinen Schutz gegen Wasser und Stürze.

Gibt es auch Kritikpunkte? Ja, allerdings nur geringfügige. Die Gummistopfen auf den Anschlüssen sitzen extrem fest, sodass man sie am Anfang kaum aufbekommt. Andererseits ist dieser Punkt im Sinne der Dichtigkeit gar nicht so schlimm, denn ein versehentliches Öffnen der Dichtung ist so völlig ausgeschlossen. Ein weiterer Punkt den OUTXE verbessern könnte ist die automatische Erkennung eines abgeschlossenen Ladevorgangs. Die Power Bank schaltet automatisch ab, wenn das Aufladen beendet ist. Das funktioniert aber bei Geräten mit kleinem Akku bzw. geringer Stromaufnahme nicht zuverlässig. Der Ladevorgang einer Magic Mouse wurde so schon bei einem Stand von 93% beendet. Zum Aufladen kleiner Gadgets eignet sich die Power Bank also nur bedingt.

Unterm Strich ist die OUTXE Savage für alle die viel im Freien unterwegs sind eine sehr gute Wahl. Ob man dabei zum Modell mit oder ohne Solarzelle greift, bleibt jedem selbst überlassen. Lohnen tut sich das Modell mit Solarzelle nur dann, wenn man die Möglichkeit hat die Power Bank lange an die Sonne zu legen.

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