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Oukitel U10 im Test: Die Alternative zu Meizu M2 Note und Lenovo K3 Note?

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Oukitel U10 im Test: Die Alternative zu Meizu M2 Note und Lenovo K3 Note?

Oukitel zählt derzeit zu den aufstrebenden Smartphone Herstellern aus Fernost. Das Unternehmen ist noch gar nicht so lange auf dem Markt, hat aber trotzdem schon eine ganze Menge Fans um sich scharen können. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Oukitel bisher für kaum Negativschlagzeilen gesorgt hat und auch sehr interessante Geräte anzubieten hat.

Vor allem was Design und Verarbeitung angeht, versucht Oukitel der Konkurrenz immer eine Schippe draufzusetzen. So ist es im Oukitel-Lineup quasi normal, dass die Smartphones zu einem großen Teil aus Metall bestehen. Das ist etwas, was die meisten anderen Hersteller bis heute nicht schaffen, und solche Merkmale ziehen Kunden eben an.

Mit dem Oukitel U10 will der Hersteller aber nun endgültig zeigen was man wirklich drauf hat. Erinnert ihr euch noch an das Ecoo E04 Plus? Das Teil war ja damals ein richtiger Knüller und erfüllte so ziemlich alle Wünsche zu einem wirklich guten Preis. Nun, das Oukitel U10 ist quasi die offizielle Ablösung und in meinen Augen sogar noch eine Ecke besser umgesetzt als damals das E04 Plus. Warum ich so denke? Das erfahrt ihr im folgenden Review.

[alert style="warning"]Dieses Review wurde von Gearbest gesponsert!
Das Review spiegelt unabhängig davon die Meinung des Autors wieder. Der Sponsor hat zu keinem Zeitpunkt Einfluss auf die Bewertung.[/alert]

https://www.youtube.com/watch?v=odeRWYl6JRQ

Lieferumfang

Ihr bekommt das Oukitel U10 in einem knallig-orangenem Karton geliefert der auf der Front lediglich ein Oukitel Logo trägt und auf der Unterseite die üblichen Informationen zur Ausstattung kund tut. Der Deckel wird nach Oben hin aufgezogen und enthüllt das Smartphone. Dieses befindet sich gut geschützt in einer mit Luft gefüllten Plastiktüte die wiederum in einen Rahmen aus Pappe eingebettet ist. Eine Beschädigung beim Transport ist so quasi unmöglich.

https://www.youtube.com/watch?v=Lj0E-LCa4cI

Darunter befindet sich eine Klappe unter der sich das Zubehör befindet. Dazu gehören ein Netzteil mit deutschem Stecker und 1A Ausgangsstrom sowie ein weißes und recht langes Micro USB Kabel. Eine Schnellstartanleitung gibt es ebenfalls welche auch mehrsprachige Sicherheitshinweise enthält – auch in Deutsch.

Design

Jedes Oukitel Smartphone hat sich bisher durch ein besonderes Design ausgezeichnet und so ist es nicht verwunderlich, dass auch das Oukitel U10 keine Ausnahme bildet. Mir wurde von Gearbest die goldene (alias Champagne) Version zugestellt, welche ich für die schönste Variante halte. Diese verfügt über eine weiße Front und eine dezent goldene Rückseite. Es gibt auch eine Version mit schwarzer Front und silberner Rückseite.

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Optisch ist das Oukitel U10 gerade für seinen Preis von 160 US Dollar ein echter Hingucker. Die Front besteht aus Glas mit einer leichten Wölbung an den Kanten, was sowohl optisch als auch haptisch einen sehr guten Eindruck hinterlässt. Die Rückseite und auch der Rahmen bestehen zum Großteil aus stabilem Metall. Lediglich die zwei Abdeckungen auf der unteren und oberen Seite sind aus Kunststoff gefertigt, denn hier verbergen sich die Antennen.

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Das Oukitel U10 ist außerdem angenehm schlank. Das Gehäuse ohne Kamera ist nur 7,9mm dünn. Mit Kamera sind es 9,5mm. Um das Smartphone herum finden man von vorne betrachtet links den SIM Slot. Es handelt sich um einen Kombo-Slot der entweder zwei Micro SIM Karten oder eine Micro SIM Karte und eine Micro SD Karte aufnehmen kann.

Auf der unteren Seite findet man den Micro USB Anschluss mit OTG Unterstützung und das Sprachmikrofon. Rechts befinden sich eine Lautstärkewippe und der Einschalter. Beide Tasten bestehen aus Metall, haben aber ein leichtes Spiel. Trotzdem hört man beim Schütteln keine Geräusche. Der Druckpunkt ist angenehm. Oben befindet sich dann noch ein 3,5mm Kopfhörer Anschluss.

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Ein paar Kritikpunkte die ich am Design gefunden habe betreffen zum einen die Front, genauer die Touch-Buttons unter dem Display. Diese sind bei Tageslicht nämlich überhaupt nicht sichtbar. Lediglich im Dunklen kann man ein ganz schwaches Leuchten erkennen. Außerdem schließen die Kunststoffabdeckungen nicht bündig mit dem Teil ab der aus Metall gefertigt ist. Man spürt hier eine leichte Stufe. Außerdem fällt auf, dass bei der Kamera, die zu einer Hälfte vom Kunststoff eingefasst ist und zur anderen Hälfte vom Metall, die Wölbung nicht gleich gestaltet ist. Beim Kunststoffteil ist die Kante abgeflacht, beim Metallteil nicht. Optisch beißt sich das leicht. Ja, das alles ist bei dem Preis Meckern auf hohem Niveau, aber es ist nun mal mein Job zu meckern denn es gibt mit Sicherheit Leute die genau das stören wird.

Ansonsten habe ich an der eigentlichen Qualität aber nichts auszusetzen. Das Smartphone lässt sich null biegen, es macht beim Schütteln keine Geräusche und bei Druck knarzt auch nichts. Somit wirkt das Gerät dann doch für den Preis überraschend hochwertig und mir ist derzeit nichts Vergleichbares bekannt.

Display

Eine weitere Überaschung gibt es beim Display, denn hier kommt ein 5,5“ Full HD Panel zum Einsatz. Es handelt sich dabei sogar um ein hochwertiges Marken-Panel von JDI, welches sich in meinen Augen keinesfalls hinter den Display verstecken muss die aktuelle Flaggschiffe zu bieten haben. Hier wird auch nicht getrickst, denn es kommt kein Pentile-Raster zum Einsatz, womit eine sehr hohe Schärfe erreicht wird und Pixel so quasi nicht sichtbar sind. Auch Farben, Kontrast und Helligkeit gefallen mir sehr gut, die Ablesbarkeit im Freien ist kein Problem. Die automatische Helligkeitsregelung funktioniert zuverlässig. Das Einzige was ich persönlich noch vermisse ist Mediatek MiraVision, was Oukitel im Moment nicht implementiert hat.

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Gemischte Gefühle habe ich beim Touchscreen. Prinzipiell funktioniert dieser perfekt. Er ist präzise, schnell und verfügt über eine sehr glatte Oberfläche über die der Finger mühelos gleitet. Leider hat mein Testgerät allerdings mit Ghost Touches zu kämpfen. Diese treten komischerweise nicht immer auf, sondern nur bei extremer Kälte oder Hitze. Es scheint fast so als ob da am Controller irgendwo eine defekte Lötstelle ist. Wie auch immer, es handelt sich dabei um einen Einzelfall, denn bisher konnte ich noch keinen finden der das gleiche Problem hat.

Hardware

Das Oukitel U10 kommt mit typischer Mittelklasse Hardware daher. Wir haben es hier also mit einem Mediatek MT6753 Chipsatz zu tun, mit dem ich ja auch schon im Meizu M2 Note die Ehre hatte. Wie im Gerät von Meizu kommt auch im Oukitel U10 die 1,3GHz Variante des Chips zum Einsatz. Es handelt sich natürlich um einen 64-Bit SoC mit 8 Kernen. Als GPU kommt eine Mali T720 mit 4 Clustern zum Einsatz.

Oukitel wäre aber nicht Oukitel, wenn es nicht auch bei der Hardware die ein oder andere Besonderheit geben würde. Diese Besonderheit ist hier der RAM. Oukitel verbaut hier nämlich gleich 3GB, womit sich das U10 definitiv auf Höhe der Zeit bewegt und selbst anspruchsvolle Multitasker zufriedengestellt werden. Der interne Speicher beschränkt sich leider auf die standardmäßigen 16GB, was gerade aufgrund des Kombo Slots schade ist. Zur Erinnerung: Wer Dual SIM verwendet, der kann den Speicher nicht aufrüsten!

Eine weitere Besonderheit findet man dann bei den Sensoren. Hier ist nämlich ein Magnetkompass vorhanden. Ja, das ist öfter der Fall, aber oft funktionieren diese Sensoren in dieser Preisklasse nicht korrekt. Und genau das ist hier anders. Der Kompass funktioniert astrein und zuverlässig. Da frage ich mich mal wieder: Warum nicht immer so, liebe Chinesen?

Die dritte Besonderheit ist der Fingerprint Sensor auf der Rückseite. Ja, das Feature findet man mittlerweile ja sogar in noch günstigeren Smartphones, aber die Frage ist auch immer wie gut so ein Sensor funktioniert. Und genau da bin ich beim Oukitel U10 schwer begeistert. Es genügt den Sensor ganz kurz mit der Fingerspitze anzutippen, und schon schaltet sich das Smartphone an und ist entsperrt. Meistens geht das innerhalb von weniger als einer Sekunde von statten und die Ausfallrate liegt dabei bei nicht mehr als 1 bis 2%. Ich würde den Sensor absolut auf dem Niveau vom OnePlus 2 einordnen, was ich in der Preisklasse von 160 US Dollar schon für eine beachtliche Leistung halte.

Bezüglich der Performance schlägt sich das Oukitel U10 mit dieser Ausstattung recht gut. Klar, für Spiele ist das Gerät eher weniger geeignet, zumindest nicht für die neuesten 3D Titel. Dafür schlägt es sich aber im Alltag sehr gut. Alle Apps laufen stets flüssig und auch das Surfen im Netz geht flott von statten, auch wenn man im Hintergrund noch 10 andere Apps laufen hat. Das Smartphone läuft sogar noch eine ganze Ecke flüssiger als das Meizu M2 Note, was mal wieder ein starker Seitenhieb in Richtung Meizu ist doch endlich mal Flyme OS ordentlich auf Performance zu optimieren.

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Software

Das Oukitel U10 wird mit Android 5.1 ausgeliefert und befindet sich damit auf einem aktuellen Stand. Gleich zu Beginn will ich aber eine Schwachstelle ansprechen, und das ist eine fehlende Absicherung gegen die Stagefright Lücke. Diesbezüglich wurde zwar viel Panikmache betrieben, was aber nicht bedeutet, dass die Lücke nicht bei aktuellen Smartphones geschlossen gehört. Hier hätte Oukitel definitiv schneller reagieren sollen. Immerhin: Mit dem nächsten Update soll die Lücke geschlossen werden, das wurde mir im Gespräch mit dem Hersteller zugesichert.

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Android 5.1 läuft auf dem Oukitel U10 größtenteils unangetastet. Es wurde lediglich der Launcher ausgetauscht und in den Einstellungen gibt es ein paar Extras. Der Launcher kommt ohne einen App Drawer aus und erinnert damit etwas an iOS oder MIUI. Wem das nicht gefällt, der kann natürlich jederzeit einen Launcher seiner Wahl nachinstallieren.

In den Einstellungen findet man an außergewöhnlichen Menüpunkten die Einstellungen für Hotknot, was vom Digitizer des Handsets unterstützt wird, Einstellungen für Systemgesten (3-Finger Screenshot, Double Tap to Lock, 2-Finger Lautstärkeregelung), sowie Off-Screen Gesten. Außerdem kann man noch eine Funktion aktivieren die Wischgesten mit der Hand über dem Smartphone erkennt. Leider wurde diese Funktion nur halbherzig ohne dedizierten Sensor umgesetzt und ist damit eher nicht zu gebrauchen.

Bei der Optimierung hat Oukitel offenbar sehr gute Arbeit geleistet, denn das System lief bei mir durchgehend sehr flott und stabil. Das macht sich auch im RAM Verbrauch bemerkbar. Meistens stehen einem um die 2GB an freiem Arbeitsspeicher zur Verfügung, was wirklich mehr als genug ist. Selbst mit 15 geöffneten Apps auf einmal hat das Gerät keine Probleme und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.

Empfang

Kommen wir nun zum Kernstück eines jeden Smartphones, und das ist der Empfang. Beginnen wir zunächst mit dem Mobilfunkempfang. Hier muss ich sagen, dass ich nicht ganz so begeistert war. Zwar funktioniert der 3G und 4G Empfang zumeist einwandfrei, jedoch ist die Signalstärke immer etwas geringer als bei anderen Geräten mit sehr guten Antennen. Zum Problem wird das aber nur in Gegenden, wo das 3G und 4G Signal ohnehin recht eingeschränkt ist. Beim reinen GSM Empfang konnte ich dagegen keine Probleme feststellen.

Bei WLAN und Bluetooth gab es dagegen keinerlei Einschränkungen. Im Gegenteil, hier wurden sogar Top-Ergebnisse erreicht. Sogar in Räumen wo die meisten Geräte die Verbindung zum Router verlieren konnte ich mit dem Oukitel U10 noch in annehmbarer Geschwindigkeit surfen.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Leistung des GPS. Hier wird neben GPS und A-GPS auch GLONASS unterstützt, wobei sich das Gerät dank einer ordentlichen Antenne nicht hinter der Konkurrenz mit Qualcomm-Herz verstecken muss. Ich konnte problemlos binnen weniger Sekunden einen Fix für 17 Satelliten mit einer Genauigkeit von 1 Meter erreichen. Im Praxistest gab es sowohl beim Navigieren als auch beim Tracking keinerlei Probleme. Das GPS ist sogar so genau, dass gefahrene Schlangenlinien auf der Straße abgebildet werden. Hier hat Oukitel wirklich ganze Arbeit geleistet.

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Audio

Beim Telefonieren klingt das Oukitel U10 leider etwas dumpf, und zwar auf beiden Seiten. Das Gesprochene bleibt aber trotzdem gut verständlich und der Telefonhörer ist sehr laut. Es handelt sich also nur um einen Schönheitsfehler.

Überraschend gut klingt der Lautsprecher auf der Rückseite. Er erreicht eine beachtliche Lautstärke und hat sogar eine leichte Basswiedergabe zu bieten. Ein Übersteuern konnte ich bisher nicht feststellen. Über Kopfhörer klingt das Gerät ebenfalls sehr gut. Die Ausgabe ist laut, kraftvoll und ausgewogen. Störgeräusche sind nicht zu erkennen. Mit Kopfhörern die über eine Fernbedienung verfügen kommt das Oukitel U10 ebenfalls klar.

Kamera

Bei der Kamera hat das Oukitel U10 eine weitere Besonderheit zu bieten. Die Rückkamera basiert nämlich nicht auf irgendeinem Sensor, sondern auf dem Samsung ISOCELL 3M2 Sensor mit 13 Megapixel Auflösung. Dieser Sensor erfreut sich in letzter Zeit recht großer Beliebtheit, ist aber definitiv eine Seltenheit in Smartphones unter 200 US Dollar. Derselbe Sensor kommt z.B. auch im Oppo R7 zum Einsatz.

Doch der Sensor macht bekanntlich noch lange keine gute Kamera aus. Es kommt auch auf die Linse an, am meisten jedoch auf die Software die sich um die Verarbeitung des Bildsignals kümmert. Wie also schlägt sich das Oukitel U10 im Alltag? Nun, ich würde einmal behaupten, dass es eine ganz gute Figur macht. Zwar reicht die Qualität nicht an die Kamera des Meizu M2 Note oder Lenovo K3 Note heran, schöne Bilder kann man aber damit allemal knipsen.

Besonders gut schlägt sich die Kamera bei Nah- und Makroaufnahmen. Bilder werden hier sehr scharf und Detailreich abgelichtet. Auch wenn man den Blitz verwendet, werden die Bilder dabei nicht überbelichtet.

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Doch auch – Überraschung – Nacht- und Dämmerungsaufnahmen gelingen sehr gut. Die Kamera ist recht lichtstark und erzeugt, eine ruhige Hand vorausgesetzt, gute Aufnahmen bei Dämmerung. Besonders im HDR Modus lassen sich hier richtig schicke Aufnahmen anfertigen.

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Reine Bilder mit Blitz gelingen auch überraschend gut, denn der Doppel-LED Blitz leistet in Kombination mit der lichtstarken Kamera eine gute Arbeit und erzeugt selbst von recht großen Räumen noch akzeptable Aufnahmen.

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Leicht enttäuschend sind dagegen normale Landschaftsaufnahmen. Hier macht sich eine gewisse Unschärfe im Bild breit, was dazu führt, dass viele Details verloren gehen. Hier kann Oukitel aber noch viel per Software korrigieren, und ich hoffe, dass genau das auch noch getan wird, denn die Kamera hat offensichtlich viel Potential von dem die Hälfte derzeit ungenutzt im Handset schlummert.

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Video Aufnahmen fertigt das Oukitel U10 in 1080p Auflösung an. Die Videos sind schön scharf und bieten eine gute Farbwiedergabe. Weniger gut hat mir die Tonqualität gefallen, denn die Tonspur ist deutlich zu leise, was wohl auch daran liegt, dass hier nur ein einziges Mikrofon verbaut wird.

https://www.youtube.com/watch?v=RiQQ0QK_so0

Die Frontkamera erzeugt Bilder mit 8 Megapixel Auflösung und schlägt sich ebenfalls nicht schlecht. Zwar mangelt es auch ihr etwas an Schärfe, aber wenigstens rauscht sie selbst bei schlechten Lichtverhältnissen kaum, was in der Preisklasse eine echte Seltenheit ist.

Akku

Im Oukitel U10 wird ein Akku mit 2.850mAh Kapazität verbaut. Dieser kann leider nicht gewechselt werden, was ich schade finde. Gerade in so einem Fall ist es aber wichtig, dass ein Akku eine Weile hält, denn nur so kann man Zyklen sparen und die Lebensdauer des Akkus verlängern.

Die Akkulaufzeit ist hier glücklicherweise auch gar nicht schlecht, was natürlich auch an dem sehr effizienten SoC liegt. Die Screen-On Time liegt bei 6 Stunden und 42 Minuten, gemessen mit Geekbench 3 – und wohlbemerkt lasse ich den Akkutest ohne die „Screen-Dim“ Funktion laufen, sondern setze die Displayhelligkeit auf Automatik, so wie ich das auch im Alltag mache. Das ist kein schlechtes Ergebnis und spiegelt sich auch im Alltag wieder, denn mit einer Akkuladung komme ich problemlos über den Tag, ja sogar ein Stückweit in die Nacht hinein, und das trotz intensiver Nutzung.

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Kritik gibt es aber beim Aufladen. Das mitgelieferte Netzteil liefert nur 1A Ausgangsstrom, und damit dauert das Laden mit 3 Stunden eine gefühlte Ewigkeit. Noch dazu kann man das Gerät während dem Laden nicht verwenden, denn es entlädt sich dann wieder. Abhilfe schafft ein stärkeres Netzteil, was dann auch die Ladegeschwindigkeit erhöht. Warum Oukitel am Netzteil gespart hat, erschließt sich mir leider nicht.

Oukitel U10 Test: Fazit

Das Oukitel U10 ist definitiv ein gelungenes Budget Smartphone mit dem Oukitel zeigt was sie können. Das Gerät ist bis auf ein paar Kleinigkeiten rundum gelungen und stellt zum Preis von 160 US Dollar ein gelungenes Gesamtpaket dar. Die größten Überraschungen im Test waren für mich das schöne Display, die gute Verarbeitung und die überraschend gute Kamera.

Das Oukitel U10 ist damit die aktuell größte Konkurrenz für das Lenovo K3 Note und das Meizu M2 Note, denn es hat einfach noch einen Tick mehr zu bieten, wenngleich man sich das durch ein paar Mängel erkauft. Hier kommt es dann eben wieder auf die eigenen Bedürfnisse an, welches Gerät letztlich die bessere Wahl ist.

Oukitel hat mich also diesmal überzeugen können und ich freue mich schon darauf mehr von dieser Marke zu sehen.

Das Oukitel U10 bei unseren Partnern

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