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Oukitel K8000 Test

Oukitel K8000

​Der Akku-Monster Spezialist Oukitel hat wieder ein neues Smartphone am Start, welches wir wieder einem mehr als einwöchigen Alltagstest unterzogen haben. Das Oukitel K8000 bringt eine interessante Ausstattung mit, denn hier sorgt nicht nur ein 8.000mAh Akku für eine lange Laufzeit, sondern auch ein stromsparendes AMOLED Display. Ob diese Kombination die Erwartungen erfüllen kann, und ob die rund 180€ für das Oukitel K8000 gut angelegt sind, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Das Oukitel K8000 wurde uns für den Test direkt vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Der grüne Button führt euch zur deutschen Gearbest Seite, wo es das Smartphone hin und wieder schon ab 170€ gibt.

Oukitel K8000
Verpackung & Lieferumfang

​Das Oukitel K8000 wird euch in einer schwarzen Box geliefert, welche wieder sehr schlicht gestaltet ist. Das Smartphone selbst befindet sich ab Werk in einer transparenten Schutzhülle. Auf dem Display befindet sich bereits eine Schutzfolie. Weiterhin liegt eine Garantiekarte und eine kurze Anleitung in den wichtigsten Sprachen bei. In separaten Boxen findet man einen Micro USB auf Typ-C Adapter und eine SIM Nadel. Außerdem gibt es noch ein Micro USB Daten- und Ladekabel, sowie einen Fast-Charger mit 9V / 2A und einem deutschen Stecker mit dazu.

Oukitel K8000
Design & Verarbeitung

​In der Vergangenheit haben wir Oukitel öfters mal für die Verarbeitung seiner Smartphones kritisiert. Dabei ging es vor allem darum, dass man immer noch auf billig wirkende Plastik Kappen für die Antennen gesetzt hat. Diese Zeiten sind eigentlich vorbei, doch Oukitel hielt weiterhin daran fest. Mit dem Oukitel K8000 hat sich das allerdings geändert. Hier setzt man nun auf ein vollständiges Metallgehäuse, welches über saubere Antennenlinien verfügt, welche durch ihre Färbung nur bei genauem Hinschauen auffallen. Streichen können hätte Oukitel jedoch die Rille, welche sich am Übergang von Rückseite zum Rahmen einmal um das gesamte Smartphone zieht. Optisch wirkt das zwar ganz nett, doch in der Hand fühlt sie sich doch ziemlich "kantig" an.

Was beim Oukitel K8000 sofort auffällt ist das Gewicht. Mit 233g bringt der 5,5-Zöller doch einiges auf die Waage. Doch das war zu erwarten. Ein großer Akku bringt eben auch ein entsprechendes Gewicht mit sich. Dafür ist die Dicke relativ gemäßigt. Das Gehäuse bringt es auf 10,8mm ohne Kameramodul. Durch das hohe Gewicht und die Gehäusedicke in Kombination mit dem Metall, wird in der Hand ein grundsolider Eindruck erzeugt. Und tatsächlich ist das Oukitel K8000 ziemlich robust gebaut. Setzt man sich versehentlich darauf, sind hier keine Schäden zu erwarten. Das ist aber auch wünschenswert, denn ein so großer Akku will gut geschützt sein.

Das Oukitel K8000 ist noch mit einem 3,5mm Anschluss ausgestattet, welchen man auf der oberen Seite platziert hat. Der USB Anschluss befindet sich unten. Leider hat man sich hier für einen Micro USB Port entschieden, was wir mittlerweile durchaus als Kritikpunkt ansehen. Da sich Typ-C langsam als Standard durchsetzt, gibt es einfach keinen triftigen Grund mehr, noch einen Micro USB Port einzusetzen. So erzeugt man in der Kabel-Schublade des Kunden nur Chaos. Ansonsten findet man am Oukitel K8000 noch eine Lautstärkewippe und einen rot umrandeten Power Button auf der rechten Seite, sowie links den Dual Nano SIM / Micro SD Hybrid Slot.

Da das Oukitel K8000 im 16:9 Format daher kommt, findet man auf der Front Kinn- und Stirnbereiche in "Normalgröße" vor. Die linken und rechten Bezels sind für ein Akkumonster jedoch vergleichsweise schlank. Unter dem Display findet ein Home Button platz, dem jedoch keine echte Taste zu Grunde liegt. Leider hat man sich gegen Touch Buttons zur Navigation entschieden. Stattdessen gibt es On-Screen Tasten. Man kann das Oukitel K8000 zwar auch über den Home Button steuern, doch das funktioniert nur eingeschränkt, da je nach Konfiguration immer ein Feature fehlt. Auf die On-Screen Tasten kann man also nicht vollständig verzichten. Immerhin ist aber eine Benachrichtigungs LED vorhanden. Diese blinkt bei Benachrichtigungen blau, leuchtet beim Laden rot und bei abgeschlossenem Ladevorgang grün.

Oukitel K8000
Display

​Größe: ​5,5" (16:9)
Auflösung:​ ​1280 x 720
Technologie​:​Samsung AMOLED
​Anzahl Berührungspunkte:​5
Gehärtetes Glas:​​Nein
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Nein

​Das Oukitel K8000 ist das erste Akku Monster von Oukitel, welches auf ein AMOLED Display setzt. AMOLED Displays können je nach dargestelltem Inhalt deutlich effizienter Arbeiten als ein LCD Display, da nur die Bereiche leuchten, welche auch aktiv sind (jedes Sub-Pixel ist eine LED). Das im Oukitel K8000 verbaute AMOLED Display stammt von Samsung. Es handelt sich allerdings nicht um ein High-End Panel. Die Größe beträgt 5,5 Zoll, die Auflösung 1280 x 720 Pixel. Keine Sorge, die relativ niedrige Auflösung bemerkt man gar nicht so sehr. Die Darstellung ist trotzdem relativ scharf. Der Kontrast ist natürlich sehr gut und die Farbdarstellung recht intensiv, dank Miravision Unterstützung aber nicht zwingend unnatürlich. 

Schwächen zeigt das Panel bei der Darstellung trotzdem. Das gilt aber nur für geringe Helligkeit und große, gleichfarbige Flächen. Hier zeigt sich bei manchen Farben eine gewisse Körnigkeit bzw. leichte Linien im Bild. Am ehesten ist dies bei Grautönen und weißen Flächen zu erkennen. Wer schon ein Smartphone mit POLED Display in der Hand hatte (z.B. das Xiaomi Mi Note 2), der weiß was wir meinen. Im großen und ganzen ist das kein gravierendes Problem, sondern eher ein geringfügiger optischer Mangel. Beheben lässt sich das Phänomen durch einfaches Erhöhen der Displayhelligkeit.

Überraschend hoch ist übrigens die maximale Helligkeit des AMOLED Panels im Oukitel K8000. Gerade in billigen Smartphones zeigen AMOLED Displays hier oftmals schwächen und kommen nicht so recht gegen helles Sonnenlicht an. Das Oukitel K8000 dagegen wird hell genug um auch in dieser Situation noch ausreichend gut lesbar zu bleiben. Etwas weniger aggressiv könnte die automatische Regelung der Helligkeit sein. Das Oukitel K8000 dreht für unseren Geschmack etwas zu schnell auf volle Helligkeit auf.

Beim Touchscreen handelt es sich um eine 5-Punkt Einheit, welche recht gut funktioniert. Die Auflösung ist ausreichend hoch für flüssiges Scrollen und feine Bewegungen. Die Genauigkeit geht ebenfalls in Ordnung. Eine leichte Eingabeverzögerung ist aber spürbar - auch beim Tippen. Nicht so gut gefällt uns diesmal das Displayglas. Das Oukitel K8000 bietet hier weder gehärtetes Glas noch eine fettabweisende Beschichtung. Die Gleiteigenschaften sind so nicht ganz optimal und das Glas ist anfällig für Kratzer. Ein paar feine Micro Kratzer sind bei unserem Testgerät nach einer Woche sichtbar. Wir empfehlen deshalb die Schutzfolie auf dem Display zu belassen oder ein passendes Tempered Glass zu kaufen.

Oukitel K8000
Hardware & Performance

​Prozessor: ​Mediatek MT6750T
8x ARM Cortex A53 @1,5GHz
GPU:​ ​Mali T860 MP2
RAM (Geschwindigkeit):​​4GB LPDDR3 (3,53GB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​64GB (265 / 132MB/s)
Micro SD (Geschwindigkeit R/W):​Ja, Hybrid Slot (63 / 19MB/s)
Fingerabdruck Scanner:​Ja (Front)​
​Sensoren:​Accelerometer, Magnetometer, Orientation, Gyroscope, Light, Proximity, Step Counter, Rotation Vector, Geomagnetic Rotation Vector, Gravity, Linear Acceleration
Besonderheiten:​​Status LED (RGB)
Abmessungen / Gewicht:​156,8 x 76,2 x 11,4mm (inkl. Kamera Modul)
​233g

Das Oukitel K8000 ist mit einem MT6750T Prozessor ausgestattet. Dieser Chip erfreut sich aktuell wieder großer Beliebtheit und siedelt sich in der unteren Mittelklasse an. Sofern man keine großen Ansprüche hat, liefert das Oukitel K8000 so genügend Leistung für den Alltag. Gemäßigtes Multitasking ist problemlos möglich und alltägliche Apps laufen recht flüssig. Nur beim Scrollen stockt es gelegentlich mal leicht. Spielen ist bis zu einem gewissen Grad auch möglich. "Oz: Broken Kingdom" läuft zum Beispiel auf Ultra Grafikeinstellung flüssig. "Dead Trigger 2" ist auf "high" spielbar. "Asphalt Xtreme" läuft sogar auf maximalen Details und XHDP Einstellung mit nur leichten Framedrops. Probleme mit der Abwärme gibt es dabei nicht. Auch nach längerer Last fährt der Prozessor die Leistung nicht zurück.

Das Oukitel K8000 hat 4GB LPDDR3 RAM an Bord. Dieser ist leider nicht ganz so flott und erreicht nur 3,53GB/s an Durchsatz. Akute Auswirkungen hatte das im Alltag jedoch nicht. Weiterhin sind 64GB Speicher mit an Bord, welche eine ordentliche Geschwindigkeit erreichen. Erweitert werden kann der Speicher mit einer Micro SD Karte, wobei jedoch einer der SIM Slots verloren geht. Der Micro SD Slot erreicht eine ordentliche Geschwindigkeit beim Lesen. Beim Schreiben ist er jedoch mit 19MB/s sehr langsam.

Bei den Sensoren gibt es nichts das fehlt. Das Gyroskop funktioniert einwandfrei, womit sich theoretisch auch VR Apps nutzen lassen. Youtube 360 funktioniert auch problemlos. Der Kompass arbeitet akkurat und richtet z.B. die Karte in Google Maps zuverlässig aus. Störende Sprünge, Hänger oder unkontrolliertes Drehen kam zu keinem Zeitpunkt vor. Außerdem gibt es noch einen Schrittzähler, welcher auch von Google Fit erkannt wird und ebenfalls funktioniert.

Der Fingerabdruck Sensor befindet sich auf der Front im Home Button. Die Geschwindigkeit ist eher mittelmäßig, was aber mehr an der Software als am Sensor selbst liegt. Tatsächlich reicht zum Entsperren ein sehr kurzes Berühren des Sensors, doch es dauert dann noch eine Sekunde, bis das Oukitel K8000 aus dem Standby aufwacht und der Home Screen erscheint. Die Zuverlässigkeit des Sensors ist hoch, solange man keine fettigen oder nassen Finger hat. Ist das der Fall, kann der Sensor Probleme bei der Erkennung haben. Dann kann es auch mal zwei bis drei Versuche benötigen, bis der Abdruck erkannt wurde.

Oukitel K8000
Software

​Variante: ​Stock Android mit anderem Launcher
​Android Version: ​Android 7.0
Sicherheitspatch beim Test: November 2017
Bloatware​:​Nur Google Apps und eine zweite Tastatur App
Root Zugriff:​​Nein
OTA Updates:​Ja​
Schadsoftware:​Nein​

​Auf dem Oukitel K8000 läuft Android 7.0 Nougat mit relativ aktuellem Sicherheitspatch vom November 2017. Ob Oukitel diesen auch künftig aktuell hält, muss sich noch zeigen, denn bisher gab es noch kein OTA Update. Das Gerät ist dafür noch zu kurz auf dem Markt. Wir werden die Situation natürlich wie immer beobachten und ggf. berichten.

Das Android auf dem Oukitel K8000 sieht größtenteils aus wie normales Stock Android. Die einzige Veränderung ist der Launcher, welcher auch veränderte Icons für einige Apps mitbringt. Ein App Drawer ist vorhanden. Ab Werk gibt es bis auf einige Google Apps sowie eine zweite Tastatur keine Bloatware. Weiterhin werden alle wichtigen Sprachen unterstützt und auch der Google Play Store befindet sich ab Werk funktionsfähig auf dem Smartphone.

Der Funktionsumfang in den Einstellungen wurde von Oukitel etwas erweitert. Man kann das Oukitel K8000 eingeschränkt mit dem Home Button bedienen, indem man für kurzes Antippen oder langes Berühren eine entsprechende Aktion hinterlegt. Ganz auf die On-Screen Tasten verzichten kann man jedoch nicht, da eben nur Platz für zwei Funktionen ist. Weiterhin gibt es die üblichen Gesten Einstellungen (darunter auch Doppeltippen zum Aufwecken) und auch einen Einhand-Modus.

Ein Fehler über den wir gestolpert sind, betrifft den Power Button des Oukitel K8000. Dieser reagiert manchmal nicht mehr auf Eingaben. Dann bleibt dem Nutzer nur noch, das Smartphone durch 30-Sekündiges Drücken der Taste "abzuwürgen". Dies ist jedoch kein gravierender oder nervender Fehler, da dies in mehr als einer Woche Nutzung nur zweimal vor kam. Dennoch sollte Oukitel das natürlich mit dem ersten OTA Update beheben. Ansonsten sind uns keine groben Fehler oder Kompatibilitätsprobleme aufgefallen.

Oukitel K8000
Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: ​2G: GSM 850/900/1800/1900MHz
3G: WCDMA 900/2100MHz
4G: FDD-LTE 800/900/1800/2100/2600MHz
WLAN:​ ​WLAN 802.11a/b/g/n
Bluetooth:​​Bluetooth 4.2
NFC:​​Nein
HotKnot:​​Ja
Dual-SIM:​​Ja (Dual Nano SIM)
Positionsbestimmung:​​GPS, A-GPS, GLONASS, BDS

​Im Mobilfunkempfang positioniert sich das Oukitel K8000 im Mittelfeld. Der Empfang ist keineswegs schlecht, könnte aber doch besser sein. Das merkt man am Standort dadurch, dass die Indoor 3G Signalstärke meistens nur 1 - 2 Balken erreicht. Hier haben es allerdings alle Geräte schwer, da der Ausbau von O2 stark zu wünschen übrig lässt. Nichts desto trotz gibt es viele Geräte die immerhin 3, manche sogar 4 Balken anzeigen. Und ja, man merkt das auch bei der tatsächlichen Nutzung der 3G Verbindung. Durch die geringere Signalstärke geht das Surfen dann merklich zäher von statten. In freier Wildbahn merkt man vom mittelmäßigen Empfang jedoch fast nie etwas. Band 20 LTE wird übrigens unterstützt.

WLAN wird nach den Standard a/b/g/n unterstützt. Damit kann das Oukitel K8000 sowohl mit 2,4GHz, als auch mit 5GHz Netzen umgehen. Hier hat das Oukitel K8000 exzellent abgeschnitten. Direkt neben dem Router wurde reproduzierbar ein Downstream von 105Mbit/s erreicht, was bei a/b/g/n-WLAN Modulen wirklich selten vorkommt. Auch einen Stock unter dem Router haben wir noch eine sehr gute Bandbreite von 41Mbit/s erreicht. Aussetzer gab es natürlich auch keine. Etwas schwächer ist dafür die Bluetooth Leistung - schlecht aber keinesfalls. Mit einem Bluetooth Lautsprecher konnten wir uns zwei Räume weiter bewegen, ohne Aussetzer im Ton hinnehmen zu müssen. Das ist noch lange kein Kritikpunkt, auch wenn es Geräte gibt, die eine deutlich größere Reichweite liefern.

Schlecht hat das Oukitel K8000 leider beim GPS abgeschnitten. Aus irgend einem Grund schafft es das Chinahandy nicht, GLONASS Satelliten zu fixen. Stattdessen empfängt man lediglich GPS Satelliten, und auch diese nur mit mittelmäßiger Signalstärke. Für die Positionierung reicht das aus, für zuverlässiges Tracking oder Navigieren jedoch nicht. Die eingezeichnete Route stimmt beim Tracking zwar ansatzweise, weicht aber teils doch erheblich von den Straßen ab. Dies fällt vor allem dann auf, wenn man sich in der Nähe eines Gebäudes findet. Je mehr Gebäude in der Nähe sind, desto ungenauer wird auch das GPS. Navigation ist so natürlich ebenfalls nicht zuverlässig möglich. Der Wegpunkt befindet meistens neben der Straße auf der man sich befindet, und kann so gerne mal auf die falsche Straße gesetzt werden, was dann wiederum zu falschen Navigationsanweisungen führt. Ob die GPS Probleme nur an der Software liegen oder hier ein Hardware Problem vorliegt, können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Wir werden auch diesbezüglich die Situation beobachten und dann ein Update nachliefern, sofern Oukitel die Situation mit einem Software Update verbessern konnte.

Oukitel K8000
Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Mono
Noise Cancelling Mikrofon:​ Nein​
Dedizierter Audio DAC:​Nein​
Dedizierter Verstärker:​Nein​

​Der Medienlautsprecher liefert beim Oukitel K8000 einen eher unbefriedigenden Klang. Gänzlich unbrauchbar ist er zwar nicht, denn er erreicht eine ordentliche Lautstärke ohne zu kratzen, doch es fehlt ihm einfach an Klangvolumen / Bass. Erfreulich ist, dass man sich für einen 3,5mm Anschluss entschieden hat. Dieser liefert auch einen ganz ordentlichen und störungsfreien Klang mit befriedigender Maximallautstärke. Die Telefoniequalität ist unteres Mittelmaß. Hintergrundgeräusche werden ganz gut ausgefiltert, doch die Sprachqualität ist beidseitig sehr "Telefon-mäßig". Verständigungsprobleme gibt es aber keine. Besser sieht es aus, wenn HD Telefonie oder VoLTE verfügbar ist. Hier ist der Klang zwar weiterhin nicht ganz perfekt, klingt dann aber deutlich besser.

Oukitel K8000
Kamera

​Hauptkamera: ​Angabe: 16MP + 2MP
Tatsächlich: 13MP + VGA (f/1.8)
Sensoren lassen sich nicht genau identifizieren, vermutlich Sony IMX214 + GC0310 oder SP0A20.
​Frontkamera: 13MP (f/2.2)
Sensor lässt sich nicht genau identifizieren, entweder AR1335 (13MP), OV8856 (8MP), Hi846 (8MP) oder GC8024 (8MP).
​Blitz:​Dual LED (einfarbig)
​Fokus:​CDAF
​Slow Motion:​Nein

Das Oukitel K8000 soll mit einer 16 + 2MP Dual Kamera und einer 13MP Frontkamera ausgestattet sein. Die genauen Sensoren lassen sich leider nicht ermitteln, da in der libcameracustom.so Datei Chaos herrscht und zahlreiche verschiedene Sensoren eingetragen sind. Relevante Optionen findet ihr oben in der Specs-Tabelle. Angeblich soll die Hauptkamera laut EXIF Daten über eine f/1.8 Blende verfügen, was wir jedoch aufgrund der schlechten low-light Performance bezweifeln.

Bei Tageslicht gelingen Landschafts-, Makro- und Nahaufnahmen recht gut. Die Kamera liefert hier eine recht gute Schärfe mit akzeptablem Detailreichtum. Die Auslösezeit ist angenehm kurz, solange man nicht den HDR Modus nutzt. Nur der Fokus ist ziemlich langsam und hat manchmal Probleme kleine Objekte korrekt scharf zu stellen.

​Sobald jedoch die Lichtintensität sinkt, beginnt die Kamera immer schlechtere Ergebnisse zu liefern. Schon beim Einsetzen des Sonnenuntergangs oder bei sehr schlechtem Wetter, steig der Rauschanteil der Bilder enorm und auch der Detailreichtum (vor allem auf die Entfernung) nimmt deutlich ab. Bei völliger Dunkelheit oder künstlicher Beleuchtung lassen sich kaum noch brauchbare Aufnahmen erzielen. Der LED Blitz hilft da auch nicht viel, obwohl dieser grundsätzlich ziemlich hell ist.

​Der Bokeh Modus ist wie gewohnt ein Fake. Der angebliche 2MP Sekundärsensor ist wie bei fast allen Geräten dieser Art in Wahrheit ein VGA Sensor und wird nicht für den Bokeh Modus genutzt. Die Software erzeugt lediglich einen im Durchmesser veränderbaren, kreisförmigen Ausschnitt mit unscharfer Umrandung. Kantenerkennung gibt es nicht.

Die Frontkamera ist für anspruchsvolle Selfies nicht zu gebrauchen. Egal ob bei Tag, Dämmerlicht oder Nacht, die Bilder wirken immer etwas unscharf und verrauscht.

Die Hauptkamera kann Videos in Full HD aufnehmen, liefert hier jedoch eine recht schlechte Qualität mit mangelhafter Schärfe. Kontinuierlicher Autofokus ist vorhanden, arbeitet jedoch extrem langsam. EIS wird unterstützt und funktioniert gut. Die Frontkamera nimmt Videos in maximal 480p auf und unterstützt ebenfalls EIS. Die Qualität ist hier jedoch noch schlechter. Die Audioqualität überzeugt nicht. Die Audiospur ist zu leise und muss nachträglich per Software angehoben werden. Zudem klingt der Ton sehr dumpf und wie bei einer geringen Bitrate.

Oukitel K8000
Akku

​Kapazität (Angabe): ​8.000mAh
​Kapazität (Gemessen): ​7.800mAh
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​Ja (9V / 2A)​

​Mit 8.000mAh hat man in das Oukitel K8000 einen geradezu gigantischen Akku gequetscht. Die Verifizierung der Kapazität hat das Smartphone bestanden. Gemogelt wurde hier also trotz der überraschend kompakten Maße nicht. Und das merkt man auch in der Akkulaufzeit, welche in Kombination mit dem AMOLED Display äußerst zufriedenstellend ist. Als Power User hat eine Ladung volle 3 Tage inklusive Abend durchgehalten, und selbst dann waren noch 33% über, mit denen man mühelos durch den halben Folgetag kommt - oder auch durch den Ganzen, wenn man den Akku nahezu vollständig entleert. Und eines sei explizit bemerkt: Diese Werte beinhalten auch eine halbe Stunde Gaming pro Tag! Selbst im Härtetest hat das Oukitel K8000 gut durchgehalten. Wir haben testhalber die Displayhelligkeit auf 100% gesetzt und dann YouTube Videos streamen lassen. Nach vier Stunden war der Akku gerade mal auf 80% entleert.

Das Beste ist jedoch, dass das Oukitel K8000 trotz des großen Akkus relativ flott auflädt. Oukitel setzt auf Fast-Charging mit 9V und 2A. Damit ist der Akku in nahezu exakt zwei Stunden voll aufgeladen. Wer nur kurz nachladen will, bekommt in ca. 20 Minuten genügend Ladung, um wieder durch einen ganzen Tag inkl. Abend zu kommen. Beim Laden erwärmt sich das K8000 deutlich, doch das wird nicht zum Problem, solange man es nicht irgendwo einwickelt. Die Temperatur der Zelle liegt nach einer Ladung von 60% bei 45°C.

Oukitel K8000
Fazit

​Das Oukitel K8000 ist ein interessantes Smartphone für alle, welche auf eine sehr gute Akkulaufzeit wert legen und nicht übermäßig viel Leistung benötigen. Vor allem das hochwertige Design, die relativ kompakten Abmessungen, sowie das AMOLED Display machen das Oukitel K8000 attraktiv. Klar muss aber sein, dass man hier und da Abstriche machen muss. Insbesondere auf das GPS und die Kamera sollte man hier keinen großen Wert legen. Die Kamera ist zwar bei Tag relativ brauchbar, doch bei Lichtmangel versagt sie dann recht schnell. Das GPS ist nur für grobe Positionierung zu gebrauchen, nicht jedoch für Navigation und Tracking. Ob Oukitel diesbezüglich noch nachbessern kann, muss das erste OTA Update zeigen.

Pro Contra
​+ Hochwertiges Unibody Metallgehäuse ​- Kein kratzfestes Displayglas
+​​ Für die Akku Größe recht schlank und kompakt-​​ "POLED Optik" auf niedriger Displayhelligkeit
+​​ Für ein Akku Monster schlanke Bezels-​​ Mäßiges bis unbrauchbares GPS
+​​ Stromsparendes AMOLED Display mit akzeptabler Qualität-​​ Sonstige Kameraleistung (Low-Light, Frontkamera, Videos)
+​​ Benachrichtigungs LED
+​​ Kopfhörer Anschluss
+​​ Ausreichende Performance für grundlegende Aufgaben
​+ Genügend Speicher inkl. Erweiterungsmöglichkeit
​+ Sensorausstattung
​+ Guter WLAN Empfang
​+ Kopfhörer Anschluss
​+ Bei Tageslicht brauchbare Hauptkamera
​+ Tolle Akkulaufzeit
​+ Kurze Ladezeit

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Sonntag, 16. Dezember 2018

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