Oukitel K6000 Review / Test

b2ap3_large_DSC01471 Oukitel K6000 Review / Test

Oukitel konzentriert sich derzeit auf eine ganz bestimmte Niesche an Geräten. Die letzten drei vorgestellten Smartphones waren allesamt sogenannte Akkumonster und auch für die Zukunft hat der Hersteller bisher genau solche Geräte angekündigt. Die Mitte der Kapazitätsskala bildet das Oukitel K6000, das, wie der Name bereits verrät, eine Akkukapazität von 6.000mAh bietet. Zusammen mit der sehr sparsamen Einsteiger-Hardware reicht das selbst für Poweruser für einige Tage Laufzeit. Doch ob das Gesamtkonzept von Oukitel hier aufgeht, ob die angegebene Kapazität auch der Wirklichkeit entspricht und was das Gerät sonst noch auf dem Kasten hat, habe ich für euch untersucht.

Lieferumfang

Die Box, in der das Smartphone geliefert wird, ist wenig spektakulär. Sie besitzt eine rechteckige Form und in etwa die Größe des Smartphones. Bei der Farbe hingegen hat sich Oukitel mutig gezeigt und setzt auf ein knalliges Orange. Auf der Oberseite prangt das Oukitel-Logo in goldener Schrift und an einer Seite findet sich lediglich ein Sticker mit den üblichen Serien- und IMEI-Nummern. Die Rückseite beziehungsweise der innere Teil der Verpackung besteht aus weißem Karton und auf der Rückseite findet sich noch eine ausführliche Liste aller Features und Spezifikationen des K6000.

Hebt man den orangenen Deckel ab, liegt als erstes das Gerät der Begierde oben auf. Darunter finden sich dann noch diverses Zubehör. Dazu gehört neben einem MicroUSB Kabel, einem USB-OTG-Adapter und einem Headset auch ein Ladegerät mit EU-Stecker, das den Charge Pump Express Plus-Standard unterstützt. Das Headset hätte sich Oukitel aber sparen können, denn die Qualität dessen lässt wirklich zu wünschen übrig. 

Design & Verarbeitung

Durch das rahmenlose Design der Front und dem relativ guten Screen-To-Body Verhältnis kommt das Oukitel K6000 vergleichsweise kompakt daher. Dafür ist die Dicke mit rund 10 Millimetern ganz schön ordentlich. Zudem ist das Gewicht mit 210 Gramm nicht zu verachten. Das graue Modell besitzt auf der Front ein recht dunkles Farbschema, wobei das Grau durch dünne, schwarze Querstreifen unterbrochen wird. Das erinnert irgendwie an Nadelstreifen bei einem Anzug und soll wohl einen Edlen Look bewirken. Ehrlich gesagt finde ich es eher etwas billig und alles andere als modern, aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache. Der schwarze Rahmen um das Display ist relativ breit, im ausgeschalteten Zustand sieht man aber kaum einen Unterschied zwischen Display und Rahmen. Oberhalb des Displays finden sich relativ weit links noch die Frontkamera, in der Mitte ein breiter Lautsprecher und rechts davon die Sensoren für Annäherung und Helligkeit. Unterhalb des Displays sind die Tasten für Home, Zurück und Menü angebracht, die als Touch Buttons ausgeführt, aber leider nicht hintergrundbeleuchtet sind.

Der Rahmen des Smartphones ist erfreulicher weise aus Metall. Auf der Unterseite findet sich ein Mikrofon und die Micro USB-Buchse, die in der Mitte angeordnet ist. Links im oberen Bereich findet sich der Einschub für zwei Micro Sims oder eine Micro Sim und eine MicroSD-Karte. Hier merkt man schon, dass das Backcover nicht abnehmbar ist. Auf der oberen Seite des Telefons liegt lediglich ein 3,5mm Kopfhöreranschluss und rechts sind die Taster für Lautstärke und Power angeordnet. Die Taster sitzen sehr fest an ihrem Platz, wackeln nicht und haben einen direkten und gut definierten Druckpunkt. Man muss sagen, dass das Smartphone wirklich gut verarbeitet ist und mich der Metallrahmen schon überrascht hat.

Wenig spektakulär ist jedoch die Rückseite. Diese besteht aus grauem Plastik, das von der Haptik an der Grenze zu billig liegt. Zudem ist der Grip gerade noch ausreichend, dass das Handy nicht aus der Hand rutscht. In der oberen Linken Ecke liegt die Kamera eingebettet in das Gehäuse und rechts davon der LED Blitz, der aus zwei Leuchtdioden aufgebaut ist. Im unteren Bereich findet sich noch das Oukitel Logo und einige runde Löcher für den Lautsprecher. Insgesamt bin ich überrascht von der hochwertigen Verarbeitung des Oukitel K6000. Es lässt sich nicht verbiegen, es knarzt nicht und die Spaltmaße sind überall gleichmäßig und schmal. Respekt an dieser Stelle!

Display

Beim Oukitel K6000 befinden wir uns bekanntlich im Einsteiger Segment. Deshalb besitzt das 5,5 Zoll große Display auch „nur" eine Auflösung von 1280x720 Pixeln. Dennoch ist das aus meiner Sicht genug und das Display ist leuchtstark, hat einen guten Kontrast und eine knackige Farbdarstellung. Von der mehr oder weniger geringen Pixeldichte ist nichts zu sehen und selbst Schrift wird gestochen scharf dargestellt. Man könnte meinen, Oukitel hätte hier nicht am Display gespart. Das ist aber nicht die ganze Wahrheit. Nach einiger Zeit der Nutzung sind Spuren von Clouding aufgetaucht, die sich bisher nur am unteren Rand des Displays zeigen. In der Ecke zum linken Rand und im linken Teil des unteren Randes sind diese Spuren bei hellem Hintergrund deutlich zu sehen. Vielleicht kommen diese auch von der Beleuchtung, die hier durchscheint, aber in jedem Fall darf so etwas nicht passieren.

Ein weiterer Kritikpunkt am Display ist der verbaute Digitizer. Beim Wischen über das Display beispielsweise beim Scrollen durch Facebook oder eine Homepage kommt es ziemlich oft vor, dass statt der Wischgeste eine einfache Berührung – und damit ein Klick – erkannt wird. Das ist nervenaufreibend und unnötig. Hier hätte Oukitel wirklich auf eine bessere Qualität achten sollen, denn so etwas ist ein Unding.

Hardware & Performance

Modell: ​Oukitel K6000
Prozessor: Mediatek MT6753P​
​Arbeitsspeicher (Geschwindigkeit):2GB​ (1313,32MB/s)
​Speicher (R/W):​16GB (71,85MB/s / 12,74MB/s)
​Display:​5,5 Zoll, 1280x720 Pixel
​Frequenzen:​3G: WCDMA 900/2100MHz 2G: GSM 850/900/1800/1900MHz 4G: FDD-LTE 800/1800/2100/2600MHz
​Dual-SIM:​Ja, Dual Micro
​Micro SD:​Ja, ersetzt zweite Sim Karte
​Abmessungen / Gewicht:​153x77x10 Millimeter / 210 Gramm
​Sensoren (Funktion):Beschleunigungs Sensor (Ja), Helligkeits Sensor (Ja), Annäherungs Sensor (Ja)
​​Besonderheiten:
​Mediatek Pump Express Plus

Auch hier macht sich die Geräteklasse bemerkbar. Um auf einen möglichst günstigen Verkaufspreis zu kommen setzt Oukitel auf den kleinsten 64 Bit-Chipsatz von Mediatek. Der MT6735P basiert auf einer Quad Core CPU, die aus vier Cortex A-53 Kernen besteht. Die Taktfrequenz beträgt hier 1GHz. Das reicht für den Alltag zwar aus, aber wenn man mehrere Apps quasi gleichzeitig nutzt, kommt das Gerät schon ins Stocken. Zudem sind die 2GB RAM zwar ein Garant für akzeptables Multitasking, aber leider ist die Software nicht darauf optimiert, den Speicher selbstständig wieder frei zu räumen. Wenn man viele Apps offen hat, kann es dazu kommen, dass die Performance auffallend einbricht und sich das Gerät komplett aufhängt. Dann muss man es ein paar Minuten hinlegen, damit es sich beruhigt und anschließend die Hintergrundanwendungen schließen. Danach läuft alles wieder wie geschmiert. Hier könnte man mit etwas Optimierung noch deutlich an gefühlter Performance zulegen.

Bei einer unaufgeregten Bedienung läuft aber alles flüssig, Apps starten flott und es kommt kaum zu Rucklern im User Interface. Wenn man sich jedoch im Vergleich dazu Geräte von Cubot mit demselben SoC anschaut, kann man sehen, dass Oukitel hier noch etwas mehr Wert auf die Software legen sollte. Die GPU in dem Chipsatz ist eine Mali T720 mit 600MHz. Auch hier darf man natürlich keine Wunder erwarten und das K6000 ist keinesfalls ein Gaming-Smartphone. Für eine gelegentliche Runde Flappy Birds reicht es natürlich schon, aber anspruchsvolle 3D-Spiele sind bei hohen Einstellungen teils stark mit Rucklern behaftet. Dennoch nicht unbedingt unspielbar und mit mittleren Details machen die Spiele ja auch Spaß.

Software

Dennoch muss man anerkennen, dass das System an sich ohne Probleme läuft und keine größeren Bugs aufweist. Das Betriebssystem basiert auf Android 5.1 und theoretisch gibt es auch eine Funktion für OTA-Updates. Eines ausgeliefert wurde bei mir aber noch nicht und die aktuelle Build ist vom 27. November 2015. Bleibt zu hoffen, dass hier irgendwann mal noch ein Update kommt und beispielsweise das Problem mit dem Multitasking löst. Der Launcher, den Oukitel vorinstalliert hat, ist dafür sehr angenehm. Es gibt zwar keinen App Drawer, was für manche ja ein Manko ist, aber er sieht schick aus und es ist auch keine Bloatware vorinstalliert. Einige Icons wie beispielsweise die der vorinstallierten Google Apps sind selbst gestaltet, was auch wirklich schick aussieht.

Was mir hingegen nicht so zusagt ist der Floating Button. Das ist ein Quick Launch-Button ähnlich zu Pie Control der Paranoid Android Roms. Dieser kann am linken oder rechten Bildschirmrand frei bewegt werden und liegt immer über den Apps. Klickt man diesen Kreis an, erscheinen einige Verknüpfungen. Dazu gehören beispielsweise der Game Mode, indem der Zurück- und der Menü-Button deaktiviert werden, damit man das Spiel nicht versehentlich schließt. Man kann auch das Gerät sperren oder ein Video als Bild-im-Bild-Widget abspielen. Das sind zwar nette Spielereien, aber im Grunde benutzt man sowas eher selten. Dafür hat man immer einen komisch grau-transparenten Kreis auf dem Bildschirm, der einem die Sicht versperrt. Andererseits ist es wahrscheinlich Geschmackssache und andere nutzen die Funktionen vielleicht häufiger. Funktionen wie Offscreen-Gesten sind in der Rom ebenfalls implementiert.

Konnektivität & Empfang

In Sachen Mobilfunk gibt es beim Oukitel K6000 wirklich wenig auszusetzen. Beim LTE werden alle in Deutschland wichtigen Bänder unterstützt – inklusive Band 20. Der Empfang geht ebenfalls in Ordnung, auch wenn man ab und an etwas mehr Signalstärke erwarten dürfte.

Was aber nicht in Ordnung ist, ist die WLAN-Verbindung. Das Smartphone kann zwar ohne Probleme eine Verbindung zu allen WLAN-Netzwerken aufbauen, aber bei allen kommt es zu demselben Problem: die Verbindung bricht ab. Dabei bemerkt das System das gar nicht, die Verbindung wird weiterhin als aktiv angezeigt und man hat auch keine mobile Datenverbindung aktiviert, aber man hat einfach keinen Zugriff auf das Netzwerk mehr. Als einzige Lösung bleibt, WiFi zu deaktivieren und danach wieder zu aktivieren. Manchmal bleibt die Verbindung dann aber nicht einmal eine Minute aktiv. Zu anderen Zeiten hält die Verbindung aber über längere Zeit. Wenn das Smartphone auf dem Tisch liegt und man sich anderweitig beschäftigt, kommt es manchmal auch vor, dass man plötzlich zahlreiche Benachrichtigungen bekommt, was darauf hinweist, dass nun die Internet-Verbindung wiederhergestellt wurde. Wie gesagt kommt dieses Problem bei allen WLAN Netzwerken mit den unterschiedlichsten SSIDs vor und liegt nicht an meinem Heimnetzwerk. Hoffen wir, dass dies ein Software-Fehler ist, den Oukitel zeitnah behebt, denn das ist wirklich ein Nerven aufreibender Bug, der den Nutzungsfluss stark beeinflusst.

Beim GPS-Empfang hat das Phablet hingegen keine Probleme. Ein Fix kommt innerhalb von weniger als 10 Sekunden zustande und es werden auch viele Satelliten gefunden. Die Genauigkeit ist innerhalb von weniger als 30 Sekunden bei 3 Metern angelangt. Man kann also sagen, dass hier gewohnte Mediatek-Qualität abgeliefert wurde. Selbiges gilt auch für die Bluetooth Verbindung. Diese ist stabil und reicht auch ohne Probleme durch eine Tür.

Sprachqualität & Klang

Auch hier darf man keine Wunder erwarten und das Oukitel liefert durchschnittliche Leistung ab. Die Lautsprecher am Gerät verbringen keine Wunder und übersteuern schnell. Dafür ist die Lautstärke ordentlich. Bei der Wiedergabe über den Klinkenausgang schlägt sich das K6000 ebenfalls wacker. Die Klangeinstellung geht in Ordnung, auch wenn man mit einem Equalizer sicherlich noch einiges an Qualität herausholen hätte können. Leider ist die Lautstärke aber nicht all zu hoch und ein extra Verstärker hätte hier sicher gutgetan. In dieser Preisklasse braucht man das aber wohl nicht zu erwarten.

Bei Telefongesprächen versteht man sein Gegenüber immer sehr deutlich und auch man selbst wird verstanden. Selbst über den eingebauten Lautsprecher kann man bequem telefonieren, ohne, dass es zu Rückkopplungen kommt. Diesen Zweck erfüllt das K6000 also mit Bravur.

Kamera

Man muss ganz klar sagen: Das Oukitel K6000 ist kein Kamerahandy. Hier liegt definitiv nicht das Augenmerk des Entwicklers. Dennoch knipst das Smartphone brauchbare Dokumentations- und Erinnerungsfotos. Wer kennt es nicht, dass man eben schnell ein Dokument oder den Einkaufszettel abfotografiert, um die Information bei sich zu tragen. Dafür reicht die Kamera das K6000 definitiv. Auch für Schnappschüsse im Freien bei gutem Licht erzielt man brauchbare Ergebnisse. Was aber nicht geht, ist in der Dämmerung oder gar bei Dunkelheit Details ablichten zu wollen. Auch die Farbtreue lässt stellenweise zu wünschen offen. Bei der Technik setzt Oukitel auf einen nicht näher spezifizierten Sensor mit 8 Megapixeln Auflösung, die aber auf 13 Megapixel interpoliert werden. Auf der Front arbeitet ein 2 Megapixel Sensor, der auf 5 Megapixel hochgerechnet wird.

Bei Makro-Aufnahmen hat die Kamera manchmal Probleme, das Objekt korrekt zu fokussieren. Dafür sind einige nützliche Funktionen wie beispielsweise ein Modus für Reihenaufnahmen implementiert worden. Bei der Frontkamera wird nochmals deutlicher, dass die Qualität von den Lichtverhältnissen abhängt und Selfies auf Partys gelingen nicht ohne Rauschen.

Akkulaufzeit

Kommen wir nun endlich zum Haupt-Augenmerk des Oukitel K6000: dem Akku. Bei einem sogenannten Akkumonster sollte der Akku natürlich überdurchschnittlich dimensioniert sein – und das löst Oukitel hier ein. Die Kapazität ist mit 6.000mAh wirklich großzügig bemessen und das führt auch zu einer langen Laufzeit. Bei intensiver Nutzung komme ich auf mindestens drei Tage am Stück, ohne nach zu laden. Dabei ist LTE und Bluetooth aktiv und ich nutze das Gerät wirklich oft über den Tag. Auch bei der Messung komme ich auf eine Kapazität von rund 5.700mAh und damit sind wir im Rahmen der Messungsgenauigkeit und Toleranz schon ganz schön nah an der Angabe des Herstellers. Ich glaube Oukitel tatsächlich, dass ein solch großer Akku verbaut wurde. Wechselbar ist dieser aber nicht. Bei einem Akku Benchmark von Geekbench ist das Gerät nach rund 17 Stunden mit rund 10% abgeschmiert. Leider hat  irgendetwas mit der App nicht gestimmt, denn als Ergebnis wurde mir für den Test ein Error ausgegeben. Deswegen kann ich hier leider keine Punktzahl angeben. Dennoch ist das Ergebnis ordentlich. 

Zusätzlich zum großen Akku hat Oukitel auch diverse Software-Features implementiert, um Energie zu sparen. Bei extrem niedrigem Akkustand – also unter 10% - wird zudem ein zusätzlicher Mechanismus aktiviert, um das Handy noch möglichst lange am Leben zu erhalten. Dazu werden die Funktionen extrem eingeschränkt und die Darstellung stark vereinfacht. Dann kann man zum Beispiel nur noch die Telefonfunktion nutzen und keine besonderen Apps mehr starten. Außerdem ist natürlich auch schon das Hardware-Design mit einem 720p Display und einem MT6735P Chipsatz in diese Richtung optimiert.

Ein solch großer Energiespeicher will auch befüllt werden. Damit das nicht unnötig lange dauert, implementiert Oukitel hier Mediatek Pump Express Plus – eine Schnellladetechnologie von Mediatek. Diese Technik arbeitet mit bis zu 9 Volt und bis zu 2 Ampere. Damit kann das Gerät innerhalb von weniger als 2 Stunden von 0 auf 100 Prozent geladen werden. Das ist schon beachtlich und auch sinnvoll. Allerdings ist dafür auch ein spezielles Netzteil erforderlich, das diese hohen Spannungen auch ausgeben kann. Ein solches Ladegerät ist aber zum Glück im Lieferumfang enthalten. Wie sich das auf die Lebensdauer des Akkus auswirkt, bleibt aber abzuwarten.

Fazit

Ein Dauerläufer mit solider Verarbeitung, ausreichender Performance und einer akzeptablen Kamera. Eigentlich könnte man sagen, Oukitel hätte alles richtig gemacht – vor allem, wenn man den niedrigen Preis von rund 130 Euro berücksichtigt. Aber nur eigentlich, denn in Wirklichkeit erlaubt sich Oukitel einige fette Schnitzer. Zum einen geht es dabei um das Display, das nicht nur Clouding zeigt, sondern dessen Digitizer auch ein extremes Problem mit Wischgesten hat. Zudem arbeitet das WLAN nicht fehlerfrei, sondern bricht regelmäßig die Verbindung ab. Das sind alles Fehler, die bei keinem Gerät keiner Preisklasse auftreten dürfen. Vor allem tritt sowas normalerweise bei einem vernünftigen Test des Gerätes beim Hersteller schon auf. Natürlich kann man das alles darauf schieben, dass es sich um fehlerhafte Bauteile handelt, aber dann sollte Oukitel die Qualität seiner Zulieferer besser kontrollieren.

Dennoch macht das Smartphone viel Spaß und nicht immer darüber nachdenken zu müssen, ob der Akku jetzt voll oder leer ist, ist wirklich entspannend. Allerdings muss man auch sagen, dass man sich diese Flexibilität mit einem hohen Gewicht und großen Abmessungen erkauft. Ob man wirklich einen so großen Akku benötigt, muss also jeder selbst entscheiden. Trotz aller Fehler ist das Oukitel K6000 für 130 Euro ein gutes Gerät wenn man besonderen Wert auf die Akkulaufzeit legt.

1