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Oukitel K4000 im Test – Schwergewicht mit großem Akku

Oukitel K4000 im Test – Schwergewicht mit großem Akku

​Heute möchte ich ein wenig über das Oukitel K4000 schreiben. Wir hatten nun schon einige Geräte von Oukitel bei uns und wie auch bei den Vorgängern (u.a. Oukitel U2 oder Oukitel U10) erhoffte ich mir einen ähnlichen Budget-Kracher. Insbesondere was die Akkukapazität anbelangt, sollte das K4000 mit seinem 4000mAh Li-Po Akku glänzen. Ob dem dann auch so ist, erfahrt ihr in dieser Review.

Lieferumfang

Das Oukitel K4000 wurde in der für Oukitel standardmäßigen leuchtend orangfarbenen Verpackung geliefert. Wie schon zuvor bei den Vorgängern ist das Oukitel-Logo in silberfarbener Schrift zu sehen sowohl auf der Oberseite, als auch auf den langen Seiten aufgedruckt. Auf der Unterseite sind dann die grundlegenden Eigenschaften des Smartphones aufgelistet.

Beim ersten Öffnen stößt man direkt auf das in Folie eingepackte K4000. Darunter, getrennt durch einen Zwischenboden, werden die mitgelieferten Zubehörteile verstaut. Bei mir gab es da den weißen Ladeadapter, ein weißes USB-Kabel, weiße In-Ear Kopfhörer, ein weißmilchiges TPU Case, ein Quickstartquide und ein Garantiekarte.

Schon direkt nach dem Auspacken machte sich bei mir ein wenig Ernüchterung breit, denn das Smartphone war doch recht schwer und vor allem dick. Nun hatte Oukitel mit einem sehr robusten, vor Staub und Spritzwasser geschützten und ausdauerndem Smartphone geworben, so dass ich über diesen Punkt zunächst hinweg sehen konnte. Die Verarbeitung ist an sich gut, bis auf diverse Spaltmaße zum Backcover hin. Würde man das Smartphone gemäß der Werbefilme als Hammer benutzen, so würde vielleicht nicht gleich das Gerät auseinanderfallen, aber zumindest würde das Backcover nicht an Ort und Stelle bleiben. Ich habe bei meinem Gerät bewusst auf aggressiven Gewalteinfluss verzichtet, denn auch wenn das Glas vom Display „gehärtet" sein soll und der Metallrahmen einen stabilen Eindruck macht, so ist der Gesamteindruck eher der Kategorie „übergewichtig" als „stahlhart" zuzuordnen.

Design & Verarbeitung

Nun habe ich beim Unboxing schon etwas vorweg gegriffen, was ich an dieser Stelle nun vertiefen möchte. Das Smartphone wiegt knapp 210g und ist damit ein Superschwergewicht, zumindest dafür, dass es sich um kein typisches Outdoorgerät handelt. Mit seinen Maßen von 143x71x11mm ist es noch dazu ziemlich dick. Am ersten Testtag hatte ich es mit auf Arbeit genommen und bekam von zwei verschiedenen Leuten folgendes zu hören: „Was hast du denn da für einen altbackenen Taschentoaster?" und von dem Anderen: „Gab es die Telefonzelle auch in mobil?" …. Tja. Was soll man dazu schon sagen. Beide Male entgegnete ich mit der angeblichen Robustheit und dem absolut ausdauerndem Akku. Schutzbehauptung halt. Nichts Definitives. So etwas kann ich natürlich erst nach einem Test behaupten oder widerlegen.

Aber kommen wir nun zum restlichen Design. Mir wurde das weiße K4000 mit silberfarbenen ZnMg-Metallrahmen zugeschickt und zugegebener Maßen erfüllt es wieder die ansprechenden optischen Kriterien. Es ist abgerundet, was aktuell recht in Mode ist. Der Rahmen ist mittig leicht mattiert und an beiden Übergängen jeweils glänzend abgeknickt. Der Rahmen schließt mit dem Backcover direkt ab, wobei genau hier Spaltmaße entstehen, die auch mit bloßem Auge sichtbar sind. Allein aus diesem Grund habe ich auf den Spritzwassertest im Laufe der Review verzichtet. Denn auch wenn es nicht immer den Anschein hat, aber so eine ausführliche Review macht viel Arbeit und am Ende möchte man gerne ein Gerät benutzen, anstelle dieses mutwillig und bei offensichtlichen Verarbeitungsschwächen zu zerstören.

Das Display bzw. das gehärtete Glas wird von einem Kunstoffüberhang vom Metallrahmen getrennt. Dieser liegt deutlich besser am Glas an und vermittelt einen dichten Eindruck. Auffällig ist dann auch die scheinbare Dicke des Glases, denn die Vertiefung bei der oben mittig sitzenden Hörmuscheleinheit ist außerordentlich. Leider hat mein Lineal nicht durch den schmalen Spalt gepasst, aber augenscheinlich scheint es mindestens 1-1,5mm dick zu sein. Mein Fingernagel versinkt jedenfalls tiefer, als beim Cubot x16.

Weiter zu den Touchbuttons. Diese befinden sich wie gewohnt unten und sind nicht beleuchtet. Dennoch sind die silberfarbenen Buttons auf weißem Hintergrund gut zu erkennen. Neben dem Hörmuschelschlitz befinden sich direkt links daneben die Sensoren und nochmals links von diesen die Frontkamera. Auf eine Status-LED muss der Nutzer jedoch verzichten.

Auf der rechten Seite sind dann die Volumenwippe und der Powerbutton. Beide haben an sich einen guten Druckpunkt, sitzen aber leider nicht ganz fest. Auch an dieser Schwachstelle könnte Spritzwasser eindringen und das Gerät dauerhaft beschädigen.

Das Oukitel K4000 wird via Micro-USB von unten geladen und links neben dem Port befindet sich das Mikrofon. Auf der Oberseite haben wir rechts den Audioausgang.

Die Rückseite fühlt sich trotz der glatten Oberfläche recht griffig an und Fingerabdrücke haben auf ihr keine Chance. Die Rückkamera befindet sich oben direkt mittig und wird von einem kleinen silberfarbenen Ring umschlossen. Direkt darunter haben wir den Single-LED-Blitz. Auf dem unteren Drittel wurde das Oukitel-Logo plaziert und darunter das CE-Zeichen. Nochmals darunter und ebenfalls mittig kommt dann die Lautsprecheröffnung zum Vorschein.

Alles in allem ist das Design also recht gut gelungen, nur eben die Dicke vom Gerät lässt auf den ersten Blick an ein altes Smartphone erinnern, als dass es sich um ein modernes Smartphone handelt.

Display

Das Oukitel K4000 besitzt ein 5 Zoll 5-Punkt Touch HD IPS Display mit gehärtetem Glas und dem 2.5D Curved Design. Mit 3mm Breite halten sich die seitlichen Ränder noch in Grenzen. Die Farben sind recht leuchtstark, wenn auch nicht so kräftig wie beim Cubot x16. Letzteres hatte ich diesbezüglich erst vor wenigen Tagen im Review gelobt. Im Direktvergleich wirken die Farben vom K4000 etwas dunkler und weniger gesättigt, wenn eben auch nicht schlecht. Auch die Leuchtstärke fällt etwas geringer aus, liegt aber durchaus im guten Mittelfeld, im Vergleich zu anderen Low Budget Chinahandys. Die Blickwinkel sind nahezu um 90° stabil. Pixel konnte ich soweit keine feststellen, jedoch machte sich im Direktvergleich auf Internetseiten eine gewisse Unschärfe bei den dort abgebildeten Symbolen bemerkbar. Nichts Gravierendes, aber im Rahmen der Low Budget Geräte eben dann doch schwächer als beim Cubot x16 mit seinem FHD Display.

Bei den Eingaben gab es keine Probleme und die Finger gleiten förmlich über die Oberfläche.

Wie schon zuvor erwähnt ist das Display durch ein offensichtlich sehr dickes Glas geschützt und auch Kratzer hatten während der Testzeit keine Chance. Dennoch auch hier nochmal, wollte ich auf den Marketingaspekt nicht eingehen, einen Hammer nehmen und auf dem Display herumhauen oder das Smartphone selbst als Hammer für Nägel verwenden. Bitte seht es mir nach.

Hardware & Performance

Modell: ​Oukitel K4000
Prozessor: ​MTK6735 (4x 1GHz)
​Arbeitsspeicher:​2GB
​Speicher:​16GB
​Display:​HD 5 Punkt Touch IPS mit gehärtetem Glas und 2.5D Arc Design
​Frequenzen:​GSM/WCDMA/FDD
​Dual-SIM:​Ja
​Micro SD:​Ja, bis 32GB
​Abmessungen / Gewicht:​143 x 71 x 11mm / 210g
​Besonderheiten:​4000mAh Akku, Dual-Sim

Im Oukitel K4000 werkelt mal wieder ein MT6735 32-Bit Chipsatz, jedoch nur mit der kleinsten Quadcore CPU (4x 1GHz). Die Grafikeinheit ist die ARM Mali T720. Ausgestattet mit 2GB RAM und 16GB ROM erfüllt das K4000 den Ruf nach ausreichend Arbeitsspeicher, auch bei Billigsmartphones. Die 16GB interner Speicher können via MicroSD-Karte um nochmals 32GB erweitert werden.

Der MicroSD-Slot befindet sich zwischen den beiden anderen Simslots und wie ihr den Worten entnehmen könnt, handelt es sich folglich um ein „echtes" Dual SIM Smartphone.

Des Weiteren verfügt das K4000 über drei Sensoren, wobei es sich um den Annäherungssensor, den Lichtsensor und den Beschleunigungssensor handelt. Alle Sensoren funktionierten im Test einwandfrei.

Im Antutu erreichte das Smartphone leider nur 15.599 Punkte und auch beim 3D Benchmark kam es nur auf 1803 Punkte im IceStorm Unlimited Test. Spiele wie Asphalt 8 Airborne sind somit zwar größtenteils ruckelfrei spielbar, jedoch nur auf den niedrigsten Detailstufen. Das OS läuft aber absolut störungsfrei und das K4000 reagiert zumeist flüssig auf Eingaben oder beim Öffnen von Apps. Auch im Browser kommt es nur zu bedingt langsameren Ladezeiten, die nicht der CPU oder dem RAM geschuldet sind, sondern wohl eher der Empfangseinheit. Zum Letzteren unter dem Punkt „Empfang" mehr.

Konnektivität & Empfang

Beim Empfang erlebt das K4000 dann doch wieder eine relative Schlappe. Zugegeben, ich hatte schon schlechtere Geräte bzw. Smartphones mit schlechterem Empfang. Aber im Direktvergleich mit dem Cubot x16 liegen zwischen beiden Geräten Welten. Oder zumindest nur die eine Welt mit Distanz zum Satellitensystem. Zwar gab es an der Sprachqualität und am Mobilfunksignalempfang wenig auszusetzen, aber die GPS-Leistung und auch die WLAN-Leistung haben mich nicht überzeugt.

Anhand der Bilder lässt sich gut erkennen, dass im Fix ca. 9-11 Satelliten benutzt werden. Als Vergleichskandidat dagegen das Cubot x16, welches auf 19 Satelliten kommt, dafür aber auch GLONASS Satelliten mitbenutzt. Sicherlich kann man das K4000 dennoch als Navigationsgerät benutzen und hat bei normalen Geschwindigkeiten keine wirklichen Probleme. Aber bei höheren Geschwindigkeiten (Autobahn) kann es dann schon gelegentlich zu Abbrüchen kommen und die nette Stimme vom Navi sagt dann unentwegt: „Route wird neu berechnet.".

Auch beim WLAN zeigt das Oukitel K4000 so seine leichten schwächen. In direkter Routernähe haben wir nahezu 100% Datendurchsatz. Die Empfangseinheit scheint somit funktionsfähig zu sein. In einer Entfernung von ca. 4-5m OHNE Wand dazwischen haben wir nur noch 25% Leistung. Abgesehen von einer höheren Fehlerrate, nimmt die Geschwindigkeit im Umkehrschluss um 75% ab. Ab 5m und einer Stahlbetonwand dazwischen ist dann ganz vorbei. Im Upload versucht das K4000 nach Hinten raus noch ein paar Daten zu schicken, aber die gemachten Screenshots sprechen leider für sich.

Gerade von Oukitel hätte ich mir an diesem Punkt mehr gewünscht! Das es im Low Budget Bereich auch anders geht, zeigte uns Cubot.

Sprachqualität & Klang

In puncto Audio kann das Oukitel K4000 durchaus überzeugen. Öffnet man das Backcover, so sieht man eine recht große Membran, die den darunterliegenden Lautsprecher schützt. Auf Grund der Dicke (Tiefe) des Gerätes hat der Lautsprecher etwas mehr Volumen zur Verfügung, als es bei flachen Konkurrenzprodukten der Fall ist. Und das macht sich bei der Wiedergabe über diesen Lautsprecher bemerkbar. Die Töne klingen recht kräftig und auch die maximale Lautstärke klingt nicht „zum Schreien", sondern noch durchaus positiv.

Via Equalizer können die Tiefen und Höhen dann aber nochmals nachgebessert werden. Insbesondere bei Verwendung von Kopfhörern kann man hier die Audioqualität dem Genre entsprechend anpassen.

Kamera

Im K4000 wurden eine 13MP Rückkamera und eine 5MP Frontkamera verbaut. Beide Kamerasensoren (vermutlich OV) sind nicht gut ausgenutzt worden. Megapixel allein waren natürlich noch nie ein Garant für gute Bildqualität, aber das ein oder andere Gerät schneidet dennoch besser oder schlechter bei der Qualität ab. Und dies liegt dann u.a. an der verbauten Blende oder der Softwareanpassung.

Oukitel hat meiner Ansicht nach softwaretechnisch noch einiges nachzubessern und Heute (29.11.2015) kam so dann sogar ein Update. Für diese Review, die nun schon seit 4 Tagen „überfällig" ist, werde ich die Software nicht mehr ausgiebig testen können. Ich habe mich erstmalig bei einem Device schon jetzt zu weit aus dem Fenster gelehnt und stand mit Oukitel in direktem Kontakt. Mir wurde vor 5 Tagen ein Update versprochen und nur deshalb habe ich noch gewartet. Warum, das erfahrt ihr beim Akku.

Zurück zu den Kameras. Anhand der Fotos kann man erkennen, dass es der 13MP Knipse deutlich an Tiefenschärfe und Kontrast bei den Fernaufnahmen fehlt. Nahaufnahmen klappen hingegen etwas besser.

Bei Nachtaufnahmen kann der Singleshot-LED-Blitz nur mäßig aushelfen. Ab 1m Entfernung wird er quasi nutzlos.

Wie zu erwarten war, machte das K4000 auch bei Videoaufnahmen keine gute Figur. Das Video wirkt sehr verwaschen und auch bei nur 7m Entfernung lassen sich nicht einmal die Nummernschilder der PKWs erkennen.

Die Frontkamera Qualität kann ich dann 1:1 mit der vom Ulefone Paris setzen. Leider nicht akzeptabel. Eine deutliche Unschärfe und fehlende Farbintensität sind das Resultat.

Würde ich Schulnoten verteilen müssen, so würde ich den Kameras im K4000 eine 4 erteilen, zumindest im Low Budget Bereich und nur gemessen an den getesteten Smartphones der letzten Monate. Es geht definitiv besser.

Akkulaufzeit & Software

Kommen wir nun zu den letzten und absolut schwierigsten Kategorien. Zumindest im vorliegenden Fall. Für gewöhnlich lest ihr weiter oben etwas zur Software und wenn es keine Besonderheiten gibt, dann unter Umständen auch gar nichts mehr.

Im Oukitel K4000 wurde ein, wie der Name schon suggeriert, 4000mAh Akku verbaut und man darf von diesem eine gewisse Ausdauer erwarten. In Kombination mit einer schwachen CPU und einem HD Display, sollte der Akku mindestens 2 Tage bei moderater Nutzung durchhalten.

Nun, ich habe es beim Punkt Kamera bereits erwähnt. Wir bei GizChina.de testen Geräte nicht nur ein paar Minuten während der Videoaufnahme, sondern über einen Zeitraum von ca. 7 Tagen und das im Alltag. In dieser Zeit offenbaren sich zumeist Fehler von Geräten, die dem User viel Ärger bescheren können. Wir erinnern uns an das UMi Zero, das Elephone P7000, das Ulefone Be Touch 2 oder das Ulefone Paris. All jene Smartphones wurden von vielen, inklusive Mainstream Medien, hoch gelobt und versagten dann im Langzeittest.

Während meiner Testzeit machte mir das K4000 hin und wieder Probleme. In den ersten 4 Tagen hatte ich das Smartphone eingerichtet und den Akku bestmöglich leer gefahren und wieder voll aufgeladen. Mir fiel auf, dass im Standby nur wenige Prozente in vielen Stunden purzelten, bei aktiviertem Display und Mobilfunk bzw. WLAN dann aber ein absoluter Crash zustande kam. Anhand der Screener lässt sich dies in etwa abschätzen. Es gibt dafür nur drei Gründe. Entweder der Akku bzw. das Gerät ist defekt oder die Anzeige ist falsch oder der Akku besitzt keine 4000mAh Kapazität. Ich persönlich glaubte weder an einen Defekt, noch an die falsche Kapazität. Das Oukitel braucht für eine Ladung knapp 4 Stunden bei 1A Ladestrom. Sicherlich kein Beweis für die Kapazität, denn es könnten ja auch nur 0,75A beim Akku ankommen. Aber auch einen Defekt wollte ich ausschließen, da der an sich nämlich lange durchhielt. Man lässt sich allzu leicht täuschen, wenn man der reinen Anzeige glaubt. Zumal ich aus meiner Erfahrung heraus diese Anzeigebugs kenne. Beim Cube Talk 9x ist dies nämlich auch der Fall. Der Akku zeigt 85% und das Tablet ist bei Benutzung dann binnen von 2 Stunden leer. Das es aber vorher 5 Tage im Standby bei aktiviertem Mobilfunk aktiv war, das hat der „Ladestand" nicht wirklich verrechnet.

Ich habe dann in der vergangenen Woche zu Oukitel Kontakt aufgenommen und das Problem geschildert. Man versprach mir bis Sonntag (Heute) ein Update, denn es sei schon fertig. Und wirklich. Vorhin erreichte mich das Update auch auf dem Smartphone via OTA.

Nun hatte ich während dieser Wartezeit natürlich nochmals 4 Tage länger das K4000 in Besitz und währenddessen konnte mich der Akku dann letztlich auch ohne Update überzeugen. Bei moderater Nutzung, daueraktiviertem Mobilfunk und zwischenzeitlichem Spielen hielt dieser nun ganze 3 Tage durch. Die prozentuale ScreenON Zeit lag dabei bei 25% und die Helligkeit war auf 100% eingestellt. Es ist schwer bei einem ausdauernden Akku eine reine ScreenOn Zeit zu ermitteln, also muss man rechnerisch angleichen. Die reine ScreenOn Zeit vom Display dürfte also zwischen 16 und 22 Stunden liegen, sofern sich das Smartphone im Flugmodus befindet.

Im Akkubenchmark von Antutu erreichte das K4000 am 10. Tag dann sagenhafte 10.470 Punkte. Dies deckte sich dann abschließend auch mit meinen Beobachtungen. Der Akku hat das Zeug das K4000 über mehrere Tage zu betreiben!

Noch ein bis zwei Sätze zur Software. Oukitel hat das OS Android 5.1 nicht großartig angepasst, wohl aber einige Apps drauf gehauen, auf die ich gut und gerne verzichten kann.

So ist bereits WhatsApp und Twitter vorinstalliert. Beides Programme von denen ich nichts halte. Wer meine Reviews bisher gelesen/gesehen hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass ich eher zu KakaoTalk neige (Verschlüsselung möglich). Für mich waren diese Apps also nutzlos. Mag sein, dass die Masse das anders sieht.

Ansonsten läuft das System bis auf wenige Ausnahmen flüssig. Aber leider gab es eben auch drei Ausnahmen. Zweimal bootete das K4000 neu, nachdem es festgefahren war und beim zweiten Bootvorgang machte es sogar selbstständig einen Werksreset. Wow. Das habe ich noch nicht erlebt. Abgesehen von ein paar Screener hatte ich keine wichtigen Daten auf dem internen Speicher. Wäre ich aber ein Nutzer gewesen, hätte Fotos oder Musik drauf gehabt, dann wäre es unter Umständen verlustreich gewesen. Nun, es war nur einmal und auch die beiden Reboots schienen in 11 Tagen eine Ausnahme gewesen zu sein. Aber erwähnen wollte ich es trotzdem.

Fazit

Beim Oukitel K4000 handelt es sich definitiv um einen Ausdauerkandidaten. Wer zum Beispiel im Urlaub längere Zeit von der Ladestation getrennt ist, der kommt mit dem Gerät sicherlich auf seine Kosten. Insbesondere die Aufrechterhaltung eines oder zweier Mobilfunksignale kostet Akku. Und da haben es andere Low Budget Geräte schwer mitzuhalten. Der Akku ist also DAS Pro-Kriterium schlechthin. Aber auch der Sound vom K4000 kann sich hören lassen.

Neutral bewerte ich hingegen das Display, die Verarbeitung insgesamt, die Hardware und den Empfang. Keine großen Schwächen, aber im Hinblick auf bessere Konkurrenzprodukte eben auch nicht positiv.

Negativ bewerte ich dann doch die beiden Kameras und einen Teil der Software. Anzeigebugs bei der Akkukapazität, sowie zwei Reboots und ein Factoryreset sind schon grenzwertig. Gerne gebe ich in ein paar Tagen nochmals eine Stellungnahme zum neuen Update (V3.0) ab.

Wer also einen Ausdauerkandidaten sucht macht beim Oukitel K4000 sicherlich keinen Fehler.

Testgerät zur Verfügung gestellt von Comebuy


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