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Onda V10 Pro Test

Onda V10 Pro

​Das Onda V10 Pro ist ein China Tablet mit guter Ausstattung zu einem auf den ersten Blick fairen Preis. Das Onda V10 Pro basiert auf Phoenix OS, einer Android Version, welche für die Nutzung als Desktop Betriebssystem bzw. für Laptops gedacht ist. Als Alternative für das mittlerweile eingestellte Remix OS, bietet Phoenix OS einen ähnlichen Funktionsumfang sowie eine ähnliche Oberfläche. Das Onda V10 Pro kann auch in ein Laptop verwandelt werden, wozu ein separates Tastatur Dock mit Touchpad sowie USB Anschlüssen erhältlich ist. Wir empfehlen dieses bei Aliexpress zu kaufen, da es dort mit Abstand am günstigsten ist.

Das Onda V10 Pro gibt es in Varianten mit 2GB und 4GB RAM, wobei die meisten Shops nur noch die 4GB Versionen führen, da die 2GB Versionen relativ uninteressant sind. Gearbest verkauft die 4/32GB Variante derzeit für rund 140€ bis 160€, die uns vorliegende 4/64GB Version schlägt mit 170€ bis 200€ zu Buche. Die Preise sind abhängig von den jeweils laufenden Angeboten (Flash Sale, Gutscheine).

Wir haben das Onda V10 Pro mittlerweile zwei Wochen getestet und zeigen euch nun in diesem Testbericht, was ihr von diesem Tablet erwarten könnt. Das Onda V10 Pro wurde uns für den Test von Gearbest zur Verfügung gestellt. Zum Shop gelangt ihr mit dem grünen Button.

Onda V10 Pro
Unboxing

Das Onda V10 Pro kommt in einer recht schlichten Verpackung daher. Zum Tablet bekommt ihr eine Kurzanleitung, ein Micro USB Datenkabel und ein Ladegerät mit Hohlklinke. Das Tablet kann sowohl über Micro USB als auch DC-In Port geladen werden.

Onda V10 Pro
Design

​Dafür wie günstig man das Onda V10 Pro teils bekommen kann, ist das Tablet überraschend hochwertig verarbeitet. Das Gehäuse besteht fast vollständig aus Metall. Nur oben auf der Rückseite gibt es einen Ausschnitt aus Kunststoff, unter dem sich die Antennen verstecken und das Kameramodul eingebettet wurde. Bis auf diesen Ausschnitt umschließt das Aluminium das gesamte Gerät bis an die Kante der Front und ist aus einem Stück Metall gefertigt, was das Tablet recht stabil macht. Dies macht sich aber beim Gewicht bemerkbar, welches mit 568g recht hoch ausfällt. Leider ist die Rückseite leicht nach außen gewölbt, was dazu führt, dass das Tablet nicht eben auf einem Tisch liegt, sondern herumwackelt, wenn man darauf Eingaben tätigt. Abhilfe schafft hier ein Tablet Ständer oder eben das Tastaturdock, mit dem sich das Onda V10 Pro in ein Tablet verwandeln lässt.

Die Front des Onda V10 Pro wirkt auf den ersten Blick klassisch. Um das Display ziehen sich relativ dicke Ränder. Über dem Display befindet sich eine Webcam. Bei genauerem Hinsehen findet man aber schnell zwei Besonderheiten. Zum einen findet man neben der Webcam einen Sensor, wobei es sich um einen Lichtsensor zur automatischen Regelung der Displayhelligkeit handelt, zum anderen befindet sich links ein Home Button, was für China Tablets eher ungewöhnlich ist. Hierbei handelt es sich um einen physischen Button, welcher über einen integrierten Fingerabdruck Sensor verfügt. Auch das ist für China Tablets eher ungewöhnlich, vor allem in dieser Preisklasse.

Beim Blick um das Onda V10 Pro herum finden sich dann keine weiteren Besonderheiten. Die Anschlüsse wurden auf die linke und rechte Seite aufgeteilt. Links befinden sich die Lautsprecheröffnung, der 3,5mm Kopfhörer Anschluss sowie der Micro SD Kartenleser. Auf der rechten Seite befinden sich das Mikrofon, ein Micro USB OTG Port, ein Micro HDMI Anschluss und ein DC-In Anschluss für das mitgelieferte Netzteil. Abseits davon befindet sich logischerweise auf der unteren Seite noch ein Anschluss für das Tastatur Dock. Die Tasten zum Regeln der Lautstärke und Ein- / Ausschalten des Tablets befindet sich oben rechts.

Wenn wir am Design etwas kritisieren müssen, dann ist es der Micro SD Kartenleser. Dieser ist eine glatte Fehlkonstruktion. Die SD Karte verschwindet so weit im Schacht, dass es uns nicht möglich war ohne ein Werkzeug zum "Stochern" eine Karte zu arretieren. Natürlich ist auch das Entnehmen ohne Werkzeug nicht möglich. Ob es sich hier um eine Macke von unserem Gerät oder einen Serienfehler handelt, können wir nicht beurteilen.

Onda V10 Pro
Display

​Größe: ​10,1"
Auflösung:​ ​2560 x 1600
Technologie​:​IPS OGS LCD (Sharp)
​Anzahl Berührungspunkte:​10
Gehärtetes Glas:​​Ja
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Nein

​Durch die hohe Auflösung bietet das Onda V10 Pro eine sehr scharfe Darstellung. Auch bei genauer Betrachtung aus geringem Abstand sind einzelne Pixel nur schwer zu erkennen. Die Optik ist wie man es von einem Sharp Panel erwartet: Farbenfroh und kontrastreich sowie ausreichend hell. Da es sich um ein voll laminiertes LCD Display handelt und damit der Spalt zwischen Panel und Frontglas wegfällt, lässt sich das Tablet auch im Freien problemlos nutzen. Die Blickwinkelstabilität profitiert davon ebenfalls. Das Einzige was noch eine Spur besser sein könnte sind die Schwarzwerte, doch das ist Meckern auf hohem Niveau.

Doch auch wenn die maximale Displayhelligkeit sehr hoch ist und sogar automatisch geregelt wird, gibt es genau hier Raum für Kritik. Das Problem ist nämlich, dass das Display kaum herunter geregelt werden kann. Selbst auf der kleinsten Einstellung ist das Display bei Nacht noch viel zu Hell. Das ist nicht nur unangenehm, sondern lässt auch die Akkulaufzeit leiden, da hier ordentlich Energie verschwendet wird.

Alles andere als gut ist leider der Touch Screen. Zwar erkennt dieser bis zu 10 Finger gleichzeitig, doch das war es dann auch schon mit dem Positiven. Die Touch Auflösung is recht gering, worunter die Genauigkeit leidet. Außerdem gibt es beim Scrollen dadurch ein Ruckeln. Die Empfindlichkeit könnte ebenfalls besser sein. Es kommt sehr oft vor, dass Eingaben nicht erkannt werden und noch einmal ausgeführt werden müssen. Zudem verliert das Touch Panel bei Multi-Touch-Nutzung gerne Finger, wenn diese sich zu stark annähern. Insgesamt ist der Touchscreen nicht unbrauchbar, macht im Alltag aber nicht sonderlich viel Spaß.

Die Glasfront vom Onda V10 Pro fühlt sich etwas "bremsig" an, ist also nicht sonderlich gleitfähig. Dies mag daran liegen, dass es keine oleophobische Beschichtung gibt. Fingerabdrücke setzen sich damit sehr gut fest. Will man das Onda V10 Pro komplett von Fingerabdrücken befreien, muss man äußerst gründlich polieren. Immerhin ist das Glas aber relativ kratzfest. Wir haben es zum Test mehrmals mit dem Display über einen Tisch geschoben und den klassischen Schlüsseltest durchgeführt. Auf den Zustand der Glasfront hatte dies keine Auswirkungen.

Onda V10 Pro
Hardware & Performance

​Prozessor: ​Mediatek MT8173
2x Cortex A72 @2,0GHz
2x Cortex A53 @1,3GHz
GPU:​ ​PowerVR GX6250
RAM (Geschwindigkeit):​​4GB LPDDR3​ (5,76GB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​32 / 64GB​ (42 / 34MB/s)
Micro SD (Geschwindigkeit R/W):​Ja (32 / 21MB/s)
Fingerabdruck Scanner:​​Ja (Front)
​Sensoren:​Accelerometer, Proximity, Light
Besonderheiten:​​Home Button
Abmessungen / Gewicht:​​25,2 x 16,6 x 0,58cm (dünnste Stelle) / 0,95cm (dickste Stelle)
​568g

​Das Onda V10 Pro ist mit dem MT8173 ausgestattet, welcher eine Quad Core CPU und eine PowerVR GX6250 GPU an Bord hat. Die CPU setzt sich aus zwei Cortex A53 Kernen mit 1,3GHz und zwei leistungsfähigeren Cortex A72 Kernen mit 2GHz zusammen. Das Onda V10 Pro erreicht damit im Antutu Benchmark knapp 71.000 Punkte. Auch wenn der Prozessor schon etwas älter ist, bietet er also immer noch eine gute Leistung. Für alltägliche Apps reicht das locker und auch Spiele laufen auf dem Chip rund, wobei man bei neuen und anspruchsvollen 3D Titeln die Grafikeinstellungen etwas reduzieren muss. Das liegt allerdings auch an der hohen Bildschirmauflösung. Problematisch ist beim Onda V10 Pro leider, dass der Prozessor seine volle Leistung aufgrund der schlecht optimierten Software nicht ausspielen kann. Doch darauf gehen wir im nächsten Kapitel noch genauer ein.

Mit 4GB RAM bietet das Onda V10 Pro genügen Arbeitsspeicher um mehrere Apps gleichzeitig zu nutzen. So ist es problemlos möglich einen gut gefüllten Chrome Browser, Spotify, Word, Google Photos und Google Maps nebeneinander laufen zu lassen und zwischen den Apps zu wechseln, ohne dass diese neu geladen werden müssen. Da es sich um LPDDR3 RAM handelt, wird nur eine Datenrate von 5,76GB/s erreicht. Enttäuschend ist leider der Datenspeicher. Unser 64GB Modell erreicht nur 42MB/s Lese- und 34MB/s Schreibgeschwindigkeit. Man könnte glatt meinen, Onda würde auf eine schlichte Micro SD Karte als internen Speicher setzen. Der lahme Speicher macht sich vor allem beim Öffnen von Apps bemerkbar. Hier muss man vergleichsweise lange Verzögerungen in Kauf nehmen. Erweiterbar ist der Speicher per Micro SD Karte. Hier werden leider auch keine berauschenden Geschwindigkeiten erreicht. 32MB/s (Lesen) und 21MB/s (Schreiben) sind weit von den Werten entfernt, welche unsere Testkarte eigentlich erreichen kann.

Der Fingerabdruck Sensor auf der Front funktioniert akzeptabel. Man muss den Button drücken um das Tablet zu entsperren. Auf bloße Berührungen reagiert er nicht. Das Entsperren dauert leider mit einer bis anderthalb Sekunden sehr lange. Dafür hält sich die Anzahl fehlgeschlagener Entsperrversuche in Grenzen. Die Positionierung empfinden wir als sehr angenehm, da man das Tablet bequem mit dem linken Daumen entsperren kann ohne irgendwie umgreifen zu müssen.

Onda V10 Pro
Software

​Variante: ​Phoenix OS / Stock Android (Dual OS)
​Android Version: ​Android 6.0 (Sicherheitspatch: 5. März 2017)
Bloatware​:​Ja
Root Zugriff:​​Nein
OTA Updates:​​Nein
Schadsoftware:​​Nein

​Aus Sicht der Software ist das Onda V10 Pro sehr interessant. Mit PhoenixOS kommt hier eine Alternative für das eingestellte Remix OS zum Einsatz. PhoenixOS stellt einen Windows-ähnlichen Desktop für Android bereit, auf dem sich Android Apps in Fenstern nutzen lassen. Damit ist echtes Multi-Tasking möglich und Android lässt sich viel besser produktiv nutzen. Das ist gerade dann nützlich, wenn man das Onda V10 Pro mit dem Tastatur Dock nutzen möchte. Das Problem an solchen System ist jedoch, dass es sich im reinen Tablet Betrieb nicht ganz so komfortabel nutzen lässt, wie ein normales Android. Doch auch dafür gibt es eine Lösung, die sich beim Onda V10 Pro "DualOS" nennt. Nein, es gibt kein Dual Boot, sondern die Möglichkeit per Knopfdruck die PhoenixOS Oberfläche verschwinden zu lassen. Zurück bleibt dann ein ganz normales Stock Android.

Prinzipiell verfolgt das Onda V10 Pro also einen tollen Ansatz, welcher jedoch von der schlechten Umsetzung bzw. Optimierung der Software zerstört wird. Beispiele für die lieblose Umsetzung gibt es viele. Das beginnt schon bei der Software Version. Mit PhoenixOS 1.2.0 kommt hier keine aktuelle Version von PhoenixOS zum Einsatz. Außerdem ist die Android Basis mit Android 6.0 sowie einem Sicherheitspatch vom 5. März 2017 veraltet. OTA Updates gibt es nicht. Updates müssen manuell geladen und mit dem SP Flash Tool über einen PC installiert werden. Das allein wird nun für viele kein Problem darstellen, doch es geht noch weiter.

Das nächste Problem das ziemlich schnell deutlich wird, ist die schlechte Performance des Systems. Besonders im PhoenixOS Modus schleicht und ruckelt das Tablet vor sich hin. Nicht einmal einfaches Surfen im Netz macht hier Spaß. Von Stottern beim Scrollen über ständiges Nachladen von Seiten bis hin zu seltsamen Darstellungsfehlern ist alles dabei. Das Arbeiten mit mehreren Apps und das Wechseln zwischen diesen verläuft zäh wie Kaugummi.

Wechselt man in den Stock Android Modus, verbessert sich die Performance deutlich. Das Onda V10 Pro ist dann durchaus nutzbar, wirkt aber weiterhin nicht ganz rund. Was ebenfalls oft auffällt, sind Darstellungsfehler beim Scrollen, welche sowohl unter PhoenixOS als auch im Stock Android auffallen. Besonders stark merkt man das in Apps welche sich nur im Hochkant-Modus nutzen lassen - z.B. Instagram. Scrollt man durch den Feed, ist häufig ein seltsamer Nachzieh-Effekt und Tearing zu erkennen. Zunächst gingen wir hier von einem Display Problem aus, doch in Videos treten derlei Effekte nicht auf. Deshalb handelt es sich hier sehr wahrscheinlich um einen Bug im GPU Treiber oder Ähnliches.

Probleme gibt es auch bei der Software Kompatibilität - und das beginnt schon beim Play Store. Aus irgend einem Grund lassen sich die Google Play Services nicht aktualisieren. Updates muss man manuell über die korrekte APK Datei installieren, wobei man die APK Dateien aus dem Internet beziehen muss, wo man nie genau weiß, was mit diesen Dateien getrieben wurde. Ohne ein Update der Play Services verweigern leider die meisten Google Apps den Dienst, sodass man da nicht drum herum kommt. Doch selbst nach dem manuellen Update verweigern noch einige Google Apps den Dienst. Google Play Spiele funktioniert z.B. nicht korrekt. Es ist uns bisher in keinem Spiel gelungen die Spielstände aus der Google Cloud zu laden. Ein paar Spiele, darunter Asphalt Xtreme, verweigern deshalb den Start. Die PayPal App funktioniert ebenfalls nicht und lässt sich gar nicht erst aus dem Play Store herunterladen.

Wer Daten vom Tablet via USB Kabel auf seinen PC oder umgekehrt kopieren möchte, steht leider vor verschlossenen Türen. Das Tablet erkennt das Anschließen des Kabels und man kann auch MTP aktivieren, doch das war es dann. Ein Zugriff auf den internen Speicher schlägt fehl. Android File Transfer für Mac hat uns ständig die Meldung "couldn't connect to device" präsentiert. Doch auch die native MTP Implementierung von Windows kann nicht auf das Tablet zugreifen.

Das Onda V10 Pro ist softwareseitig also noch eine große Baustelle und Onda hat noch mächtig Arbeit vor sich. Die Frage ist, ob sich der Hersteller den Problemen noch annehmen wird. Es gab für das Onda V10 Pro in der Vergangenheit bereits 4 Software Versionen. Vergleicht man diese, hat sich da nicht wirklich etwas getan. Insofern sind gewisse Zweifel daran berechtigt, ob sich jemals etwas an dem Zustand ändern wird.

Onda V10 Pro
Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: ​Nein
WLAN:​ ​802.11a/b/g/n/ac Dual Band
Bluetooth:​​4.0
NFC:​​Nein
HotKnot:​​Nein
Dual-SIM:​​Nein
Positionsbestimmung:​​GPS

Das Onda V10 Pro unterstützt Dual Band ac-WLAN. Unsere 200Mbit Internetanbindung konnten wir damit voll ausreizen. Die Empfangsleistung bewegt sich im unteren Mittelfeld. Ein Stockwerk unter dem Router haben wir einen deutlichen Einbruch auf 34Mbit bemerkt. Bluetooth funktioniert einwandfrei, deckt jedoch nur maximal zwei Räume ab. Das ist kein schlechtes Ergebnis, es gibt aber auch Geräte die deutlich mehr schaffen. Weiterhin unterstützt das Onda V10 Pro GPS. Dieses bietet jedoch keinen wirklichen nutzen, da der Empfang viel zu schlecht ist. Eine grobe Positionierung ist möglich, zum Navigieren reicht es aber bei weitem nicht.

Onda V10 Pro
Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Mono
Noise Cancelling Mikrofon:​ ​-
Dedizierter Audio DAC:​Nein
Dedizierter Verstärker:​Nein

​Dass im Onda V10 Pro nur ein Mono Lautsprecher verbaut wird, mag enttäuschend sein. Dennoch muss man sagen, dass ein gut klingender Mono Lautsprecher immer noch besser ist als viel zu leise und schlecht klingende Stereo Lautsprecher, welche man in vielen China Tablets findet. Und ja, der Lautsprecher im Onda V10 Pro klingt überraschend gut. Die Lautstärke ist absolut ausreichend und es kommt eine leichte Basswiedergabe durch. Der Kopfhörer Anschluss liefert einen sehr guten Klang und beeindruckt vor allem mit seiner sehr hohen Lautstärke. Nervige Störgeräusche gibt es hier nicht - dafür aber beim Mikrofon. Das ist schade, denn das Mikrofon ist ziemlich gut. Doch ein konstantes Summen im Ton stört einfach enorm. Quelle des Summens scheint die Display Beleuchtung zu sein, da sich die Intensität und Frequenz mit der Displayhelligkeit ändert. Hält man ein Ohr in die Nähe des oberen rechten Bereichs vom Onda V10 Pro, nimmt man das Summen ebenfalls war. Es handelt sich hier also nicht um eine Interferenz, sondern um ein echtes Geräusch, welches vom Mikrofon aufgezeichnet wird.

Onda V10 Pro
Kamera

​Hauptkamera: ​8MP Himax HM8131 f/2.8
​Frontkamera: ​​​2MP OmniVision OV2680 f/2.8
​Blitz:​Nein
​Fokus:​CDAF (Hauptkamera)
​Slow Motion:​Nein

Das Onda V10 Pro überrascht mit einer für ein China Tablet sehr guten Hauptkamera. Mit dieser lassen sich durchaus brauchbare Bilder schießen, welche für ein China Tablet einen überdurchschnittlichen Detailreichtum bieten. Nein, eine richtige Digitalkamera kann sie nicht ersetzen, doch für den ein oder anderen Schnappschuss, das Festhalten von Momenten oder eben das Abfotografieren von Dokumenten tut sie es dicke. Die Video Qualität ist ebenfalls recht gut. Und auch die Frontkamera ist für Video Chats voll und ganz brauchbar, wenngleich sie nicht an die Hauptkamera herankommt. Man sollte zudem auf eine gute Ausleuchtung achten, da die Bildqualität bei schlechtem Licht doch massiv leidet.

Onda V10 Pro
Akku

​Kapazität (Angabe): ​6.600mAh
​Kapazität (Gemessen): ​~​ 6.600mAh
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​​Nein

​Das Onda V10 Pro wird mit einem 6.600mAh Akku beworben und genau das ist auch, was wir bei einer externen Messung ermittelt haben. Die Laufzeit überzeugt und trotzdem nicht, was allerdings an der schlecht optimierten Software sowie der konstant zu hohen Displayhelligkeit liegt. Je nach Nutzung haben wir eine Screen-On Zeit zwischen 4 und 6 Stunden erreicht. Das ist nicht schlecht aber eben auch nicht wirklich gut. Ein weiterer Schwachpunkt ist, dass das Onda V10 Pro recht lange braucht um den Akku zu laden. Rund 4 Stunden sind zwar verschmerzbar, doch die Implementierung von Pump Express Fast-Charging wäre durch den Mediatek Chip kein Problem gewesen.

Onda V10 Pro Fazit

​Das Onda V10 Pro ist uns in Anbetracht der zahlreichen Schwächen, welche nicht nur mit der Software zu begründen sind, keine allgemeine Empfehlung wert. Ja, das Onda V10 Pro ist billig, doch selbst in dieser Preisklasse gibt es Geräte, welche sich besser für den Einsatz im Alltag eignet. Im jetzigen Zustand eignet sich das Onda V10 Pro allenfalls zum Ansehen von Videos und Filmen. Das wäre dann auch der einzige Use-Case, für den wir das Tablet empfehlen könnten.

Pro Contra
​+ Hochwertige Optik, gute Verarbeitung ​- Langsamer, ungenauer Touchscreen
+​​ Gutes Display mit OGS-​​ Schlecht optimierte, langsame Software
+​​ Potentiell leistungsfähiger Prozessor-​​ App Kompatibilität
+​​ Schnelles ac-WLAN-​​ Displaybeleuchtung erzeugt Summen
+​​ Überdurchschnittlich gute Kameras-​​ Niedrigste Helligkeitsstufe zu hell
-​​ Lange Ladezeit
-​ Micro SD Karten verschwinden zu tief im Gehäuse
​- Interner Speicher viel zu langsam

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