Meizu Pro 7 Test (Helio P25)

b2ap3_large_meizu-pro-7-2 Meizu Pro 7 Review (Helio P25)

Das Meizu Pro 7 ist der kleine Bruder des Meizu Pro 7 Plus. Das Design entspricht der großen Variante und auch das sekundäre Display ist mit am Start. Unterschiede gibt es jedoch bei der Größe und der Ausstattung. Das Meizu Pro 7 is in der kleinsten und uns vorliegenden Version mit einem Mediatek Helio P25 Prozessor, 4 statt 6 GB RAM und 64GB Speicher ausgestattet. Es gibt aber auch eine Variante mit Helio X30 Prozessor und 128GB Speicher. Eine weitere Besonderheit ist das Display, welches hier nur 5,2" statt 5,7" groß ist. Damit eignet sich das Meizu Pro 7 auch für Liebhaber kleinerer Smartphones. Preislich schlägt das Meizu Pro 7 derzeit mit um die 300€ zu Buche. Wir haben das Meizu Pro 7 nun eine Woche lang im Alltag getestet und erzählen euch in diesem Testbericht alles zu seinen Stärken und Schwächen.

Das Meizu Pro 7 wurde uns vom CECT-Shop für den Test zur Verfügung gestellt. Dafür möchten wir uns recht herzlich bedanken. Selbstverständlich nimmt der Shop zu keiner Zeit Einfluss auf die Bewertung.

Meizu Pro 7 Unboxing

​​Das kleine Meizu Pro 7 kommt in derselben Verpackung daher, in der wir in unserem Test auch schon das Meizu Pro 7 Plus vorfanden. Der Lieferumfang ist fast identisch. Ihr bekommt etwas Papierkram, ein USB Typ-C Kabel, einen mCharger mit chinesischem Stecker (Adapter wird von CECT-Shop mitgeliefert) und einen Schutz für die Rückseite des Smartphones. Abweichend von der Plus Version lag unserem Meizu Pro 7 noch ein zweites USB Typ-C Kabel bei. Ob dies vom Shop stammt oder immer im Lieferumfang enthalten ist, ist uns leider unbekannt.

Design & Verarbeitung

​Das Meizu Pro 7 kann nicht nur mit einer exzellenten Verarbeitung auf Premium Niveau beeindrucken. Es ist schon erstaunlich, was Meizu in das nur 7,4mm dicke Unibody Metallgehäuse gequetscht hat. Ein relativ großer Akku und ein zweites Display finden hier gemeinsam mit der ganzen restlichen Hardware und der Dual Kamera Platz. Das Meizu Pro 7 ist nicht nur ein schickes Smartphone, sondern auch Beweis dafür, dass Meizu einiges an Know-How auf Lager hat.

Einen Kritikpunkt gibt es aber trotzdem: Das kleine Meizu Pro 7 ist nicht so stabil wie das Meizu Pro 7 Plus. Versucht man das Smartphone (mit viel Kraft) zu biegen, so sieht man, dass das Metall beginnt am mittigen Übergang zum Glaspanel des Info Displays nachzugeben. Würde man weiter machen und noch mehr Kraft ausüben, würde das Gehäuse vermutlich an dieser Stelle nachgeben. Nein, es wird im Alltag nicht zu einem Verbiegen des Gehäuses kommen. Dennoch sollte man beim Transport in der Gesäßtasche Vorsicht walten lassen. Ob das Meizu Pro 7 ein Draufsetzen immer unbeschadet übersteht, wollen wir anzweifeln.

Überraschend ist übrigens, dass man das Design vom Meizu Pro 7 Plus komplett übernommen hat. Es war offenbar trotz der deutlich schlankeren Abmaße nicht nötig, Komponenten an anderen Stellen zu platzieren. Das Meizu Pro 7 sieht exakt so aus wie ein Pro 7 Plus, nur eben deutlich kleiner. Erfreulich ist dabei, dass die Bezels links und rechts des Displays schmaler ausfallen als bei der Plus Version. Nur knappe 2mm sind diese breit.

Schwächen leistet man sich am gesamten Gerät keine. Besonders die Buttons sind für die meisten Nutzer immer sehr wichtig, da hier schon kleine Ungenauigkeiten einen billigen Eindruck hinterlassen können. Insofern ist es schön zu sehen, dass hier alles richtig gemacht wurde. Sämtliche Tasten wackeln nicht und besitzen einen sehr schönen Druckwiderstand. Das Druckgeräusch des Home Buttons ist dezent und hat sich auch nach intensiver Nutzung nicht verändert.

Display

​Größe: ​5,2"
Auflösung:​ 1920 x 1080​
Technologie​:Super AMOLED​
​Anzahl Berührungspunkte:10​
Gehärtetes Glas:​Gorilla Glass 5
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Ja

​Das Meizu Pro 7 setzt auf ein 5,2" Super AMOLED Display. Das verwendete Panel ist sehr hochwertig und überzeugt mit einer sehr schönen Farbwiedergabe ohne die oft bei AMOLED Display vorzufindende Bonbon Optik. Die Auflösung beträgt beim Meizu Pro 7 1980 x 1080 Pixel. Beim großen Bruder wird ein 2k Panel genutzt. Durch die kleinere Diagonale reicht die Pixeldichte aber locker aus und sorgt für eine scharfe Darstellung. Einzelne Pixel sind nur bei sehr kurzem Betrachtungsabstand zu erkennen.

Erwähnenswert ist, dass das im Meizu Pro 7 genutzte AMOLED Display nicht so hell wird die jenes der Plus Variante. Das Pro 7 erreicht 350cd/m². Das Panel ist aber trotzdem heller als jenes, welches einst im Pro 6 genutzt wird. Damals hatten wir echte Probleme mit der Lesbarkeit unter Sonnenlicht. Zwar ist auch beim Meizu Pro 7 eine gewisse Einschränkung festzustellen, doch mal kann immer noch genug erkennen um das Smartphone zu nutzen.

Keine Unterschiede gibt es beim Touch Screen. Dieser erkennt hier ebenfalls bis zu 10 Berührungspunkte und arbeitet einwandfrei. Besonders die kurze Reaktionszeit fällt positiv auf. Das genutzt Gorilla Glass 5 verfügt über eine fettabweisende Beschichtung, was für angenehme Gleiteigenschaften sorgt. Zudem ist es dadurch einfacher zu säubern. Tiefe Kratzer haben wir bisher keine entdecken können - weder auf dem Hauptdisplay noch auf dem Info Display. Beim Plus Modell hatten wir da also ganz offensichtlich wirklich nur Pech, wie wir schon vermutet hatten. Im Test haben wir das Meizu Pro 7 als Härtetest extra mit dem Schlüssel in derselben Tasche herumgetragen. Das Resultat sind ein paar ganz feine Micro Kratzer, die jedoch nur gegen Licht und selbst dann kaum zu erkennen sind.

Für Informationen zum Info Display schwenkt ihr bitte kurz rüber zum Meizu Pro 7 Plus Review. Wir sind dort bereits ausführlich auf das Info Display eingegangen. Da sich dieses Feature beim Meizu Pro 7 nicht unterscheidet, befassen wir uns damit an dieser Stelle nicht noch einmal.

Meizu Pro 7 Hardware & Performance

​Prozessor: ​Mediatek Helio P25 (MT6757CD)
- 4x Cortex A53 @1,664GHz
- 4x Cortex A53 @2,392GHz
GPU:​ ​Mali T880 MP2 GPU
RAM (Geschwindigkeit):​​4GB LPDDR4X RAM (7,36GB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​64GB eMMC 5.1 (284 / 210MB/s)​
Micro SD (Geschwindigkeit R/W):Nein​
Fingerabdruck Scanner:​Ja (Front)​
​Sensoren:Light, Proximity, Magnetic Field, Orientation, Gyroscope, Accelerometer, Rotation Vector, Linear Acceleration, Gravity, Step Counter, Flip, Geomagnetic Rotation Vector, Raise to Wake​
Besonderheiten:​​-
Abmessungen / Gewicht:​147,5 x 70,8 x 7,4mm / 163g

​Wer schon ein Smartphone mit Mediatek Helio P25 Prozessor in der Hand hatte und denkt, er kenne den Prozessor, der irrt sich. Mit dem Meizu Pro 7 zeigt der Prozessor nämlich, was in ihm Steckt. Dank einer perfekten Optimierung kann der SoC seine Leistung voll ausspielen, und das merkt man in Form eines deutlichen Unterschiedes verglichen mit Helio P25 Geräten von Vernee, Elephone und Co. Schade ist nur, dass auch Meizu nur einen Chip mit 4x 2,39GHz und 4x 1,664GHz verbaut (MT6757CD). Nein, nicht nur schade, geradezu frech! Man wirbt nämlich mit dem angeblich vom Helio P25 erreichten Takt von 2,5GHz.

Die Alltagsperformance ist richtig gut und dürfte dem größten Teil der Smartphone Nutzer ausreichen. Das Meizu Pro 7 läuft mit dem Helio P25 richtig flüssig und snappy. Einen Unterschied zu den Helio X30 basierten Modellen merkt man nur bei anspruchsvollen oder schlecht programmierten Apps. Das Scrollen im Facebook Feed zum Beispiel läuft im direkten Vergleich beim Helio P25 Modell des Meizu Pro 7 nicht ganz so butterweich ab. Auch beim Spielen sind natürlich Unterschiede zu erkennen. Während das Spiel Race Kings auf den Helio X30 Modellen auf höchsten Grafikeinstellungen flüssig spielbar ist, muss man beim P25 Modell mit einer niedrigeren Auflösung, Grafikqualität und fehlendem Antialiasing leben, um ein flüssiges Spielerlebnis zu erhalten. Ältere Titel wie Unkilled oder Asphalt Xtreme sind aber trotzdem auch auf höchsten Grafikeinstellungen nahezu ohne Ruckeln spielbar. Wer also beim Spielen auf beste Performance und Qualität aus ist, der sollte unbedingt zu einer Helio X30 Version vom Meizu Pro 7 (Plus) greifen.

Unterschiede zu den X30 Modellen zeigen sich beim P25 basierten Meizu Pro 7 auch bei der Speicheranbindung. Zwar kommt auch hier LPDDR4X RAM zum Einsatz, doch hier werden "nur" rund 7GB/s Durchsatz erzielt. Das ist ohne Frage ein guter Wert und ausreichend schnell, doch die X30 Modelle erreichen noch deutlich höhere Werte jenseits der 10GB/s. Hinzu kommt dann noch, dass nur eMMC Speicher statt UFS Speicher genutzt wird. Die 64GB Speicher kommen hier auf Datenraten von 284MB/s (Lesen) und 210MB/s (Schreiben). Auch das sind wieder gute Werte, aber eben nicht high-end Niveau. Und nein, das ist nicht als Kritik gemeint, denn die Werte sind allesamt ausreichend für eine wirklich gute Performance. Es geht hier einfach nur darum euch die Unterschiede deutlich zu machen. Die meisten Nutzer dürften davon aber nichts merken.

Bei den Sensoren bietet auch das Meizu Pro 7 eine volle Ausstattung. Dazu gehören auch ein gut funktionierender Kompass und ein Gyroskop. Den Kompass müsst ihr jedoch vor der ersten Nutzung kalibrieren, da er sonst in die falsche Richtung zeigt. Ein weiteres Goodie ist ein Schrittzähler, welcher auch vom System genutzt wird um die getanen Schritte auf dem Info Display darzustellen. Der Fingerprint Sensor im Home Button entspricht exakt dem des Plus Models. Das Smartphone entsperrt sich in ca. 0,7 Sekunden. Man muss zum Entsperren allerdings den Button drücken. Aussetzer hat der Sensor kaum und er kommt auch mit feuchten Fingern vergleichsweise gut zurecht.

Der USB Typ-C Anschluss im Meizu Pro 7 arbeitet nach USB 2.0 Standard. Das bedeutet, dass beim Übertragen von Dateien keine USB 3 Datenraten erreicht werden können. OTG wird allerdings unterstützt, sodass problemlos eine USB Maus oder dergleichen genutzt werden kann.

Software

​Variante: ​Flyme OS 6
​Android Version: ​Android 7.0 (Sicherheitspatch: 5. März 2017)
Bloatware​:​Ja (größtenteils deinstallierbar)
Root Zugriff:​​Optional
OTA Updates:​​Ja
Schadsoftware:​​Nein

Auf dem Meizu Pro 7 läuft die aktuellste Version von Flyme OS. Diese basiert in diesem Fall auf Android 7.0. Enttäuschend ist, dass es Meizu nicht schafft einen aktuellen Sicherheitspatch auszuliefern. Dieser befindet sich zum Zeitpunkt des Tests auf dem Stand vom 5. März und ist damit noch älter als der beim Meizu Pro 7 Plus genutzte Patch.

Flyme OS an sich macht uns im Alltag nach wie vor Spaß. Man muss sich aber an das eigene Bedienkonzept gewöhnen. Die Steuerung erfolgt komplett mit dem Home Button und Gesten. Durch Drücken des Home Buttons kehrt man zum Startbildschirm zurück. In Menüs und Apps geht man eine Ebene zurück indem man den Button berührt. Um den App Switcher zu öffnen wischt man vom unteren Displayrand auf das Display.

Auch das Split Screen Feature von Android Nougat wird in Flyme 6 unterstützt. Leider ist die Aktivierung der Funktion etwas unglücklich gelöst. Um in den Split Screen Modus zu wechseln, muss man eine Karte im App Switcher nach unten ziehen. Danach erscheint ein Menü, in welchem man den Split Screen Modus aktiviert. Anschließend muss man noch die zweite App wählen, welche man im Split Screen Modus nutzen möchte. Wir empfinden die Standard Methode von Android als intuitiver und schneller, bei welcher man die entsprechenden Apps einfach aus dem App Switcher an ihren gewünschten Platz zieht.

Nutzt man die chinesische Version des Meizu Pro 7 (A), muss man mit der englischen Systemsprache leben und auch den Play Store manuell nachinstallieren. Letzteres ist aber sehr einfach, da es im Meizu App Store einen entsprechenden Installer gibt. Wer die internationale Version (M) kauft, braucht sich darum nicht zu kümmern und hat volle mehrsprachige Unterstützung.

Flyme 6 läuft auf dem Meizu Pro 7 sehr rund. Es gab in der gesamten Testphase keinerlei Ruckler oder Hänger. Das liegt auch am ausgefeilten RAM Management. Eine KI kümmert sich darum die am häufigsten genutzten Apps zu ermitteln. Diese werden dann entsprechend optimiert und im RAM gehalten. Das spart Energie und sorgt für einen Geschwindigkeits-Zuwachs. Dennoch muss man hier und da an den Einstellungen feilen. Für Messenger Apps, Spotify und ähnliche Software sollte man die Ausführung im Hintergrund genehmigen. Ansonsten erhält man neue Nachrichten nicht immer sofort.

Was die Kompatibilität zu Apps betrifft, muss Meizu noch nachbessern. Zwar ist anders als beim Pro 7 Plus Asphalt Xtreme spielbar, doch wir hatten auch mit dem Meizu Pro 7 Probleme die App unserer Bank zu nutzen, da die Verifizierung per SMS nicht funktioniert. Auch Darstellungsfehler gibt es immer wieder mal. Im Facebook Messenger verschwindet zum Beispiel die Info Leiste am oberen Displayrand, sobald man eine Konversation öffnet.

Die Chancen stehen jedoch gut, dass diese Problemzonen bald ausgebügelt werden. Meizu bietet ähnlich wie Xiaomi eine hervorragende Update Politik. Jedes Meizu Smartphone wird über Jahre hinweg regelmäßig aktualisiert.

Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: ​2G: 850/900/1800/1900MHz
3G: 850/900/1900/2100MHz
      TD-SCDMA: 1900/2100​MHz
4G FDD-LTE: B3/B1/B7
      TD-LTE: 1900/2300/2500/2600MHz
WLAN:​ ​WLAN 802.11a/b/g/n Dual Band
Bluetooth:​​Bluetooth 4.2
NFC:​​Nein
HotKnot:​Nein​
Dual-SIM:​​Ja (2x Nano SIM)
Positionsbestimmung:​​GPS, A-GPS, GLONASS, BDS

​Im Mobilfunk erwartet euch beim Meizu Pro 7 eine hervorragende Empfangsleistung. Das Smartphone schafft es an unserem Standort nahezu im gesamten Gebäude eine 3G Verbindung herzustellen, was aufgrund der schlechten Netzabdeckung nur Geräten mit hervorragender Empfangsleistung gelingt. Der Härtetest wurde also voll bestanden. Ihr habt beim Meizu Pro 7 sogar Band 20 LTE Unterstützung an Bord, allerdings muss es sich dafür um die Globale Version handeln, welche mit dem Buchstaben "M" gekennzeichnet ist. Die chinesische und uns vorliegende "A" Variante unterstützt kein Band 20 LTE.

Entgegen dem Pro 7 Plus bzw. der Helio X30 Version des Pro 7, unterstützt das Meizu Pro 7 mit Helio P25 leider kein ac-WLAN. Ihr müsst euch stattdessen mit a/b/g/n-WLAN (2,4 + 5GHz) begnügen. Dieses erreichte im Test maximale Downloadraten von 80Mbit/s. Ein Stockwerk unter dem Router brach die Bandbreite auf die Hälfte ein. Das ist kein so beeindruckendes Ergebnis wie beim Pro 7 Plus, doch wir konnten uns immerhin auch mit dem Pro 7 ohne Aussetzer durch das gesamte untere Stockwerk bewegen.

Weiterhin gibt es noch Bluetooth 4.2 Unterstützung. Auch hier haben wir keine negativen Auffälligkeiten festgestellt. Wir konnten uns nach dem Verbinden mit einem Bluetooth Lautsprecher frei über ein Stockwerk bewegen, ohne dass es Aussetzer gab. Was dem Meizu Pro 7 leider fehlt ist NFC. Einige Seiten behaupten zwar, dass NFC unterstützt wird, doch das stimmt nicht. Meizu listet auf seiner Webseite keine NFC Unterstützung und auch im System ist hierfür nirgends ein Eintrag zu finden.

Zu guter letzt bleibt dann noch die GPS Performance. Auch hier hat sich das Meizu Pro 7 keine Schnitzer geleistet. Wir konnten zu jeder Zeit Runtastic fürs Tracking und Google Maps zur Navigation nutzen. Egal ob bei schlechtem oder gutem Wetter, auf dem Land oder in der Stadt, die Position wurde immer zuverlässig und sehr genau ermittelt. Auf Kursänderungen wird ebenfalls schnell reagiert.

Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Mono
Noise Cancelling Mikrofon:​ ​Ja
Dedizierter Audio DAC:​​Ja
Dedizierter Verstärker:​​Ja

​Das Meizu Pro 7 hat im Rahmen neben dem USB Anschluss einen Mono Lautsprecher verbaut. Dieser erreicht wie in der Plus Variante eine enorme Lautstärke, bietet aber etwas dezentere Bässe. Nichts desto trotz bewerten wir den Klang als sehr gut.

Das beste Klangerlebnis bekommt man allerdings mit Kopfhörern am 3,5mm Anschluss geboten. Wie sein großer Bruder bietet auch das Meizu Pro 7 einen dedizierten Hi-Fi Chip bzw. Verstärker. Das Pro 7 Plus haben wir subjektiv als das bisher am besten klingende Smartphone in unserem Test bewertet. Und diese Wertung trifft auch auf das Meizu Pro 7 zu, denn klangtechnisch gibt es hier absolut keinen Unterschied.

Die Sprachqualität beim Telefonieren bewegt sich beim Meizu Pro 7 im oberen Mittelfeld. Die Qualität ohne VoLTE könnte etwas klarer sein. Ansonsten gibt es aber nichts auszusetzen. Die Ohrmuschel ist laut und kratzt nicht. Hintergrundgeräusche werden zuverlässig ausgefiltert. Auf der Gegenseite kommt die eigene Stimme in einer ordentlichen Qualität an.

Meizu Pro 7 Kamera

​Hauptkamera: ​Dual Kamera
2x 12MP Sony IMX386 f/2.0​​ (Farbe + S/W)
​Frontkamera: ​16MP​​ f/2.0
​Blitz:​Dual LED, zweifarbig
​Fokus:​PDAF
​Slow Motion:​Ja (120fps@720p)

​Im Meizu Pro 7 steckt dieselbe Kamera wie im Pro 7 Plus. Diese besteht aus zwei 12MP Sony IMX386 Sensoren mit f/2.0 Blende, von denen einer im Schwarz-Weiß Modus arbeitet. Die Frontkamera setzt auf einen 16MP Sensor mit f/2.0 Blende. Doch sind die Kameras im Meizu Pro 7 P25 dadurch tatsächlich identisch mit denen im Meizu Pro 7 X30 sowie den Meizu Pro 7 Plus Modellen? Jein. Die Unterschiede liegen im Detail bzw. den unterschiedlichen Kamera ISPs der beiden Prozessoren.

Am wenigsten Unterschied ist zwischen den beiden Modellen auszumachen, wenn es um Aufnahmen bei Tageslicht geht. Hier schneidet das Meizu Pro 7 mit P25 bis auf minimale Unterschiede in der Farbwiedergabe identisch mit den X30 Modellen ab. Auch was den Detailreichtum der Fotos betrifft, leistet das Meizu Pro 7 einen enorm guten Job. Es macht einfach endlos viel Spaß damit auf Foto Tour zu gehen und wir haben auch mit dem Pro 7 wieder ein paar richtig schöne Fotos schießen können.

​Die Hauptunterschiede zwischen den Smartphones machen sich im low-light Bereich bemerkbar - speziell bei Nachtfotos. Das Meizu Pro 7 mit Helio P25 tendiert dazu, Bilder etwas zu rötlich und damit farblich weniger realistisch wirken zu lassen. Auch was das Ausfiltern von Bildrauschen betrifft, macht der ISP im P25 keinen so guten Job wie der X30. Das bedeutet aber keinesfalls, dass das Meizu Pro 7 bei Nacht schlechte Bilder schießt. Die Kamera macht nach wie vor Spaß und erzielt insbesondere mit Langzeitbelichtung und Stativ gute Ergebnisse. Etwas enttäuschend ist aber wie beim Pro 7 Plus der Blitz, der einfach nicht so hell ist wie man das von früheren Meizu Flaggschiffen kennt.

Im Bokeh Modus teilt sich das Meizu Pro 7 die Schwächen des großen Bruders. Der Bokeh Effekt kann wirklich genial aussehen, doch meistens funktioniert die Kantenerkennung nicht einwandfrei, sodass Bereiche unscharf dargestellt werden, welche eigentlich scharf sein sollten. Hier muss Meizu also weiterhin nachbessern um das volle Potential auszuschöpfen.

​Die Front Kamera enttäuscht genau wie schon bei der Plus Version. Das Meizu Pro 7 erzielt hier einfach keine guten Ergebnisse und ist weit von dem Niveau eines OnePlus 5 oder Xiaomi Mi 6 entfernt. Farblich wirken die Fotos ausgewaschen. Zudem wirken die Bilder matschig. Es mangelt also an Schärfe und Details. Das ist jedoch nur bedingt ein Kritikpunkt, da man jederzeit die Hauptkamera für Selfies nutzen kann.

​Videos kann das Meizu Pro 7 mit Helio P25 leider nur mit maximal Full HD aufnehmen. Warum 4k Unterstützung fehlt, verstehen wir nicht. Eigentlich bietet der Chip Unterstützung dafür. Immerhin arbeitet der Fokus aber sehr schnell und auch EIS wird unterstützt. Die Qualität der Aufnahmen ist oberes Mittelmaß. Bei Landschaftsaufnahmen würden wir uns etwas mehr Schärfe und Details wünschen. Die Audioqualität ist gut.

Meizu Pro 7 Akkulaufzeit

​Kapazität (Angabe): ​3.000mAh
​Kapazität (Gemessen): ​2.998mAh
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​​mCharge 3

​Obwohl der Akku im Meizu Pro 7 mit 3.000mAh ganze 500mAh kleiner ausfällt als in der Plus Variante, erreicht zumindest das Modell mit Helio P25 Prozessor eine bessere Akkulaufzeit. Wir kamen im Alltag auf eine Screen-On Zeit von im Schnitt etwas mehr als 9 Stunden. Konkret betrug die Laufzeit 1,5 bis 2 Tage, je nach Nutzungsintensität und Schwerpunkt. Das ist ein hervorragendes Ergebnis und zeigt, was für einen schlechten Job die anderen Hersteller in Sachen Optimierung machen. Wir erinnern uns: Mit einigen Helio P25 Smartphones die teils größere Akkus an Bord hatten, kamen wir nicht immer durch den Tag. Abstriche muss man beim Meizu Pro 7 jedoch bei der Ladedauer machen. Das Meizu Pro 7 unterstützt - anders als das Plus Modell - nicht den mCharge 4 Standard. Das Aufladen dauert mit 2 bis 2,5 Stunden relativ lange.

Meizu Pro 7 - Fazit

​Das Meizu Pro 7 mit Helio P25 Prozessor ist eine gelungene, kleine Einstiegsvariante mit fairer Preisgestaltung. Das Smartphone ist handlich und kann doch in vielen Bereichen mit den großen (aber auch teureren) Modellen mithalten. Auch wenn das Meizu Pro 7 hier und da ein paar Schwächen zeigt, so empfinden wir es dennoch als äußerst gutes und rundes Gesamtpaket. Insbesondere Nutzer, welche Wert auf die Kamera und die Audioqualität eines Smartphones legen, finden mit dem Meizu Pro 7 ein wirklich interessantes Smartphone.

Pro Contra
​+ Sehr gute Verarbeitung, schlankes Design ​- Hier und da Kompatibilitätsprobleme mit Apps
+​​ Gutes Super AMOLED Display-​​ Kein 4k
+​​ Praktisches Info Display welches leider noch nicht sein volles Potential nutzt-​​ Frontkamera könnte besser sein
+​​ Gute Performance ohne übermäßige Abwärme-​​ Akku lädt relativ langsam
+​​ Schneller Speicher-​​ Kein ac-WLAN
+​​ Viele Sensoren
+​​ Zuverlässiger Fingerabdruck Scanner
​+ Schnelles, gut optimiertes System mit regelmäßigen Updates
​+ Guter interner Lautsprecher
​+ Ordentliche Sprachqualität
​+ Extrem gute Audioqualität mit Kopfhörern
​+ Exzellente Kamera, gute low-light Performance
​+ Sehr gute Akkulaufzeit
​+ Optional Band 20 LTE und Multi-Language (Globale Version)
​+ Sehr Gute Empfangsleistung