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Maze Alpha X Test

Maze Alpha X

Nur wenige Monate nach dem Erscheinen des Maze Alpha, hat die noch recht junge Firma Maze mit dem nun erschienenen Maze Alpha X einen Nachfolger auf den Weg gebracht. Wir erinnern uns, dass das Maze Alpha bei uns im Test überraschend gut abgeschnitten hat und hoffen nun, dass der Hersteller einige kleine Schwächen ausbügeln konnte. Ebenfalls gibt es ein paar Neuerungen. So setzt Maze diesmal bei seinem Alpha X auf ein 6 Zoll "Full View" In-Cell Display von LG im 18:9 Format und hat den Arbeitsspeicher auf standardmäßig 6GB LPDDR4X angehoben. Die zuvor nicht wirklich brauchbare duale Hauptkamera durfte zum Glück einer einfachen Kamera weichen. Hier hat der Nutzer wahlweise einen Sony IMX258 Sensor in der 64GB Speichervariante zu erwarten, oder einen OV16880 in der 128GB Speichervariante.

Maze Alpha X
Verpackung & Lieferumfang

Das Maza Alpha X kommt in einer schwarzen Verpackung daher. Auf der Front ist ein glänzend, schwarzes "X" zu sehen, sowie ein silberfarbenes "Maze"-Logo und ein silberfarbener "Alpha X"-Schriftzug. Auf der Rückseite findet der Käufer einige Angaben zu den Spezifikationen. Anders als beim Vorgängermodell kann diese Schachtel seitlich geöffnet werden. Eine kleine Schlaufe ermöglicht das Herausziehen der Innenverpackung. So dann stößt man gleich auf das Maze Alpha X.

Entfernt man das gut verpackte Chinahandy und klappt den oberen "Teiler" nach links, kommen weitere Verpackungsinhalte zum Vorschein. Maze spendiert dem Käufer hier ein 2A Netzteil, ein USB Typ-C Kabel, eine SIM Nadel und ein Panzerglas. Ebenfalls gibt es die obligatorische Schnellstartanleitung und eine Garantiekarte. Eine Schutzhülle oder sogar ein paar Kopfhörer gibt es nicht. Betrachtet man allerdings den zur Zeit aufgerufenen Preis von knapp unter 200€, so kann man Maze hier sicherlich keinen Strick draus drehen.

Maze Alpha X
Design & Verarbeitung

In Sachen Design hat sich beim Maze Alpha X gegenüber seinem Vorgänger nicht viel getan. Die Umrandung besteht nach wie vor aus einem abgerundeten Metallrahmen und die Rückseite besteht genau wie beim Maze Alpha aus Glas, wobei es sich um Gorilla Glass 4 handelt. Tatsächlich hat diese während der mehr als einwöchigen Testzeit keine Kratzer erlitten. Da wo vorher eine Dual Kamera ihren Platz fand, befindet sich nun eine einzelne Kamera. Wir begrüßen diesen Schritt hin zum Mut und weg vom Hype der möchtegern Dual Kameras, die letztlich auf Grund der nicht selten schlechten oder gar nicht erst genutzten Sekundärsensoren keinen echten Mehrwert bilden. Der schwarze Rand am Kinnbereich der Front hat sich durch das 18:9 Panel um 0.4cm verringert und beträgt somit nur noch 1.5cm. Damit wirkt das Maze Alpha X nicht nur schlanker, sondern auch deutlich eleganter.

Die Anordnung der physischen Buttons ist gleich geblieben. So befinden sich der Powerbutton und die Lautstärkewippe auf der rechten Seite und der Fingerabdrucksensor, der gleichzeitig als Homebutton dient, hat seine Position unterhalb des Displays behalten. Auch die Frontkamera befindet sich nach wie vor rechts unten am Kinnbereich. Oben am schmalen Displayrand befinden sich die Sensoren und neu hinzugekommen eine Status LED. Maze hat hier beim Alpha X also dazu gelernt und dem Kundenwunsch entsprochen. War dies beim Vorgänger noch ein Kritikpunkt, gibt es nun von uns beide Daumen nach oben. An der Unterseite findet der Nutzer den USB Typ-C Port und an der Oberseite den Klinkenport. Die Verarbeitung ist nahezu perfekt, denn sämtliche Übergänge sind sauber verarbeitet. Die physischen Tasten und alle Anschlüsse sitzen fest im Gehäuse.

Maze Alpha X
Display

​Größe: ​6 Zoll / 18:9 FullView
Auflösung:​ ​2160x1080p
Technologie​:​IPS LCD In-Cell
​Anzahl Berührungspunkte:​10
Gehärtetes Glas:​​Gorilla Glass 5
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Nein

Maze verbaut im Alpha X ein 6 Zoll großes Full View Display im 18:9 Format. Das LCD Panel kommt von LG und setzt auf In-Cell Technik. Die Auflösung beträgt gute 2160 x 1080 Pixel. Wie schon beim Vorgänger sind wir äußerst angetan von der Displaywahl. Die Farben sind knackig, die Ausleuchtung ist sehr gleichmäßig und dennoch wirken die Farben nicht überladen. Die Schärfe ist dank der Auflösung ebenfalls sehr gut und einzelne Bildpunkte sind nicht zu erkennen. Ein weiteres Highlight ist die In-Cell-Technologie. Die Darstellungsqualität wird dadurch leicht verbessert und natürlich reduziert diese Technologie auch die Dicke des Displays und ermöglicht damit eine schlankere Bauweise des Smartphones. Kontrast und Helligkeit sind beim Maze Alpha X ebenfalls sehr gut. Einzig die Blickwinkelstabilität könnte ein wenig besser sein. Der Farbton kippt beim seitlichen Drehen ein wenig ins Rote ab, was aber durch MiraVision den eigenen Vorlieben nach aufgefangen bzw. angepasst werden kann. Stellt man das Display kühler ein, nimmt auch der Rotstich ab.

Der 10-Punkt Touchscreen arbeitet sehr zuverlässig und Eingaben werden auf den Punkt erkannt. Maze hat hier also etwas nachgelegt, denn das Display erkennt nun bis zu 5 Finger mehr als beim Vorgänger. Leichte Kritik haben wir auch diesmal wieder beim verbauten Displayglas. Die Angaben bezüglich Gorilla Glass 5 scheinen zwar zu stimmen, denn Kratzer hat unser Display keine erlitten, aber leider kommt auch beim Maze Alpha X keine oleophobische Schicht zum Einsatz. Schon nach kurzer Zeit ist das Display von Fingerabdrücken übersäht und der Fettfilm lässt sich nur mühsam mit Glasreiniger oder etwas Displayalkohol entfernen. Daraus resultierend sind, wie beim Vorgänger auch, die Gleiteigenschaften der Oberfläche nicht ganz perfekt, aber dennoch weit entfernt von schlecht.

Maze Alpha X
Hardware & Performance

​Prozessor: Mediatek MT6757CH / Helio P25
4x Cortex A53 @2,39GHz
4x Cortex A53 @1,69GHz
GPU:​ ​ARM Mali-T880 MP2
RAM (Geschwindigkeit):​​6GB LPDDR4X (8,9GB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​64GB / 128GB (Lesen: 259MB/s, Schreiben: 188MB/s)
Micro SD (Geschwindigkeit R/W):Ja (Lesen: 77MB/s, Schreiben: 15MB/s)
Fingerabdruck Scanner:​​Ja
​Sensoren:​Licht, Annäherung, Beschleunigung, Gyro, Kompass
Besonderheiten:​​Status LED
Abmessungen / Gewicht (gemessen):​​15.64 * 7.46 * 0.81cm
213g

Im Maze Alpha X wurde typische Mittelklassehardware verbaut. Dazu zählt, wie auch beim Vorgänger, ein Mediatek Helio P25 (MT6757CH) SoC mit Octacore CPU und maximalen 4x 2.39GHz sowie 4x 1.69GHz. Neu sind standardmäßig 6GB LPDDR4X RAM. Beim Vorgänger musste man dafür noch extra bezahlen. Für unseren Test wurde uns das 64GB-Modell zur Verfügung gestellt. Es gibt auch ein Modell mit 128GB Speicher.

Im Antutu erreicht das Maze Alpha X ordentliche 63728 Punkte. Der Arbeitsspeicher kommt auf eine Geschwindigkeit von 8,86GB/s und der interne Speicher erreicht eine Leserate von ca. 260MB/s, sowie eine Schreibrate von 188MB/s. Das sind alles ziemlich gute Werte, die über dem Schnitt der Geräteklasse liegen.

Abseits der reinen Zahlen ist die Alltagsperformance erstklassig und der Nutzer wird keine große Verzögerungen beim Öffnen mehrerer Apps bemerken. Der Arbeitsspeicher ist schnell und groß genug, um umfangreiches Multitasking betreiben zu können. Fast alle Spiele konnten auf höchster Auflösung ruckelfrei gespielt werden. Einzig bei Asphalt 8 Airborne konnten wir auf höchsten Detailstufen kein flüssiges Spielverhalten erreichen, doch das liegt eher am Spiel selbst, denn Asphalt Xtreme oder Modern Combat 5, welche mehr Grafikressourcen brauchen, haben im Test nicht gestottert.

Das Maze Alpha X verfügt über eine Speicherweiterung via MicroSD (bis 256GB). Die Leseraten bewegen sich im 70MB/s Bereich und die Schreibraten betragen 10-20MB/s. Diese Werte sind zwar ganz gut, aber mit anderen Speicherkarten (Getestet wurden Transcend 400 und SanDisk) könnten die Schreibraten durchaus höher ausfallen. Da es sich um einen Hybrid-Speicherkartenslot handelt, kann der Nutzer entweder zwei NanoSIM Karten oder aber eine NanoSIM und eine MicroSD Karte einsetzen.

Sämtliche verbaute Sensoren (Kompass, Gyro, Licht, Annäherung, Beschleunigung) funktionieren tadellos. Der verbaute USB Typ-C Standard entspricht einem USB 2.0 Anschluss. Der in dem Homebutton integrierte Scanner funktioniert größtenteils recht ordentlich. Allerdings empfinden wir die Erkennungszeit als zu lang. Das lief beim Vorgänger deutlich schneller ab. Eventuell schafft es Maze hier Nachhilfe per Update zu schaffen.

Maze Alpha X
Software

​Variante: ​Stock Android
​Android Version: ​7.0
Bloatware​:​Nein
Root Zugriff:​​Nein
OTA Updates:​​Ja
Schadsoftware:​​Nein

Ausgeliefert wird das Maze Alpha X Chinasmartphone mit Stock Android 7.0 und nahezu aktuellem Sicherheitspatch vom November 2017. Schadsoftware oder Bloatware gibt es keine. Die Oberfläche ist gewohnt aufgeräumt und die Einstellungen selbsterklärend. Dem Nutzer stehen einige Features zur Seite, so auch ein Einhand-Modus und zahlreiche Gesten. Letztere lassen u.a. auch Eingaben zu, ohne dass das Display berührt werden müsste. Im Alltag ist diese Funktion aber nur mäßig zu gebrauchen, da der Sensor natürlich auf jegliches „Wischen" reagiert und man so oftmals ungewollt den Launcher oder eben Bilder überblättert.

Ansonsten stehen dem Nutzer die typischen On-Screen Tasten zur Verfügung, die in den Einstellungen auch versteckt werden können. Ähnlich wie die Taskleiste auf dem Desktop eines Windows Rechners, klappen diese dann nach unten. Für unseren Test haben wir die On-Screen Tasten aber permanent sichtbar gelassen. Das Display ist dafür auch groß genug.

In Kombination mit der Hardware ist die Alltagsperformance Klasse und Aussetzer bzw. Freezer oder längere Ladezeiten beim Öffnen von Apps gab es nicht. 

Maze Alpha X
Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: ​2G: 1800MHz, 1900MHz, 850MHz, 900MHz
3G: 2100MHz, 900MHz
4G: B1, B20, B3, B7, B8
WLAN:​ WLAN 802.11 a/b/g/n (Dual Band)
Bluetooth:​​Bluetooth 4.1
NFC:​​Nein
HotKnot:​​Nein
Dual-SIM:​​Ja, Hybrid Slot (2x Nano SIM oder 1x Nano SIM + 1x MicroSD)
Positionsbestimmung:​​GPS, AGPS, GLONASS, BDS

Der Mobilfunkempfang ist zu jeder Zeit perfekt. Dank unterstütztem Band 20 LTE wird der 4G Empfang auch in ländlichen Gegenden unterstützt. Wie schon beim Vorgänger möchten wir die Empfangsleistung beim Maze Alpha X lobend hervorheben, denn selbst an kritischen Orten wie Krankenhäusern oder Tunneln war das Mobilfunksignal noch moderat. Selbst teurere Geräte sehen dagegen hin und wieder blass aus.

Der WiFi Empfang ist ebenfalls sehr gut. Das Dual Band (a/b/g/n) Modul erreicht im 5GHz Band Geschwindigkeiten um die 90Mbps in direkter Routernähe und 30Mbps in 5m Entfernung mit einer Stahlbetonwand dazwischen. Im 2.4GHz Band erreichten wir in Routernähe 53Mbps. Die im Test genutzte Leitung stellt maximal 100Mbps im Download bereit. Das verbaute Modul unterstützt maximal 150Mbps und ist folglich kein AC-WLAN Modul, wie von Maze und einigen Händlern behauptet.

In Sachen GPS gibt es nichts zu kritisieren. Testfahrten und auch eine gelaufene Teststrecke wurden vom Maze Alpha X akkurat navigiert. Dank des Kompass werden Richtungsänderungen prompt erkannt und umgesetzt. Sporadische Routenänderungen wurden umgehend erfasst und neu berechnet. Im Schnitt werden bei schlechtem Wetter 14-17 Satelliten zur Navigation eingebunden und ein Fix kommt binnen von 3 Sekunden zustande.

Das verbaute Bluetooth 4.1 gibt ebenfalls keinen Anlass zur Kritik. Die Übertragung von Dateien verläuft relativ zügig und absolut störungsfrei. Die Koppplung mit Endgeräten wie einem BT-Speaker verlieft ebenfalls problemlos. Auf HotKnot oder NFC muss der Nutzer allerdings leider verzichten.

Maze Alpha X
Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Mono
Noise Cancelling Mikrofon:​ ​Nein
Dedizierter Audio DAC:​​Nein
Dedizierter Verstärker:​​Nein

Der unten befindliche Monolautsprecher kann auch beim Maze Alpha X nicht voll überzeugen. Die Gesamtlautstärke ist zwar ok, aber der Ton klingt wie auch beim Vorgänger recht blechern. Die Ausgabe via Kopfhörer oder Bluetooth ist jedoch sehr gut. Das Klangbild ist sauber und mit Hilfe einer separaten Player-App (z.B. Pi Musicplayer) kann der Sound nochmals via Equalizer den Vorlieben nach angepasst werden. Ein systemweiter Equalizer steht ab Werk nicht zur Verfügung.

Abermals positiv überraschend ist die Sprachqualität beim Telefonieren. Auch im Maze Alpha X wurde auf aktives Noise Cancelling verzichtet und dennoch ist das gesprochene Wort trotz lauter Umgebungsgeräusche gut beim Gesprächspartner angekommen. Die allgemeine Sprachqualität geht soweit in Ordnung, wobei Maze den üblichen Sprachfrequenzbereich (300-4000Hz) nicht auszunutzen scheint. Die Stimmen klingen ähnlich wie die Ausgabe per Medienlautsprecher eher dumpf.

Maze Alpha X
Kamera

​Hauptkamera: 13MP Sony IMX258, EIS, kein 2x Optischer Zoom, Pixelgröße 1,12µm​, f/2.0 Blende
ODER (128GB Modell)
16MP OV16880, PDAF, kein 2x Optischer Zoom, BCFA, DTI, Pixelgröße 1,00µm
​Frontkamera: ​8MP Sony IMX219​ f/2.0
​Blitz:​Ja (Hauptkamera)
​Fokus:​PDAF
​Slow Motion:​Nein

Im Maze Alpha X werden drei verschiedene Kamerasensoren verbaut. Maze setzt nun nicht mehr auf eine Dual Kamera. Dafür kommt an dieser Stelle ein 13MP Sony IMX258 Sensor im 64GB Modell oder ein 16MP OV16880 Sensor im 128GB Modell zum Einsatz. Die Frontkamera indes ist bei beiden Modellen mit einem 8MP Sony IMX219 Sensor ausgestattet. Das Auslesen der „libcameracustom.so" bestätigt die Angaben des Herstellers.

Die allgemeine Qualität der Hauptkamera ist als befriedigend einzustufen. Makroaufnahmen gelingen dabei eher als Landschaftsaufnahmen. Der HDR Modus verschlechtert die Dynamik oftmals, so dass Farben nicht mehr knackig dargestellt werden. Die Auslösezeit ist soweit recht zügig, so dass auch sich bewegende Objekte mit etwas Übung scharf dargestellt werden können.

Bei Fotoaufnahmen reagiert der automatische Fokus noch recht schnell und auch die ISO-Anpassung funktioniert gut. Der Detailreichtum hält sich jedoch in Grenzen. Gerade bei Objektaufnahmen stellt sich schnell ein Rauschen ein und weiter entfernte Objekte (z.B. Bäume) werden eher verwaschen dargestellt. Im kürzlich getesteten ZOPO P5000 wurde der gleiche Sensor verbaut und gemessen an diesem Konkurrenzprodukt geht die Implementierung des IMX258 Sensors beim Maze Alpha X aber durchaus noch in Ordnung.

​Low-Light Aufnahmen gelingen eher schlecht als Recht. Auch hier gilt, dass der IMX258 durchaus mehr zu leisten vermag. Schon bei schwachem Licht stellt sich ein unübersehbares Rauschen ein und das abgebildete Objekt wird kaum Scharf dargestellt. Nachtaufnahmen bzw. Aufnahmen in absoluter Dunkelheit und mit Unterstützung des LED Blitzes sehen befriedigend aus. Farben werden zwar korrekt dargestellt, aber auch hier ist ein massives Rauschen deutlich zu erkennen.

Der von Maze beworbene 2-fach optische Zoom ist nicht vorhanden. Wie auch. Ein einzelner Sensor schafft es eben nicht einen echten optischen Zoom zu erzeugen. Wir dachten anfänglich, dass Maze da Abhilfe geschaffen haben könnte, indem zwei Bilder hintereinander aufgenommen und so dann miteinander verrechnet werden. Aber nachdem uns ein netter Nutzer noch zusätzlich darauf aufmerksam machte, dass die Skalierung nur softwareseitig erfolgt, haben wir das natürlich genauer geprüft. Es ist unerheblich, ob man ein Foto macht und dieses nachträglich heranzoomt, oder ob man den „Zoom" in der Kamera App verwendet. Das Ergebnis ist das Gleiche. Wir haben hier also definitiv keinen echten Zoom und auch keinen Zoomeffekt der optisch wirkt.

Die Frontkamera mit ihrem 8MP Sony IMX219 Sensor macht vernünftige Aufnahmen die für Videotelefonie und Selfies geradeso ausreicht. Auch hier ermitteln wir ein leichtes Rauschen trotz sehr guter Lichtverhältnisse. Zudem ist die Positionierung der Frontkamera (unten rechts) sehr gewöhnungsbedürftig. Rechtshänder haben dort zumeist den Daumenballen vor der Linse, so dass diese vor jedem Bild gereinigt werden muss. Klar, platztechnisch eigentlich eine gute Lösung. Praktikabel eher weniger.

Videoaufnahmen werden mit beiden Kameras im 18:9 oder wahlweise im 4:3 Format aufgenommen. Die Auflösung der Hauptkamera beträgt dabei maximal FullHD und die der Frontkamera maximal HD. Die Qualität der Aufnahmen ist eher unbefriedigend. Dies liegt bei der Hauptkamera zum einen daran, dass der automatische Fokus entweder gar nicht oder nur mit langer Verzögerung reagiert. Erst nach manueller Fokusbetätigung werden wahlweise nahe oder entfernte Objekte fokussiert. Das vom IMX258 Sensor unterstützte EIS funktioniert soweit gut und leichte Bewegungen werden gut abgefangen. Die Frontkamera fabriziert befriedigendes Videomaterial.

Maze Alpha X
Akku

​Kapazität (Angabe): ​3900mAh
​Kapazität (Gemessen): ​3443mAh
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​​Ja

Im Maze Alpha X wurde ein 3900mAh starker Akku beworben. Die Kapazität läge demnach nur 100mAh unter der des Vorgängers. Leider können wir diese Angabe diesmal nicht bestätigen. Nach einer vollen Ladung von 0 auf 100% im ausgeschalteten Zustand kamen wir auf 3443mAh. Damit liegt der Wert knappe 12% unter der Herstellerangabe. Auch unter Berücksichtigung der Ungenauigkeit des Messverfahrens, ist das eine zu hohe Abweichung und lässt auf einen etwas kleineren Akku schließen. Die Laufzeit des Akkus ist aber am Ende wichtiger als seine Kapazität. Und exakt hier schneidet er im Alltag gar nicht so schlecht ab. Bei automatischer Helligkeitsregelung liegt die Screen-On Zeit bei ca. 8 Stunden und der Nutzer schafft es bei normaler Nutzung locker durch den Tag. Wir haben da schon deutlich schlechtere Laufzeiten bei Geräten mit diesem Prozessor gesehen. Tatsächlich erreicht das Maze Alpha X hier die Laufzeit eines UmiDigi S2 Pro mit 5.000mAh Akku.

Das Aufladen von 20 auf 100% nimmt insgesamt knapp zweieinhalb Stunden in Anspruch. Lasst euch davon jedoch nicht abschrecken, denn das liegt nur daran, dass das Smartphone für die letzten 10% extrem lange braucht. Der Ladevorgang von 20 auf 90% dauert nur rund 50 Minuten. Dies kann Maze eventuell durch Veränderung der Konfiguration im Kernel noch optimieren.

Maze Alpha X
Fazit

Alles in allem ist der Nachfolger vom Maze Alpha X wieder ein gelungenes Gesamtpaket. An einigen Stellen wurden Verbesserungen vorgenommen, wohingegen andere Punkte etwas schlechter erscheinen mögen. An der Audioqualität des Medienlautsprechers hätte gearbeitet werden können und auch die teilweise unwahren Angaben bezüglich des WiFi-Moduls, der Akkukapazität und des optischen Zooms bei der Hauptkamera hätten nicht sein müssen.

Unterm Strich ist das Maze Alpha X dennoch ein vernünftiges Mittelklasse Chinahandy mit sehr gutem Display, guter Alltagsperformance, ausreichender Akkuleistung, sehr gutem Empfang und vernünftiger Software. Die unnötig und unwahren Werbeversprechen werden durch die tatsächliche Performance dann letztlich ein wenig relativiert.

Pro Contra
​+ Design / Verarbeitung ​- Audio via Medienlautsprecher
+​​ Display-​​ unwahre Angabe bei WiFi-Modul (kein AC WLAN)
+​​ Hardware-​​ Akkukapazität nicht ganz wie beworben (keine negativen Auswirkungen)
+​​ Sensoren-​​ unwahre Angabe zum "optischen" Zoom
+​​ Software
+​​ Audio via Kopfhörer und BT
+​​ Frontkamera
​+ Akkuausdauer
​+ WiFi / GPS / Mobilfunk

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Kommentare 1

Gäste - Stefan am Donnerstag, 24. Mai 2018 11:42

Ich rate jedem davon ab, sich ein Smartphone von MAZE zu kaufen! Das Display meines MAZE Alpha X weist bei normalem Gebrauch bereits nach wenigen Wochen viele Kratzer auf, obwohl angeblich Gorilla Glass 5 zum Einsatz kommt. Außerdem reagiert der Support nicht auf Anfragen und die Homepage des Unternehmens http://www.mazemobile.com/ steht zum Verkauf. Es sieht so aus, als ob MAZE pleite ist…

Ich rate jedem davon ab, sich ein Smartphone von MAZE zu kaufen! Das Display meines MAZE Alpha X weist bei normalem Gebrauch bereits nach wenigen Wochen viele Kratzer auf, obwohl angeblich Gorilla Glass 5 zum Einsatz kommt. Außerdem reagiert der Support nicht auf Anfragen und die Homepage des Unternehmens http://www.mazemobile.com/ steht zum Verkauf. Es sieht so aus, als ob MAZE pleite ist…
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