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LeEco Le S3 (X626) Test

LeEco Le S3 (X626) Test

Mit dem LeEco Le S3 hat der chinesische Smartphone Hersteller mit der Expansion in die USA ein günstiges Mittelklasse Modell vorgestellt. Auch in China gibt es das LeEco Le S3 mittlerweile, welches hier die Modellnummer X626 trägt. Im Grunde handelt es sich um ein LeEco Le 2, denn die Geräte sind bis auf ein Feature identisch: Das Fast-Charging. Statt Pump Express Plus kommt hier Qualcomm Quick Charge 3.0 zum Einsatz. Wir haben das LeEco Le S3 eine Woche lang im Alltag getestet.

LeEco Le S3 - Verpackung & Lieferumfang

Das LeEco Le S3 kommt in derselben Verpackung daher wie schon das LeEco Le 2. Die Box ist relativ kompakt, rechteckig und flach. Im Inneren finden wir das Quick Charge 3.0 Netzteil mit US Stecker, ein Typ-C USB Kabel und einen Umschlag mit Dokumenten und dem SIM Werkzeug.

Design & Verarbeitung

Das LeEco Le S3 Design entspricht 1:1 dem, was wir bereits vom LeEco Le 2 kennen. Es gibt nicht den kleinsten Unterschied und auch die Verarbeitung ist absolut identisch. Tatsächlich kann man beide Geräte rein äußerlich nicht auseinander halten. Erst ein Blick auf die im System eingetragene Modellnummer enthüllt, dass es sich um ein "anderes" Smartphone handelt.

Das LeEco Le S3 besteht aus einem Unibody Aluminium Gehäuse. Die einzigen Teile die aus Kunststoff gefertigt sind, sind die grauen Antennenlinien sowie die Kunststoffabdeckungen über den Antennen. Diese bedecken aber wirklich nur die Rückseite. Der Rahmen besteht rundum aus Metall. Die Kunststoffteile sind so gut verarbeitet, dass sie sich kaum vom Metall abheben.

Die Front ist typisch für LeEco in der Farbe des restlichen Gehäuses gehalten und sieht sehr clean aus, da die Touch Buttons nur bei aktiver Beleuchtung sichtbar sind und Kamera sowie Sensoren symmetrisch neben dem Telefonhörer angeordnet sind. Die RGB Status LED ist ebenso unsichtbar, wenn sie sich nicht im Betrieb befindet. Das Displayglas ist direkt in das Metall des Gehäuses eingefasst. Ein Kunststoffrahmen fehlt also.

Die beiden Hardware Tasten (Power und Lautstärkewippe) befinden sich auf der rechten Seite, bestehen wie das Gehäuse aus Metall und wackeln nicht. Links befindet sich der SIM Tray, welcher perfekt mit dem Rahmen abschließt und damit haptisch kaum auffällt. Oben befindet sich ein Infrarot Blaster aber kein 3,5mm Anschluss. Kopfhörer können nur per Adapter oder nativ (CDLA) am USB Typ-C Port betrieben werden.

Durch den soliden Metallaufbau lässt sich das LeEco Le S3 auch mit hohem Kraftaufwand nicht biegen. Ein Knarzen des Gehäuses unter Druckeinwirkung konnten wir an keiner Stelle feststellen. Trotz der Stabilität liegt das Smartphone vom Gewicht her noch angenehm in der Hand. 154g bringt das Gerät auf die Waage. Mit 8,5mm ist das Gerät auch nicht sehr dick.

Display

​Größe: ​5,5"
Auflösung:​ ​1920 x 1080
Technologie​:IPS OGS LCD​
​Anzahl Berührungspunkte:​10
Gehärtetes Glas:​​Gorilla Glass 3
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Ja

Das Full HD Display im LeEco Le S3 liefert ab. Euch erwartet hier ein sehr guter Kontrast mit tiefem Schwarz und eine intensive Farbwiedergabe, welche aber auch angepasst werden kann. Die Blickwinkel sind Perfekt, die Darstellung ist scharf. Die Beleuchtung des Displays ist ausreichend hell um gegen Sonnenlicht anzukommen und verteilt sich gleichmäßig über die gesamte Fläche ohne Lichthöfe zu bilden.

Für einige störend dürfte der schwarze Rand um das Display sein. In der Tat wäre es eleganter gewesen die Bezels zu reduzieren und den Rand um das Display komplett in Gold zu halten. In Anbetracht der  aktuellen Bezel-Breite (2,6mm) ist der schwarze Rahmen aber die elegantere Lösung. Um das zu erkennen müsst ihr den schwarzen Rand nur mal wegdenken oder mit Paint entfernen. Das Gerät würde dann deutlich weniger elegant und altmodischer wirken. Am Ende des Tages ist das natürlich immer noch eine Sache des persönlichen Geschmacks. Wem der Rand also nicht passt, der greife doch schlicht und einfach nicht zu.

Das Touch Panel ist hochwertig und unterstützt maximal 10 Berührungspunkte. Die Eingabeverzögerung ist sehr gering. Kombiniert mit der hohen Genauigkeit kann man also ohne Probleme schnell auf der On-Screen Tastatur tippen. Die Touch Auflösung ist hoch, sodass es bei langsamem Scrollen nicht zu Rucklern kommt. Tote Bereich auf dem Touch Screen oder Ghost Touches sind bei uns im Test keine aufgetreten.

Für das Displayglas setzt man im LeEco Le S3 auf Gorilla Glass 3, womit das Glas recht resistent gegenüber Kratzern sein sollte. Bisher können wir das bestätigen. Im Alltagsgebrauch traten bisher keinerlei Kratzer auf und auch der Schlüsseltest wurde bestanden. Wer auf Nummer Sicher gehen will, der sollte natürlich trotzdem eine Schutzfolie oder ein Schutzglas nutzen.

Hardware & Performance

​Prozessor: ​Mediatek Helio X20 mit angepasstem A53 Cluster Takt (2x ARM Cortex A72 @2,3GHz + 8x ARM Cortex A53 @1,8GHz)
GPU:​ ​Mali T880 MP4
RAM (Geschwindigkeit):​​4GB (5935,18MB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​32GB (149,66 / 94,44MB/s)
Fingerabdruck Scanner:​​Ja (Rückseite)
​Sensoren:​Accelerometer, Proximity, Light, Gyroscope, Orientation, Magnetometer, Step Counter, Rotation Vector, Gravity, Linear Acceleration, Magnetic Field
Besonderheiten:​​Infrarot Blaster, USB Typ-C Port mit CDLA, kein Kopfhörer Anschluss, RGB Status LED
Abmessungen / Gewicht:​151,4 x 74,2 x 8,5mm ​/ 154g

Das LeEco Le S3 kommt mit dem Helio X20 10-Kern Prozessor daher. Offenbar wurde bei diesem aber das Taktverhältnis verändert, denn System Info Apps geben an, dass sämtliche ARM Cortex A53 Kerne mit 1,8GHz getaktet werden. Für gewöhnlich ist der Takt auf 1,4GHz für ein Cluster bestehend aus vier Cortex A53 Kernen und 1,8GHz für ein weiteres Cluster aus vier Cortex A53 Kernen festgelegt. Die beiden Cortex A72 Kerne takten mit dem Standardtakt von 2,3GHz.

Die Alltags Performance ist wie von Helio X20 Geräten gewohnt gut. Sämtliche Apps die wir im Alltag nutzen laufen absolut flüssig. Ein Unterschied zu Qualcomm Snapdragon basierten Geräten der oberen Leistungsklasse ist nur in wenigen Apps wie z.B. Facebook beim Scrollen zu bemerken. Probleme gibt es aber (mal wieder) beim Spielen. Tatsächlich laufen die meisten Games flüssig, allerdings nur, solange das Smartphone kalt ist. Nach wenigen Minuten beginnen alle Spiele stark zu ruckeln, da der Prozessor offenbar zu warm wird und den Takt drosselt. Die A72 Kerne werden dann deaktiviert und die GPU ebenfalls im Takt reduziert. Ganz offensichtlich hat man sich also beim LeEco Le S3 nicht gerade Mühe bei der Kühlung gegeben, weshalb das Smartphone für Gamer nicht zu empfehlen ist.

Mit 4GB RAM und 32GB Speicher verfügt das LeEco Le S3 nicht gerade über eine Top-Ausstattung. Ausreichend ist der Speicher aber allemal. Die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers ist für ein Premium Gerät etwas enttäuschend. Hier werden nur knapp 6GB/s erreicht. die 7GB sollten hier eigentlich kein Problem darstellen. Der Datenspeicher liefert mit 150MB/s eine ordentliche Lesegeschwindigkeit. Beim Schreiben schneidet er mit knapp 95MB/s zur mittelmäßig ab. Zum Vergleich: Das zuvor getestete Coolpad Cool Changer 1C liefert bei einem niedrigeren Preis fast eine identische Schreibgeschwindigkeit wie die Lesegeschwindigkeit.

Bei den Sensoren ist auch hier wieder alles Wichtige mit an Bord. Besonders getestet haben wir das Gyroskop und den Kompass. Beide Sensoren verrichten ihren Dienst ohne Schwierigkeiten. Für einfach VR Apps (Daydream wird nicht unterstützt) kann das Le S3 also genutzt werden. Der Lichtsensor arbeitet zuverlässig und regelt die Displayhelligkeit automatisch. Der Schrittzähler ist nützlich für Fitness Apps wie z.B. Google Fit.

Der Fingerprint Scanner ist nicht der Schnellste. Vom Berühren bis zum Startbildschirm vergeht gefühlt eine dreiviertel Sekunde. Punkten kann der Sensor aber was die Zuverlässigkeit betrifft. Es kommt sehr selten vor, dass man den Finger zweimal ansetzen muss. Auch mit fettigen oder aufgequollenen Fingern hatte der Sensor keine Probleme.

Der Infrarot Blaster auf der oberen Seite des Smartphones erlaubt es euch Geräte mit entsprechenden Apps fernzusteuern. Dies funktioniert jedoch nur mit eher geringem Abstand von 1 - 2 Metern. An die originale Fernbedienung unseres Fernsehers kam das Feature nicht heran.

Software

​Variante: ​EUI 5.9
​Android Version: ​Android 6.0
Bloatware​:​Ja
Root Zugriff:​​Nein
OTA Updates:​​Ja
Schadsoftware:​​Nein

Auf dem LeEco Le S3 läuft EUI 5.9 basierend auf Android 6.0 Marshmallow. Das aktuelle Security Patch Level ist Stand August 2016. Das LeEco Le S3 nutzt exakt dieselbe Firmware wie das LeEco Le 2. Solltet ihr also eine Shop ROM auf eurem Smartphone vorfinden, dann wisst ihr, welche Firmware ihr laden müsst um das Gerät in den originalen Zustand zu versetzen.Es funktionieren auch die meisten Custom ROMs für das LeEco Le 2 X620 auf dem LeEco Le S3 X626. Getestet haben wir das mit TWRP und einer MIUI 8 ROM.

Wie gehabt unterstützt EUI in der Originalfassung neben Chinesisch nur Englisch als Systemsprache. Der Google Play Store muss manuell nachinstalliert werden. Hierzu nutzt ihr den Google Installer 2 und ersetzt nach der Installation den Play Store mit dieser APK. Wer seine installierten Apps auf Deutsch nutzen möchte, kann dies mittels MoreLocale 2 bewerkstelligen. Soll das komplette System auf Deutsch sein, bleibt nur die Nutzung einer Custom ROM.

Standardmäßig kommt das LeEco Le S3 mit einigen chinesischen Apps daher. Bis auf die LeEco-eigenen Dienste können diese aber alle deinstalliert werden. Wer sich an den LeEco Diensten stört, der kann diese teils deaktivieren und den Rest durch entsprechende Richtlinien für das Benachrichtigungs-Zentrum ruhig stellen. Das System selbst läuft stets flüssig und stabil.

Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: 2G: 850/900/1800/1900
3G: 850/900/1900/2000
4G: B1/B3/B7/B38/B39/B40/B41
WLAN:​ WLAN 802.11a/b/g/n/ac
Bluetooth:​​Bluetooth 4.1
NFC:​​Nein
HotKnot:​Nein​
Dual-SIM:​Ja (Dual Nano SIM)​
Positionsbestimmung:​GPS, A-GPS, GLONASS, BDS​

Besonders herausgestochen ist im Test der enorm gute WLAN Empfang vom LeEco Le S3. Hier wird ac-WLAN unterstützt, was bedeutet, dass hohe Datenraten möglich sind. Wir konnten problemlos die 200Mbit Internet-Leitung ausreizen. Besonders überrascht hat uns aber ein Speed Test den wir ein Stockwerk unter dem Router durchgeführt haben. Hier gab es keinen Einbruch der Bandbreite, was von einer exzellenten WLAN-Antenne zeugt.

Im GPS Test haben wir ebenfalls keine Probleme erkennen können. Trotz stark bewölktem Himmel konnten wir problemlos einen Fix für 12 Satelliten mit sehr guter Signalstärke erreichen. Die Genauigkeit lag dann bei 1 Meter. Beim Navigieren gab es keine Aussetzer und beim Tracking mit Google Fit wurde die gelaufene Strecke bis auf wenige minimale Abweichungen akkurat eingezeichnet.

Weiterhin gab es auch im Mobilfunk keine Probleme. Die Signalstärke entsprich dem was wir von high-end Geräten gewohnt sind. Lediglich das Fehlen von Band 20 LTE ist ein Wermutstropfen für alle LTE Kunden.

Etwas enttäuschend finden wir, dass kein NFC unterstützt wird. Das LeEco Le S3 ist immerhin nicht das günstigste Gerät. Mit NFC Unterstützung hätte man sich hier von der Konkurrenz wie z.B. dem Xiaomi Redmi Note 4 absetzen können.

Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Mono
Noise Cancelling Mikrofon:​ Ja​
Dedizierter Audio DAC:​Nein​
Dedizierter Verstärker:​Nein​

Der Medien Lautsprecher im LeEco Le S3 erreicht eine beachtliche Lautstärke, ohne dabei zu übersteuern. Eine gewisse Tiefe ist vorhanden, sodass der Lautsprecher nicht schrill und damit unangenehm klingt. Tatsächlich eignet er sich problemlos zur anspruchslosen Beschallung nebenher oder zum Ansehen von Videos und Filmen, wenn man gerade keine Kopfhörer nutzen will.

Kopfhörer können mangels 3,5mm Anschluss nur per USB Typ-C Adapter genutzt werden. LeEco selbst bietet aber auch Kopfhörer an, welche nativ über einen Typ-C Port verfügen. Die digitale Audioübertragung soll eine bessere Qualität liefern. Mit dem Adapter konnten wir keine Verschlechterung des Klangs feststellen.

Die Sprachqualität ist beim LeEco Le S3 sehr gut. Der Gesprächspartner ist klar und deutlich zu verstehen. Man selbst kommt beim Gegenüber ebenfalls klar an. Das Noise Cancelling Mikrofon leistet gute Arbeit und filtert Hintergrundgeräusche recht gut aus.

Kamera

​Hauptkamera: 16MP OmniVision OV16880, f/2.0
​Frontkamera: ​8MP OmniVision OV8865, f/2.2
​Blitz:​Dual LED, zweifarbig
​Fokus:​PDAF
​Slow Motion:​120fps@720p

Die Hauptkamera im LeEco Le S3 basiert auf einem OmniVision OV16880 Sensor mit 16MP Auflösung und f/2.0 Blende. Die 16MP Auflösung können nur im 4:3 Format genutzt werden. Im 16:9 Format wird die Auflösung auf 12MP reduziert. Für die Frontkamera wird ebenfalls ein OmniVision Sensor genutzt. Hier kommt der OV8865 mit 8MP, Weitwinkel Objektiv und f/2.2 Blende zum Einsatz. Die Hauptkamera unterstützt Video Aufnahmen mit bis zu 4k Auflösung und Slow Motion mit 120fps bei 720p Auflösung. Die Frontkamera kann mit maximal 720p aufnehmen.

Die Hauptkamera liefert bei Tageslicht schöne Aufnahmen mit guter Farbwiedergabe. Die Auslösezeit ist sehr kurz und der Fokus wird immer schnell gesetzt. Die Resultate sind aber nicht ganz perfekt. Generell wirken die Bilder beim einzoomen recht schnell matschig, weißen also keinen sehr hohen Detail Reichtum auf. Beim normalen Betrachten der Bilder am Computer fällt das zwar nicht auf, doch auf großen Bildschirmen (z.B. Fernseher), wirken die Bilder oft leicht verwaschen.

Weiterhin mag die Kamera Gegenlicht nicht so gerne. Steht die Sonne direkt im zu fotografierenden Ausschnitt, sehen die Bilder etwas milchig aus und man sieht viele Spiegelungen in der Optik. Klar, solche Situationen sind anspruchsvoll, jedoch haben wir schon günstigere Geräte gesehen, welche derlei Gegenlicht-Situationen deutlich eleganter meistern konnten.

Überraschend gut schlägt sich die Kamera bei Dämmerlicht. Hier sieht man überraschend wenig Bildrauschen und die Aufnahmen wirken noch recht scharf. Auch der LED Blitz leistet ganz gute Arbeit im Dunkeln. Versucht man allerdings größere Räume mit Blitz abzulichten, dann merkt man, dass die Kamera hier an ihre Grenzen gerät.

Die Frontkamera erzeugt sowohl bei guten als auch weniger guten Lichtverhältnissen ordentliche Aufnahmen. Zwar sind die Tiefendetails nicht ganz so stark ausgeprägt, dass man von exzellenten Aufnahmen sprechen könnte, dennoch reicht die Qualität für schöne Selfies aus.

Bei Videoaufnahmen im 4k Modus liefert die Hauptkamera brauchbare Ergebnisse ab, jedoch ist die Qualität nicht ganz so gut wie bei teureren Geräten. Die Aufnahmen sehen einfach weniger scharf und detailreich aus. Umschreiben könnte man den optischen Eindruck mit besseren Full HD Aufnahmen. Was uns stört ist ein leichtes Pfeifen im Ton, welches omnipräsent ist. Das ist schade, denn an sich wäre die Audioqualität wie schon beim Le 2 exzellent.

Akku

​Kapazität (Angabe): ​3.000mAh
​Kapazität (Gemessen): 2.921mAh​
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​​Ja, Quick Charge 3.0

Mit 3.000mAh bietet das LeEco Le S3 eine durchschnittliche Kapazität. Die Laufzeit ist leider nicht ganz so gut wie damals beim Le 2, was wohl am veränderten Prozessor Takt liegen dürfte. Mit 14% ist der stündliche Verbrauch bei aktivem Display recht hoch. Wir kamen im Alltag auf eine Screen-On Zeit von etwas mehr als 6 Stunden. Das ist ausreichend für einen Tag, in den späten Abend kamen wir aber nicht ohne nachzuladen.

Insgesamt hat uns das aber nicht sehr gestört, da der Akku dank Qualcomm Quick Charge 3.0 Unterstützung sehr schnell wieder voll ist. Von 20 auf 100% vergeht etwas mehr als eine Stunde. Von 20 auf 60% benötigt das Handset nur etwa eine halbe Stunde. Ein paar Minuten Nachladen reicht also aus um den Rest des Tages zu meistern. Da es mittlerweile Power Banks gibt die Quick Charge unterstützen, ist das schnelle Nachladen auch ohne Steckdose kein Problem.

Interessant ist übrigens, dass man in den Einstellungen die Quick Charge Funktion auf Wunsch deaktivieren kann. Wer sich also Sorgen um die Lebensdauer seines Akkus macht, der kann ganz normal laden und nur bei Bedarf Quick Charge aktivieren.

LeEco Le S3 - Fazit

Das LeEco Le S3 in der X626 Version ist ohne Frage ein recht gutes Smartphone, jedoch erschließt sich uns der Sinn nicht ganz. Es handelt sich einfach um ein LeEco Le 2 X620 mit veränderter Quick Charge Funktion. Weiterhin ist das Gerät auch kein wirklicher Preiskracher, weshalb sich uns der Sinn nicht ganz erschließt.

Es gibt noch eine weitere Variante des LeEco Le S3, welche die Modellnummer X522 trägt. Diese Variante würden wir eher empfehlen, da der Preis hier mit ca. 140€ deutlich attraktiver ist. Dieses Modell hat zwar nur 3GB RAM an Bord, bietet dafür aber mit dem Snapdragon 652 den besseren Prozessor (stärkere GPU, weniger Abwärme). Abseits dieser Unterschiede ist das Smartphone identisch mit dem Mediatek Modell.

Pro Contra
​+ Schönes, hochwertiges Design ​- Kein Band 20 LTE
+​​ Sehr gutes Display-​​ Thermal Throttling in Spielen = Ruckeln
+​​ Zuverlässiger Fingerprint Scanner-​​ Speicher könnte für den Preis eine Spur schneller sein
+​​ Gute Alltags Performance-​​ Kein NFC
+​​ Ausreichende Akkulaufzeit (nicht perfekt!)-​​ Recht hoher Screen-On Verbrauch
+​​ Kurze Ladezeit, QC 3.0 auf Wunsch deaktivierbar-​​ Für manche evtl. der fehlende Kopfhörer Port und die Software-Eigenheiten (nur Englisch, kein Play Store ab Werk)
+​​ RGB Status LED-​ Pfeifen im Ton bei Videoaufnahmen
​+ Sehr gute Empfangsleistung (inkl. GPS)​- Keine Micro SD Erweiterung (für alle die mit 32GB Speicher nicht klar kommen)
​+ Gute Sensorausstattung
​+ Guter Lautsprecher und gute Sprachqualität

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