Jumper EZBook 3 Test

Mit dem Jumper EZBook 3 haben wir den Nachfolger des Jumper EZBook 2 getestet. Mit diesem günstigen Laptop aus China vollzieht der Hersteller den Wechsel von der Atom- zur Celeron-Plattform und bietet damit ein deutliches Plus an Leistung. Ob sich das bezahlt macht, und wie das Jumper EZBook 3 im Vergleich mit seinem Vorgänger abschneidet, haben wir für euch über eine Woche lang im Alltag überprüft.

Jumper EZBook 3 - Verpackung & Lieferumfang

Wie schon sein Vorgänger, kommt auch das Jumper EZBook 3 mit einem äußerst spartanischen Lieferumfang daher. Neben dem Laptop findet man in der Schachtel nur eine Kurzanleitung und ein Netzteil.

Das Notebook selbst wird von reichlich Schaumstoff vor Transportschäden bewahrt. Eine Folie schützt den Deckel vor Kratzern. Zwischen Display und Tastatur befindet sich eine Trennfolie um bei äußerer Druckeinwirkung Kratzer und Druckstellen auf dem Display zu vermeiden.

Design & Verarbeitung

Das Jumper EZBook 3 ist wie sein Vorgänger vom MacBook Air inspiriert. Die typische, keilförmige Gehäuseform ist auch hier zu finden. Die Färbung ist Silber die Tastatur ist schwarz gefärbt – genau wie bei Apple.

Neu ist, dass auch das Trackpad in schwarz gefärbt wurde, was optisch ganz nett aussieht. Über der Tastatur befinden sich drei Status LEDs in weißer Farbe. Eine davon zeigt den Betriebszustand an (Deep-Sleep = pulsieren, Leuchten = aktiv), die anderen beiden diesen als Indikator für Num- und Caps-Lock.

Der Rahmen des Displays wurde ebenfalls schwarz eingefärbt. Äußerst positiv fällt auf, dass die Bezels eine enorme Verschlankungskur verpasst bekommen haben. Das Jumper EZBook 3 wird dadurch optisch ansprechender und moderner.

Durch die verschlankten Bezels ist die Webcam vom Rahmen über dem Display in den Rahmen unter dem Display gewandert. Eine etwas ungewöhnliche Position, welche man aber jüngst bei einigen Windows Laptops findet.

Die Rückseite des Displays, bzw. der Deckel des Jumper EZBook 3, besteht nicht mehr wie beim Vorgänger aus Aluminium, sondern aus Kunststoff. Das Finish der Oberfläche ist matt, jedoch anfällig für Kratzer. Schon mit dem Fingernagel kann man hier dauerhaft gegen Licht sichtbare Spuren hinterlassen. Das Display ist übrigens deutlich dünner als noch beim Vorgänger.

Was man leider immer noch nicht auf die Reihe bekommen hat ist, das Gehäuse stabiler zu machen. Die aus Kunststoff bestehende Basis des Jumper EZBook 3 ist nach wie vor recht flexibel. Übt man starken Druck in der Mitte aus, biegt sich das Gerät merklich durch. Immerhin ist es aber etwas stabiler als der Vorgänger, sodass die Tastatur beim Tippen nicht mehr mitfedert.

Die Anschlüsse wurden beim Jumper EZBook 3 an der linken und rechten Seite angeordnet. Links finden wir einen USB 3.0 Anschluss, den DC-In Port (12V) und einen Micro HDMI Anschluss. Auf der rechten Seite befindet sich ein 3,5mm Kopfhöreranschluss, ein USB 2.0 Port und ein Micro SD Kartenleser.

Die Unterseite beherbergt zwei Lautsprecher und recht hohe und große Standfüße aus Gummi. Diese beheben das Problem des Vorgängers, bei dem der Unterboden z.B. bei Nutzung auf den Metalltischen im ICE recht schnell zerkratzt war. Außerdem sorgen sie für einen sehr sicheren und stabilen Stand.

Der Unterboden kann übrigens auch durch das Entfernen aller Schrauben abgenommen werden, was einem vollständigen Zugriff auf die Innereien gewährt. Hier findet man einen leeren mSATA Port, sodass man auf Wunsch eine entsprechende SSD einbauen kann. Für rund 50€ bekommt man schon eine 128GB SSD. Ein Aufrüsten des RAM ist leider nicht möglich.

Vorsicht sollte man auch walten lassen, wenn man das Jumper EZBook 3 wieder zusammenschraubt. Zieht man die Schrauben im Randbereich zu fest an, so kann es passieren, dass das Plastik nach oben geschoben wird. An der Handballenablage äußert sich dies in einem kleinen Knubbel der optisch nicht gerade schön aussieht.

Kommen wir abschließend noch zu den Abmessungen und dem Gewicht. Letzteres liegt bei 1197g, was für ein 14,1" Notebook ein sehr angenehmes Gewicht ist. Das Display ist 6,8mm dünn. Im zugeklappten Zustand misst das Jumper EZBook 3 an der dicksten Stelle 17,5mm und an der dünnsten Stelle 10,2mm. Im aufgeklappten Zustand ist die Basis an der dünnsten Stelle 4,1mm und an der dicksten Stelle 10,4mm (ohne Gummifüße) dünn. Die Abmessungen in die Breite und Tiefe betragen 23,7 x 21,8cm.

Tastatur

Die Tastatur wurde im direkten Vergleich mit dem Jumper EZBook 2 um Welten verbessert. Wir haben auf dem Jumper EZBook 3 zum Test zwei Reviews und vier Video Scripte geschrieben. Insgesamt ist das eine ganze Menge Text.

Aufgefallen ist dabei, dass die Tastatur in und wieder doppelte Anschläge produziert. Da dies allerdings nur 2 – 3 mal auf einer A4 Seite vorkommt, kann man damit durchaus leben.

Ansonsten sind uns keinerlei Macken aufgefallen. Die Tasten sind recht stabil und wackeln oder klappern damit nicht. Allenfalls etwas leichtgängiger dürften sie sein. Tasten blieben zu keiner Zeit hängen. Nicht erkannte Anschläge kamen recht selten vor, auch wenn die Tasten nicht bewusst fest angeschlagen wurden.

Insgesamt ist mit der Tastatur also ein recht komfortables Schreiben möglich. Für den Preis kann man da absolut nicht meckern. Der einzige Nachteil für uns Deutsche ist natürlich, dass sie ein QWERTY-Layout nutzt. Allerdings kann man trotzdem problemlos das QWERTZ-Layout nutzen. Wer die Tastenbelegung nicht auswendig kennt, der kann sich für kleines Geld entsprechende Aufkleber bei Amazon bestellen.

Trackpad

Das Trackpad im Vorgänger war nur schwer nutzbar, da die Präzision zu wünschen übrig ließ, oft Fehleingaben verursacht wurden, ab und an nicht auf Eingaben reagiert wurde und durch die geringe Größe ständig versehentlich die nicht deaktivierbaren Windows Gesten getriggert wurden.

Auch hier unterscheidet sich das Jumper EZBook 3 deutlich vom Vorgänger. Das neue Trackpad ist größer und hat eine bessere Oberfläche, die zwar rau ist, den Finger aber dennoch angenehm gleiten lässt. Es handelt sich wie beim Vorgänger um ein Clickpad im Stil der älteren Apple Trackpads, welche noch nicht auf die Taptic Engine setzen. Die Taste wurde otimiert und lässt sich nun komfortabler drücken.

Unterstützung für Windows Gesten hat man gestrichen – zum Glück! Besser keine Gesten und stattdessen ein gut nutzbares Touchpad, als Unterstützung für die Gesten und dafür ein schlechtes Touchpad.

Und gut nutzbar ist das Touchpad in der Tat! Die Präzision wurde deutlich erhöht, Fehleingaben gibt es gar nicht mehr und Zweifinger Scrollen oder Rechtsklick funktioniert herrlich gut. Ohne zu übertreiben ist das Trackpad im Jumper EZBook 3 das Beste, was uns aus China bisher untergekommen ist, wenn man die Type Cover der getesteten Tablets mal in den Vergleich mit einbezieht.

Display

​Größe: ​14,1"
Auflösung:​ ​1920 x 1080
Technologie​:​Anti Glare TN LCD
​Anzahl Berührungspunkte:​-
Gehärtetes Glas:​​-
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​-

Keine Frage, das EZBook 2 Display war nutzbar. Wirklich gut war es aber nicht. Auch das Jumper EZBook 3 Display wird keine Preise abräumen, doch auch hier liefert man wieder eine deutliche Verbesserung ab.

Genutzt wird ein LCD TN Panel mit 14,1" Bilddiagonale und eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Das Display kommt im 16:9 Format daher und die Bildwiederholrate liegt bei 60Hz.

Was uns sofort aufgefallen ist, ist die bessere Darstellung des Displays. Das Display des Vorgängers war recht schwer zu beschreiben. Das Wort „unwirklich", trifft die Darstellung aber wohl am besten. Das Display im Jumper EZBook 3 leistet da schon deutlich bessere Dienste.

Der Kontrast wurde verbessert, die Farbwiedergabe ist einigermaßen zufriedenstellen und die Blickwinkel sind stabiler, wenngleich sich das Panel natürlich weiterhin fernab von IPS Displays ansiedelt.

Die Schwarzwerte des Panels könnten eine ganze Ecke besser sein und auch die Verteilung der Helligkeit an den Rändern. Besonders am unteren Bildschirmrand gibt es hier und da kleinere Lichthöfe, welche bei dunklen Inhalten auffallen.

Äußerst positiv überrascht hat uns die Displayhelligkeit an sich. Für den Alltag reicht in 70% aller Fälle die 25% Einstellung, da diese schon fast so hell ist, wie die maximale Stufe vom Vorgängermodell. Nur bei hellem Sonnenlicht muss man auf 50 – 75% hochregeln und Inhalte komfortabel erkennen zu kennen. Die 100% Stufe ist nur sehr selten notwendig, da diese so hell ist, dass man meistens davon geblendet wird. Das nötige Messgerät fehlt uns leider, aber grob geschätzt dürfte die Helligkeit jenseits der 500 Nits Marke liegen.

Zusammen mit der Anti-Glare Beschichtung des Displays welche Reflexionen nahezu vollständig eliminiert, ist das Display so in jeder Lebenslage perfekt ablesbar – egal ob bei Nacht oder draußen bei Sonnenschein. Zum Arbeiten ist das Display also ziemlich gut geeignet, nur für Medieninhalte in bester Qualität eben nicht.

Was uns etwas stört ist, dass es leider keine Möglichkeit gibt, die Displayhelligkeit per Tastenkombination zu steuern. Man muss also mit dem vierstufigen Regler im Akku Menü Vorlieb nehmen. Wer stufenlos regeln will, benötigt extra Software oder muss den komplizierten Weg durch die Systemsteuerung nehmen.

Hardware & Performance

​Prozessor: ​Intel Apollo Lake Celeron N3350 (2x X86_64 1,1 - 2,4GHz)
GPU:​ ​Intel HD Graphics 500, 12 Execution Units
RAM:​4GB
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​64GB eMMC (149 / 49,29MB/s)
Fingerabdruck Scanner:​​-
​Sensoren:​-
Besonderheiten:​​USB 3.0, Mini HDMI
Abmessungen / Gewicht:​​23,7 x 21,8 x 1,75cm / 1197g

Der Intel Celeron N3350 Prozessor im Jumper EZBook 3 liefert eine deutlich bessere Performance ab als die Intel Atom Plattform. Zwar hat der Prozessor nur zwei Rechenkerne mit einem Basistakt von 1,1GHz sowie einen Maximaltakt von 2,4GHz, sowie eine Intel HD Graphics 500 GPU mit 12 Ausführungseinheiten.

Der Prozessor erreicht im Antutu Benchmark um die 120.000 Punkte und bewegt sich damit auf einem ähnlichen Niveau wie ein Snapdragon 820. Für eine flüssige Nutzung von Windows reicht das dicke und auch Microsoft Office läuft blendend auf dem Prozessor.

Einfachere Spiele aus dem Windows Store, wie zum Beispiel Modern Combat 5, GT Racing 2 oder Asphalt Xtreme sind flüssig spielbar. Die fühlbare Wärmeentwicklung hält sich dabei stark in Grenzen. Thermal Throttling Probeme gibt es dank eines großen Kupfer Kühlkörpers auf dem Mainboard nicht.

Dass man es nicht mit dem leistungsfähigsten Prozessor zu tun hat, merkt man aber schon, wenn man leistungshungrige Anwendungen öffnet. Google Chrome ist zum Beispiel ein Ressourcen-Fresser und läuft merklich zäh. Gerade wenn es um die Wiedergabe von Videos in HTML5 geht, gerät der SoC ins Schwitzen und erzeugt ein Ruckeln. Hier empfiehlt es sich auf den Microsoft Edge Browser auszuweichen welcher ressourcenfreundlicher ist und den Prozessor deutlich weniger belastet.

Ein kleiner Flaschenhals sind die nur 4GB LPDDR3 RAM, die man leider nicht aufrüsten kann. Ein kleiner Teil davon geht noch als Grafikspeicher verloren, sodass der verfügbare RAM zum Multitasken knapp ist. Tatsächlich kann man durchaus ein paar Programme gleichzeitig laufen lassen (z.B. Spotify, Outlook, Word und Edge). Arg viel mehr ist dann aber nicht möglich, ohne ein deutlich langsameres System zu riskieren.

Enttäuschend ist auch, dass man für den internen Speicher lediglich auf 64GB eMMC Speicher setzt. Wir hätten es bevorzugt, wenn ab Werk eine echte SSD verbaut wäre, da diese einfach höhere Datenraten bieten würde. Immerhin besteht aber die Möglichkeit selbst eine M.2 SATA III SSD zu verbauen, was ja auch schon viel wert ist. Der eMMC Speicher erreicht eine Lesegeschwindigkeit von 149MB/s, sowie eine Geschwindigkeit von 49MB/s beim Schreiben.

Der USB 3.0 Port hat im Test gute Geschwindigkeiten erreicht und liefert genügen Strom um eine externe 2,5" Festplatte ohne Netzteil nutzen zu können. Auch am USB 2.0 Anschluss haben wir die Festplatte getestet, hier jedoch ohne Erfolg.

Software

​Variante: ​Home 64-Bit
​Windows Version: ​Windows 10
Bloatware​:​Nur ein Touchpad Tool
Root Zugriff:​​-
Updates:​​Ja
Schadsoftware:​​Nein

Das Jumper EZBook 3 wird mit Windows 10 Home 64-Bit ausgeliefert. Windows ist aktiviert und der entsprechende Lizenzkey im UEFI hinterlegt. Windows 10 ist ab Werk auf Englisch eingestellt und kann in der Systemsteuerung auf Deutsch umgestellt werden. Hierzu muss man die Windows Display Language auf Deutsch setzen, woraufhin die entsprechenden Sprachpakete geladen und installiert werden. Die gesamte Oberfläche ist daraufhin auf Deutsch. Nur die Boot Menüs bleiben auf Englisch. Wer auch diese auf Deutsch haben möchte, der muss eine Neuinstallation mit einem deutschsprachigen Installationsmedium durchführen.

Das Jumper EZBook 3 kommt fast ohne Bloatware daher. Es ist lediglich ein kleines Tool vorinstalliert, welches versehentliche Klicks auf dem Touchpad verhindern soll. Wir haben dieses jedoch deinstalliert, da das Touchpad auch so hervorragend funktioniert und das Tool nur unnötig Ressourcen verschwendet.

Windows 10 selbst installiert nach dem ersten Start noch einige Spiele wie z.B. Candy Crush Saga. Dies ist jedoch von Microsoft so gewollt und keineswegs das Verschulden von Jumper. Die automatisch installierte Software aus dem Windows Store kann natürlich anschließend gelöscht werden.

Aktuell ist es leider nicht möglich auf dem Jumper EZBook 3 Linux Distributionen wie beispielsweise Ubuntu zu installieren. Die Installationsmedien lassen sich schlicht nicht ohne weiteres starten, da im UEFI nur ein Windows Modus hinterlegt ist. Versucht man einen USB Stick mit Ubuntu zu starten, wird nur ein schwarzer Bildschirm mit blinkendem Cursor angezeigt. Der GRUB Bootloader startet gar nicht erst.

Das UEFI („BIOS") Menü selbst ist übrigens komplett entsperrt. Man hat damit vollen Zugriff auf alle Einstellungen. Wirklich nützlich ist das aber nicht, da der Intel Celeron Z3350 kein Overclocking unterstützt und auch der RAM bereits mit dem optimalen Takt läuft. Secure Boot lässt sich deaktivieren. Bleibt zu hoffen, dass für das Jumper EZBook 3 noch ein Firmware Update kommt, welches dann auch den Start von Linux ermöglicht. Interessant wäre auch eine Remix OS Option.

Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: ​-
WLAN:​ WLAN 802.11b/g/n​
Bluetooth:​Bluetooth 4.0​
NFC:​-​
HotKnot:​-​
Dual-SIM:​-​
Positionsbestimmung:​-​

Das Jumper EZBook 3 nimmt via Bluetooth 4.0 und WLAN Kontakt zur Außenwelt auf. Leider nutzt man lediglich ein b/g/n-WLAN Modul mit einer maximalen Geschwindigkeit von 72Mbit/s. Tatsächlich werden um die 45Mbit/s erreicht.

Die Qualität des Empfangs ist als mittelmäßig einzustufen. Zwar bricht das Signal nicht schnell ab, doch bei großer Entfernung zum Router merkt man einen deutlichen Einbruch der Bandbreite. Im Test brach die Bandbreite auf etwa 22Mbit/s ein, sank hin und wieder aber auch noch weiter.

Das Bluetooth Modul hat ohne Probleme gearbeitet. Wir haben mehrere Stunden ein Bluetooth Headset genutzt und dabei keine Aussetzer erlebt. Auch einen Raum weiter blieb die Verbindung stabil.

Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Stereo
Noise Cancelling Mikrofon:​ ​Nein
Dedizierter Audio DAC:​​Ja, Realtek HD Audio
Dedizierter Verstärker:​​Nein

Das Jumper EZBook 3 bietet im Boden zwei Lautsprecher die im unteren Bereich auf der linken und rechten Seite angeordnet sind. Leider verdeckt man diese recht leicht, was beim Betrieb auf dem Schoß oder bei der Nutzung auf weichen Oberflächen dazu führt, dass die Öffnungen verdeckt werden und das Klangbild dadurch eingeschränkt wird.

Die Lautsprecher im Jumper EZBook 3 haben viel Potential und können mit etwas Nacharbeit zu einem wirklich guten Klang mit hoher Lautstärke und ordentlicher Basswiedergabe gebracht werden. In den Realtek HD Audio Einstellungen müsst ihr im System Equalizer einfach das „Bass-Boost"-Preset laden. Die Qualität übersteigt das, was viele andere günstige Windows Laptops bieten bei weitem.

Der Kopfhörer Anschluss liefert dank des hochwertigen Soundchips eine hervorragende Klangqualität. Die Ausgabe erreicht eine sehr hohe Maximallautstärke und klingt absolut klar. Es gibt keine Störgeräusche oder Knacken im Ton. Die Abmischung ist out of the box ziemlich perfekt, kann aber trotzdem noch über den vorhin schon erwähnten Equalizer angepasst werden.

Enttäuschend ist wie so oft das Mikrofon. Dieses klingt recht flach und dumpf. Außerdem ist ein omnipräsentes Hintergrundrauschen zu vernehmen. Es ist fast schon ein Wunder, dass einen Cortana dennoch absolut problemlos versteht.

Kamera

​Hauptkamera: -
​Frontkamera: ​0,3MP
​Blitz:​-
​Fokus:​-
​Slow Motion:​-

Von der 0,3MP Webcam darf man sich keine Wunder erwarten. Bilder sehen matschig aus und sind somit kaum zu gebrauchen. Bei Videoaufnahmen sieht es nicht anders aus und zur Audioqualität haben wir uns ja oben schon geäußert.

Ein weiteres Problem ist, dass die Kamera unter dem Bildschirm angebracht ist, der Sensor jedoch nicht nach oben schaut. Neigt man das Display also nicht stark zurück, so sieht man im Bild seinen Körper statt das Gesicht.

Akku

​Kapazität (Angabe): ​10.000mAh
​Kapazität (Gemessen): ​-
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​​Ja (12V / 2A)

Die Akkulaufzeit vom Jumper EZBook 3 hat uns verdammt positiv überrascht. 10.000mAh sind hier an Bord, und die reichen wirklich eine ganze Weile. Wir haben im Blogging Alltag eine Laufzeit zwischen 9 und 13 Stunden erreichen können, abhängig davon, wie stark der Prozessor belastet wurde und wie hoch die Displayhelligkeit eingestellt war.

Konkret dürft ihr in etwa mit folgender Nutzungsdauer rechnen:
- Textverarbeitung: 10 – 13 Stunden
- Internet: 7 – 8 Stunden
- Videos: 5 – 6 Stunden
- Spiele: 2 – 3 Stunden

Die Ladezeit mit dem beigelegten 12V Netzteil beträgt 3,5 Stunden. Dabei muss man aber beachten, dass die ersten 70% sehr schnell aufgeladen werden. Hier reichen schon 1,5 Stunden Ladezeit aus. Beim Laden entsteht keine große Abwärme. Das Netzteil nutzt leider einen eigenen Anschluss und keinen USB Port. Weiterhin verfügt es über einen US-Stecker, sodass man einen Adapter benutzen muss.

Als Ladeindikator befindet sich neben dem DC-In Anschluss eine LED. Diese leuchtet beim Aufladen Rot und wechselt nach Beendigung des Ladevorgangs zu Weiß.

Jumper EZBook 3 - Fazit

Das Jumper EZBook 3 ist ein ziemlich gut gelungenes China Laptop. Auch wenn das Display nicht ganz perfekt ist, so eignet es sich aufgrund der matten Oberfläche und der enormen Helligkeit doch exzellent zum Arbeiten. Die Elastizität des Gehäuses hinterlässt eher einen billigen Eindruck, wovon man sich aber nicht verunsichern lassen sollte. Den Alltag übersteht das Gerät dennoch problemlos und auch das Durchbiegen der Tastatur beim Schreiben wurde abgestellt.

Unterm Strich ist das Jumper EZBook 3 ein gelungenes Produkt, welches im Alltag gute Dienste geleistet hat. Wer nicht viel Leistung braucht, der findet mit dem Jumper EZBook 3 einen günstigen Langläufer, den man teils in Angeboten schon für 180€ bekommt.

Pro Contra
​+ Mattes, sehr helles Display ​- Schlechte Blickwinkel und Schwarzwerte
+​​ Schickes Design-​​ Gehäuse ist nicht sehr verwindungsfest
+​​ Gute Tastatur (bis auf gelegentliche Doppelanschläge)-​​ Deckel anfällig gegenüber Kratzspuren
+​​ Im Vergleich zu Intel Atom basierten Geräten sehr gute Performance-​​ Keine offizielle Unterstützung für andere Betriebssysteme im UEFI
+​​ Möglichkeit eine SSD einzubauen-​​ Webcam liefert keine gute Qualität
+​​ Sehr gute Lautsprecher-​​ Mikrofon klingt recht schlecht
+​​ Ordentliches Touch Pad ohne Fehler-​ Kein Dual Band ac-WLAN
​+ Sehr lange Akkulaufzeit, angenehme Ladezeit​- eMMC Speicher ist nicht der Schnellste
​+ Geringe Abwärme, keine Throttling Probleme​- WLAN Antenne könnte etwas besser sein
​+ Lizenziertes Windows 10 Home, fast ohne Bloatware​- Keine Tastenkombination zum Ändern der Displayhelligkeit
​+ Schlank und leicht
​+ Ordentliche Gummifüße verhindern Rutschen und sorgen für Abstand zum Untergrund
​+ Ordentlicher Audio Chip (Realtek HD Audio)
​+ USB 3.0 Port liefert Strom für Festplatten