Jumper EZBook 2 Test

Mit dem Jumper EZBook 2 haben wir uns in den vergangenen Tagen ein Ultrabook mit Tablet Hardware im MacBook Air Design angesehen. Das Notebook wird in China aktuell für um die 150 – 160€ verkauft. Damit ist es also äußerst günstig. Ob es trotzdem auch alltagstauglich ist, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Verpackung & Lieferumfang

Das Jumper EZBook wird in einem braunen Karton geliefert, welcher von der Ausführung her den klassischen Kartons entspricht, in denen Notebooks geliefert werden. Was hier aber fehlt ist der Tragegriff, den man für gewöhnlich an solchen Kartons findet.

Im Inneren steckt dann das Jumper EZBook 2 zwischen zwei Schaumstoff Klötzen und noch einmal extra in Folie verpackt. Außerdem ist eine weitere Schachtel vorhanden, in welcher sich die rudimentäre Bedienungsanleitung und ein Netzteil befindet. Das Netzteil verfügt leider nur über einen China / US Stecker, sodass man einen Adapter nutzen muss.

Auf dem Deckel des Jumper EZBook 2 befindet sich eine Schutzfolie. Diese zu entfernen ist leider ein Kraftakt, da hier eindeutig der falsche Kleber verwendet wird. Es dauerte etwa 10 Minuten bis wir die Folie entfernt hatten. Zu fest darf man hier nicht reisen, da sich der Deckel sonst verbiegt. Danach waren dann immer noch Kleberückstände vorhanden, welche wir mit viel Kraft und reichlich Alkohol in schier endloser Polierarbeit lösen mussten. Was sich Jumper hier gedacht hat, verstehen wir beim besten Willen nicht.

Design & Verarbeitung

Direkt nach dem Auspacken hinterlässt das Jumper EZBook 2 einen ziemlich guten Eindruck. Das Teil sieht zwar aus wie ein MacBook Air, ist aber deutlich besser verarbeitet als der typische China Klon. Hier hat sich augenscheinlich jemand richtig Mühe gegeben.

Zwar knarzt das Gehäuse an einigen Stellen etwas, doch das sei Jumper in Anbetracht des Preises und auch des Umstandes, dass das EZBook 2 zum Großteil aus Kunststoff besteht verziehen. An den wichtigen Stellen stimmt die Verarbeitung aber durch und durch.

Das Displayscharnier ist im Inneren mit Metall verstärkt und auch der Deckel selbst besteht von außen aus Aluminium. Das hat zwar den Nachteil, dass das Laptop im Stand etwas Kopflastig ist, schützt aber andererseits das Display beim Transport, sodass hier keine Clouding Effekte entstehen können.

Aufgeklappt finden wir ein sehr großes Touchpad, sowie eine schwarze Chiclet-Tastatur. Beides erinnert ebenfalls sehr an ein MacBook bzw. wurde 1:1 kopiert. Positiv ist, dass die Pfeiltasten in voller Größe untergebracht wurden. Bei den original MacBook Tastaturen sind diese meistens in verkleinerter Form zu finden, was uns nicht so gut gefällt.

Über dem Display ist im Rahmen eine Webcam untergebracht. Auf der linken und rechten Seite finden wir je einen vollwertigen USB Anschluss. Links befindet sich außerdem ein 3,5mm Klinkenanschluss. Rechts finden wir den Netzteil Port, eine blaue Lade LED und den Mini HDMI Anschluss sowie den Micro SD Kartenleser.

Über der Tastatur findet man übrigens auch noch blaue Indikator-LEDs. Eine davon zeigt an, ob das Notebook angeschaltet ist, die anderen LEDs zeigen den Status von Num- und Caps-Lock an.

Der Aufbau im Inneren ist relativ einfach und wirkt etwas chaotisch. Auf die Schnelle sind aber keine Sollbruchstellen zu erkennen. Den größten Platz im Inneren nimmt der Akku ein, welcher an die Tastatur geklebt wurde. Das Mainboard sitzt von unten betrachtet in der linken, oberen Ecke. Der Prozessor darauf gibt seine Wärme an einen Metallschild ab und von da wandert die Hitze durch ein Thermal Pad auf eine Heat-Spreading-Folie die am Boden des Jumper EZBook 2 klebt. Die einzelnen Komponenten sind größtenteils mit Flachbandkabeln verbunden, welche wiederum mit des Chinesen liebsten Freund befestigt sind: Klebeband.

Im Alltag hat das Jumper EZBook mittlerweile 3 längere Bahnfahrten und das Schreiben von 2 Reviews und zahlreichen News Posts über sich ergehen lassen müssen. Bis auf leichte Abschürfungen der Lackierung auf dem Boden des Jumper EZBook 2, welche durch die Klapptische in den ICEs verursacht wurden, können wir bisher keine Beschädigungen feststellen. Der Transport erfolgte durchgehend ungeschützt im Rucksack, teils direkt neben einem echten und schweren MacBook Pro mit 15". Unterm Strich muss man sich also garantiert keine Sorgen machen, dass das Jumper EZBook 2 plötzlich auseinander fällt.

Display

​Größe: ​14"
Auflösung:​ ​1920 x 1080
Technologie​:​LCD (TN, Antiglare)
​Anzahl Berührungspunkte:​-
Gehärtetes Glas:​​-
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​-

Der Bildschirm im Jumper EZBook 2 ist 14" groß und arbeitet mit Full HD Auflösung. Das ist gerade hoch genug um eine schöne und scharfe Darstellung zu erzielen, aber gleichzeitig die GPU des Tablet Chipsatzes nicht zu sehr zu belasten.

Zu Beginn waren wir von dem Display eher enttäuscht. Es wirkte recht dunkel und auch die Farbwiedergabe ist nicht gerade der Knüller. Im Alltag hat sich das Display aber als echtes Arbeitstier erwiesen, denn gerade bei direktem Sonnenlicht ist es um Welten besser abzulesen als das Display eines MacBooks.

Der Grund dafür ist schlicht, dass der Bildschirm im Jumper EZBook 2 über eine anti-glare Schicht verfügt. Das Panel ist also leicht mattiert, was Reflexionen verhindert. Somit ist das Panel auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar. Das Einzige was jetzt noch fehlt, ist ein Lichtsensoren um die Displayhelligkeit automatisch zu steuern. Schade, dass Jumper hieran nicht gedacht hat.

Nicht gerade überwältigend sind die Blickwinkel des Panels. Gerade wenn man den Deckel das Jumper EZBook 2 bei Nutzung etwas kippt, fällt schnell auf, dass sich die Farben verändern. Hier muss man wirklich darauf achten den korrekten Winkel zu erwischen. Komischerweise tritt der Effekt nicht so sehr auf, wenn man das Panel von rechts oder links betrachtet.

Unterm Strich kann man was die Darstellung betrifft aber trotzdem nicht meckern. Man muss bedenken, dass das Jumper EZBook 2 nur rund 160€ kostet. Zum Arbeiten tut es das Display, und das sogar sehr gut. Für Aufgaben im Multimedia Bereich, wo mein ein perfektes Display benötigt, wird das Notebook ohnehin nie zum Einsatz kommen.

Tastatur

Ein ganz wichtiges Thema ist die Tastatur in einem Notebook. Die Chinesen sind hier nicht gerade für hohe Qualität bekannt. Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel das Voyo Vbook V3, dessen Tastatur quasi unbenutzbar ist, da die Tasten ständig hängen bleiben. Wohlbemerkt ist dieses Convertible noch eine ganze Ecke teurer als das Jumper EZBook 2.

Wie also sieht es bei Letzterem aus? Nun, die ersten Reviews hatten sich ja noch über eine „labberige" Tastatur beschwert. Die Tastatur bog sich beim Tippen sehr stark durch. Offensichtlich wurde dieses Problem mit dem zweiten Batch abgestellt. Unser Gerät biegt sich bei normalem Tippen nur kaum merkbar durch. Für stärkeres Durchbiegen muss man schon ziemlich fest auf die Tastatur drücken, was im Normalbetrieb kein Mensch macht.

Vom Format her entspricht die Chiclet Tastatur dem, was ein MacBook Nutzer gewohnt ist. Der Power Button ist hier wie bei den Apple Notebooks in die Tastatur integriert. Wer keine Apple Tastaturen gewohnt ist, der wird sich daran zu Beginn stören, da man das Jumper EZBook 2 so schnell in den Standby schickt, anstatt die Backspace Taste zu betätigen, welche sich normal auf dieser Position befindet.

Sehr gut gefällt uns, dass die Pfeiltasten hier die volle größe haben. Wenn man kleine Casual Games zockt oder sich viel in Dokumenten bewegt, dann ist das sehr komfortabel. Weiterhin findet man viele Funktionstasten wie PgUp, PgDn, End, Home, aber auch FN-Shortcuts auf den Funktionstasten, z.B. zur Regelung der Lautstärke, Displayhelligkeit, Play / Pause usw.

Die Tastatur selbst macht beim Drücken der Tasten einen recht guten Eindruck. Der Druckpunkt ist klar definiert und fühl sich recht hochwertig an. Die Tasten bleiben nicht stecken und der Hub ist nicht zu klein aber auch nicht wirklich zu groß. Ein Klappern ist beim Tippen nur minimal vorhanden. Beim Schütteln des Jumper EZBook 2 ist überhaupt kein Klapper wahrzunehmen. Die Verarbeitung ist also für den Preis verdammt gut.

Gewöhnungsbedürftig ist die Tastatur aber trotzdem. Zum einen muss man die Tasten recht fest anschlagen, da sonst ab und an Buchstaben fehlen, zum anderen handelt es sich um ein QWERTY-Layout. Man kann zwar auch auf QWERTZ-Betrieb umstellen, muss dazu jedoch wissen, auf welchen Positionen sich welche Zeichen befinden. Gerade bei Sonderzeichen ist das am Anfang gar nicht so einfach. Abhilfe schaffen hier Aufkleber die es bei Amazon zu kaufen gibt.

Hat man sich jedoch an die Tastatur gewöhnt, was nach etwa 1 bis 2 Wochen der Fall ist, kann man damit durchaus gut und zügig arbeiten. Wir haben das Jumper EZBook 2 im Test konsequent zum Schreiben von Blog Artikeln und Testberichten genutzt, und schreiben damit mittlerweile fast so effizient wie auf einer MacBook Tastatur (ca. 10 – 15% langsamer). Für ein 160€ Notebook ist das unserer Ansicht nach ziemlich gut.

Touchpad

Das Touchpad im Jumper EZBook 2 macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck, denn ist ist schön groß und scheint auch super zu funktionieren. Der erste Eindruck täuscht hier aber, und wir erklären das Touchpad mal eben zum größten Kritikpunkt am gesamten Gerät. Warum das so ist? Nun, dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

Zum einen wäre da die Genauigkeit zu nennen. Das Touchpad funktioniert seltsamerweise direkt nach dem Start sehr gut, wird dann aber immer schwieriger zu nutzen. Beim Bewegen des Cursors werden dann gerne mal Klicks oder Gesten ausgeführt, oder das Touchpad reagiert für eine Zeit kaum noch auf Berührungen. Auch das Antippen des Touchpads zum Klicken funktioniert nicht zuverlässig.

Multitouch Gesten wie Pinch to Zoom oder zwei Finger Scrollen werden unterstützt, sind aber auch nicht wirklich nutzbar. Beim zwei Finger Scrollen wird gerne mal gezoomt, was sich leider auch nicht abstellen lässt. Zwar sind in den System Einstellungen entsprechende Schalter vorhanden, deren Veränderung aber leider keine Wirkung zeigt. Somit muss man zum Scrollen immer die klassischen Scrollbalken nutzen, was viel Zeit kostet.

Was uns ebenfalls nicht gefällt sind die physischen Tasten unter dem Trackpad des Jumper EZBook 2. Diese lassen sich nur ordentlich betätigen, wenn man in der linken oder rechten unteren Ecke drückt. Das Drücken in der Mitte der Fläche funktioniert, anders als bei den Apple Macbooks, nicht wirklich gut.

Ein weiteres Problemm über das wir gestolpert sind ist, dass sich das Touchpad beim Schreiben auf der Tastatur nicht deaktiviert. Auch hierfür gibt es in den Einstellungen eine Option, welche aber keine Wirkung zeigt. Somit muss man beim Tippen immer enorm aufpassen, dass man nicht auf das Touchpad kommt. Glücklicherweise kann man das Touchpad auf mit der Kombination FN + F12 dektivieren, was aber unbequem ist, da man dies immer manuell tun muss.

Hardware & Performance

​Prozessor: ​Intel Atom X5 Z8300 (4x X86_64 @1,36 - 1,83GHz)
GPU:​ ​Intel HD Graphics
RAM:​​4GB LPDDR3 (Hynix)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​64GB eMMC (120 / 66MB/s)
Fingerabdruck Scanner:​​-
​Sensoren:-​
Besonderheiten:​2x USB (davon 1 USB 3.0), Mini HDMI​
Abmessungen / Gewicht:​34,7 x 22,9 ​x 1,75cm / 1,437kg

Im Inneren des Jumper EZBook 2 steckt Mittelklasse Tablet Hardware. Als Prozessor kommt der hinreichend bekannte Intel Atom X5 Z8300 zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um einen Quad Core x86_64 Prozessor mit einem Takt von bis zu 1,83GHz im Turbo Boost und einer Intel HD Graphics GPU.

Der Arbeitsspeicher ist 4GB groß. Jumper setzt hier auf LPDDR3 RAM von Hynix. Als Datenspeicher kommt eMMC Speicher mit einer Kapazität von 64GB zum Einsatz. Dieser ist auch recht schnell und erreicht 120MB/s beim Lesen sowie 66MB/s beim Schreiben.

An Schnittstellen finden wir am Jumper EZBook 2 links und rechts je einen vollwertigen USB Port, wovon einer sogar USB 3.0 unterstützt. Hinzu kommen dann noch ein 3,5mm Kopfhörer Port, ein Mini HDMI Anschluss mit Unterstützung für 4k, ein Micro SD Slot und der Netzteil Anschluss. Die USB Ports geben leider nicht genug Strom aus um externe Festplatten ohne Netzteil daran betreiben zu können.

Überrascht hat uns die im Alltag relativ niedrige Wärmeentwicklung des Jumper EZBook 2, obwohl zur Ableitung lediglich eine große Heatspreading Folie und der Plastikboden zur Verfügung stehen. Bei normalem Arbeiten wird die Unterseite nur ca. 40°C warm, der Prozessor schwankt zwischen 50 und 60°C. Lediglich bei der Nutzung während dem Aufladen des Akkus wird das Notebook im Bereich des Mainboards extrem heiß. Man kann den Boden dann kaum noch anfassen und die SoC Temperatur schnellt auf bis zu 80°C hoch. Gedrosselt wird die Leistung aber trotzdem nicht. Schaden ist dadurch bisher keiner entstanden.

Software

​Variante: ​Home 64-Bit
​Windows Version: ​Windows 10
Bloatware​:​Nein
Root Zugriff:​​-
Windows Updates:​​Ja
Schadsoftware:​​Nein

Das Jumper EZBook 2 kommt mit einer lizenzierten Version von Windows 10 Home in der 64-Bit Variante daher. Dies war aber auch zu erwarten, da Jumper in China ein offizieller Microsoft Partner ist und angeblich sogar Microsoft Stores betreibt.

Das Windows 10 kommt ohne vorinstallierte Bloatware oder Schadsoftware daher, was wir als sehr positiv empfinden. Standardmäßig startet das System auf Englisch. Die Nachinstallation von Deutsch als Systemsprache ist über die Einstellungen problemlos möglich.

Windows Updates werden problemlos gefunden und installiert. Hier muss man also keine Workarounds anwenden, um Windows Update zum Laufen zu bekommen, wie das bei manchen Teclast Geräten hin und wieder der Fall ist.

Überrascht hat und, wie flüssig Windows und sogar der Google Chrome Browser auf dem Jumper EZBook 2 laufen. Von allen bisher getesteten Geräten mit dem Intel Atom X5 Z8300 Prozessor, ist das Jumper das bisher am flüssigsten laufende. Mit dieser Bewertung stehen wir mit Blick auf die Kollegen übrigens nicht alleine da.

Woran das nun genau liegt, können wir natürlich nicht mit Bestimmtheit sagen. Vermutlich ist es eine Mischung aus besseren Treibern und natürlich auch der „niedrigen" Displayauflösung. Es ist logisch, dass sich die Chipsatzgrafik bei Full HD deutlich wohler fühlt als bei 2k.

Sehr lobenswert ist, dass Jumper das BIOS bzw. UEFI des EZBook 2 nicht sperrt. Man setzt hier auf ein Insyde H2O UEFI, bei welchem sämtliche Einstellungsmöglichkeiten zugänglich sind. Wer sich hier also auskennt, der kann sich austoben. Secure Boot kann deaktiviert werden um z.B. Linux oder Remix OS zu starten. Sogar eine Bootfunktion für Android ist vorhanden, was darauf hindeuten könnte, dass Jumper eine Variante des EZBook 2 mit Remix OS plant.

Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: ​-
WLAN:​ ​WLAN 802.11b/g/n (Single Band)
Bluetooth:​​Bluetooth 4.0
NFC:​​Nein
HotKnot:​Nein​
Dual-SIM:​Nein​
Positionsbestimmung:​Nur Netzwerk​

Das Jumper EZBook 2 verfügt über Unterstützung für Bluetooth 4.0 und Single Band WLAN nach 802.11b/g/n. Im Downstream haben wir hier maximal 120Mbit/s gemessen. Warum die Chinesen nie schnellere Dual Band Module verbauen, verstehen wir bis heute nicht.

Der WLAN Empfang ist überdurchschnittlich gut. Im gesamten Gebäude können wir problemlos Videos streamen, was definitiv beim Großteil der hier getesteten Geräte nicht möglich ist. Sogar das MacBook versagt hier noch vor dem Jumper. Natürlich muss man zur Verteidigung sagen, dass das MacBook vollständig aus Aluminium besteht, was die Gewährleistung eines erstklassigen WLAN Empfangs von Natur aus erschwert. Hier hat es Jumper also deutlich leichter gehabt. Die WLAN Antenne befindet sich im Jumper EZBook 2 übrigens rechts neben dem Touchpad.

Bei der Nutzung von Bluetooth in Verbindung mit einem Lautsprecher hatten wir keinerlei Probleme. Die Übertragung verlief durch bis zu zwei Wände problemlos.

Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Stereo
Noise Cancelling Mikrofon:​ Nein​
Dedizierter Audio DAC:​Intel HD Audio​
Dedizierter Verstärker:​Nein​

Das Jumper EZBook 2 verfügt über in den Boden integrierte Stereo Lautsprecher, welche leider nicht sonderlich gut klingen. Die Lautstärke ist nicht sehr hoch und der Klang ist ziemlich dünn und undefiniert. Dies liegt aber gar nicht so sehr an den Lautsprechern selbst, sondern eher am Deckel, welcher die Ausbreitung des Klangs stört. Entfernt man den Boden, so klingt das Notebook plötzlich deutlich besser.

Via Kopfhörer erhält man einen ziemlich guten und fast perfekt abgemischten Klang, welcher komplett frei von Störgeräuschen ist. Hier hat man sich offenbar beim Design des Mainboards Mühe gegeben. Ja, dieser Seitenhieb geht an die Herren bei Chuwi – Stichwort Chuwi Hi12.

Was jedoch negativ auffällt, ist auch hier eine recht niedrige Maximallautstärke. Hier empfiehlt es sich, die Software „Equalizer APO" zu installieren. Damit lässt sich die Lautstärke um einiges anheben, ohne Abstriche bei der Qualität machen zu müssen. Mit guten Kopfhörern kommt dann auch richtig Spaß beim Musikhören auf. Die internen Lautsprecher klingen dadurch auch gleich etwas besser.

Das Mikrofon ist überraschend gut und nimmt die Stimme auch bei größerer Entfernung noch verständlich auf. Cortana ist damit einwandfrei nutzbar.

Kamera

​Hauptkamera: ​-
​Frontkamera: ​2MP
​Blitz:​-
​Fokus:-​
​Slow Motion:-​

Die 2MP Webcam auf der Front ist nicht gerade gut. Aufnahmen sehen eher verwaschen und neblig aus. Für Videochats dürfte es den meisten aber reichen. Die Tonqualität ist ganz in Ordnung.

Akku

​Kapazität (Angabe): ​10.000mAh (Akku Aufdruck: 10.800mAh)
​Kapazität (Gemessen): ​-
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​​Nein

Laut Hersteller steckt im Jumper EZBook 2 ein 10.000mAh Akku. Nach Prüfung konnten wir mit Freude feststellen, dass hier ausnahmsweise sogar untertrieben wird. In Wahrheit steckt im EZBook 2 nämlich ein 10.800mAh Akku.

Achtet man etwas darauf immer die optimale Displayhelligkeit einzustellen, kann man damit problemlos eine Laufzeit erreichen, welche an die eines MacBook Pro mit 15" Retina Display aus 2014 heranreicht.

Gemessen haben wir im Alltag folgende Werte, welche sich auf Dauerbetrieb beziehen:

  • Office & Internet: min. 7, max. 9 Stunden
  • Filme (kein Streaming): min. 6, max. 7 Stunden
  • Videos (YouTube Streaming): min. 5, max. 6 Stunden

Das Aufladen des Akkus dauert leider trotz des 3A Netzteils recht lange. Hier wird anscheinend ein Großteil der Leistung in Wärme verwandelt. Von 20% auf 100% benötigt der Ladevorgang etwa 5 Stunden.

Zum Zeitpunkt als dieser Test geschrieben wurde, hat das Jumper EZBook 2 11 Ladezyklen hinter sich. Ein Einbuße an Laufzeit ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht festzustellen.

Fazit

Wer nach einem brauchbaren Notebook zum Surfen oder für Office Arbeiten sucht, das weniger als 200€ kostet, und dabei Abstriche beim Touchpad in kauf nehmen kann, der kann seine Suche hiermit beenden. Für 150 – 160€ ist das Jumper EZBook 2 ein absolutes Schnäppchen, welches mit seiner guten Performance, der brauchbaren Tastatur und der langen Akkulaufzeit punkten kann. Noch dazu sieht das Notebook optisch recht schick aus. Eine vollwertige MacBook Air Alternative darf man aber selbstverständlich nicht erwarten.

Pro Contra
​+ Gute Performance ​- Display Farbwiedergabe könnte intensiver sein
+​​ Im Normalbetrieb geringe Abwärme-​ Touchpad nicht wirklich brauchbar
+​​ Display ist gut ablesbar, auch unter Sonnenlicht-​​ Tastatur braucht etwas viel Druck
+​​ Gutes Schreibgefühl-​​ Knarzendes Gehäuse
+​​ Vollwertige Tastatur inkl. Status LEDs-​​ Kopflastigkeit
+​​ Deckel aus Aluminium, schützt das Display-​​ Abwärme beim Laden
+​​ Lange Akkulaufzeit-​ Ladezeit
​+ Gutes Mikrofon​- Schlechte Frontkamera
​+ Rutschfeste Gummifüße​- Schutzfolie auf dem Deckel lässt sich kaum abziehen
​+ Lizenziertes Windows​- Lautsprecher könnten besser sein
+ Keine Bloatware​
​+ UEFI Menü voll zugänglich
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