Einleitung
Das Honor Magic 8 Pro, der Nachfolger des Magic 7 Pro, das wir letztes Jahr getestet haben, durfte sich in den letzten Wochen in der europäischen Version im Alltag beweisen. Wie sein Vorgänger positioniert sich das Magic 8 Pro im oberen Preissegment und setzt vor allem auf ein leistungsstarkes Kamerasystem und aktuelle Prozessortechnik. In China wurde das Flaggschiff im Oktober 2025 vorgestellt und ist dort je nach Konfiguration ab rund 680 Euro erhältlich. Es gibt vier Speichervarianten von 12+256GB bis 16GB+1TB in den Farben Sunrise Gold, Sky Cyan, Snowy White und Velvet Black.
Der deutsche Marktstart des Honor Magic 8 Pro erfolgte im Januar 2026, allerdings mit Einschränkungen. Hierzulande ist nur die Variante mit 12GB RAM und 512GB Speicher erhältlich, und statt vier Farben stehen nur drei zur Wahl: Schwarz (entspricht Velvet Black), Sunrise Gold und Sky Cyan. Snowy White ist für Europa bislang nicht verfügbar. Die UVP liegt direkt bei Honor bei 1299,90 Euro*, wobei Honor zum Marktstart einen Rabatt von 200 Euro gewährt hat, der zeitweise immer noch angeboten wird. Mittlerweile sind auch bei Drittanbietern zeitweise Angebotspreise unter 1000 Euro zu sehen.
Die China-Version als Import, beispielsweise die 12+256GB Variante, ist derzeit bei TradingShenzhen für rund 787 Euro* erhältlich. Allerdings muss man hier auf eine europäische Gewährleistung verzichten sowie auf vorinstallierte Google-Dienste. Wie bei den meisten China-Importen lässt sich dies jedoch auch beim Honor Magic 8 Pro einfach manuell beheben.
Im folgenden Testbericht schauen wir uns das Honor Magic 8 Pro im Detail an. Dabei klären wir, wo die Stärken und Schwächen des Smartphones liegen und wie es sich gegen die Konkurrenz von Vivo und Oppo schlägt, die sich beim Preis in vergleichbaren Regionen bewegt. Getestet wurde das offizielle EU Modell, welches auch in Deutschland vertrieben wird. Viel Spaß beim Lesen!
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Honor Magic 8 Pro Lieferumfang
Die Verpackung des Honor Magic 8 Pro ist schlicht in Silber gehalten und zeigt lediglich den Modellnamen, ohne Produktabbildung. Das Format entspricht einer typischen Smartphone-Box. Im Inneren finden sich das Smartphone mit aufgebrachter Schutzfolie, ein USB-C auf USB-C Kabel, eine SIM-Nadel und die übliche Dokumentation. Ein Netzteil ist in der europäischen Version nicht enthalten, in der chinesischen Version hingegen schon. Eine Schutzhülle, wie sie bei vielen anderen Herstellern üblich ist, gehört ebenfalls nicht zum Lieferumfang.
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Honor Magic 8 Pro Design
| Materialien | Rahmen: Metall (flach, gebürstet) Rückseite: Kunststoff / GFK (flach, gerundete Kanten, matt) Front: Honor NanoCrystal Shield |
| Gewicht | 219g |
| Abmessungen | Ohne Kamera: 161,15 x 75,0 x 8,6mm Mit Kamera: 161,14 x 75,0 x 14,3mm |
| Wasserdicht | IP68, IP69, IP69K |
Materialien & Aussehen
Wer das Magic 7 Pro kennt, wird sich beim Magic 8 Pro auf Anhieb zurechtfinden. Honor hat das Design des Vorgängers weitgehend übernommen und lediglich in Details verfeinert. Das Gerät ist geringfügig kompakter und leichter geworden, behält aber den charakteristischen flachen Metallrahmen mit leicht abgerundeter Fase bei. Das Finish des Rahmens ist diesmal gebürstet statt mattiert
Die Rückseite besteht nicht aus Glas, sondern aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), der laut Honor robuster gegen Bruch sein soll. Das matte Finish fühlt sich angenehm in der Hand an. Bei der vorliegenden Sunrise Gold Variante zeigt die Rückseite je nach Lichteinfall ein dezentes Wellenmuster, der Farbton wechselt dabei zwischen silbrig und dezent golden. Der Effekt wirkt ansprechend, dabei aber dezent und unaufdringlich.
Das markante, runde Kameramodul im "Squircle"-Design ist ebenfalls unverändert geblieben. Durch seinen großen Durchmesser hält sich das Kippeln auf dem Tisch aber in Grenzen und stört im Alltag wenig. Honor gibt die Dicke des Gehäuses mit 8,4mm an, gemessen sind es mit 8,6mm etwas mehr. Da das Kameramodul geringfügig stärker hervorsteht als beim Vorgänger, kommt man beim Magic 8 Pro inklusive Modul auf 14,3mm gegenüber 13,6mm beim Magic 7 Pro.
Beim Schutz gegen Wasser und Staub hat Honor nachgelegt. Zu den bereits beim Vorgänger vorhandenen Zertifizierungen IP68 und IP69 kommt beim Magic 8 Pro nun auch IP69K hinzu. Im Test hat das Gerät einen längeren Tauchgang im Waschbecken ohne Probleme überstanden.
Verarbeitung, Tasten & Anschlüsse
Die Verarbeitung des Magic 8 Pro ist gewohnt solide. Spaltmaße sind gleichmäßig, die Tasten sitzen fest und klappern nicht, der Druckpunkt ist klar definiert. Im Biegetest zeigt sich das Gerät sehr steif: Es bedarf recht viel Kraftaufwand, um eine leichte Biegung zu erzeugen, Knackgeräusche aus dem Inneren bleiben aus und die Biegung bleibt auch nicht bestehen.
Das Tastenlayout entspricht dem des Vorgängers, Lautstärketaste und Power-Button sitzen übereinander auf der rechten Seite. Neu hinzugekommen ist ebenfalls rechts eine kombinierte KI- und Kameraauslösetaste. Sie verfügt sowohl über einen physischen Druckpunkt als auch über eine berührungsempfindliche Oberfläche, die sich etwa zum Zoomen per Wischgeste in der Kamera App nutzen lässt.
An der Unterkante sitzt der USB-C Anschluss, daneben befinden sich ein Medienlautsprecher, ein Sprachmikrofon und der SIM Tray. Die Oberkante beherbergt den zweiten Medienlautsprecher sowie ein Umgebungsmikrofon. Ein Infrarotblaster ist in das rückseitige Kameramodul integriert.
Honor Magic 8 Pro Display
| Größe | 6,71 Zoll |
| Auflösung | 2808 x 1256 @120Hz Variable Refresh Rate: 1Hz bis 120Hz |
| Technologie | 10-Bit LTPO AMOLED (Quad Curved) 1,07 Milliarden Farben, DCI-P3 Farbraum HLG, HDR10(+) & Dolby Vision Manuelle Helligkeit: ca. 850 Nits HBM Helligkeit: ca. 1800 Nits Peak Helligkeit: 6000 Nits Wahlweise 3840Hz oder 4320Hz PWM Dimming Wahlweise 1-Puls oder 3-Puls DC Dimming (höhere Helligkeitsstufen) Zirkularpolarisation |
| Anzahl Berührungspunkte | 9 Abtastrate: Keine Angabe Kein Handschuh-Modus |
| Gehärtetes Glas | Ja Honor NanoCrystal Shield |
| Anti Fingerabdruck Beschichtung | Ja |
Panel & Bild
Während viele aktuelle Flaggschiffe auf flache Displays setzen, hält Honor beim Magic 8 Pro am Quad Curved Design fest. Die Rundung fällt im Vergleich zum Magic 7 Pro allerdings dezenter aus, was den Kompromiss zwischen Optik und Bedienkomfort (eventuelle versehentliche Eingaben am Bildschirmrand) verbessert. Die Bildschirmgröße wurde leicht von 6,8 auf 6,72 Zoll reduziert, die Auflösung bleibt bei FHD+. Die Bezels sind weiterhin gleichmäßig schmal, und auch die längliche "Pillen-Notch" aus dem Vorgänger wurde unverändert übernommen.
Das Panel unterstützt variable Bildwiederholraten zwischen 1Hz und 120Hz. Scrollen wirkt flüssig, die Reaktionszeit ist gering und Schlierenbildung fällt kaum auf, was das Display auch für Gamer interessant macht. Schärfe und Blickwinkelstabilität sind auf dem zu erwartenden Niveau für diese Klasse.
Die Farbabstimmung ab Werk gehört zu den Stärken des Displays. Farben wirken lebendig, ohne übersättigt zu sein, Bilder und Videos werden natürlich wiedergegeben. Der Weißwert liegt ab Werk zwischen 6400 und 6600 Kelvin und lässt sich nach Wunsch anpassen. HDR wird bis Dolby Vision unterstützt, die Spitzenhelligkeit von 6000 Nits übertrifft den Vorgänger um 1000 Nits. HDR Inhalte profitieren davon spürbar.
Die manuelle Helligkeit liegt bei gut 800 Nits, die automatische Maximalhelligkeit bei rund 1800 Nits und damit rund 200 Nits mehr als beim Magic 7 Pro. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung lassen sich Inhalte problemlos ablesen. Kleinere, helle Bildbereiche können dabei noch deutlich über 1800 Nits hinausgehen. Das 4320Hz PWM Dimming sorgt für ein sehr flimmerarmes Bild, auf höheren Helligkeitsstufen kommt DC-Dimming zum Einsatz. Eine Zirkularpolarisation soll die Augenbelastung zusätzlich reduzieren.
Einstellungen & Features
Die Displayeinstellungen vom Honor Magic 8 Pro umfassen neben den Android-Grundoptionen für Helligkeit, Darkmode, Schriftgröße und Skalierung eine Reihe von Augenschutzfunktionen. Darunter finden sich automatische Farbanpassung an das Umgebungslicht, ein Lese- und ein Nachtmodus sowie verschiedene intelligente Automatismen. Die minimale Helligkeit lässt sich manuell auf 1 Nit absenken, was sich für dunkle Umgebungen als angenehm erweist. Das funktioniert allerdings nur bei manueller Helligkeit. Bei automatischer Helligkeit liegt die minimale Helligkeit bei manuellem Nachregeln immer etwas über 1 Nit.
Beim Farbmanagement stehen drei Presets und ein Farbtemperatur-Regler bereit, wer tiefer einsteigen möchte, findet zusätzlich RGB-Regler sowie Einstellungen für Sättigung, Helligkeit, Farbton, Kontrast und Schärfe. Eine Gamma-Anpassung fehlt hingegen. Displayauflösung und Bildwiederholrate lassen sich jeweils dynamisch oder fest konfigurieren. Eine KI-basierte Bildverbesserung steht für SDR und HDR Videos zur Verfügung.
Das Always-On Display bietet wahlweise eine klassische oder eine Vollbild-Darstellung mit Wallpaper und ist auch als dauerhafte Anzeige nutzbar. Einschränkungen gibt es bei Benachrichtigungen: Angezeigt wird nach einem bestimmten Time-out lediglich die Anzahl verpasster Hinweise, App Icons oder Inhalte fehlen.
Touchscreen & Displayglas
Als Schutzglas setzt Honor erneut auf das hauseigene Nano CrystalShield. Im Alltag zeigt dieses keine Nachteile gegenüber Gorilla Glass: Weder beim direkten Kratztest noch beim Transport mit einem Schlüsselbund in der Hosentasche entstanden Beschädigungen auf dem Honor Magic 8 Pro. Die Gleiteigenschaften sind angenehm, Fingerabdrücke lassen sich unkompliziert abwischen.
Der Touchscreen arbeitet mit geringer Latenz und hoher Präzision. Langsame Wischgesten werden fein aufgelöst, kleine Bedienelemente lassen sich zuverlässig treffen und das schnelle Tippen auf der Bildschirmtastatur funktioniert flüssig. Wassertropfen beeinträchtigen die Eingabe nicht. Einen Handschuhmodus sucht man allerdings wie schon beim Vorgänger vergeblich.
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Honor Magic 8 Pro Ausstattung
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 (3nm) 2x Oryon Gen 3 Prime @4,61GHz 6x Oryon Gen 3 Performance @3,63GHz |
| GPU | Adreno 840 (3 Slice Architektur) Takt: 1,2GHz |
| RAM | 12GB | 16GB LPDDR5X 16GB nur in China Version |
| Speicher | 256GB | 512GB | 1TB UFS 4.1 256GB und 1TB nur in China Version Lesen: 4,2GB/s | Schreiben: 3,8GB/s (seq.) |
| Micro SD | Nein |
| Fingerabdruck Scanner | Ja (im Display, Ultraschall) |
| Sensoren | Umgebungslicht, Annäherung, Beschleunigung, Lineare Beschleunigung, Kompass, Gyroskop, Rotationsvektor, Magnetometer, Ausrichtung, Gravitation, 3D ToF Frontkamera |
| Besonderheiten | USB-C 3.2 Gen 1 (5Gbit/s), Videoausgabe an USB-C, Desktop Modus an USB-C, USB OTG, Always-On Display, kein 3,5mm Anschluss, Linearvibration, Stereo Lautsprecher, kein UKW Radio, Infrarot Blaster |
Alltags Performance
Das Honor Magic 8 Pro setzt auf den Snapdragon 8 Elite Gen 5, Qualcomm's aktuelles Flaggschiff-SoC und derzeit einer der leistungsfähigsten Smartphone-Chips auf dem Markt. Das spiegelt sich im Alltag deutlich wider: Das System läuft ausgesprochen flüssig, Apps starten schnell, und selbst Chrome mit vielen gleichzeitig geöffneten Tabs und großen Webseiten oder das Scrollen durch lange Social-Media-Feeds mit nachladenden Inhalten läuft ohne Ruckler. Mehrere geöffnete Apps, Split-Screen und der Fenstermodus zeigen keinen spürbaren Einfluss auf die Performance. Die Abwärme im normalen Betrieb ist unauffällig und verteilt sich gleichmäßig über das Gerät, ohne dass sich Hotspots bilden.
Auch beim Gaming überzeugt das Magic 8 Pro. Genshin Impact läuft auf höchsten Grafikeinstellungen stabil mit 60fps, und über den integrierten Game Manager lässt sich per Framerate-Interpolation sogar 120fps aktivieren. Im anspruchsvolleren Honkai: Star Rail sind ebenfalls stabile 60fps auf maximalen Einstellungen möglich, allerdings bietet der Game Manager hier keine Interpolation auf 120fps. Bei längeren Spielsessions kann die Gerätetemperatur auf etwas über 40°C steigen, was sich je nach Empfinden als etwas unangenehm erweisen kann. Sichtbare Frameeinbrüche während eines einzelnen Spiels traten im Test aber nicht auf. Erst im Extremszenario mit beiden Spielen gleichzeitig im Split-Screen zeigte sich nach etwa 15 Minuten deutliches Thermal Throttling mit einem Einbruch auf geschätzt unter 30fps.
Dieses Bild bestätigen dedizierte Throttling-Tests. Im CPU-Test reduzierte sich die Leistung auf bis zu 30% des Ausgangswerts, allerdings erst spät im 15-minütigen Durchlauf und jeweils nur kurzzeitig mit anschließender Erholung. Der 3DMark Solar Bay Stress Test zeigt im GPU-Bereich einen Einbruch auf 45,1% der ursprünglichen Leistung mit ähnlichem Wechsel aus Drosselung und Erholung.
Benchmark Ergebnisse
Vergleich mit anderen Snapdragon 8 Elite Gen 5 Flaggschiffen
Das ausgeprägtere Throttling-Verhalten scheint dabei weniger auf eine schwächere Kühlung zurückzuführen zu sein als vielmehr auf eine höher angesetzte Leistungsgrenze. Das zeigen die Benchmark-Ergebnisse: Im Vergleich aller bisher von uns getesteten Snapdragon 8 Elite Gen 5 Geräte landet das Magic 8 Pro zumindest im Testzeitraum auf dem ersten Platz, teils mit deutlichem Abstand. Für kurzzeitige Spitzenleistung gehört es damit zu den besten Geräten. Wem ein gleichmäßigeres Throttling-Verhalten wichtiger ist als maximale Peaks, sollte jedoch zu Alternativen greifen. Das OnePlus 15 hat in unserem Test in dieser Hinsicht besser abgeschnitten und blieb auch am Gehäuse kühler.
Speicher, Sensoren & Sonstiges
In Europa ist das Magic 8 Pro ausschließlich mit 12GB RAM erhältlich. Wer 16GB benötigt, muss auf ein chinesisches Import-Modell ausweichen. Im Alltag sind 12GB aber für die meisten Nutzer vollkommen ausreichend: Im Test ließen sich zehn Apps problemlos offenhalten, und auch der Wechsel zwischen zwei gleichzeitig geöffneten Spielen verlief ohne Hänger oder erneutes Laden. Der Festspeicher fasst in der europäischen Version 512GB und basiert auf UFS 4.1, was sich in kurzen Ladezeiten und Lesewerten von rund 4,2GB/s im Benchmark niederschlägt. Eine Erweiterung per SD Karte ist nicht möglich, externer Speicher lässt sich aber per USB-OTG anschließen.
Die Sensorausstattung deckt alle wichtigen Grundlagen ab. Kompass und Gyroskop arbeiten unauffällig, ein Barometer ist nicht verbaut. Der In-Screen-Fingerabdrucksensor arbeitet auf Ultraschallbasis und sitzt in angenehmer Höhe. Er entsperrt zuverlässig und schnell. Ergänzt wird die Biometrie durch eine 3D-Gesichtserkennung per ToF-Sensor, die in Qualität und Geschwindigkeit mit Face ID von Apple vergleichbar ist: Sie funktioniert weitgehend unabhängig von Winkel und Abstand und versagt auch bei vollständiger Dunkelheit nicht. Dabei wird ohne merkliche Verzögerung entsperrt. Man landet praktisch sofort nach Drücken der Power-Taste auf dem Home Screen. Den Fingerprint Scanner werden deshalb viele wahrscheinlich gar nicht nutzen.
Ein Infrarotblaster ist vorhanden und lässt sich über die vorinstallierte Remote-App nutzen. Untergebracht ist er im Kameramodul. Das Vibrationsfeedback basiert auf einem Linearvibrator, der am Testgerät allerdings defekt war und daher nicht bewertet werden konnte. Berichten zufolge soll er kräftiger als beim Vorgänger ausfallen. Der USB-C Port unterstützt USB 3.2 Gen1 mit 5GBit/s samt OTG und ermöglicht neben Screen Mirroring auch einen vollwertigen Desktop-Modus an externen Monitoren, den wir uns im Kapitel Software noch genauer anschauen.
Honor Magic 8 Pro Software
| Variante | MagicOS 10 Version im Test: 10.0.0.155(C430E8R103P2) |
| Android Version | Android 16 Sicherheitspatch im Test: Februar 2026 |
| Google zertifiziert | Ja |
| DRM Technologien | ClearKey CDM, Widevine Level 1 DRM HDR Fähigkeiten: HLG, HDR10, HDR10+, Dolby Vision |
| Bloatware | Ja (Facebook) |
| Root-Zugriff | Nein |
| OTA Updates | Ja (zwei Updates im Testzeitraum) Update Garantie: 7 Jahre (Android + Sicherheitspatches) |
| Schadsoftware | Keine Funde Facebook / Meta Systemdienste vorhanden |
Android Version & Variante
Das Honor Magic 8 Pro läuft mit MagicOS 10 auf Basis von Android 16. Die getestete EU-Version kommt mit Global ROM mit deutscher Sprache, vorinstallierten Google Diensten und Play Store. WearOS Geräte, Android Auto und der Google Standortverlauf funktionieren hier problemlos. Wer die China-Version kauft, bekommt stattdessen eine China-Firmware, ein Wechsel auf die Global ROM soll dort nicht möglich sein. Laut Berichten soll die China-Firmware aber auch international gut nutzbar sein, mit Einschränkungen die in etwa denen von ColorOS entsprechen (kein WearOS, kein Standortverlauf). Selbst nachgeprüft haben wir das mangels China-Gerät natürlich nicht.
MagicOS 10 geht den Weg, den aktuell viele Hersteller einschlagen: mehr Transparenz, mehr Glaseffekte. Von allen Custom ROMs auf dem Markt lehnt sich MagicOS 10 dabei am deutlichsten an Apple's Designsprache an. Der durchgehend gläserne Look der Oberflächenelemente ist konsequenter und intensiver umgesetzt als beispielsweise bei ColorOS / OxygenOS, HyperOS oder OriginOS und wirkt dabei lesbarer und durchdachter als Apple's eigene Umsetzung mit iOS 26. Honor hat das Konzept also nicht bloß übernommen, sondern in der Praxis besser umgesetzt. Das ist zumindest der subjektive Eindruck, den jeder für sich bewerten mag.
Die KI-Integration in MagicOS 10 ist umfangreich und hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten: Der Großteil der Funktionen erfordert keinen Account. Das betrifft Bildbearbeitung, Schreibwerkzeuge, Erinnerungsfunktionen ähnlich dem Mind Space von OnePlus und Oppo, automatische Untertitel, KI-gestützte Einstellungsänderungen und eine intelligente Werkzeugauswahl per Bildschirmerkennung. Daneben ist auch Gemini Integration mit Circle to Search an Bord.
Desktop Modus
Das Honor Magic 8 Pro unterstützt einen vollwertigen Desktop Modus. Schließt man einen externen Bildschirm an, lässt sich zwischen einfacher Spiegelung und dem Desktop Modus wählen. Im Desktop Modus schaltet das Smartphone-Display auf einen Touchpad-Betrieb um, die Eingabe ist per On-Screen-Tastatur oder externer Peripherie über Bluetooth oder einen USB-C Hub möglich. Man kann so mit einem Kabel einen ganzen Arbeitsplatz mit Bildschirm, Tastatur, Maus und ggf. externem Speicher anbinden.
Auf dem externen Monitor erscheint eine klassische Desktop-Oberfläche mit App-Icons, Taskleiste und Startmenü. Apps öffnen sich in Fenstern mit Tablet-Layout, viele lassen sich in der Fenstergröße frei anpassen. Manche Apps, darunter Google Chrome, öffnen sich hingegen in fester Größe (bei Chrome im Vollbild). Wer das als störend empfindet, kann auf einen alternativen Browser ausweichen. Fenster lassen sich minimieren und über die Taskleiste wieder aufrufen. Benachrichtigungen und Schnelleinstellungen sind in einer Seitenleiste erreichbar, Window Snapping wird unterstützt. Einige Honor-eigene Apps profitieren von einer spezifischen Optimierung für den Desktop Modus.
Insgesamt funktioniert der Modus gut als einfacher PC-Ersatz für grundlegende Aufgaben. Man kann das ganze etwa mit einem ChromeOS Gerät vergleichen. Sobald Google den nativen Desktop Modus von Android 16 ausrollt, könnte das Potenzial noch weiter steigen, sofern Honor diesen in MagicOS implementiert.
Zertifizierung & DRM
Das Honor Magic 8 Pro ist Google-zertifiziert, Banking Apps und andere sicherheitssensible Drittanbieter-Apps funktionieren ohne Einschränkungen. Google Pay ist ebenfalls nutzbar. Widevine Level 1 DRM ist vorhanden, womit hochauflösendes und HDR-Streaming bei zahlungspflichtigen Diensten möglich ist. Im Test mit o2 TV lief HD-Streaming ohne Probleme.
Bloatware, Schadsoftware & Bugs
Die Vorinstallation von Bloatware hält sich erfreulicherweise stark in Grenzen. Neben den Honor-eigenen Apps findet sich lediglich Facebook als Drittanbieter-App. Die vorhandenen Facebook-Systemdienste sind zwar nicht deinstallierbar, lassen sich aber deaktivieren. Ein Scan nach Schadsoftware blieb ohne Funde. Gravierende Bugs oder Stabilitätsprobleme sind im Testzeitraum nicht aufgefallen.
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Honor Magic 8 Pro Konnektivität
| Mobilfunk | 2G, 3G, 4G, 5G Keine offiziellen Angaben zu unterstützten Frequenzen |
| WLAN | WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax/be (Wi-Fi 6/6E/7) 2x2 MIMO |
| Bluetooth | Bluetooth 6.0 |
| NFC | Ja (mit Google Pay) |
| Dual SIM | Dual Nano SIM Dual eSIM Unterstützung |
| Positionsbestimmung | GPS, A-GPS, Galileo, GLONASS, BDS, QZSS, NavIC |
Mobilfunk
Wie bei Honor üblich veröffentlicht der Hersteller keine offizielle Liste der unterstützten Mobilfunkfrequenzen. Für Käufer der EU-Version ist das kein Problem, beim Import hingegen bleibt eine gewisse Unsicherheit. Laut Nutzerberichten soll die China-Version in deutschen 4G- und 5G-Netzen funktionieren, eine offizielle Bestätigung gibt es dafür jedoch nicht.
Im Test mit der EU-Version, bei der man sich hierzu natürlich keine Gedanken machen muss, war der Empfang durchweg gut. Sowohl indoor als auch outdoor lag meist eine hohe Signalstärke an, und selbst in schwach versorgten Räumen gab es keine Aussetzer. Ein nächtlicher 5G-Speedtest lieferte 350Mbit/s im Download und 57Mbit/s im Upload, ein sehr gutes Ergebnis.
Das Honor Magic 8 Pro unterstützt zwei Nano-SIM-Karten sowie eSIM, wobei auch Dual-eSIM oder ein Mischbetrieb aus Nano-SIM und eSIM möglich ist.
WLAN, Bluetooth & NFC
Wie alle aktuellen Snapdragon 8 Elite Gen 5 Geräte unterstützt das Honor Magic 8 Pro Wi-Fi 7. Im Test war der Empfang auch im am schlechtesten versorgten Raum stabil genug für hängerfreies Video-Streaming. Mit einer Fritz!Box 6660 Cable über Wi-Fi 6 wurden direkt neben dem Router 842Mbit/s gemessen, ein Stockwerk tiefer noch 269Mbit/s. Kein Bestwert, aber ein solides Ergebnis für den Alltag.
Bluetooth 6.0 arbeitete im Test mit allen getesteten Geräten zuverlässig und ohne Reichweitenprobleme. NFC ist ebenfalls vorhanden und funktioniert problemlos, Google Pay lässt sich damit nutzen. Bei einem China-Import sollte das ebenfalls funktionieren, sofern die Google Wallet App installiert wird.
GPS Test
Der GPS-Empfang ist grundsolide. Im Test wurde trotz bedecktem Himmel und Starknebel ein Fix mit 56 Satelliten bei durchgehend grünen SNR-Werten erreicht. Navigation und Aktivitäts-Tracking verliefen ohne Aussetzer, und ein Seitenwechsel der Straße war im aufgezeichneten Track klar erkennbar.
Honor Magic 8 Pro Audio
| Lautsprecher | Stereo Lautsprecher Rahmen unten + oben |
| Noise Cancelling Mikrofon | Ja (Rahmen oben) |
| Weitere Merkmale | VoLTE & VoWiFi, Honor Sound Klangoptimierung, kein Systemequalizer |
Lautsprecher
Das Honor Magic 8 Pro setzt wie der Vorgänger auf ein Stereo-Setup mit je einem Lautsprecher oben und unten im Rahmen. Der Klang gehört zum Besten, was aktuelle Smartphones zu bieten haben: Die maximale Lautstärke ist sehr hoch, und der Bass fällt für ein Smartphone beachtlich kräftig aus. Allerdings kann das auch übertrieben wirken. Die Basswiedergabe ist im Standardprofil "Erstklassiger Bass" so intensiv, dass das Gehäuse spürbar vibriert und bei hohen Lautstärken gelegentlich Kratzen auftreten kann. Wer das als störend empfindet, wechselt in den Klangeinstellungen auf "3D-Audio" oder den "Standardmodus", was die Bassintensität merklich reduziert, dafür aber kein Kratzen / Übersteuern mehr zeigt. Weitere Presets oder ein Systemequalizer stehen leider nicht zur Verfügung.
Sprachqualität (Telefonie)
Die Telefonie-Qualität ist einwandfrei. Beide Gesprächsseiten klingen klar und natürlich, Umgebungsgeräusche werden gut unterdrückt, und der Telefonhörer kann sehr laut werden. VoWiFi wird unterstützt und funktionierte im Test im o2-Netz nach Aktivierung problemlos. Ob VoNR bzw. Vo5G unterstützt wird, lässt sich nicht abschließend klären: Weder der Hersteller macht dazu Angaben, noch finden sich entsprechende Optionen in den Einstellungen. Eine Unterstützung ist damit fraglich.
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Honor Magic 8 Pro Kamera
| Hauptkamera | Haupt: 50MP OmniVision OV50H 1/1,3" f/1.6 23mm OIS AF Tele: 200MP Samsung HP9 3,7x Periskop 1/1,4" f/2.6 85mm OIS AF Ultrawide: 50MP (Sensor unbekannt) 1/2,88" f/2.0 12mm 122° EIS AF Video: 4k120 (Haupt & Tele) / 4k60 & 4k30 (Alle Kameras) Codec: H.264 / H.265 (HEVC) HDR Video: HDR Vivid mit 4k60 (alle Kameras); kein 10-Bit LOG Support |
| Frontkamera | 50MP (Sensor unbekannt) 1/2,93" f/2.0 21mm EIS FF 3D ToF Tiefenkamera Video: 4k60 / 4k30 Codec: H.264 / H.265 (HEVC) HDR Video: Nicht unterstützt |
| Blitz | Dual LED (zweifarbig) |
| Fokus | PDAF + CDAF + Laser |
| Slow Motion | 4k120, FHD120, FHD240 (mit HSR & Ton) |
Das Kamerasystem des Honor Magic 8 Pro ähnelt dem des Vorgängers stark. Haupt-, Ultrawide- und Frontkamera kommen jeweils mit 50MP Sensoren, das Periskop-Tele arbeitet weiterhin mit 200MP. Der Hauptsensor ist derselbe OV50H wie beim Magic 7 Pro, allerdings diesmal ohne variable Blende. Beim Tele-Sensor wechselt Honor vom Samsung HP3 auf den HP9 mit 3,7-facher Periskopoptik. Die Frontkamera verzichtet im Gegensatz zu manchen Konkurrenten auf einen Autofokus.
Alle Testfotos entstanden mit Standardeinstellungen und aktivem Auto-HDR. KI-Funktionen wurden nur in explizit genannten Modi verwendet.
Hauptcam (Tag, 12MP Standard)
Im Standardmodus erzeugt die Hauptkamera im Honor Magic 8 Pro bei oberflächlicher Betrachtung gefällige Bilder mit meist konsistentem Weißabgleich, zuverlässigem Autofokus auch bei kleinen Motiven und einem ansprechenden natürlichen Bokeh im Nahbereich. Bei genauerer Analyse zeigen sich aber Schwächen. Chromatische Aberration fällt besonders an feinen Strukturen wie Ästen auf. Innenraumaufnahmen zeigen in dunklen Bildbereichen teils leichtes Rauschen. Der Dynamikumfang ist nicht immer optimal: Schattenbereiche fallen gelegentlich zu dunkel aus, in hellen Bereichen kommt es zu leichtem Clipping.
Farblich tendiert die Kamera zur Übersättigung. Das gefällt sicherlich vielen, doch wer natürliche Farben bevorzugt, wird sich damit schwer tun, zumal es keine alternativen Farbmodi gibt. Dazu kommt eine Detailschwäche, die schon im mittleren Distanzbereich sichtbar wird: Feine Strukturen und Texturen wirken etwas verwaschen. Das fällt beim Einzoomen oder auf großen Bildschirmen auf, beim Betrachten auf dem Handy, einem Tablet oder PC Monitor in normaler Größe jedoch kaum oder nur geringfügig.
Hauptcam (50MP Modus)
Der 50MP Modus liefert deutlich größere Bilder, gleicht die Schwächen des Standardmodus aber nicht aus. Die Detaildarstellung auf Distanz bleibt ähnlich weich. Der Dynamikumfang verschlechtert sich sogar: Dunkle Bereiche werden zwar minimal heller, das Clipping in hellen Bereichen nimmt aber deutlich zu. Bei Gegenlichtsituationen neigt die Kamera zudem stark zum Rauschen, Bilder wirken dann insgesamt "schmutzig". Chromatische Aberration ist auch im 50MP Modus auf Distanz an feineren Strukturen klar sichtbar. Dazu verlängert sich die Auslösezeit auf teils bis zu drei Sekunden.
Hauptcam (2x Digitalzoom)
Der 2-fach Digitalzoom vom Honor Magic 8 Pro überrascht positiv. Angesichts der Detailschwäche im Standardmodus waren die Erwartungen gering, die Ergebnisse fallen aber recht solide aus. Auch auf Distanz wirken die Aufnahmen schärfer und detaillierter als im "unkroppierten" Standardmodus. Das lässt vermuten, dass die Detailschwäche eher ein Software- als ein Sensorproblem ist. Chromatische Aberration wird offenbar softwareseitig etwas reduziert, fällt mit Digitalzoom weniger stark auf, ist aber noch vereinzelt vorhanden. Der Dynamikumfang verbessert sich ebenfalls leicht.
Hauptcam (Blitz)
Mit Blitz liefert die Hauptlinse vom Honor Magic 8 Pro gute Ergebnisse. Die Ausleuchtung ist hell und gleichmäßig, auch auf größere Distanz bleibt das Rauschen gering und die Detaildarstellung solide. Überbelichtung im Nahbereich tritt nicht auf. Der Weißabgleich ist mit Blitz grundsätzlich stimmig, driftet aber gelegentlich leicht ins Warme. Die Farbübersättigung bleibt allerdings auch hier erhalten.
Hauptcam (Nachtfotos)
Nachtaufnahmen mit der Hauptkamera des Honor Magic 8 Pro fallen zufriedenstellend aus. Der Nachtmodus aktiviert sich automatisch, freihändig entstehen Bilder mit ordentlicher Schärfe. Die Lichtausbeute ist stark, auch bei wenig künstlichen Lichtquellen werden Motive gut abgebildet, vereinzelt sind sogar Sterne am Himmel sichtbar. Der Dynamikumfang überzeugt bei Nacht. Lichtquellen werden ohne Clipping wiedergegeben, dunkle Bereiche zeigen kein übertriebenes Rauschen. Chromatische Aberration ist bei Nachtfotos nicht zu erkennen. Der Laser-Autofokus arbeitet auch bei schlechter Ausleuchtung zuverlässig. Die bereits bekannte Detailschwäche auf Distanz und die hohe Farbsättigung bleiben als Einschränkungen bestehen.
Hauptcam (Langzeitbelichtung)
Im Pro-Modus sind mit dem Honor Magic 8 Pro Belichtungszeiten bis 30 Sekunden möglich, eine Halbautomatik erleichtert die Handhabung. Automatischer Fokus und ISO-Ermittlung funktionieren auch bei sehr dunklen Motiven zuverlässig, die Ergebnisse wirken stimmungsvoll und scharf. Sternenhimmel-Aufnahmen gelingen gut. Ein klares Problem zeigt sich jedoch bei der OIS-Stabilisierung: Etwa jedes zweite Bild ist verwackelt, obwohl das Gerät sicher auf einem Stativ stand. Das ist ein deutlicher Mangel, der hoffentlich per Software-Update behoben wird.
Tele-Cam (Tag, 12MP Standard)
Die 200MP Tele-Kamera profitiert von Pixel-Binning und einer für ein Tele-Objektiv relativ offenen Blende von f/2.6. Das macht sie lichtstark genug für gute Ergebnisse auch in Innenräumen mit mäßiger Ausleuchtung. Weißabgleich und Abstimmung auf die Hauptkamera sind gut gelungen, Farben zwischen den Linsen weichen kaum voneinander ab. Der Dynamikumfang fällt bei der Tele-Kamera spürbar besser aus als bei der Hauptlinse: Dunkle Bereiche zeichnen sich heller durch, Clipping in hellen Partien tritt nicht auf. Chromatische Aberration ist bei der Tele-Kamera kein Thema. Die bereits von der Hauptkamera bekannte Detailschwäche auf Distanz zeigt sich aber auch hier. Da andere Smartphones mit demselben Sensor teils deutlich besser abschneiden, verdichtet sich der Verdacht auf eine softwareseitige Ursache beim Magic 8 Pro.
Tele-Cam (200MP Modus)
Ein Zwischenschritt mit 50MP ist bei der Tele-Kamera vom Honor Magic 8 Pro leider nicht vorgesehen, der Hochauflösungsmodus springt direkt auf volle 200MP. Dadurch entfällt die Möglichkeit, Pixel-Binning mit höherer Auflösung zu kombinieren. Die riesigen 200MP-Bilder bringen vor allem im Nahbereich Vorteile, die Detaildarstellung auf Distanz verbessert sich hingegen nicht. Der Dynamikumfang hält sich im 200MP Modus überraschend gut. Bei dunklen Motiven neigt der Modus aber zu deutlichem Rauschen, und die längere Auslösezeit erhöht das Verwacklungsrisiko.
Tele-Cam (10x Digitalzoom)
Dank des großen 200MP Sensors ermöglicht die Tele-Kamera im Honor Magic 8 Pro einen hochwertigen 10-fach Digitalzoom. Pixel-Binning scheint dabei aktiv zu bleiben, was sich in rauscharmen Bildern auch bei schwächerer Beleuchtung und sogar bei Nacht auszahlt, sofern ausreichend Kunstlicht im Motiv vorhanden ist. Auf kurze bis mittlere Distanz wirken die Bilder scharf und ansehnlich. Auf sehr große Distanz macht sich erneut die Detailschwäche der Tele-Kamera bemerkbar.
Tele-Cam (Nachtfotos)
Die Tele-Kamera liefert starke Nachtaufnahmen mit stimmungsvoller Optik, die Farbsättigung fällt erstaunlicherweise etwas geringer aus als bei der Hauptlinse, was zu einem natürlicheren Gesamteindruck führt. Schärfe und Detaildarstellung sind für Nachtaufnahmen gut, Bildrauschen zeigt sich nur in sehr dunklen Bildbereichen minimal. Der Nachtmodus aktiviert sich auch hier automatisch, das OIS arbeitet zuverlässig und ermöglicht auch freihändig verwacklungsfreie Aufnahmen. Lichtquellen werden ohne Clipping und ohne störende Halo-Effekte wiedergegeben.
Ultrawide-Cam (Tag, 12MP Standard)
Das Blickfeld der Ultrawide-Kamera im Honor Magic 8 Pro fällt mit 122 Grad großzügig aus und übertrifft viele Konkurrenten. Die Bildqualität kann mit der Haupt- oder Tele-Kamera aber nicht mithalten. Das Bild wirkt generell etwas weich, auch im Nahbereich. In Innenräumen und Gegenlichtsituationen fällt das Rauschen deutlich auf. Der Dynamikumfang zeigt leichtes Clipping in sehr hellen Bereichen. Je nach Motivabstand und Lichtverhältnissen zeigen die Bildecken Verzerrungen und weiche Strukturen. Farblich weicht die Ultrawide-Kamera von den anderen Linsen ab. Die Sättigung fällt etwas geringer aus, was die Farben natürlicher wirken lässt. Insgesamt ist die Ultrawide-Kamera solide, von der Spitzenklasse im 1000-Euro-Segment aber ein Stück entfernt.
Ultrawide-Cam (50MP Modus)
Der 50MP Modus bringt keine nennenswerten Vorteile. Die Bildschärfe verbessert sich nicht, das Rauschen in dunklen Bereichen nimmt zu, und der Dynamikumfang verschlechtert sich bei Gegenlicht teils deutlich.
Ultrawide-Cam (Nachtfotos)
Bei Nachtfotos fällt die Lichtausbeute noch gut aus und das Rauschen hält sich in Grenzen, die Farben kippen jedoch ins Warme mit einem deutlichen Rotstich. Das Bild wirkt noch weicher als am Tag, feine Details gehen auch im Nahbereich weitgehend verloren.
20-fach Digitalzoom
Mit 20-fachem Zoom sind mit dem Honor Magic 8 Pro bei guter Ausleuchtung und mittlerer Distanz noch brauchbare Ergebnisse möglich. Auf größere Distanz überwiegt die Detailarmut. Ob eine KI-Nachschärfung aktiv ist, lässt sich nicht zweifelsfrei sagen. Die Bilder wirken jedenfalls nicht künstlich nachgeschärft. Wenn KI am Werk ist, dann also nur dezent.
Makro Modus
Makroaufnahmen sind beim Honor Magic 8 Pro mit Ultrawide- und Tele-Kamera möglich. Die Ultrawide-Linse fokussiert ab etwa 4cm, die Tele-Kamera ab rund 14cm, was dem üblichen Bereich hochwertiger Tele-Makro-Kameras entspricht. Mit dem 10-fachen Digitalzoom lässt sich nahezu verlustfrei weiter vergrößern. Die Ergebnisse sind ansprechend und detailreich, vor allem mit der Tele-Kamera entsteht ein intensiver und sehr ansprechender Bokeh Effekt. Farblich bleibt die Kamera ihrem gesättigten Stil treu. Auch anspruchsvolle Motive mit Bewegung meistert die Kamera im Makro-Bereich zuverlässig (siehe z.B. das Bild mit den Bienen).
Portrait Modus
Der Portraitmodus steht für alle Kameras im Honor Magic 8 Pro zur Verfügung, die Bokeh-Intensität lässt sich über einen virtuellen Blendenregler anpassen. Verschiedene Presets für Lichtkreisformen oder Linsenemulationen fehlen. Die Umsetzung ist aber insgesamt gut: Der Bokeh-Effekt wirkt natürlich, die Freistellung gelingt auch bei komplexen Motivkonturen zuverlässig, und die Abstufung der Unschärfe nach Tiefe ist realistisch. Die Lichtkreise fallen nicht übertrieben aus.
KI Radiergummi
Die KI-Editierfunktionen in der Galerie-App sind ohne Account-Zwang vollständig nutzbar. Der KI-Radiergummi entfernt ungewollte Bildelemente brauchbar, funktioniert jedoch am besten bei einfachen Hintergründen. Bei komplexen Umgebungen entstehen erwartungsgemäß Rekonstruktionsfehler. Schattenwurf erkennt die KI nicht zuverlässig, sodass der Schatten eines entfernten Objekts gelegentlich im Bild verbleibt.
KI Erweiterung
Die KI-Erweiterungsfunktion, die normale Aufnahmen durch hinzugefügte Randbereiche in Weitwinkelbilder umwandelt, ist eher als Spielerei einzuordnen. Die Bildqualität leidet über die gesamte Aufnahme, und die hinzugefügten Bereiche wirken unscharf und fehlerhaft. Bei Vegetation fällt das tendenziell weniger auf als bei Architektur.
Frontkamera (12MP)
Die 50MP Frontkamera produziert standardmäßig 12MP-Bilder, die Extraauflösung kommt dem Pixel-Binning zugute. Das Ergebnis ist eine starke Frontkamera: Die Selfies sind scharf, detailreich und farblich deutlich natürlicher als die Aufnahmen der rückseitigen Kameras. Auch in Innenräumen mit schlechter Ausleuchtung bleibt die Qualität hoch. Selbst bei Nacht liefert die Frontkamera mit vorhandener Straßenbeleuchtung noch gut nutzbare Bilder. Der Bildschirmblitz beleuchtet das Motiv gleichmäßig und angenehm. Der fehlende Autofokus ist der einzige nennenswerte Makel.
Videos
Für Videos stehen mit der Haupt- und Tele-Kamera bis zu 4k120 zur Verfügung, die Ultrawide- und Frontkameras sind auf 4k60 limitiert. HDR-Vivid-Support ist für alle rückseitigen Kameras bis 4k60 vorhanden, die Frontkamera bietet kein HDR. Ein 10-Bit LOG Modus fehlt vollständig, womit das Honor Magic 8 Pro professionelle Videografen klar nicht anspricht.
Die Hauptkamera liefert in 4k60 ordentliche Videos mit stimmigen nicht übertriebenen Farben, zuverlässigem Autofokus und guter Stabilisierung. Das Bild wirkt bei detailreichen Motiven etwas weich, was vermutlich der schwankenden und relativ geringen Bitrate zwischen 40 und 55Mbps geschuldet ist. Bei Nacht zeigt die Hauptkamera auch in 4k30 deutliches Bildrauschen, hält hier also nicht ganz mit manchen anderen Spitzen-Geräten der Oberklasse mit. Der Ton ist über alle Kameras und Modi hinweg klar, natürlich und mit stimmiger Lautstärke.
Die Tele-Kamera liefert etwas schärfer wirkendes Videomaterial und schlägt sich auch bei Nacht erheblich besser als die Hauptlinse. Die Stabilisierung fängt auch stärkere Bewegungen zuverlässig ab, sodass man damit durchaus auch beim Laufen filmen kann. Rauschen ist selbst bei schwächerem Licht kaum ein Thema.
Die Ultrawide-Kamera enttäuscht hingegen. Das Bild wirkt deutlich weicher als das der anderen Linsen, und selbst bei Tageslicht ist störendes Rauschen sichtbar. Bei Nacht ist die Videoqualität nicht mehr brauchbar.
Die Frontkamera hält bei Tageslicht mit scharfem Bild, guten Farben und solider EIS-Stabilisierung mit. In Innenräumen und bei Nacht bricht die Qualität jedoch sehr deutlich ein, sodass Videos dann nur noch eingeschränkt bis gar nicht brauchbar sind.
Slow-Motion-Videos lassen sich in 4k120, FHD120 und FHD240 mit Ton und ohne Längenbegrenzung aufzeichnen. Das Abbremsen des Materials überlässt Honor der Schnittsoftware des Nutzers, da hier durchweg HSR Material gespeichert wird.
Honor Magic 8 Pro Akku
| Kapazität (Angabe) | EU Version: 6.270mAh China Version: 7.200mAh |
| Kapazität (Gemessen) | 5.804mAh (EU Version) |
| Wechselbar | Nein |
| Ladetechnologie | 100W USB-C 80W Wireless Charging Kein Netzteil im Lieferumfang |
Akkulaufzeit
Das Honor Magic 8 Pro gehört zur Gruppe der Oberklasse-Smartphones mit besonders großem Akku, allerdings gilt das nur eingeschränkt. Während die chinesische Version mit 7.200mAh ausgestattet ist, muss man sich in Europa mit 6.270mAh begnügen. Der Unterschied macht sich in der Praxis bemerkbar: Die Laufzeit ist zwar nicht schlecht, reicht aber nicht an Konkurrenten mit größerem Akku heran.
Bei gemäßigter Nutzung sind zwei Tage ohne Laden problemlos möglich. Wer das Gerät intensiver nutzt, etwa mit viel Kamera, Gaming und GPS, kommt auf einen vollen Tag, in der Regel ohne dabei in Akku-Bedrängnis zu geraten. Der PCMark Akku-Benchmark liefert bei 50% Bildschirmhelligkeit eine Laufzeit von 14:18 Stunden.
Ladezeit
Die europäische Version des Magic 8 Pro wird ohne Netzteil geliefert, weswegen belastbare Aussagen zur Ladegeschwindigkeit im Test nicht möglich waren. Schnelles Aufladen war aber auch mit normalen PD-Netzteilen möglich (getestet mit einem 67W Notebook Netzteil). Die chinesische Version enthält ein Netzteil im Lieferumfang. Das Gerät unterstützt kabelgebundenes Laden mit bis zu 100W sowie kabelloses Laden mit bis zu 80W. Reverse Charging ist sowohl per Kabel als auch drahtlos möglich.
Wer ein passendes Original Ladegerät benötigt, greift zum Honor GaN Slim Charger mit 100W, der je nach Angebot für etwa 35 bis 50 Euro erhältlich ist*. Der kompatible Wireless Charger schlägt mit 70 bis 100 Euro zu Buche*.
Bei den Akkuschutzoptionen bietet das Honor Magic 8 Pro ein intelligentes sowie ein manuell konfigurierbares Ladelimit zwischen 70 und 100%. Daneben gibt es eine "sicher Aufladen" Funktion, die nach Erreichen von 100% auf 95% entlädt und anschließend wieder auflädt, um die Akkuchemie zu schonen. Die Option "intelligente Akkuschonung" reduziert beim Laden auf 100% die tatsächlich genutzte Kapazität leicht, was die Lebensdauer des Akkus langfristig erhöhen soll. Bypass Charging, also das direkte Betreiben des Geräts über das Netzteil unter Umgehung des Akkus, wird nicht unterstützt.
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Honor Magic 8 Pro Test Fazit
Das Honor Magic 8 Pro ist ein technisch gut ausgestattetes Flaggschiff, das in vielen Bereichen überzeugt, aber auch ein paar Schwächen mitbringt. Display und Verarbeitung sind auf dem Niveau, das man in dieser Preisklasse erwartet: Das Display gehört zu den hellsten auf dem Markt, die Verarbeitung ist tadellos, und die IP69K Zertifizierung ist ein sinnvolles Plus gegenüber dem Vorgänger. Auch der Snapdragon 8 Elite Gen 5 leistet sich im Alltag keine Schwächen und erreicht im Honor Magic 8 Pro in einige Benchmarks Bestwerte unter den bisher getesteten Smartphones mit dem Chip. Wer das Gerät aber über längere Zeit unter Volllast betreibt, wird mit deutlichem Thermal Throttling konfrontiert. MagicOS 10 rundet das Paket mit einer ausgereiften Oberfläche, wenig Bloatware und vielen nützlichen KI-Funktionen ohne Account-Zwang gut ab. Zu den Highlights zählen auch ganz klar das Face Unlock per 3D Kamera, was ja in der Android Welt weiterhin recht selten zu finden ist, sowie die extrem Bass-starken Lautsprecher, sofern man darauf Wert legt.
Beim Kamerasystem fällt die Bewertung gemischter aus. Das Kamerasystem ist Hardware-technisch gut aufgestellt und auf Augenhöhe mit anderen aktuellen Flaggschiffen. Software-seitig gibt es jedoch Schwächen. So zeigen alle Kameras einen etwas weichen Look durch unscharfe Details auf Distanz und Honor setzt bei den Farben auf hohe Sättigung statt Realismus. Das kann man zwar mögen, doch wer hohe Ansprüche an die Farbtreue hat, wird sich damit nicht anfreunden können. Gegenüber dem Magic 7 Pro sind die Kameraverbesserungen außerdem gering, sodass ein Wechsel allein wegen der Kamera nicht lohnt. Die Akkulaufzeit ist solide, bei der EU Version allerdings gegenüber der China Version deutlich eingeschränkt. Es wäre schön gewesen, wenn Honor in Europa dieselbe Kapazität über einen Dual Cell Akku bieten würde, wie es auch OnePlus und Oppo machen.
Zum UVP von 1299,90 Euro ist das Honor Magic 8 Pro nicht vollumfänglich zu empfehlen. Konkurrenten wie das Vivo X300 Pro mit stärkerer Kamera und das Oppo Find X9 Pro mit stärkerer Kamera und größerem Akku bieten für ähnliche Preise - Lautsprecher und 3D Face Unlock mal außen vor - mehr. Zu Straßenpreisen um oder gar unter 1000 Euro ist das Preis-Leistungs-Verhältnis aber durchaus sehr gut. Hier konkurriert das Honor Magic 8 Pro dann mit Geräten wie dem OnePlus 15 oder dem Realme GT8 Pro und kann hier je nach Prioritätssetzung durchaus die bessere Wahl sein, speziell wenn man 3D Face Unlock, Displayhelligkeit und Lautsprecher mit überdurchschnittlich intensivem Bass priorisiert. Für einige dürften auch die KI-Funktionen ohne Account Zwang, sowie der Desktop Modus für externe Displays relevant sein.
Vorteile
- Sehr gute Verarbeitung mit gleichmäßigen Spaltmaßen und stabilen Tasten
- IP68, IP69 und IP69K Zertifizierung, verbesserter Schutz gegenüber dem Vorgänger
- Hervorragendes Display, eines der derzeit hellsten Smartphone Displays, exzellente Farbkalibrierung ab Werk, sehr flimmerarm mit 4320Hz PWM & DC Dimming
- Sehr guter, kratzfester Touchscreen mit geringer Latenz, funktioniert auch mit Wassertropfen
- Umfangreiche Displayeinstellungen inkl. erweitertem Farbmanagement mit RGB-Reglern
- Exzellente Alltagsperformance mit Snapdragon 8 Elite Gen 5, in Kurzzeit-Benchmarks Bestwerte unter getesteten Geräten mit dem Chip
- Schneller UFS 4.1 Speicher mit 512GB in der EU-Version
- Zuverlässiger Ultraschall In-Screen Fingerabdrucksensor in angenehmer Höhe
- 3D Gesichtserkennung auf "iPhone Niveau", funktioniert auch bei völliger Dunkelheit, steilen Winkeln, großem Abstand
- Neue KI- und Kameraauslösetaste mit Touch-Oberfläche für Wischgesten
- Infrarotblaster mit vorinstallierter Remote App, USB-C 3.2 Gen1 Port mit 5Gbit/s, OTG und externer Bildschirmanbindung inkl. Desktop-Modus
- MagicOS 10 mit ausgereifter Glasoptik, wenig Bloatware und umfangreichen KI-Funktionen ohne Account-Zwang
- Google Zertifizierung, Widevine L1, HDR- und Dolby Vision Streaming möglich
- Nahezu keine Drittanbieter-Bloatware in der EU-Version
- Exzellenter Mobilfunkempfang, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC mit Google Pay Support, Dual-eSIM sowie Mischbetrieb aus Nano-SIM und eSIM möglich, sehr guter GPS-Empfang mit präzisem Tracking
- Sehr laute, bassstarke Stereo-Lautsprecher mit beachtlichem Klang für ein Smartphone
- Einwandfreie Telefonie mit VoWiFi Support
- Insgesamt solide Kameraleistung für Anwender mit gemäßigten Ansprüchen, volles Potenzial der Hardware wird aber nicht ausgenutzt
- Solide Akkulaufzeit in EU Version, jedoch nicht auf Augenhöhe einiger Konkurrenten mit größeren Akkus
- 100W kabelgebundenes und 80W kabelloses Laden
- Reverse Charging per Kabel und drahtlos
- Umfangreiche Akkuschutzoptionen mit intelligentem und manuellem Ladelimit
Nachteile
- Deutliches Thermal Throttling bei anhaltender Volllast (CPU auf bis zu 30% Restleistung, GPU auf 45% Restleistung)
- Kein Netzteil im Lieferumfang (EU Version)
- In Europa nur eine Konfiguration erhältlich (12GB/512GB), kein 16GB RAM oder 1TB Speicher
- Akku in EU-Version mit 6.270mAh deutlich kleiner als in der China-Version (7.200mAh)
- Alle rückseitigen Kameras mit deutlicher Detailschwäche auf Distanz, vermutlich softwareseitig bedingt
- Generell zu hohe Farbsättigung bei rückseitigen Kameras
- Ultrawide-Kamera qualitativ hinter Durchschnitt im Segment
- OIS-Probleme bei Langzeitbelichtung (etwa jedes zweite Bild verwackelt trotz Stativ)
- Videoqualität der Ultrawide-Kamera auch bei Tag mit störendem Rauschen, bei Nacht unbrauchbar
- Frontkamera-Videos in Innenräumen und bei Nacht nur eingeschränkt bis nicht brauchbar
- Kein 8k Videos, kein 10-Bit LOG Video, HDR Videos nur mit HDR Vivid statt Dolby Vision oder HDR10+
- Kein Autofokus an der Frontkamera (mittlerweile im Oberklasse-Segment Standard)
- Always-On Display zeigt Benachrichtigungen nur als Zähler, keine App-Icons
- Touchscreen ohne Handschuhmodus
- Kein Bypass Charging