Doogee Shoot 1 Test

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Doogee Shoot 1 Test

Dual Kamera Smartphones schießen in China aktuell wie Unkraut aus dem Boden. Auch Budget Smartphones werden mittlerweile mit dieser Funktion ausgestattet. Das Doogee Shoot 1 ist eines dieser China Smartphones. Zum Preis von ca. 105 - 110€ ist das Handset nur geringfügig teurer als das Oukitel U20 Plus. Dennoch bietet das Doogee Shoot 1 zumindest auf dem Papier eine bessere Ausstattung. Wir haben uns das Smartphone über eine Woche lang im Alltag angesehen.

Doogee Shoot 1 - Verpackung & Lieferumfang

Doogee gehört mittlerweile zu den alten Hasen unter den kleineren Marken aus China. Dementsprechend hat man einiges an Erfahrung, und versucht das auch in einem professionellen Auftreten auszudrücken. Den ersten Eindruck macht immer die Verpackung, und diese sieht im Falle des Doogee Shoot 1 wirklich sehr schick und professionell aus.

Zum Lieferumfang gehören eine SIM Nadel, Bedienungsanleitung, Garantiekarte, ein Micro USB Kabel und ein 2A Netzteil mit deutschem Stecker. Zusätzlich legt Doogee noch eine Displayschutzfolie zusätzlich zu der bereits auf dem Display befindlichen Folie bei. Auch ein Silikon-Case ist mit von der Partie, welches sogar über Schutzkappen für die Anschlüsse verfügt, welche das Eindringen von Staub und Wasser verhindern können.

Design & Verarbeitung

Das Doogee Shoot 1 orientiert sich sehr stark am Design des OnePlus 3. Die Gehäuseform ist nahezu identisch, nur eben dicker und aus Kunststoff gefertigt. Ja richtig, Doogee setzt nicht auf ein Metallgehäuse, so wie ursprünglich angenommen. Von der Verarbeitung her merkt man dem Doogee Shoot 1 seinen geringen Preis nicht sofort an. Das Gehäuse ist sauber verarbeitet. Es gibt keine scharfkantigen Stellen an den Bohrungen und auch die Spaltmaße gehen absolut in Ordnung. Die Tasten (Lautstärkewippe links und Power-Taste rechts) sitzen fest an ihrem Platz.

Kleine Ungenauigkeiten gibt es am SIM Tray, welcher nicht ganz plan mit dem Rahmen abschließt. Weiterhin ist an einigen Stellen des Gehäuses bei Druck ein leichtes Knarzen zu vernehmen. Generell ist das Doogee Shoot 1 nicht übermäßig stabil, denn man kann es ohne viel Kraftaufwand leicht biegen. Die physische Home Taste hat einen deutlichen Druckpunkt, ist aber etwas locker und erzeugt beim Drücken ein deutlich hörbares Knacken. Etwas Kritik gibt es auch für die SIM Schublade selbst. Es ist recht fummelig Karten in diese einzulegen, da diese dabei sehr leicht durchfallen. Die kleine Metallkante, welche die Karten an ihrem Platz hält, ist einfach viel zu schmal geraten.

Die beiden Kameras auf der Rückseite stehen deutlich aus dem Gehäuse hinaus. Bezieht man die Kameras in die Messung mit ein, steigt die Gehäusedicke von 9,5mm auf 10,4mm. Das Gewicht liegt mit 166g in einem für ein 5,5" Smartphone sehr angenehmen Bereich.

Was wir am Doogee Shoot 1 vermissen, ist eine Status LED. Diese hätte problemlos Platz gefunden und wäre aus Sicht der Kosten sicherlich drin gewesen. Warum sich Doogee dennoch dagegen entschieden hat, verstehen wir nicht.

Display

​Größe: ​5,5"
Auflösung:​ 1920 x 1080​
Technologie​:IPS OGS LCD​​ (Sharp)
​Anzahl Berührungspunkte:​5
Gehärtetes Glas:​​Ja
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Nein

Das Doogee Shoot 1 liefert eine für die Preisklasse ziemlich gute Display Performance ab. Das 5,5" große Full HD Display, welches von Sharp stammt, liefert wirklich intensive Farben, welche vielen eventuell schon zu intensiv sein dürften. Dank Miravision kann man die Farbintensität aber herunter regeln. Auch der Kontrast und die Displayhelligkeit sind sehr gut. Im Freien ist das Display stets gut ablesbar, auf höchster Stufe auch unter hellem Sonnenlicht.

Was noch verbessert werden sollte, ist die automatische Regelung der Displayhelligkeit. Das Doogee Shoot 1 wählt hier oft eine zu hohe Stufe, was unnötig Energie verbraucht. Wenn hier nich optimiert wird, dürfte das den Energieverbrauch vor allem im Freien deutlich absenken.

Beim Touch Screen handelt es sich um einen 5-Punkt Digitizer. Dieser arbeitet überraschend gut. Besonders beim Schreiben fällt auf, dass es kaum eine Eingabeverzögerung gibt. Dadurch kann man sehr schnell schreiben, ohne dass ein unnatürliches Gefühl entsteht. Die Genauigkeit ist ebenfalls gut. Das Setzen eines Cursors oder Antippen von kleinen Links ist problemlos möglich.

Das Displayglas hat sich bisher als kratzfest erwiesen, auch wenn Doogee nicht explizit mit gehärtetem Glas wirbt. Verzichtet hat man leider auf eine Beschichtung gegen Fingerabdrücke, was auch dazu führt, dass die Oberfläche nicht sehr gleitfähig ist.

Hardware & Performance

​Prozessor: ​Mediatek MT6737T (4x ARM Cortex A53 @1,5GHz)
GPU:​ Mali T720 MP2​
RAM (Geschwindigkeit):​2GB​​ (3136,43MB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​16GB​​ (61,66 / 24,88MB/s)
Fingerabdruck Scanner:​Ja (Home Button)​
​Sensoren:​Accelerometer, Proximity, Light, Orientation, Magnetometer (funktioniert nicht korrekt)
Besonderheiten:​​-
Abmessungen / Gewicht:​​157,5 x 77 x 9,5mm (10,4mm mit Kamera) / 166g

Der MT6737T ist ein Prozessor für low-cost Smartphones, weshalb man hier nicht zu viel erwarten darf. Nichts desto trotz ist der Chip - eine ordentliche Optimierung vorausgesetzt - in der Lage, eine ausreichende Alltagsperformance abzuliefern. Auch im Doogee Shoot 1 ist die Geschwindigkeit absolut ausreichend für den grundlegenden Einsatz im Alltag, man merkt aber, dass Doogee die Optimierung nicht ganz so gut gelungen ist wie z.B. Oukitel im U20 Plus. Das System stottert gerne etwas, was vor allem beim Wechseln zwischen Apps oder Scrollen von langen Listen und Webseiten auffällt.

Wer gerne spielt, der ist hier natürlich fehl am Platz. Sicherlich, das ein oder andere Casual Game ist kein Problem und auch Dead Trigger 2 läuft auf mittleren Grafikeinstellungen ansatzweise rund, aber alles darüber hinaus überfordert das Smartphone deutlich.

Der 2GB große Arbeitsspeicher im Doogee Shoot 1 ist etwas knapp bemessen. Dennoch ist es kein Problem gemäßigtes Multitaskung zu betreiben. Wir haben ab 5 - 7 geöffneten Apps erste Reloads beim Aufrufen der Apps bemerkt. Die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers ist leider nicht sehr hoch. Mehr als 3,5GB/s Durchsatz werden hier nie erreicht.

Der interne Speicher ist mit 16GB nicht unbedingt üppig bemessen. Die Geschwindigkeit bewegt sich mit 61MB/s Lese- und 24MB/s Schreibgeschwindigkeit auf dem Niveau von SD Karten. Apropos: SD Karten kann man glücklicherweise nutzen und auch als internen Speicher nutzen, womit einen die 16GB Speicher nicht wirklich einschränken. Zumindest dann nicht, wenn man kein Dual SIM benötigt. Diese Funktion geht bei SD Nutzung nämlich verloren, da man auf einen Kombo-Slot setzt.

Bei den Sensoren hat es Doogee leider vergeigt. Das Doogee Shoot 1 verfügt nicht über ein Gyroskop. Weiterhin funktioniert der verbaute Magnetkompass nicht richtig. Er reagiert zwar auf Richtungsänderungen, stimmt allerdings nicht und rotiert ab und an auch unkontrolliert.

Der Fingerabdruck Sensor im Home Button funktioniert ganz gut, ist aber nicht der Schnellste. Etwa 2 von 10 Entsperrversuchen schlagen fehl.

Software

​Variante: ​Erweitertes Vanilla Android
​Android Version: ​Android 6.0 Marshmallow
Bloatware​:​Nein
Root Zugriff:​Nein​
OTA Updates:​Ja​
Schadsoftware:​Nein​

Auf dem Doogee Shoot 1 läuft Android 6.0 Marshmallow. Rein optisch handelt es sich um Vanilla Android, jedoch hat Doogee einige Dinge geändert und Zusatzfunktionen implementiert. Viele davon sind jedoch eher halbherzig umgesetzt und nerven im Alltag mehr als dass sie von Nutzen wären.

Doch fangen wir zunächst mal mit den positiven Punkten an. Da wäre ganz klar der Stand des Systems zu nennen. In der aktuellen Firmware Version vom Dezember ist der aktuelle Security Patch von Google eingepflegt worden. Damit befindet sich das System sicherheitstechnisch auf einem aktuellen Stand. Im Alltag lief das System absolut stabil, wenngleich wie schon erwähnt die Performance ab und an zu Wünschen übrig lässt.

Eine nützliche Zugabe sind verschiedene Gesten Optionen. So gibt es Multitouch Gesten zum Wechseln des Wallpapers oder zum Anfertigen eines Screenshots. Aber auch Double-Tap to Wake ist am Start und es gibt verschiedene Features die den Bewegungs- und Proximity-Sensor nutzen. So kann man zum Beispiel eingehende Anrufe durch das ans Ohr Halten des Smartphones annehmen oder das Gerät stumm schalten, indem man es auf das Display legt.

Die Multi-User Funktionalität von Android wurde ebenfalls freigeschaltet. Somit kann man auf dem Smartphone mehrere Accounts anlegen, welche unabhängig voneinander sind. Wer sich das Gerät mit jemandem teilt, kann so sicher stellen, dass auf die eigenen Daten nicht zugegriffen werden kann.

Eine weitere interessante Funktion ist die Möglichkeit eine SOS Nachricht abzuschicken, indem man die Volume Up und Down Tasten für 3 Sekunden drückt. Dieses Feature kennt man sonst eher von Rugged Smartphones.

Auch die Screenshot Funktion wurde aufgebohrt. Drückt man Volume Down und Power gleichzeitig, so wird nicht sofort ein Screenshot erzeugt. Stattdessen erscheint ein Auswahl Menü. Hier kann man entweder einen ganz normalen Screenshot erzeugen, einen langen Screenshot erzeugen, einen rechteckigen Bereich auswählen, eine freie Form auswählen und sogar mit dem Finger etwas in den Screenshot einzeichnen.

Wer mit 5,5" Smartphones so seine Probleme hat, der wird sich zudem über den One-Handed-Mode freuen. Tippt man doppelt auf den rechten Touch Button, verkleinert sich der Bildschirm nach rechts auf eine Größe von 4". Tippt man den linken Touch Button doppelt an, geschieht das Gleiche auf der linken Seite. Zum Beenden des Modus tippt man einfach auf einen Bereich außerhalb des verkleinerten Bildschirms.

Weniger gut gelöst ist die allgemeine Bedienung des Smartphones. Der Home Button ist berührungsempfindlich. So löst eine einfache Berührung den Befehl "Zurück" aus, was jedoch recht langsam abläuft. Die entsprechende Reaktion nach dem Antippen erfolgt erst nach etwa einer Sekunde. Doppeltes Antippen öffnet den App Switcher, was aber nicht immer funktioniert. Hin und wieder landet man auch einfach auf dem Home Screen. Zudem ist die Funktion doppelt vorhanden, denn das Berühren des linken Touch Buttons löst exakt das Gleiche aus. Leider gibt es für diese Funktionen auch keinerlei Konfiguration. Man kann die Funktionen also nicht frei belegen, was wirklich schade ist. Eventuell bessert Doogee hier aber noch per Update nach.

Da beim Doogee Shoot 1 das Augenmerk auf der Kamera liegt, wurde natürlich auch die Galerie App etwas aufgebohrt. Hier gibt es eine Funktion mit der man künstliches Makeup erzeugen kann. Dies geschieht entweder automatisiert oder manuell. Auch die Gesichtsform kann verändert werden. Leider sind diese Funktionen eher eine Spielerei. Besonders das Makeup sieht sehr künstlich aus, sodass diese Funktion wohl kaum einer nutzen wird. Eine weitere Spielerei ist das Dekorieren von Personen mit allerlei Accessoires. Zur Auswahl gibt es verschiedene Frisuren, Brillen, Ohrringe, Bärte und Kopfbedeckungen. Natürlich können Bilder auch mit Filtern versehen werden und man kann Werte wie Sättigung und Farbton verändern. Diese Funktion wurde aber nicht erweitert, was Sinn gemacht hätte. Stattdessen nutzt man hier den Android-Standard.

Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: ​2G: 
3G: 
4G: 
WLAN:​ ​WLAN 802.11a/b/g/n
Bluetooth:​​Bluetooth 4.0
NFC:​Nein​
HotKnot:​Nein​
Dual-SIM:​Ja (Dual Micro SIM)​
Positionsbestimmung:​​GPS, A-GPS, GLONASS BDS

Das Doogee Shoot 1 hat mit einer guten Empfangsleistung im Mobilfunk überrascht. LTE Band 20 wird unterstützt. Auch im WLAN konnten wir keine Empfangsprobleme feststellen. Der Durchsatz ist mit 70MB/s in Ordnung. Der Einbruch bei größerer Entfernung zum Router hält sich in Grenzen.

Die Note 6 müssen wir aber für das GPS erteilen, welches schlicht nicht nutzbar ist. Wir haben mit dem Doogee Shoot 1 versucht zu navigieren, aber auch Google Fit zu nutzen. Beides war nicht zuverlässig möglich. Beim Navigieren brach der GPS Fix alle 10 Sekunden für eine halbe Minute ab. Beim Google Fit Tracking sprang der Wegpunkt wie wild in der Gegend herum.

Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Mono
Noise Cancelling Mikrofon:​ Ja​
Dedizierter Audio DAC:​Nein​
Dedizierter Verstärker:​Nein​

Der Medienlautsprecher im Doogee Shoot 1 ist recht laut und gibt auch Bässe wieder, wenngleich nicht sehr intensiv. Leider übersteuert der Lautsprecher im Bereich zwischen 70 und 100% Lautstärke recht stark, sodass er unterm Strich dann doch nicht wirklich zu gebrauchen ist.

Im Betrieb mit Kopfhörern haben wir keine Auffälligkeiten festgestellt. Die maximale Lautstärke ist ausreichend und es gibt keine Interferrenzen. Der Ton wirkt gut abgemischt und klar.

Beim Telefonieren klingt der Gesprächspartner etwas blechern, ist aber sonst gut verständlich. Man selbst kommt am anderen Ende klar und deutlich an. Ein Noise Cancelling Mikrofon ist vorhanden und filtert Umgebungsgeräusche recht gut aus.

Kamera

​Hauptkamera: ​13MP (Samsung S5K3L8) + 8MP (Hynix Hi843) Dual Kamera
​Frontkamera: ​8MP (Galaxy Core GC5005 - interpoliert von 5MP)
​Blitz:​Dual LED Blitz, einfarbig
​Fokus:​PDAF
​Slow Motion:​Nein

​Die Dual Kamera im Doogee Shoot 1 ist das Highlight am Smartphone und damit besonders wichtig. Kombiniert werden hier eine 13MP Samsung 3L8 Kamera und ein kleiner 8 Megapixel Sensor von Hynix, welcher einen synthetischen Bokeh Effekt erzeugt. Die Frontkamera löst mit 5MP auf, wird aber auf 8MP interpoliert. Der Sensor stammt von GalaxyCore.

Wir müssen zugeben, dass uns die Dual Kamera überrascht hat. Ganz klar gibt es bessere Kameras in dieser Preisklasse, zum Beispiel im Xiaomi Redmi Line-Up, aber immerhin ist die Dual Kamera des Doogee Shoot 1 keine nutzlose Spielerei wie beim Oukitel U20 Plus.

Im Dual Kamera Modus lassen sich vor allem wenn es um Makro Aufnahmen geht, wirklich schöne Bilder schießen, bei denen der Bokeh Effekt toll zur Geltung kommt. Besonders für Instagram Fotos eignet sich die Knipse wirklich gut.

Der Dual LED Blitz ist extrem hell und sorgt im Dunkeln für schöne, gut ausgeleuchtete Nah- und Makroaufnahmen ohne Überbelichtung. Größere Räume werden ebenfalls ausgeleuchtet, jedoch entstehen dabei schnell verwackelte Aufnahmen.

Schwächen der Kamera sind sehr schlechte Lichtverhältnisse. Sie erzeugt dann viel Bildrauschen und Unschärfe. Doch auch bei Tageslicht zeigen sich hin und wieder Schwächen. Manchmal wirken Bilder etwas matschig oder grisselig.

Überrascht hat uns die Leistung bei Videoaufnahmen. Die Qualität der Full HD Aufnahmen ist für die Preisklasse recht gut. Die Tonspur kann sich ebenfalls hören lassen. Autofokus gibt es leider keinen. Dafür ist der manuelle Fokus aber dank PDAF sehr schnell.

Die Frontkamera liefert bei Tageslicht akzeptable Ergebnisse ab. Etwas verbessern kann man sie, wenn man die Auflösung auf die nativen 5MP setzt. Wer jedoch hohe Ansprüche an seine Selfies stellt, der wird auch dann nicht zufrieden sein.

Akku

​Kapazität (Angabe): ​3.300mAh
​Kapazität (Gemessen): 2.600mAh​
​Wechselbar:Nein​
Fast Charging:​Ja (5V/2A)​

Das Doogee Shoot 1 soll angeblich mit einem 3.300mAh Akku ausgestattet sein. Bestätigen können wir das aber nicht. Weder aus Sicht der Akkulaufzeit, noch mittels einer Messung. Unser Amperemeter kam auf ein Ergebnis von 2.600mAh. Das ist eine größere Abweichung als sie mit der Ungenauigkeit des Messverfahrens zu erklären wäre. Insofern macht Doogee hier ganz offensichtlich eine Falschangabe. Die reale Kapazität dürfte wohl irgendwo zwischen den gemessenen 2.600mAh und 2.800mAh liegen.

Die Laufzeit ist ausreichend für einen Tag Betrieb, mehr aber auch nicht. Und der Tag wird auch nur dann erreicht, wenn man auf Stromfresser (Spiele, GPS) verzichtet. Andererseits ist das im Falle des Doogee Shoot 1 ja nicht schwer, da es weder Spiele noch GPS ordentlich beherrscht.

Konkret kamen wir im Schnitt auf eine Screen On Zeit von sechseinhalb Stunden. Der durchschnittliche stündliche Verbrauch lag im Alltag bei aktiviertem Bildschirm bei 15,2%. Das Aufladen des Akkus von 20 auf 100% dauert dank 5V/2A Fast-Charging nur etwas mehr als 2 Stunden.

Doogee Shoot 1 - Fazit

Unter den Dual Kamera Smartphones im unteren Preisbereich gehört das Doogee Shoot 1 definitiv zu den besseren Geräten - aus Sicht der Kamera. In dieser Kategorie lässt man beispielsweise das Oukitel U20 Plus ganz weit zurück. Was Performance und Akkulaufzeit angeht, muss sich das Handset dafür hinten anstellen. Besonders ärgerlich ist aber auch das nicht funktionierende GPS. Egal in welchem Preisbereich man sich bewegt - so etwas sollte heutzutage einfach nicht mehr vorkommen. Für einen großen Teil der Interessenten dürfte dieser Mangel das Gerät unbrauchbar machen. Bleibt zu hoffen, dass es sich nur um ein Software Problem handelt und Doogee hier nachbessert. Wir werden das natürlich für euch beobachten und den Testbericht entsprechend aktuell halten.

Pro Contra
​+ Brauchbare Dual Kamera ​- Akku kleiner als beworben
+​​ Schönes, kratzfestes Display-​​ Akkulaufzeit für manche eventuell unzureichend
+​​ Optisch ansprechendes Design-​​ GPS unbrauchbar
+​​ Aktuelles Android (Security Patch)-​​ Klang des internen Lautsprechers
+​​ Relativ gute Videoqualität (auch Audio)-​​ Keine Status LED
+​​ Guter WLAN und Mobilfunkempfang-​​ Telefonhörer klingt etwas blechern
+​​ Angenehme Ladezeit-​ Performance könnte stellenweise besser sein
​+ Doogee gibt sich Mühe bei der Software einen Mehrwert zu bieten​- Recht langsamer Speicher und RAM
​+ Üppiger Lieferumfang
​+ Fingerprint Scanner ist brauchbar
 

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