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Coolpad Cool Changer 1C Test

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Coolpad Cool Changer 1C Test

Das Coolpad Cool Changer 1C ist ein günstiges 5,5" Chinahandy mit großem Akku und dank Snapdragon 652 Prozessor viel Leistung. Wir haben eine Woche lang im Alltag geprüft, ob das Cool Changer 1C hält, was es auf dem Papier verspricht.

Coolpad Cool Changer 1C - Verpackung & Lieferumfang

Beim Auspacken wartet das Coolpad Cool Changer 1C mit einer Rarität auf den Nutzer: Um die eigentliche Box befindet sich ein Wrapper mit stylischem 1C-Ausschnitt. Solche Wrapper waren einst bei Smartphone Boxen sehr beliebt, doch mittlerweile findet man sie kaum noch. Öffnet man die Schachtel, so blickt man sofort auf das Smartphone, welches zum Schutz in einer Plastiktüte eingepackt ist. Zum Zubehör gehören eine SIM Nadel, etwas chinesischer Papierkram, ein 2A Netzteil mit US Stecker und natürlich das USB Typ-C Lade- und Datenkabel.

Design & Verarbeitung

Das Coolpad Cool Changer 1C kostet je nach Angebotslage und Shop zwischen 140 und 160€. Da ist es selbstverständlich, dass man bei der Ausstattung irgendwo sparen muss. Eine dieser Stellen an denen man kosteneffizient gearbeitet hat, ist das Gehäuse. Dieses besteht nicht, wie es zunächst den Anschein hat, aus Metall, sondern zu einem großen Teil aus Kunststoff.

Coolpad setzt hier auf eine Art Sandwich Bauweise. Das Displayglas befindet sich in einem Kunststoffrahmen, welcher auch das Chassis bildet und gemeinsam mit den Antennen Kappen aus einem Stück Kunststoff besteht. Zwischen den Antennenkappen befindet sich dann eine Metallabdeckung, welche den Großteil der Rückseite einnimmt und in diesem Bereich auch den Rahmen stellt.

Durch diese Art von Konstruktion fühlt sich das Coolpad Cool Changer 1C durchaus hochwertig und edel an, die Stabilität leidet aber etwas darunter. Man kann das Gerät mit mittlerem Kraftaufwand durchbiegen. Im Alltag führt das sicherlich nicht zu Schäden, dennoch sollte man mit dem Gerät nicht zu ruppig umgehen.

Die Genauigkeit der Verarbeitung überzeugt aber. Rein optisch ist zwischen Plastik und Metall optisch kaum ein Unterschied auszumachen. Der Übergang zwischen den Materialien ist an allen Stellen unscheinbar und es gibt keine scharfen oder überstehenden Kanten. Der SIM Slot und die Anschlüsse integrieren sich perfekt in den Rahmen, Die Hardware Tasten sitzen fest an ihrem Platz und klappern nicht.

Auffällig ist der spiegelnde Fingerprint Scanner auf der Rückseite. Dieser erinnert nicht nur an LeEco Smartphones, sondern ist wohl auch ein Sinnbild für die Kooperation der beiden Hersteller. Das Coolpad Cool Changer 1C ist nämlich ein gemeinsames Produkt von LeEco und Coolpad. Darauf weißt auch ein kleiner "LeEco Inside"-Schriftzug im unteren Bereich der Rückseite hin.

Ein weiteres auffälliges Merkmal ist das längliche Kamera Modul. Hier versteckt sich aber keine Dual Kamera, wie man das zunächst vermuten würde. Stattdessen nutzt man die freie Fläche unter dem Kamera Modul für einen hässlichen 13MP Schriftzug. Irgendwie erinnert uns das an die Billigheimer des Jahrgangs 2013 aus China. Damals war es sehr beliebt, die Auflösung der Kamera unter den Modulen zu vermerken.

Von Vorne ist das Coolpad Cool Changer 1C von jedem Kenner sofort als LeEco Smartphone zu identifizieren. Wir finden hier die ganz typische, symmetrische Anordnung von Sensoren und Frontkamera jeweils links und rechts neben dem Telefonhörer. Touch Buttons sind unter dem Display zu finden. Diese sind unsichtbar, leuchten aber bei Berührung auf. Die Icons sehen scharf aus und zeigen kein Light Bleeding.

Eine Status LED mit den Farben Grün und Rot befindet sich noch über dem Display. Zunächst dachten wir, das Gerät hätte keine Status LED, was aber nur daran lag, dass diese zunächst nicht lief. Plötzlich war das dann aber doch der Fall und seitdem gab es hier auch keine Probleme mehr.

Display

​Größe: ​5,5"
Auflösung:​ ​1920 x 1080
Technologie​:​IPS LCD
​Anzahl Berührungspunkte:​10
Gehärtetes Glas:​​Nein
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Nein

Das 5,5" Display im Coolpad Cool Changer 1C würden wir als mittelmäßig beurteilen. Die Darstellung ist grundsätzlich ganz ok. Die Farbwiedergabe wirkt natürlich, lässt jedoch manchmal etwas an Intensität missen. Zudem ist der Kontrast des Panels nicht immer ganz optimal. Generell fehlt dem Panel einfach das gewisse etwas.

Vielleicht liegt es auch daran, dass das Display nicht laminiert ist. Zwischen dem Frontglas und dem eigentlichen LCD Panel befindet sich also ein dünner spalt. Dies führt zu einem Verlust an Brillanz, erhöht aber auch die Spiegelungen im Freien. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann es hier schonmal mühsam werden die Inhalte abzulesen, wenngleich wir nie das Problem hatten, dass rein gar nichts mehr zu erkennen war. Natürlich leiden auch die Blickwinkel minimal unter der fehlenden Laminierung.

Der Touch Screen unterstützt bis zu 10 Berührungspunkte und arbeitet absolut zuverlässig. Wir hatten nie Probleme beim schnellen Schreiben und Eingaben wurden immer zuverlässig und präzise erkannt. Hier muss sich das Coolpad Cool Changer 1C also keinesfalls vor teureren Smartphones verstecken.

Punktabzug gibt es leider für das Displayglas. Ganz offensichtlich setzt man hier nicht auf gehärtetes Glas bzw. wenn dann nur auf einen nicht seh widerstandsfähigen Typ. Nach einer Woche Alltagsnutzung finden wir auf unserem Display einige feine Kratzer, aber zum Glück keine tiefen Scharten. Wer auf Nummer Sicher gehen will, der nutzt hier eine Schutzfolie oder ein Panzerglas.

Auch eine Anti-Fingerabdruck-Beschichtung ist nicht vorhanden. Abdrücke sieht man schon nach wenigen Minuten Nutzung. Abwischen lassen sich diese auch nicht ganz so leicht. Gründliches Polieren mit einem Mikrofaser Tuch ist hier nötig.

Hardware & Performance

​Prozessor: ​Qualcomm Snapdragon 652 (4x Cortex A72 @1,8GHz, 4x ARM Cortex A53 @1,4GHz)
GPU:​ ​Adreno 512
RAM (Geschwindigkeit):​​3GB (6910,42MB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​32GB (193,99 / 140,92MB/s)
Fingerabdruck Scanner:​​Ja
​Sensoren:​Accelerometer, Magnetometer, Gyroscope, Light, Proximity, Gravity, Linear Acceleration, Step Counter, Geomagnetic Rotation Vector
Besonderheiten:​​Infrarot Blaster, USB Typ-C Port
Abmessungen / Gewicht:​​152,1 x 74,9 x 8,5mm / 172g

Ausgestattet mit einem Snapdragon 652 Prozessor, ist das Coolpad Cool Changer 1C für seine Preisklasse sehr leistungsfähig. Der Prozessor vereint vier leistungsfähige ARM Cortex A72 Kerne die mit 1,8GHz getaktet werden mit vier effizienten ARM Cortex A53 Kernen, die wiederum auf 1,4GHz getaktet sind. Als GPU steckt im SoC eine Adreno 510 mit 600MHz.

Im Antutu Benchmark erreicht das Coolpad Cool Changer 1C mit diesem Prozessor ein Ergebnis von 75.000 Punkten. Das ist zwar weniger als ein Mediatek Helio X20 erreicht, da die GPU Leistung jedoch deutlich höher ist, bietet das Smartphone dennoch eine deutlich bessere Alltags-Performance. Gerade weniger effiziente Apps wie z.B. Facebook laufen deutlich runder und beim Spielen erkennt man einen Unterschied wie Tag und Nacht. Ausnahmslos alle aktuellen Spiele sind auf höchsten Grafikeinstellungen flüssig spielbar, auch das neue Gear Club Rennspiel.

Auf Seite des Speichers liefert das Coolpad Cool Changer 1C die für die Preisklasse typische Ausstattung. Wir finden hier 32GB eMMC 5.1 Speicher sowie 3GB LPDDR3 RAM. Erweitert werden kann der Datenspeicher leider nicht. Die Geschwindigkeit des Speichers ist durchweg sehr gut. Beim Datenspeicher haben wir 190MB/s beim Lesen und 140MB/s beim Schreiben erreicht. Der Arbeitsspeicher erreicht mit knapp 7GB/s so ziemlich das Maximum was mit LPDDR3 RAM möglich ist.

Das Thermal Management ist im normalen Alltagseinsatz gut gelungen. Das Smartphone wird kaum warm, und wenn doch, dann nur handwarm. Lediglich bei längeren Spiele Sessions kann es in einem kleinen Bereich der Rückseite hin und wieder sehr warm werden. Wer empfindlich ist, könnte das als unangenehm empfinden, allerdings lässt sich das durch eine Veränderung des Griffes ändern.

Sehr gut gefällt uns die Sensorausstattung des Coolpad Cool Changer 1C. Hier ist bis auf einen Luftdrucksensor wirklich alles an Bord was man benötigt. Im Test haben sowohl das Gyroskop als auch der Kompass einwandfrei funktioniert. Der Helligkeitssensor ist recht empfindlich und regelt die Display Beleuchtung zuverlässig.

Weniger gut gefällt uns der Fingerprint Scanner auf der Rückseite. Dieser entsperrt das Smartphone zwar relativ schnell, ist aber oft nicht zuverlässig. Hin und wieder braucht es bis zu 15 Anläufe, bis der Fingerabdruck endlich mal erkannt wurde. Das kommt zwar nicht oft vor, aber wenn, dann nervt das tierisch. Hier sollte der Hersteller versuchen per Software Update nachzubessern.

Software

​Variante: ​EUI 5.8
​Android Version: ​Android 6.0.1
Bloatware​:Ja​
Root Zugriff:​Nein​
OTA Updates:​Ja​
Schadsoftware:​Nein​

Das Betriebssystem auf dem Coolpad Cool Changer 1C stammt von LeEco. Es kommt also die EUI Custom ROM zum Einsatz, welche man von deren Smartphones kennt. Im Falle des Cool Changer 1C kommt zum Zeitpunkt des Tests EUI 5.8 zum Einsatz, welches auf Android 6.0.1 Marshmallow basiert. Der Android Security Patch befindet sich auf dem Stand vom November 2016, da das letzte OTA Update im Dezember veröffentlicht wurde.

EUI kommt mit einiger chinesischer Bloatware daher. Dazu zählen alle LeEco Content Services und einige bekannte chinesische Apps von Tencent sowie die JD App. Für uns sind diese natürlich nicht wirklich interessant und können zu einem großen Teil einfach deinstalliert werden. Lediglich die LeEco Dienste lassen sich nicht entfernen. Dafür kann man die Apps aber deaktivieren beziehungsweise per Autostart- und Benachrichtungs-Richtlinien ruhig stellen. Als Referenz könnt ihr hierzu das Tutorial für das LeEco Le Pro 3 nutzen.

Out of the Box unterstützt das Coolpad Cool Changer 1C leider nur Englisch als internationale Systemsprache. Auch die Google Play Services sind nicht vorinstalliert. Die App Sprache kann per MoreLocale 2 auf Deutsch umgestellt werden. Die Systemsprache bleibt davon jedoch unberührt. Manche Shops liefern das Smartphone mit einer angepassten ROM aus, welche über zahlreiche weitere Sprachen verfügt. Wir raten allerdings dringend davon ab diese zu nutzen. Die Firmware leidet an Bugs, Performance Problemen, bekommt keine Updates und ist potentiell ein Sicherheitsrisiko, da sich in derlei Firmwares gerne Schadsoftware versteckt. Wie ihr eine Shop ROM los werdet, haben wir hier beschrieben.

Hat man sich einmal an die Eigenheiten von EUI gewohnt und den "China Müll" ruhig gestellt, dann hat man es mit einem performanten und angenehm zu nutzenden System mit zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten zu tun. Während der Testphase hatten wir keinen einzigen Absturz zu beklagen und das System lief zu jeder Zeit absolut flüssig.

Auffällig ist, dass die von EUI gewohnte Kamera App deutlich aufgerüstet wurde. Das Design der App ist zwar sehr ähnlich, das Coolpad Cool Changer 1C hat aber eine ganze Menge Extrafunktionen dazu gepackt bekommen. So gibt es einen vollwertigen manuellen Modus, welcher auch manuelles Fokussieren erlaubt und Belichtungszeiten von bis zu 16 Sekunden erlaubt. Dabei kann aber auch im manuellen Modus für jeden Wert eine Automatik zugeschaltet werden. Ein SLR Modus ermöglicht das Aufnehmen von Bildern mit künstlichem Bokeh Effekt, obwohl es sich nicht um eine Dual Kamera handelt. Da dieser rein softwarebasierte Prozess allerdings nicht gänzlich zuverlässig ist, ist hierfür etwas Erfahrung und Experimentieren notwendig. Nichts desto trotz erzeugt das Feature oft toll aussehende Aufnahmen.

Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: 2G: 850/900/1800/1900MHz
​​3G: 850/900/1900/2100MHz
4G: B1/B3/B5/B7/B8
WLAN:​ ​WLAN 802.11a/b/g/n/ac
Bluetooth:​​Bluetooth 4.1
NFC:​​Nein
HotKnot:​Nein​
Dual-SIM:​Ja (Dual Nano SIM)​
Positionsbestimmung:​GPS, A-GPS, GLONASS, BDS​

Beim Empfang leistet sich das Coolpad Cool Changer 1C nicht einen Patzer. Aber das darf es auch gar nicht, denn immerhin haben wir es hier nicht mit einem Vollmetall-Gehäuse zu tun. Kurzum: Der Mobilfunkempfang bewegt sich auf Top-Niveau. Lediglich auf LTE Band 20 muss der Nutzer verzichten. Wer also gerne ländlich unterwegs ist und einen LTE Vertrag hat, der sollte sich besser woanders umsehen.

Überrascht hat uns wie gut der WLAN Empfang ist. Direkt neben dem Router haben wir eine Bandbreite von rund 170Mbit/s erreichen können. Spannend wurde es dann aber ein Stockwerk unter dem Router. Die meisten Geräte landen hier deutlich unter 100Mbit/s. Das Coolpad Cool Changer 1C dagegen konnte auch hier noch über 110Mbit/s erreichen.

Auch beim GPS gab es keinen einzigen Aussetzer. Im Trockentest mit der GPS Test App werden binnen wenigen Sekunden bis zu 16 Satelliten gefixt. Die Genauigkeit liegt bei den für Qualcomm Chips typischen 5m. In der Praxis haben wir die Navigation mit Here Maps und Google Maps getestet. Beide Apps arbeiteten zuverlässig und reagierten prompt auf Kursänderungen. Beim Tracking mit Google Fit (Handy in der Jackentasche, Himmel stark bewölkt) wurde die gelaufene Strecke recht akkurat auf der Karte eingezeichnet. Nur hin und wieder gab es minimale Abweichungen die aber nicht ins Gewicht fallen.

Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Mono
Noise Cancelling Mikrofon:​ Ja​
Dedizierter Audio DAC:​Nein​
Dedizierter Verstärker:​Nein​

Der Medienlautsprecher hat uns etwas enttäuscht. Keine Frage, er ist brauchbar und erreicht eine ordentliche Lautstärke, aber er klingt doch recht flach und tendiert im oberen Frequenzbereich bei hoher Lautstärke zum Übersteuern.

Sehr lobenswert ist, dass man im Coolpad Cool Changer 1C einen 3,5mm Port für Kopfhörer verbaut. Dieser liefert einen sauberen Output mit ordentlicher Lautstärke. Etwas enttäuschend ist aber, dass man keinen systemweiten Equalizer oder Sound Enhancer liefert, so wie das beispielsweise bei Xiaomi der Fall ist.

Beim Telefonieren leistet das Cool Changer 1C gute Arbeit beim Noise Cancelling. Hierfür steht ein eigenes Mikrofon auf der Rückseite über dem Kameramodul bereit. Der Telefonhörer klingt leider etwas blechern. Abseits dieses Defizits ist er aber ausreichend laut und gibt den Gesprächspartner verständlich wieder.

Kamera

​Hauptkamera: ​13MP, Sony IMX258, f/2.0
​Frontkamera: ​8MP, f/2.0, Weitwinkel Linse
​Blitz:​Dual LED, zweifarbig
​Fokus:​PDAF
​Slow Motion:​Ja (120fps@720p)

Das Coolpad Cool Changer 1C wurde mit einer Sony IMX258 basierten 13MP Hauptkamera mit f/2.0 Blende ausgestattet. Der Sony IMX258 dürfte einigen schon aus dem Xiaomi Mi4C oder dem Elephone P9000 bekannt sein, wobei Letzteres aufgrund billiger Linsen ein eher schlechtes Beispiel ist.

Die Kamera Performance bewegt sich mit Sicherheit nicht auf high-end Niveau. Nichts desto trotz liefert das Coolpad Cool Changer 1C für die Preisklasse exzellente Ergebnisse ab. Tatsächlich rangiert das Smartphone unter den kameratechnisch besten Geräten der Preisklasse von unter 200€, welche wir bisher testen durften.

Bei Tageslicht liefert die Kamera wirklich schöne Aufnahmen mit hohem Detailreichtum und vor allem sehr realistischen Farben ab. Die Bilder wirken nie zu blass oder zu knallig. Man muss sich auch nicht unbedingt viel Mühe geben, um schöne Bilder zu erzeugen. Meistens reicht einfaches Draufhalten und Abdrücken.

Bei schlechtem Licht ist die Möglichkeit die Belichtungszeit zu verlängern enorm hilfreich. Eine dunkle Kirche kann z.B. mit einer Belichtungszeit von 0,5 - 0,7 Sekunden taghell erscheinen, und das fast ohne Bildrauschen. Was uns besonders überrascht hat ist, dass hier eine einfache Unterlage ausreicht um noch scharfe Bilder zu erhalten. Ein Stativ ist erst ab einer Sekunde Belichtungszeit nötig.

Auch der LED Blitz hat uns wirklich gute Dienste geleistet. Die Helligkeit wird stets perfekt gewählt und dank der zweifarbigen LEDs gehen kaum Farben verloren. Bei Nahaufnahmen kommt es nicht zur Überbelichtung und größere Räume werden ausreichend ausgeleuchtet.

Die Auslösezeit der Kamera im Automatikmodus ist sehr schnell. Das fertige Bild steht nahezu sofort nach Betätigen des Auslösers bereit. Auch die Fokuszeit ist äußerst kurz. Noch dazu wird der Fokus sehr sanft eingestellt, sodass es keine nervigen Geräusche aus der Optik oder Wackeln im Bild gibt. Sollte der Autofokus einmal versagen, so kann man diesen auch manuell per Schieberegler setzen. Dies kann bei kleinen Objekten wie z.B. Blättern oder Blüten nützlich sein.

4k Videoaufnahmen haben uns etwas enttäuscht. Hier ist die Bitrate sehr gering, sodass das Bild durch Fraktale unscharf aussieht, wenn man einen Schwenk durchführt. Nur relativ statische Bilder mit geringen Bewegungen bleiben gestochen scharf. Weiterhin stört uns der etwas unruhige Fokus etwas. Bei Schwenks neigt er hin und wieder zum Pumpen. Die Audioqualität ist gut und das Noise Cancelling arbeitet einwandfrei. Windgeräusche werden gut ausgefiltert. Lediglich bei sehr starkem Wind ist man selbst im Video nicht mehr gut zu hören.

Die 8MP Frontkamera erzeugt bei Tageslicht gestochen scharfe Selfies. Auch ohne Selfie Stick haben problemlos 2 - 3 Leute im Bild platz, da man hier auf eine Weitwinkel-Linse setzt. Bei Dämmerlicht leidet die Bildqualität etwas, ist jedoch immer noch besser als beim Großteil der Konkurrenz in dieser Preisklasse. Übrigens: Ihr könnt mit der Frontkamera Full HD Videos aufnehmen, was eine echte Besonderheit ist.

Akku

​Kapazität (Angabe): ​4.000mAh
​Kapazität (Gemessen): ​3.940mAh
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​Ja (Quick Charge 2.0)​

Mit 4.000mAh bietet das Coolpad Cool Changer 1C eine ordentliche Akku Kapazität. Selbstverständlich führt das auch zu einer wirklich guten Laufzeit. Im Power User Betrieb mit viel GPS und Kamera Nutzung kamen wir im Schnitt auf 9 Stunden Screen-On Zeit und einen Tag Betrieb mit Reserve für die Nacht. Verzichtet man auf die Nutzung von Kamera und GPS sind locker zwei Tage Betrieb möglich.

Das Aufladen dauert mit dem originalen Netzteil rund 3 Stunden. Es wird aber offenbar auch Quick Charge 2.0 unterstützt, denn als wir das Gerät mit einer Power Bank aufgeladen haben, welche diese Technik unterstützt, war der Akku schon nach etwas mehr als zwei Stunden voll. Für die Größe der Zelle ist das eine angenehm kurze Zeit.

Coolpad Cool Changer 1C - Fazit

Bis auf das Fehlern von Band 20 LTE, der Shop ROM Problematik, dem etwas schwachen Speaker und dem nicht laminierten Display, gibt es am Coolpad Cool Changer 1C keine größeren Kritikpunkte. Zu einem wirklich fairen Preis von 140 - 160€, bekommt ihr hier ein Smartphone das nicht nur viel Leistung hat, sondern noch dazu eine lange Akkulaufzeit und eine wirklich gute Kamera am Start hat.

Pro Contra
​+ Gute Verarbeitung ​- Nicht laminiertes Display, Glas nicht sehr kratzfest
+​​ Sehr gute Performance (auch für Spiele)-​​ Kein Micro SD Slot
+​​ Schneller Speicher-​​ Kein Band 20 LTE
+​​ Sehr gute Kamera-​​ Interner Lautsprecher könnte besser sein
+​​ Top Empfangsleistung-​​ Leider keine EUI Global ROM mit deutscher Sprache und Play Store
+​​ Top Sensorausstattung-​​ Fingerprint Scanner hat hin und wieder Aussetzer
+​​ Status LED
​+ Lange Akkulaufzeit
​+ Kopfhörer Port mit gutem Klang
​+ Infrarot Schnittstelle
 

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