Chuwi LapBook 14.1 Test

Mit dem Chuwi LapBook 14.1 haben wir ein weiteres China Laptop auf Celeron Basis getestet. In diesem Fall kommt der Intel Celeron N3450 zum Einsatz, wobei es sich um einen leistungsfähigeren Quad Core Prozessor handelt. Wir haben das Chuwi LapBook 14.1 eine Woche lang im Alltag getestet.

Chuwi LapBook 14.1 - Verpackung & Lieferumfang

Das Chuwi LapBook 14.1 kommt in einem recht schlichten Karton daher, genauso wie eigentliche alle günstigen Notebooks aus Fernost. Das Laptop selbst ist durch Schaumstoff gut geschützt. In einer kleinen Box befindet sich separat das Zubehör. Dazu gehört ein Netzteil mit Kaltgerätekabel inkl. deutschem Stecker (deutlich wertiger als man das sonst kennt), eine Kurzanleitung und ein Zertifikat darüber, dass das Produkt vor Verlassen der Fabrik einer Qualitätskontrolle unterzogen wurde.

Design & Verarbeitung

Das Chuwi LapBook 14.1 ist ein richtig schickes Notebook. Das weiße Gehäuse mit dem schwarzen Displayrahmen sowie der schwarzen Tastatur sieht einfach hübsch aus. Das Chuwi Logo unter dem Display und der Chuwi LapBook Aufdruck in der unteren rechten Ecke des Deckels machen sich optisch ebenfalls gut.

Richtig gut gelungen ist auch die Verarbeitung. Für das Chuwi LapBook 14.1 setzt der Hersteller auf einen hochwertigen und gut verarbeiteten Kunststoff. Die Materialstärke ist relativ hoch, was das Gerät zwar dicker macht, dafür aber auch verwindungsfest. Tatsächlich wirkt das Chuwi LapBook 14.1 sehr hochwertig und so gar nicht wie ein Billig-Laptop aus China.

Um die Stabilität aber auch das Gewicht der Basis zu erhöhen, hat man im Inneren eine dicke Metallstrebe eingebaut. Diese verhindert hauptsächlich ein Zurückkippen des Laptops, wenn man den Bildschirm weit aufgeklappt hat, sorgt aber auch dafür, dass es bei Tippen auf der Tastatur kein Federn gibt. Zudem lässt sich das Gehäuse hier nicht eindrücken, was ja generell bei China Laptops oft der Fall ist.

Am Boden des Chuwi LapBook 14.1 befinden sich vier schwarze Gummifüße, die mit denen der MacBooks von Apple fast identisch sind. Im Gegensatz zu den Apple Notebooks sind die Füße hier aber etwas höher und bieten mehr Grip, da sie aus weicherem Gummi bestehen. Ein kleiner Plastikdorn in der Nähe des Scharniers gibt noch einmal zusätzlich Stabilität und verhindert ebenfalls ein eventuelles Durchbiegen bei Druck von oben.

Geöffnet werden kann das Chuwi LapBook 14.1 indem alle Schrauben entfernt werden. Die Innereien machen einen guten Eindruck. Die Komponenten wurden durchdacht platziert und allesamt ordentlich befestigt. Das LapBook gehört hier also definitiv zu den hochwertigeren Geräten, denn bei China Laptops sieht es im Inneren gerne aus wie Kraut und Rüben.

Am Mainboard befindet sich ein leerer M.2 SATA 3 Port, welcher vom Nutzer mit einer entsprechenden SSD bestückt werden kann. Hier muss man aber darauf achten, die Platine der SSD zu isolieren, denn die SSD wird auf der Metallstrebe im LapBook aufsitzen.

Die Ränder um das Display sind recht schlank gehalten. Dennoch hat Chuwi es aber geschafft, die Webcam über dem Display beizubehalten statt sie unter das Display zu verfrachten. Die Anschlüsse des Chuwi Lapbook 14.1 umfassen einen DC-In Port, einen USB 3.0 Anschluss und einen Mini HDMI Port auf der linken Seite. Rechts wurde ein Micro SD Slot, ein USB 2.0 Anschluss und der Kopfhörer Port untergebracht.

Neben dem DC-In Port befinden sich eine Lade-LED. Beim Aufladen leuchtet diese rot und sobald der Ladevorgang beendet ist, wechselt die Farbe zu blau. Auch über der Tastatur findet man noch Indikator LEDs. Diese leuchten blau und zeigen den Betriebszustand sowie die Aktivität von Caps- und Num-Lock an. Außerdem befinden sich über der Tastatur zwei Mikrofone. Das Chuwi LapBook 14.1 kann also Stereo Audio aufnehmen.

Kommen wir nun zu den Abmessungen. Das Chuwi LapBook 14.1 ist 33 x 22,1cm groß. Die Dicke beträgt zugeklappt 2,7cm. Die Basis ist an der dünnsten Stelle 2,3mm dünn, an der dicksten Stelle 1,3cm. Das Gewicht liegt bei 1.444g.

Tastatur

Das Chuwi LapBook 14.1 verfügt über eine QWERTY Tastatur im Chicklet Stil. Natürlich lässt sich mit der Tastatur auch das QWERTZ-Layout Nutzen. Wen dabei die falsche Beschriftung stört, der kann das Problem mit Tastaturaufklebern lösen.

Die Tasten sind stabil und kippen nicht zur Seite. Auch ein Hängenbleiben der Tasten haben wir nicht feststellen können. Etwas gewöhnungsbedürftig ist jedoch der sehr große Hub (Key Travel) der Tasten. Vom Schreibgefühl erinnert die Tastatur deshalb an alte PC Tastaturen. Beim Schreiben entsteht durch den großzügigen Mechanismus auch ein etwas lauteres Tippgeräusch.

Der Schreibkomfort der Tastatur ist jedoch - sobald man sich an die Tasten gewöhnt hat - exzellent. Die Tastatur fühlt sich dadurch, dass sie nicht federt, sehr solide an und ermöglicht einigermaßen schnelles Tippen. Dabei werden Anschläge auch immer zuverlässig erkannt. Ausgelassene Buchstaben kommen so gut wie nie vor und doppelte Anschläge werden auch keine erzeugt.

Die Tastatur bietet auch einige Shortcuts, welche per FN-Taste aktiviert werden können. So kann man die Lautstärke regeln, auf Stumm schalten und Musiktitel überspringen. Was leider fehlt ist ein Shortcut um die Displayhelligkeit zu steuern.

Touchpad

Das im Chuwi LapBook 14.1 verbaute Touchpad ist ein Klickpad. Die Fläche des Touchpads wird also zum Klicken gedrückt, da sich die Tasten darunter befinden. Das funktioniert hier sehr gut und fast über die gesamte Fläche hinweg. Nur im oberen Viertel sind die Tasten nicht mehr zu drücken.

Leider verbaut man im Chuwi LapBook 14.1 ein Fake Precision Touch Pad. Das bedeutet, dass zwar die typischen Windows Gesten unterstützt werden, welche normal nur Precision Touchpads vorbehalten sind, man diese allerdings nicht konfigurieren kann, da die Einstellungen hierfür nicht vorhanden sind. Uns hat das im Alltag immer wieder genervt, da man recht schnell versehentlich Fenster minimiert und den App Switcher oder die Benachrichtigungsleiste öffnet. Zwar kommt dies hier durch die Größe des Touchpads eher selten vor, nervig ist die Problematik aber dennoch.

Ein weiteres Problem, welches wir schon von einigen anderen Laptops und Detachables aus China kennen, ist die Pinch to Zoom Geste. Diese wird beim Chuwi LapBook 14.1 unterstützt und ist grundsätzlich auch nützlich. Leider tut such das Touchpad aber schwer zwischen Zweifinger-Scrollen und Pinch to Zoom zu unterscheiden. Das führt dazu, dass man immer wieder mal unbeabsichtigt in z.B. Webseiten einzoomt, wenn man eigentlich scrollen möchte.

Hinzu kommt dann noch, dass das Touchpad an sich nicht der Bringer ist. Die Genauigkeit ist nicht die Beste und am meisten hat uns gestört, dass das Touchpad verzögert auf Eingaben reagiert. Bewegt man den Mauszeiger und stoppt abrupt, dann bewegt er sich noch kurz weiter bevor er zum Stillstand kommt. Auch beim Zweifinger-Scrollen ist das Touchpad recht unpräzise.

Display

​Größe: ​14,1"
Auflösung:​ ​1920 x 1080
Technologie​:IPS LCD​
​Anzahl Berührungspunkte:-​
Gehärtetes Glas:​-​
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​-​

Das 14,1" große Full HD Display im Chuwi LapBook 14.1 wird von AU Optronic (AUO) gefertigt.  Lobenswert ist, dass man nicht auf ein einfaches TN Display setzt, sondern auf IPS Panel. Dadurch sind die Blickwinkel recht stabil.

Das Display bietet zudem recht intensive Farben und einen guten Kontrast. Damit eignet es sich auch um mal Filme oder Bilder darauf anzusehen.

Wirklich perfekt ist das Display aber bei weitem nicht. Die maximale Displayhelligkeit ist nicht sehr hoch und es handelt sich um ein Panel mit glänzendem Finish. Durch diese Kombination kann man den Bildschirm im Freien recht schlecht ablesen, sodass sich das Chuwi LapBook 14.1 eher für den Indoor-Gebrauch eignet.

Was uns außerdem gestört hat, ist die ungleichmäßig verteilte Beleuchtung vor allem auf der rechten Seite und im unteren Bereich zeigt das Display einige sehr helle Lichthöfe. Dies fällt vor allem dann auf, wenn man dunkle Displayinhalte darstellt.

Das Display ist auch recht empfindlich gegenüber Druck. Schon beim Verändern des Winkels sieht man deutlich, wie das LCD Panel belastet wird. Das bedeutet, dass sich die Problematik mit den Lichthöfen mit der Zeit durch strukturelle Schäden an den lichtverteilenden Folien verschlimmern könnte.

Hardware & Performance

​Prozessor: ​Intel Apollo Lake Celeron N3450 (Quad Core X86_64 @1,1 - 2,2GHz)
GPU:​ ​Intel HD Graphics 500 (12 Ausführungseinheiten)
RAM:​​4GB
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​64GB eMMC 5.1 (266,39 / 132,35MB/s)
Fingerabdruck Scanner:​​Nein
​Sensoren:Keine​
Besonderheiten:​USB 3.0 Anschluss, Micro SD Kartenleser​
Abmessungen / Gewicht:​​33 x 22,1 x 2,7cm / 1,444kg

Der Intel Celeron N3450 ist ein recht leistungsfähiger Prozessor. Die vier Rechenkerne sorgen für eine ziemlich gute Alltagsperformance. Das merkt man vor allem dann, wenn man den Google Chrome Browser nutzt. Wer den Browser schon auf Geräten mit Atom Tablet SoC genutzt hat, der weiß wovon wir sprechen. Auf dem Chuwi LapBook 14.1 läuft Google Chrome aber sehr zufriedenstellend und sogar YouTube Videos werden in Full HD flüssig dargestellt. 4k Videos laufen aus Gründen der Prozessor Last nur im Edge Browser. Bei großen Webseiten oder mehreren geöffneten Tabs merkt man ebenfalls einen deutlichen Unterschiede zu Atom Tablets. Beim Scrollen gibt es deutlich weniger Ruckler und beim Wechseln von Tabs weniger Denkpausen.

Überraschenderweise wurden mit dem Chuwi LapBook 14.1 im Antutu Benchmark aber weniger Punkte (115.550) erreicht, als bei einem vergleichbaren Notebook mit Celeron N3350 Dual Core Prozessor (120.000). Woran das liegt, wird recht schnell klar, wenn man sich mal die Temperaturen ansieht. Diese liegen beim Chuwi LapBook 14.1 im Schnitt bei 70°C unter geringer Systemlast. Bei hoher Last schnellen die Temperaturen binnen kurzer Zeit auf 80 bis 95°C hoch. Die kritische Temperatur für den Prozessor liegt bei 105°C, was dann auch der Punkt ist, an dem der Computer in automatisch in den Standby geschickt wird.

Das Problem an dieser grenzwertigen Temperatur ist, dass die "Notabschaltung" in bestimmten Situationen recht schnell in Kraft tritt. Dazu genügt es, das Chuwi LapBook 14.1 bei hoher Last in der Sonne oder neben einer Heizung stehen zu haben. Auch das Abstellen auf dem Bett führt je nach Last hin und wieder dazu, dass das Gerät um Abkühlen in den Standby wechselt. Kombiniert man das Aufladen des Akkus mit hoher Systemlast, dann reicht das auch ohne Isolierung oder externe Wärmezufuhr zum Auslösen der Notabschaltung.

Diese Problematik ist schlicht ein Beweis dafür, dass Chuwi bei der Kühlung mist gebaut hat. Das wird auch schnell klar, wenn man das Chuwi LapBook 14.1 öffnet und sich die Kühlung ansieht. Statt eines Kühlkörpers, setzt Chuwi auf ein Wärmeleitpad auf dem Prozessor, welches die Hitze an das EMI Shielding auf dem Mainboard abgibt. Auf dem EMI Shielding klebt wiederum ein weiteres, größeres Wärmeleitpad. Dieses hat direkten Kontakt mit dem Unterboden aus Kunststoff.

Da Wärmeleitpads aber ohnehin eine fragwürdige Kühlungsmethode sind und Plastik grundsätzlich keinen guten Wärmeleiter darstellt, führt dieser Aufbau nach einer Weile zu einem Hitzestau. Und genau das führt dann unter hoher Last, zusätzlicher Isolierung oder beim Laden und gleichzeitigem Betrieb unter Last dazu, dass die kritische Prozessor Temperatur erreicht wird. Wir finden das wirklich schade, da sich das Chuwi LapBook 14.1 somit nicht für den Lastbetrieb in warmer Umgebung oder im Bett / auf der Couch eignet.

Chuwi hätte die Kühlung eigentlich recht einfach verbessern können. Entweder durch ein dickeres EMI Shielding, welches die Abwärme komplett aufnehmen und abführen kann, oder aber durch eine Heatpipe, welche die Wärme wiederum an die Metallstrebe im Laptop abgibt. Sogar ein kleiner und Temperatur geregelter Lüfter hätte die meisten Nutzer wohl nicht gestört.

Der Arbeitsspeicher im Chuwi LapBook 14.1 umfasst 4GB LPDDR3 RAM der auf 1600MHz getaktet wird. Auch hier gilt wieder, dass dem Gerät 6 oder 8GB RAM gut getan hätten. Zwar reichen die 4GB RAM um z.B. Microsoft Word, Outlook, Spotify und einen Tab im Chrome Browser ohne Performance Einbußen offen zu halten, doch vor allem beim Surfen mit mehreren Tabs macht sich der kleine RAM dann in Form von Rucklern und kurzen Hängern bemerkbar.

Erfreulich schnell ist der 64GB große eMMC Speicher. Hier werden 266MB/s beim Lesen und 132MB/s beim Schreiben erreicht. Das ist zwar weniger als eine richtige SSD erreicht, aber immerhin mehr als bei klassischen Festplatten - zumindest was die Schreibrate betrifft. Wer die Speicher Performance verbessern möchte oder mehr Speicher nutzen will, der kann den M.2 SATA III Port nutzen um eine richtige SSD nachzurüsten. 128GB SSDs bekommt man teils schon für um die 55€.

Der USB 3.0 Anschluss im Chuwi LapBook 14.1 funktioniert korrekt und erreicht gute Datenraten. Der Port liefert auch genügend Strom um eine externe 2,5" Festplatte ohne Netzteil betreiben zu können. Am USB 2.0 Anschluss ist das leider nicht möglich.

Software

​Variante: ​Home 64-Bit
​Windows Version: ​Windows 10 Redstone
Bloatware​:​-
Root Zugriff:​​-
Windows Updates:​​Ja
Schadsoftware:​​Nein

Auf dem Chuwi LapBook 14.1 läuft Windows 10 Home Redstone in der 64-Bit Variante. Das System ist voll lizenziert und der Schlüssel ist direkt im UEFI hinterlegt. Eine saubere Installation kann somit ganz einfach per USB Stick erledigt werden, ohne dass man bei der Installation einen Schlüssel eingeben muss. Die entsprechenden Treiber für das Chuwi LapBook 14.1 findet ihr hier.

Windows 10 ist ab Werk auf Englisch eingestellt. Deutsch kann in den Einstellungen manuell nachinstalliert werden. Schadsoftware und Bloatware ist nicht vorhanden.

Die UEFI Einstellungen sind zugänglich, allerdings sind nur grundlegende Einstellungen verfügbar. Man kann hier auch vom Windows Modus in einen Linux Modus wechseln. Dies ermöglicht es beliebige Linux Distributionen von einem USB Stick zu starten und auch zu installieren. Hier ist besonders Ubuntu zu empfehlen, denn diese Distribution unterstützt sämtliche Komponenten im Chuwi LapBook 14.1 ohne dass man auch nur einen Treiber manuell installieren muss. Fun Fact: Das Touch Pad funktioniert unter Ubuntu besser als unter Windows. Remix OS for PC lässt sich übrigens auch installieren und funktioniert inkl. WLAN, Bluetooth und Grafikbeschleunigung.

Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: ​-
WLAN:​ WLAN 802.11a/b/g/n/ac​
Bluetooth:​​Bluetooth 4.0
NFC:​​-
HotKnot:​-​
Dual-SIM:​-​
Positionsbestimmung:​-​

Das Chuwi LapBook 14.1 ist eines der wenigen chinesischen Windows 10 Geräte, welche über eine ordentliche Netzwerkkarte verfügen. Im Klartext bedeutet das, dass hier Dual Band AC-WLAN unterstützt wird. Damit sind Datenraten von theoretisch über 700Mbit/s möglich.

Wir haben den üblichen Speedtest durchgeführt und konnten unsere 200Mbit Internetleitung voll ausnutzen. Die WLAN Signalstärke ist ausreichend um auch in vom Router weiter entfernten Räumen noch eine ausreichende Bandbreite von rund 50Mbit/s zu erreichen. Hierzu verfügt das Chuwi LapBook 14.1 auch über zwei Antennen. Eine befindet sich in der Basis und die andere im Display.

Bluetooth 4.0 Unterstützung ist ebenfalls vorhanden, wobei hier eine Realtek Lösung verwendet wird. Wir haben Bluetooth mit einem Spielecontroller, einer Tastatur und einem Kopfhörer getestet. Bei allen Geräten gab es keinerlei Auffälligkeiten.

Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Stereo
Noise Cancelling Mikrofon:​ -
Dedizierter Audio DAC:​Ja​
Dedizierter Verstärker:​Ja​

Das Chuwi LapBook 14.1 setzt auf eine Intel Soundkarte in Kombination mit einem Realtek Chip (vmtl. Verstärker). Die Realtek Konfigurations Software stellt in diesem Fall leider keinen System Equalizer zur Verfügung.

Die Stereo Lautsprecher die im Boden des Chuwi LapBook 14.1 verbaut sind, haben uns nicht überzeugt. Sie klingen recht flach und erzeugen auf maximaler Lautstärke bei hohen Frequenzen ein unangenehmes Klirren. Die Lautsprecher befinden sich nicht in einer Resonanzbox, wodurch sich kein gutes Klangbild entwickeln kann. Verdeckt man die Lautsprecheröffnungen, so sinkt die Lautstärke stark ab und die Lautsprecher beginnen zu kratzen.

Der Kopfhörer Anschluss liefert dagegen einen sehr guten Klang ab. Mit unseren Xiaomi Hybrid Kopfhörern wurde hier ein gut abgemischtes Klangbild mit kräftigen Bässen erreicht. Störende Hintergrundgeräusche gibt es keine. Die maximale Lautstärke ist hoch genug um sich auf Dauer seine Ohren zu schädigen - also bitte Vorsicht walten lassen.

Das Chuwi LapBook 14.1 verfügt über zwei Mikrofone über der Tastatur, womit sich Stereo Audio aufnehmen lässt. Die Qualität der Mikrofone lässt jedoch sehr zu wünschen übrigen. Aufnahmen klingen als wären sie unter Wasser angefertigt worden und leiden unter einem starken Hintergrundrauschen.

Kamera

​Hauptkamera: ​-
​Frontkamera: 0,3MP​
​Blitz:Nein​
​Fokus:Nein​
​Slow Motion:Nein​

Das Chuwi LapBook 14.1 ist mit einer 0,3MP Webcam ausgestattet, welche sich direkt über dem Display befindet. Die Qualität der Webcam ist leider grauenvoll. Viel mehr als anspruchslose Videochats kann man damit nicht machen. Zur Audioqualität haben wir uns ja oben schon geäußert.

Akku

​Kapazität (Angabe): ​9.000mAh
​Kapazität (Gemessen): ​-
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​Ja​

Der Akku im Chuwi LapBook 14.1 bietet eine Kapazität von 9.000mAh. Aufgeladen wird der Akku mit einem 12V / 2A Netzteil. Der Ladevorgang von 20 auf 100% beansprucht rund 3 Stunden. Von 20 bis 70% verläuft die Ladekurve recht steil. Dieser Ladestand wird im Standby binnen 75 Minuten erreicht.

Die Akkulaufzeit ist eher mittelmäßig. Beim Streamen von Videos hält das LapBook je nach Auflösung zwischen 3 und 4 Stunden durch. Beim Surfen im Netz wird eine Laufzeit von 5 bis 6 Stunden erreicht. Im Betrieb mit Microsoft Office ohne WLAN hielt das Gerät im Test maximal 8 Stunden durch. Im alltäglichen Mischbetrieb darf man mit einer Laufzeit von etwa 6 Stunden rechnen.

Chuwi LapBook 14.1 - Fazit

Das Chuwi LapBook 14.1 überzeugt vor allem durch seine exzellente Verarbeitung, der guten Performance sowie dem vergleichsweise guten IPS Display (bis auf Helligkeit und Lichthöfe). Auch die Unterstützung von Dual Band AC-WLAN ist lobenswert, denn in den meisten China Laptops wird nur b/g/n-WLAN unterstützt.

Das größte Manko ist jedoch die schlechte Kühlung, welche vor allem dann Probleme macht, wenn man das Gerät unter hoher Last auf einer isolierenden Oberfläche oder während dem Aufladen nutzen möchte. Störend sind zudem die mäßigen internen Lautsprecher und das Touch Pad, welches nicht ganz optimal funktioniert.

Unterm Strich ist das Chuwi LapBook 14.1 aber dennoch für seinen Preis ein anständiges Gerät, welches so einige Use Cases abdeckt. Vor allem als günstiges Notebook zum Surfen oder Bloggen zu Hause macht das LapBook eine gute Figur. Interessant ist das Gerät auch für alle die ein günstiges Linux oder Remix OS Notebook suchen, denn beide Systeme lassen sich ohne Probleme installieren.

Pro Contra
​+ Sehr gute Verarbeitung ​- Recht schwer
+​​ Schickes Design-​​ Displayhelligkeit zu gering, Lichthöfe am Rand, kein Anti-Glare
+​​ IPS Display mit gutem Kontrast und schöner Farbwiedergabe-​​ Unzureichende Kühlung für Lastbetrieb beim Laden oder auf isolierenden Oberflächen
+​​ Schnelle ac-WLAN Karte-​​ Trackpad könnte besser sein
+​​ Unterstützt Ubuntu und sogar Remix OS for PC-​​ Akkulaufzeit eher mittelmäßig
+​​ Hochwertige Tastatur-​​ Mäßige Lautsprecher
+​​ Kurze Ladezeit-​ Schlechte Mikrofone
​+ Sauberes und lizenziertes Windows 10​- Schlechte Webcam
​+ Gute Performance (auch 4k Streaming ist kein Problem)​- Nur 4GB RAM
​+ Sehr schneller eMMC Speicher
​+ Aufrüstung per SSD möglich
​+ USB 3.0 Port liefert Strom für Festplatten
​+ Gut strukturiertes Innenleben mit Metallstrebe zur Verbesserung der Stabilität