Einleitung
Mit dem CoreBook Air hat Chuwi Ende vergangenen Jahres eine schlankere Alternative zu den Modellen aus der CoreBook X Serie vorgestellt. Das Ultrabook kommt ebenfalls im 14 Zoll Formfaktor daher, wird jedoch in einem schlankeren und deutlich leichteren Gehäuse verpackt. Dabei liefert das Chuwi CoreBook Air trotzdem einen größeren Akku und setzt auf einen Prozessor von AMD. Der Formfaktor wurde allerdings vom 3:2 Format auf klassisches 16:10 umgestellt.
In der letzten Woche konnte sich das Chuwi CoreBook Air bei uns im Alltag unter Beweis stellen. Dabei gab es einige positive Überraschungen. Welche das sind und ob es auch Schwächen gibt, erfahrt ihr im folgenden Testbericht. Erhältlich ist das Chuwi CoreBook Air zur UVP für 529€. Effektiv liegt es meist darunter. Mit dem Code "Magair13" konnte man es zuletzt für 460,23€ im deutschen Shop von Chuwi* bestellen. Versandkosten und Einfuhrsteuern fallen hier keine an. Der Preis kann sich ggf. ändern.
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Chuwi CoreBook Air Lieferumfang
Wie alle Chuwi Geräte kommt auch das Chuwi CoreBook Air in einem braunen Karton aus Pappe daher, ohne Abbildung des Produkts, lediglich mit Namen und spärlichen Eckdaten auf der Rückseite. Der Lieferumfang enthält neben dem Laptop ein kompaktes 65 Watt Netzteil mit USB-C Ausgang, "Mickey Mouse" C5 Eingang und passendem Schuko Kabel. Die Gesamtkabellänge liegt bei etwa zwei Metern. Weiterhin liegt noch etwas Dokumentation bei.
Der Transportschutz fällt gut aus. Das CoreBook Air wird beim Transport von einem dicken Schaumstoffblock geschützt und befindet sich zusätzlich noch in einer Stofftüte. Zwischen Tastatur und Display befindet sich eine Schutzfolie. Einen ausführlicheren Eindruck vom Lieferumfang könnt ihr euch im Unboxing Video auf YouTube verschaffen.
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Chuwi CoreBook Air Design
| Materialien | Display: Metall (Bezel aus Kunststoff) Topcase: Kunststoff Unterseite: Metall |
| Gewicht | 1,003kg |
| Abmessungen | 312,9 x 222,5 x 16,6mm (zugeklappt) |
| Wasserdicht | Nein |
Aussehen, Materialien & Verarbeitung
Von Chuwi kennt man hauptsächlich Laptops in Silber oder Dunkelgrau. Das CoreBook Air stellt hier eine erfrischende Abweichung dar, da das Modell in einem schicken Dunkelblau daherkommt. Der Farbton wirkt richtig schick und nicht übertrieben. Die grundlegende Form wirkt ähnlich wie bei anderen Chuwi Laptops, allerdings zeigt das CoreBook Air am Deckel keine Rundung zur Kante hin mehr. Es ist dort komplett flach, wirkt also etwas "kantiger". Arg viel dünner gebaut ist das Chuwi CoreBook Air im Vergleich zur CoreBook X Serie jedoch nicht. Mit 16,6mm kommt es an der dicksten Stelle auf nur 0,4mm weniger als die letzten CoreBook X Modelle.
Das Gewicht ist allerdings merklich gesunken. Von fast 1,4kg geht es hier auf nur noch 1,003kg runter. Das Chuwi CoreBook Air wird dadurch um einiges handlicher, lässt sich angenehmer transportieren und fühlt sich auch bei Nutzung auf den Beinen etwas angenehmer an. Wie genau Chuwi diese enorme Gewichtsreduktion realisieren konnte, lässt sich schwer nachvollziehen. Zumindest an der Verarbeitung wurde nicht gespart. Im Gegenteil, diese wirkt an manchen Stellen sogar besser. Das Touchpad hat z.B. das letzte Bisschen an Spiel verloren und sitzt nun bombenfest im Gehäuse. Und auch der Sitz der Bodenplatte wurde nochmal etwas verfeinert, indem man neben Schrauben auch auf Clips setzt, welche dafür sorgen, dass die Bodenplatte noch sauberer mit dem Rest vom Gehäuse abschließt.
An den Materialien hat sich nicht großartig was verändert. Das Display vom Chuwi CoreBook Air besteht an der Außenseite nach wie vor aus Metall. Lediglich die Materialstärke hat abgenommen, was es auf den ersten Eindruck wie Kunststoff wirken lässt. Beim Kratzen mit dem Fingernagel oder in kalter Umgebung merkt man aber eindeutig, dass es sich um ein anderes Material als beispielsweise beim Top-Case aus Kunststoff handelt. Durch die geringere Materialstärke am Display lässt sich dieses natürlich etwas leichter biegen, aber das ist bei schlanken und leichten Laptops ja nichts Ungewöhnliches.
Ein Vorteil der leichteren Bauweise zeigt sich beim Anheben des CoreBook Air an einer Ecke. Die schweren Modelle des Herstellers neigen dabei zu einer minimalen Biegung. Das CoreBook Air bleibt hingegen komplett gerade. Das bedeutet zwar nicht, dass es stabiler ist, hinterlässt aber trotzdem einen wertigeren und robusteren Eindruck.
Anschlüsse & Indikator-LEDs
Wer auf USB-A Anschlüsse Wert legt, wird beim Chuwi CoreBook Air leicht enttäuscht. Das Modell streicht einen der beiden USB-A Ports aus der X-Serie und bietet nur noch einen USB-A Anschluss an der rechten Seite. Dieser nutzt USB 3.2 Gen1 mit 5Gbit/s. Im Gegenzug gibt es jetzt an der linken Seite zwei vollwertige USB-C Anschlüsse mit USB 3.2 Gen2, die jeweils 10Gbit/s erreichen. Vollwertig bedeutet, dass hier an beiden Anschlüssen Aufladen per USB-PD und Videoausgabe möglich ist. Einen dritten USB-C Port findet man an der rechten Seite, welcher allerdings nur USB 2.0 bietet. Zu den weiteren Anschlüssen zählen ein HDMI 2.1 Port in voller Größe links, sowie ein 3,5mm Ein- bzw. Ausgang rechts. Einen MicroSD oder SD Kartenleser gibt es nicht mehr.
Die Indikator LEDs wurden beim Chuwi CoreBook Air verändert. Die Power Taste ist aus der Tastatur heraus gewandert und befindet sich darüber rechts. Direkt daneben befindet sich die Power LED, welche weiß leuchtet und nicht blendet aber deutlich sichtbar ist. Die Power Taste wirkt übrigens hochwertig mit knackigem Druckpunkt und lässt sich nicht versehentlich drücken. Die Caps-Lock LED befindet sich jetzt direkt in der entsprechenden Taste in der Tastatur, genau wie es auch bei den MacBooks von Apple der Fall ist.
Erhalten bleibt die Lade-LED links zwischen den beiden USB-C Ports. Diese ist jetzt aus allen Richtungen besser zu sehen, da sie nicht mehr nur durch ein Loch im Gehäuse scheint, sondern einen Lichtleiter verpasst bekommen hat. Die LED leuchtet jetzt bei vollem Akku nicht mehr in Grün auf, sondern in Weiß. Beim Aufladen leuchtet sie rot. Neu hinzugekommen ist eine Anzeige für niedrigen Ladestand. In diesem Fall beginnt die LED deutlich sichtbar rot zu blinken. Das ist auch im Standby der Fall, was durchaus praktisch ist, da so ein vollständiges Entladen mit höherer Wahrscheinlichkeit verhindert wird.
Blick ins Innere / Teardown
Was dem Chuwi CoreBook Air fehlt, ist eine Zugangsklappe an der Unterseite zum Wechsel der SSD. Man muss dafür die Bodenplatte komplett abnehmen. Sicherlich ist das nicht dramatisch, wohl aber ein Komfort-Problem. Verglichen mit der CoreBook X-Serie ist das Öffnen vom Chuwi CoreBook Air sowohl schwerer als auch einfacher geworden. Schwerer deshalb, weil die Bodenplatte wie schon erwähnt mit Clips befestigt ist. Man muss also nach dem Entfernen der Schrauben mit einem Saugnapf und einem Plektrum arbeiten, um die Bodenplatte zu lösen. Einfacher hingegen, weil alle Schrauben ohne Umwege zugänglich sind. Es sind keine Schrauben mehr unter den Gummifüßen versteckt, was definitiv ein großer Vorteil ist.
Was den inneren Aufbau angeht, gibt es keine größeren Neuigkeiten zu entdecken. Am auffälligsten ist sicherlich das Fehlen von RAM Steckplätzen, da das CoreBook Air auf LPDDR5 RAM setzt welcher naturgemäß verlötet ist. Ansonsten wirkt alles sehr vertraut. Bei genauerem Hinsehen fällt noch auf, dass der dedizierte Tieftöner vom Soundsystem entfernt wurde. Das ist aber kein Verlust (mehr dazu später). Der Akku bleibt auch beim Chuwi CoreBook Air verschraubt, kann also wie gewohnt einfach getauscht werden. Interessant ist, dass hier noch recht viel Platz für einen noch größeren Akku vorhanden wäre, obwohl Chuwi den Akku ja verglichen mit den CoreBook X Modellen vergrößert hat.
Das Innere wirkt insgesamt sauber verarbeitet. Der Einsatz von Klebeband hält sich in Grenzen, das Scharnier wirkt sicher befestigt und das Kabelmanagement zeigt keine unschönen Stellen. Hier macht Chuwi mittlerweile recht zuverlässig eine gute Arbeitet.
Chuwi CoreBook Air Tastatur & Touchpad
Auch an der Tastatur gibt es beim Chuwi CoreBook Air ein paar Veränderungen gegenüber der CoreBook X Serie. Schon erwähnt wurde ja die separierte Power Taste, deren Platz die Delete-Taste eingenommen hat. Die Caps Lock Taste hat zudem eine integrierte Status LED verpasst bekommen, aber auch das wurde ja schon erwähnt. Ansonsten? Die Tasten sind geringfügig kleiner geworden, der Abstand hat sich leicht vergrößert. Auf die Usability hat das allerdings keine Auswirkungen. Die Treffsicherheit bleibt hoch. Neu hinzugekommen ist die Copilot-Taste, welche eine der Windows-Tasten ersetzt. Mit dieser lässt sich entweder Microsoft Copilot triggern oder eine andere in den Einstellungen wählbare kompatible App. Eine QWERTZ Option gibt es leider weiterhin nicht. Wer mit einer QWERTY Tastatur nicht klarkommt, muss also weiterhin auf Tastaturmatten ausweichen.
Qualitativ ist die Tastatur im Chuwi CoreBook Air abermals exzellent. Die Tastatur liefert ein angenehmes Schreibgeräusch, das einen eher dumpfen und nicht klapprig wirkenden Tastenaschlag besitzt. Die Tasten sind stabil und lass sich sowohl mittig als auch von den Seiten zuverlässig betätigen. Der Schreibfluss ist insgesamt sehr gut und es treten keine übersprungenen oder doppelt erkannten Tastenanschläge auf. Sehr gut ist außerdem das Federverhalten der Tastatur. Bei normalen Schreiben federt diese praktisch nicht und macht einen sehr soliden Eindruck, was auch das Schreibgefühl angenehmer macht. Man muss schon relativ fest auf die Tastatur drücken, bis sich diese nach innen biegt.
Die Beleuchtung bleibt vorhanden und ist beim Chuwi CoreBook Air nochmal etwas gleichmäßig geworden. Schon bei den letzten CoreBook X Modellen gab es hier deutliche Verbesserungen gegenüber früheren Geräten, doch mit dem CoreBook Air hat Chuwi jetzt fast das Optimum erreicht. Die Tasten sind über die gesamte Tastatur annähernd gleich hell beleuchtet. Die Beleuchtung wird weiterhin über eine FN-Taste (F9) gesteuert, wobei zwei Helligkeitsstufen bereit stehen. Der Timeout der Beleuchtung liegt bei 30 Sekunden. Praktisch ist allerdings, dass man im BIOS jetzt auch einen permanenten Betrieb aktivieren kann. Die Beleuchtung schaltet sich dann nicht mehr ab, bis man sie manuell deaktiviert. Zudem hat man auch die Möglichkeit, die Funktionstasten zu invertieren. So kann man die Helligkeit ändern, ohne die FN-Taste drücken zu müssen.
Das Touchpad im Chuwi CoreBook Air ist weiterhin ein Multitouch Trackpad mit unter der Fläche versteckten Maustasten. Auch hier gibt es deutliche Veränderungen. Flächenmäßig ist das Touchpad kleiner als bei den letzten CoreBook X Modellen, allerdings immer noch relativ groß und damit sehr komfortabel nutzbar. Erfreulich ist, dass das CoreBook Air mit einem etwas glatteren und damit gleitfähigeren Touchpad daherkommt, was die Präzision etwas verbessert. Darüber hinaus wirkt das Touchpad im CoreBook Air nochmal etwas hochwertiger. Das letzte noch vorhandene Spiel wurde komplett eliminiert. Das Touchpad sitzt bombenfest im Gehäuse und die Maustasten haben ein deutlicheres haptisches Feedback beim Drücken.
Was die Funktionalität betrifft, bewegt sich das Touchpad auf einem sehr hohen Niveau, was man von Windows Laptops gerade im günstigeren Preissegment nicht unbedingt gewohnt ist. Es reagiert ohne spürbare Eingabeverzögerung und mit hoher Präzision. Das Markieren von kleinem Text ist ohne Probleme möglich und es gibt nie Aussetzer oder Probleme mit einem springenden Cursor. Lediglich im Randbereich neigt das Touchpad zu einer ruckelnden Umsetzung von Eingaben, was aber praktisch keine Einschränkung darstellt, da man sich mit dem Finger im Regelfall außerhalb dieses Bereichs aufhält. Der Makel fällt also kaum auf und es hat im Test tatsächlich ein paar Tage gedauert, bis wir zum ersten Mal über dieses Problem gestolpert sind. Ob es sich hier um ein Hardware- oder ein Firmware-Problem handelt, lässt sich nicht sagen.
Multitouch Gesten werden natürlich unterstützt und können auch ganz normal in den Windows Einstellungen konfiguriert werden. So lässt sich z.B. mit drei oder vier Fingern durch Wischen der App Wechsel auslösen oder durch Desktops blättern. Auch das funktioniert völlig problemlos. Zudem stehen die klassischen weiteren Multitouch Gesten wie Zweifinger-Zoom oder auch Zweifinger-Klicken bereit. Auch hier hat es im Alltagstest nie Probleme gegeben. Unterm Strich kann man Chuwi also auch für das Touchpad im CoreBook Air eine gute Arbeit bescheinigen.
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Chuwi CoreBook Air Display
| Größe | 14 Zoll |
| Auflösung | 1920 x 1200 (16:10) @60Hz |
| Technologie | 8-Bit IPS LCD (Matt / Anti-Glare) Hersteller: Chimei Innolux Gemessene Helligkeit: 321 Nits Farbraum: 67% sRGB / 49% DCI-P3 Anbindung: eDP |
Das Chuwi CoreBook Air besteht allerdings nicht nur aus Upgrades gegenüber der CoreBook X Serie. Es gibt auch ein dickes Downgrade und das ist ohne Frage das Display. Ob der Wechsel vom 3:2 zu einem 16:10 Seitenverhältnis als Downgrade zu werten ist, darüber lässt sich sicherlich streiten und ist mehr eine Sache der persönlichen Vorliebe. Unstrittig dürfte allerdings sein, dass die deutlich geringere Auflösung von 1920 x 1200 Pixel ein Downgrade darstellt. Und dieses sieht an auf den ersten Blick. Das Bild wirkt beim CoreBook Air deutlich weniger scharf und ja, man kann bei normalem Abstand durchaus auch Pixel erahnen, vor allem wenn es um Text geht. Wer Displays mit Full HD Auflösung gewohnt ist, wird sich daran sicherlich nicht stören. Wer aber höhere Auflösungen gewohnt ist, der wird für ein paar Tage "Augenkrebs" bekommen, ehe man sich wieder an die niedrige Auflösung gewöhnt hat.
Beim Zulieferer hat man sich auch beim Chuwi CoreBook Air wieder für Chimei Innolux entschieden. Diese hatten ja schon die Panels in den letzten CoreBook X Modellen geliefert. Man bekommt also weiterhin ein Marken IPS Panel geliefert, welches sich abseits der Auflösung ganz anständig schlägt. Kontrast, Farbdarstellung und Farbtemperatur zeigen sich gut. Die Blickwinkelstabilität ist ebenfalls gut. Für den professionellen Einsatz eignet sich das Panel zwar sicherlich nicht - schon allein wegen der 8-Bit Farbtiefe - doch fürs Anschauen von Bildern und Videos ohne größere Ansprüche ist es durchaus brauchbar.
Ein Vorteil vom Chuwi CoreBook Air gegenüber den X Modellen ist ganz klar das Anti Glare Finish des Panels. Die Helligkeit ist mit ca. 321 Nits grob identisch mit den letzten Modellen aus der X Serie und damit nur im Mittelfeld angesiedelt. Das Anti Glare Finish verbessert die Lesbarkeit im Freien trotzdem erheblich. Die Ausleuchtung fällt subjektiv recht gleichmäßig aus. Schatten oder Lichthöfe sieht man im normalen Betrieb nicht. Bei schwarzem Bildschirm erkennt man ein paar kleinere Lichthöfe vom Backlight vor allem am oberen Bildschirmrand. Pixelfehler sind beim Testgerät keine zu finden.
Eins auf den Deckel gibt es für Chuwi allerdings wegen einer Falschangabe auf der Produktseite des Chuwi CoreBook Air. Der Hersteller gibt hier an, dass das Display 100% sRGB unterstützen soll. Das dürften viele auch erstmal glauben, da die Angabe beim CoreBook X korrekt war. Beim CoreBook Air stimmt sie allerdings nicht. In mehreren Messrunden kommen wir zuverlässig auf eine sRGB Abdeckung von 67%, also deutlich schlechter als angegeben und für heutige Verhältnisse im Preissegment auch eher unterdurchschnittlich. Wer nun keinen großen Wert auf höchste Farbtreue legt, muss sich daran nicht weiter stören, doch frech ist das Vorgehen von Chuwi dennoch. Ob nun Absicht oder ein einfacher Fehler: vorkommen sollte so etwas nicht, egal in welcher Preisklasse.
Nachtrag: Während des Testzeitraums hat Chuwi die Angabe von 100% sRGB von der Produktseite entfernt, nachdem darauf hingewiesen wurde.
Öffnen lässt sich das Chuwi CoreBook Air übrigens wieder bis auf 180 Grad, liegt dann also flach auf. Das Display lässt sich auch ohne Gegenhalten der Basis öffnen. Das bedeutet allerdings, dass das Scharnier leichtgängiger ist als beispielsweise bei der CoreBook X Serie. Vor allem bei weit geöffnetem Display kann es dadurch zu einer Veränderung des Öffnungswinkels kommen, wenn das Laptop ruckartig bewegt oder geschüttelt wird.
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Chuwi CoreBook Air Ausstattung
| Prozessor | AMD Ryzen 5 6600H (TSMC 6nm) 6x Zen 3+ @3,3GHz bis 4,5GHz (12 Threads) Power Limit: 45W TDP limitiert auf 28W |
| GPU | AMD Radeon 660M 6 Ausführungseinheiten 1,9GHz Takt Power Limit: 28W geteilt mit CPU |
| RAM | 16GB (4× 4GB) LPDDR5 6400MHz RAM (verlötet) Dual Channel Anbindung DRAM Hersteller: Micron |
| Speicher | 1x M.2 2280 PCIe 4.0 x4 Slot Ab Werk: 512GB Techwinsemi TWSC TSC3AN512-F6Q10S M.2 2280 PCIe 3.0 NVMe SSD SSD Controller: Unbekannt / generisch |
| Micro SD | Kein Micro SD Slot / SD Kartenleser |
| Fingerabdruck Scanner | Nein |
| Sensoren | Lid Sensor |
| Anschlüsse | 1x USB-A USB 3.2 Gen1 5Gbit/s (rechts) 2x USB-C USB 3.2 Gen2 10Gbit/s + USB-PD + DP (links) 1x USB-C 2.0 (rechts) 1x HDMI 2.1 Full Size (links) 1x 3,5mm Audio In / Out (rechts) |
Alltags Performance
Im Chuwi CoreBook Air steckt ein alter Bekannter, der AMD Ryzen 5 6600H Prozessor. Dieser kam schon im Chuwi UBox Mini PC zum Einsatz, arbeitet im CoreBook Air jedoch mit 28W statt 45W Power Limit. Interessanterweise merkt man davon nicht besonders viel. Die gefühlte Performance ist sehr ähnlich und auch die Benchmark Ergebnisse zeigen im Vergleich keinen dramatischen Unterschied. Das CoreBook Air ist in einigen Tests sogar schneller, insbesondere bei der GPU.
Das CoreBook Air schlägt sich bei typischen Alltagsaufgaben gut. Surfen in Chrome geht auch mit ein paar offenen Tabs flüssig von der Hand. YouTube Videos wechseln schnell in den Vollbildmodus und zurück. Streamen von 4k60 auf YouTube läuft ohne Frame Drops. Die Windows Oberfläche zeigt sich mit den Animationen meist recht flüssig, vor allem mit deaktivierter Transparenz. Für den Office Betrieb bietet das Gerät solide Performance. Ein angeschlossenes zweites Display zieht die Performance nicht zu sehr herunter. Auch mit einem 4k Monitor wird das Chuwi CoreBook Air fertig. Mehrere davon dürften aber deutliche Slowdowns verursachen.
Für leistungshungrigere Aufgaben wie Videoschnitt oder lokale KI Modelle ist das CoreBook Air eher eingeschränkt geeignet. Einfache Full HD Videoschnitt-Projekte ohne großartige Effekte und gelayerte Clips sind sicherlich möglich, mehr aber auch nicht. Kleinere LLMs sind durchaus lauffähig. Ein Test in LM Studio mit Google Gemma 3 4b kommt immerhin auf 11,24 Token/s mit vollem GPU Offloading. Das ist nicht pfeilschnell, aber halbwegs brauchbar. Der Geekbench AI Benchmark (1.6.0) kommt auf 4039 Single Precision, 4825 Half Precision und 3089 Quantized Score. Spiele meistert das CoreBook Air zumindest mit älteren Titeln halbwegs gut. GTA V läuft in HD-Auflösung auf normalen bis mittleren Einstellungen, soweit es der zugewiesene VRAM zulässt, mit 60fps. Wahrscheinlich wäre auch eine höhere Auflösung möglich, was jedoch eine VRAM Warnung auslöst, da nur 1GB Shared Memory zugewiesen wird. Dies lässt sich im allerdings im BIOS / UEFI Menü anpassen, wobei wir uns für den Test trotzdem auf die Werkseinstellungen konzentriert haben.
Für Multitasking ist ausreichend Arbeitsspeicher vorhanden. 16GB reichen für die Leistungsklasse aus. Verzichten muss man auf die Upgrade Möglichkeit, da der RAM im CoreBook Air verlötet ist. Dafür kommt Dual Channel RAM zum Einsatz, was bei Chuwi Laptops mit gesockeltem RAM meist nicht der Fall ist. Zudem wird schneller LPDDR5 RAM mit 6400MHz genutzt. Ein Vorteil davon ist eine höhere Energieeffizienz und geringere Latenz durch kürzere Signalwege. Man kann damit also durchaus leben, wenngleich es schön wäre, wenn Chuwi eine Option für 32GB RAM anbieten würde.
Benchmark Ergebnisse
Vergleich: Chuwi CoreBook Air (28W) vs. Chuwi UBox (45W)
Im Vergleich zwischen dem Chuwi CoreBook Air mit AMD Ryzen 5 6600H und dem Chuwi UBox Mini PC zeigt sich trotz des geringeren Power Limits des Chips im CoreBook Air Gleichstand bei der CPU Leistung. Überraschend ist, dass die GPU im 3DMark Steel Nomad Light Benchmark sogar etwas besser abschneidet. Dies dürfte dem RAM geschuldet sein. In der UBox kam gesockelter und langsamerer DDR5 Single Channel RAM zum Einsatz. Im Chuwi CoreBook Air ist es schnellerer, verlöteter LPDDR5 RAM mit Dual Channel Anbindung. Dies gleicht den Nachteil des geringeren Power Limits aus bzw. überkompensiert diesen in manchen Benchmarks.
Vergleich: Chuwi CoreBook Air vs. CoreBook X 7430U
Im Vergleich mit dem zuvor getesteten Chuwi CoreBook X mit AMD Ryzen 5 7430U Prozessor zeigt sich eine Überraschung. Das Chuwi CoreBook Air zieht mit seinem Ryzen 5 6600H deutlich vorbei. Die CPU ist zwischen 30 und 50% schneller. Bei der GPU zeigen sich Vorteile von über 100% in 3D Benchmarks. Das überrascht zunächst, da der Ryzen 5 6600H älter ist. Er bietet jedoch 6nm Fertigung statt 7nm und nutzt etwas höhere Taktraten für CPU und GPU. Zusammen mit dem erheblich schnelleren RAM (LPDDR5 vs. DDR4 mit höherer Taktrate und geringerer Latenz) sowie der besseren Anbindung (Dual Channel vs. Single Channel) kann das Chuwi CoreBook Air dadurch deutlich vorbeiziehen.
Kühlung
Das Chuwi CoreBook Air geht einen großen Kritikpunkt so gut wie aller bisher getesteten Chuwi Laptops an: Die Kühlung, oder genauer gesagt die Lautstärke des Lüfters und dessen Steuerung. Rein optisch hat sich beim CoreBook Air im Vergleich zur CoreBook X Serie nicht viel am Kühlsystem verändert. Der Lüfter sieht auf den ersten Blick gleich aus, der Kühlkörper mit Heatpipes und Radiator ebenso, wobei im CoreBook Air eine Doppel-Heatpipe verbaut ist.
Dennoch gibt es in der Lautstärke einen dramatischen Unterschied und das im positiven Sinne. Der Lüfter scheint überarbeitet worden zu sein, denn selbst auf voller Drehzahl dominiert mehr das Rauschen des Luftstroms und weniger das Surren oder Pfeifen eines Motors oder Rotors. Damit ist das Laufgeräusch erheblich angenehmer und gerade bei niedrigeren Drehzahlen bis geschätzt etwa 50% fast nicht hörbar und selbst kurz vor Maximum alles andere als störend. Die Geräuschkulisse erinnert an Apple's MacBooks, was insgesamt für ein hochwertiges Kühlsystem spricht.
Chuwi hat beim CoreBook Air allerdings auch deutlich an der Lüfterkurve gearbeitet. Bisher kannte man es von Laptops des Herstellers so, dass der Lüfter schon bei kurzen Last- und Temperaturspitzen sofort voll aufgedreht hat, nur um dann sofort wieder die Drehzahl zu reduzieren. Dieses Verhalten wurde jetzt durch eine Regelung ersetzt, die im Kern dem entspricht, was auch viele andere große Hersteller tun: Der Prozessor darf sich bis ans Maximum (95°C) aufheizen. Dabei dreht der Lüfter dezent hoch und erreicht erst maximale Drehzahl, wenn dies auch wirklich nötig ist, also in andauernden Lastsituationen. Dabei pendelt sich die Drehzahl dann auch langsam in einem Bereich ein, in welchem das System einen Temperaturwert um 75°C halten kann.
In der Praxis sorgt das dafür, dass das Chuwi CoreBook Air fast nie hörbar ist. Im normalen Office Betrieb wird man selten ein Geräusch wahrnehmen und wenn, dann beschränkt es sich auf ein ganz dezentes, sanftes Rauschen. Auch beim 4k60 Streaming von YouTube ist selbst ohne Ton kein störendes Geräusch wahrnehmbar, selbst wenn die Kühlung blockiert ist, während das Laptop z.B. auf einem Bett steht. Bei mittlerer Last wird das Rauschen deutlicher hörbar, ist aber weiterhin nicht störend und wird von sämtlichen anderen Geräuschen überlagert. Deutlich hörbares Rauschen wird erst bei sehr hoher Last hörbar, beispielsweise in Benchmarks, beim Spielen oder beim Nutzen von lokalen LLMs, wenn der Lüfter Vollgas geben muss.
Die Temperaturwerte bleiben dabei trotzdem im grünen Bereich. Im Mischbetrieb mit Surfen, Office Anwendungen und YouTube Videos über eine Stunde wird ein Durchschnitt von 47°C am CPU Die ermittelt. Die SoC Temperatur liegt im Schnitt bei knapp 44°C. Eine halbe Stunde FurMark resultiert in einer durchschnittlichen SoC Temperatur von knapp 67°C und knapp 74°C am GPU Die. Ein Prime 95 Test für über 30 Minuten liefert eine Durchschnittstemperatur von 77°C am CPU Die und 68°C am SoC Sensor. Insgesamt also völlig unproblematische Temperaturen trotz dem relativ leisen Betrieb.
Die gemessenen kurzen Spitzentemperaturen überschreiten nie 95°C. Thermal Throttling tritt nicht auf, nur Leistungsdrosselung durch das Power Limit auf 28W. Die Temperaturen am Gehäuse bleiben unauffällig. Im Office Betrieb wird die Unterseite des CoreBook Air handwarm. Bei andauernder Last wird sie wärmer, allerdings weit von unangenehm entfernt und deutlich unter 40°C. An der Tastatur lässt sich auch bei langer Volllast keine unangenehme Abwärme feststellen. Auf den Beinen fällt die Abwärme nicht negativ auf. Das Chuwi CoreBook X 7430U wurde im Vergleich mit deutlich lauterer Kühlung erheblich wärmer.
Lange Rede, kurzer Sinn: Besser als beim Chuwi CoreBook Air geht eine Laptop Kühlung im Grunde nicht. Sie ist leise, effektiv und führt nicht zu übermäßigem Aufheizen des Gehäuses. Well done, Chuwi - es wurde auch mal Zeit.
SSD
Bei der SSD verbaut Chuwi weiterhin nur eine 512GB SSD. Wer mehr Speicherplatz braucht, muss also aufrüsten, was dank M.2 2280 Slot problemlos möglich ist. Laut Chuwi kann in das CoreBook Air bis zu 1TB verbaut werden, wobei technisch nicht ersichtlich ist, warum nicht auch größere SSDs funktionieren sollten. Während ab Werk eine PCIe 3.0 SSD verbaut wird, kann auf Wunsch auch eine PCIe 4.0 SSD verbaut werden. Der Slot bietet entsprechende Unterstützung mit einer Anbindung von 4 Lanes.
Die werksseitig im Chuwi CoreBook Air verbaute SSD stammt im Gegensatz zur CoreBook X Serie diesmal von Techwin Semiconductor. Konkret wird hier das Modell TWSC TSC3AN512-F6Q10S verbaut. Die SSD liefert im Benchmark solide Lese- und Schreibraten, sowohl bei sequenziellem als auch zufälligem Zugriff. Für die Leistungsklasse dürfte das den meisten Anwendern völlig ausreichen. Zuverlässigkeitsprobleme wie korrupte Daten gab es im Stress Test mit größeren Datenmengen nicht.
Anschlüsse
Beim Test der USB Anschlüsse mit einer abwärtskompatiblen USB 4 SSD im USB 3.2 Gen2 Modus gab es keine negativen Überraschungen. Die beiden USB-C Ports an der linken Seite des CoreBook Air erreichen beide die beworbene Geschwindigkeit von 10Gbit/s. Der USB-A Port erreicht ebenfalls das Soll von 5Gbit/s. Der rechte USB-C Port unterstützt wie beworben lediglich USB 2.0. Die Stromversorgung ist an allen USB Ports problemlos. Eine 2,5" Festplatte im USB Gehäuse wird an sämtlichen Anschlüssen ohne zusätzliches Netzteil mit Energie versorgt.
Im Test der USB-C Features überzeugt das Chuwi CoreBook Air mit problemloser Kompatibilität. Verschiedene USB-PD Netzteile funktionieren reibungslos an beiden linken USB-C Ports. Ebenso die Stromversorgung über einen USB-PD fähigen Monitor. Ein 4k Bildschirm mit 60Hz konnte problemlos an beiden USB-C Ports betrieben werden. Auch USB-C Docks mit Videoausgabe lassen sich reibungslos nutzen. Am HDMI 2.1 Ausgang konnten wir einen 4k Fernseher mit 60Hz betreiben. Auch hier zeigten sich im mehrstündigen Betrieb keine Bildfehler oder Aussetzer.
Chuwi CoreBook Air Software
| Betriebssystem | Windows 11 Pro (Deutsch) |
| Lizenz | Ja (in UEFI hinterlegt) |
| Schadsoftware | Keine Funde |
| Bloatware | Nein (nur Chuwi Service App), Windows 11 Bloatware ab Werk entfernt, Microsoft Office mit Lizenz vorinstalliert |
| UEFI / BIOS | AMI Aptio (gesperrt, nur Basis-Einstellungen) |
| Alternative Systeme | Eingeschränkter Linux Support (getestet mit Ubuntu 25.10) |
Windows
Das Chuwi CoreBook Air wird mit Windows 11 Pro ausgeliefert - wie gewohnt mit Lizenz, die Aktivierung ist also erfolgreich. Das System bietet ab Werk deutsche Sprache zur Wahl und die Installation wurde angepasst um ohne Microsoft Konto sowie offline eingerichtet werden zu können. Zudem hat Chuwi die übliche Windows Bloatware entfernt. Vorinstalliert ist Microsoft Office Professional Plus 2024 und das sogar mit Lizenz. Die Windows Updates funktionieren problemlos.
Unschön ist leider, dass Windows Defender auf dem Chuwi CoreBook Air anschlägt. Gefunden wir hier ein "Trojaner" in der Service App von Chuwi. Trojaner ist hier absichtlich in Anführungsstrichen gesetzt, da es streng genommen keiner ist. Es handelt sich vielmehr um einen veralteten Treiber mit Sicherheitslücke, welcher von der Chuwi EasyCare App zum Auslesen der Systemstatistiken genutzt wird. Die Warnung stellt also eher ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann Chuwi EasyCare einfach deinstallieren, um das Problem zu lösen. Größeren Nutzen hat die Software ohnehin nicht. Weitere Details zur Problematik könnt ihr hier und hier nachlesen.
Chuwi hat uns gegenüber auf Anfrage folgendes Statement abgegeben:
Unsere Ingenieure haben das von Ihnen beschriebene Szenario in unserer Testumgebung intensiv geprüft. Bisher konnten wir das Problem jedoch nicht reproduzieren; das System lief in unseren Tests unter normalen Bedingungen stabil und ohne entsprechende Sicherheitswarnungen.
- Chuwi Kundenservice
Um sicher zu gehen, wurde anschließend das System mithilfe des offiziellen Restore Images von Chuwi auf eine zweite SSD neu installiert. Nach Installation aller Windows Updates, um auf denselben Stand wie die bisherige Installation zu kommen, wurde abermals ein Scan mit Windows Defender durchgeführt. Auch hier sprang Defender wieder auf den Hintergrundprozess von Chuwi EasyCare an. Eine Deinstallation der Software behebt das Problem. Insofern ist nicht nachvollziehbar, warum Chuwi das Problem angeblich nicht reproduzieren kann.
Die Treiber für das Chuwi CoreBook Air stehen genau wie das Restore Image im Chuwi Service Center zum Download bereit. Hierzu muss man die Seriennummer des Gerätes eingeben. Sollte Chuwi das Paket mal herunternehmen, haben wir euch eine Kopie des Treiber Pakets zum Download bei uns hochgeladen. Das Restore Image kann aus rechtlichen Gründen nicht gespiegelt werden.
Linux
Linux ist auf dem Chuwi CoreBook Air eingeschränkt nutzbar. Prinzipiell wird zwar die gesamte Hardware erkannt und es funktioniert auch alles reibungslos - bis auf Audio. Die internen Lautsprecher geben keinen Ton von sich, obwohl der Soundchip erkannt wird und auch funktioniert. Der 3,5mm Ausgang sowie das Mikrofon funktionieren nämlich. Lediglich die Lautsprecher bleiben stumm. Getestet wurde mit Ubuntu 25.10. Vermutlich benötigt das Laptop eine spezielle Pin Configuration, damit die Lautsprecher funktionieren.
BIOS / UEFI
Das BIOS / UEFI Menü ist beim Chuwi CoreBook Air gesperrt. Genutzt wird wie gewohnt die AMI Aptio Firmware. Zugänglich sind nur grundlegende Einstellungen. Die Tastatur-Beleuchtung lässt sich auf Betrieb ohne Timeout umstellen, die Funktionstasten auf Tastenkombination mit FN oder ohne FN. Den zugewiesenen festen Grafikspeicher kann man ebenfalls anpassen, ebenso den RAM Takt. Nicht zugänglich sind hingegen Power Limit Einstellungen für die CPU. Secure Boot ist standardmäßig aktiv, kann aber auch deaktiviert werden. Das Booten von USB Medien ist problemlos möglich.
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Chuwi CoreBook Air Konnektivität
| WLAN | RealTek Semiconductor RTL8852BE WiFi 6 802.11ax PCIe Adapter Bis zu 1800Mbit/s Brutto-Datenrate |
| Bluetooth | Bluetooth 5.2 Teil der RealTek WLAN Karte (USB Transport) |
Für WLAN und Bluetooth setzt das Chuwi CoreBook Air auf einen RealTek RTL8852BE Chipsatz, welcher fest auf dem Mainboard verlötet ist. Der Chipsatz bietet WLAN 6 Unterstützung mit maximal 1800Mbit/s Bruttodatenrate.
Im Test mit einer Fritz!Box 6660 Cable konnte neben dem Router ein Durchsatz von 747Mbit/s erzielt werden. Der Empfang hat sich im Test als exzellent erwiesen. In der Küche, welche die schlechteste Abdeckung im Haus hat und wo viele Geräte Aussetzer zeigen, bleibt die WLAN Verbindung mit dem CoreBook Air durchgehend stabil. Am üblichen Teststandort ein Stockwerk unter dem Router erreicht das CoreBook Air noch exzellente 314Mbit/s, behält also die 5GHz Verbindung bei.
Schwächer fällt hingegen die Bluetooth-Leistung aus. Bluetooth ist Teil des RealTek Chips und bietet maximal Unterstützung für Bluetooth 5.2. Im selben Raum wie das Chuwi CoreBook Air gibt es keine Probleme. Ein Xbox Controller und Bluetooth Kopfhörer verbinden sich ohne Probleme und lassen sich ohne Unterbrechungen nutzen. Bei Bluetooth Kopfhörern zeigen sich aber recht schnell Aussetzer im Ton. Ein Raum weiter geht in der Regel noch problemlos, doch bei zwei Räumen Distanz gibt es dann starke Störungen im Ton und ggf. auch komplette Verbindungsabbrüche. Insgesamt ist die Bluetooth Reichweite damit etwas unterdurchschnittlich. Wer sich nie weit vom Gerät entfernt, wird damit aber problemlos leben können.
Chuwi CoreBook Air Audio
| Lautsprecher | Stereo Lautsprecher (Unterseite) |
| Mikrofon | Stereo Mikrofon (neben der Webcam) |
| Weitere Merkmale | 3,5mm Anschluss (In + Out) |
Eine richtig große Überraschung sind die Lautsprecher im Chuwi CoreBook Air. Die Lautsprecher waren bei bisherigen Chuwi Laptops mit die größte Schwäche. Beim CoreBook Air gibt Chuwi an, die Lautsprecher verbessert zu haben. Und das ist keine leere Versprechung, sondern Tatsache. Ein High-End Soundsystem bekommt man zwar trotzdem nicht, doch das dürfte in der Preisklasse auch niemand erwarten.
Solide sind die Lautsprecher dennoch. Sie klingen gut, werden ordentlich laut und liefern auch bei hoher Lautstärke noch ein angenehmes Klangbild. Bässe kommen ebenfalls brauchbar durch. Insgesamt ist die Tonqualität vergleichbar mit gut klingenden Mittelklasse Smartphones. Also durchaus solide und brauchbar für die Beschallung nebenher, im Bett oder in sonstigen Situationen, wo man keinen High-End Sound braucht.
Einziger Makel ist die Positionierung der Lautsprecher an der Unterseite. Hier verdeckt man sie leicht, wenn man das Laptop auf den Beinen nutzt. Dadurch sinkt die Lautstärke und Klangfülle deutlich. Eine Positionierung an der Oberseite wäre die bessere Lösung gewesen, immerhin würde das CoreBook Air hier neben der Tastatur oder im Bereich des Scharniers genügend Platz bieten.
Zur Audioaufzeichnung bietet das Chuwi CoreBook Air ein Stereo Mikrofon. Dieses befindet sich neben der Webcam am oberen Bildschirmrand. Auch hier ist die Qualität überzeugend. Lüftergeräusch lässt sich durch die leise Kühlung im Ton nicht bis kaum wahrnehmen. Störgeräusche wie Pfeifen oder starkes Rauschen gibt es nicht und die Tonqualität ist solide mit ordentlicher Lautstärke und nur leicht dumpf. Insgesamt ist das Mikrofon für alles abseits des professionellen Einsatzes mehr als brauchbar.
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Chuwi CoreBook Air Webcam
Keine größeren Verbesserungen an der Bildqualität liefert das Chuwi CoreBook Air bei seiner integrierten 2MP Webcam. Diese kommt weiterhin recht rudimentär daher. Hat man keine größeren Ansprüche an die Bildqualität, verrichtet sie ihren Dienst. Wenn jedoch eine hohe Bildqualität erwartet wird, sollte eine externe Webcam genutzt werden. Videos werden in Full HD mit maximal 30fps aufgenommen.
Neu hinzugekommen sind allerdings Funktionen zur Verbesserung der Privatsphäre. Zum einen gibt es einen Schieber oberhalb der Kamera, mit dem sich ein Sichtschutz vor die Kamera schieben lässt. Dieser ist rot gefärbt, sodass man sofort erkennt, ob sich der Sichtschutz vor der Kamera befindet oder nicht. Darüber hinaus hat Chuwi dem CoreBook Air eine Status LED für die Webcam verpasst. Sobald die Kamera aktiv ist, leuchtet eine dezente weiße LED neben der Kamera. So lässt sich schnell erkennen, ob irgendeine Software ungewollt auf die Kamera zugreift.
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Chuwi CoreBook Air Akku
| Kapazität (Angabe) | 53 bis 55Wh |
| Ladeleistung | ca. 42 Watt |
| Wechselbar | Ja (verschraubt) |
| Ladetechnologie | USB-PD (über beide USB-C Ports links) Hochwertiges 65W USB-PD Netzteil im Lieferumfang enthalten |
Trotz des deutlich geringeren Gewichts vom Chuwi CoreBook Air wurde der Akku deutlich vergrößert. Von 46,2 Wattstunden beim letzten getesteten CoreBook X 7430U geht es beim CoreBook Air 6600H auf 55Wh (typisch) bzw. 53 Wattstunden (rated) rauf. Zusammen mit den in bestimmten Situationen effizienteren Prozessor ergibt sich dadurch eine deutlich gesteigerte Laufzeit.
Im Streaming Test kam das Chuwi CoreBook Air auf eine Laufzeit von rund 7 Stunden bei 50% Bildschirmhelligkeit (indoor reichen meist auch 40%). Das ist etwa eine Stunde mehr als beim zuletzt getesteten CoreBook X. Auch im Office Betrieb zeigt sich im Alltag nochmal eine längere Laufzeit. Je nach Last und Bildschirmhelligkeit sind hier Laufzeiten zwischen 5 und 8 Stunden realistisch.
Der Akku ist verschraubt und kann somit getauscht werden. In der Regel bekommt man einige Monate nach Verkaufsstart passende Ersatzakkus über Aliexpress*. Hier müsst ihr nach einem Akku mit der Modellnummer "505979-3S1P-2" für das Chuwi Modell "CWI652" Ausschau halten. Mit etwas Glück wird man neben Aliexpress auch bei eBay fündig*.
Abseits davon wurde beim Chuwi CoreBook Air auch die Ladezeit verkürzt. Der Akku lädt trotz höherer Kapazität in etwas mehr als einer Stunde von 20% auf 100%. Grund hierfür ist eine erhöhte Ladeleistung. Diese liegt bei rund 40 Watt gegenüber rund 20 Watt beim zuvor getesteten CoreBook X. Eine größere Abwärme entsteht dadurch beim Aufladen nicht. Die Ladezeit verlängert sich im hochgefahrenen Zustand in der Regel nicht, da ja noch 25 Watt für den Eigenverbrauch übrig bleiben.
Das mitgelieferte 65 Watt Netzteil ist dasselbe wie beim CoreBook X 7430U. Es wird nicht unangenehm warm und gibt keinerlei Geräusche von sich. Die Kabellänge ist mit rund 2 Metern üppig und kann bei Bedarf durch Tausch des Netzkabels vergrößert werden. Stärkere Netzteile führen beim Chuwi CoreBook Air nicht zu einer gesteigerten Ladeleistung des Akkus. Getestet wurde dies mit einem 120W Smartphone Netzteil sowie einem USB-C Monitor mit 90W USB-PD.
Beim mitgelieferten Netzteil handelt es sich um einen Standard USB-PD Charger. Es kann somit auch problemlos zum Laden anderer Geräte wie Smartphones, Tablets oder Notebooks anderer Hersteller genutzt werden.
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Chuwi CoreBook Air Test Fazit
Das Chuwi CoreBook Air ist ein gelungenes Ultrabook, das in vielen Bereichen Fortschritte gegenüber der CoreBook X Serie macht. Mit nur 1003g ist es deutlich leichter und damit angenehmer zu transportieren, ohne dabei bei der Verarbeitung größere Kompromisse einzugehen. Im Gegenteil, die Qualität wirkt an einigen Stellen sogar noch hochwertiger als bei den Vorgängern. Besonders hervorzuheben ist die gelungene Kühlung, die endlich leise arbeitet, effektiv kühlt und nicht mehr bei jeder Kleinigkeit auf volle Drehzahl geht. Auch die Lautsprecher haben einen enormen Sprung nach vorne gemacht und sind nun durchaus brauchbar. Tastatur und Touchpad bewegen sich auf einem hohen Niveau und die Akkulaufzeit fällt mit meist etwa 7 Stunden im Office Betrieb sehr gut aus. Der AMD Ryzen 5 6600H liefert solide Alltagsperformance und schlägt trotz reduziertem Power Limit den neueren Ryzen 5 7430U im CoreBook X deutlich - vor allem bei der Grafikleistung.
Auf der anderen Seite gibt es auch Rückschritte. Das Display mit seiner Full HD Auflösung und nur 67% sRGB Abdeckung ist ein deutliches Downgrade gegenüber den CoreBook X Modellen. Wer an höhere Auflösungen gewöhnt ist, wird sich erst einmal umgewöhnen müssen. Qualitativ und farblich macht das Display trotzdem eine gute Figur und ist im Freien durch das Anti-Glare-Finish besser ablesbar. Der Wegfall eines USB-A Ports könnte für manche Nutzer störend sein, ebenso wie das Fehlen eines SD Kartenlesers. Im Gegenzug gibt es zwei vollwertige USB-C 10Gbit Ports mit Videoausgabe und endlich auch HDMI 2.1. Die Bluetooth Reichweite fällt unterdurchschnittlich aus und der RAM ist verlötet, eine Erweiterung ist also nicht möglich. Dafür bietet der verlötete LPDDR5 RAM höhere Effizienz und Taktrate sowie geringere Latenz. Die Tastatur bleibt weiterhin aufs QWERTY Layout beschränkt.
Das Chuwi CoreBook Air eignet sich zusammengefasst für alle, die ein leichtes und mobiles Ultrabook für einfachere Office Arbeiten, Surfen und Multimedia Konsum suchen und dabei nicht auf ein hochauflösendes Display mit breitem Farbraum angewiesen sind. Wer ein zuverlässiges Arbeitsgerät mit guter Akkulaufzeit und angenehm leiser Kühlung zu einem attraktiven Preis sucht, macht mit dem CoreBook Air wenig falsch. Für kreative Tätigkeiten mit hohen Ansprüchen an die Farbdarstellung oder für anspruchsvolle Bild- und Videobearbeitung ist das Gerät hingegen weniger geeignet. Hier wäre mehr RAM, ein schnellerer Prozessor und ein besseres Display nötig.
Vorteile
- Sehr geringes Gewicht von nur 1003g bei guter Verarbeitung
- Schickes Design in Dunkelblau mit hochwertigem Erscheinungsbild
- Verbesserte Touchpad Verarbeitung gänzlich ohne jedes Spiel
- Stabiles Scharnier mit 180 Grad Öffnungswinkel und einhändigem Öffnen
- Exzellente und endlich leise Kühlung mit intelligenter Lüftersteuerung (vergleichbar mit Lautstärke und Lüfterkurve in Apple's MacBooks)
- Zwei vollwertige USB-C Ports mit je 10Gbit/s, USB-PD und Videoausgabe
- HDMI 2.1 Port für moderne Displays
- Hochwertige Tastatur mit gleichmäßiger zweistufiger Beleuchtung und exzellentem Schreibgefühl, optional Beleuchtung ohne Timeout
- Großes Precision Touchpad mit hoher Präzision, gleitfähiger Oberfläche und problemlosem Multitouch
- Schneller 16GB LPDDR5 Dual Channel RAM mit 6400MHz
- Deutlich bessere Performance als CoreBook X 7430U trotz älterem Prozessor, kein Coil Whine unter Last
- Display mit Anti Glare Finish für bessere Außentauglichkeit
- Sehr gute Akkulaufzeit von bis zu 5 bis 8 Stunden im Office Betrieb je nach Helligkeit & Last
- Schnelles Laden in etwas über einer Stunde dank 40W Ladeleistung
- Deutlich verbesserte Lautsprecher mit angenehmem Klangbild und auch etwas Tiefgang
- Gutes Stereo Mikrofon ohne störende Nebengeräusche
- Physischer Sichtschutz und Status LED für die Webcam
- Exzellente WLAN Reichweite und Empfang, ordentliche Wi-Fi 6 Performance
- Windows 11 Pro ohne typische Bloatware, mit Microsoft Office Professional Plus 2024, mit Offline Einrichtung
- Flexible Stromversorgung über USB-PD Standard
- Wechselbarer, nicht verklebter Akku mit 55Wh Kapazität
- Alle Schrauben ohne entfernen der Gummifüße zugänglich
- Verbesserte Indikator LEDs mit Warnung bei niedrigem Ladestand, Caps Lock LED in Caps Lock Taste, Power LED neben separater Power Taste
- BIOS Optionen invertierte Funktionstasten
Nachteile
- SSD nur nach vollständigem Abnehmen der Bodenplatte zugänglich
- Bodenplatte mit Clips befestigt, erschwert das Öffnen aber verbessert Sitz und Stabilität
- Ausschließlich QWERTY Tastaturlayout verfügbar, keine QWERTZ Option
- Display mit niedriger Full HD Auflösung statt 2k
- Nur 67% sRGB Abdeckung
- Moderate Maximalhelligkeit von etwa 321 Nits
- RAM mit 16GB verlötet, keine Aufrüstung möglich, keine 32GB RAM Option verfügbar
- Nur ein USB-A Port statt zwei
- Kein SD oder MicroSD Kartenleser
- Dritter USB-C Port nur mit USB 2.0
- Unterdurchschnittliche Bluetooth Reichweite (nur ein Problem wenn man sich weiter vom Laptop entfernt)
- Lautsprecher an der Unterseite positioniert
- Webcam weiterhin nur mit durchschnittlicher Bildqualität
- Linux Support ohne interne Lautsprecher (Mikrofon und 3,5mm funktioniert)
- Chuwi EasyCare App mit Sicherheitslücke (veralteter Treiber), löst Trojaner Warnung in Windows Defender aus
- Scharnier etwas leichtgängiger, Öffnungswinkel kann sich bei Bewegung verändern, im Gegenzug kann das Laptop ohne Gegenhalten geöffnet werden