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Oppo N1 16GB N-Lens Kamera Smartphone Testbericht / Review

Oppo N1 16GB N-Lens Kamera Smartphone Testbericht / Review

Lange haben wir das Oppo N1 erwartet, und jetzt halten wir es endlich in den Händen. Doch schafft es die Erwartungen zu erfüllen? In diesem Testbericht erfahrt ihr mehr.

Verpackung

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Geliefert wurde uns das Oppo N1 von OppoStyle direkt aus England (London). Der Versand erfolgte einen Tag nach der Bestellung und war dann einen weiteren Tag später bei uns. Zollkosten fielen keine an, das England ja EU Mitglied ist. Das Gerät war sehr gut in einem gepolsterten Umschlag verpackt. Darin befand sich dann die O-Click Remote in einer kleinen Schatulle aus Polycarbonat und ein EU Netzteil. Das Oppo N1 selbst war zusammen mit dem Zubehör in einer extra Pappschachtel verpackt. In dieser Schachtel fanden wir dann die oben sichtbare Verpackung des Oppo N1, welche ebenfalls aus Polycarbonat besteht und mit einem metallenen Oppo-Logo versehen ist. Daneben lag noch das EasyCover, welches von einer transparenten Plastikbox geschützt war.

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Öffnet man die große Polycarbonatbox, so lächelt einen der sorgfältig geordnete Inhalt an. Links befindet sich das Smartphone, rechts oben eine Box mit dem USB Kabel und dem Original-Netzteil (lustigerweise auch mit deutschem Stecker) und rechts unten dann ein kleiner Würfel auf dem der mitgelieferte Kopfhörer aufgewickelt ist. Nimmt man dann noch das mit Oppo beschriftete Papierstück ab, auf dem das Smartphone gelegen hat, so findet man einen kleinen Papierumschlag. Klappt man diesen auf, so findet man zunächst einmal das SIM Werkzeug in from eines "Oppo O's" vor. Klappt man weiter auf, so kommen zwei Dokumente zum Vorschein: Eine Kurzanleitung und ein Heft mit wichtigen Hinweisen.

Zwischenfazit: Schon beim Öffnen der Umverpackungen wird klar, dass man es hier nicht mit einem 0815 Smartphone zu tun hat.

Lieferumfang und Qualität

In Sachen Lieferumfang und Qualität des Zubehörs spielt Oppo hier wirklich ganz oben mit. Wer hier der Meinung war, dass Apple mit seinem iPhone hier ganz oben mitspielt, wird sich nach dem Auspacken des Oppo N1 fragen wofür er bei Apple 900€ für ein iPhone ohne Vertrag zahlen muss. Der Lieferumfang kann sich hier wirklich sehen lassen. Da ist zunächst einmal die kleine O-Click Remote. Diese kleine Bluetooth Fernbedienung kann an den Schlüsselbund angebracht werden und dient als Kameraauslöser und zum Auffinden des Geräts. Schon dieses kleine Gerät ist sehr gut verarbeitet und besteht aus hochwertigem Kunststoff und einem Metallring. Auch die Verpackung dieses Gadgets ist sehr hochwertig wie unten auf den Bildern zu sehen ist.

Erwähnenswert ist auch die Schutzhülle, welche von Oppo als "EasyCover" bezeichnet wird. Diese besteht aus einem papierähnlichen aber sehr stabilen Material und die Schale selbst ist aus festem Kunststoff gefertigt. Innen ist die Hülle mit Filz ausgekleidet, um keine Kratzer zu verursachen. Die Hülle sitzt sehr fest auf dem Gerät und das Smartphone rastet richtig in ihr ein. Ebenfalls erwähnenswert: Beim Aufklappen geht das Smartphone automatisch an, beim Zuklappen logischerweise aus. Auch das Touchpad auf der Rückseite des Geräts kann bei Verwendung der Hülle immer noch bedient werden.

Weiter geht es mit den beiden Netzteilen. OppoStyle liefert hier für die Deutschen ein eigenes kleines Netzteil mit, welches mit CE Zeichen ausgestattet ist. Im Grunde ist das überflüssig, denn auf das originale Netzteil trifft dies auch zu. Dieses ist allerdings etwas größer. Somit kann der Kunde also entscheiden welches er letztendlich verwenden will. Beim mitgelieferten Micro USB Kabel handelt es sich um ein ganz normales weißes Kabel. Der mitgelieferte Kopfhörer ist sehr hochwertig verarbeitet. Stecker und Hörer bestehen zum Großteil aus Aluminium. Außerdem sind die Hörer leicht gebogen, wo mit sie direkt in den Gehörgang gleiten und somit optimal sitzen und für gute Schalldichte sorgen. Eine kleine Rufannahmetaste ist auch eingebaut. Der Klang der Kopfhörer ist wirklich sehr gut. Sie klingen sehr klar, laut und haben eine äußerst gute Basswiedergabe. Man könnte sie mit einem Wort bewerten: Bäääm!

Das letzte erwähnenswerte Zubehör ist, man glaubt es kaum, die Anleitung. Diese beinhaltet nicht nur ein paar Basics zur Bedienung des Geräts, sondern auch allgemeine Informationen, Sicherheitshinweise und - was ich persönlich sehr vorbildlich finde - Angaben zu den SAR Werten des Geräts. Hier geht Oppo also mit sehr gutem Beispiel voran, was man von einem Premium-Hersteller auch erwarten darf.

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Zwischenfazit: Der Lieferumfang des Oppo N1 ist einfach rundum lobenswert. Auch die Qualität des Zubehörs ist äußerst zufriedenstellend und eine echte Kampfansage gegenüber anderen "premium Herstellern".

Das Oppo N1 im Detail

Genug zum Zubehör, wenden wir uns also einmal dem Objekt der Begierde vor. Nach dem Entfernen der Schutzfolien vom Gerät präsentierte sich uns ein schönes und gut verarbeitetes Gerät. Was auf den ersten Blick nicht klar ist, das Oppo N1 besteht aus Aluminium, welches allerdings weiß lackiert ist. Dadurch hat es ein recht schönes Gewicht von 215g und fasst sich recht kühl an, was gleich einen hochwertigen Eindruck erweckt. Durch den 5,9" Bildschirm ist man von der Größe zunächst einmal erschlagen. Doch wie sich im weiteren Testverlauf herausstellte, gewöhnt man sich an die Größe sehr schnell.

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Das Design des Oppo N1 wirkt sehr aufgeräumt. Auf der Oberseite finden wir hier den Hörer, den Helligkeitssensor und einen Annäherungssensor. Diese sind in das rotierbare Kameramodul eingebaut. Darunter befindet sich dann der große 5,9" Bildschirm, welcher noch einmal von einem dünnen schwarzen Rahmen umfasst ist. Der Bildschirm ist etwas tiefer als der Rest des Gehäuses, was eine versehentliche Bedienung verhindert, da man genau spürt wo das Gehäuse endet und der Bildschirm beginnt. Eine sehr schöne Idee wie wir finden. Auf der unteren Hälfte befinden sich dann nur noch die üblichen Soft-Buttons. Diese sind hier in Blau beleuchtet. Gut gefallen haben uns am Design die leichte Rundung auf der oberen und unteren Seite. Das ganze sieht einfach viel eleganter und hochwertiger aus, als das klassische quadratische Smartphonedesign.

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Auf der Rückseite finden wir dann oben die N-Lens Kamera sowie zwei LED Blitze. Diese dienen zur Farbabstimmung des Blitzlichtes, aber dazu später noch mehr. Direkt darunter finden wir dann ein kleines Loch, welches ein Umgebungsmikrofon beherbergt. Gleich darunter befindet sich dann das Oppo Logo. Dieses ist nicht gedruckt oder aufgeklebt, sondern wurde in die Rückseite gefräst und dann einfach beim lackieren ausgespart. Direkt darunter befindet sich dann noch das Touch Feld (O-Touch) in Form eines Quadrats. Dieses ist ganz fein auf der Oberfläche aufgezeichnet, was auf den Bildern leider nicht zu sehen ist. Man fühlt es aber, was die Bedienung einfacher machen soll. Auf der unteren Hälfte befindet sich hier im Gegensatz zu anderen Smartphones nichts.

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Um das Smartphone herum führt dann noch ein kleiner Metallrahmen. Dieser ist auf der Oberseite auch weiß lackiert, die Kanten sind allerdings unlackiert und glänzend. Dies setzt einen schönen Akzent. Dieser Rahmen dient anscheinend auch als Antenne. Auf der linken Seite befindet sich außerdem der Slot für eine Micro SIM Karte, auf der unteren Seite das Sprachmikrofon, der Kopfhöreranschluss, der Micro USB Port und der Lautsprecher, rechts befinden sich eine Lautstärkewippe und der Ein/Aus-Schalter. Oben befindet sich im Normalfall nichts, man kann aber die Kamera so drehen, dass sie in diese Richtung zeigt.

Zwischenfazit: Das Design des Oppo N1 mag vielleicht Anfangs gewöhnungsbedürftig sein, doch hat man sich daran gewöhnt ist es ein sehr schönes Gerät. Auch die Verarbeitung stimmt und ist durchweg hochwertig. Besonders gefallen hat uns hier die geringe Dicke des Geräts.

Display

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Beim Display des Oppo N1 handelt es sich um ein 5,9" großes IPS Panel mit Direktlaminierung. Gorilla Glass 2 Touch Panel und das eigentliche Display sind also direkt miteinander verklebt. Dies lässt den Eindruck entstehen, dass das Bild direkt auf dem Glas dargestellt wird. Das Panel löst mit 1920 x 1080 Pixel auf und hat eine Pixeldichte von 480dpi. Bei einem hochpreisigen Gerät sind die Anforderungen an das Display natürlich etwas höher als bei einem günstigeren Gerät. Dennoch wurden wir hier im Test nicht enttäuscht.

Das Display stellt Inhalte wirklich sehr natürlich dar. Die Farben wirken keineswegs zu blass oder zu stark, hier wurde ein gesundes Mittelmaß gefunden. Auch erfreulich ist, dass das Display nicht zu hell ist. Die Helligkeit ist stets sehr angenehm und auch die automatische Regelung funktioniert hervorragend. Die Ausleuchtung ist sehr gleichmäßig und wir konnten keine Unregelmäßigkeiten erkennen. Im Freien ist das Display auch sehr gut ablesbar. Auch die Schwarzwerte sind sehr lobenswert. Schwarz ist fast wirklich schwarz, was bei LCD Bildschirmen nicht immer der Fall ist.

Da es sich um ein IPS Display handelt, ist auch die Betrachtung des Bildschirms aus extremen Blickwinkeln kein Problem. Hier nimmt zwar die Helligkeit des Bildes merklich ab, allerdings bleiben die Farben stabil und invertieren nicht. Dies wird durch die unten stehenden Bilder verdeutlicht.

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Zwischenfazit: Das Display ist wirklich in Ordnung und lässt im Grunde keine Wünsche offen. Wenn überhaupt, ist der einzige Kritikpunkt die abnehmende Helligkeit bei extremen Blickwinkeln. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau.

Hardwareleistung

Zwar verbaut Oppo im N1 nicht den aktuellsten Prozessor, dennoch kann sich die Leistung aber sehen lassen. Verbaut ist ein Snapdragon 600 Quad Core Prozessor der mit 1,7GHz taktet. Die genaue Bezeichnung lautet APQ8064. Dem Prozessor stehen eine Adreno 320 GPU und 2GB RAM zur Seite. Damit hat das Oppo N1 einiges an Leistung für alles was man so mit einem Smartphone macht. Die Oberfläche des Betriebssystems reagiert durchgehen flüssig, Wartezeiten kommen nicht auf. Auch beim Surfen gibt es keine Engpässe. Selbst mehrere große Seiten auf einmal bringen das Gerät nicht ins Schwitzen.

Im Antutu Benchmark erreichte das Oppo N1 in unserem Test eine Punktzahl von 26.006 Punkten. Damit liegt das Oppo N1 zwischen dem HTC One und dem Samsung Galaxy S4. Im Antutu 3D Rating Benchmark erreichte das Oppo N1 eine Punktzahl von 4698 Punkten. 3D Mark zeigte im 720p Benchmark "Maxed Out", im 1080p Benchmark 7041 Punkte und im Unlimited Benchmark 10354 Punkte an. Die Benchmark Ergebnisse bestätigen sich beim Spielen von anspruchsvollen Spielen. Real Racing 3 wird durchgehend flüssig ausgeführt, und auch mit dem neuen Grafikkracher Asphalt 8 hat das Smartphone keine Probleme.

Erwähnenswert ist dabei, dass das Oppo N1 auch bei voller Auslastung einen kühlen Kopf bewahrt. Die Temperatur des Gehäuses steigt dabei nur ganz wenig an, was vielen gefallen dürfte, da eine starke Wärmeentwicklung oft als unangenehm empfunden wird.

Zwischenfazit: Zwar führt das Oppo N1 in Sachen Leistung keine Topliste an, doch für den Preis ist die Leistung dennoch angemessen. Mehr Leistung werden zu diesem Zeitpunkt wohl eh die wenigsten benötigen.

Empfangsleistung und Audioqualität

Die Empfangsleistung des Oppo N1 im GSM und 3G Betrieb stellte und im Test sehr zufrieden. Zwar brach im Büro der 3G Empfang ab, doch das ist bei den meisten Smartphones der Fall. Das kürzlich getestete JiaYu G5 war hier eine echte Ausnahme. Dafür hatten wir im restlichen Gebäude und auch im Freien kaum einen Empfangsabbruch. Beim Telefonieren funktionierte ebenfalls alles reibungslos und in durchweg guter Qualität.

Der WLAN Empfang des Geräts ist dagegen sehr gut. Das Oppo N1 erreichte hier ähnliche Ergebnisse wie das JiaYu G5 und schlug damit viele andere Geräte um Längen. Der GPS Empfang war im Test ebenfalls sehr gut. Wir aktivierten das GPS bereits im Gebäude und hatten nahezu sofort einen Fix mit 8 Satelliten und 27 Metern Genauigkeit. Sofort nach dem Wechsel ins Freie waren es dann 16 Satelliten und eine Genauigkeit von 3 Metern. Damit ist eine sehr genaue Lokalisierung möglich, was gerade den Geocachern viel Freude bereiten dürfte. Die Bluetooth Leistung ist auch sehr gut, es hab keine Störungen und unser Headset funktionierte auch zwei Räume weiter noch problemlos.

Liebhabern von Musik werden mit dem Oppo N1 auch viel Freude haben, egal ob über den internen Lautsprecher oder über die mitgelieferten Kopfhörer. Der interne Lautsprecher schlug in Klangqualität alles bisher getestete. Musik wird selbst bei voller Lautstärke klar und ohne Verzerrungen oder Scheppern wiedergegeben. Selbst Bässe werden überraschend stark wiedergegeben, was das Anhören von Musik zum Genuss macht. Die Klangqualität und Lautstärke ist mit den Lautsprechern eines MacBook Pro 13" vergleichbar. Wer es richtig krachen lassen will, der sollte dennoch zu den mitgelieferten Kopfhörern greifen. Diese Ohrhörer sind leicht gebogen und rutschen damit einwandfrei in den Gehörgang, was einen guten Sitz garantiert. Außerdem sind sie recht dicht und Töne von Außen gelangen kaum mehr in das Ohr. Die Klangqualität ist trotz der geringen Größe sehr sehr gut. Auch hier kann eine sehr hohe maximale Lautstärke erreicht werden ohne das der Klang verzerrt wirkt. Die Basswiedergabe ist bombastisch und sogar virtueller Surround Sound ist kein Problem. Sieht man mit den Kopfhörern einen Film an, so vergisst man öfters auch, dass man den Ton über Kopfhörer hört und denkt, man sitzt vor einem Heimkinosystem. Wirklich beeindruckend.

Zwischenfazit: Das Oppo N1 überzeugt hier in allen Kategorien. Doch die mitgelieferten Kopfhörer sind das Sahnehäubchen. Hier hat man es wirklich mit einem High-End Produkt zu tun.

Oppo N-Lens Kamera

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Bei der im Oppo N1 verbauten Kamera handelt es sich um die von Oppo entwickelte N-Lens Kamera. Diese Weitwinkelkamera (F/2.0) besteht aus 6 Linsenelementen und löst mit 13 Megapixel auf. Außerdem kann das gesamte Kameramodul um 120° gedreht werden, was den Einsatz in nahezu jeder Richtung ermöglicht, ohne den Blick auf das Display zu verlieren. Laut Oppo wurde dieser Rotationsmechanismus 100.000 mal getestet, was in einer Lebensdauer von 7 Jahren bei 40 Rotationen am Tag resultiert. Außerdem wurde die Kamera laut Oppo in mehr als 100 Szenarien getestet, um beim Endkunden gute Ergebnisse zu garantieren. Die N-Lens Kamera wird in 0,6 Sekunden aktiviert, unterstützt Langzeitbelichtung bis zu 8 Sekunden und unterstützt Oppo's aktualisierte Algorithmen zur Verschönerung von Portraits (u.A. digitales Makeup).

In unseren Tests überzeugte die Kamera in fast allen Kategorien und stellte uns sehr zufrieden. Bei Tageslicht lassen sich mit dem Oppo N1 richtig schöne und scharfe Bilder machen, welche von der Qualität her meist mit der einer Kompaktkamera mithalten können.

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Auch Makroaufnahmen gelingen mit der Kamera sehr gut und mit schön vielen Details.

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Weiter geht es mit Spezialfunktionen wie HDR Aufnahmen. Bei HDR Aufnahmen werden je ein unterbelichtetes, ein normales und ein überbelichtetes Bild aufgenommen. Diese werden dann zusammengemischt. Dadurch entstehen Aufnahmen mit viel Kontrast und farblich äußerst stimmungsvollen Eindrücken. Solche Bilder gelingen mit dem Oppo N1 sehr gut, es sei denn es ist sehr dunkel. Bei zu wenig Licht rauscht die N-Lens Kamera nämlich gerne mal und das auch teils extrem. Bei ausreichenden Lichtverhältnissen kann man aber wirklich eindrucksvolle Aufnahmen machen.

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Zu guter letzt haben wir auch die Langzeitbelichtungs-Funktion der N-Lens Kamera getestet. Auch diese funktioniert sehr gut und ermöglicht interessante Aufnahmen. Allerdings darf man keine 100% scharfen Aufnahmen erwarten sofern man auf ein Stativ für Smartphones verzichtet.

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Wer sich wundert, warum Oppo in das N1 zwei LED Blitze einbaut, der findet hier eine Antwort: Die beiden LED Blitze haben einen unterschiedlichen Farbton. Dadurch kann die Lichtfarbe optimal auf das zu fotografierende Objekt angepasst werden, was optimale Aufnahmen mit unverfälschten Farben ermöglicht. Im Praxiseinsatz funktioniert dies auch sehr gut, der Blitz könnte aber ein wenig heller sein. Für kleinere Räume ist er zwar ausreichend, bei großen Räumen versagt er aber völlig. Hier war das von uns getestete Meizu MX3 besser.

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Videoaufnahmen in 1080p gelingen auch hervorragend. Dabei gibt es auch zwei tolle Features: Videoaufnahmen in HDR und eine Zeitlupe.

Zwischenfazit: Die Kamera im Oppo N1 ist die beste bisher von uns getestete Kamera in einem Smartphone. Zwar hat sie bei schlechten Lichtverhältnissen Probleme mit Schärfe und Rauschen, doch in allen anderen Situationen entstehen damit großartige Bilder. 

Akkulaufzeit

Etwas, das viele vom Kauf des Oppo N1 zurück halten dürfte ist wohl der fest verbaute Akku, welcher nicht ohne weiteres selber getauscht werden kann. Unserer Meinung nach ist das aber gar kein so großes Problem. Oppo hat ja nun den Schritt auf den europäischen Markt gewagt und vertreibt hier die Smartphones über den Shop OppoStyle in England. Somit ist es im Falle eines Defekts recht einfach den Akku tauschen zu lassen und man muss sich nicht mit dem Versand nach China sowie den komplizierten Zollformalitäten herumschlagen. Im übrigen dürfte der Akku sowieso einige Zeit halten, denn Oppo verbaut im N1 eine hochwertige Sony Zelle mit 3.610mAh.

Die Akkulaufzeit im täglichen Betrieb ist trotz des großen Displays sehr zufriedenstellend. Selbst Anwender die viel spielen, werden mit dem N1 einen guten Tag auskommen ohne an die Steckdose zu müssen. Durchschnittliche Anwender können Akkulaufzeiten von 2 bis 2,5 Tagen erreichen. Geht man sehr sparsam mit dem Gerät um und aktiviert den Energiesparmodus, so sind auch 4 Tage locker drin. Im Akku & Batterie HD Benchmark wurden die folgenden Werte erreicht:

  • Leerlauf (Display an, WLAN an, GSM an, keine Apps): 16 Stunden 14 Minuten
  • Standby: 150 Stunden
  • Musik: 16 Stunden 54 Minuten
  • Video: 18 Stunden 49 Minuten
  • Internet (WLAN): 16 Stunden 40 Minuten
  • Internet (3G): 4 Stunden
  • Sprechzeit (2G): 16 Stunden 50 Minuten
  • Sprechzeit (3G): 9 Stunden 37 Minuten
  • 2D Spiele: 5 Stunden 48 Minuten
  • 3D Spiele: 4 Stunden

Das Aufladen des Akkus dauert übrigens ein bisschen länger als bei anderen Smartphones. Am Netzteil dauert es von 25% auf 100% rund 2 Stunden. Am Computer dagegen bis zu 6 Stunden. Hängt das Gerät bei 100% Ladezustand zu lange am Ladegerät, so wird der Ladevorgang übrigens abgebrochen. Dies ist auch sinnvoll, denn Lithium Akkus mögen eine Lagerung bei 100% Ladezustand nicht besonders. Hier hat Oppo definitiv mitgedacht.

Zwischenfazit: Mit dem Akku geht das Oppo N1 sehr sparsam um, und man merkt auch, dass hier Qualität verbaut wurde. Leider sind die Ladezeiten etwas hoch, was aber angesichts der langen Laufzeit verschmerzbar ist.

Color OS

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Auf dem Oppo N1 kommt standardmäßig das von Oppo entwickelte Color OS zum Einsatz, welches auf Android in der Version 4.2.2 basiert. Mit Color OS hat Oppo einige Anpassungen an Android vorgenommen, welche uns im Test sehr gut gefallen haben. Wie auf dem obigen Screenshot zu sehen ist, unterstützt Color OS auch OTA Updates, aber das ist bei einem Gerät in dieser Preisklasse auch zu erwarten. Besonders lobenswert ist übrigens, dass Oppo sein Color OS auch auf Deutsch übersetzt hat. Dies ist größtenteils ohne Fehler gelungen, und nur an wenigen Stellen ist die Oberfläche noch auf Englisch. Dies wird aber bestimmt noch mit einem späteren Update behoben.

Bei der Entwicklung des Color ROMs hat Oppo auf einfache Bedienbarkeit und Übersichtlichkeit geachtet. Dies ist Oppo auch wirklich gut gelungen. Der Homescreen wirkt sehr aufgeräumt und übersichtlich und lässt sich intuitiv bedienen. Ein Wisch mit dem Finger nach oben bringt die Einstellungen für den Homescreen zu Tage, das zusammenziehen von zwei Fingern lässt die Homescreen-Übersicht erscheinen, auf der neue Homescreens hinzugefügt und Alte entfernt werden können. Eine weitere nette Idee ist die Unterstützung von Ordnern nicht nur auf dem Homescreen, sondern auch im App-Drawer. Hier kann man übrigens auch Apps direkt deinstallieren. Dazu tippt man einfach für längere Zeit auf eine App, woraufhin der vom iPhone bekannte Wackeleffekt erscheint. Dann kann man die gewünschten Apps mit einem Klick auf das Kreuz deinstallieren. Ein Doppeltippen auf die Hometaste bringt übrigens eine Übersicht laufender Apps zum Vorschein. Dort kann man auch mit einem Klick alles beenden und somit RAM freigeben.

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Der aufgeräumte Eindruck setzt sich auch in den Einstellungen fort. Hier finden sich auch Smartphone Neulinge zurecht. Neben den Standardeinstellungen hat Oppo hier auch Einstellungen für seine O-Touch und O-Click Features eingebaut. Eine weitere nützliche Kategorie sind die Sicherheitseinstellungen. Hier kann man einen Gastmodus und Urlaubsmodus aktivieren sowie installierte Apps verschlüsseln. Eine weitere nützliche Funktion ist der Stromsparmodus. Hier wird der Prozessortakt reduziert und die Bildschirmhelligkeit auf ein Minimum reduziert. Lobenswert sind auch die Display Einstellungen. Hier kann man nicht nur die Android typischen Einstellungen anpassen, sondern auch Dinge wie die Schriftart verändern und den Ladezustand in Prozent zeigen lassen.

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Der Rest der Systemanwendungen wurde von Android übernommen, aber mit einem eigenen Design versehen. Zudem hat Oppo noch einen eigenen Musikplayer, eine Cloud Anwendung zur Sicherung von Daten und eine eigene Tastatur hinzugefügt, welche wesentlich besser funktioniert als die Stock-Tastatur von Android. Sie verfügt auch über ein deutsches Layout und Wörterbuch.

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Zwischenfazit: Mit dem Color ROM hat Oppo ein schönes Stück Software geschaffen, das bugfrei und stabil ist. Wenn in die nächsten Versionen noch eine leicht verbesserte Übersetzung eingepflegt wird ist es perfekt. Besonders schön finden wir, dass das Color ROM auch für Einsteiger gut geeignet ist, dabei aber dennoch auch für anspruchsvollere Benutzer frustfrei zu verwenden ist.

Fazit

Mit dem N1 hat Oppo ein großartiges Smartphone geschaffen, welches eine echte Konkurrenz zu hochpreisigeren Geräten von anderen und bekannteren Marken darstellt. Hier stimmt das Gesamtpaket: Großartiges Zubehör, großartige Verarbeitung, großartige Kamera, sehr gute Empfangsleistung. Hier bleiben außer Micro SD und Dual SIM Unterstützung keine Wünsche offen. Zwar ist das Gerät doch sehr groß, man gewöhnt sich aber sehr schnell daran. Wir können hier eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen. Das Oppo N1 ist bei OppoStyle für 449€ in der 16GB Version erhältlich, bzw. für 479€ in der 32GB Version.


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