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Meizu MX3 Samsung Exynos 5 Smartphone Review

Meizu MX3 Samsung Exynos 5 Smartphone Review

Mit dem Meizu MX3 haben wir das erste High-End Chinaphone auf Chinamobilemag getestet. Ob wir eine Kaufempfehlung aussprechen können, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Vorwort

Das Meizu MX3 war ja dieses Jahr, neben dem Xiaomi Mi3 und dem Oppo N1, eines der am meisten erwartetet Smartphones aus Fernost. Ein kluger Schachzug von Meizu war definitiv, dass man als erstes Unternehmen sein eigenes High End Smartphone auf den Markt brachte. Xiaomi zog erst später nach, Oppo ebenfalls. Ein weiterer Vorteil von Meizu: Das MX3 ist international lauffähig! Bei der Konkurrenz bringt man verschiedene Versionen auf den Markt, einmal für das proprietäre Netz von China Mobile, und eine weitere Version für WCDMA Netze, also international lauffähig. Im Falle des Xiaomi Mi3 ist diese internationale Version noch immer nicht erhältlich. Somit ist das MX3 auf dem internationalen Markt vorerst konkurrenzlos. Aber nun wollen wir uns das Gerät doch einmal ansehen!

Unboxing

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Schon beim Auspacken des Geräts merkt man, dass man hier etwas mehr Geld als üblich bezahlt hat. Anstatt eines schnöden 0815-Kartons bekommt man hier eine kleine, flache und schön designte Box, welche ganz im Stil eines kleinen Büchleins gehalten ist. Auf der Front ist groß das MX3-Logo aufgedruckt. Klappt man die Box dann auf, so wird man auf der ersten "Seite" von einem weiteren MX3 Logo begrüßt. Auf Seite zwei steht dann "Think big and do easy" auf weißem Grund. Auf den nächsten Seiten findet man dann Bilder des MX3, zusammen mit ein paar Angaben zum Design. Blättert man dann noch einmal um, so bekommt man eine kurze Information zum Flyme 3.0 ROM zu sehen, welche auf dem Gerät vorinstalliert ist. Hier bekommt man dann auch endlich das eigentliche Gerät zum ersten Mal durch ein kleines Sichtfenster zu sehen.

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Noch ein letztes mal umblättern, und da ist es dann! Das Meizu MX3 ist perfekt in eine kleine Mulde der Box eingepasst. Daneben befindet sich eine weitere Mulde, in der eine Pappröhre steckt. In dieser befindet sich das USB Kabel. Das weitere Zubehör wie Netzteil, Schutzfolie, OTG Kabel, Kopfhörer und Steckdosenadapter (Chinesisch --> Deutsch), befanden sich in unserem Fall extra eingewickelt in einer Luftpolsterfolie. Neben diesen Zubehörteilen befanden sich auch noch ein Werkzeug zum Öffnen des Geräts zusammen mit einer chinesischen Anleitung dazu, und dann noch eine englische Kurzanleitung zum Gerät im Lieferumfang.

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Design & Erster Eindruck

Der sehr gute erste Eindruck beim Auspacken, welcher durch die kreativ gestaltete und hochwertig verarbeitete Verpackung induziert wurde, setzt sich auch bei weiterer Inspektion des Lieferumfangs fort. Kommen wir zunächst einmal zum Smartphone selbst. Dieses liegt äußerst gut in der Hand, hat eine angenehme Größe und Dicke. Von der Haptik her ist das Smartphone mit einem iPhone 3G zu vergleichen. Das Gewicht des Smartphones ist übrigens mit 143g genau richtig. Es ist nicht zu leicht, was den hochwertigen Eindruck fortsetzt, aber auch nicht zu schwer, was bei längerer oder einhändiger Bedienung unangenehm werden kann.

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Von der Verarbeitung her ist am Meizu MX3 absolut nichts auszusetzen. Meizu setzt hier auf ein schlichtes aber hochwertig wirkendes Design mit einer schwarzen Front aus Gorilla Glass. Hier finden wir neben dem Telefonhörer eine Front Kamera, natürlich das Display mit sehr dünnen Rändern, und auf der Unterseite den für Meizu typischen runden Home Button. Sensoren sind nicht sichtbar, auf Soft Buttons wurde, mit Außnahme des Home Buttons, komplett verzichtet. Die Rückseite besteht aus einer Abdeckung aus weißem Polycarbonat in Hochglanzoptik. Hier befinden sich dann auch die Kamera und der LED Blitz, welche mit einem sehr dünnen Rahmen aus Echtmetall eingefasst sind. Die Linse ist durch eine Abdeckung aus Saphirglas geschützt. Zwischen Kamera und LED Blitz wurde eines der drei Mikrofone platziert. Auf der unteren Seite ist dann das Meizu MX Logo in einem grauen Farbton aufgedruckt, in der rechten unteren Ecke finden wir den Lautsprecher. Dieser befindet sich am Anfang der Wölbung zum Rand hin, sodass er beim Hinlegen des Geräts nicht verdeckt wird.

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Rings um das Smartphone zieht sich ein dünner Metallrahmen, welcher zum inneren Metallgerüst des Smartphones gehört, wodurch die Stabilität erhöht werden soll. Der Rahmen dient vermutlich auch als Antenne, da bei geöffneter Rückabdeckung nur eine "Folienantenne" zu sehen ist, worauf nie im Leben alle Antennen untergebracht werden können. Auf der linken Seite des Meizu MX3 finden wir eine Lautstärkewippe, welche einen sehr guten Druckpunkt hat, und aus dem selben Material wie die Rückabdeckung besteht. Auf der Unterseite befindet sich ein Sprachmikrofon und der Micro USB Anschluss. Auf der rechten Seite finden wir nichts, auf der Oberseite den Einschaltknopf und den Kopfhöreranschluss. Dieser Anschluss ist im übrigen ganz nett gemacht, da selbst hier auf Design geachtet wurde. Es handelt sich hier nicht um eine schwarze Standardbuchse mit Metallfedern als Kontakte, sondern der Kopfhöreranschluss ist im Inneren ebenfalls weiß und als Kontakte dienen kleine Metallstifte. Es sind eben solche kleinen Details, welche das hochpreisige Segment neben der größeren Leistung ausmachen.

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Der einzige Wermutstropfen am Design ist der "Mechanismus" zum Öffnen der Rückabdeckung des Smartphones. Hier wurde auf die übliche Einbuchtung für den Fingernagel verzichtet. Stattdessen muss man mit dem mitgelieferten Werkzeug, einen kleinen Metallstift, auf der rechten Seite der Rückseite des Smartphones nach unten drücken. Dann zieht man die Abdeckung mit dem Werkzeug leicht nach oben, woraufhin man mit dem Werkzeug einmal an der Seite des Geräts entlangfährt. Dadurch entriegelt sich die Abdeckung, und man kann sie abnehmen. In der Theorie klingt das einfach, ist aber in der Realität mit einigen Tücken verbunden. Das erste Problem ist, dass die Abdeckung gleich wieder zuschnappt, sobald man das Werkzeug aus dem Loch zieht. Man muss es also zunächst einmal schaffen, einen Fingernagel zur Blockierung der Abdeckung in den entstandenen Schlitz zu stecken, bevor man dann das Werkzeug absetzt. Doch auch dann lässt sich die Abdeckung nur mit viel Widerstand entfernen. Ein weiters Problem: Bricht der Plastikstift des Werkzeugs irgendwann einmal ab, so hat man kaum eine Alternative, als eine Nadel zu verwenden. Ein Zahnstocher bricht ab. Dies führt allerdings im Laufe der Zeit zu unansehnlichen Schäden am Gerät. Hier hätte Meizu sich also besser eine andere Lösung einfallen lassen. Unter der Abdeckung befindet sich im übrigen nicht viel. Wir finden hier nur den Akku mit der NFC Antenne und einen Micro SIM Slot. Auf einen Steckplatz für Micro SD Karten hat Meizu verzichtet.

Das Zubehör ist, wie auch das Smartphone selbst, gut verarbeitet. Das Netzteil sieht optisch schick aus und verfügt über ein Meizu Logo. Selbiges gilt für das weiße Micro USB Kabel. Dieses ist allerdings etwas störrisch (ähnlich wie die Kabel von Apple). Da wurde wohl an Weichmachern gespart, was natürlich im Sinne der Gesundheit und Umwelt ist. Die Kopfhörer sind ebenfalls mit einem Meizu Logo ausgestattet und sind hochwertig verarbeitet. Sie klingen im übrigen auch sehr gut. Das OTG Kabel, welches in unserem Fall mitgeliefert wurde, stammt nicht von Meizu, sondern wurde vom Shop beigelegt. Selbiges gilt auch für die Schutzfolie.

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Zwischenfazit: Sehr gut! Ein großartiges, schlichtes Design und sehr gute Verarbeitung. Die Spaltmaße sind perfekt und es gibt keine unangenehmen Kanten. Ein Knarzen bei Druck ist uns am Smartphone nur an einer Stelle oberhalb der Kamera aufgefallen, was aber nicht tragisch ist. Beim Schütteln des Geräts bewegt sich nichts. Nur der seltsame Mechanismus zum Öffnen des Geräts trübt den ersten Eindruck ein wenig.

Bildschirmqualität

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Der Bildschirm des Meizu MX3 ist eine wahre Freude für die Augen. Das Gerät hat mit dem 5,1" Display im 15:9 Format eine perfekte Größe. Nein, es handelt sich hier nicht um einen Schreibfehler, es ist tatsächlich 15:9 gemeint. Die ist gerade beim Surfen im Internet ein großer Vorteil, da man gerade im Landscape-Modus in der Höhe wesentlich mehr Platz hat, als bei 16:9. Auch die Auflösung weicht aufgrund des Formats von den üblichen bekannten Auflösungen ab. Diese beträgt hier 1800 x 1080 Pixel bei 400ppi. Pixel sind bei genauerem Hinsehen nicht zu erkennen, was ein extrem klares und detailreiches Bild zur Folge hat. Beim verbauten Panel handelt es sich übrigens um ein Panel von Sharp. Wie zu erwarten, gibt das Panel Farben hervorragend wieder. Sie sind weder zu knallig, noch zu schwach, also genau richtig, um eine natürliche Darstellung von Inhalten zu erreichen. Die Helligkeit überzeugte im Test ebenfalls. Sie ließ sich hervorragend regeln, und auch die automatische Regelung funktionierte ohne die von manchen Geräten bekannte Hysterese. Lobenswert ist auch die Verteilung der Helligkeit. Auch bei dunklen Bildern waren keine Lightspots zu erkennen. Trotz der hohen Helligkeit verfügt das Display über hervorragende Schwarzwerte. Auch aus extremen Blickwinkeln wird der Inhalt scharf und farbgetreu dargestellt, lediglich die Helligkeit nimmt ein wenig ab. Hier ist die IPS und OGS Direct Lamination Technologie von Vorteil. Der Touchscreen arbeitet ebenso einwandfrei wie auch das Display. Eingaben werden präzise und ohne Verzögerungen erkannt. Der Finger gleitet mühelos über die Gorilla Glass-Fläche.

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Zwischenfazit: Das Display des Meizu MX3 macht richtig Spaß. Besonders die Wiedergabe von HD Inhalten und Fotos macht richtig Freude. Doch auch beim Surfen kann das Display durch gestochen scharfe Darstellung und das praktische 15:9 Format punkten.

Hardwareleistung

Wie in der höheren Preisklasse zu erwarten ist, wird im Meizu MX3 aktuelle und leistungsstarke Hardware verbaut. So setzt Meizu im MX3 auf einen Samsung Exynos 5 Prozessor (5410), welcher über 8 Rechenkerne verfügt. Leider handelt es sich bei diesem Prozessor aber nicht um eine echte Octa Core CPU. Dies liegt daran, dass sich die 8 Kerne nur zum Strom sparen auf dem Chip befinden. Um diese Logik zu verstehen, muss man sich die Funktionsweise einmal genauer ansehen. Der Prozessor besteht nämlich aus vier A15 Kernen und vier A7 Kernen. Erstere sind mit 1,6GHz getaktet, letztere mit 1,2GHz. Die A15 Kerne sind darüber hinaus auf Leistung optimiert, die A7 Kerne dagegen auf Stromverbrauch. Je nach aktuellem Einsatzgebiet des Smartphones wird also zwischen den nun optimalen Kernen gewechselt, was einen optimalen Stromverbrauch ermöglicht. Als GPU kommt im Samsung Exynos 5410 übrigens ein PowerVR SGX 544MP Chip zum Einsatz, wobei es sich um die gleiche GPU handelt, welche auch in den aktuellen Mediatek Chips integriert ist.

Nachdem hier nun einiges an Aufklärungsarbeit geleistet wurde, dürfte nun auch klar sein, dass man vom Exynos 5 in Benchmarks keine Werte wie von echten Octa Core Chips erwarten kann. Dennoch ist der Unterschied zu einem aktuellen Mediatek Chip gravierend, ganz einfach, da leistungsfähigere Kerne mit höherem Takt verfügbar sind. Im Antutu Test spiegelt sich das in einer Punktzahl von 23573 wieder. Somit liegt das Gerät hier zwischen dem Samsung Galaxy Note 2 und dem HTC One. Der 3DMark Benchmark attestierte im 720p Test "Maxed Out" und im 1080p Test 6576 Punkte.

Doch wie sieht es im Praxiseinsatz aus? In den Systemapps ist nicht wirklich ein Unterschied zu bemerken. Auch beim Surfen im Internet ist der Unterschied nur gering. Lediglich bei sehr aufwendigen Seiten funktioniert das Scrollen ein wenig flüssiger als bei einem Mediatek basierten Smartphone. Den großen Unterschied bemerkt man erst bei anspruchsvollen Spielen wie GTA oder Real Racing 3. Speziell im Falle von Real Racing 3 ist der Unterschied doch sehr deutlich, ist es doch wohl eines der, wenn nicht sogar das anspruchsvollste Spiel für Smartphones und Tablets. Während man auf Mediatek Smartphones eine schöne (wenn auch schnelle) Diashow zu sehen bekommt, läuft das Spiel auf dem MX3 nahezu flüssig. Nur gelegentlich kommt es zu "Micro-Rucklern".

Zwischenfazit: Das Meizu MX3 bietet eine ordentliche Hardware Leistung. Doch den großen Unterschied werden nur die Spieler bemerken. Für Anwender ohne große Anforderungen ist der Nutzen von solch einer hohen Rechenleistung fragwürdig. Leider entwickelt das Gerät aufgrund der CPU auch viel Abwärme, was beim Spielen auch mal unangenehm werden kann.

Empfangsleistung

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Da uns im ersten Testabschnitt eine Micro SIM Karte gefehlt hat, mussten wir zunächst mit dem WLAN vorlieb nehmen. Hier war der Empfang sehr gut. Im gesamten Gebäude war ein störungsfreier Empfang möglich, auch in Räumen, wo manch andere Geräte versagen. Die geringste Empfangsstärke im Test waren 2 Balken, bei einer Entfernung von einem Stockwerk zum Router, auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes. Im GPS Test waren die Werte, welche uns von GPS Toolbox angezeigt wurden, leider etwas verwirrend. Zeitweise gab die App an, dass 21 Satelliten "In View" seien, ein Fix kam aber nur mit 7 - 8 Satelliten zu stande. Auch schwankte die Genauigkeit stark zwischen 8 und 24 Metern. Dennoch war eine Ortung und Navigation problemlos möglich, was auf einen Anzeigefehler von GPS Toolbox schließen lässt. Im Navigationsbetrieb wurde der Standord über GPS innerhalb von wenigen Sekunden lokalisiert. Änderungen am System mussten nicht vorgenommen werden.

Das Bluetooth Modul im Meizu MX3 funktionierte im Test ebenfalls einwandfrei. Wir testeten das ganze mit einem Bluetooth Lautsprecher. Die Verbindung war ohne Probleme möglich, Musik wurde ohne Störungen und mit ca. 0,5 Sekunden Verzögerung abgespielt. Störungen im Ton traten erst bei einer Entfernung von etwas 15 Metern zum Gerät auf. Die Reichweite ist für Bluetooth also mehr als ausreichend. Um NFC zu testen, verwendeten wir einen der neuen Personalausweise. Der Ausweis wurde quasi sofort erkannt, was das Gerät mit einem kurzen Ton mitteilte. Im späteren Verlauf des Tests, war es uns auch möglich, den Handyempfang mit einer Micro SIM Karte zu testen. Dieser funktionierte genauso einwandfrei. GSM wurde mit voller Signalstärke empfangen, und auch 3G im O2 Netz, welches an unserem Standort kein starkes Signal hat, funktionierte im Gegensatz zu so manch anderem Gerät problemlos.

Zwischenfazit: In sachen Empfangsleistung überzeugte und das Meizu MX3 auf ganzer Linie. Für gewöhnlich gab es da bei den meisten Chinaphones an irgend einer Stelle etwas auszusetzen, hier war dies nicht der Fall. Zwar irritieren die Werte von GPS Toolbox, doch das GPS funktioniert einwandfrei, was ja die Hauptsache ist.

Sprachqualität und Multimedia

Meizu legt besonderen Wert auf alles, was mit Klang zu tun hat - und das merkt man auch! Dies ist nicht verwunderlich, denn Meizu war früher ein sehr bekannter Hersteller von Audio Produkten, insbesondere MP3 Playern. Hier kann man also auf einiges an Erfahrung zurückgreifen. Sowohl im Bereich der Tonaufnahme, als auch der Tonwiedergabe, setzt Meizu mit dem MX3 Maßstäbe und platziert sich im High-End Segment. Im Gerät sind für die optimale Erfassung von Klängen und Stimmen ganze drei Mikrofone verbaut. Bei Telefonaten zeigt sich dies in einer sehr guten Klangqualität, und in einer optimale Erfassung des Gesprächs, auch in lauten Umgebungen. Auch bei Videoaufnahmen hört man viele Details und selbst weiter entfernte Geräusche werden klar und laut wiedergegeben.

Doch das ist noch nicht alles. Im Meizu MX3 ist ein dedizierter Audio Chip von Wolfson integriert, welcher für eine deutlich bessere Tonausgabe sorgt, als dies bei chipinternen Audio-Lösungen der Fall ist. Das Sahnehäubchen stellt dann noch ein dedizierter 2W Verstärker dar. Der Gedanke daran, ob das bei einem Smartphone wirklich von Nutzen ist, mag berechtigt sein. Zugegeben, wir dachten ebenso. Doch spätestens bei einem ersten Vergleich zwischen mehreren Geräten ist klar: Meizu hat hier eine gute Entscheidung getroffen!

Im Test haben wir mehrere Tracks, unter anderem aus dem Genre Klassik, Dubstep, Pop, Rock und Movie Score wiedergegeben. Beim ersten Test wurde ein "Mini Beatbox Bluetooth Lautsprecher" über den Kopfhörerausgang des MX3 angeschlossen. Dieser Test wurde dann mit exakt den selben Lautstärkeeinstellungen mit mehreren anderen Chinaphones, unter anderem von Star und Xiaocai durchgeführt. Das Ergebnis: Beim Meizu MX3 war der Sound wesentlich lauter, kräftiger und ca. 50% klarer. Gerade bei Dubstep Tracks war der Unterschied extrem deutlich zu hören. Wärend bei Geräten mit chipinterner Soundlösung oft nur noch ein undefinierbarer Krach wahrnehmbar war, gab das MX3 jede einzelne Nuance wieder. Beim Test an einem Teufel 2.1 System, mussten wir mehrmals den Subwoofer herunterregeln, da die Basswiedergabe des MX3 doch sehr stark ist. Bei anderen Geräten mussten wir den Subwoofer voll aufdrehen, um ein angenehmes Klangergebnis zu erzielen.

Bei Kopfhörern zeigte sich der Unterschied nicht ganz so deutlich, aber er war immer noch wahrnehmbar. Besonders bei der maximalen Lautstärke, gibt es zwischen dem MX3 und anderen Smartphones deutliche Unterschiede, eben aufgrund des internen Verstärkers. Was auch erwähnenswert ist: Während man bei den Billigheimern die Lautstärke meist nur in recht groben Schritten regeln kann, ist beim Meizu MX3 eine stufenlose Regelung möglich, was eine optimale Abstimmung der Lautstärke auf die Umgebung ermöglicht.

Etwas enttäuschend ist leider der interne Lautsprecher des MX3. Dieser fällt deutlich zu klein aus. Zwar kann man darüber problemlos Musik hören, doch besonders gut ist dieser nicht. Er könnte lauter sein, und auch bei hohen Tönen neigt er zu unangenehm klingenden Vibrationen. Auch die Basswiedergabe ist zu schwach, und nur leicht wahrzunehmen. Ihr habt es bestimmt schon erraten: Der Lautsprecher des Star S7589 wurde mal wieder nicht geschlagen. Ob das jemals passieren wird?

Zwischenfazit: Bei Multimediawiedergabe kann das Meizu MX3 seine Stärken voll ausspielen, und ist wohl so ziemlich jedem anderen Smartphone weit überlegen. Die Klangqualität ist für so ein Gerät einfach nur genial und kommt an die einer High-End Soundkarte heran. Auch die Aufnahme von Tönen funktioniert dank den drei Mikrofonen hervorragend.

Kamera

Bei der im Meizu MX3 verbauten Kamera, handelt es sich um einen Chip von Sony mit 8 Megapixel, F2.0 Weitwinkel und Bildstabilisator. Die Abdeckung der Kamera besteht hier aus Saphirglas, womit eine hohe Kratzfestigkeit gegeben ist. Die Kamera macht im Vergleich zu billigeren Smartphones deutlich bessere Bilder. Dies fällt vor allem bei Landschaftsaufnahmen auf. Hier ist die Tiefenschärfe deutlich höher. Sie kommt zwar noch nicht an die Qualität einer richtigen Digitalkamera heran, aber doch schon sehr nahe. Auch bei Aufnahmen mit direkter Sonneneinstrahlung gelingen die Aufnahmen mit dem Meizu MX3 deutlich besser. Bei vielen günstigen Smartphones neigen die Bilder dazu, überbelichtet oder vernebelt zu sein. Dies ist hier nicht der Fall.

Leider lässt die Kamerasoftware etwas zu wünschen übrig. Oft fokusiert sie beim Auslösen nicht automatisch, sodass man vor der Aufnahme erst einmal manuell fokusieren sollte. Dies ist besonders bei Nachtaufnahmen von Nachteil. Der Blitz der Kamera ist zwar sehr hell und kann ganze Räume ohne Probleme ausleuchten, doch oft weigert sich die Kamera zu fokusieren, was dann in unscharfen Aufnahmen resultiert. Ein Rauschen ist bei dunklen Aufnahmen zwar vorhanden, jedoch nicht ganz so stark wie bei günstigeren Smartphones. Die Frontkamera im Meizu MX3 löst mit 2 Megapixeln auf. Auch diese Kamera liefert ordentliche Ergebnisse bei Selbstportraits und Videotelefonie.

Bei Videoaufnahmen gab es leider ein kleines Problem: Verwendet man den 1080p Modus, so können die Videodateien nur auf dem Smartphone abgespielt werden. Auf dem Computer (Mac OS X und Linux), sowie einem Smart TV, konnten die Aufnahmen nicht abgespielt werden. Wechselt man dagegen in den 720p Modus, waren die Aufnahmen zumindest am PC abspielbar. Unser LG Smart TV weigerte sich aber weiterhin, die Aufnahmen abzuspielen. Aufnahmen liegen im .mp4 Format vor. Ein weiteres Problem: Das Smartphone wird an Mac's nicht als Wechseldatenträger erkannt. Unter Linux und Windows funktioniert dies aber. Wer also einen Mac verwendet, der muss eine andere Lösung, wie z.B. einen FTP Server verwenden.

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Zwischenfazit: Die Kamera im Meizu MX3 bietet eine sehr gute Qualität und taugt durchaus als Kamera-Ersatz. Zwar kommt sie nicht ganz an die Qualität einer Digitalkamera heran, doch das kann man auch bei einem Smartphone nicht erwarten. Gerade der sehr helle LED Blitz ist überaus nützlich, und lässt so manches Konkurrenzgerät alt aussehen.

Akkulaufzeit

Im MX3 verbaut Meizu einen 2.400mAh Akku, welcher zwar sichtbar ist, aber nicht ohne weiteres gewechselt werden kann. Bastler werden hier aber sicherlich eine Lösung finden können. Schade dennoch, dass im hochpreisigen Segment so oft fest verbaute Akkus zu finden sind. Gerade im Chinaphone Bereich kann dies schnell teuer werden. Die Akkuzelle stammt hier, wie auch die Kamera, von Sony. Somit dürfte die Lebensdauer des Akkus deutlich über der von no-name Zellen liegen. Einen Kritikpunkt gibt es dennoch: Die Kapazität des Akkus ist für die Leistung des Smartphones deutlich zu gering.

Bei normaler Verwendung, hält das Gerät zwar einen Tag durch, danach muss man dann aber wirklich an die Steckdose. Zwei Tage sind nur bei sehr sporadischer Verwendung des Smartphones drinn. Beim Spielen von Real Racing 3 war der Akku in unserem Test bereits nach knapp zwei Stunden leer. Der Akku & Batterie HD Benchmark zeigte uns bei 59% Ladezustand folgende Werte an:

  • Aktueller Verbrauch (Handy an, WLAN an, keine Apps): 35 Stunden 51 Minuten
  • Standby: 73 Stunden 44 Minuten
  • Musik: 5 Stunden 54 Minuten
  • Video: 7 Stunden 22 Minuten
  • Internet (WLAN): 4 Stunden 12 Minuten
  • Sprechzeit 2G: 6 Stunden 5 Minuten
  • Sprechzeit 3G: 3 Stunden 25 Minuten
  • 2D Spiele: 1 Stunde 42 Minuten
  • 3D Spiele: 1 Stunde 4 Minuten
  • GPS Navigation: 51 Minuten

Das Aufladen des Akkus geht übrigens sehr schnell vonstatten. Nach nur knapp über einer Stunde war der Akku von 25% wieder auf 100% aufgeladen. Erwärmt hat sich das Gerät beim Ladevorgang kaum.

Zwischenfazit: Der Akku des MX3 könnte durchaus stärker sein, unbrauchbar wird das Handy dadurch allerdings nicht. Nur wer auf lange Akkulaufzeiten angewiesen ist, dürfte damit ein Problem haben. Schade ist, dass Meizu auf einen fest eingebauten Akku setzt.

FlymeOS 3.0

Um den Rahmen nicht zu sprengen, wollen wir in diesem Testbericht nicht näher auf das Flyme ROM von Meizu eingehen. Wir werden dies in einem separaten Testbericht tun, welchen wir nachträglich hier verlinken werden. Vorab sei gesagt: Das Flyme ROM hat zwar ein paar Nachteile, hat uns aber im Test doch überzeugt.

Fazit

Mit dem MX3, ist Meizu ein Meisterwerk gelungen, das gerade Multimedia-Fetischisten voll und ganz zufrieden stellen dürfte. Sowohl das Design, die Verarbeitungsqualität und auch die integrierte Kamera überzeugen. Mit dem etwas anderen Bildschirmformat hat Meizu eine gute Idee umgesetzt, die gerade beim Surfen im Internet sehr nützlich ist. Lediglich die Akkulaufzeit könnte etwas besser sein. Was ebenfalls schade ist, dass der Akku fest verbaut wurde. Dies kann im Nachhinein zu höheren Kosten bei einem Tausch führen. Im großen und ganzen bekommt man hier ein solides High-End Smartphone, das gerade vom Preis her eine ernsthafte Konkurrenz zu Geräten von Samsung und Co. darstellt.

Die Preise für das Meizu MX3 bewegen sich zwischen 309€ für das Einstiegsmodell mit 16GB Speicher und ohne NFC, bis hin zu 490€ für das Modell mit 128GB Speicher und NFC, welches aber derzeit noch nicht erhältlich ist. Wir haben unser Testgerät von Liaow bezogen.

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