Review: UltraFire Cree XML T6 Taschenlampe

Review: UltraFire Cree XML T6 Taschenlampe

Auf dem chinesischen Markt für Elektronik gibt es noch viel mehr zu entdecken als nur Android Geräte in den verschiedensten Ausführungen. Deshalb wollen wir uns heute mal wieder etwas abseits von den üblichen Themen bewegen.

Diesmal geht es um eine Taschenlampe aus Fernost, welche wir während der letzten Tage eingehend getestet haben. Es handelt sich um die UltraFire Cree XML T6, welche wie der Name schon sagt mit einer XML T6 LED von Cree ausgestattet ist. Dieser Hersteller ist bekannt für seine hervorragenden LED Chips.

Die Taschenlampe soll angeblich eine Lichtstärke von 2.000 Lumen bieten. Das ist aber etwas, das wir von Anfang an bezweifelt haben, und damit auch recht behielten. Angetrieben wird die Taschenlampe von zwei 18650 Li-Ion Akkus. Der Lichtstrahl kann bei Bedarf stufenlos fokussiert werden, und es gibt 5 Modi: Hell, Mittel, Dunkel, Stroboskop und SOS. Wasserdicht soll die Lampe auch sein.

Design

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Die UltraFire Cree XML T6 Taschenlampe ist schwarz und komplett aus Metall gefertigt, mit Ausnahme des Knopfes zum Ein- und Ausschalten. Das Design sieht recht sportlich und stylish aus. Dank der schwarzen Lackierung und eines orangenen Metallrings an dem ein Gürtelclip befestigt ist, macht das Ganze auch irgendwie einen gefährlichen Eindruck. Das Design ist schwer zu beschreiben, deshalb lassen wir an dieser Stelle mal die Bilder sprechen.

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Der vordere Teil mit der Linse kann nach Oben und Unten geschoben werden um den Lichtstrahl zu fokussieren. Der Mechanismus ist recht schwergängig, wodurch unbeabsichtigtes Verstellen verhindert wird. Man kann die Linse auch abschrauben, um an die LED zu gelangen. Der hintere Teil mit dem Ein- / Ausschalter kann abgeschraubt werden um die Akkus zu tauschen.

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Zur Wasserfestigkeit müssen wir sagen, dass die Taschenlampe sicherlich Spritzwasser geschützt ist und auch ein kurzes Eintauchen in Wasser überstehen wird. Da es aber keinerlei Dichtungsgummis gibt, sollte man sie besser nicht zu lange unter Wasser halten. Dies könnte auf Dauer der Elektronik und den Akkus schaden.

Der Test

Als erstes war es natürlich interessant zu sehen, ob die Taschenlampe wirklich 2.000 Lumen hat. Dazu haben wir Sie gegen eine 800 Lumen LG Birne antreten lassen. Ein Raum der von dieser ausgeleuchtet wird, müsste mit einer 2.000 Lumen Taschenlampe natürlich noch heller ausgeleuchtet werden können. Dies war aber nicht der Fall. Man sah vom Licht der Taschenlampe recht wenig. Wir schätzen die tatsächliche Lumenzahl daher auf 400 bis 500 Lumen ein.

Davon soll sich aber nun keiner vom Kauf abhalten lassen, denn 400 bis 500 Lumen sind absolut ausreichend für eine Taschenlampe, und das zeigt sich spätestens beim ersten nächtlichen Einsatz. Ohne fokussierten Strahl kann die Taschenlampe ein Areal von etwa 500m vor einem problemlos ausleuchten. Fokussiert man den Strahl, so sind auch 1km möglich - wobei das Licht dort dann nicht mehr sonderlich hell ist. Wir haben mit fokussiertem Strahl ein Haus angeleuchtet, welches sich in etwa 130 Meter Entfernung befand, und dieses wurde taghell angestrahlt. Unten gibt es ein paar Demo Bilder, welche die Leuchtkraft ganz gut zeigen.

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Etwas gibt es aber doch, über das wir meckern müssen, und zwar die Art wie man durch die verschiedenen Modi der Taschenlampe schaltet. Man muss hierzu den Ein- / Ausschalter immer wieder drücken. Auf Deutsch: An, Maximum, Aus, An, Mittel, Aus, An, Dunkel, Aus.... usw. Das verschwendet Zeit und hätte mit zwei Knöpfen besser gelöst werden können.

Akkulaufzeit

Wie erwähnt kommen in der UltraFire Cree XML T6 zwei 18650er Li-Ion Zellen zum Einsatz. Wir haben uns hier für China Akkus entschieden, und zwar Protected TrustFire Zellen mit 3.000mAh. Eines vorweg: Uns ist bewusst, dass die China Zellen einen schlechten Ruf haben - und das zurecht! Es gibt hier zahlreiche Plagiate des TrustFire und UltraFire labels. Die meisten davon haben sehr wenig Kapazität und vor allem keine Schutzschaltung. Darauf muss man unbedingt achten, denn sonst kann es schnell gefährlich werden. Wir haben unsere Zellen aus China bei Deal Extreme bestellt. Wir haben originale TrustFire Zellen erhalten, mit funktionierender Schutzschaltung (erkenntlich an der Platine am Minuspol und daran, dass man sie nicht kurzschließen kann) und einer Realkapazität von etwa 2.600mAh.

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Während unseres Benchmarks mit diesen Akkus konnte die Taschenlampe die folgenden Werte erreichen:

  • Heller Modus: 7 Stunden
  • Mittlerer Modus: 9 Stunden
  • Dunkler Modus: 15 Stunden
  • Stroboskop: 11 Stunden
  • SOS Modus: 14,5 Stunden

Es ginge zwar noch mehr, aber wir wollten die Akkus nicht unter 3,3V entladen, da sonst die Lebensdauer leiden würde. Die Schutzschaltung der Akkus greift irgendwann ab 2,8V.

Fazit

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Wie üblich haben die Chinesen einige Werte verschönert, aber dennoch ist die Taschenlampe den Preis von aktuell 11€ wert. Zu diesem Preis wird man hierzulande kaum etwas mit ähnlicher Verarbeitung, Brenndauer und Lichtleistung finden. Zollkosten und Versandkosten fallen beim Versand über Schneckenpost nicht an Beachten sollte man aber, dass man noch etwas Geld für gute Akkus und vor allem auch ein gutes Ladegerät drauflegen muss.

Hier noch alle Links zu den Produkten die für unseren Test zum Einsatz kamen:


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