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Alldocube M5S Testbericht

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alldocube-m5s-2 Alldocube M5S mit Verpackung

Das vor kurzem vorgestellte Alldocube M5S hat den Weg zu uns gefunden und wir haben dieses eine Woche lang ausgiebig im Alltag getestet. Alldocube ist Fans von China Tablets sicherlich ein Begriff, denn der Hersteller gehört zu den alten Hasen der Szene. Das Alldocube M5S siedelt sich im Budget Segment an und bietet ein Dual SIM LTE Modem. Das Gerät ist für ca. 150€ aus China zu haben, je nach verfügbaren Deals auch mal preiswerter. Ob das China Tablet überzeugen kann, erfahrt ihr hier.

Alldocube M5S
Verpackung & Lieferumfang

Geliefert wird das Alldocube M5S in einer rechteckigen schwarzen Verpackung. Abgesehen von einer schwarzen Verzierung, wurde die Vorderseite schlicht gehalten und lediglich ein silberfarbenes „Alldocube-Logo, sowie ein silberfarbener Schriftzug zur Alldocube Webseite sind darauf abgebildet. Ein seitlich befindlicher Aufkleber gibt eine kurze Information über die bestellte Variante, hier das M5S in der 3GB/32GB Version.

Zum Lieferumfang gehören eine auf das Display aufgebrachte Schutzfolie, die wir für den Test wie immer entfernt haben. Weiterhin bekommt ihr

  • ein 5V 2A Netzteil
  • ein Micro USB Kabel
  • eine Kurzanleitung

und natürlich das Alldocube M5S in schwarz (Front) / anthrazit (Back).

Alldocube M5S
Design & Verarbeitung

Das Alldocube M5S hat in Sachen Aussehen nicht mehr oder weniger zu bieten als andere Tablets im Low-Budget-Segment. Der Rahmen und die Rückseite bestehen aus leichtem Aluminium und lediglich die obere Polkappe besteht aus Kunststoff, da sich darunter die Einschübe für zwei Nano SIM Karten und einer Micro SD Karte, sowie die Hauptkamera befinden. Mit einem einfachen Klicksystem kann man die Kappe entfernen und auch wieder befestigen. Die Übergänge sind allseits tadellos und auch der Übergang zur Polkappe geht gerade noch so in Ordnung. Man sollte die Polkappe jedoch nicht zu oft öffnen bzw. schließen, da wir nach einigen Öffnungen bereits selbst leichte Unebenheiten am Kunstoff erzeugt haben. Hier hätte Alldocube einen hochwertigeren Kunststoff einsetzen sollen.

Die rechtsseitig befindliche Lautstärkewippe und der Powerbutton bestehen ihrerseits aus Kunststoff und klappern nicht. Direkt darunter befindet sich das Mikrofon. In der Unterseite wurden zwei Medienlautsprecher integriert, so dass man theoretisch von Stereosound ausgehen könnte. Beide Öffnungen liegen jedoch sehr mittig und nah beieinander und daher geht der Eindruck des räumlichen Hörens ein wenig verloren. Die Oberseite hält neben den Slots noch einen 3.5mm Klinkenport und einen Micro USB Port parat. Die Vorderseite beherbergt neben dem Display eine Frontkamera. Die Rückseite besteht zu 90% aus Aluminium, bis auf die besagte Polkappe mit ihrer integrierten Hauptkamera. Das Aussehen der grauen Variante vom M5S gefällt uns gut, denn Alldocube hat hier kein typisches „Silber" verwendet, sondern einen Anthrazitton gewählt. Mit 553g und einer Dicke von ca. 9mm ist das Alldocube M5S noch angenehm leicht und liegt damit gleichauf mit einem Teclast Master T10.

Alldocube M5S
Display

​Größe: ​10,1" (16:10)
Auflösung:​ ​Full HD (1920 x 1200)
Technologie​:​OGS IPS LCD
​Anzahl Berührungspunkte:​10
Gehärtetes Glas:​​Nein
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Nein

Das Alldocube M5S wurde mit einem volllaminierten 10,1 Zoll Full HD OGS IPS LCD Display ausgestattet, dessen Qualität sich nicht zu verstecken braucht. Die maximale Helligkeit ist wie für diese Preisklasse üblich ein wenig zu dunkel. Ungeachtet dessen werden jedoch Farben knackig dargestellt und auch die Schärfe ist gut. Nur beim genauen Betrachten (geringer Abstand) fallen die einzelnen Bildpunkte auf. Kontrast, Farbwiedergabe und andere Feineinstellungen kann man dank Miravision den eigenen Vorlieben nach anpassen. Darüber hinaus ist die Blickwinkelstabilität gut. Lediglich die Helligkeit reduziert sich, Farbtöne bleiben jedoch erhalten.

Abzüge gibt es dann beim verbauten 10-Punkt Digitizer. Sobald man mehr als zwei Finger für die Eingaben verwendet (Multitouch), kommt es zu Aussetzern in der Erkennung. Eine Eingabeverzögerung ist auch permanent vorhanden. Letztere stört im Alltag zwar nicht, hätte jedoch bei einem Helio X20 SoC nicht sein müssen. Wer das Tablet nur für „Zweifingerspiele" oder zum Video schauen verwendet, der wird von alledem natürlich nicht viel mitbekommen.

Angaben zur Glasoberfläche gibt es nicht und wir gehen daher nicht von gehärtetem Glas aus, sondern vom üblicherweise verwendeten einfachen Silikatglas. Die Oberfläche ist sehr Fingerabdruck anfällig, Kratzer haben wir jedoch noch keine feststellen können. Wir empfehlen die ab Werk aufgebrachte Folie auf dem Display zu belassen. Die Gleiteigenschaften sind ohne Folie ebenfalls lediglich befriedigend.

Alldocube M5S
Hardware & Performance

​Prozessor: ​Mediatek Helio X20 (MT6797) 20nm
2x 2,3GHz ARM Cortex-A72
4× 1,85GHz, ARM Cortex-A53
4× 1,4GHz, ARM Cortex-A53
GPU:​ ​Mali T880-MP4 @780MHz
RAM (Geschwindigkeit):​​3GB LPDDR3 (6,15GB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​32GB (Lesen: 139MB/s, Schreiben: 97MB/s)
Micro SD (Geschwindigkeit R/W):​Ja (bis 128GB)
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Fingerabdruck Scanner:​​Nein
​Sensoren:​Beschleunigung
Besonderheiten:​​DualSIM LTE
Abmessungen / Gewicht:​​241,3 x 171,7 x 8,9mm
153g

In Sachen Hardware verbaut Alldocube beim M5S den schon etwas älteren Mediatek Helio X20 (MT6797) SoC mit seiner maximal auf 2,3GHz taktenden 10-Kern CPU. Für den kleinen Preis ist das schon eine Ansage, auch wenn der Chip nicht mehr der jüngste ist. Ebenfalls stehen dem Nutzer 3GB LPDDR3 Arbeitsspeicher und 32GB interner Speicher zur Verfügung. Letzterer kann via Micro SD Karte um bis zu 128GB erweitert werden. Ausgehend von der verbauten Hardware liegen sämtliche Benchmark im Rahmen der zu erwartenden Ergebnisse. Im Antutu Benchmark erreicht das Chinatablet immerhin 100k Punkte. Im Alltag gibt es keine Probleme mit moderatem Multitasking, wohl aber bei fordernden Apps. Während der „High-Level" GFX-Bench Tests stürzte das Tablet leider regelmäßig ab.

Beim Spielen sieht die Sache durchwachsen aus. Öffnet man nur ein Spiel, geht die Performance in Ordnung. Spiele wie World of Tanks Blitz lassen sich auf geringen Detailstufen flüssig spielen. Hat man jedoch im Hintergrund mehrere Apps geöffnet, kommt es auch zu vereinzelten Rucklern. Ohnehin kam uns das Alldocube M5S im Alltag etwas träge vor, wobei dies eine subjektive Einschätzung ist und daran liegen kann, dass wir regelmäßig auch weitaus leistungsstärke Geräte zum Test vorliegen haben. Während der einwöchigen Testphase gab es ansonsten keine unangenehmen Auffälligkeiten. Das Tablet wird nie zu warm und abgesehen von den Benchmark-Abstürzen gab es keine Abstürze oder auffallend lange Ladezeiten beim Öffnen von Apps.

Positiv überrascht waren wir vom Micro SD Slot, denn dieser erreicht eine Leserate von ca. 72MB/s und eine gute Schreibrate von 62MB/s. Viele günstige Tablets zeigen hier Schwächen, das Alldocube M5S nicht. Der interne Speicher erreicht ca. 139MB/s beim Lesen und 97MB/s beim Schreiben. Keine Bestwerte, für den Preis aber akzeptabel. Der LPDDR3 Arbeitsspeicher ist mit 6,15GB/s für die verwendete Technik ziemlich flott.

Kritik äußern wir dagegen beim verbauten Micro USB Port. USB Typ-C wäre wünschenswert gewesen. Außerdem hapert es bei den Sensoren. Das Alldocube M5S bietet lediglich einen Beschleunigungssensor und hätte durchaus einen Lichtsensor (Adaptive Helligkeit) und einen Kompass sowie ein Gyroskop vertragen können. Zumindest hätte sich das China Tablet hier von der Konkurrenz etwas deutlicher absetzen können. 

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Alldocube M5S
Software

​Variante: ​Android (Stock)
Sicherheitspatch im Test: Februar 2018
​Android Version: ​8.0.0
Google zertifiziert:​Nein
DRM Technologien:​Widevine L3
Bloatware​:​Nein
Root Zugriff:​​Nein
OTA Updates:​​Ja
Schadsoftware:​​Nein

Ausgeliefert wird das Alldocube M5S mit Android 8.0.0 und veraltetem Sicherheitspatch vom Februar 2018. Das System ist frei von erkennbarer Schadsoftware und Bloatware. Updates kommen via OTA rein, doch ob diese regelmäßig erscheinen werden bleibt abzuwarten. Im Test gab es kein Update.

Einstellungsmöglichkeiten wie Dura Speed oder Miravision sind vorhanden und verbessern die Benutzererfahrung ein wenig. Mit Hilfe von Dura Speed können Vordergrund-Apps priorisiert werden, wohingegen Hintergrund-Apps aus dem Zwischenspeicher gelöscht werden. Wie beim Punkt Display erwähnt, kann der Nutzer dank Miravision diverse Displayeinstellungen vornehmen.

Zwei Kritikpunkte an der Software sind wiedereinmal die fehlende Google Zertifizierung, aber auch das Fehlen von Widevine Level 1 DRM. Letzteres ist nur Level 3 DRM und so lassen sich Streaming-Inhalte von Amazon Prime, Netflix und anderen Diensten die Widevine DRM nutzen lediglich in SD-Qualität anschauen.

Alldocube M5S
Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: ​GSM: 2/3/5/8
WCDMA: 1/2/5/8
FDD-LTE: B1/2/3/5/7/8/20/40
WLAN:​ ​802.11 ac/a/b/g/n (2.4GHz/5GHz)
Bluetooth:​​4.2
NFC:​​Nein
HotKnot:​​Nein
Dual-SIM:​​Ja (2x Nano SIM)
Positionsbestimmung:​​GPS, A-GPS, GLONASS, BDS

Beim Empfang wird es dann spannend. Ein Highlight vom Alldocube M5S ist sicherlich das duale LTE-Modem. Der Nutzer kann zwei Nano SIM Karten gleichzeitig verwenden und kann somit die Ressourcen seines Smartphones (Hotspot) schonen und ist auch nicht auf separaten WLAN-Empfang angewiesen. Darüber hinaus lassen sich so SMS empfangen bzw. schreiben und auch notfalls Anrufe tätigen bzw. empfangen. Im Alltag sieht es mit der Telefonie ein wenig lustig aus, da der Anrufer per Medienlautsprecher zu hören ist. Wer jedoch ein BT-Headset verwendet, der kann relativ normal und vorallem gewohnt ungestört telefonieren. Selbiges gilt für die Verwendung von normalen Headsets via 3,5mm Klinkenport. Die Empfangsqualität ist für ein Tablet gut und auch in Räumen bleibt das Signal erhalten. Der mobile Internetzugriff hat im Test einwandfrei funktioniert.

In Sachen WLAN bringt das Alldocube M5S ein Dualband AC-WLAN Modul mit. Die von uns durchschnittlich erreichte Downloadgeschwindigkeit lag bei 44Mbps im 2.4GHz Band und sehr guten 91,7Mbps im 5GHz Band (100Mbit Internet Anbindung). Eine Entfernung zum Router von 5m brachte keine nennenswerten Veränderungen im Durchsatz. Für Videostreaming oder Onlinegames sind diese Werte allemal ausreichend. Bluetooth 4.2 Unterstützung ist ebenfalls mit an Bord. Dateiübertragungen via Bluetooth, sowie Kopplungen mit Endgeräten wie Bluetooth-Kopfhörern klappten fehlerfrei.

Das Tablet hat darüber hinaus GPS an Bord. Grundlegend sollte Navigation also kein Problem darstellen. In synthetischen Tests erreichte das Alldocube M5S eine Genauigkeit von 2-3m bei 15-17 eingebundenen Satelliten.

Alldocube M5S
Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Stereo
Noise Cancelling Mikrofon:​ ​Nein
Dedizierter Audio DAC:​​Nein
Dedizierter Verstärker:​​Nein

Die Audioqualität geht beim Alldocube M5S in Ordnung. Die Stereospeaker sind zwar zentral unten angeordnet, so dass der Stereoeffekt auf der Strecke bleibt, jedoch ist die maximale Lautstärke ausreichend und der Sound bis auf fehlende Tiefen befriedigend. Einen Totalausfall wie beim Alldocube Knote 5 habt ihr hier nicht zu erwarten. Die Qualität via Kopfhörer ist gut. Die Sprachqualität ist ebenfalls gut. Zwar klingt der Anrufer über die Medienlautsprecher ungewohnt, aber keinesfalls blechern. Wie beim Punkt Empfang erwähnt bietet sich hier die Verwendung eines Headsets an.

Alldocube M5S
Kamera

​Hauptkamera: ​5MP
​Frontkamera: ​2MP
​Blitz:​Ja (Hauptkamera)
​Fokus:​AF
​Slow Motion:​Nein

​Im Alldocube M5S wurden zwei Kamerasensoren verbaut. Die Frontkamera besitzt einen 2MP Sensor mit festem Fokus und die rückseitige Hauptkamera verfügt über einen 5MP Sensor mit Autofokus und LED Blitz. Für gelegentliche Selfies mag die Frontkamera bei guter Ausleuchtung noch zu gebrauchen sein. Die Hauptkamera erfüllt trotz etwas besser Qualität nicht ihren Zweck. Landschafts- bzw. Makroaufnahmen sind nicht alltagstauglich und reichen an günstige Smartphone-Kameras nicht heran. Für die meisten dürfte das bei einem Tablet aber nicht relevant sein. Videos können jeweils in Full HD (1080p) aufgenommen werden. Aber auch hier gilt: Skypen ja, mehr nicht.

Alldocube M5S
Akku

​Kapazität (Angabe): ​6.600mAh
​Kapazität (Gemessen): ​ca. 6.200mAh
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​​Nein

Alldocube verspricht für das M5S einen 6.600mAh Akku und kann dieses Versprechen diesmal auch halten. Mit dem Amperemeter konnten wir ca. 6.200mAh verifizieren und auch die Screen-On Zeit von ca. 7-8 Stunden passt zu den Angaben. Bei normaler Nutzung hält der Akku einen Tag durch. Leider kann das Tablet lediglich per Micro USB geladen werden und das dauert mit dem mitgelieferten Netzteil knappe 4 Stunden. Eine Ladung von 20 auf 80% dauert im  Standby ca. 3 Stunden und 15 Minuten. Im Übrigen wird das Netzteil beim Ladevorgang sehr heiß, so dass wir dieses nach dem Ende der Testzeit vernichten und lieber ein eigenes Netzteil weiterverwenden werden. Jedes handelsübliche Netzteil mit USB / Micro USB kommt dafür in Frage, also auch eure alten Netzteile von Smartphones.

Alldocube M5S
Fazit

Unterm Strich ist das Alldocube M5S ein solides Low-Budget Tablet mit einigen Vorzügen gegenüber der gleichteuren Konkurrenz á la Teclast, Medion oder Lenovo. Die Vorzüge liegen in der Dual SIM LTE Fähigkeit mit Band 20 LTE und beim Full HD OGS Display. Wenn überhaupt gibt es für den Preis nur minimale Kritik bezüglich der gefühlten Alltagsperformance (subjektiv), den Schwächen beim Touchscreen, sowie dem veralteten Micro USB Anschluss und dem Fehlen von Widevine Level 1. Für rund 130 bis 150€ ist das Alldocube M5S ein solides Budget Tablet

Pro Contra
​+ Preis-Leistung ​- Digitizer mit Input Lag und ab 3 Fingern unzuverlässig
+​​ Verarbeitung-​​ Gefühlte Alltagsperfomance etwas träge (subjektiv)
+​​ Display-​​ Nur Micro USB Anschluss
+​​ Hardware-​​ Kein Widevine Level 1
+​​ Software- Netzteil wird zu warm (austauschen!)
+​​ Empfang- Keine Google Zertifizierung
+​​ Audio
​+ Sprachqualität
​+ Akku (Ausdauer)

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