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Alldocube KNote 5 Testbericht

alldocube-knote5 Alldocube KNote 5 mit Type Cover

Alldocube ist ein alter Hase unter den Herstellern von China Tablets und hat kürzlich mit dem KNote 5 ein 2 in 1 Tablet mit dem relativ neuen Gemini Lake Celeron N4100 Prozessor, Windows 10 und Type Cover vorgestellt. Das Alldocube KNote 5 besticht durch sein relativ kompaktes Design, einem echten USB Typ-C 3.1 Anschluss sowie einem attraktiven Preis von rund 290€ inklusive Type Cover oder 250€ ohne Type Cover. Im Praxistest hat das KNote 5 jedoch Schwächen offenbart, welche es für den Einsatz im Alltag unbrauchbar machen. Welche das sind, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Alldocube KNote 5
Verpackung & Lieferumfang

​Die Verpackung vom Alldocube KNote 5 macht einen sehr guten Eindruck. Das Tablet wird euch in einer großen, schwarzen Box geliefert. Der Deckel ist zum Schutz beim Transport mit Schaumstoff ausgekleidet. Gleich nach dem Abziehen des Deckels zeigt sich das Tablet, welches sich in einer Plastiktüte befindet und jeweils auf der Vorder- und Rückseite eine Schutzfolie trägt. Nimmt man das Inlay heraus, in welchem sich das Tablet befindet, erscheinen zwei Boxen mit dem Zubehör. Dieses umfasst:

  • ​Ein 12V / 2,5A Netzteil mit Hohlklinke
  • Eine Kurzanleitung und Garantiekarte
  • Einen USB Typ-C auf USB Typ-A Adapter
  • Einen USB Typ-C Hub mit vier Anschlüssen

Der mitgelieferte USB Typ-C Hub ist eine nette Zugabe, enttäuscht aber in der Nutzung. Die blaue Färbung der USB Anschlüsse suggeriert einen USB 3.0 Hub. Tatsächlich erreicht der Hub jedoch nur USB 2.0 Geschwindigkeit. Hinzu kommt, dass unser Hub an einem Wackelkontakt​ leidet und somit unbrauchbar ist.

Das Type Cover wird in einer separaten Box geliefert und kostet einzeln rund 55€. Wofür man den hohen Preis bei separatem Kauf bezahlt ist allerdings fraglich. Das Type-Cover hat keine Besonderheiten wie z.B. USB Anschlüsse oder eine Tastatur Beleuchtung. Später gehen wir auf das Type Cover natürlich noch genauer ein.

Alldocube KNote 5
Design & Verarbeitung

​Das Design vom KNote 5 ist schlicht aber ansprechend. Die Displayränder sind relativ schmal, aber immer noch breit genug um beim Halten des Tablets nicht auf den Touchscreen zu kommen. Der Rahmen besteht aus Kunststoff und ist seinerseits leicht gewölbt. Die Rückseite wird von einer Metallplatte bedeckt und sorgt für ein hochwertiges Gefühl in der Hand. Der Übergang vom Plastikrahmen zum Metall ist sauber verarbeitet. Kritisieren müssen wir aber, dass sich das Tablet schon mit wenig Kraftaufwand biegen lässt. Hier zeigt sich der Plastikrahmen als Nachteil. In der Praxis ergibt das aber beim Transport im Type-Cover, welches das Tablet zusätzlich stabilisiert, keinen wirklichen Nachteil, weshalb man den Makel verschmerzen kann.

Unerwartet hoch fällt das Gewicht vom Alldocube KNote 5 aus. Für ein 11,6 Zoll Tablet ohne CNC-Metallgehäuse wiegt das Gerät mit 810g ziemlich viel. Hält man das Tablet länger in der Hand, wird das auf Dauer unangenehm. Zählt man da noch das Type Cover dazu, hat man beim Transport einen ordentlichen Brocken in der Tasche, der fast so viel wiegt wie ein vergleichbares Ultrabook. Was die Abmessungen betrifft, so kommt das KNote 5 auf 28,9 x 18 x 0,95cm.

In Sachen Anschlüsse zeigt sich das Alldocube KNote 5 äußerst sparsam. Vollwertige USB Anschlüsse gibt es nicht. Stattdessen wird links ein USB Typ-C 3.1 Anschluss verbaut, mit dem man per Adapter oder Hub die meisten Anschlüsse nachrüsten kann. Auch einen HDMI Anschluss gibt es nicht. Zu dem Typ-C Anschluss gesellt sich auf der linken Seite noch der DC-In Eingang, ein Micro SD Kartenleser, sowie eine Lautsprecher Öffnung. Rechts befindet sich dann die zweite Lautsprecher Öffnung, die Tasten für Lautstärke und Power, sowie ein 3,5mm Kopfhörer Anschluss. Auf der Unterseite findet man den Pogo-Port für das Type Cover. Der Front fehlt der sonst typische Windows Button. Hier findet man nur eine Webcam. Auf eine rückseitige Kamera verzichtet Alldocube.

Alldocube KNote 5
Type Cover

Das Type Cover besteht aus einem grau-blauen Kunstleder ohne Textur. Das Finish fühlt sich äußerst weich und seidig an und hinterlässt so nicht nur einen guten Eindruck, sondern hält auch Schmutz sehr gut fern. Der Deckel des Type Covers ist in zwei Teile unterteilt verfügt in der Mitte über ein silbernes Scharnier aus Metall. Klappt man den Deckel mit diesem Scharnier um, entsteht ein Standfuß für das Tablet, mit dem man den Displaywinkel wunderbar einstellen kann. Das Tablet lässt sich so weiter aufklappen als die meisten Laptops und bleibt trotzdem stabil stehen. Das Scharnier ist allerdings übermäßig schwergängig, was das Aufklappen eher mühsam macht. Man braucht dazu immer zwei Hände, denn mit einer Hand biegt sich nur der Deckel durch.

Das Einsetzen des Tablets in das Type Cover geht sehr einfach. Man muss das KNote 5 nur über den Pogo-Port des Covers halten und schon schnappen beide Teile dank starker Magnete zusammen. Das Tablet sitzt dann auch sehr fest im Cover und die Verbindung löst sich nicht, wenn man das Tablet mitsamt Cover anhebt. Dennoch trennt sich das Tablet gelegentlich vom Cover, wenn man das Cover aufklappt. Das ist etwas nervig, im Endeffekt aber nicht weiter schlimm.

Die Qualität der im Type Cover verbauten Tastatur (QWERTY Layout) geht in Ordnung. Die Tasten haben einen angenehmen Hub von ca. 2mm und sind ebenmäßig verbaut. Das haptische Feedback ist für ein Type Cover sehr gut und die Tasten überraschend stabil, wackeln also nicht. Von der Größe her sind die Tasten mit 15,3mm nicht so groß wie bei einem echten Laptop, was sich aber nach kurzer Eingewöhnung nicht negativ bemerkbar macht. Insgesamt kann man auf der Tastatur sehr schnell tippen und es kommt nicht zu doppelten oder übersprungenen Anschlägen.

Sogar das Touchpad überzeugt bis zu einem gewissen Grad. Auch dieses verfügt über ein seidiges und sehr gleitfreudiges Finish, was der Präzision enorm dienlich ist. Eingaben werden hier ohne Verzögerung und genau erkannt. Leider handelt es sich jedoch nicht um ein Precision Touch Pad. Die vordefinierten Windows 10 Gesten lassen sich also nicht konfigurieren bzw. deaktivieren. Das stört etwas, da das Touchpad relativ klein ist und man so gelegentlich die Gesten am Rand triggert, ohne dies zu wollen. Das Touchpad verfügt übrigens auch über Maustasten. Hierzu drückt man die gesamte Fläche nach unten. Die Tasten haben einen knackigen Druckpunkt und genügend Widerstand um ein versehentliches Klicken zu vermeiden.

Alldocube KNote 5
Display

​Größe: ​11,6 Zoll
Auflösung:​ ​1920 x 1080
Technologie​:​IPS OGS LCD
​Anzahl Berührungspunkte:​10 (kein Stylus Support)
Gehärtetes Glas:​​Nein
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Nein

​Oh Wunder: Das Alldocube KNote 5 kommt mit einem OGS Display daher. Das LCD Panel ist also mit dem Frontglas laminiert und es gibt keinen Spalt zwischen den Teilen. Dies sorgt für ein brillanteres Bild und weniger Spiegelungen. Zudem können sich keine Staubkörner zwischen das Display und das Glas mogeln. Alldocube verbaut im KNote 5 ein sehr hochwertiges LCD Panel mit einer klasse Darstellung. Hier stimmt fast alles. Die Blickwinkelstabilität ist super, das Bild scharf und Farben wirken natürlich und lebendig. Es macht wirklich Spaß mit auf dem Display Bilder oder hochwertiges Videomaterial anzusehen.

Ein Manko ist allerdings die geringe Helligkeit. Selbst für ein China Tablet wird das Display im KNote 5 nicht sehr hell und wir hatten teilweise schon Indoor den Wunsch nach einer höheren Helligkeitsstufe, obwohl bereits das Maximum eingestellt war. Was im Freien bei hellem Sonnenlicht passiert, müssen wir also nicht näher erläutern. Selbst im Schatten sind manche Inhalte schon schwer zu erkennen.

Der Touchscreen kann bis zu 10 Finger gleichzeitig erkennen und unterstützt keinen aktiven Stylus. Im Test ist uns die relativ geringe Touch Auflösung aufgefallen, welche beim Scrollen oder Verschieben von Icons zu einem deutlichen Stottern in der Bewegung führt. Die Genauigkeit leidet darunter aber nicht. Hinzu kommt ein relativ starker Input Lag. Bewegt man Inhalte mit dem Finger, wird die Bewegung mit einer deutlichen Verzögerung umgesetzt.

Hinzu kommt noch, dass beim KNote 5 am Displayglas gespart wurde. Es handelt sich um einfaches Silikatglas, welches entsprechend anfällig für Kratzer ist. Eine Schutzfolie ist also zu empfehlen. Auch die Oberfläche des Glases ist alles andere als optimal. Das Glas ist uneben, was man deutlich sieht, wenn man es mit Gegenlicht betrachtet. Die Oberfläche ist auch nicht sehr gleitfähig sondern bremst den Finger eher, was nicht wirklich angenehm ist. Das Glas fühlt sich in etwa so an, wie wenn man mit dem Finger über ein Fenster streicht. Fingerabdrücke setzen sich extrem schnell ab und sind nur sehr mühsam zu entfernen.

Alldocube KNote 5
Hardware & Performance

​Prozessor: Intel Celeron N4100 (14nm)
- Intel Gemini Lake Plattform (x86_64)
- 4x "Goldmont Plus" 1,10GHz - 2,4GHz (kein Multi-Threading)
GPU:​ ​Intel UHD Graphics 600
- 200MHz - 700MHz Takt
- 12 Ausführungseinheiten
- Natives VP9 und H.265 Decoding (8-Bit)
RAM (Geschwindigkeit):​​4GB LPDDR4 RAM (2133MHz)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​128GB M.2 2242 SATA 3 SSD (490 / 367MB/s)
Unbekannter Hersteller
Micro SD (Geschwindigkeit R/W):​Ja (26 / 23MB/s)
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Fingerabdruck Scanner:​​Nein
​Sensoren:​Nein
Besonderheiten:​​USB Typ-C 3.1
Abmessungen / Gewicht:​28,9 x 18 x 0,95cm
810g

​Nach dem Test vom Jumper EZBook X4 haben wir auch beim KNote 5 aufgrund des Celeron N4100 eine ordentliche Performance erwartet, wurden aber enttäuscht. Alldocube drosselt den Chip per Power Limits (6W) massiv und sorgt so für eine eher unbefriedigende Performance, die eher an einen Chip der Atom X5 Reihe erinnert. Windows Animationen ruckeln häufig und flüssiges Scrollen von Webseiten in Google Chrome ist nicht möglich. Um die Performance zu verbessern, muss man per Throttle Stop die Power Limits anheben. Das Tablet läuft dann deutlich runder, erreicht aber immer noch nicht die Geschwindigkeit des in der Ausstattung identischen EZBook X4. Woran das nun liegt, lässt sich schwer sagen. An der Software jedenfalls nicht, denn wir haben unser Tablet frisch installiert.

Zur Kühlung scheint das Alldocube KNote 5 die Metallrückseite zu nutzen, denn diese erwärmt sich im Bereich des Mainboards schnell und deutlich. Unangenehm wird die Abwärme nicht, aber man merkt schon deutlich, wenn der Prozessor gerade etwas mehr zu tun hat. Die gute Ableitung macht sich jedoch bezahlt, denn selbst mit angehobenen Power Limits erreicht der Prozessor nur 94°C unter Volllast und kommt nicht ins Thermal Throttling.

Der Arbeitsspeicher basiert auf LPDDR4 RAM. Ausgestattet wird das KNote 5 jedoch nur mit 4GB. Das reicht allerdings völlig, denn alles was man mit einem Celern N4100 sinnvoll machen kann, passt in diese Größe. 6 oder gar 8GB RAM wären Overkill. Klar, man könnte dann extrem viele Apps gleichzeitig offen haben, doch das würde dazu führen, dass die ohnehin schon mäßige Performance noch mehr in die Knie geht. Der RAM Takt beträgt übrigens nur 2133MHz statt der mit dem Celeron N4100 maximal möglichen 2400MHz.

Im KNote 5 verzichtet man auf langsamen eMMC Speicher und verbaut stattdessen eine M.2 SATA 3 SSD, welcher aber nicht ohne weiteres getauscht oder aufgerüstet werden kann. Welche SSD genau zum Einsatz kommt, können wir nicht sagen. Entsprechende Tools liefern keinen Hersteller und auch der Smart Status liefert nur Default Werte. Es scheint sich also um eine relativ billige SSD zu handeln. Die Geschwindigkeit geht mit knapp 500MB/s beim Lesen und 370MB/s beim Schreiben (sequenziell) voll in Ordnung.

Der USB Typ-C Anschluss bietet den USB 3.1 Standard und kann somit einen entsprechenden Typ-C Hub nicht nur mit USB 3.0 Geschwindigkeit versorgen, sondern auch ein Videosignal ausgeben. Mit einem Power Delivery Netzteil kann das Tablet über den Anschluss auch geladen werden. Mit einem entsprechenden Hub ist dann auch das gleichzeitige Aufladen und die Nutzung von HDMI und USB Anschlüssen möglich. Der Typ-C Anschluss liefert auch genügend Strom für Peripherie. Wir haben am KNote 5 problemlos gleichzeitig eine 2,5" SSD und eine 2,5" Festplatte an einem Typ-C USB 3.0 Hub betreiben können. Die Nutzung eines externen Bildschirms war ebenfalls problemlos möglich.

Der Micro SD Kartenleser erreicht wie die meisten China Tablets und China Laptops nur mäßige Datenraten. Mehr als 20MB/s solltet ihr nicht erwarten.

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Alldocube KNote 5
Software

​Variante: ​Home 64-Bit
Version: ​Windows 10

​Das Alldocube KNote 5 wird mit einem englischen Windows 10 Home 64-Bit ausgeliefert. Das System kann problemlos auf Deutsch umgestellt werden. Standardmäßig befindet sich auf dem Tablet weder Schadsoftware noch irgendwelche vorinstallierten Apps. Ihr bekommt also ein nacktes Windows. Windows Updates funktionieren ab Werk ohne Probleme, sodass wir das Tablet gleich auf die neueste Version aktualisieren konnten.

Aufpassen sollte man jedoch, wenn man das KNote frisch aufsetzen möchte. Hier empfiehlt es sich unbedingt vor der Neuinstallation den Windows Key auszulesen. Grundsätzlich sollte das übrigens jeder tun, denn man weiß ja nie, ob die Installation nicht plötzlich den Geist aufgibt und dann eine Neuinstallation nötig wird. Der Grund, warum ein Backup Sinn macht ist, dass Alldocube den Windows Schlüssel nicht im UEFI speichert und trotzdem keinen Lizenz Sticker beilegt. Wer also die SSD formatiert ohne den Windows Schlüssel zu sichern, verliert seine Lizenz und darf sich Windows 10 kaufen. Die Hardware vom KNote 5 wird nach einer Neuinstallation leider nicht vollständig erkannt. Man benötigt also ein Treiber Paket um alle Geräte zu installieren. Wir haben euch wie immer ein Backup von unserem Tablet angefertigt, welches ihr hier herunterladen könnt.

Das UEFI Menü hat Alldocube beim KNote 5 leider gesperrt. Es stehen also nur die grundlegenden Einstellungen zur Verfügung, nicht aber die erweiterten Einstellungen. So lassen sich z.B. die Thermal Limits nicht im UEFI deaktivieren, sondern man muss entsprechende Zusatzsoftware wie z.B. Throttle Stop nutzen.

Alldocube KNote 5
Empfang & Konnektivität

​Bluetooth: ​Bluetooth 4.0
WLAN:​ ​WLAN 802.11a/b/g/n/ac

​Für die WLAN Verbindung im Alldocube KNote 5 zeigt sich eine Intel Dual Band Wireless-AC 3165 zuständig. Die Empfangsleistung des Tablets ist exzellent und selbst ein Stockwerk unter dem Router ist der Durchsatz mit über 90Mbit/s für ein China Tablet überdurchschnittlich gut. Der theoretisch erreichbare Maximalwert liegt bei 433Mbit/s. In der Praxis haben wir (limitiert durch den Internetzugang) 200Mbit/s im Speed-Test gemessen, was auch zuverlässig auf dem gesamten Stockwerk des Routers erreicht wurde.

Darüber hinaus gibt es natürlich auch Bluetooth Unterstützung, allerdings nur für den 4.0 Standard. Auch das Bluetooth Modul hat im Test ohne Auffälligkeiten funktioniert. Bluetooth Kopfhörer wurden schnell erkannt und die Übertragung war ohne Störungen. Die störungsfreie Reichweite beträgt drei bis vier Räume.

Alldocube KNote 5
Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Stereo
Mikrofon:​ ​Stereo
Soundkarte:​Realtek HD Audio

​Die beiden Lautsprecher im Alldocube KNote 5 hätte der Hersteller auch einfach weglassen können. Die Lautsprecher sind schlicht und einfach unbrauchbar. Die Lautstärke ist dermaßen niedrig, dass man bei Audio Dateien oder Videos mit normalem Lautstärkepegel kaum etwas hört. Hinzu kommt, dass die Lautsprecher trotz der geringen Lautstärke zum Kratzen tendieren - wie auch immer das physikalisch möglich ist. Im Grunde klingt das Tablet wie ein Smartphone, bei dem die Lautsprecher Öffnung mit dem Finger abgedeckt wird.

Der Kopfhörer Anschluss vom KNote 5 funktioniert ebenfalls nicht korrekt. Auch hier ist die Lautstärke so gering, dass man fast nichts hört. Zudem wird nur auf dem linken Kanal Audio abgespielt. Der rechte Kanal bleibt völlig still.

Das Stereo Mikrofon, dessen zwei Einheiten jeweils neben der Webcam platziert wurden, liefert einen klaren und natürlichen Klang. Im Hintergrund ist ein leichtes Störgeräusch zu vernehmen, was aber nicht weiter schlimm ist. Störender ist da eher, dass auch hier der Pegel zu niedrig ist und man recht laut reden muss, um in einer ordentlichen Lautstärke aufgezeichnet zu werden. In der unten eingebetteten Beispielaufnahme wurde mit normaler Lautstärke gesprochen.

Mikrofon Sample

Alldocube KNote 5
Kamera

​Alldocube stattet das KNote 5 mit einer 3MP Webcam aus. Diese liefert bei ordentlicher Ausleuchtung eine ausreichende Qualität für anspruchslose Profilbilder und Videochats. Wer eine qualitativ hochwertige Kamera benötigt, ist hier fehl am Platz. Videos werden mit 720p Auflösung aufgezeichnet. Die Kamera ist leider nicht zentriert angebracht, was dazu führt, dass man selbst am linken Displayrand erscheint, wenn man mittig vor dem Tablet sitzt.

Alldocube KNote 5 Kamera

Alldocube KNote 5 Akkulaufzeit
Akku

​Kapazität (Angabe): ​4.000mAh
​Kapazität (Gemessen): ​-
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​​Ja (USB Power Delivery)

​Das KNote 5 soll laut Alldocube mit einem 4.000mAh Akku (7,6V) ausgestattet sein. Das entspricht also auf dem Papier dem, was auch z.B. im fast identisch ausgestatteten Jumper EZBook X4 steckt. Dementsprechend darf man vom KNote 5 eine Laufzeit zwischen 5 und 8 Stunden, je nach Systemlast und gesetzten Power Limits, erwarten. Leider ist das nicht der Fall. Im Alltag hält der Akku gerade einmal ein bis maximal zwei Stunden durch. Woran das genau liegt, können wir nicht beurteilen. Ein Software Problem wurde durch eine Neuinstallation ausgeschlossen. Selbst mit einem frisch installierten Windows ohne installierte Programme, ist der Akku in Rekordzeit leer. Die Helligkeit vom Display ändert daran kaum etwas.

Das einzig Positive ist die kurze Ladezeit des Akkus, was allerdings über die schlechte Laufzeit nicht hinwegtrösten kann. Mit dem mitgelieferten Netzteil ist der Akku in einer Stunde und 15 Minuten voll aufgeladen. Über den USB Typ-C Anschluss mit einem USB Power Delivery fähigen Netzteil sind es sogar nur glatte 60 Minuten.

Alldocube KNote 5 Akkulaufzeit

Alldocube KNote 5
Fazit

​Man kann nur darüber rätseln, was Alldocube sich beim KNote 5 gedacht hat. Vermutlich nicht viel. In den Grundzügen ist es ja ein tolles Tablet - vor allem auch für den Preis von 290€ (manchmal noch weniger) inklusive Type Cover. Doch die großen Probleme wie zum Beispiel die unbrauchbaren Lautsprecher und der nicht funktionsfähige Kopfhörer Anschluss, machen das Gesamtpaket kaputt. Sicherlich werden einige Nutzer, welche nach einem Tablet für Office und zum Surfen suchen damit leben können, doch die extrem schlechte Akkulaufzeit wird auch diesen Nutzern einen Strich durch die Rechnung nutzen. Was nützt einem ein Tablet, welches man ständig ans Stromnetz hängen muss? Richtig, gar nichts. Da tut es dann auch ein ganz normaler Computer. Unterm Strich können wir vom Alldocube KNote 5 also nur abraten und bleiben extrem enttäuscht zurück. Von Alldocube hätten wir mehr erwartet.

Pro Contra
​+ Gute Verarbeitung ​- Verglichen mit anderen Celeron N4100 Geräten schlechte Performance
+​​ Hochwertiges und laminiertes IPS LCD Display-​​ Unbrauchbare Lautsprecher
+​​ Gute Kühlung-​​ Unterirdische Akkulaufzeit
+​​ Schnelle 128GB SSD-​​ Display Beleuchtung zu schwach
+​​ LPDDR4 RAM-​​ Touchscreen Oberfläche kaum gleitfähig
+​​ Echter USB Typ-C Anschluss-​​ Billiges Silikatglas mit unebener Oberfläche
+​​ Sauberes und lizenziertes Windows 10-​ Windows Lizenz Key nicht im UEFI gespeichert und nicht in Papierform beiliegend
​+ Sehr gute Empfangsleistung​- Touchscreen mit niedriger Auflösung und deutlicher Eingabeverzögerung
​+ Gutes Type Cover​- Übertrieben hohes Gewicht
​- Webcam nicht zentriert
​- Kopfhörer Anschluss unbrauchbar

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Kommentare 3

Gäste - Vladi am Dienstag, 07. August 2018 08:24

Fakt ist, die genannte Akkulaufzeit ist rein rechnerisch schlicht nicht möglich, wenn der Akku keinen Defekt hat oder das Gerät ständig auf Vollgas läuft (wobei es dann ordentlich heiß werden müsste). Aber zum Glück gibt es ja auch genug Tests, die eine normale Akkulaufzeit ermittelt haben... Nette Story mit dem zweiten Gerät...
Achja, der DDR4 Ram läuft bei mir auch mit 2400MHz...

Fakt ist, die genannte Akkulaufzeit ist rein rechnerisch schlicht nicht möglich, wenn der Akku keinen Defekt hat oder das Gerät ständig auf Vollgas läuft (wobei es dann ordentlich heiß werden müsste). Aber zum Glück gibt es ja auch genug Tests, die eine normale Akkulaufzeit ermittelt haben...:o Nette Story mit dem zweiten Gerät...:D Achja, der DDR4 Ram läuft bei mir auch mit 2400MHz...;)
Gäste - Vladi am Montag, 06. August 2018 14:40
Fragwürdiges Review

Offensichtlich ist der Akku an eurem Gerät defekt. Kein Grund die ganze Serie so abzuwerten. Normalerweise hält er locker 6h und ist damit vergleichbar mit anderen Geräten dieser Art. Der Touchscreen ist mit der ab Werk aufgebrachten Schutzfolie weder uneben, wenig gleitfähig noch gibt es Verzgögerungen oder eine schlechte Auflösung. Die Helligkeit ist in Ordnung. Das Display ist dagegen nicht wie erwähnt volllaminiert...
Ich frage mich, ob ihr wirklich das gleiche Gerät testet habt, das ich hier stehen habe und mit dem ich völlig zufrieden bin...

Offensichtlich ist der Akku an eurem Gerät defekt. Kein Grund die ganze Serie so abzuwerten. Normalerweise hält er locker 6h und ist damit vergleichbar mit anderen Geräten dieser Art. Der Touchscreen ist mit der ab Werk aufgebrachten Schutzfolie weder uneben, wenig gleitfähig noch gibt es Verzgögerungen oder eine schlechte Auflösung. Die Helligkeit ist in Ordnung. Das Display ist dagegen nicht wie erwähnt volllaminiert... Ich frage mich, ob ihr wirklich das gleiche Gerät testet habt, das ich hier stehen habe und mit dem ich völlig zufrieden bin...
Christopher am Montag, 06. August 2018 14:59

Ja so wird es sein....
Hier mal ein paar Fakten:
- Ein Kollege hat dieselben Probleme mit seinem Tablet
- Ein zweites Gerät das ich bei Gearbest geordert habe hat dieselben Fehler wie mein erstes Testgerät

Aber wenn du zufrieden bist, dann ist ja alles in Ordnung.

Ja so wird es sein.... Hier mal ein paar Fakten: - Ein Kollege hat dieselben Probleme mit seinem Tablet - Ein zweites Gerät das ich bei Gearbest geordert habe hat dieselben Fehler wie mein erstes Testgerät Aber wenn du zufrieden bist, dann ist ja alles in Ordnung. ;)
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