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Xiaomi Quartalszahlen: Dicker Verlust

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Xiaomi hat die Quartalszahlen für das erste Quartal 2018 vorgelegt. Daraus geht ein sehr deutliches Wachstum hervor. Das Wachstum der Umsätze betrug satte 88% und man konnte 5,3 Milliarden US Dollar an Einnahmen verzeichnen. Interessant ist dabei, dass Smartphones für Xiaomi mit dem wachsenden Portfolio an Produkten und Diensten weniger wichtig geworden sind. Der Anteil von Smartphones an Xiaomis Umsatz macht demnach nur noch 67,5% aus. 2017 lag der Wert noch bei über 70%. Über 30% des Umsatzes kommen mittlerweile von Xiaomi's Online Diensten sowie den Smart Home Geräten.

​Da Xiaomi allerdings nach wie vor sehr knapp kalkuliert und nach eigenen Angaben mit seinen Produkten nie mehr als 5% Marge generieren will, fällt es dem Unternehmen nach wie vor schwer Gewinn zu machen. Dies wird auch bei den Zahlen für das erste Quartal 2018 deutlich, denn Xiaomi hat wieder einen dicken Verlust gemacht. Trotz des Wachstums verzeichnet man ein Minus von etwas mehr als einer Milliarde US Dollar.

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Xiaomi plant ja bekanntlich einen Börsengang und könnte so nach derzeitigen Schätzungen um die 10 Milliarden US Dollar einsammeln. Das damit gewonnene Kapital will Xiaomi zu einem Anteil von 40% in die weitere Expansion stecken. Der Fokus liegt hier ganz klar auf Europa, wo Xiaomi jüngst deutliche Ambitionen gezeigt hat. Ob Xiaomi mit der weiteren Expansion in Richtung Europa an den Verlusten etwas ändern kann, ist jedoch fraglich. Auch hierzulande sind die Preise extrem knapp kalkuliert, was schnell deutlich wird, wenn man die Preise in Europa mit den Preisen in China vergleicht und berücksichtigt, welche Mehrkosten mit dem Verkauf in Europa verbunden sind. Hier geht es nicht nur um Steuern, sondern auch diverse Gebühren bezüglich EU Verordnungen zum Thema Elektroschrott, Altbatterien, Verpackungsmüll und nicht zuletzt auch Abgaben für Verwertungsgesellschaften. Hinzu kommt, dass mit der steigenden Anzahl von EU Kunden die Verluste steigen könnten. Derzeit bietet Xiaomi seine geldbringenden Dienste, welche die Smartphones subventionieren sollen, hauptsächlich in China an. Das Geschäft in Europa ist damit naturgemäß weniger einträglich, weshalb die knappen Margen unter diesem Umstand auf lange Sicht zum Problem werden können.

Umweltschutz könnte für weitere Verluste sorgen

​Xiaomi ist ein Umweltsünder. Dieser Vorwurf ist hart, entspricht aber der Wahrheit. Das Unternehmen kümmert sich um das Thema Umweltschutz quasi gar nicht und wurde dafür schon mehrfach gerügt. Unter anderem Greenpeace hat die Haltung der chinesischen Smartphone Hersteller bezüglich dem Umweltschutz mehrfach bemängelt. Xiaomi steht hier allerdings nicht alleine da. Auch Hersteller wie Oppo, Vivo und Huawei kommen bei dem Thema nicht gerade gut weg.

Bei Xiaomi sieht es allerdings so aus, als würde man das Thema Umweltschutz überhaupt nicht ernst nehmen. In der Supply Chain des Herstellers befinden sich einige Unternehmen, die mehrfach negativ aufgefallen sind. Konsequenzen seitens Xiaomi gibt es nicht. Und auch für ein Statement bezüglich der Haltung zum Umweltschutz stand Xiaomi bisher nicht zur Verfügung. Das Thema wird bisher konsequent ignoriert. Insbesondere unter dem Augenmerk des kommenden Börsengangs könnte sich das jedoch als Fehler erweisen. Xiaomi sollte also dringend etwas für sein Image in Sachen Umweltschutz tun. Das Problem an der Sache ist, dass die Umsetzung von strengeren Umweltrichtlinien Kosten verursachen wird. Dennoch ist das kein Grund das Thema nicht anzugehen. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass ein eventuelles Einschreiten der chinesischen Regierung deutlich mehr Kosten verursachen würde. Und ja, angesichts der Umweltprobleme die China hat, ist ein Einschreiten alles andere als unwahrscheinlich.

Quelle(n):

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Kommentare 1

Gäste - barbudo am Donnerstag, 14. Juni 2018 13:08

die gewinnspanne in der smartphone sparte, ist wirklich sehr gering. dies hatte auch damals hugo barra gesagt das damit fast keine gewinne erzielt werden. wenn die finanzen mitspielen, sollten sie ihre expansion vorantreiben. sie müssten eine zusamnenarbeit mit den telekommunikations unternehmen anstreben, damit man xiaomi geräte mit vertragsverlängerung erwerben kann...und und und. aber das wissen die schon, wird wahrscheinlich tausend andere gründe warum das alles so zögerlich vonstatten geht.

die gewinnspanne in der smartphone sparte, ist wirklich sehr gering. dies hatte auch damals hugo barra gesagt das damit fast keine gewinne erzielt werden. wenn die finanzen mitspielen, sollten sie ihre expansion vorantreiben. sie müssten eine zusamnenarbeit mit den telekommunikations unternehmen anstreben, damit man xiaomi geräte mit vertragsverlängerung erwerben kann...und und und. aber das wissen die schon, wird wahrscheinlich tausend andere gründe warum das alles so zögerlich vonstatten geht.
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