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Vivo Nex Pop-Out Kamera überrascht im Härtetest

vivo-nex-hartetest Das Vivo Nex im Härtetest

Das Vivo Nex beherrscht aktuell die Tech-Szene. Das liegt nicht nur am omnipräsenten Marketing während der Fußball Weltmeisterschaft, sondern auch am Konzept des Smartphones. Vivo bedeckt die Front fast komplett mit dem Display und musste deshalb die Frontkamera in einem Pop-Out Modul verstecken. Dieses fährt bei Bedarf aus dem oberen Rahmen des Smartphones aus. Zurecht fragen sich da viele, ob dieser Mechanismus nicht besonders anfällig ist. Wirkliche Tests der Stabilität gab es bisher nicht, da sich die meisten Tester nicht trauen das teure Smartphone zu malträtieren.

Nun hat sich der bekannte YouTube "JerryRigEverything" jedoch dazu durchgerungen und das Vivo Nex seinem üblichen Stabilitäts-Test unterzogen. Um eines vorweg zu nehmen: Für gewöhnlich halten wir nichts von solchen Videos und unterstützen diese nicht. Elektronik mutwillig zu zerstören ist etwas, dem wir sehr kritisch gegenüber stehen. Solche Geräte hinterlassen mit Blick auf die Umwelt einen enormen Fußabdruck, weshalb das mutwillige Zerstören dieser eine höchst fragwürdige Praktik ist, völlig unabhängig davon, was der Sinn solcher "Tests" ist.

In diesem Fall ist das Ergebnis aber sehr interessant, weshalb wir darüber ausnahmsweise mal hinwegsehen. JerryRigEverything führt in seinem Video einige Tests mit dem Kameramodul durch. Es wird daran gewackelt, gekratzt und versucht, das Modul mit Gewalt in das Gehäuse zu drücken oder es beim Einfahren festzuhalten. Dabei wird schnell klar, dass Vivo sich beim Design des Nex Gedanken über die Stabilität gemacht hat. Das Kameramodul und der zugrundeliegende Mechanismus scheint doch einiges auszuhalten und stabiler zu sein, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Belastungen im Alltag dürfte das Modul also auch auf lange Sicht unbeschadet überstehen. Was jedoch nicht getestet wurde, ist ein Sturz auf das ausgefahrene Kameramodul. Das Ergebnis eines solchen Versuchs dürfte aber klar sein. Der Mechanismus würde sich höchstwahrscheinlich verbiegen und dann nicht mehr korrekt funktionieren. Ein weiterer Punkt, welcher nicht getestet wurde, ist das Einführen von Fremdkörpern in den Mechanismus. Wie sich Staub oder andere Partikel und Fremdkörper auswirken, ist also nach wie vor unklar.

Wenn ihr euch das Video ansehen wollt, könnt ihr das hier tun.

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Kommentare 5

Gäste - Zarathustra am Samstag, 04. August 2018 02:16

Für gewöhnlich halten wir nichts von solchen Videos und unterstützen diese nicht. Elektronik mutwillig zu zerstören ist etwas, dem wir sehr kritisch gegenüber stehen. Solche Geräte hinterlassen mit Blick auf die Umwelt einen enormen Fußabdruck, weshalb das mutwillige Zerstören dieser eine höchst fragwürdige Praktik ist, völlig unabhängig davon, was der Sinn solcher "Tests" ist.


Was natürlich durch euch erst bewiesen werden muss. Jeder kann etwas von Fußabdrücken behaupten. Mit dem Gleichen "Argument" könnte man Crashtests kritisch gegenüber stehen. Es ist eben nicht unabhängig vom Sinn, da zerstörte Smartphones garantiert Müll verursachen und Belastungstests darüber Auskunft geben, was man den Smartphones zumuten kann und somit diesen vermeiden helfen. Das "klammert" die Frage vollständig aus, ob man ein Smartphone recyclen kann.

[quote]Für gewöhnlich halten wir nichts von solchen Videos und unterstützen diese nicht. Elektronik mutwillig zu zerstören ist etwas, dem wir sehr kritisch gegenüber stehen. Solche Geräte hinterlassen mit Blick auf die Umwelt einen enormen Fußabdruck, weshalb das mutwillige Zerstören dieser eine höchst fragwürdige Praktik ist, völlig unabhängig davon, was der Sinn solcher "Tests" ist.[/quote] Was natürlich durch euch erst bewiesen werden muss. Jeder kann etwas von Fußabdrücken behaupten. Mit dem Gleichen "Argument" könnte man Crashtests kritisch gegenüber stehen. Es ist eben nicht unabhängig vom Sinn, da zerstörte Smartphones garantiert Müll verursachen und Belastungstests darüber Auskunft geben, was man den Smartphones zumuten kann und somit diesen vermeiden helfen. Das "klammert" die Frage vollständig aus, ob man ein Smartphone recyclen kann. :)
Gäste - Hans am Montag, 16. Juli 2018 20:27
Angaben zur Stabilität

Ausgelegt auf 50'000+ Bewegungen (knapp 7 Jahre wenn du die Selfiecam 20mal pro Tag benutzt). Ausserdem soll das Modul 45kg Druck aushalten, also sollte ein Sturz aus Brusthöhe kein Problem sein.
Androidcental: "...motor can push up to 500 g, withstand a thrust force of 45KG, and can be raised and lowered over 50,000 times..."

Zu Staub/Sandkörnern steht leider nichts.

Ausgelegt auf 50'000+ Bewegungen (knapp 7 Jahre wenn du die Selfiecam 20mal pro Tag benutzt). Ausserdem soll das Modul 45kg Druck aushalten, also sollte ein Sturz aus Brusthöhe kein Problem sein. Androidcental: "...motor can push up to 500 g, withstand a thrust force of 45KG, and can be raised and lowered over 50,000 times..." Zu Staub/Sandkörnern steht leider nichts.
Rom am Montag, 16. Juli 2018 18:34
Vivo Nex Inside

Jerry hat ein weiteres Video hochgeladen, indem er die Rückseite durchsichtig macht. Dabei kann man sehr gut die Mechanik hinter der Kamera sehen. Erstaunlich gutes Konzept!

Jerry hat ein weiteres Video hochgeladen, indem er die Rückseite durchsichtig macht. Dabei kann man sehr gut die Mechanik hinter der Kamera sehen. Erstaunlich gutes Konzept!
Gäste - Enzio am Montag, 16. Juli 2018 14:45
Nachdenklich

Interessanter fände ich da Langzeittests der Mechanik, denn jegliche Aktion bedeutet hier Verschleiß. Wenn das Modul hunderte Male raus- und rein fährt, rechne ich durchaus mit Problemen.

Interessanter fände ich da Langzeittests der Mechanik, denn jegliche Aktion bedeutet hier Verschleiß. Wenn das Modul hunderte Male raus- und rein fährt, rechne ich durchaus mit Problemen.
Christopher am Montag, 16. Juli 2018 14:49
Keine Sorge

Das wird Vivo sicherlich berücksichtigt haben. Nach ein paar hundert Bewegungen wird da sicherlich kein nennenswerter Verschleiß auftreten. Das Modul dürfte mindestens auf 20 - 30.000 Bewegungen ausgelegt sein, vielleicht sogar noch mehr. Wenn man bedenkt, dass man die Frontkamera für gewöhnlich nicht so oft nutzt, reicht das für ein Smartphone-Leben dicke. Kritischer sehe ich da den Punkt Schmutz und wie sich entsprechende Fremdkörper auswirken. Da bin ich auf Langzeiterfahrungen gespannt.

Das wird Vivo sicherlich berücksichtigt haben. Nach ein paar hundert Bewegungen wird da sicherlich kein nennenswerter Verschleiß auftreten. Das Modul dürfte mindestens auf 20 - 30.000 Bewegungen ausgelegt sein, vielleicht sogar noch mehr. Wenn man bedenkt, dass man die Frontkamera für gewöhnlich nicht so oft nutzt, reicht das für ein Smartphone-Leben dicke. Kritischer sehe ich da den Punkt Schmutz und wie sich entsprechende Fremdkörper auswirken. Da bin ich auf Langzeiterfahrungen gespannt.
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Gäste
Montag, 19. November 2018

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