Xiaomi hat den Termin für die nächste Generation seiner erfolgreichen Mittelklasse Reihe der Untermarke Redmi gesetzt. Über den offiziellen Weibo Account von Redmi wurde bestätigt, dass die Redmi Note 17 Serie am 14. Juli um 19 Uhr Ortszeit in China vorgestellt wird. Parallel dazu veröffentlichte das Unternehmen erste Teaserbilder und Details zu Design, Verarbeitung und Ausstattung der beiden Modelle Redmi Note 17 und Redmi Note 17 Pro. Xiaomi verfolgt dabei nach eigenen Angaben den Ansatz, die Ausstattung zu verbessern, ohne die Geräte in eine höhere Preisklasse zu verschieben. Xiaomi Group President Lu Weibing wies zugleich darauf hin, dass gestiegene Speicherpreise die Entwicklung gut ausgestatteter Einsteiger und Mittelklassegeräte derzeit erschweren.
Design und Widerstandsfähigkeit
Die offiziellen Renderbilder zeigen einen deutlichen Bruch mit dem Design der Vorgängerserie. Das Kameramodul wandert von der bisherigen mittig positionierten Anordnung in die obere linke Ecke der Rückseite und wirkt durch flache Seitenkanten aufgeräumter. Das Basismodell besitzt laut den Bildern eine einzelne Kamerainsel mit einer Linse, das Pro Modell ein Dual Kamera System. Für das Pro Modell hat Redmi mit "Qingkong Lan", im Englischen als Sky Blue beziehungsweise Clear Blue bezeichnet, eine neue Farboption vorgestellt, die an einen bewölkten Morgenhimmel angelehnt ist. Für das Basismodell kursiert auf Teaserbildern zusätzlich ein violetter Verlauf, der Berichten zufolge von einem Sternenhimmel inspiriert sein soll, eine offizielle Bestätigung dieser Bezeichnung liegt bisher nicht vor.
Offiziell bestätigt ist dagegen die Zertifizierung des Pro Modells: Es nutzt Gorilla Glass Victus 2 als Displayschutz und ist nach IP66, IP68, IP69 und IP69K gegen Staub und Wasser geschützt. Ein TÜV SÜD Zertifikat bescheinigt zusätzlich, dass das Gerät bis zu 72 Stunden in zwei Metern Wassertiefe übersteht. Bei Sturztests nach SGS und CQC Standard mit fünf Sternen überstand das Gerät demnach einen Fall aus drei Metern auf Marmor. In einem geleakten Werbevideo zeigt Redmi das Pro Modell zusätzlich in einem Belastungstest, bei dem unter anderem ein Fußball, Nüsse und eine Durian auf das Display treffen sowie ein Feuerwehrschlauch das Gehäuse unter Wasserdruck setzt.
{eblogads}
Display und Prozessor
Für das Pro Modell hat Redmi ein flaches Display mit 1,5K Auflösung und einer Spitzenhelligkeit von 3500 Nits bestätigt. Leaks ergänzen eine Diagonale von 6,83 Zoll für beide Modelle sowie ein OLED Panel. Beim Prozessor zeichnet sich ein uneinheitliches Bild ab. Frühe Berichte gingen davon aus, dass das Basismodell der Redmi Note 17 Serie einen Snapdragon 6 Gen 5 erhält.
Ein Geekbench Eintrag zum Modell Xiaomi 2607DRA18C, das aufgrund der Kennung vermutlich dem chinesischen Basismodell entspricht, zeigt jedoch eine 4+4 Kernarchitektur mit Taktraten von 1,8GHz und 2,4GHz sowie die interne Bezeichnung SM6435. Diese Werte entsprechen dem Snapdragon 6s Gen 4 und nicht dem zunächst vermuteten Snapdragon 6 Gen 5. Die gemessenen und bereits durchgesickerten Geekbench Ergebnisse von 1027 Punkten im Single Core und 3002 Punkten im Multi Core Test liegen zudem nahe an denen des Vorgängers Snapdragon 6s Gen 3. Der Testträger war laut dem Eintrag mit rund 12GB RAM ausgestattet und lief unter Android 16.
Für das Pro Modell nennen mehrere Quellen inzwischen den Snapdragon 6 Gen 5, während ein früherer 3C Listing Bericht sowohl diesen Chip als auch den Mediatek Dimensity 7500 (erster Mittelklasse Chip auf ARM Lumex C1 Basis) in unterschiedlichen Geräteversionen aufführte. Der Dimensity 7500 wird mittlerweile vor allem einem separat gehandelten Redmi Note 17 Pro Max zugeschrieben, das offiziell noch nicht bestätigt ist. Diese Widersprüche zwischen verschiedenen Quellen sind bislang nicht aufgelöst, eine verlässliche Zuordnung ist erst mit der offiziellen Vorstellung bzw. weiteren offiziellen Teasern zu erwarten.
Akku, Fast-Charging und Kundenprogramm
Offiziell bestätigt ist ein 9000mAh Akku im Redmi Note 17 Pro mit TÜV Süd Zertifizierung. Geladen wird kabelgebunden mit 67W, zusätzlich unterstützt das Gerät kabelgebundenes Rückwärtsladen mit 22,5W zur Versorgung anderer Geräte. Frühere Leaks hatten für das Pro Modell teils eine Ladeleistung von 100W genannt, diese Angabe wird durch die offizielle Bestätigung nicht gedeckt. Für Käufer der ersten Verkaufsphase kündigt Redmi zudem ein kostenloses fünfjähriges Akku Programm an. Fällt die Akkugesundheit innerhalb der ersten vier Jahre unter 80 Prozent, wird der Akku kostenlos getauscht. Tritt dieser Fall im fünften Jahr ein, ersetzt Redmi den Akku nach eigenen Angaben durch eine Variante mit 10.000mAh Kapazität, sofern die Servicebedingungen erfüllt sind. Für das Basismodell nennen Leaks ebenfalls eine Kapazität von 9.000mAh, allerdings bei einer Ladeleistung von 67W ohne Rückwärtsladen. Eine offizielle Bestätigung dieser Werte steht noch aus.
Bereits im Vorfeld wird spekuliert, wie Redmi angesichts gestiegener Speicherpreise die Einstiegskonfigurationen gestalten wird. Der deutsche Blog China Gadgets äußerte die Vermutung, dass Redmi die Basisversionen mit knapperen Speicherkapazitäten ausstatten könnte, um den Einstiegspreis niedrig zu halten, eine Einschätzung, die bislang nicht durch offizielle Angaben gestützt wird aber doch nahe liegt. Konkrete Preise hat Xiaomi bisher noch nicht genannt, diese werden für den Launch am 14. Juli erwartet.
Daneben kursieren Berichte über ein Redmi Note 17 Pro Max mit einem größeren 10.100mAh Akku, einer 200MP Hauptkamera und dem bereits erwähnten Dimensity 7500, das Berichten zufolge erst später im Sommer folgen soll. Ob dieses Modell die frühere Pro+ Bezeichnung der Vorgängerserie ersetzt, ist derzeit nicht klar. Zusätzlich deuten Zertifizierungen in Indien auf einen zeitnahen Global Launch der Redmi Note 17 Serie hin. Details zu möglichen Unterschieden gegenüber der chinesischen Version liegen noch nicht vor.
Quelle(n): Xiaomi | Xiaomi | Xiaomi
{eblogads}