Von ChinaMobileMag auf Montag, 26. Oktober 2026
Kategorie: News

Oppo Find X10 Ultra: DCS Leak nennt 200MP LOFIC Hauptkamera und zwei Periskope

Der Informant Digital Chat Station hat auf Weibo einen weiteren Beitrag zum Oppo Find X10 Ultra veröffentlicht. Diesmal geht es fast ausschließlich um die Kameraausstattung des neuen Hasselblad Flaggschiffs, das voraussichtlich im Frühjahr 2027 in China erscheinen soll. Der Beitrag ist als Exklusivinformation gekennzeichnet, die Angaben stammen laut DCS aus der laufenden Entwicklung und von Engineering Samples, also noch nicht finalen Vorserienmodellen.

Wie bei allen bisherigen Berichten zum Find X10 Ultra gilt: Oppo selbst hat bislang nichts davon offiziell bestätigt, sämtliche Angaben sind als Gerücht zu behandeln. Aus der bisherigen Find X10 Serie sind bisher das Find X10 und das Find X10 Pro Max auch in Europa erhältlich.

Im Juni und Juli hatte DCS bereits ein 6,89 Zoll großes LTPO Display von BOE, ein Doppelperiskop aus 200MP Tele und 50MP 10x Zoom sowie einen auf 1/1,95 Zoll gewachsenen Sensor für die 10x Kamera genannt. Diese Informationen sind in unseren Beiträgen bereits ausführlich behandelt worden. Neu sind jetzt vor allem die Größen von der Hauptkamera und dem kurzem Periskop, das Format der Frontkamera und die Bestätigung, dass im Ultraweitwinkel die gleiche Einheit wie im Pro Max sitzt.

Hauptkamera mit LOFIC und 1/1,12 Zoll

Als Hauptkamera nennt DCS einen 200MP Sensor im Format 1/1,12 Zoll mit LOFIC Technologie. Die Größenangabe trägt ein Plusminus und lässt damit einen kleinen Spielraum offen. LOFIC beschreibt eine Sensorarchitektur mit zusätzlichen Speicherkondensatoren: Übersteigt die Lichtmenge in sehr hellen Bildbereichen die Kapazität der Fotodiode, fließt die überschüssige Ladung in diese Kondensatoren ab, statt das Bild "ausbrennen" zu lassen. In der Praxis gewinnt die Kamera dadurch Dynamikumfang bei Gegenlicht und in der Nacht, ohne dass mehrere Aufnahmen softwaretechnisch zusammengerechnet werden müssen. Beim Sensor bleibt DCS unentschieden und nennt zwei Optionen: Samsung HPA oder HPU.

Auffällig ist, dass 1/1,12 Zoll bei diesem Gerät schon einmal im Gespräch war. Im Juli nannte DCS das Format als früh verworfene Variante für das 200MP Teleobjektiv, ausdrücklich als noch nicht entschieden markiert. Jetzt steht dieselbe Größe für die Hauptkamera im Raum. Für eine Hauptkamera ist das der Bereich, in dem sich die aktuellen Ultra Modelle bewegen, für ein Teleobjektiv wäre es ungewöhnlich groß gewesen.

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Ultraweitwinkel auf dem Niveau des Pro Max

Zusätzliche Details liefert DCS in den Antworten unter seinem Beitrag. Auf die Frage, ob beim Ultra mit derselben Ultraweitwinkelkamera wie beim Find X10 Pro Max zu rechnen sei, antwortet der Informant, der Engineering Prototyp sehe diese Lösung vor. Beim Find X10 Pro Max dient ein 200MP Sensor vom Typ Samsung HP5 als Ultraweitwinkel.

Übernimmt das Ultra diese Einheit, trägt die komplette Rückseite hochauflösende Sensoren: 200MP Hauptkamera, 200MP Ultraweitwinkel und 200MP Periskop. Oppo würde damit den Weg weitergehen, den die Serie mit dem Pro Max eingeschlagen hat. In unserem Test des Oppo Find X10 Pro Max (derzeit ab 977€ bei TradingShenzhen* oder 1699€ als EU Version bei Amazon*) gab es vor allem durch die 200MP Ultrawide-Kamera einen deutlich sichtbaren Gewinn bei der Bildqualität über alle Situationen hinweg.

Zwei Periskope und das Risiko beim 10x Zoom

Im Telebereich bleibt Oppo beim Doppelperiskop. Das kurze Periskop gibt DCS mit 200MP und einem Sensor im Format 1/1,3 Zoll an, ebenfalls mit Plusminus-Vermerk. Ein Sensormodell nennt der Beitrag hier nicht, nach früheren Angaben kommt ein Sensor aus Samsungs HP Serie infrage. Gegenüber dem Find X9 Ultra (zum Test) ändert sich damit wenig, dort sitzt für dieselbe Funktion ein 1/1,28 Zoll großer Sensor.

Das zweite Modul ist die eigentliche Besonderheit. Es soll mit 50MP auflösen und eine zehnfache optische Vergrößerung bieten, was natives Zoomen ohne Zwischenschaltung von Software erlaubt. Als Sensorgröße stehen 1/1,95 Zoll im Raum, ein Format, das bereits in den Leaks vom Juni und Juli auftauchte. Offen ist weiterhin, welcher Sensor zum Einsatz kommt. Nach früheren Berichten prüft Oppo den Samsung ISOCELL GNB und den OmniVision OV51A, beide in diesem Format.

An dieser Stelle wird die Ausstattung wackelig. In einer zweiten Antwort im Kommentarbereich erklärt DCS, die 1/1,95 Zoll Option sei noch nicht endgültig festgelegt, derzeit prüfe man den Zeitplan für die Massenproduktion. Wird es zu spät, wechselt Oppo auf einen kleineren Sensor im Format 1/2,76 Zoll. Der Unterschied ist erheblich, denn die Fläche des kleineren Sensors liegt bei etwa der Hälfte, entsprechend weniger Licht erreicht die Pixel bei zehnfacher Vergrößerung. Gerade im Zoombereich, wo die Optik ohnehin viel Licht schluckt, wäre das ein Rückschritt. Beim Find X9 Ultra gilt die kleine Sensorgröße der 10x Kamera seit dem Launch als einer der Schwachpunkte, wenngleich sie sich bei uns im Test trotzdem ganz gut geschlagen hat.

Frontkamera und bereits bekannte Ausstattung

Für die Frontkamera nennt DCS 100MP im Verhältnis 1:1, also einen quadratischen Sensor. Ein solches Format lässt sich für Aufnahmen im Hoch- und Querformat ohne Beschnitt nutzen und scheint sich bei Flaggschiff Smartphones langsam zu einem Trend zu entwickeln. Die meisten Hersteller setzen bisher noch auf 4:3. Die hohe Auflösung von 100MP wäre ein großes Highlight. Bisher war in Flaggschiff Smartphones bei 50MP Schluss.

Für den Rest des Geräts bleibt es mangels neue Details erstmal bei dem, was bereits berichtet wurde. Das Display soll 6,89 Zoll messen, von BOE kommen, rund 2K Auflösung bieten und mit 144Hz arbeiten. Dazu nennt der Leaker den erweiterten Farbraum BT.2020, der schon beim Find X10 Pro Max an Bord ist und vier gleich breite, sehr schmale Displayränder. Eventuell handelt es sich um dasselbe Panel wie im Oppo Find X10 Pro Max. Als Prozessor gilt der Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6, was nur logisch wäre, da in den Ultra Modellen von Oppo bisher immer die stärksten und jeweils aktuellen Qualcomm Chips zum Einsatz kamen. Beim Akku nennt DCS rund 8.500mAh.

Einen Termin oder einen Preis hat Oppo selbst bisher natürlich nicht genannt. Als Zeitfenster gilt weiterhin das erste Halbjahr 2027. Ob es eine Europa Version geben wird, muss sich zeigen. Die stark gestiegenen Preise könnten hier zum Problem werden. Xiaomi hat sein Ultra Modell aufgrund der ausufernden Preise komplett gestrichen - auch in China.

​Quelle(n): DCS (Weibo)

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