Vivo betreibt die offizielle Teaser-Kampagne zur X500 Serie in China weiter. Einen Tag nachdem Vivo die Serie mit der gemeinsam mit Zeiss entwickelten Super Dynamic Hauptkamera ins Teaser-Rennen geschickt hat, steht der nächste Vorab-Blick an: Han Boxiao, der bei Vivo für die Kameraabteilung verantwortlich ist, hat heute auf Weibo ein weiteres Detail zum Vivo X500 Pro Max vorgestellt. Der Fokus liegt diesmal auf der optischen Bildstabilisierung (OIS) der Hauptkamera - inklusive eines kurzen Videos, das den Ausschlag des Sensors in Aktion zeigt.
Gestern hatte Vivo für die gesamte X500 Serie das Ziel ausgegeben, "die erste Wahl fürs Foto, die einzige Wahl fürs Video" zu werden. Heute, so Boxiao, gelte es, eine andere Aufgabe zu lösen: Stabilität. Beim Foto reiche es, aus zwanzig Aufnahmen die eine gute zu picken. Im Video sei dagegen jede einzelne Sekunde einer kontinuierlichen Sequenz relevant. Wackelt eine von ihnen, ist das Material unbrauchbar und das Motiv verpasst. Die Stabilisierung sei daher nicht nur eine Nischenspezifikation, sondern der Faktor, der die untere Grenze der Videoqualität eines Smartphones insgesamt anhebt.
3-Grad Gimbal OIS für die Hauptkamera
Kern des heutigen Teasers ist eine laut Vivo "mit bloßem Auge sichtbare" Stabilisierung mit 3 Grad großem Ausschlag, vermarktet als "Gimbal-Class"-OIS. Das bedeutet: Der Sensor der Zeiss Super Dynamic Hauptkamera (im Vivo-Jargon „Blueprint Optical Guard 900") kann sich physikalisch um bis zu drei Grad verschieben, um Wackler auszugleichen. Damit verdoppelt Vivo den Stabilisierungs-Weg gegenüber der X300 Generation, wie Boxiao im Post angibt. Die Entwicklung stütze sich auf die Erfahrung mit dem X300 Ultra, das bereits über eine erweiterte OIS Implementierung verfügte.
Obwohl "Gimbal-Klasse" zunächst nach Marketing klingt, ist ein 3-Grad Weg für ein Smartphone ungewöhnlich ambitioniert. Übliche OIS-Systeme korrigieren deutlich kleinere Winkel, und ein solch großer physikalischer Ausschlag erfordert Mechanik, die im schlanken Smartphone-Bau zu einem der komplexesten Bauteile wird. Ob die beworbene Leistung im Alltag tatsächlich hält, zeigt sich natürlich erst mit dem Testgerät in der Hand.
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CIPA 7.0 und Langzeitbelichtung
Neben dem Videofokus nennt Vivo für die Foto-Aufnahme die CIPA-Klasse 7.0. Die von der Camera & Imaging Product Association definierte Skala misst, wie viel Verwacklung ein System bei Belichtungszeiten bis zu welcher Länge ausgleichen kann. 7 Sekunden gelten als professionelles Niveau, das sonst eher spiegelreflexartigen Kameras vorbehalten ist. In Kombination mit dem verdoppelten OIS-Weg macht das laut Vivo auch Langzeitbelichtungen von mehreren Sekunden möglich, ohne dass das Bild verwackelt.
Der zweite, weniger offensichtliche Punkt des Teasers dreht sich um das Zusammenspiel von Stabilität und Helligkeit. Wenn ein Kamerahersteller ein Bild scharf halten will, verringert er typischerweise die Verschlusszeit, um Bewegung auszukompensieren. Kurze Belichtungszeiten lassen aber weniger Licht auf den Sensor fallen. Ein schwaches OIS-System zwingt die Kamera so in eine Wahl zwischen "stabil" und "hell". Bessere OIS Kompensation liefert hingegen mehr Spielraum.
Mit dem verbesserten OIS kann Vivo laut Boxiao deutlich längere Verschlusszeiten fahren, ohne dass das Bild verwackelt. Mehr Belichtungszeit bedeutet mehr Licht auf dem Sensor, weniger Rauschen und eine natürlichere Bildwiedergabe. Die Botschaft des Posts: "Stabil und hell - beides will das X500 Pro Max gleichzeitig bieten." In der Praxis müsste das vor allem bei abendlichen / nächtlichen Aufnahmen und eventuell auch in Gegenlichtsituationen auffallen.
Auch morgen soll laut Boxiao wieder ein Teaser kommen. In diesem soll es dann um die Tele-Kamera gehen. Man darf gespannt sein!
Quelle(n): Vivo (Weibo)