Gearbest erfindet sich neu

b2ap3_large_gearbest Gearbest erfindet sich neu: Mehr Service, mehr legal, mehr Marktplatz Gearbest Shop

​Gearbest ist für viele die erste Anlaufstelle, wenn man etwas in China bestellen möchte. Der Ruf ist zwar nicht der Beste und sicher läuft dort auch vieles falsch, aber die anderen Shops stellen sich auch nicht viel besser an und Gearbest hat einfach die größte Auswahl, oft die besten Preise und mit Germany Express eine für viele interessante Versandmethode. Doch Gearbest ist damit nicht zufrieden, sondern hat große Pläne. Maxi von Techkou konnte mit einem Mitarbeiter von Gearbest sprechen und hat interessante Details über die Zukunft des Unternehmens erfahren. Hintergrund des Interviews war ein vorangegangener Beitrag auf Maxis Blog Techkou, worin er Gearbest heftig für den jüngst auf deren Seite erschienen Marktplatz kritisierte, welcher offensichtlich ein Fake ist.

Was wir ja schon lange wissen ist, dass Gearbest zu einer viel größeren Unternehmensgruppe namens Globalegrow gehört. Diese erzielt einen jährlichen Umsatz von vielen Milliarden Euro. Mit dem Geld zahlreicher Investoren in der Hand geht man nun die Expansion nach Europa an. Mit Partnern, Exklusiv-Verträgen und einem Marktplatz will man die Konkurrenz endgültig abhängen und etwas vom Kuchen von Amazon und Co. abhaben. Das Besondere daran ist, dass Gearbest plant, sich diesmal an die Spielregeln zu halten. Die fragwürdigen Geschäftspraktiken sollen ein Ende haben, das europäische Geschäft legal werden.

Der Marktplatz wird für chinesische Händler und Marken geöffnet, die von Globalegrow bzw. Gearbest ausgewählt wurden. Es kann sich also nicht einfach jeder dort anmelden und auf Gearbest verkaufen. Die fremden Händler werden zudem nicht auf die EU-Warenhäuser von Globalegrow zugreifen dürfen. Spannender sind jedoch die Partnerschaften mit Unternehmen in Europa. In verschiedenen Ländern soll es Partner geben, die dann den Verkauf und auch den Service für Produkte übernehmen, die von Globalegrow und Gearbest bereitgestellt werden. Das ganze System geht sogar so weit, dass das Unternehmen Abkommen für einen exklusiven Verkauf für verschiedene Marken in den jeweiligen Ländern schließt. So sollen beispielsweise Geräte von Xiaomi in Italien exklusiv über Partner von Gearbest verkauft werden dürften. Das ist zwar noch ein Gerücht mit unbestätigten Insider Informationen als Quelle, aber doch eine spannende Strategie und das für alle Beteiligten.

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Gearbest betont außerdem, dass künftig alles 100% legal und konform zu allen europäischen Bestimmungen ablaufen soll. Gearbest will künftig die Steuern bezahlen statt Waren am Zoll vorbei zu schmuggeln. Die nötigen Steuernummern dazu sind angeblich schon registriert und man will gegenüber Maxi von Techkou auch Belege bereitstellen, sobald alles den rechten Weg geht. Steuerhinterziehung und Rechtsverletzungen beim China-Kauf gehören dann hoffentlich der Vergangenheit an. Natürlich wird sich das auch auf die Preise auswirken, aber dafür bekommt man auch den vollen Service und die volle Garantie, sodass man einen nicht zu verachtenden Mehrwert aus der Angelegenheit zieht. Diese ehrgeizigen Pläne sollen bereits in den nächsten Monaten umgesetzt werden, sodass man vielleicht schon zu Weihnachten dieses Jahr Xiaomi Smartphones in Italien kaufen können.

Wenn all diese Pläne korrekt, zeitnah und vor allem kundenfreundlich umgesetzt werden, hat sich Globalegrow damit tatsächlich eine beachtliche Stellung im Online-Handel erarbeitet. Die Exklusiven-Rechte und die Kundennähe für das boomende China-Geschäft könnten sich zur Goldgrube entwickeln. Der Aufwand hinsichtlich Logistik, Vertragswesen und Lieferanten und Dienstleister-Steuerung ist aber nicht zu unterschätzen. Natürlich weiß Gearbest das und geht die Unternehmung nicht leichtsinnig an, beispielsweise im Hinblick auf das europäische Recht warten aber bestimmt noch einige Untiefen, die es zu umschiffen gilt. Wir drücken Gearbest aber auf jeden Fall alle Daumen und hoffen, dass die Änderungen sich am Ende positiv für die Kunden bemerkbar machen.

Quelle(n):

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Kommentare 1

Gäste - Marc am Samstag, 14. April 2018 18:20
Service-Mitarbeiter

nunja, die sollten/müssten erstmal die Service-Mitarbeiter austauschen bzw. schulen, denn die Antworten ob Online oder über PM (Ticket) sind oft am Thema vorbei bzw. Haare raufen.

nunja, die sollten/müssten erstmal die Service-Mitarbeiter austauschen bzw. schulen, denn die Antworten ob Online oder über PM (Ticket) sind oft am Thema vorbei bzw. Haare raufen.
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