Von ChinaMobileMag auf Dienstag, 07. Juli 2026
Kategorie: News

OxygenOS und Realme UI vor dem Aus: ColorOS soll übernehmen

Die schwindende Eigenständigkeit von OnePlus und Realme innerhalb des BBK Konzerns ist seit einiger Zeit Thema in der Gerüchteküche, zuletzt sichtbar geworden durch den Umstand, dass OnePlus in Deutschland und weiteren Märkten mittlerweile auch Geräte der Konzernmutter Oppo vertreibt. Ein neuer Bericht des indischen Portals Smartprix legt nun nahe, dass die Konsolidierung deutlich weiter gehen könnte als bislang angenommen. Demnach plant OPPO, die mehr oder weniger eigenständigen Android Oberflächen OxygenOS und Realme UI komplett einzustellen und stattdessen weltweit ausschließlich auf ColorOS zu setzen. Offiziell bestätigt ist davon bislang nichts, der Bericht beruft sich jedoch auf einen als zuverlässig beschriebenen Branchen Insider. Auch Smartprix selbst ist eine durchaus glaubwürdige Quelle, da einige bekannte Leaker für das Portal schreiben.

Was der Bericht konkret behauptet

​ColorOS soll laut dem Bericht künftig die einzige Software Basis für Smartphones von Oppo, OnePlus und Realme werden. OxygenOS und Realme UI sollen dafür als eigenständige Marken eingestellt werden. OnePlus soll sich dem Insider zufolge künftig primär auf die Märkte Indien und China konzentrieren, während Realme sich aus dem chinesischen Heimatmarkt zurückziehen und den Fokus stärker auf internationale Märkte außerhalb Chinas legen soll. In Indien soll der Kundendienst von OnePlus bereits in das bestehende Service Netzwerk von Oppo überführt worden sein, eigenständige OnePlus Reparaturannahmen soll es dort kaum noch geben.

Ganz aus dem Nichts käme ein solcher Schritt nicht. 2021 kündigte OnePlus Gründer und Oppo Produktchef Pete Lau an, dass OxygenOS und ColorOS künftig eine gemeinsame Codebasis nutzen sollen, um die Geschwindigkeit von OxygenOS mit dem Funktionsumfang von ColorOS zu verbinden. In den Folgejahren soll ein wachsender Teil der Entwicklungsarbeit in ColorOS geflossen sein, während der Markenname OxygenOS erhalten blieb. In China hatte OnePlus mit HydrogenOS bereits deutlich früher den eigenständigen Namen zugunsten von ColorOS aufgegeben, dort laufen die eigenen Geräte bereits seit mehreren Generationen unter der Oppo Software. Realme UI wiederum baute von Beginn an stark auf ColorOS auf, weshalb ein Wechsel für Realme Nutzer weniger einschneidend ausfallen dürfte als für die OnePlus Fangemeinde, die OxygenOS traditionell mit einer schlanken und aufgeräumten Bedienung verbindet. Um ehrlich zu sein entsprach OxygenOS aber auch schon in den letzten Releases sehr stark der ColorOS Oberfläche, sodass im Grunde auch hier keine größere Umstellung mehr erforderlich ist.

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Offene Fragen und Einordnung

​Weder Oppo noch OnePlus oder Realme haben sich bislang zu dem Bericht geäußert, obwohl nun schon einige Tage seit Aufkommen vergangen sind. Ein Zeitplan oder konkret betroffene Modellreihen sind somit nicht bekannt, ebenso wenig, ob eine Umstellung alle Märkte gleichzeitig betreffen oder schrittweise erfolgen würde. Mehrere internationale und deutschsprachige Portale griffen den Smartprix Bericht in den folgenden Tagen auf, stützen sich dabei im Kern jedoch auf dieselbe ursprüngliche Quelle. Eine unabhängige Zweitbestätigung liegt bislang nicht vor. Sollte sich der Bericht bewahrheiten, würde er den seit 2021 laufenden Angleichungsprozess zwischen den drei Marken zu einem vorläufigen Abschluss bringen und OxygenOS nach rund einem Jahrzehnt als eigenständige Marke beenden.

Quelle(n): SmartPrix

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