Oppo bereitet sich anscheinend darauf vor, seine neueste Gaming-Smartphone-Serie über die chinesischen Grenzen hinaus zu vermarkten. Nach der kürzlich erfolgten Vorstellung des Oppo K13 Turbo und des K13 Turbo Pro in China verdichten sich die Hinweise auf eine internationale Markteinführung. Beide Geräte zeichnen sich durch eine ungewöhnliche Ausstattung für die gehobene Mittelklasse aus: integrierte Lüftersysteme zur aktiven Kühlung.
Benchmark-Datenbank bestätigt globale Versionen
Die ersten konkreten Indizien für eine internationale Expansion liefern Einträge in der Geekbench-Datenbank. Der Leaker Abhishek Yadav entdeckte dort zwei Oppo-Smartphones mit den Modellnummern CPH2731 und CPH2761, die als globale Varianten der K13 Turbo-Serie identifiziert werden konnten. Das Gerät mit der Modellnummer CPH2731 weist in der Benchmark-Datenbank den Qualcomm Snapdragon 8s Gen 4 Prozessor sowie 12 Gigabyte Arbeitsspeicher auf. Diese Spezifikationen entsprechen dem Oppo K13 Turbo Pro, wie es in China vorgestellt wurde. Die zweite Modellnummer CPH2761 ist mit dem Mediatek Dimensity 8450 Chipset und 8 Gigabyte RAM gelistet, was auf das Basismodell K13 Turbo hindeutet. Beide Geräte laufen in der Geekbench-Datenbank unter Android 15. Die Existenz dieser Einträge gilt als recht zuverlässiger Indikator für bevorstehende Produktlaunches, da Hersteller ihre Smartphones vor der Markteinführung standardmäßig verschiedenen Benchmarktests unterziehen oder vorab an die Presse geschickte Samples getestet werden.
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Indien als erster internationaler Markt
Nach den "Benchmark-Funden" folgte kurz arauf ein weiterer Hinweis vom Brancheninsider Yogesh Brar. Der als recht zuverlässig geltende Leaker berichtet auf X über einen geplanten Launch der Oppo K13 Turbo-Serie in Indien für Anfang August. Diese Zeitangabe deckt sich mit dem üblichen Vorgehen chinesischer Smartphone-Hersteller, die Indien häufig als ersten internationalen Markt für neue Produktlinien nutzen. Brar deutete zudem in einer Konversation mit einem X-Nutzer an, dass Oppo eine aggressive Preisstrategie für den indischen Markt verfolgen könnte. In einer Unterhaltung auf der Plattform X bestätigte er einen Preis von unter 35.000 indischen Rupien, was umgerechnet einem Preis von ab weniger als 344 Euro entspricht.
Die beiden Redmi K13 Turbo Modelle unterscheiden sich in erster Linie durch ihre Prozessorausstattung. Das K13 Turbo nutzt den Mediatek Dimensity 8450, einen speziell für Mittlklasse-Gaming optimierten Chip im 4-Nanometer-Verfahren. Der Prozessor folgt dem "All Big Core"-Konzept mit acht ARM Cortex-A725 Kernen ohne zusätzliche Effizienz-Kerne. Das K13 Turbo Pro hingegen setzt auf den Qualcomm Snapdragon 8s Gen 4, ebenfalls in 4-Nanometer-Technologie gefertigt. Dieser Chip verfügt über einen leistungsstarken Cortex-X4-Hauptkern und sieben Cortex-A720-Kerne. Mit dem Poco F7 haben wir aktuell ein Smartphone mit dem Chip im Test. Er liegt bei der CPU-Leistung unter einem Snapdragon 8 Gen 3, bei der GPU-Leistung hingegen leicht darüber.
Interessant an der Oppo K13 Turbo Serie ist das aktive Kühlsystem. Jedes Smartphone verfügt über einen integrierten Mikro-Radiallüfter, der mit bis zu 18.000 Umdrehungen pro Minute arbeitet. Die nur 0,1 Millimeter dünnen Lüfterblätter sollen in Kombination mit der 7.000 Quadratmillimeter großen Dampfkammer die Wärmeableitung um 20 Prozent verbessern. Trotz des integrierten Lüfters bieten beide Geräte Wasserschutz nach den Standards IPX6, IPX8 und IPX9. Beide Smartphones teilen sich ein identisches 6,8 Zoll großes LTPS-OLED-Display mit einer Auflösung von 2.800 x 1.280 Pixeln. Das Panel unterstützt eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz und eine Touch-Abtastrate von 240 Hertz. Die maximale Helligkeit erreicht 1.600 Nits bei automatischer Helligkeitsanpassung, während manuell bis zu 600 Nits eingestellt werden können. Ein weiteres Highlight stellt der 7.000mAh große Akku dar, der in beiden Modellen zum Einsatz kommt. Oppo nutzt moderne Silizium-Kohlenstoff-Technologie, die eine hohe Kapazität bei kompakten Abmessungen ermöglicht. Das 80-Watt-Schnellladesystem kann den Akku innerhalb von 54 Minuten vollständig aufladen. Eine Besonderheit ist das Bypass-Laden, bei dem das Gerät während intensiver Gaming-Sessions direkt über das Netzteil betrieben wird, ohne den Akku zu belasten. Sollte die Serie nach Europa kommen, ist von einem kleineren Akku auszugehen.
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Quellen
Abhishek Yadav auf X | Abhishek Yadav auf X | Yogesh Brar auf X
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