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Ulefone Vienna Test

Ulefone Vienna Test

Viele Hersteller bringen derzeit Smartphones auf den Markt, welche zwar nicht auf den neuesten Prozessor setzen, dafür aber mit einem attraktiven Gesamtpaket zu einem guten Preis überzeugen wollen. Genau solch ein Gerät ist das Ulefone Vienna, welches wir während der letzten Tage testen durften. Hier im Review erfahrt ihr nun alles was ihr zu dem Gerät wissen müsst.

Verpackung & Lieferumfang

Das Ulefone Vienna kommt in einer schwarzen, rechteckigen und flachen Box daher, welche auf der Oberseite den Schriftzug "Vienna" trägt und seitlich ein silbernes Ulefone Logo. Auf der Rückseite findet man eine grobe Zusammenfassung der Specs. Nach dem Öffnen der Schachtel blickt man auf das in einer Tüte befindliche Smartphone, welches wiederum in einer Schale aus Papier liegt, die wiederum als Trennwand zum darunterliegenden Zubehör fungiert.

Zum Zubehör gehört neben den üblichen Verdächtigen wie einem Netzteil, einem USB Kabel (hier in Flachband Ausführung) und der Bedienungsanleitung auch eine Schutzfolie und ein Silikon-Case zum Schutz der Rückseite. Etwas grotesk: Es liegen keine hochwertigen Kopfhörer bei. Das verstehen wir nicht wirklich, da sich Ulefone so von der Konkurrenz hätte abheben, und den Hi-Fi Anspruch unterstreichen hätte können.

Design & Verarbeitung

Das Ulefone Vienna schwimmt gegen den Strom. Ulefone setzt hier nicht auf Metall, auch wenn genau das mittlerweile der Weg ist, den die meisten Hersteller einschlagen – auch im Budget Segment. Das Ulefone Vienna besteht aus einem Polycarbonat Unibody Gehäuse. Dieses sorgt dafür, dass das Gerät trotz der Materialwahl nicht billig wirkt. Von der Verarbeitung her ist das Handset mit den Geräten der Meizu M-Reihe zu Vergleichen, bewegt sich also auf ziemlich hohem Niveau.

Ulefone hat es geschafft alle Übergänge glatt zu halten und die Spaltmaße auf ein Minimum zu reduzieren. Die Hardware Tasten wackeln nicht und es gibt keine harten Ecken. Das Ulefone Vienna ist damit ein richtiger Handschmeichler. Auch um die Stabilität muss man sich keine Sorgen machen. Ein Durchbiegen ist möglich, jedoch nur mit deutlichem Kraftaufwand. Das Gerät findet danach aber problemlos wieder in seine Form zurück.

Das 2,5D Glas auf der Front steht deutlich aus dem Gehäuse heraus, sodass die Wölbung am Rand auch schön zur Geltung kommt. Das wertet die Haptik auf und lässt das Gerät auch vorne richtig schick aussehen. Auffällig ist auch die Optik der kapazitiven Buttons. Diese fallen beim Ulefone Vienna relativ groß aus, sind aber leider nicht hintergrundbeleuchtet. Auch eine Status LED sucht man vergebens. Diese hatten wir ja schon beim UMi Touch vermisst. In dieser Hinsicht ist das Vienna also keine Alternative.

An den Seiten des Smartphones finden wir links einen SIM Tray aus Metall der entweder eine Nano und eine Micro SIM Karte oder eine Nano SIM und eine Micro SD Karte beherbergt. Neben dem SIM Tray befindet sich außerdem eine Taste die als Kameraauslöser fungiert. Diese ist leider absolut deplatziert, da sie sich direkt gegenüber den restlichen Hardwaretasten befindet. Drückt man den Auslöser, drückt man also auch die anderen Tasten. Greift man um, um das zu vermeiden, landen die Finger im Bild. Den Auslöser hätte Ulefone also besser direkt neben den anderen Tasten platzieren sollen um das zu vermeiden.

Auf der unteren Seite finden wir einen Micro USB Anschluss zwischen zwei kleinen Schrauben. Außerdem findet sich hier ein Mikrofon. Rechts finden wir die restlichen Hardware Tasten, also den Ein- / Ausschalter und die Lautstärketasten. Diese sind hier nicht als Wippe ausgeführt, sondern als separate Buttons. Oben finden wir dann noch die Infrarot LED und den 3,5mm Kopfhörerausgang.

Die glatte Rückseite trägt wie bei allen Ulefone Geräten das Logo des Unternehmens. Dieses ist hochkant platziert und in das Polycarbonat eingeprägt. In der Vergangenheit blätterte hier gerne der Lack vom Cover ab, was hier glücklicherweise nicht mehr der Fall ist. Ansonsten finden wir hier noch übereinander angeordnet die Kamera, den Dual LED Blitz und den Fingerprint Scanner, welcher schwarz ist und sich in einem silbernen Ring befindet. Ganz unten befindet sich noch eine Öffnung für den Medienlautsprecher.

Display

​Größe: ​5,5"
Auflösung:​ 1920 x 1080
Technologie​:​LCD (LTPS), IPS, OGS
​Anzahl Berührungspunkte:5​
Gehärtetes Glas:​Ja (Gorilla Glass 3)​
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​Ja​

Beim Display des Ulefone Vienna wird uns vom Hersteller ein qualitativ hochwertiges LTPS Display von Sharp versprochen. Dieses misst 5,5" in der Diagonalen und arbeitet mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln.

Wer auf sehr gute Displays steht, der wird mit dem Ulefone Vienna definitiv seinen Spaß haben. Euch erwartet hier ein Panel mit hoher Farbintensität und sehr gutem Kontrast mit überraschend guten Schwarzwerten. Dadurch ist auch die Ablesbarkeit im Freien überraschend gut. Auch die maximale Helligkeit liegt auf einem sehr guten Niveau. Die Ausleuchtung ist gleichmäßig. Mediatek Miravision wird vollständig unterstützt. Clouding Probleme tauchten im Test bisher nicht auf.

Doch nicht nur das Panel ist richtig gut, auch der Touch Screen ist es. Zwar erkennt dieser nur maximal 5 Finger auf einmal, ist dafür aber genau und reagiert flott. Schnellschreiber wird das freuen. Die Oberfläche ist sehr gleitfähig und gleichzeitig kratzfest. Zudem wird Mediatek HotKnot unterstützt.

Hardware & Performance

​Prozessor: ​Mediatek MT6753 (8x ARM Cortex A53 @1,3GHz)
GPU:​ ​Mali T720MP3
RAM (Geschwindigkeit):​​3GB (3,9GB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​32GB (225 / 141MB/s)​
Fingerabdruck Scanner:​Ja​
​Sensoren:Accelerometer, Proximity, Light, Orientation, Magnetometer​
Besonderheiten:​Infrarot​
Abmessungen / Gewicht:​151,3 x 78 x 9,4mm / 152g​

Der Mediatek MT6753 ist ein Octa-Core 64-Bit Mittelklasse Chipsatz der vergangenen Generation, gehört aber dennoch nicht zum alten Eisen. Für aktuelle Spiele ist er zwar eher weniger geeignet, für alles Andere eignet er sich aber nach wie vor gut und sorgt für eine ordentliche Performance und eine flüssige Oberfläche. Hier hat Ulefone auch wirklich gute Arbeit geleistet was die Optimierung angeht, denn das Ulefone Vienna gehört definitiv zu den MT6753 Geräten die am flüssigsten laufen. Hier und da darf aber auch noch optimiert werden, denn bei hoher Last neigt der Chip dazu sehr warm zu werden, was auch dazu führt, dass bei Spielen die Leistung gedrosselt wird. Damit ist die Gaming Performance schlechter als sie sein müsste.

Überrascht hat uns die Geschwindigkeit des Speichers im Ulefone Vienna. Bei den China Krachern stolpert man ja meistens über recht lahme Chips, doch auch hier setzt Ulefone auf Qualität und verbaut recht flotten Speicher. Auch der RAM erreicht eine ordentliche Geschwindigkeit. Damit gehen Alltagsaufgaben und auch das Wechseln zwischen Apps sehr zügig von statten. Zu Rucklern kommt es nicht.

Ebenfalls lobenswert ist die Sensorausstattung. Zwar muss man auf ein Gyroskop verzichten, dafür ist aber ein funktionierender Magnetkompass an Bord. Auch das ist bei China Smartphones dieser Art keine Selbstverständlichkeit. Die "Sensor-Perfektion" von bspw. Xiaomi wird aber natürlich nicht erreicht.

Die Zugaben wie der Infrarot Blaster und der Fingerprint Scanner funktionieren ebenfalls gut. Der Fingerprint Scanner ist zwar nicht der Schnellste, arbeitet dafür aber zuverlässig, was uns fast noch wichtiger als Geschwindigkeit ist. Es kam im Praxiseinsatz so gut wie nie vor, dass man das Ulefone Vienna per PIN entsperren musste, weil der Sensor seinen Dienst versagte.

Software

​Variante: ​Stock Android
​Android Version: Android 5.1 (6.0 angekündigt)​
Bloatware​:Nein​
Root Zugriff:​Nein​
OTA Updates:​Ja​
Schadsoftware:​Ja (Spionage Software der chinesischen Regierung, soll demnächst entfernt werden)​

Wie bei Ulefone üblich läuft auch auf dem Vienna ein so gut wie nacktes Android. Einzige Anpassung am System ist ein alternativer Launcher im MIUI Stil, also ohne App Drawer. Diesen kann man aber problemlos gegen einen Launcher seiner Wahl ersetzen. Die Android Version die auf dem Ulefone Vienna läuft ist derzeit noch Android 5.1, ein Upgrade auf Android 6.0 wurde jedoch für nächsten Monat angekündigt. Dieses soll dann per OTA auf dem Vienna landen. Was uns am System leider fehlt ist die Unterstützung von Off-Screen Gesten oder andere Sonderfunktionen. Root Zugriff ist out of the box nicht vorhanden.

Was uns im Test negativ aufgefallen ist, sind zwei Warnungen von ESET Mobile Security. Der Virenscanner findet auf dem Vienna zwei Trojaner. Unsere Recherchen haben ergeben, dass es sich dabei um Spionagesoftware der chinesischen Regierung handelt, welche man auf China Smartphones immer wieder vorfindet. Schon auf dem Ulefone Paris wurde exakt dieselbe Software gefunden, später aber per OTA Update entfernt. Ulefone hat nach Kontaktaufnahme versprochen diese auch vom Vienna zu entfernen.

Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: ​2G: 900, 1800, 1900, 850
3G: 2000, 850, 900
4G: 1, 3, 7, 8, 20, 40
WLAN:​ ​802.11b/g/n/ac, Dual Band
Bluetooth:​​Bluetooth 4.1
NFC:​Nein​
HotKnot:​Ja​
Dual-SIM:​Ja (Kombo Slot)​
Positionsbestimmung:​GPS, A-GPS, GLONASS, Beidou​

Das Ulefone Vienna deckt alle hierzulade verwendeten Mobilfunkfrequenzen ab. Auch LTE Nutzer können ihr Lieblingsnetz damit uneingeschränkt verwenden. Die Signalstärke war im Test stets auf dem Niveau das wir sonst von high-end Smartphones gewohnt sind. Auch hier hat Ulefone also Liebe zum Detail zeigen können.

Beim WLAN Empfang konnten wir ebenfalls keine negativen Vorkommnisse feststellen. Die Signalstärke bewegt sich auf Top-Niveau, es werden sowohl 2,4GHz als auch 5GHz Netze unterstützt und der Datendurchsatz bewegt sich mit bis zu 75Mbit ebenfalls auf einem guten Niveau. Auch bei Verwendung von Bluetooth gab es keine Probleme.

Selbst beim GPS, die wohl beliebteste Quelle für schlechte Bewertungen, konnten wir diesmal keinen Mangel finden. Der erste Fix kam binnen 12 Sekunden zu Stande und erreichte eine Genauigkeit von 2 Metern bei einer Anzahl von 18 Satelliten im Fix. Die Signalstärke sah dabei gut aus. In der Praxis gab es weder beim Navigieren noch beim Tracking Probleme. Überraschende Kursänderungen wurden beim Navigieren schnell erkannt.

Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Mono
Noise Cancelling Mikrofon:​ ​Nein
Dedizierter Audio DAC:​​Ja (NXP Smart PA)
Dedizierter Verstärker:​​Ja (NXP Smart PA)

Und nun erreichen wir das erste Highlight des Ulefone Vienna. Ulefone bewirbt das Gerät von Anfang an als Hi-Fi Smartphone. Zugegeben, hier hat man sich echt eine Marktlücke ausgesucht. Smartphones mit dedizierten Audio Chips und / oder Verstärkern findet man für gewöhnlich nur in Bereichen jenseits der 200€-Marke.

Für gute Audioqualität setzt Ulefone im Vienna auf einen NXP Smart PA Chipsatz. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Audiochipsatz und Verstärker, welche das Klangbild on-the-fly optimiert. Dieser kam zum Beispiel schon im Meizu MX4 zum Einsatz. Welche Ergebnisse werden hier nun also erreicht?

Nun, man merkt die Präsenz des Chips deutlich, allerdings hauptsächlich was die Lautstärke betrifft, und zwar sowohl die des internen Lautsprechers, aber auch jene die mit Kopfhörern erzielt wird. Letztere ist sogar so hoch, dass man sich ernsthaft Sorgen um eine Ohren machen sollte, wenn man auf 100% aufdreht. Hier steckt also ordentlich was unter der Haube.

Mit dem Klangbild sind wir aber nicht ganz zufrieden. Hieran sollte Ulefone mit den nächsten Updates noch etwas feilen. Konkret sind uns via Kopfhörer die Bässe und Höhen bei höherer Lautstärke nicht differenziert genug. Die Töne neigen also hier dazu sich zu vermischen. Eventuell hätte es auch geholfen, wenn Ulefone noch einen System Equalizer und einen Sound Enhancer implementiert hätte. Viper4Android oder Dolby Atmos hätte uns hier gut gefallen. Aber wer weiß, vielleicht kommt das ja noch. Ersteres kann man ja auch manuell nachrüsten, sobald es eine Möglichkeit gibt das Ulefone Vienna zu rooten.

Vom internen Lautsprecher sind wir auch noch nicht so ganz überzeugt, was aber weniger am Lautsprecher selbst liegt, sondern auch wieder an der Abmischung. Hier kommen derzeit bei vielen Titeln die Höhen noch zu stark durch und Überlagern den Rest bzw. klingen reichlich unangenehm. Hier muss also auch noch besser abgemischt werden. Grundsätzlich verbaut Ulefone hier aber einen wirklich hohen Lautsprecher, der eine beachtliche Menge Bass produzieren kann. Vergleichbar ist dieser in etwa mit der Sound Box im Oppo Find 7. Sobald hier also besser abgemischt wird, kann man mit dem Lautsprecher eine Menge Spaß haben.

Beim Telefonieren überrascht das Ulefone Vienna übrigens mit einer glasklaren Sprachqualität, obwohl kein Noise Cancelling Mikrofon vorhanden ist. Anscheinend setzt man hier auf ein ziemlich hochwertiges Sprachmikrofon, was dieses Defizit bis zu einem gewissen Grad ausgleichen kann. Der Telefonhörer klingt ebenfalls gut und erreicht eine hohe Lautstärke.

Kamera

​Hauptkamera: ​13,3MP, Panasonic MN34172, f/2.0
​Frontkamera: ​5MP, OmniVision OV5648
​Blitz:​Dual LED
​Fokus:​Normal
​Slow Motion:​Nein

Highlight Nummer zwei des Ulefone Vienna ist die Kamera. Zumindest ist das die Aussage der Werbung. Ulefone setzt hier in der Hauptkamera auf einen Exoten. Hier kommt nämlich ein Panasonic MN34172 Sensor mit 13,3 Megapixel zum Einsatz, anstatt eines Sony Sensors. Dieser hat bei uns im Test für eine ziemliche Überraschung gesorgt, denn wir haben es hier tatsächlich mit der besten Kamera zu tun, die bisher in einem Ulefone verbaut wurde.

Bei Tageslicht erzeugt die Kamera zuverlässig und mit äußerst geringer Ausfallrate sehr schöne, scharfe und detailreiche Aufnahmen, welche wirklich mehr als nur brauchbar sind. Die Kamera kann ansatzweiße in der Tat mit teureren Smartphones mithalten, was uns doch überrascht hat. Aber auch low-light Aufnahmen, besonders im HDR Modus, gelingen der Kamera überraschend gut. Ein gewisses Bildrauschen stellt sich dann zwar ein, dieses stört aber nicht wirklich, denn die Kamera erzeugt dennoch weiterhin sehr schöne Farben und eine gute Detailgenauigkeit.

Ebenfalls überrascht hat uns die Zeit die die Kamera zum fokussieren und Auslösen benötigt. Hier sind wir Zeiten von etwa 1 Sekunde von Chinakrachern gewohnt. Beim Ulefone Vienna geht das aber deutlich schneller von statten. Zum fokussieren benötigt die Kamera ca. 0,3 - 0,5 Sekunden. Das Auslösen dauert ebenfalls nur eine halbe Sekunde. Dadurch lassen sich übrigens auch bewegende Objekte scharf ablichten. Fotos aus einem fahrenden Zug heraus sind beispielsweise noch scharf.

Leider hat die Kamera derzeit noch Probleme bei Aufnahmen mit Blitz. Die Aufnahmen werden irgendwie nie richtig scharf und wirken verwaschen, obwohl der Blitz an sich eine sehr gute Helligkeit bietet. Zudem funktioniert die Helligkeitsregulierung bzw. das Festlegen der Belichtungszeit nicht richtig. Sämtliche Nahaufnahmen mit Blitz an denen wir uns versucht haben, wurden überbelichtet. Hier kann aber selbstverständlich per Software Update nachgebessert werden.

Wiederum positiv überrascht waren wir von der Videoqualität des Ulefone Vienna, insbesondere die Audioqualität der Videos, welche ja oft zu wünschen übrig lässt. Letztere erfasst auch subtile Geräusche problemlos. Die Bildqualität bewegt sich auf durchschnittlichem aber brauchbaren Niveau. Ein Ruckeln ist leider vorhanden.

Weniger überzeugen kann die Frontkamera. Zwar taugt sie für Selfies ohne große Ansprüche, versagt jedoch bei Dämmerlicht und verfügt nicht über eine Weitwinkel Linse, was es schwer macht mehr als eine Person ins Bild zu bekommen.

Akku

​Kapazität (Angabe): ​3.250mAh (Sony Li-Po)
​Kapazität (Gemessen): ​3.191mAh
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​Nein

Im Ulefone Vienna steckt ein 3.250mAh Akku von Sony. Eine Messung der Kapazität bestätigte die Angabe mit einem Ergebnis von knapp 3.200mAh. Da Ulefone eine Vergangenheit hat was Akku-Lügen betrifft, ist das eine erfreuliche Neuigkeit. Auch die Laufzeit kann sich absolut sehen lassen. Im Alltag reichte eine Akkuladung im Schnitt für 1,5 Tage bei intensiver Nutzung. Das Ergebnis im Geekbench 3 Akku Test waren 8 Stunden Screen-On Zeit bei einem Effizienz-Score von 3.199 Punkten.

Laut Ulefone soll das Vienna auch Fast Charging unterstützen. Ulefone spricht hier aber nur von einer "5V 1.5A" Technologie. Wir würden das nun nicht unbedingt als Fast Charging bezeichnen, sondern als eine normale Ladezeit. Kurzum: von 20% auf 100% braucht das Vienna rund 1 Stunde und 45 Minuten. Das ist nicht sonderlich schnell aber auch nicht sonderlich lang.

Fazit

Das Ulefone Vienna ist nach dem Ulefone Power ein weiteres grundsolides Smartphone von Ulefone, mit welchem der Hersteller zeigt, dass man es offensichtlich ernst meint und die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen möchte. Das Gerät kann durchweg überzeugen und leistet sich nur wenige geringfügige Patzer, welche aber allesamt durch Updates aus der Welt geschafft werden können. Unterm Strich erhält man für 169 Dollar hier ein gutes Gesamtpaket, welches man nur empfehlen kann, sofern keine Rechenleistung auf gehobenem Niveau benötigt wird.

Pro Contra
​+ Gute Verarbeitung ​- Keine Status LED
+​​ Tolles Display-​​ Klangabmischung muss verbessert werden
+​​ Lange Akkulaufzeit-​​ Blitz Ansteuerung verbesserungswürdig
+​​ Sehr gute Kamera-​​ Chinesische Spyware
+​​ Gute Audioqualität-​​ SoC wird etwas zu warm (Software Problem)
+​​ Guter Lautsprecher-​​ Schlechte Platzierung des Kamera Auslösers
+​​ Nützliche Zugaben (Fingerprint, Infrarot, MTK HotKnot)-​ Kein richtiges Fast Charging
​+ Reichlich interner Speicher

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