Oukitel K10000: Das Mega-Akkumonster im Test

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Oukitel K10000: Das Mega-Akkumonster im Test

Wie soll man ein Smartphone mit einem 10.000mAh großen Akku nennen? Akkumonster? Powerbank? Phabbank? Wie auch immer, das Oukitel K10000 ist aktuell das Smartphone mit dem größten Akku auf dem Markt. Das Ganze hat aber nicht nur Vorteile, sondern bringt auch einige nicht so erfreuliche Folgen mit sich. Die Maße und das Gewicht sind nicht gerade einladend und so muss man gut abwägen. Was das Smartphone außer einem langen Atem noch vorweisen kann, habe ich für euch herausgefunden.

Lieferumfang

Der Lieferumfang an sich ist nicht sehr üppig. Er unterscheidet sich in zwei Merkmalen aber dennoch von dem Großteil anderer Smartphones. Oukitel legt nämlich erstens einen USB OTG-Adapter mit bei, um mit dem großen Akku auch andere Geräte laden zu können, die nicht mit so viel Kapazität gesegnet sind. Des Weiteren findet sich auch noch ein Flip-On-Case in der Verpackung, das aus milchig-transparentem Kunststoff besteht. Das restliche Zubehör ist mit einem Netzteil mit EU-Stecker und einem MicroUSB-Kabel Standard. Verpackt ist das ganze in einer relativ großen, flachen Box, die eine interessante, lederartige Struktur besitzt und schwarz eingefärbt ist. Auf der rechten Seite findet sich eine Lasche, an der man das innere der Box wie eine Schublade herausziehen kann. Dort findet sich dann das eben beschriebene Zubehör.

Spektakuläre Verpackung mit unspektakulären Inhalt - zwar ist das Cover eine nette Idee, es sieht aber nicht besonders Schick aus und trägt nur noch mehr auf.

Zwischenfazit Lieferumfang

Design & Verarbeitung

Aufgrund der großen Akkukapazität ist das K10000 ein ziemlicher Trümmer. Oukitel genehmigt sich hier ein Gewicht von 314 Gramm. Die Grundfläche des Gerätes ist jedoch gar nicht so groß. Mit 76,6 Millimetern Breite und 157 Millimetern Länge tanzt das K10000 für ein 5,5 Zoll Phablet nicht unbedingt aus der Reihe. Die Dicke ist mit 14,4 Millimetern hingegen wieder eine ordentliche Hausnummer, was sich im Alltag auch bemerkbar macht. Zum Vergleich: das LeTV Le1S ist mit 7,8 Millimetern nur rund halb so dick.

Oukitel hat allgemein versucht, das Design des Gehäuses den Abmessungen anzupassen. So macht der achteckige Look mit dem Metallrahmen einen sehr stabilen, massiven Eindruck. Auch auf der Rückseite ist der Materialmix aus drei verschiedenen Kunststoffen klug gewählt und geben dem Phablet einen Look, der sehr an ein Rugged-Smartphone erinnert. Natürlich trägt der Bullen-Kopf als Emblem auf der Rückseite sein Übriges zum Image bei.

Der Rahmen des K10000 ist tatsächlich aus Metall und das kommt auch der Stabilität zugute. Durchbiegen kann man das Gerät auch mit viel Kraftaufwand nicht. Auf der rechten Seite des Smartphones finden sich der Power Button und die Lautstärkewippe. Der Power Button ist in diesem Fall an oberster Stelle platziert, was bei einem solch großen Phablet nur für Menschen mit wirklich großen Händen gut zu erreichen ist. Dennoch muss man sagen, dass auch die Knöpfe einen sehr wertigen Eindruck machen, nicht wackeln und einen guten Druckpunkt haben. Auf der gegenüberliegenden linken Seite findet sich ganz oben der Sim Slot, der Platz für zwei Micro Simkarten oder eine Micro Sim und eine Micro SD Speicherkarte bietet. Oberhalb des Displays ist die Ohrmuschel hinter einem Chromfarbenen Grill verdeckt und rechts davon finden sich die Sensoren und die Frontkamera. Die Sensorbuttons unterhalb des Displays sind leider nicht hintergrundbeleuchtet.

An der Unterseite findet sich der MicroUSB-Anschluss, der von zwei riesigen Gittern eingefasst wird, von denen einer als Öffnung für den Lautsprecher fungiert. Der Andere ist nur Show, denn das Mikrophon besitzt eine extra Öffnung rechts davon. Die Rückseite besteht wie erwähnt aus drei Materialien, wobei eine glatte, glänzend Schwarze Fläche den Großteil einnimmt. Der silbrig glänzende Stierkopf auf der mattgrauen Platte im oberen Bereich dient als Erkennungszeichen für das K10000 von Oukitel und der Chromrahmen um die Kamera nimmt das Achteck als Formensprache wieder auf. Dank der etwas abgeflachten Kanten auf der Rückseite liegt das Smartphone nicht ganz so sperrig in der Hand, dennoch merkt man, dass man es hier mit einem wirklichen Trümmer zu tun hat. Trotzdem ist die Haptik sehr hochwertig und die Verarbeitung erste Sahne. Hier hat Oukitel wirklich alles richtiggemacht – wie schon beim K6000.

Erstklassige Verarbeitung und außergewöhnliches Design - das K10000 gehört sicherlich zu den interessantesten Geräten der letzten Monate. Dennoch sind Dicke und Gewicht schon harter Toback.

Zwischenfazit Design & Verarbeitung

Display

Das Oukitel K10000 hat wie auch das K6000 ein 5,5 Zoll Display mit 720p Auflösung. Das heißt, dass hier 1280x720 Pixel dargestellt werden. Die Darstellung ist sehr zufrieden stellend. Die Farben sind knackig, der Kontrast gut und die Schärfe lässt kaum Wünsche offen. Sicherlich bemerkt man einen Unterschied zu FullHD-Panels, aber dieser ist nicht sehr gravierend. Glücklicherweise hat Oukitel dieses mal nicht am Digitizer gespart. Hier bemerkt man keinerlei Probleme, Wischgesten werden ebenso zuverlässig erkannt wie einzelne Klicks. Bei der Darstellung von Inhalten und der Eingabe von Befehlen ist also alles in Butter, doch wie sieht es bei deren Verarbeitung aus?

Farbe, Kontrast, Schärfe - das Panel des K10000 überzeugt auf ganzer Linie. Auch der Digitizer macht keine Probleme.

Zwischenfazit Display

Hardware & Performance

Modell: ​Oukitel K10000
Prozessor: Mediatek MT6735P (Quad Core, max. 1GHz)​
​Arbeitsspeicher (Geschwindigkeit):2GB (1353,88MB/s)​
​Speicher (R/W):16GB (100,06MB/s / 12,22MB/s)​
​Display:5,5 Zoll - 1280x720 Pixel​
​Frequenzen:​2G: GSM 850/900/1800/1900MHz3G: WCDMA 1900/2100MHz4G: FDD-LTE 800/1800/2100/2600MHz
​Dual-SIM:Ja, Dual Micro​
​Micro SD:Ja, statt zweiter Sim​
​Abmessungen / Gewicht:157 x 76,6 x 14 mm / 314g​
​Sensoren (Funktion):Beschleunigungssensor (ja), Näherungssensor (ja), Helligkeitssensor (ja)
​​Besonderheiten:
​Reverse Charging, Charge Pump Express Plus

Der Chipsatz, der im Oukitel K10000 zum Einsatz kommt, stellt momentan das unterste Ende des 64 Bit-Lineups von Mediatek dar. Der MT6735P besitzt wie der „normale" MT6735 vier Cortex A-53 Kerne als CPU, die hier aber nur mit maximal 1GHz takten. Die GPU, die in dem Chip steckt, ist „nur" eine Mali T-720, was sich bei aufwendigen Spielen bemerkbar macht. Immerhin hat Oukitel den Arbeitsspeicher mit 2GB ausreichend dimensioniert. Somit kommt es bei Multitasking-Aufgaben auch selten zu Problemen. Im Gegensatz zum K6000 ist hier auch die Software ordentlich optimiert, sodass es eigentlich nie zu Abstürzen oder gravierenden Pausen bei der Bedienung kommt. Man kann immer die Befehle ausführen, die man gerade benötigt. Natürlich bemerkt man einen Unterschied zu einem Mittelklasse- oder gar High End-Smartphone, aber man muss sich auch klar sein, dass das K10000 von der Performance her eher der Einsteigerklasse zuzuordnen ist.

Bei Spielen muss man ebenfalls Einschnitte in Kauf nehmen. Zwar sind einfache Spiele wie Flappy Birds oder kleinere Arcade-Klassiker ohne Probleme und Einschränkungen spielbar, allerdings hat man bei aufwändigeren 3D-Krachern teilweise größere Probleme. Bei N.O.V.A. 3 oder Dead Trigger 2 beispielsweise kommt es in hohen Grafikeinstellungen zu teils drastischen Rucklern im Spielfluss, was das Spiel nahezu unspielbar macht. Bei Real Racing 3 hingegen kommt es zu keinerlei Einschränkungen. Man kann also sagen, dass es teilweise auch auf das Spiel ankommt, das man bevorzugt spielt. Generell gilt aber, dass das K10000 kein erstklassiges Gaming-Phablet ist.

Die Performance ist der Geräteklasse angemessen. Für aufwändige 3D-Spiele fehlt jedoch die nötige GPU-Power.

Zwischenfazit Performance

Software

Bis auf den Launcher orientiert sich Oukitel hier sehr stark an Vanilla Android. Das Betriebssystem ist Android 5.1 und so ist man zwar nicht unbedingt auf dem absolut neuesten Stand, aber dennoch nicht auf einem alten System. Es läuft sehr flüssig und die Optimierung ist wirklich gut gelungen. Der Launcher hingegen ist nicht ganz mein Fall. Das liegt einerseits daran, dass es keinen App-Drawer gibt und zum anderen sind die Custom Icons hier nicht wirklich schön gestaltet. Man hat versucht, dem Design des Gerätes im Äußeren treu zu bleiben und macht um jedes Icon einen silbernen, zehneckigen Rand. Das sieht aber alles etwas überladen und erdrückend aus, was mir nicht so gut gefällt. Immerhin findet sich in der Multitasking-Ansicht ein Button, mit dem alle Apps auf einmal geschlossen werden können. 

Löblich ist zudem, dass Oukitel auf unnötige Bloatware verzichtet und die Google Apps direkt vorinstalliert, das System ist also bestens für den Einsatz in Europa vorbereitet. Diverse kleine Gimmicks wie Off Screen Geatures und der Floating Button sind auch hier implementiert. Der Floating Button ist ein kleiner runder Kreis, der auf dem Display schwebt und mit dem man einige Kurzfunktionen auslösen kann, wie beispielsweise das Display zu sperren. Ich finde das Feature aber ziemlich unnötig.

Android 5.1 ohne große Veränderungen und ohne Bloatware - so muss ein Betriebssystem aussehen. Leider sind die Custom Icons nicht ganz so hübsch wie gewollt. Dafür läuft das System flüssig und ohne zu ruckeln.

Zwischenfazit Software

Konnektivität & Empfang

Zugutehalten muss man dem Oukitel K10000, dass das für viele wichtige LTE Band 20 mit der Frequenz 800MHz unterstützt wird, was bei vielen Chinaphones nicht der Fall ist. Dadurch kann man auch bei Eplus und O2 LTE nutzen. Allerdings ist der Empfang nicht ganz so stark wie bei anderen Geräten. Dennoch kann man meist auch gut mit UMTS leben und das funktioniert immer perfekt und auch der Empfang ist hier auf einem guten Niveau.

Beim WLAN gibt es ebenfalls wenig Negatives zu berichten. Gelegentlich stützt zwar die Verbindung ab und man ist zwar noch im Netzwerk angemeldet, kann aber keine Internetverbindung herstellen, das kommt aber wirklich nur sehr sporadisch vor.

Bluetooth Verbindungen werden sehr zuverlässig hergestellt und sind auch durch die eine oder andere Tür beziehungsweise Wand hindurch stabil. Dem Kabellosen Audio-Genuss steht also nichts im Wege. Selbiges gilt für das GPS. Hier kommt wirklich schnell ein Fix zustande, der dann auch in rund 10 Sekunden bei mindestens 3 Metern Genauigkeit ankommt. Besser als 2 Meter war ich hier aber nie.

Der LTE-Empfang ist nicht der beste, dafür wird das Band 20 unterstützt. WLAN und GPS sind zufriedenstellend.

Zwischenfazit Konnektivität & Empfang

Sprachqualität & Klang

Wichtig an einem Smartphone ist auch weiterhin die Telefon-Funktion und da kommt es darauf an, dass man sein Gegenüber gut versteht und auch selbst gut verstanden wird. Hier enttäuscht uns das K10000 nicht. Die Sprachqualität ist nicht atemberaubend gut, aber ausreichend. Der Gegenüber klingt immer etwas dumpf und verwaschen, man versteht aber immer jedes Wort. Auch man selbst wird gut verstanden – vorausgesetzt man nutzt das Telefon am Ohr. Über die integrierte Freisprecheinrichtung muss es um einen herum schon sehr leise sein, damit man gut verstanden wird. Hier ist die Funktion ein wenig eingeschränkt.

Der integrierte Lautsprecher für kurze Videoclips oder den einen oder anderen Song ist für die Preisklasse angemessen. Er übersteuert zwar schnell und der Bass ist kaum zu finden, aber das ist ja bei fast allen Geräten dieser Kategorie der Fall. Das K10000 sticht hier keinesfalls positiv hervor, ist aber auch kein Ausreißer nach unten. Selbiges gilt für die Qualität der Audioausgabe über den 3,5 Millimeter Klinkenanschluss. Die Equalizer-Einstellungen sind nicht selbst anpassbar und sind nicht gerade perfekt gewählt. Es klingt alles ein wenig platt und könnte deutlich definierter sein. Dafür ist die Lautstärke ausreichend. Positiv zu nennen ist, dass man keine Störgeräusche oder gar Brummen auf dem Kanal hat, was ein wirkliches No-Go wäre.

Der Lautsprecher übersteuert und Telefongespräche könnten klarer sein. Dennoch bewegt sich das Oukitel K10000 hier auf einem durchschnittlichen Level.

Zwischenfazit Sprachqualität & Klang

Kamera

In diesem Kapitel werde ich mich kurzhalten. Die Auflösung der Kamera auf der Rückseite beträgt 13 Megapixel, wobei der Sensor nativ nur mit 8 Megapixeln auflöst und nur interpoliert. Der genaue Typ des Sensors bleibt geheim. Die Qualität der Bilder ist stark von den Begebenheiten abhängig. So können bei hellem Tageslicht durchaus gute Bilder entstehen. Bei weniger Licht hingegen tut sich die Kamera schwer, anständige Bilder zu schießen. Die Farben sind nicht natürlich und auch Rauschen fällt ziemlich stark aus. Immerhin ist der Blitz, der aus zwei LEDs besteht relativ hell.

Bei Videoaufnahmen tut sich die Kamera ebenfalls schwer und Details sind nicht scharf zu sehen. Es bilden sich schnell Artefakte. Die Kamera auf der Front dient allenfalls für gelegentliche Selfies, aber die Lichtausbeute ist ziemlich schlecht, was bei einer Frontkamera leider das wichtigste ist. Somit ist die Kamera insgesamt der Geräteklasse angemessen und fällt nicht aus dem Rahmen.

Von einer Kamera in dieser Gerätekategorie darf man nicht zu viel Erwarten - dann wird sie auch den Erwartungen gerecht. Bei ausreichend Licht kommen aber doch annehmbare Ergebnisse zustande.

Zwischenfazit Kamera

Oukitel K10000 Akkulaufzeit

Jetzt sind wir endlich beim interessanten Teil angelangt. Das Oukitel K10000 kommt laut Hersteller mit einem 10.000mAh großen Akku daher, was schon eine ziemliche Ansage und momentan der größte Energiespeicher in einem Smartphone ist. Auch auf der Zelle selbst steht, dass die Kapazität 10.000mAh beträgt. Ich glaube dieser Aussage aber nicht ganz. Während meiner Nutzung habe ich es nicht geschafft, das Gerät länger als 4 Tage zu verwenden. Natürlich nutze ich es auch überdurchschnittlich viel, aber beim K6000 bin ich auf 3 Tage gekommen und wenn man das nun hoch rechnet sollte ich auch auf 5 Tage mit dem großen Akku kommen. Zudem sagt mein Kapazitätsmessgerät, dass bei einer Ladung von 0 auf 100 Prozent lediglich 7.600mAh in die Zelle gepasst haben. Das würde sich dann mit den 4 Tagen Nutzung decken. Hier wittere ich etwas betrug, denn der riesige Akku ist das zentrale Element des Phablets, mit dem auch intensiv geworben wird. Ich habe leider keine andere Möglichkeit die Kapazität zu prüfen, aber ich bin geneigt zu behaupten, dass der Akku lediglich rund 8.000mAh groß ist.

Immerhin funktioniert die Schnellladefunktion mit Mediateks Charge Pump Express Plus zuverlässig. Das Gerät lädt mit einem kompatiblen Ladegerät mit 9 Volt und 2 Ampere. Damit ist der Akku in rund 2 Stunden und 15 Minuten gefüllt. Das ist wirklich beeindruckend und auch nötig, denn sonst müsste man ja eine ganze Nacht auf einen vollen Akku warten. Zudem ist noch erwähnenswert, dass bei der Nutzung der Reverse-Charging-Funktion rund 4.300mAh aus dem Akku herauskommen. Der maximale Ausgangsstrom ist hierbei 0,5A. Das ist zwar auch eine Menge und reicht allemal um das Smartphone eines anderen zu laden, ist aber bei weitem nicht das, was in dem Gerät eigentlich steckt. Zur Optimierung der Laufzeit steht softwareseitig noch ein spezieller Stromspar-Modus zur Verfügung, der sich bei extrem niedrigem Akkustand aktivieren lässt. Dann sind die Funktionen des Gerätes eingeschränkt und es werden beispielsweise keine Services mehr im Hintergrund abgefragt. 

Akkumonster mit 10.000mAh Akku? Fehlanzeige, Oukitel mogelt hier etwas und ich tippe auf rund 8.000mAh tatsächliche Kapazität. Das ist eine Frechheit, aber kein Weltuntergang. So viel Kapazität braucht doch eigentlich auch niemand, oder?

Zwischenfazit Akkulaufzeit

Fazit

Was soll man jetzt also abschließend von Oukitel K10000 halten? Natürlich ist in dem Gerät ein riesiger Akku verbaut, der einen einige Tage ohne Steckdose auskommen lässt, doch welchen Preis zahlt man dafür? Geldmäßig ist das gar nicht so viel, denn beispielsweise bei Gearbest bekommt man das Gerät für 168 Euro. Man muss aber auch bedenken, dass das Gerät wirklich ein riesiger Trümmer ist und sich vor allem das hohe Gewicht im Alltag bemerkbar macht. Ich hatte sogar teilweise Schmerzen im kleinen Finger, weil dieser das Telefon immer abgestützt hat. Dafür ist die Performance ordentlich und für den normalen User ausreichend – sofern man kein passionierter Gamer ist. Auch die Verarbeitung ist spitze und wenn es auf dem Tisch liegt sieht es schon sehr wertig aus.

Dennoch sehe ich zwei Probleme: Zum einen steht immer noch die Frage im Raum, warum man so einen riesigen Akku benötigt. Man hat sich so damit angefreundet, dass man das Smartphone täglich laden muss, sodass auch ein 4.000mAh Akku ausreichen würde. Auch alle Bekannten, denen ich das Gerät vorgelegt hatte, haben diese Frage aufgeworfen. Des Weiteren bin ich der Meinung, dass Oukitel bei der Kapazität des Akkus nicht ganz ehrlich ist. Das ist eigentlich noch viel gravierender, denn man wirbt doch sehr intensiv mit dem Alleinstellungsmerkmal des 10.000mAh großen Akkus. Dass in der Realität nur 8.000mAh drin stecken ist schon ein starkes Stück. Unabhängig davon denke ich, dass für die meisten die dennoch lange Laufzeit nicht über den Verzicht an Komfort und Handlichkeit hinwegtröstet.

Pro Contra
​- hochwertige Verarbeitung
- extravagantes Design
- gutes Display
​​- unhandlich & schwer
- schwache 3D-Leistung
- Falsche Angabe der Akkukapazität
 

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