Die Schattenseite des Schlankheitswahns: Review des Oppo R5

Die Schattenseite des Schlankheitswahns: Review des Oppo R5

Schneller, höher, weiter - Superlative gibt es nicht nur bei Autos, Gebäuden oder der Reichweite von Flugzeugen, sondern auch bei der Unterhaltungselektronik. Bei Smartphones geht der aktuelle Trend eindeutig zu möglichst dünnen Geräten. Auf die Spitze getrieben hat es jetzt Oppo und bietet mit dem R5 das dünnste Smartphone der Welt, das ich für euch getestet habe.

Oppo - damit verbinde ich etwas ganz besonderes, denn das Oppo FInd 5 öffnete mir die Augen für "China-Handys". Die überragende Verarbeitung, das tolle FullHD-Display und der vergleichsweise niedrige Preis haben mich zuerst überrascht, dann überzeugt und schließlich fasziniert. Seitdem ich dieses Gerät besaß, beschäftige ich mich eingehender mit dieser Thematik, was schlussendlich auch dazu führte, dass ich nun hier für diesen Blog schreibe. Umso mehr freut es mich, dass ich jetzt die Chance bekommen habe, mein zweites Oppo Gerät zu testen. Das R5 hatte aufgrund des besonderen Design eine ganz besondere Wirkung auf mich, weshalb ich sehr froh bin, dass ich es ausgiebig testen konnte.

Lieferumfang

Lieferumfang

 

Gewohnt hochwertig gibt sich die Verpackung des Oppo R5. Die äußerste "Schicht" bildet eine Schachtel aus Recycling-Karton. Darin befindet sich dann die eigentliche Verpackung. Ein Umschlag, auf dem das R5 abgebildet ist, lässt sich abziehen und darunter kommt die quadratische, weiße Hauptverpackung zum Vorschein. Darauf ist lediglich das Oppo-Logo aufgedruckt, was sehr dezent und trotzdem edel aussieht. Auf der Rückseite sind noch die Spezifikationen des Geräts und die Seriennummern zu finden.

Lieferumfang

Kommen wir nun aber zu dem wirklich Interessantem: Dem Inhalt. Oben auf liegt direkt das Objekt der Begierde, das Oppo R5. Nimmt man es heraus, so finden sich darunter noch das VOOC-Ladegerät, das mit bis zu 5A lädt, das spezielle Micro USB Kabel und ein Headset mit In-Ear Kopfhörern. Erfreulicherweise liefert Oppo sogar ein transparentes Kunststoff-Case mit und einige Anleitungen und Hinweise dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Case Rueckseite

Case SeiteCase Seite_groß

Insgesamt ist das Auspacken des Oppo R5 wirklich ein Erlebnis und Oppo lässt sich hier nicht lumpen, dem Premium-Anspruch gerecht zu werden. Dass ein Case, Kopfhörer und eine Displayschutzfolie mitgeliefert werden, ist wirklich nicht selbst verständlich und so lässt der Lieferumfang keine Wünsche offen.

Design

Da kommen wir auch gleich zu dem Haupt-Augenmerk des Oppo R5. Mit nur 4,85 Millimetern Dicke ist das R5 das aktuell dünnste Smartphone auf dem Markt - zumindest unter den hier in Europa offiziell erhältlichen. Damit keine Missverständnisse auftreten: Der Eine oder Andere von euch hat vielleicht davon gehört, dass das R5 mit 5,15 Millimetern dicker wäre als angegeben. Ich kann hier den Skandal aber entschärfen, man muss noch die 0,3 Millimeter dicke Schutzfolie auf dem Display mit einrechnen, womit die Dicke von 4,85 Millimetern tatsächlich zutrifft. Das Gerät sieht sehr gut aus und diese geringe Dicke macht aus dem Oppo R5 wirklich einen Hingucker!

Das 5,2 Zoll große Display wird von einem weißen Rahmen eingefasst. Die Ränder rechts und links neben dem Display sind ziemlich dünn, aber nicht so dünn wie bei anderen Smartphones. Oberhalb des Displays ist der Lautsprecher für Telefonate und derselbe wird auch für die Widergabe von allen anderen Medien genutzt, da für einen eigenen Lautsprecher kein Platz mehr war. Rechts davon befinden sich noch die Sensoren für Näherung und Helligkeit sowie die Frontkamera. Unterhalb des Displays sind die Sensortasten in bekanntem Layout angebracht. Diese haben einen metallischen Look, wodurch diese gut zum Rahmen des Gerätes passen und sich stimmig in das Gesamtbild fügen. Leider sind diese Sensortasten nicht beleuchtet, was im Dunkeln manchmal zu einem Raten der korrekten Position führt. Dieser Mangel stört mich relativ stark, da so etwas meiner Meinung nach zur Standardausstattung gehört. Zugleich hätte Oppo damit auch die Notification LED ersetzen können, die ebenfalls fehlt, was mich eigentlich noch stärker stört. Man gewöhnt sich so daran, dass das Smartphone aktiv mitteilt wenn eine Benachrichtigung angekommen ist, dass es wirklich merkwürdig ist, wenn man immer aktiv das Display aktivieren muss. Diese Beleuchtungs/Mitteilungs-LED-Kombination hätte dem Design noch den letzten Schliff verpasst.

Oberseite

Die Rückseite erinnert entfernt etwas an ein iPhone 5. Der größte Teil besteht aus einer matten, metall-farbenen Fläche, auf der das glänzende Oppo-Logo prangt. Oberhalb und unterhalb dieser Fläche ist das Backcover weiß, aber nicht wie auf der Vorderseite mit Gorilla Glass 3 bedeckt, sondern eiene matte Kunststoffoberfläche. Am oberen Rand der Rückseite ist die Kamera angebracht, die etwa zwei Millimeter aus dem Gehäuse hervorsteht und deren quadratisches "Gehäuse" von einem chromfarben Rahmen umgeben ist. Rechts neben der Kamera liegt eben zum Rest des Backcovers der LED-Blitz und ein Mikrofon. 

Rueckseite

Der Rahmen besteht aus einer besonderen Metalllegierung, die ein mattes Finish besitzt. Damit hat der Rahmen dieselbe Farbe wie die große Fläche auf dem Backcover. Auf der linken Seite des Gerätes befinden sich weder Anschlüsse noch Tasten, sondern nur der SIM-Slot, der hier ausnahmsweise an der unteren Seite des Geräts angebracht ist. Oben und unten ist der Rahmen jeweils zwei mal mit dünnen Kunststoffleisten unterbrochen. Diese werden benötigt, um den Empfang zu verbessern und sind dort besser aufgehoben. So kann es nicht zu einem "Antennagate" kommen, was beim iPhone 4 ja Anfangs für Probleme gesorgt hatte.

rechtsoben

linksunten

Das Design des Oppo R5 ist wirklich außergewöhnlich und sorgt auch bei anderen für Aufsehen. Obwohl es so dünn ist, liegt es gut in der Hand und fühlt sich sehr stabil und hochwertig an. Oppo hat es auch geschafft, dass Gewicht optimal zu verteilen. Das Design des R5 ist also eine echte Augenweide.

Display

Oppo verbaut beim R5 ein 5,2 Zoll großes Super AMOLED Display mit Full HD Auflösung. Ich muss wahrscheinlich mittlerweile nicht mehr erklären, dass AMOLED Displays derzeit ziemlich in Mode gekommen sind. Die knackige Farbwiedergabe und das satte Schwarz zusammen mit einer sehr guten Helligkeit und trotzdem geringen Stromverbrauch macht diese Technik derzeit zu einer der Besten am Markt. Natürlich hat auch das R5 alle diese Vorteile zu bieten und das Display bietet neben guten Farben und wirklich enormer Helligkeit auch eine perfekte Schärfe. Eben genau das, was man bei einem 5,2 Zoll großen Full HD Display erwartet. 

Display 1Display 2

Blickwinkel SeiteBlickwinkel oben

Leider hat das Display bei meinem R5 ein kleines Problem, das aber nur bei geringer Helligkeit auftritt. Etwa in der Mitte des Displays ist es oberhalb etwas grauer als unten. Extrem wirkt das natürlich, wenn man eine weiße Fläche darstellt. Verschlimmert wird dieser Sachverhalt noch, dass relativ weit oben noch ein kleiner Streifen "normal" weiß dargestellt wird, wodurch relativ viele Übergänge zu sehen sind, die auffallen. Diesen Fehler sieht man aber wirklich nur, wenn die Helligkeit sehr gering ist. Leider trübt das das Bild des sonst so gut verarbeiteten Smartphones etwas und ich hoffe, dass dieser Fehler nur ein Einzelfall ist.

Ansonsten ist das Display wirklich gut und die Größe von 5,2 Zoll halte ich für den perfekten Kompromiss.

Performance

Das R5 ist bekanntlich das erste Smartphone von Oppo, das einen 64 Bit SoC bekommen hat. Zudem ist es auch eines der ersten Smartphones allgemein, das mit dem neuen Snapdragon 615 von Qualcomm ausgestattet ist. Dieser besitzt 8 Cortex A53 CPU-Kerne, von denen vier mit 1,7GHz und die anderen vier mit 1GHz getaktet werden. Als GPU kommt eine Adreno 405 zum Einsatz. Auf dem Papier unterscheidet sich dieser Chip also nicht sehr vom MT6752, der ja der direkte Konkurrent dieses SoCs ist. Leider sind Theorie und Praxis oft weit auseinander.

Nicht nur in den Benchmarks zeigt sich, dass der Snapdragon 615 im R5 nicht mit Geräten mit dem Konkurrenz-Chip mithalten kann, sondern auch beim alltäglichen Benutzen des Geräts. Man muss jedoch sagen, dass man die Schuld nicht unbedingt auf Qualcomm schieben kann. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Oppo die Leistung eventuell etwas drosselt, um die Wärmeabgabe in Grenzen zu halten. Das Gerät wird erstaunlicherweise immer nur etwas lau warm, selbst wenn man es längere Zeit bedient. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Chip da auf voller Leistung läuft und die besondere Kühltechnik von Oppo solche Wunder vollbringt. Wie auch immer, die Performance ist nicht unbedingt auf einem Level, wie man sie von einem top aktuellen Mittelklasse Smartphone erwartet. Es kommt vereinzelt zu Rucklern und längeren Wartezeiten beim Öffnen von Apps. Mit dem neuesten Systemupdate läuft nun alles zwar spürbar flüssiger, aber dennoch sind die Wartezeiten oft spürbar zu lange. Vermutlich ist das leider der Tribut, den man für das Design bezahlen muss.

Gerade beim ausführlichen Gebrauch von Multitasking und vielen gleichzeitig geöffneten Apps stößt die Performance an ihre Grenzen. Wenn man ein 3D-Spiel spielt und dabei unterbrochen wird, weil man etwas dringendes organisieren oder erledigen muss und dabei mehrere Apps wie Facebook, Chrome und den Kalender geöffnet hat und zwischen diesen wechselt, sind die Wartezeiten doch extrem lange. Bei aufwändigen 3D-Spielen bemerkt man außerdem deutliche Ruckler, wenn aufwendige Animationen und Bewegungen dargestellt werden. Bei "ruhigeren" Spielen wie Asphalt 8 fällt das weniger auf, Action geladenere Spiele wie N.O.V.A. 3 machen da schon mehr Probleme und sind an der Grenze zur "Unspielbarkeit".

Dank dem jüngsten Update ist die Performance im Alltag jetzt zwar wesentlich besser geworden, in Extremsituationen merkt man dem Chip aber dennoch an, dass er entweder stark gedrosselt oder einfach schwächer wie die Konkurrenz aus dem Hause Mediatek ist. Hier hätte ich auf jeden Fall mehr erwartet.

Multimedia und Empfang

Die Video Wiedergabe über den internen Player oder Youtube ist jedoch überhaupt kein Problem. Selbst Full HD Inhalte laufen flüssig und ohne Verzögerung. Etwas anderes darf man von solch einem Smartphone aber auch nicht erwarten. Die Wiedergabe von Audio über den internen Lautsprecher klingt überraschend gut und voluminös. Es gibt zwar nur einen Lautsprecher an dem Gerät, das heißt der Medienlautsprecher ist derselbe, wie der für Telefonate, aber dieser hat dafür eine umso bessere Qualität. Tiefen haben zwar nicht viel Volumen, um ihre Kraft zu entfalten, klingen dennoch vergleichsweise satt und auch Höhen werden selbst bei hoher Lautstärke klar wiedergegeben, ohne zu verzerren. Hier hat Oppo wirklich auf Qualität geachtet.

Die Wiedergabe über Kopfhörer klingt ebenfalls sehr gut, es fehlt aber ein interner Equalizer den man selbst einstellen kann. Oppo hat zwar die Optimierung Dirac HD implementiert, aber dies funktioniert nur mit dem vorinstallierten Musikplayer, nicht etwa mit Spotify oder ähnlichem, was sehr schade ist. Außerdem braucht man einen speziellen Adapter, um einen Kopfhörer anzuschließen. Dieser wird dann in den USB-Anschluss des Smartphones gesteckt und man bekommt dann einen Standard 3,5mm Klinken Anschluss. Leider gehen solche Adapter sehr leicht verloren und man muss ihn eben auch immer dabei haben, wenn man die Kopfhörer nutzen will. Vivo hat es immerhin geschafft, einen Klinken-Anschluss in ein noch dünneres Gehäuse zu verbauen. Schade, dass dies Oppo nicht gelungen ist. 

Adapter

Die mitgelieferten Kopfhörer sind relativ gut und klingen sehr ähnlich wie die Silver Bullets von OnePlus. Vermutlich sind es auch ein und dieselben Kopfhörer in unterschiedlichen Chassis. Leider bietet die Kabelfernbedienung des Oppo Headsets nur eine Taste zum Bedienen des Players. Lauter oder leiser kann man damit nicht machen. Komischerweise liegt das aber vermutlich daran, dass dies allgemein nicht implementiert wurde, denn mit anderen Kopfhörern, die eine Lautstärke-Wippe mitbringen, funktioniert diese Bedienung auch nicht. Vermutlich liegt das also an dem Adapter oder an der Software von Oppo. In jedem Fall ist das sehr schade.

Positiv hervorzuheben ist aber der GPS-Empfang. An der frischen Luft sind die ersten Sateliten Fixes innerhalb von kürzester Zeit hergestellt. Ich kann gar nicht in Sekunden ausdrücken, wie lange es dauert, weil es so schnell geht. Das hat mich wirklich verblüfft. Sobald man GPS aktiviert, weiß man sofort wo man sich befindet. Selbst in einem geschlossenen Raum wird die Position innerhalb von weniger als 20 Sekunden bestimmt und man bekommt 19 von 20 Verbindungen zu Satelliten fix. Qualcomm hat hier also wirklich ganze Arbeit geleistet.

Auch der WLAN und UMTS Empfang ist klasse und lässt so gut wie keine Wünsche offen. Hier bemerkt man tatsächlich einen Unterschied zu früheren Chip-Generationen. WLAN-Signale sind auch an Orten empfangbar, an denen dies früher nicht der Fall war und selbst auf dem Land ist das 3G-Signal sehr stabil und weitläufig verfügbar. Vereinzelt weißt das GSM-Signal bei Telefonaten zwar leichte Schwächen auf, aber das ist nur an Orten der Fall, wo die Netzabdeckung bekanntlich sehr dünn ist und diese Problemen bei den meisten Smartphones auftreten. Den LTE-Empfang konnte ich aus Mangel an einem entsprechenden Tarif leider nicht testen.

Kamera

Bei der Kamera gibt es nicht viel auffälliges zu berichten. Oppo setzt auf eine 13 Megapixel Kamera auf der Rückseite und einen 8 Megapixel Shooter für Selfies. Die Rückkamera macht durchschnittlich gute Bilder. Den Farben fehlt es teilweise an Kraft. Vor allem bei schlechtem Licht sieht alles ziemlich grau aus. Mit den aktuellen Top-Kamera-Smartphones kann das Oppo R5 natürlich nicht mithalten, aber das will es auch nicht. Man kann ohne Probleme schöne Schnappschüsse schießen und der LED Blitz ist hell genug für die meisten Situationen. Im Nachtmodus versucht Oppo durch Weichzeichnen der Bilder, das Rauschen der Kamera etwas zu unterdrücken, was relativ gut funktioniert. Es wirkt zwar keine Wunder, ist aber dennoch ein schönes Feature.

dunkel Blitz_2dunkel nacht

Landschaft 1Landschaft 2

Die Bilder der Frontkamera sind meist ziemlich grau. Dafür bietet sie automatisch einen Beauty-Modus an, der die Haut bei Selfies weichzeichnet. Das ist natürlich Geschmackssache, aber wenn man die Einstellungen nicht zu extrem wählt, funktioniert das sehr gut.

selfie

Videos haben generell natürlich dasselbe Problem wie Fotos, die Bilder verwischen aber nicht und der Zoom ist auch sehr fein justierbar. Es gibt sehr viele Zoom-Stufen und man kann mit der Kamera schöne, flüssige Clips aufnehmen. Überzeugt euch einfach am besten selbst von der Qualität der Kamera.

Akku

Aufgrund der geringen Dicke konnte Oppo nur einen 2.000mAh Akku in das R5 hinein quetschen. Das ist leider der größte Kritikpunkt, den ich an diesem sonst tollen Smartphone finde. Man kommt selten über den ganzen Tag mit einer Akkuladung, selbst wenn man den Energiespar-Modus immer aktiviert hat. Ohne diesen wäre schon Nachmittags der Akku leer gesaugt. Ich muss sagen, dass es mich ziemlich überrascht hat, wie kurz der Akku hält. 2.000mAh sind jetzt auch nicht hoffnungslos wenig, aber scheinbar scheint Qualcomm bei der Power-Optimierung des Snapdragon 615 das Optimum noch nicht gefunden zu haben. Denn das Super AMOLED Display sollte eigentlich relativ sparsam sein und damit bleibt als Schuldiger eigentlich nur noch der SoC. Vielleicht ist ja durch Softwareoptimierungen noch etwas mehr Laufzeit möglich, so sollte man aber immer das passende Ladegerät oder eine Powerbank dabei haben. Bei einem langen Tag und durchschnittlicher Benutzung ist trotz Energiespar-Modus meist um 19 Uhr spätestens Schluss. Sollte man unterwegs bemerken, dass der Akku zur Neige geht, man das Telefon aber unbedingt für ein wichtiges Gespräch noch braucht, kann man den sogenannten "Super-Energieeinsparung" Modus wechseln. Dort wird dann die Datenverbindung abgeschaltet und man bekommt nur noch Zugriff auf die Funktionen Telefon, Kontakte, Uhr und SMS. Somit ist man im Notfall noch etwas länger erreichbar. Diese Funktion ist aber wirklich nur für Notfälle empfehlenswert.

Toll ist dafür die Rapid Charging Funktion, die bei Oppo VOOC heißt. Das Versprechen von 70% Akkuladung in 30 Minuten ist tatsächlich wahr. Innerhalb von einer Stunde ist das Gerät von 0 auf 100 Prozent aufgeladen und wenn man nur mal zwischendurch den Akku wieder füllen will, ist man meist nach weniger als einer halben Stunde wieder auf 100%. Damit relativiert sich der Nachteil durch die geringe Kapazität wieder etwas, kann ihn natürlich aber nicht vollends wett machen. Für das Rapid Charging benötigt man aber natürlich das spezielle Ladegerät und auch das spezielle Micro USB Kabel muss verwendet werden, sonst funktioniert das Rapid Charging nicht. Wenn man eines von beidem oder auch beides nicht zur Hand hat, dann kann man das R5 natürlich auch mit einem "normalen" 2A-Lader laden. Das dauert dann aber natürlich länger als eine Stunde.

Powerbank

 

Die VOOC-Powerbank, die als Aktion zu den ersten Bestellungen beigelegt wurde, ist wirklich genial. Sie läd das Smartphone genauso schnell, wie das spezielle VOOC-Ladegerät und so ist der Akku in kürzester Zeit wieder geladen. Die Kapazität von 6.000mAh reicht für 2 volle Ladungen des R5, beim Find 7 dürfte es etwas weniger sein. Im Grunde ist diese Powerbank aber ein Must Have Accessoire für das R5, denn sonst hat man mit dem kleinen Akku wirklich Probleme. Ich bin sehr froh, dass Oppo dieses Goodie mit beigelegt hat. Toll ist auch, dass das Ladekabel bei dieser Powerbank schon integriert ist und man damit nicht auch noch ein Micro USB Kabel mitnehmen muss. In dem Kompakten Gadget ist alles enthalten, was man braucht. Diese Lösung sollten alle solche externen Akkus bieten, denn das ist wirklich bequem. Geladen werden kann die Powerbank entweder in Rekordzeit über den VOOC-Ladeadapter oder über ein Standard 2A-Ladegerät, was dann natürlich entsprechend länger dauert. Während des Ladens blinkt eine kleine LED, die abhängig vom Ladezustand in grün, gelb oder rot leuchtet. Dieses Blinken ist leider relativ hell und nervt ziemlich, da diese LED in beide Richtungen strahlt und man das Blinken so nicht abdecken kann. Hier hätte sich Oppo etwas dezenteres einfallen lassen sollen.

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Fazit

Das Oppo R5 ist ein klasse Smartphone, das durch sein außergewöhnliches Design für Aufsehen sorgt. Leider ist die Performance des Snapdragon 615 nicht so, wie man es von einem Gerät aus dieser Preisklasse erwarten würde, aber dennoch reicht es für den Alltag völlig aus. Es ist nunmal kein High-End-Gerät. Die Akkulaufzeit ist leider der größte Schwachpunkt des Oppo R5. Man kommt ohne den Energiespar Modus kaum über den Tag und selbt mit sind keine langen Nächte möglich. Hier ist eine Powerbank pflicht. 

Trotz dieser Schwächen hat es mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Smartphone zu testen und die Optik und auch Haptik des R5 entschädigen für einiges. Das R5 ist definitiv eines der schönsten Smartphones der letzten Zeit für mich. Außerdem war ich erstaunt, wie "Rapid" das VOOC-Charging wirklich ist. In Zukunft sollte eine solche Technik pflicht sein. Insgesamt also ein rundes Gesamtpaket mich kalkulierbaren Schwächen, auf die man sich einlassen sollte, da das Gerät wirklich versucht, diese wieder gut zu machen. Für 399 Euro bekommt man das R5 aktuell bei Oppostyle - sogar noch immer mit VOOC Powerbank und inklusive aller Steuern und Gebühren.


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