PayPal und der Mythos mit der Garantie (180 Tage)

04 Mär 2017 20:07 #1 von cAMP
Da es immer wieder zu Missverständnissen kommt. Hier mal etwas rein rechtliches bezüglich des PayPal Käuferschutzes:

PayPal gibt KEINE Garantie!!! PayPal bietet einen mehr- bzw. minderwertigen Käuferschutz an, den die Chinesen (noch) nicht durchschaut haben. PayPal sichert den Verkäufer maximal 180 Tage ab. Dies gilt aber nur für den Erhalt bzw. der möglichen Einlösung der Ware. Nicht aber für dessen mögliche Garantieerfüllung im Falle eines Defektes. Zumindest dann nicht, wenn der Defekt erst später eintritt und dennoch innerhalb der 180 Tage läge ;).

Kauft man beispielsweise Konzertkarten und stellt nach 179 Tagen fest, dass diese beim Eintritt nicht eingelöst werden können, so greift der Käuferschutz. Wird ein Smartphone nicht geliefert, so greift der Käuferschutz. Wird ein Gerät defekt geliefert (und nun Achtung), dann greift der Käuferschutz, ABER nur bedingt, denn zu behaupten man habe das Gerät erst 1-2 Wochen nach Erhalt ausgepackt wird selten akzeptiert. Nur wer DIREKT nach Erhalt der Ware einen Fall eröffnet, bekommt von PayPal sein Käuferschutzrecht zugesprochen. In allen anderen Fällen würde der Fall gegen den Käufer entschieden werden. Zum Glück wissen das viele Verkäufer nicht, so dass diese um Schließung des Falles bitten und im Bestfall das Geld zurück transferieren.

Bevor nun wieder unterschiedliche Meinungen grassieren, bitte ich euch, einfach mal bei PayPal anzurufen oder sogar schriftlich eine Erklärung für die 180 Tage "eben nicht Garantie" einzuholen.

PAYPAL IST NICHT FÜR GARANTIEANSPRÜCHE DA UND WIRD EUCH IM ERNSTFALL NICHT HELFEN !!!

Nur der unwissende Verkäufer lenkt bei älteren Geräten, bei denen ein Defekt auftritt, auch binnen der 180 Tage ein ^^.

Omnia vincit constantia

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06 Mär 2017 10:39 - 06 Mär 2017 10:40 #2 von Christopher
Das mag grundsätzlich so sein, dennoch ist PayPal aber meistens kulant. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass der PayPal Käuferschutz sehr wohl greift. Voraussetzung ist, dass man zuvor mit dem jeweiligen Shop Kontakt bzgl. Garantiefall aufgenommen hat. Wird einem die beworbene Garantieleistung verweigert, so eröffnet man einen Fall. Und dieser wird dann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu Gunsten des Käufers entschieden, oder aber der Shop gerät unter Druck und lenkt ein.

LG Christopher

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10 Mär 2017 13:56 #3 von cAMP

Christopher schrieb: ... oder aber der Shop gerät unter Druck und lenkt ein.


DAS bleibt zu hoffen und deshalb sollte man immer einen Fall eröffnen, wenn die versprochene Gewährleistung nicht eingehalten wird.

Auch ich habe Beispiele aus eigener Erfahrung in denen ich auf die PayPal AGBs am Ende des Falles hingewiesen wurde. Und da steht NICHTS von "Hilfe bei Garantiefällen". Auch nicht, wenn du vorher Kontakt aufgenommen hattest.

Einzig, wenn der Verkäufer während des offenen Falles gar keine Antwort gibt, kann der Fall für den Käufer entschieden werden. Denn der Verkäufer hat gemäß Käuferschutz eine Klärungspflicht. Ähnlich wie die Verpflichtung Ware grundsätzlich versichert zu versenden.

Omnia vincit constantia

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